Portrait: Eyregrasschlüpfer

Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Staffelschwänze (Maluridae)
Unterfamilie: Amytornithinae
Gattung: Grasschlüpfer (Amytornis)
Art: Eyregrasschlüpfer (Amytornis goyderi)

Eyregrasschlüpfer (John Gould)

Der 14 Zentimeter große Vogel hat ein braunes, mit weißen Streifen versehenes Rücken- und Kopfgefieder. Der Schwanz ist dunkelbraun bis schwarz. Der Schnabel und die Beine sind grau gefärbt. Zudem hat der Vogel mehrere schwarze Streifen unter dem Auge. Die Vögel haben kleine zurückgebildete Flügel, mit denen sie nur schlecht fliegen können.

Diese Art kommt nur um den Lake Eyre in der Simpsonwüste, Süd-Australien vor. Sie bewohnt dort die mit dichten Spinifexgras bewachsenen Sanddünen. Zur Nahrung der Vögel zählen vor allem kleinere Insekten und Pflanzensamen.

Das kugelförmige, nach oben hin abgeflachte Nest besteht aus ineinander geflochtenen Gräsern. Die genaue Anzahl der Eier, vermutlich bis zu vier Stück, sowie die genaue Brut- und Nestlingsdauer sind nicht bekannt.

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Portrait: Maskentölpel

Ordnung: Suliformes
Familie: Tölpel (Sulidae)
Gattung: Sula
Art: Maskentölpel (Sula dactylatra)

Sula dactylatra melanops (John Jennens)

Der Maskentölpel erreicht eine Körperlänge von 75 bis 85 Zentimeter, die Flügelspannweite beträgt 160 bis 170 Zentimeter. Maskentölpel erreichen ein Gewicht zwischen 1,2 und 2,2 Kilogramm. Er ist die größte Art innerhalb der Gattung Sula.
Der Maskentölpel ist ein weißer Vogel mit schwarzen Flügelrändern, schwarzem Schwanz und dunkler Gesichtsmaske. Die ähnlich aussehenden Geschlechter unterscheiden sich dadurch, dass das Männchen einen gelben, das Weibchen einen grünlich-gelben Schnabel hat. Der Jungvogel ist am Kopf und an der Unterseite bräunlich, am Rumpf und am Hals weiß gefärbt.
Maskentölpel fliegen mit kräftigen, gleichmäßigen Flügelschlägen, der Flug ist immer wieder von Gleitphasen unterbrochen. Gewöhnlich fliegen sie in Höhen von mehr als sieben Meter, der Flug ist schnell und kann eine Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h erreichen. Es sind Stoßtaucher, die fast senkrecht ins Meer stoßen. Sie ruhen und schwimmen auf See, dabei liegen sie hoch im Wasser. Sie ruhen gelegentlich auch auf Bojen und auf anderen, sich im Meer befindlichen Konstruktionen wie beispielsweise Ölplattformen. Auf See sind sie nicht sehr ruffreudig, in den Brutkolonien sind dagegen die schrillen, pfeifenden Begrüßungsrufe der Männchen und die trompetenden Laute der Weibchen zu vernehmen.
Im Verbreitungsgebiet des Maskentölpels kommen mehrere andere Tölpelarten vor, mit denen der Maskentölpel verwechselt werden kann. Der Australische Tölpel und der Kaptölpel unterscheiden sich vom Maskentölpel durch ihren gelblichen Kopf. Der Graufußtölpel hat dunklere Flügel, die außerdem dunkler sind. Er ist außerdem langschwänziger und der Kopf wirkt größer. Der Rotfußtölpel ist kleiner, die in Australasien vorkommende Unterart hat einen weißen Schwanz. Der Kopf dieser Tölpelart ist außerdem gelblich überwaschen. Weiterlesen

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Portrait: Blaukinn-Smaragdkolibri

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Gattung: Chlorestes
Art: Blaukinn-Smaragdkolibri (Chlorestes notata)

Blaukinn-Smaragdkolibri (John Gould)

