Portrait: Langschwanz-Chinchilla

Unterordnung: Stachelschweinverwandte (Hystricomorpha)
Teilordnung: Hystricognathi
ohne Rang: Meerschweinchenverwandte (Caviomorpha)
Familie: Chinchillas (Chinchillidae)
Gattung: Eigentliche Chinchillas (Chinchilla)
Art: Langschwanz-Chinchilla (Chinchilla lanigera)

Langschwanz-Chinchilla (Tierpark Falkenstein)

Langschwanz-Chinchillas erreichen eine Kopfrumpflänge von 23 bis 38 Zentimeter, wozu noch ein bis zu 15 Zentimeter langer Schwanz kommt. Mit rund 800 Gramm sind die Weibchen deutlich schwerer als die etwa 500 Gramm schweren Männchen. Das seidige Fell ist sehr dicht und weich; es ist blaugrau oder bräunlich gefärbt, üblicherweise hat jedes Haar eine schwarze Spitze. Der buschige Schwanz ist an der Oberseite mit langen, rauen Haaren besetzt. Der Kopf ist breit, die Ohren sind groß und die Augen schwarz. Sowohl Vorder- als auch Hinterpfoten enden in vier Zehen.
Von der zweiten Art der Eigentlichen Chinchillas, dem Kurzschwanz-Chinchilla, unterscheidet es sich unter anderem im namensgebenden längeren Schwanz und den größeren Ohren. Weiterlesen

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Beutelwolf-Sichtungen 2025

Beutelwolf (ChatGPT)

Der Beutelwolf … Namensgeber dieses Blogs, aber eher selten präsent. Was allerdings auch daran liegt, dass das Tier ausgestorben ist und es nicht so viel zu berichten gibt. In der Popkultur ist er auch nicht wirklich präsent (wobei ich immer noch überrascht bin, dass es Beutelwölfe auch in ein Rollenspiel geschafft haben … siehe hier, aber das ist auch schon lange her und weil ich nicht mehr Teil der Szene bin habe ich keine Ahnung ob sich das inzwischen geändert hat … vielleicht wäre das eine Idee für einen etwas nerdigen Blogbeitrag). 2025 gab es nur einen Beitrag in dem die großen Raubbeutler eine Rolle spielten: Der Beutelwolf und Colossal Biosciences. Nun, auch wenn der Beutelwolf ausgestorben ist, will ich doch versuchen, ihn in diesem Jahr etwas mehr Beachtung zu schenken (und ich rede dabei nicht in Form von Beiträgen wie diesem. Wobei sich inzwischen meine Einstellung zu KI geändert hat, was sich durchaus bemerkbar macht).
Aber hier soll es um etwas anderes gehen: Sichtungen von Beutelwölfen im Jahre 2025. Weiterlesen

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TTT: 10 neu entdecke Autoren 2025, von denen ich gerne mehr lesen möchte

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Markus Peter Kretschmer: De-Extinktion – Die Rückkehr der Urzeittiere (Rezension)

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Zootier des Jahres 2026: Der Kronenkranich

Zootier des Jahres

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Trypanosomen …

Plasmodien sind die Überträger der Malaria. Darüber findet sich im Blog ja schon einiges:
Mücken, Plasmodium und Malaria 1
Mücken, Plasmodium und Malaria 2
Die Malaria (und die Plasmdien) werden durch Stechmücken verbreitet. Plasmodium ist ein Einzeller…
Auch Trypanosomen sind Einzeller. Es handelt sich um eine Gattung von einzelligen geißeltragenden Flagellaten, die als Parasiten in verschiedensten Wirbeltieren, von Fischen bis zu Säugetieren vorkommen und meist von Insekten übertragen werden.
Die Einzeller sind in der Lage sich frei im Blutkreislauf des Wirtes zu bewegen.
Die meisten Arten sind harmlos. Dennoch können Infektionen mit Trypanosomen (bezeichnet als Trypanosomiasis) für Menschen und Rinder tödlich sein: Unterarten von Trypanosoma brucei sind die Krankheitserreger der afrikanischen Schlafkrankheit und Trypanosoma cruzi ist der Erreger der Chagas-Krankheit. Außerdem haben Trypanosomeninfektionen bei verschiedenen Nutztieren in tropischen und subtropischen Ländern eine große wirtschaftliche Bedeutung; wichtige durch Trypanosomen ausgelöste Tierseuchen sind die Nagana und die Surra. Weiterlesen

