Portrait: Sitatunga

Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Bovinae
Tribus: Tragelaphini
Gattung: Tragelaphus
Art: Sitatunga (Tragelaphus spekii)
Sitatunga (Zoo Hodonin)

Sitatunga (Zoo Hodonin)

Die Sitatunga ist die am meisten an Wasser gebundene Antilopenart. Sie wird auch Sumpfbock, Sumpfantilope oder Wasserkudu genannt.
Die Sitatunga erreicht eine Körperlänge von rund 150 cm, eine Schulterhöhe von 100 bis 115 cm sowie ein Gewicht von gut 60 bis 110 Kg. Weibchen bleiben deutlich kleiner und leichter als Männchen. Das Fell ist bei den Geschlechtern im Alter unterschiedlich gefärbt. Während das Fell des Männchen dunkelbraun bis schwarzbraun gefärbt ist, so weist das Fell des Weibchen eine helle rostbraune Färbung auf. Jungtiere haben eine rostbraune Färbung, jedoch ist der Aalstrich bei Männchen weiß und bei Weibchen schwarz. Beide Geschlechter haben an ihren Flanken eine Querbänderung aus hellen Streifen, die zum Hinterteil hin in Punkte übergehen. Diese Streifung dient offensichtlich der Tarnung. Männliche Tiere tragen imposante Hörner, die eine Länge von bis zu 90 cm aufweisen können und leicht nach innen gedreht sind. Weibchen haben kein Gehörn. Die Hörner ähneln denen der Nyala, mit der sie nah verwandt sind. Insgesamt ist der Körper recht kräftig gebaut, der Rücken fällt vom Hinterteil her nach vorne leicht ab. Die langen Beine wirken fast zerbrechlich. Der kurze Schwanz erreicht eine Länge von etwa 20 cm und ist mit einer dunklen Spitze versehen. Die Ohren sind groß und fast trichterförmig. Die Ränder der Ohren sind mit weißlichem Fell bedeckt. Die Hinterseiten der Ohren sind graubraun gefärbt. Der Nasenrücken weist eine gräuliche Färbung auf.
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Portrait: Uhu

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Eulen (Strigiformes)
Familie: Eigentliche Eulen (Strigidae)
Gattung: Uhus (Bubo)
Art: Uhu (Bubo bubo)
Europäischer Uhu (Vogelpark Olching)

Europäischer Uhu (Vogelpark Olching)

Der Uhu gehört zu den größten Eulen. Die Weibchen sind deutlich größer als Männchen (reverser Geschlechtsdimorphismus). Von Südwesten nach Nordosten zeigt die Art entsprechend der Bergmannschen Regel eine deutliche Größen- und Gewichtszunahme. Männchen aus Norwegen erreichen im Durchschnitt eine Körperlänge von 61 cm und wiegen zwischen 1800 und 2800 g, im Mittel 2450 g. Norwegische Weibchen haben im Durchschnitt eine Körperlänge von 67 cm und wiegen 2300 bis 4200 g, im Mittel 2990 g. Vögel aus Thüringen wiegen im Mittel 1890 g (Männchen), bzw. 2550 g (Weibchen). Die schwersten mitteleuropäischen Uhuweibchen wogen 3200 g. Der Größenunterschied zwischen Männchen und Weibchen zeigt sich auch bei der Flügelspannweite. Die Spannweite der Männchen beträgt durchschnittlich 157 cm, die der Weibchen 168 cm.
Der Kopf ist groß und hat auffallend lange Federohren. Diese stehen normalerweise schräg seitlich oder nach hinten ab. Der Uhu besitzt auch den für Eulen typischen Gesichtsschleier, der allerdings weniger stark ausgeprägt ist als beispielsweise bei der Waldohreule oder Schleiereule.
Das Körpergefieder ist in Mitteleuropa ein helles Braun mit dunkler Längs- und Querstreifung. Der Rücken ist dabei dunkler als der Bauch, auch die Flügelunterseiten sind heller befiedert. Die einzelnen Unterarten des Uhus unterscheiden sich in ihrer Körpergröße sowie in der Grundfärbung ihres Gefieders. Weiterlesen

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Portrait: Chileflamingo

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Flamingos (Phoenicopteriformes)
Familie: Flamingos (Phoenicopteridae)
Gattung: Phoenicopterus
Art: Chileflamingo (Phoenicopterus chilensis)
Chileflamingo (Tiergarten Bernburg)

Chileflamingo (Tiergarten Bernburg)