Der Blaukinn-Smaragdkolibri hat eine Körperlänge von etwa 8,9 Zentimetern bei einem Gewicht von ca. 3,8 Gramm. Beim Männchen sind die Oberseite sowie die Flügeldecken dunkelgrün gefärbt. Die Oberschwanzdecken sind blaugrün. Das glänzend blaue Kinn geht an der Unterseite in ein stark glitzerndes gelbgrün über. Die Unterschwanzdecken sind grün, die Flügel schwärzlich-purpurn gefärbt. Der ca. 3 Zentimeter lange Schwanz ist schwärzlich-stahlblau. Während der Oberschnabel eine schwarzbraune Färbung hat, ist der Unterschnabel fleischfarben mit einer dunklen Spitze.
Bei den Weibchen sind die Flügeldecken und Unterschwanzdecken goldgrün und die Oberschwanzdecken blaugrün. Das Kinn, die Kehle und der Bauch sind weiß, wobei die Kehle von engen grünen Flecken durchzogen ist. Die Brust und die Flanken sind goldgrün. Der Oberschnabel ist schwarzbraun, der Unterschnabel fleischfarben. Die Füße sind bei beiden Geschlechtern schwarz. Weiterlesen

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Der Palmgeier auf Brehms Tierleben

Palmgeier (Brehms Tierleben)

Der Geierseeadler (Gypohierax angolensis, Falco, Gypaëtus, Haliaëtus und Racama angolensis, Vultur hypoleucus), welchen ich meine, ähnelt in Gestalt und Haltung mehr dem Schmutzgeier, als irgend einem Adler, gibt sich als solcher auch nur durch den Fußbau und seine Lebensweise zu erkennen. Der Schnabel ist kräftig, aber lang gestreckt und sehr schmal, der Oberschnabel in sanftem Bogen gekrümmt, kurz und stumpfhakig, an der Schneide zahnlos, der Unterschnabel stark, etwa zwei Drittel so hoch wie der obere, die Wachshaut bis zur Hälfte vorgezogen, das Nasenloch breit schlitzförmig, etwas schief von vorn nach hinten gestellt; der Zügel nackt, der Fuß schwach, am Lauftheile mit kleinen sechsseitigen Hornschildern bekleidet, der Fang kurz und mit mäßig großen, gekrümmten Krallen bewehrt, der Flügel, in welchem die dritte bis fünfte Schwinge die anderen überragen, lang und spitzig, der aus zwölf Federn bestehende Schwanz ziemlich kurz und schwach gerundet. Weiterlesen

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TTT: 10 Bücher von bereits verstorbenen Autoren

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Tierstudien 22: Kohabitation, Koexistenz, Konvivialität (Rezension)

