Lloyd Alexander: Taran im Land der dunklen Mächte (Rezension)

Die Chroniken von Prydain sind fünf für Kinder verfasste Fantasyromane des US-amerikanischen Schriftstellers Lloyd Alexander. Die Handlungen spielen in der Fantasiewelt Prydain (walisisch für Großbritannien) und enthalten aus walisischen Sagen, Mythen und Legenden, insbesondere dem Mabinogion stammende Elemente. Einige Namen der Protagonisten entstammen nach Angaben des Autors der walisischen Mythologie.
Die ersten drei Bände sind in Taran im Land der dunklen Mächte vereint.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Rezension | Schreib einen Kommentar

David Garnett: Dame zu Fuchs (Rezension)

Die Tebricks, ein charmantes, jung verliebtes und frisch verheiratetes Paar, ziehen sich ahnungslos glücklich ins ländliche Oxfordshire zurück, um ein beschauliches Leben zu führen. Bei einem Spaziergang am Waldrand verwandelt sich Silvia Tebrick unerwartet in eine Fähe und kann trotz ihres Anstandes, ihrer Grazie und ihrer guten Erziehung den neu erlangten animalischen Instinkten nicht widerstehen. Richard tut alles in seiner Macht Stehende, um seine Füchsin zu schützen, doch all die Gefahren zu bannen wird zunehmend unmöglich.
Bisher habe ich von David Garnett nur Aspects of Love (die Vorlage für das kaum bekannte Andrew Lloyd Webber Musical) gelesen (aber das ist ewig her) und der Name des Autors ist mir so im Gedächtnis hängen geblieben, dass ich nicht wusste, dass er DAME ZU FUCHS geschrieben hatte (und MANN IM ZOO, das ich aber noch nicht gelesen habe).
DAME ZU FUCHS ist eine ungewöhnliche Geschichte, auf die man sich einlassen muss, um den Reiz zu erkennen: Eine Frau verwandelt sich zum Fuchs und auch wenn sie anfangs noch einige menschliche Züge aufweist wird sie immer mehr zum Tier. David Garnett hat das Ganze sehr überzeugend und amüsant umgesetzt und auch wenn er keine Erklärung für die plötzlich auftretende Verwandlung (die sich nicht über Tage sondern innerhalb weniger Augenblicke vollzieht). Trotzdem klingt seine Geschichte so plausibel, dass man die Tatsachen für gegeben und durchaus glaubhaft annimmt.
DAME ZU FUCHS ist eine kurzweilige und wirklich kurze Geschichte, der man das Alter nicht ansieht. Geschrieben 1922 (und erstmals 1952 ins deutsche übersetzt), erhielt er 1923 den Hawthornden-Preis. Und ich finde, ihm ist eine absolut zeitlose Novelle gelungen.

Veröffentlicht unter Rezension | Schreib einen Kommentar

Delia Owens: Der Gesang der Flusskrebse (Hörbuch) (Rezension)

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Rezension | Schreib einen Kommentar