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Zoopresseschau

Zoo Heidelberg 16.01.2026
Von der Kuba-Assel bis zum Asiatischen Elefanten
Tierische Inventur im Zoo Heidelberg Zählen, prüfen, dokumentieren: Zum Jahreswechsel stand im Zoo Heidelberg die alljährliche Tierinventur an. Alle tierischen Bewohner wurden erfasst – von der Kuba-Assel bis zum Asiatischen Elefanten. Zum Stichtag am 31. Dezember 2025 lebten im Zoo Heidelberg insgesamt 3.050 Tier-Individuen in 167 Arten. Im Vergleich zum Vorjahr (2.137 Individuen in 146 Arten) ist nicht nur die Anzahl der Tiere gewachsen, sondern vor allem auch die Vielfalt der Arten. Über einige Neuankömmlinge und Tiergeburten freut sich das Zoo-Team besonders.Der Zoo Heidelberg blickt in Bezug auf seinen Tierbestand auf ein erfreuliches Jahr zurück. 2025 sind zahlreiche neue Tierarten im Zoo eingezogen, darunter unter anderem Rotrückenreiher, Europäische Sumpfschildkröten, Orangebrust-Trupiale und die gefährdeten Rebhühner. Neue Bewohner sind außerdem zwei Rotschulter-Rüsselhündchen, die sich schnell zum Besucherliebling entwickelt haben. Die flinken Säugetiere leben im kleinen Affenhaus und sind nicht häufig in deutschen Zoos zu finden. Bei den Sumatra-Tigern gab es kurz vor Jahresende noch freudige Neuigkeiten: Tigerin Karis gebar im November zwei gesunde Jungtiere. Bei der tierischen Inventur werden die Daten der einzelnen Tiere, die das ganze Jahr über sorgfältig dokumentiert werden, mit den aktuellen Bestandszahlen abgeglichen. „Da unsere Tierpfleger die Tierbestände regelmäßig erfassen, sind Überraschungen selten – ganz ausschließen lassen sie sich aber nie“, erklärt Kuratorin Sandra Reichler, die für die Inventur verantwortlich ist. „Gerade bei Vögeln oder kleineren Tierarten kann es vorkommen, dass ein Jungtier zunächst unbemerkt bleibt.“ 2025 haben zahlreichen Tierarten im Zoo Heidelberg Nachwuchs bekommen. Erfolgreiche Nachzuchten gab es unter anderem bei den Ägyptischen Landschildkröten, den seltenen Orangebrust-Trupialen und den Moorenten. Besonders stolz ist Vogelkurator Joshua Förg auf die geglückte Zucht der Perutriele. Die Vogelart gilt als gefährdet und kann in Europa nur in sehr wenigen Zoos beobachtet werden. Den größten Anteil am Zuwachs haben die Fische und Wirbellose. So wurden im Fischbestand allein bei den Rotfedern über 500 Individuen mehr gezählt als im Vorjahr. Zudem wurde mit den Kuba-Asseln eine neue Wirbellosenart in den Bestand aufgenommen. Mit insgesamt 1.716 Individuen bilden die Fische, die in den zahlreichen Teichen und Seen auf dem Zoogelände leben, die größte Gruppe. Zum Jahresende 2025 zählten die Tierpfleger des Zoo Heidelbergs außerdem 431 Säugetiere, 458 Vögel, 66 Reptilien, 23 Amphibien und 356 Wirbellose. Die aktuelle Liste der Zootiere zeigt, dass die Vielfalt im Zoo Heidelberg vor allem im Vogel- und Reptilienbereich um viele spannende Arten reicher geworden ist und die Besucher sich auch 2026 auf besondere Tierbeobachtungen freuen dürfen. Weiterlesen

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Neu beschriebene Säugetiere 2025

Saola, Okapi und Zwergflusspferd (ChatGPT)