Der Chileflamingo ist deutlich kleiner als der Rosaflamingo, er erreicht je nach Geschlecht eine Standhöhe von 110 bis 140 Zentimeter, eine Beinlänge von 45 bis 50 Zentimeter, eine Flügelspannweite von 120 bis 145 sowie ein Gewicht von 2.500 bis 3.500 Gramm. Weibchen bleiben kleiner und leichter als Männchen. Markantes Merkmal aller Flamingos sind die dürren, langen Beine, der lange Hals, der kleine Kopf sowie der überdimensionierte, mittig stark gebogene Schnabel. Diese Merkmale weist auch der Chileflamingo auf. Die Zehen sind charakteristisch mit Schwimmhäuten versehen. Diese Eigenschaft lässt den Chileflamingo auf schlammigen Untergrund nicht einsinken. Der Schnabel ist eine Anpassung an die Ernährungsmethode. Der in der Mitte stark gebogene Schnabel dient zum filtrieren von Mikroorganismen und Algen aus dem stark alkalihaltigem Wasser. Im Innern des Schnabels befinden sich Lamellen, mit Hilfe deren Nahrung gefiltert wird, über eine Abflussrinne auf dem Unterschnabel fließt das Wasser beim Filtern ab. Aufgenommenes Wasser wird mit der fleischigen Zunge gegen die Lamellen gedrückt. Der vordere Teil des Schnabel weist eine rosafarbene Färbung auf, ab dem Knick ist der Schnabel schwarz gefärbt. Das Gefieder ist überwiegend weißlich bis rosafarben gefärbt. Die Färbung richtet sich nach der aufgenommenen Nahrung. Im Bereich der Flügel sind vor allem die Primärfedern rot gefärbt. Die Extremitäten zeigen eine gelbliche bis fleischfarbene Färbung, die Füße sind kaminrot gefärbt. Juvenile Vögel weisen eine gräuliches Gefieder auf. Ihr Schnabel ist gräulich, im Bereich der Schnabelspitze zeigt sich eine schwarze Färbung. Die Beine weisen eine gräuliche Färbung auf. Die adulte Befiederung stellt sich spätestens nach drei Jahren ein. Weiterlesen

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Portrait: Bongo

Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Bovinae
Tribus: Tragelaphini
Gattung: Tragelaphus
Art: Bongo (Tragelaphus eurycerus)
Bongo (Wilhelma Stuttgart)

Bongo (Wilhelma Stuttgart)

Der Bongo erreicht eine Körperlänge von bis zu 250 cm, ein Stockmaß von gut 120 cm sowie ein Gewicht von 180 bis 220 Kg. Weibchen bleiben deutlich kleiner als Männchen. Beide Geschlechter verfügen über Hörner. Sie sind spiralförmig und leicht nach innen gebogen und können eine Länge von 80 bis 100 cm erreichen. Die Hörner dienen ausschließlich den Kämpfen mit Artgenossen. Dabei handelt es sich bei den Revierkämpfen hauptsächlich um ritualisierte Kämpfe, die selten mit einer ernsthaften Verletzung enden. Es ist zu beobachten, dass auch die Weibchen untereinander solche Scheingefechte führen, um die Rangfolge in ihrer Gruppe festzulegen. Auf dem Rücken zeichnet sich über die gesamte Länge ein Bürstenkamm ab, der einige Zentimeter lang sein kann.
Das Fell ist überwiegend rostbraun gefärbt. Rücken und Flanken sind mit bis zu fünfzehn schmalen Querstreifen versehen. Weiße Bereiche hat der Bongo auch an den Extremitäten, am Hals und am Kopf. Der Bereich um die Augen ist deutlich heller gefärbt. Zwischen den Augen, also auf dem Nasenrücken, verläuft eine weiße Linie. Die Bauchseite ist dunkelbraun. Die sehr großen Ohren stehen im 45 Grad Winkel seitlich ab. Weiterlesen

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Portrait: Schwarzstorch

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Schreitvögel (Ciconiiformes)
Familie: Störche (Ciconiidae)
Gattung: Ciconia
Art: Schwarzstorch (Ciconia nigra)
Schwarzstorch (Bergzoo Halle)

Schwarzstorch (Bergzoo Halle)

Der Schwarzstorch ist neben dem Weißstorch die einzige in Europa brütende Art der Störche. Beide Arten unterscheiden sich wie Tag und Nacht, aber in manchen Zoos (Basel, Köln, Tallinn) sind Hybriden entstanden. Über deren Fruchtbarkeit ist jedoch nichts bekannt.
Im Allgemeinen gilt der Schwarzstorch vom Mittelalter bis in die Neuzeit als Gegenspieler des verehrten und positiv besetzten Weißstorches und wird demgemäß als Künder von Unheil, Krankheit und Krieg angesehen. Dieser Volksaberglaube, der Schwarzstorch verheiße nahendes Unglück, ist in manchen Regionen des südöstlichen Europas noch immer lebendig. Weiterlesen

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Portrait: Weißhaubenkakadu

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Kakadus (Cacatuidae)
Gattung: Eigentliche Kakadus (Cacatua)
Art: Weißhaubenkakadu (Cacatua alba)
Weißhaubenkakadu (Wildpark Altenfelden)

Weißhaubenkakadu (Wildpark Altenfelden)

Der Weißhaubenkakadu erreicht eine Körperlänge von 46 bis 48 Zentimeter, eine Flügelspannweite von gut 65 bis 70 Zentimeter sowie ein Gewicht von 500 bis 600 Gramm. Das Gefieder ist rein weiß. Nur die Flügelunterseite sowie der Bürzel vermittelt den Hauch von einem hellen Gelb. Markantes Merkmal ist die große und weißliche aufstellbare fächerartige Haube, die den Vögeln den Namen gab. Der Geschlechtsdismorphismus ist nur gering ausgeprägt. Der Schnabel des Männchens ist kräftiger ausgebildet und die Pupille weist eine bräunliche Färbung auf. Beim Weibchen ist sie hellblau gefärbt. Weiterlesen