Zoopresseschau

Tierpark Sababurg 16.09.2022
„Herbstfest“ am 02. und 03. Oktober im Tierpark Sababurg
Unter dem Motto „Rund um Kartoffel, Apfel und Kürbis“ findet am Sonntag, den 02. und Montag, den 03. Oktober jeweils von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr ein bunter Herbstmarkt im Tierpark Sababurg statt. Rund 60 Aussteller bieten regionale Produkte an. Es gibt alte Apfel- und Kartoffelsorten, Ess- und Zierkürbisse, Liköre und Schnäpse, frisch gepressten Apfelsaft sowie Käse- und Wurstspezialitäten, Trockenfrüchte, Gewürze, diverse Teesorten, Honig, Marmeladen und Gelees. Wer gerne wissen möchte, welche Apfelsorte auf seinem Baum im Garten wächst, kann sie vom Experten am Sonntag und Montag von 11 bis 12 Uhr bestimmen lassen. Dazu einfach 3 – 5 unbeschädigte Äpfel von der Sonnenseite des Baumes mitbringen.Neben Kulinarischem gibt es auch viel Dekoratives und Nützliches, das Kunsthandwerker und Hobbybastler ausstellen: Herbst-Floristik, Keramik oder Schmuck sind ebenso wie Seifen und Badeöle, Holzspielzeug, Felle, Socken und Taschen oder selbst genähte Kissen, Accessoires und Kinderkleidung mit dabei. Auch der Messer- und Scherenschleifer ist wieder da. Besucher können ihre mitgebrachten Messer schärfen lassen: egal ob Gartenschere, Rasenmäher-Messer, Äxte, Beile, Küchen- oder Jagdmesser, sowie Messerscheiben von Brotschneide- oder von Aufschnittmaschinen. Er schärft sie alle, auch die Messer mit Wellenschliff. Ab Mittag stehen Haustiervorführungen und Kartoffelernte auf dem Programm. Besucher können hier ein Stückchen „gute alte Zeit“ live erleben: Kaltblutpferde und Rinder bei der Feldarbeit und Border Collies beim Schafe hüten. Außerdem werden Kartoffeln – wie einst – mit Kartoffelroder und einem Traktor-Oldie vom Trekker-Verein Gottsbüren („Historische Agrar- und Forsttechnik Gottsbüren e.V.“) aus der Erde geholt. Die Kartoffelernte ist eine Mitmachaktion: Alle Kinder dürfen Kartoffeln auflesen und mit nach Hause nehmen. Um eine Spende wird gebeten. Damit es den Kleinen nicht langweilig wird, solange die Erwachsenen an den vielen Ständen stöbern und einkaufen, gibt es eine Strohhüpfburg, Pony reiten, Alpakawanderungen, Erlebnisklettern und eine „Ziegenkutsche“. Mit ihr können die Kinder sich im Holzwagen ein Stückchen über den Herbstmarkt kutschieren lassen. Zudem laden verschiedene Aktionen des THW Hofgeismar/ Wolfhagen zum Mitmachen ein. Darüber hinaus lädt die Evangelische Kirche am Sonntag um 15:00 Uhr zum Gottesdienst in die Kirchenscheune ein. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Zoopresseschau | Schreib einen Kommentar

10 Höhlen in Deutschland, die man nicht unbedingt gesehen haben muss

Eine Schauhöhle ist eine Höhle, die touristisch genutzt wird. Der Begriff geht auf die Entwicklung des Höhlentourismus im 19. Jahrhundert, vor allem in der Donaumonarchie, zurück.
Von einer Schauhöhle kann gesprochen werden, wenn die Höhle im Wesentlichen über folgende Eigenschaften verfügt:
Wegenetz: Höhlen sind meist sehr schwer begehbar. Daher ist es nötig, mit erheblichem Aufwand Wege aus Holz, Metall und Beton zu erstellen. Nur sehr wenige Höhlen verfügen über einen ebenen Boden, so dass auf künstliche Wege über gewisse Strecken verzichtet werden kann. Ganz verzichten kann man auf künstliche Veränderungen fast nie.
Führungen: Traditionell ist die Führung, also der Besuch mit einem Führer, der belehrt und überwacht, ein wichtiges Zeichen.
Eintrittspreis: Der Betreiber möchte mit der Höhle Geld verdienen. Zumindest muss er so viel Geld einnehmen, wie für den Unterhalt der Höhle, die Erneuerung der Wege, die Beleuchtung und die Stromversorgung benötigt wird.
Verschluss: Ein wichtiger Schutzaspekt ist der Verschluss von Schauhöhlen durch den Betreiber. So kann die Höhle nicht mehr frei besucht werden, sondern ausschließlich im Rahmen der Führungen. Dadurch wird Vandalismus unterbunden und dafür gesorgt, dass keine Personen zu Schaden kommen.
Öffnungszeiten: Regelmäßige Öffnungszeiten, also vorherbestimmte regelmäßig wiederkehrende Zeiten, zu denen die Höhle besucht werden kann.
Licht: Eine Höhle ist dunkel. Um sie touristisch nutzen zu können, muss sie beleuchtet werden. Heutzutage ist das in der Regel elektrisches Licht, so dass man bei elektrischer Beleuchtung von einer Schauhöhle sprechen kann. Grundsätzlich gibt es aber auch noch Alternativen. So können an Besucher Handlampen ausgegeben werden. Meist sind das elektrische Taschenlampen, Karbidlampen oder in Ausnahmefällen auch Helmlampen. Bis in das 20. Jahrhundert wurden auch Fackeln verwendet. Dies kann bei alten Schauhöhlen an schwarzen Ablagerungen erkannt werden. Bei manchen Höhlen kommt es bei Verwendung von ungeeigneten Leuchtstoffröhren mit UV-Licht zur Entstehung von unerwünschter Lampenflora in Form von Algen- und Mooswachstum. Weiterlesen

