Tiergehege Bad Brückenau

Das Staatsbad Bad Brückenau baute für seine Kurgäste an der alten Schlossgärtnerei oberhalb der Königseiche einen kleinen Tierpark auf.
Neben Thüringer Waldziegen und Rhönschafen sind in mehreren Volieren hauptsächlich Tauben (und einige Fasane) zu sehen.
Derzeit wird das Tiergehege umgebaut und soll neben einem Schmetterlingsgarten auch mehr Platz für bedrohte Haustierrassen bieten.
Das Tiergehege ist frei zugänglich, bietet aber keinerlei Informationen über die gezeigten Tierarten.

Wenn man sowieso in Bad Brückenau seine Zeit verbringt (aus welchen Gründen auch immer), kann man beim Tiergehege vorbeischauen.

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Der Mantelpavian in Brehms Tierleben

Mantelpavian (Brehms Tierleben)

Der bereits mehrfach erwähnte Pavian, welcher ebenso wohl seiner Gestalt wie seines ausgezeichneten Verstandes und vielleicht auch seiner unliebenswürdigen Eigenschaften halber in der Urgeschichte der Menschheit eine große Rolle spielt, ist der Hamadryas oder Mantelpavian (Cynocephalus Hamadryas, Cynocephalus Toth, Simia, Cercopithecus, Papio Hamadryas, Hamadryas chaeropithecus usw.). Wie er zu der Ehre gekommen ist, den Namen einer altgriechischen Baumnymphe zu tragen, weiß ich nicht; in seiner Gestalt und in seinem Wesen liegt wahrhaftig nichts Weibliches. Die alten Völker waren es nicht, welche ihm jenen Namen verliehen. Herodot, Plutarch und Plinius bezeichnen ihn mit Cynocephalus, Strabo nennt ihn Cebus, Juvenal Cercopithecus, Agatharchides Sphinx. Bei den heutigen Abessiniern heißt er Hebe, bei den Arabern Robah und in Egypten endlich Khird. Unter all diesen Namen ist nicht ein einziger, welcher an irgend welche Nymphe erinnert; man müßte denn »Sphinx« als solchen betrachten wollen. Weiterlesen

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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

27.07.2020, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Der Verlust ihres Lebensraumes bedroht die Artenvielfalt.
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt. Das Forscherteam untersuchte die Diversität von Mausmakis in den Regenwäldern Nordost-Madagaskars. Um festzustellen, wie sehr sich die Arten unterscheiden, setzten sie genetische Methoden in Kombination mit einer Beschreibung von Größe, Fellfärbung, Lebensraum und Verbreitung von insgesamt 117 Individuen ein. Dabei entdeckten sie eine bisher unbekannte Mausmaki-Art. Damit erhöht sich die Zahl der beschriebenen Arten auf 25. Sechs der Arten wurden unter maßgeblicher Beteiligung von TiHo-Wissenschaftlerinnen und TiHo-Wissenschaftlern beschrieben. Diese neuesten Erkenntnisse veröffentlichte das Forscherteam jetzt in den Fachzeitschriften American Journal of Primatology und Systematic Biology.
Mausmakis sind Lemuren, die zu den Primaten gehören und enger gefasst zur Gruppe der Feuchtnasenaffen. Bisher sind insgesamt mehr als hundert Lemurenarten bekannt. Sie kommen ausschließlich in Madagaskar und wenige Arten auch auf kleineren Inseln in der Nähe vor. An der Entdeckung der neuen Art waren von der TiHo apl. Professorin Dr. Ute Radespiel aus dem Institut für Zoologie und Doktorand Dominik Schüßler von der Universität Hildesheim maßgeblich beteiligt.
Die neue Art heißt Jonah‘s Mausmaki (Microcebus jonahi) und ist mit einer Gesamtlänge von der Nasen- bis zur Schwanzspitze von etwa 26 Zentimetern und einem Körpergewicht von etwa 60 Gramm eine der kleinsten Primatenarten weltweit. Die nachtaktiven und insgesamt eher unauffälligen Tiere kommen nur in einer kleinen Region in den Tieflandregenwäldern Nordost-Madagaskars vor. Radespiel sagt: „Obwohl der Jonah’s Mausmaki gerade erst wissenschaftlich beschrieben wurde, ist er leider bereits vom Aussterben bedroht! Der Verlust der natürlichen Lebensräume und der stete Landnutzungswandel in der Region führen zur Isolation von kleinen Populationen. Das begünstigt ihr Verschwinden.“ Benannt ist die neue Art nach dem madagassischen Primatologen Professor Jonah Ratsimbazafy. Sein langjähriger und unermüdlicher Einsatz für den Schutz der natürlichen Ressourcen des Landes sowie dem Erhalt der Arten und ihrer Lebensräume haben ihn zum Vorbild einer ganzen Generation gemacht. „Ihm zu Ehren trägt die neuentdeckte Art seinen Namen“, erklärt Radespiel.
An den aktuellen Arbeiten waren insgesamt 29 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich, Portugal, Australien, Madagaskar und den USA beteiligt. „Ohne die intensive Kooperation zwischen den beteiligten Expertinnen und Experten wäre diese Entdeckung und deren Validierung nicht möglich gewesen“, sagt Radespiel. Weitere Kooperationsprojekte wurden bereits gestartet. Das Ziel ist, die Vielfalt der Mausmakis zu verstehen, ihre Entstehungsgeschichte zu entschlüsseln und so zu ihrem Fortbestehen beizutragen.
Die Originalpublikationen
Die Beschreibung vom Jonah’s Mausmaki
Schüßler, D., Blanco, M.B., Salmona, J., Poelstra, J., Andriambeloson, J.B., Miller, A., Randrianambinina, B., Rasolofoson, D.W., Mantilla-Contreras, J., Chikhi, L., Louis, E.E. Jr., Yoder, A.D., Radespiel, U. (2020): Ecology and morphology of mouse lemurs (Microcebus spp.) in a hotspot of microendemism in northeastern Madagascar, with the description of a new species. American Journal of Primatology, https://doi.org/10.1002/ajp.23180
Die Ergebnisse der genetischen Untersuchungen
Poelstra, J., Salmona, J., Tiley, G. P., Schüßler, D., Blanco, M. B., Andriambeloson, J. B., … Radespiel, U. & Yoder, A. D. (2020): Cryptic patterns of speciation in cryptic primates: microendemic mouse lemurs and the multispecies coalescent. Systematic Biology, https://academic.oup.com/sysbio/article-abstract/doi/10.1093/sysbio/syaa053/5869… Weiterlesen