In dieser Ausgabe von Tierstudien geht es um Praktiken, Theorien und Visionen des Zusammenlebens der Arten. Dabei sollen das Miteinander- oder Beieinanderwohnen von Menschen und anderen Tieren und die Koexistenz unterschiedlicher Spezies in kulturellen Räumen im Fokus stehen. Alle Tiere richten sich auf ihre Art in der Welt ein und sind auf ihre Weise in ihr zuhause. Dies geschieht immer in relationalen Zusammenhängen. Sie lassen sich an Orten nieder, die nie ganz unbesetzt sind, oder arrangieren sich in Räumen, die ihnen zugewiesen wurden. Das soziale Zusammenleben wird dann jeweils im gemeinsamen Wohnen organisiert.
Es stehen vor allem domestizierte Tiere, verwilderte Haustiere und Kulturfolger*innen wie beispielsweise Hunde, Pferde und Tauben im Zentrum der Aufmerksamkeit der einzelnen Beiträge, aber auch Tiere in Zoos. Diese Tiere leben mit Menschen gezwungenermaßen oder freiwillig auf problematische oder auch auf gelingende Art und Weise in geteilten Räumen zusammen. Auch wenn die Stadt oft als ausschließlich menschlicher Raum imaginiert wird, waren Tiere immer schon Teil eines gemeinsam konstituierten urbanen Umfelds. Das wird zunehmend in der Stadt- und Freiraumplanung und in Architekturprojekten berücksichtigt. Auch künstlerische Projekte entwerfen kreative Möglichkeiten eines solidarischeren Zusammenlebens der Arten und in wissenschaftlichen Diskursen spielt eine gerechte Koexistenz von Menschen und anderen Tieren vermehrt eine Rolle.
Für die Diskussion des Zusammenlebens der Arten werden drei unterschiedliche Begrifflichkeiten produktiv gemacht: Während ‚Kohabitation‘ vor allem das gemeinsame Wohnen meint, bezeichnet ‚Koexistenz‘ das Nebeneinanderbestehen verschiedener Arten im gleichen Lebensraum unter Ausschluss von Konkurrenz. ‚Konvivialität‘ hingegen wird als freundliche Form des Miteinanders und der Gemeinschaftlichkeit verstanden, als eine ethische Praxis in Multispeziesgesellschaften, Orte und Räume auf aufmerksame und bedeutungsvolle Weise miteinander zu teilen.
Mit wissenschaftlichen Beiträgen von Fahim Amir, Thomas E. Hauck, Stefanie Hennecke, Anne Hölck, Kerstin Jürgens, Susanne Karr, Kurt Kotrschal, Markus Kurth, Matthias Lewy, Elisabeth Luggauer, Christina Katharina May, Sarah Mönkeberg, Tamara Nili-Freudenschuß, Sarah Oechslin, Michael K. Schulz, Helena Simonett, Janne Thomsen, Annette Voigt, Kerstin Weich und Ulf Wendler.
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Hannelore Hoch/Ekkehard Wachmann: Insekten – Was sie schon immer fragen wollten (Rezension)

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Carla Hafner: Große Lauscher und feine Spürnasen (Rezension)

Entdecke die verblüffenden Sinneswelten der Tiere!
Unsere Sinne bestimmen, wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen. Wir sehen, hören, riechen, fühlen und schmecken. Die meisten Tiere haben die gleichen Sinne wie wir Menschen. Aber wie sie die Welt damit wahrnehmen, da gibt es doch große Unterschiede. Und häufig sind uns die Tiere mit ihren Sinnen sogar überlegen. Einige Tiere haben Sinne entwickelt, die uns gänzlich unbekannt sind, wie z.B. den Magnet- oder den Elektrosinn. Dieses Buch stellt mit vielen Beispielen und wunderschönen Illustrationen die faszinierenden und ungewöhnlichen Sinneswelten der Tiere vor.
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Erin Hunter: Panda Kingdom – Reißende Flut (Rezension)

Panda Kingdom ist seit der großen Flut ein zerrissenes Land. So kommt es, dass die drei Geschwister Blättchen, Regen und Geist einander nicht einmal kennen. Aber als der Bambus rar wird und die Goldstumpfnasen eine böse Intrige spinnen, sind diese drei Pandas dazu auserkoren, Panda Kingdom zu retten. Dazu muss ihnen gelingen, was vor ihnen niemand gewagt hat: Sie müssen den großen Fluss überqueren. Sie müssen sich gegen ihren Anführer stellen. Und das Schwierigste: Sie müssen einander in den Bergwäldern finden und erkennen.
Drei Pandas kämpfen um ihren Lebensraum: epische Tierfantasy in Bergewäldern und Hochgebirge