Veröffentlicht unter 10 Orte | Schreib einen Kommentar

Steckbrief: Zoo Pilsen

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Zoosteckbrief | Schreib einen Kommentar

Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

13.09.2022, Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen
Schmetterlinge: Sterben in Wellen
Ein Wissenschaftler-Team aus Österreich, Polen und Deutschland, unter ihnen Senckenberger Prof. Dr. Thomas Schmitt, hat den Artenrückgang von Tagfaltern im österreichischen Bundesland Salzburg untersucht. In ihrer im Fachjournal „Science of Total Environment“ erschienenen Studie zeigen die Forscher anhand von knapp 60.000 Beobachtungspunkten und 168 Tagfalter- und Widderchenarten, dass der bisherige Rückgang der Schmetterlingsvielfalt in mindestens zwei Stufen erfolgte. Als Ursachen beider Aussterbewellen führt das Team Landschaftsveränderungen und Intensivierung der Landwirtschaft an. Sie zeigen zudem, dass die Naturschutzmaßnahmen zu einem Aussterbeende von gefährdeten Arten führen.
Den Hochmoor-Gelbling (Colias palaeno) findet man seit 1920 nur noch in ungestörten Hochmoorgebieten Salzburgs, seit 1960 wird in dem österreichischen Bundesland auch das Rotbraune Wiesenvögelchen (Coenonympha glycerion) immer seltener. Die beiden Tagfalter und 166 weitere Arten sind Gegenstand einer großangelegten Studie zum Rückgang von Schmetterlingsarten mit 59.870 Beobachtungspunkten auf einer Fläche von über 7.000 Quadratkilometern Größe. „Als Basis für unsere Arbeit haben wir Daten und Aufzeichnungen vom Haus der Natur Salzburg herangezogen, die bis in das Jahr 1920 zurück reichen. Sie zeigen, dass bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts zahlreiche Arten in ihren Beständen rückläufig waren. Ein zweites großes Aussterbeereignis fand dann in den 1960er-Jahren statt“, erläutert Prof. Dr. Thomas Schmitt vom Senckenberg Deutschen Entomologische Institut in Müncheberg und von der Universität Potsdam und fährt fort: „Dabei reagiert jede Art unterschiedlich auf die Veränderungen unserer Umwelt – somit gibt es für jede Art spezifische Faktoren, die zu einem Erlöschen lokaler Populationen und letztendlich zum kompletten Verschwinden der Art führen.“
Laut der Studie betraf die erste Welle des Artensterbens vor allem Schmetterlinge, die in sensiblen Ökosystemen wie Mooren lebten. „Solche Lebensräume wurden schon Ende des 19. Jahrhunderts, in der Zeit des intensivsten Bevölkerungswachstums in Europa, durch die starke Ausweitung der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung zerstört. In diesem Zeitraum wurden beispielsweise viele Moore und Feuchtwiesen entwässert, aber auch ehemaliges trockenes Ödland in die Bewirtschaftung überführt – die Folge ist eine bis heute andauernde Abnahme von Arten, wie Colias palaeno, die auf diese Ökosysteme spezialisiert sind“, erklärt Erstautor Prof. Jan Habel von der Universität Salzburg.
Ab Mitte des letzten Jahrhunderts führte insbesondere die Reduktion der Lebensraumqualität zu einem Verlust der Schmetterlingsvielfalt. Vor allem für die 1960er-Jahre konnte das Forscher-Team vermehrt Rückgänge nachweisen, so beispielsweise für Schmetterlinge der artenreichen mageren Wiesen des Tieflandes. „Verantwortlich scheint hier die zu diesem Zeitpunkt einsetzende Industrialisierung der Landwirtschaft mit intensiven Einsätzen von Pflanzenschutzmitteln und künstlichen Düngemitteln zu sein. Hierdurch verschwanden viele naturnahe Elemente der Kulturlandschaft wie blütenreiche, magere Talwiesen mit ihrer hohen Artenvielfalt. Dieser Trend ist bis heute ungebrochen negativ“, ergänzt Schmitt. Die Auswertungen des Teams zeigen zudem, dass ab 1980 die Schmetterlingsvielfalt in montanen und alpinen Gebieten rückläufig ist und dass die Zerstörung natürlicher und naturnaher Landschaften auch in den Gebirgslagen angekommen ist.
Da Schmetterlinge eine Vielzahl von Lebensräumen besiedeln und ihre Populationstrends mit vielen anderen Insektengruppen übereinstimmen, sei diese Gruppe von Organismen ideal geeignet, um allgemeine Trends in der biologischen Vielfalt aufzuzeigen. Das Untersuchungsgebiet eigne sich durch seine Ökosystemvielfalt außerdem sehr gut für die Übertragbarkeit auf andere europäische Regionen, so die Forscher in ihrer Veröffentlichung.
Als Erfolg der Naturschutzmaßnahmen werten die Entomologen, dass die auf der Roten Liste als gefährdet gelisteten Arten seit der Mitte der 1990er-Jahre nicht weiter abnehmen. „Auch das Aussterben der auf Feuchtgebiete spezialisierten Arten wurde, aufgrund der dort ausgewiesenen Schutzgebiete, gebremst – die Vielfalt verharrt allerdings seither auf niedrigem Niveau“, fügt Habel hinzu. „Dieser Schutz und die durchgeführten Pflegemaßnahmen sind folglich nicht umsonst“ resümiert Schmitt und gibt abschließend zu bedenken: „Allerdings werden die Arten der Vorwarnliste, also solche, bei denen zukünftig eine Gefährdung zu befürchten ist, immer noch weniger. Es bleibt also noch viel zu tun, um die ursprüngliche Artenvielfalt unserer Kulturlandschaften zu bewahren und zu fördern!“
Originalpublikation:
Jan Christian Habel, Thomas Schmitt, Patrick Gros, Werner Ulrich (2022): Breakpoints in butterfly decline in Central Europe over the last century. Science of The Total Environment, Volume 851, Part 2. https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2022.158315. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Wissenschaft/Naturschutz | Schreib einen Kommentar