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Portrait: Grüne Wasseragame

Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Familie: Agamen (Agamidae)
Unterfamilie: Amphibolurinae
Gattung: Physignathus
Art: Grüne Wasseragame (Physignathus cocincinus)
Grüne Wasseragame (Tierpark Hellabrunn)

Grüne Wasseragame (Tierpark Hellabrunn)

Die Grüne Wasseragame wird gelegentlich auch als Grüner Wasserdrache oder Hinterindische Wasseragame bezeichnet.
Die Grüne Wasseragame kann eine Länge von 80 bis 90 cm, selten auch bis 100 cm erreichen. Das Gewicht liegt bei 400 bis 600 Gramm, wobei Weibchen deutlich kleiner und leichter bleiben. Der Schwanz macht etwa 2/3 der Gesamtlänge aus. Der Körper ist überwiegend türkisblau bis grün gefärbt. An den Flanken sind einige vertikale weißliche Streifen sichtbar, die sich bis zum Rückenkamm ziehen können. Die Bauchseite ist deutlich heller als die Rückenpartie. Vor allem beim Männchen weist die Kehle eine gelbliche bis rote Färbung auf. Diese fällt beim Weibchen deutlich geringer aus.
Auffälligstes Merkmal der Wasseragamen ist der Nacken- und Rückenkamm, der eine Höhe von einem cm aufweisen kann. Der Kamm zieht sich vom Nacken bis Mitte des langen Schwanzes hin. Der Rückenkamm ist beim Männchen stärker ausgeprägt. Der Schwanz ist seitlich abgeflacht und dient vor allem der Fortbewegung und Steuerung im Wasser. Die Beine, und hier insbesondere die Hinterbeine, sind kräftig gebaut. An Land fliehen sie auf den Hinterbeinen laufend. Die Beine enden in Zehen, die mit kräftigen Krallen versehen sind. Die Krallen machen ihn zu einem exellenten Kletterer. Weiterlesen

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Zoologischer Garten Hof

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1. Zooreise 2012 (Tschechien/Österreich) Tag 4 – Der Ruf der Heimat (Archiv)

(Erstveröffentlichung am 2. Juli 2012)

Der Tag der Heimreise war angebrochen. Anders als am Tag davor war das Wetter eher bescheiden zu nennen, aber wir wagten trotzdem den Weg nach Wels. Es regnete leicht und ein normaler Mensch hätte sich diesen Tag nicht unbedingt für einen Zoobesuch ausgesucht …niemand außer wir und Kinder, die aber mit ihrer Führung gerade fertig waren. Wir hatten den kleinen Zoo in Wels für uns alleine. Leider mochten viele Tiere das Wetter nicht und hatten sich in ihre Häuschen zurückgezogen. Die einzigen Ausnahmen bildeten Vögel, die aber nicht wirklich fotogen sondern eher wie begossene Pudel wirkten.
Trotzdem hat der Rundgang eine Stunde in Anspruch genommen.
Der Rest der Zooreise verlief eher langweilig … Heimreise. Weiterlesen

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Die Stunde der Vögel

Die Stunde der Gartenvögel ist die derzeit deutschlandweit größte Aktion zur Vogelbeobachtung. Sie wird vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) seit 2005 jährlich im Mai veranstaltet. Als Pendant zu der Aktion wurde im Jahr 2011 erstmals bundesweit die „Stunde der Wintervögel“ veranstaltet. Die Beteiligung von Naturfreunden daran war so stark, dass der für die Datenannahme programmierte Server zeitweise überfordert war. Die „Stunde der Wintervögel“ gab es bereits in Vorjahren auf Landesebene, so z. B. in Bayern, getragen durch den LBV. Vorbild für diese Aktionen ist der bereits seit Jahrzehnten in Großbritannien erfolgreiche „Big Garden Bird Watch“. Bei diesem Public Science-Projekt werden Daten zur Vogelwelt nach einer einheitlichen Vorgabe erhoben. Durch die Menge von tausenden von Daten fallen z. B. einzelne Bestimmungsfehler nicht ins Gewicht und es können regionale Unterschiede und Trendaussagen zu den Beständen der häufigen Arten gemacht werden
Ziel der Aktion ist ein deutschlandweites und möglichst genaues Bild von der Vogelwelt in unseren Städten und Dörfern zu erhalten. Dabei geht es nicht um exakte Bestandszahlen aller Vögel, sondern vielmehr darum Anteile und Trends von Populationen zu ermitteln. Damit dieser Anteil repräsentativ ist, sollen die Populationsdaten über mehrere Jahre verglichen werden. So werden neue Kenntnisse zur Entwicklung einzelner Vogelarten sowie zu regionalen Unterschieden gewonnen. Weiterlesen

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