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Portrait: Schuppenkehl-Schattenkolibri

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Unterfamilie: Eremiten (Phaethornithinae)
Gattung: Schattenkolibris (Phaethornis)
Art: Schuppenkehl-Schattenkolibri (Phaethornis eurynome)

Schuppenkehl-Schattenkolibri (John Gould)

Der Schuppenkehl-Schattenkolibri erreicht eine Körperlänge von etwa 14,0 bis 14,5 cm, bei einem Gewicht der Männchen von ca. 4,6 bis 6,0 g und der Weibchen 4,5 g. Der Oberkopf ist schwarzbraun, die Nackenfedern rotbraun gesäumt. Die Oberseite und die Flügeldecken sind bronzegrün, wobei alle Federn ockerfarbene Säume aufweisen. Der Überaugstreif ist hell ocker, der Bartstreif etwas heller. Die schwärzlichen Kehlfedern haben ockerfarbene Säume, wodurch sie geschuppt wirken. Die Unterseite ist grau, der Bauch und die Unterschwanzdecken ocker. Die Flügel sind schwärzlich purpur. Die goldgrünen Schwanzfedern haben eine breite subterminale Binde sowie weiße breite Säume an den Außenfahnen. Die mittleren Steuerfedern haben eine lange weiße Spitze. Der Oberschnabel ist schwarz, der Unterschnabel gelb mit schwarzer Spitze. Die Füße sind braun. Das Weibchen hat kürzere Flügel und einen etwas gebogeneren Schnabel.

Der Schuppenkehl-Schattenkolibri bezieht seinen Nektar von blühenden Pflanzen der Gattungen Helikonien, Centropogon, Costus, Neoregelia, Nidularium, Sinningia, Siphocampylus, Springkräuter, Besleria, Passionsblumen, Quesnelia, Tillandsien, Vriesea, Aechmea, Canistrum, Inkalilien, Salbei, Dahlstedtia, Nematanthus, Jacobinia, Manettia und anderen Pflanzen. Als Trapliner fliegt er regelmäßig in rascher Folge ganz bestimmte verstreute Blüten an. Ebenso ernährt er sich von kleinen Arthropoden.