Bereits 2013 habe ich auf neu entdeckte Tiere hingewiesen, aber vollständig war diese Liste nicht, und auch in ZOOTAXA werden nicht alle neuen Arten beschrieben. Und natürlich sind nicht alle neu beschriebenen Arten so spektakulär wie das Vietnamesische Waldrind, das Okapi oder Zwergflusspferd. Aber es werden immer wieder neue Arten entdeckt und beschrieben. Oft sehr kleine Arten und oft schon vom Aussterben bedroht.
Hier ein paar Beispiele: Weiterlesen

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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

12.01.2026, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Typus-Genomik: DNA-Schatz in der Sammlung
Neue Studie zeigt, wie DNA aus Typusexemplaren die Biodiversitätsforschung revolutionieren kann. In einem gemeinsamen Appell plädiert ein internationales Forschungsteam, darunter Senckenberg-Wissenschaftler Prof. Dr. Steffen Pauls, für die gezielte und umfassende Genomsequenzierung von Typusexemplaren – den Referenz-Exemplaren einzelner Arten, die in naturkundlichen Sammlungen aufbewahrt werden.
In ihrem in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Systematic Biology“ veröffentlichten Beitrag betonen die Forschenden um Erstautor Dr. Harald Letsch (Universität Wien und Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe) die große Bedeutung der Entschlüsselung dieser genetischen Codes für die Biodiversitätsforschung und zeigen, wie sich durch modernste Technologien „digitale Zwillinge“ der oftmals historischen Museumsexemplare erstellen lassen.
In naturwissenschaftlichen Sammlungen auf der ganzen Welt lagert ein ungehobener Schatz: die DNA von sogenannten Typusexemplaren. Von jeder bekannten Art gibt es irgendwo auf der Welt ein Exemplar – ein Tier, eine Pflanze oder ein Fossil – das zur offiziellen Beschreibung und Benennung dieser Art verwendet wurde. Diese einmaligen und sorgsam aufbewahrten Objekte in den Sammlungen von Museen und Forschungseinrichtungen sind die „offiziellen Nachschlagewerke“ der Natur. Sie helfen Forschenden dabei, Arten eindeutig zu identifizieren und korrekt einzuordnen.
„Typusexemplare sind das Fundament unserer biologischen Namensgebung und unseres Artverständnisses“, erklärt der Erstautor des Artikels Dr. Harald Letsch von der Universität Wien und dem Naturkundemuseum Karlsruhe. „Wenn wir ihre Genome entschlüsseln, können wir besser verstehen, wie Arten miteinander verwandt sind, wie sie sich entwickelt haben – und wie wir sie schützen können.“
Doch die Zeit hinterlässt Spuren: Viele der Typusexemplare sind jahrhundertealt, empfindlich und gefährdet – durch Alterungsprozesse, unsachgemäße Lagerung oder Naturkatastrophen. Dank neuer Sequenzierungstechnologien ist es inzwischen möglich, genetische Informationen selbst aus sehr alten und fragilen Objekten zu gewinnen, ohne sie dabei zu zerstören.
Die Wissenschaftler*innen der Universität Wien und des Naturhistorischen Museums Wien, der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, des Museums für Naturkunde Berlin, des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels und weiterer Institutionen plädieren dafür, dass Sammlungs-Kurator*innen und Forschende aus den Bereichen der Taxonomie und Genomik verstärkt zusammenarbeiten, um das große Potenzial der „Typus-Genomik“ für die Biodiversitätsforschung nutzbar zu machen.
Ihr Appell ist Teil einer umfassenderen Bewegung zur Digitalisierung naturkundlicher Sammlungen. Die physische Unversehrtheit von Typusexemplaren zu bewahren, steht oft im Widerspruch zum Wunsch nach ihrer wissenschaftlichen Nutzung. Jede Untersuchung des physischen Exemplars oder dessen Ausleihen an andere Einrichtungen birgt Gefahren für die wertvollen Objekte. Moderne Technologien wie Hochdurchsatz-Sequenzierung auf Basis minimal-invasiver DNA-Entnahmemethoden und die Erstellung sogenannter „digitaler Zwillinge“ bieten hierfür neue Lösungsansätze: Hochauflösende Bilder, morphometrische Daten und genetische Informationen machen dabei die Eigenschaften der Typusexemplare für die Wissenschaft zugänglich, ohne die Originalexemplare zu gefährden.
