Portrait: Hangul

ohne Rang: Stirnwaffenträger (Pecora)
Familie: Hirsche (Cervidae)
Unterfamilie: Cervinae
Tribus: Echte Hirsche (Cervini)
Gattung: Edelhirsche (Cervus)
Art: Hangul  (Cervus hangul)

Hangul (Richard Lydekker)

Der Hangul erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 210 bis 230 cm und eine Schulterhöhe von 120 bis 130 cm. Das Fell ist braun bis aschbraun, an den Flanken und Gliedmaßen heller. Im Sommer ist das Fell heller und rötlicher. Der Kopf ist lang mit schmaler Schnauze, Lippen, Ohren und Kinn sind weißlich. Das Geweih hat Aug-, Eis-, Mittelsprosse und Krone, beim ausgewachsenen Tier je Stange fünf oder mehr Enden. Der Nacken ist bei den Männchen lang und buschig behaart. Der Schwanz ist relativ kurz und auf der Unterseite heller. Der Spiegel ist weiß und dunkel eingefasst.

Das Verbreitungsgebiet des Hangul liegt im Kaschmir sowie im nördlichen Chamba, die größte Population lebt im Dachigam-Nationalpark, der im nordindischen Bundesstaat Jammu und Kashmir eingerichtet ist.

Ursprünglich wurde der Hangul aufgrund seines Äußeren als mit den asiatischen Wapitis näher verwandt angesehen. Bisweilen wird er daher zusammen mit dem Tibetischen Rothirsch (Cervus wallichii) und dem Szetschuan-Hirsch (Cervus macneilli) in einer eigenen Art, dem China-Rothirsch zusammengefasst, die aufgrund der Namenspriorität die Bezeichnung Cervus wallichii trägt. In einer Revision der Hirsche aus dem Jahr 2011 wird er aber als eigenständig anerkannt und als möglicherweise näher mit den westlichen Rothirschen angesehen (Cervus elaphus-Gruppe). Eine genetische Studie aus dem Jahr 2015 stellt den Hangul in die unmittelbare Verwandtschaft mit dem Bucharahirsch (Cervus bactrianus) und dem Jarkenthirsch (Cervus yarkandensis) und somit in die basale Gruppe der westlichen Rothirsche. Möglicherweise könnten die drei Arten auch zu einer vereint werden, wobei dann Cervus hangul Namensvorrang hätte.

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Der Rotfuchs in Brehms Tierleben

Rotfuchs (Brehms Tierleben)

Unter den in unserem Vaterlande wildlebenden Säugethieren steht der Fuchs (Canis vulpes, C. alopex, Vulpes vulgaris) unzweifelhaft obenan. Kaum ein einziges anderes Mitglied der ersten Klasse genießt einen so hohen Ruhm und erfreut sich einer so großen Bekanntschaft wie Freund Reineke, das Sinnbild der List, Verschlagenheit, Tücke, Frevelhaftigkeit und, wie ich sagen möchte, gemeinen Ritterlichkeit. Ihn rühmt das Sprichwort, ihn preist die Sage, ihn verherrlicht das Gedicht; ihn hielt einer unserer größten Meister für würdig, seinen Gesang ihm zu widmen. Es ist gar nicht anders möglich: der Gegenstand einer so allgemeinen Theilnahme muß ein ausgezeichnetes Geschöpf sein. Und das ist denn auch unser Schlaukopf und Strauchdieb in jeder Hinsicht. Wir müssen ihm seiner geistigen wie leiblichen Eigenschaften wegen unsere Achtung zollen, ihn gewissermaßen liebgewinnen. Gleichwohl erfreut sich Reineke keineswegs unserer Freundschaft. Trotz aller Anerkennung, welche seine Fähigkeiten uns einflößen, wird er von uns verfolgt und befehdet, wo sich nur immer Gelegenheit dazu bietet. Es scheint fast, als bestände zwischen dem Menschen und Thiere ein Wettstreit, als bemühe sich der Mensch, ihm gegenüber zu zeigen, daß die geistigen Fähigkeiten des Erdenbeherrschers denn doch noch die des Fuchses überträfen: und Reineke seinerseits läßt es sich angelegen sein, seinem Verfolger immer und immer wieder zu beweisen, daß man auch trotz aller Hindernisse noch zu leben verstehe. Weiterlesen

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3. Zooreise 2015 – Tag 4: Über und unter Tage (Archiv)

(Erstveröffentlichung am 12. April 2015)

Bildkarte von Goslar und dem Rammelsberg (1574, Matz Sincken)

Am Ostersonntag hatte sich das Hotel etwas Besonderes einfallen lassen: Der Osterhase war durchs Hotel gehuscht und hat einige Leckerreien versteckt. Wir haben ein paar gefunden, aber natürlich nicht alles weggenommen. Auf der Suche nach weiteren Leckereien haben wir das Hotel auch nicht durchsucht. Wir hatten genug von Zuhause mitgenommen und gestern, als wir vor dem Essen unseren Getränkevorrat aufgefrischt hatten, haben wir auch an unsere Gelüste nach Schokolade gedacht (von diesen Einkäufen zehren wir noch heute ..)
Gestern Abend habe ich mir auch Gedanken gemacht, wohin wir an diesem Tag hin wollten.
Der ursprüngliche Plan sah Besuche der Baumannshöhle Rübeland, des NatURzeitmuseum Bad Sachsa und der BergbauerlebnisweltRabensteiner Stollen vor. Aber nachdem wir das bereits alles erledigt hatten mussten Alternativen her: Das Weltkulturerbe Rammelsberg, das Haus der Natur in Bad Harzburg und der Tierpark Hexentanzplatz.
Im Gegensatz zu gestern sollte der Tag nicht ganz zoofrei verlaufen. Weiterlesen