Portrait: Lummensturmvogel

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Röhrennasen (Procellariiformes)
Familie: Sturmvögel (Procellariidae)
Gattung: Tauchsturmvögel (Pelecanoides)
Art: Lummensturmvogel((Pelecanoides urinatrix))

Lummensturmvogel (John Gould)

Der Lummensturmvogel erreicht eine Körperlänge von 20 bis 25 cm, ein Gewicht von 86 bis 185 g und eine Flügelspannweite von 33 bis 38 cm. Oberseits ist das Gefieder glänzend schwarz, unterseits weiß. Die Seiten des Kopfes sind schwärzlich, zu den Halsseiten und zur Brust in dunkelgrau übergehend. Am Jugulum ist die Färbung oft grau meliert und bildet oft ein deutliches Band. Die Seiten und Flanken sind hell bläulich grau und weiß meliert. Die Schulterfedern sind dunkelgrau, wenn sie nicht abgenutzt sind, sind die Spitzen weiß und formen einen querverlaufenden Streifen. Die Unterflügeldecken sind weiß oder hellgrau. Der Schnabel ist schwarz, die Beine und Füße bläulich mit schwarzer Schwimmhaut. Die Iris ist schwarz.
Die Unterart Pelecanoides urinatrix berard ist der Nominatform ähnlich, jedoch ist der Schnabel gewöhnlich kleiner, der Schwanz länger und die Melierung an der Kehle deutlicher. Pelecanoides urinatrix coppingeri ist deutlich kleiner und fast ohne graue Melierung am Jugulum. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | Schreib einen Kommentar