Erin Hunters Begeisterung für wilde Tiere regt sie immer wieder zum Schreiben an. Mit großem Respekt für die Natur und noch größerem Vergnügen erfindet sie die fantastische Welt der Tiere in ihren Büchern. Erin Hunter ist bekannt für die Bestsellerreihen »Warrior Cats«, »Seekers«,»Survivor Dogs« und »Bravelands«…
Die Wahrheit: Erin Hunter ist ein Pseudonym für die britischen Autorinnen Kate Cary, Cherith Baldry und Victoria Holmes sowie Tui Sutherland (die aus Venezuela stammt).
Ich habe mir schon lange vorgenommen Bücher von Erin Hunter zu lesen, aber die Gelegenheit gab sich nie. Nun, mit einer neuen Reihe fällt der Einstieg leichter und das Cover (und der Klappentext) des ersten Bandes von Panda Kingdom ist auch vielversprechend. Und es tummeln sich einige interessante Gestalten im Buch: Bambusbären, Rote Pandas, Sonnenbären, Schneeleoparden … ein Tiger. Und es hätte eine spannende interessante Geschichte werden können … nur … sie kam bei mir nicht an. Erst hatte ich den Eindruck, dass es sich um mindestens den zweiten Band handeln würde, vor allem weil die Flut bereits geschehen ist und die Geschichte Handlungsstränge auffasst welche erst danach stattfinden. Zumal ist es aufgrund der vielen Namen schwierig der Handlung zu folgen. Ja, es gibt einige interessante und spannende Szenen. Außerdem wirkt die Geschichte nicht sonderlich neu, trotz der exotischen Protagonisten.
Die kurzen Kapitel mit wechselnden Personen machten es mir zusätzlich schwer eine Beziehung zu den einzelnen aufzubauen und ich kann zwar Blättchen, Regen und Geist auseinanderhalten, bei den anderen ist es dann aber doch schwierig, vor allem wenn dann noch die Roten Pandas mitmischen.
Es mag ja sein, dass Erin Hunter erfolgreiche Autorinnen sind, und vielleicht ist auch WARRIOR CATS besser, aber mich konnte PANDA KINGDOM nicht überzeugen. Ein hoher Niedlichkeitsfaktor und ein tolles Cover machen noch keinen guten Roman. Dabei kann ich über die Verhaltensweisen der tierischen Protagonisten und Nebendarsteller hinwegsehen, das muss man auch bei Büchern dieser Art.

(Rezensionsexemplar)

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Caroline Ring: Wanderer zwischen den Welten (Rezension)

Die Stadt aus der Vogelperspektive
Halsbandsittiche im Rheinland, Nilgänse in Frankfurt, Nachtigallen in Berlin: Die Vogelwelt in den Städten verändert sich. Menschen vernichten Lebensräume und schaffen andernorts neue. Wie unter einem Brennglas lässt sich in Städten beobachten, was es bedeutet, dass der Mensch den Lebensraum für andere Organismen formt.
Nature Writing im städtischen Lebensraum
Caroline Ring bereist das Land auf den Spuren seiner Vögel und erzählt ihre bedeutendsten Geschichten: vom Verschwinden der Spatzen bis zur Rückkehr der Mauersegler. Die Biologin zeigt, wie das Zusammenleben von Mensch und Tier funktioniert – und warum wir einander brauchen.

WANDERER ZWISCHEN DEN WELTEN ist ein interessantes Buch, das zeigt, dass auch in den Städten Vogelbeobachtungen möglich sind. Und so folgen wir der Autorin an den Bochumer Taubentisch, zu den Uhus im Hildesheimer Dom oder zu exotischen Papageien, welche in manchen Teilen Deutschlands schon zum Stadtbild gehören. Die Autorin schafft es auch, Allerweltsvögel spannend in Szene zu setzen und so erfährt man durchaus das eine oder andere Detail über die Vogelwelt Deutschlands. Und man erfährt auch, wie einfach es ist Vögel vor der eigenen Haustür beobachten zu können.
Neben den interessanten, spannenden Beobachtungen erfährt der Leser auch allgemeines über die Vogelwelt und Maßnahmen, die sowohl zum Schutz als auch zur Vertreibung der Stadtbewohner betrieben werden. Und neben den Vögeln stellt Caroline Ring auch die Menschen vor, die sich besonders um die Tiere kümmern, sei es um die scheinbar allgegenwertigen (und städteweise dann doch seltenen) Spatzen in München, oder die Nilgänse in Frankfurt.
Die Kapitel sind schön illustriert und kurzweilig geschrieben. Und wer demnächst einen Städtetrip in Deutschland unternehmen möchte, der sollte mehr auf die Vögel achten. Es gibt viel zu sehen und zu hören.

(Rezensionsexemplar)

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