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Serengetipark Hodenhagen

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TTT: Buchverfilmungen

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Rae Mariz & Moki: Die wundersamen zwölf (Rezension)

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Alexander Pentek: Gelsenkirchens verschwundene Tierparks (Rezension)

Gelsenkirchens verschwundene Tierparks“ ist im Rahmen der Reihe „Gelsenkirchen in Alter und Neuer Zeit“ als Band 21 beim Heimatbund Gelsenkirchen erschienen.
Alexander Pentek, Vorsitzender des Heimatbunds Gelsenkirchen (und Krimiautor) beschreibt darin die Geschichte von drei vergessenen Tierhaltungen auf dem heutigen Stadtgebiet von Gelsenkirchen: den Kleintierzoo am Junkerweg bei Haus Leithe, das Wildgehege im Stadtpark und seinem Palmenhaus sowie das Tiergehege im heutigen Von-Wedelstaedt-Park mit zahlreichen Tierarten und einem Braunbären (Philipp). Anhand zahlreicher alter Quellen, Pläne und Abbildungen wird neben der Geschichte der Tierhaltungen auch über deren Bewohner berichtet, bis diese in der Versenkung verschwanden und dem Vergessen anheim fielen. Oder zumindest fast vergessen wurden.
Als Nichtgelsenkirchner kann ich über die beschriebenen „Zoos“ nichts sagen, aber als Zoointeressierter, der gerne in die Geschichte der Zoos (ob bekannt oder nicht bekannt oder bereits gar nicht mehr existent) fand ich dieses kleine Heft höchst interessant.
Fakten, Fakten, Fakten, garniert mit historischen Abbildungen und der einen oder anderen Anekdote.

Mehr über das Kleine Heft und den Heimatbund findet man hier.

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Iris Dürrschmidt: Restaurant (Bellotristik 1)

Christina und ihre Hündin Bella besuchen ein angesagtes neues Restaurant, in dem Zweibeiner und ihre Vierbeiner das gleiche Menü serviert bekommen. Spätestens beim Pansensüppchen fragt sich Christina allerdings, ob sie im falschen Film ist und warum das Hundetattoo der Kellnerin sie gefährlich anknurrt.
Kurz und „schmerzlos“, ein kleiner Happen für zwischendurch. So könnte man Restaurant beschreiben. Das Zusammentreffen zwei verschiedener Hundehaltertypen wird meiner Meinung nach gut beschrieben und der etwas skurrile Handlungsablauf lässt einen mit Erschrecken schmunzeln (klingt komisch, aber anders kann ich es nicht beschreiben … oder sollte ich sagen: Das Buch ist für Vegetarier absolut nicht geeignet …).
Das einzige, was mir nicht gefallen hat, war der Schluss. Dieser war mir zu abrupt und lässt viele Fragen (obwohl … eigentlich nur eine) offen.
Aber, wenn man darüber hinweg sieht macht das Lust auf noch mehr Bellotristik. Hundebesitzer werden sich (vielleicht) wiedererkennen.

(Rezensionsexemplar)

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Guy Adams: Sherlock Holmes – Die Armee des Dr. Moreau (Rezension)

Sherlock Holmes in Hochform Englands cleverster Ermittler geht ab sofort bei Panini auf die Jagd nach kriminellen Masterminds. Zum Auftakt der brandneuen Buchreihe schicken wir
kongenialen Sidekick Watson gleich auf zwei spektakuläre Ermittlertouren, bei denen es
die beiden Spürnasen mit nahezu übernatürlichen Morden und einer furchterregenden Armee zu tun bekommen. Sherlock Holmes–Romane ganz im Stil des Urvaters Arthur Conan Doyle!

Die Armee des Dr. Moreau ist nicht ganz im Stil von Arthur Conan Doyle geschrieben, aber erstens kommt es dem Original doch sehr nahe zum anderen spielt das keine Rolle, es ist ein großes Lesevergnügen.
Doyles Holmes war in Detektivgeschichten verstrickt, selbst das offensichtlich Übernatürliche hatte immer einen gewöhnlichen (Kriminellen) Hintergrund. In die Armee des Dr. Moreau trifft Holmes auf genau das, und der fantastische Hintergrund lässt sich nicht mehr leugnen: Die Kreaturen des Dr. Moreau lassen sich nicht mit rationaler Wissenschaft (selbst in der heutigen Zeit) nicht erklären. Weiterlesen

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Tanja Busse: Das Sterben der anderen (Rezension)

Naturschützer schlagen Alarm: Sie haben beobachtet, dass die Zahl der Insekten in den letzten 27 Jahren um mehr als 75 Prozent abgenommen hat. Nicht nur die Bienen sind in Gefahr, sondern viele andere Insekten, die vor wenigen Jahren noch als weit verbreitet galten. Und mit den Insekten sterben die Vögel.

In den letzten Jahrzehnten sind vor allem die Spezialisten verschwunden, also Arten, die besondere Lebensräume brauchen, Störche etwa oder Kiebitze. Inzwischen aber passiert etwas Neues, etwas sehr Unheimliches: Allerweltsarten wie Feldlerchen, Schwalben und Spatzen verschwinden und ebenso Insekten, die es früher massenhaft gab. Feldgrashüpfer zum Beispiel oder Laufkäfer. Weiterlesen

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