Portrait: Rostbauch-Degenflügel

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Gattung: Degenflügel (Campylopterus)
Art: Rostbauch-Degenflügel ((Campylopterus hyperythrus) )

Rostbauch-Degenflügel (John Gould)

Der Rostbauch-Degenflügel erreicht eine Körperlänge von etwa 10,4 bis 12 cm und ein Gewicht von ca. 4,5 bis 7 g. Das Männchen hat einen schwarzen geraden Schnabel mit heller Basis am Unterschnabel. Die Oberseite schimmert bronzegrün mit einer rötlichen Tönung. Der Kopf ist grüner mit einem weißen Fleck hinter dem Auge. Die Unterseite ist vollständig zimtfarben. Der Schaft der äußeren drei Handschwingen ist dicker und abgeflacht. Die vier zentralen Steuerfedern sind goldenbronze, die äußeren zimtfarben rotbraun. Auf der Unterseite scheint der Schwanz vollkommen rotbraun. Weibchen sind ähnlich wie die Männchen, doch sind sie etwas kleiner. Jungvögel ähneln den ausgewachsenen Vögeln.

Der Rostbauch-Degenflügel bezieht seinen Nektar u. a. von blühenden Bäumen und Epiphyten. Auch kleine Gliederfüßer gehören zu seinen Nahrungsquellen. Diese jagt er im Unterholz und den mittleren Straten im Wald. Er gilt an Blüten gegenüber konspezischen Artgenossen, aber auch anderen Kolibriarten, als ausgesprochen territorialer Kolibri. Durch seine starke Standorttreue verteidigt er seine Ressourcen beharrlich. Meist ist er alleine unterwegs, doch wurden auch schon bis zu 20 Individuen gleichzeitig an einem einzigen Baum beobachtet. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | Schreib einen Kommentar

Portrait: Trauerschnäpper

Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Fliegenschnäpper (Muscicapidae)
Unterfamilie: Schmätzer (Saxicolinae)
Gattung: Ficedula
Art: Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca)

Trauerschnäpper (Henrik Grönvold)

Trauerschnäpper-Weibchen sehen denen des Halsbandschnäppers zum Verwechseln ähnlich. Die Oberseite des Männchens ist pechschwarz, aber auch in einigen Gebieten dunkelbraun. Die Oberseite des Weibchens ist hellbraun. Die Unterseite ist weiß gefärbt. Außerdem hat der recht runde Vogel einen kurzen, breiten Schnabel und weiße Flügelflecken. Das Männchen hat einen weißen Stirnfleck, der beim Weibchen fehlt. Der Trauerschnäpper wird maximal 13 Zentimeter lang, kann bis 15 Gramm wiegen und erreicht ein Alter von 9 Jahren.

In Nord- und Mitteleuropa ist der Langstreckenzieher von April bis September in Laub- und Mischwäldern, Parks und Gärten weit verbreitet. Er ist am häufigsten dort anzutreffen, wo es genügend Baumhöhlen und Nistkästen zum Brüten gibt; auf letztere ist er gebietsweise ganz angewiesen. Sein Winterquartier hat er im tropischen Afrika. Aufgrund des Klimawandels setzt die Rückkehr nach Europa bei dem Trauerschnäpper im Frühling tendenziell immer früher ein; dadurch kommt es zu Konflikten mit ganzjährig dort lebenden Vögeln wie der Kohlmeise, was die Trauerschnäpper wegen der Nahrungsmittel- und Nistplatzkonkurrenz zunehmend in Bedrängnis bringt. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | Schreib einen Kommentar