„Technologien wie hochauflösende Bildgebung und minimal-invasive DNA-Entnahme verändern alles“, betont Dr. Steffen Pauls vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt und Seniorautor der Studie. „Wir können einmalig große Datenmengen aus einem Exemplar gewinnen – und diese Informationen dann global teilen, ohne das Original erneut zu belasten.“
„Der Aufbau datenreicher, umfassend digitalisierter Sammlungen durch Projekte wie die Typus-Genomik macht Biodiversitätsinformationen für die weltweite Forschung zugänglich und unterstreicht den Wert von Museumssammlungen als zentrale Forschungsinfrastruktur und lebendige Archive der Erdgeschichte“, ergänzt Dr. Jenna Moore vom Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels und Museum der Natur Hamburg.
Um die Zusammenarbeit zwischen Kurator*innen, Taxonom*innen und Genomforscher*innen zu fördern, entwirft das Team eine Strategie, mit der sich die Datengewinnung aus Typusexemplaren maximieren und gleichzeitig die Auswirkungen von DNA-Entnahme und anderen musealen Analyseverfahren minimieren lassen. „Zusammenarbeit ist der Schlüssel, um sowohl die Qualität als auch die Menge der Daten aus Typusexemplaren zu optimieren. Idealerweise wird ein Typusexemplar nur einmal physisch angefasst, um möglichst viele Informationen zu gewinnen“, so Pauls.
Museale Netzwerke sowie standardisierte DNA-Entnahmeprotokolle könnten künftig gewährleisten, dass genomische Daten aus Typusexemplaren weltweit verfügbar sind. Dr. Iker Irisarri vom Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels und dem Museo Nacional de Ciencias Naturales (MNCN-CSIC) in Madrid betont: „Der Aufbau vernetzter Kataloge naturkundlicher Sammlungen kann die Beschreibung neuer Arten beschleunigen und die Erhaltung der Biodiversität gezielt unterstützen – vorausgesetzt, die entsprechenden Genomdaten sind offen zugänglich.“
Dr. Harald Letsch ist überzeugt: „Die Bereitstellung genomischer Informationen aus Typusexemplaren ist ein entscheidender Schritt in der digitalen Transformation naturkundlicher Sammlungen. Mit gemeinschaftlicher Expertise und moderner Technologie können wir die Forschung revolutionieren und biologisches Wissen für kommende Generationen bewahren.“
Originalpublikation:
Harald Letsch et al., Type genomics: a Framework for integrating Genomic Data into Biodiversity and Taxonomic research, Systematic Biology, Volume 74, Issue 6, November 2025, Pages 1029–1044 https://doi.org/10.1093/sysbio/syaf040 Weiterlesen

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Portrait: Grüne Baumeidechse

Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Familie: Echte Eidechsen (Lacertidae)
Unterfamilie: Lacertinae
Gattung: Afrikanische Baumeidechsen (Gastropholis)
Art: Grüne Baumeidechse (Gastropholis prasina)

Grüne Baumeidechse (Zoo Magdeburg)

Die Grüne Baumeidechse ist eine schlanke, leuchtend grüne Eidechse mit einem langen Greifschwanz, der etwa 70 % ihrer Körperlänge ausmacht. Die Schuppen auf ihrem Rücken sind klein, glatt und nicht überlappend und smaragdgrün. Die Schuppen auf ihrer Unterseite sind gelbgrün und gekielt. An ihren Gliedmaßen befinden sich türkisfarbene Flecken, und gelegentlich verlaufen schwarze, gesprenkelte Linien entlang der Körperseiten sowie schwarze Sprenkel auf ihrem Schwanz. Ihre Zunge ist leuchtend rot.
Sie kann bis zu 40 cm lang werden, wobei die durchschnittlichen Exemplare 25–35 cm messen. Jungtiere sind 11–12 cm lang. Ihre Zehen sind lang und dünn und enden in einer hakenförmigen Kralle. Weiterlesen

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