Die Brutzeit in Brasilien ist von September bis März. Das lange kegelförmige Nest aus Pflanzenmaterial und Spinnweben wird an die inneren Spitzen von Palmblättern angebracht. Zum Bau verwendet der Vogel Farne und Helikonien. Die Nester sind ca. 105 mm hoch. Der Außenradius beträgt ca. 65 mm, der Innenradius ca. 22 mm und ist innen 10 mm tief. Das Nest wird oft mit roten Flechten der Art Spiloma roseum verkleidet. Durch die Brutwärme entweicht der Flechte ein eigentümlicher Farbstoff, der sowohl die Eier, als auch den Bauch des brütenden Kolibris rosa einfärbt. In der Serra do Caraça und im Distrikt Paranapiacaba wurden von Rolf Grantsau deshalb Exemplare sowohl mit typischer Farbe als auch mit rosa Färbung beobachtet. Das Gelege besteht aus zwei Eiern, die ca. 0,75 g schwer und ca. 17,0 × 10,5 mm groß sind. Die Brutdauer beträgt ca. 17 Tage. Nach 22 bis 23 Tagen werden die Nestlinge flügge.

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Portrait: Braunbauch-Schattenkolibri

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Unterfamilie: Eremiten (Phaethornithinae)
Gattung: Schattenkolibris (Phaethornis)
Art: Braunbauch-Schattenkolibri (Phaethornis bourcieri)

Braunbauch-Schattenkolibri (John Gould)

Der Braunbauch-Schattenkolibri erreicht bei einem Körpergewicht von lediglich ca. 4,3 g eine Körperlänge von etwa 12,9 cm, wobei der gerade Schnabel 3,3 cm lang ist. Die Oberseite ist matt bronzegrün mit einer bräunlichen Tönung. Hinter dem Auge haben sie einen kurzen gelbbraunen Strich sowie einen gelbbraunen bis weißlichen Wangenstrich. Die Unterseite ist gräulich gelbbraun mit einem zentralen weißen Kehlstrich. Der Schwanz ist matt bronzegrün mit einem dunklen subterminalen Band und dünnen weißen Spitzen. Die länglichen zentralen Steuerfedern sind weiß gefleckt.

Die Männchen behaupten für sich kleine Gesangsreviere. Sie sitzen meist in ein bis vier Meter Höhe. Während sie singen, wippen sie mit ihrem Schwanz auf und ab. Dabei scheinen sie immer hektisch zu sein und fliegen in der Unterschicht des Waldes schnell von einer Blüte zur nächsten. Meist agieren sie als typischer Bestäuber, doch klauen sie gelegentlich Nektar, indem sie die Blumenkronen von außen anbohren. Sie besuchen regelmäßig Blumen an den Waldrändern.

Der typische Ruf im Flug klingt wie quirliges dreifaches tre, tre, tre, welches sehr schnell ausgestoßen wird. Gelegentlich hört es sich auch nur wie ein bli, blip oder gar nur ein blip an. Weibchen geben ein hoch klingendes tiz-e-tiz-e von sich, Laute die Insekten ähnlich klingen.
Verbreitung und Lebensraum

Sie kommen relativ häufig in an den feuchten Ausläufern der Sierra de Lema im Osten Bolívars in Höhenlagen unter 1200 Metern vor. Auch in den angrenzenden feuchten Tiefebenen des Oberlaufs des Río Cuyuní sind sie relativ häufig. Selten bis gar nicht findet man sie in feuchten oder buschigen Gegenden oder Wäldern mit Magerboden, z. B. mit weißem sandigem Untergrund.

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Portrait: Graubauch-Schattenkolibri

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Unterfamilie: Eremiten (Phaethornithinae)
Gattung: Schattenkolibris (Phaethornis)
Art: Graubauch-Schattenkolibri (Phaethornis augusti)

Graubauch-Schattenkolibri (John Gould)

Der Graubauch-Schattenkolibri erreicht bei einem Körpergewicht von lediglich ca. 5,3 g eine Körperlänge von etwa 13,2 cm, wobei der leicht gebogene Schnabel 3,6 cm lang ist. Die Basis des Unterschnabels ist rot. Die Oberseite ist graubraun. Der Bürzel und die Oberschwanzdecken sind hell rötlich-braun. Die schwarze Gesichtsmaske ist von einem weißen Hinteraugen- und Wangenstrich eingebettet. Die blasse braungraue Unterseite wird an den zentralen Kehlfedern von einem weißen Strich durchzogen. Der bronzegrüne mittlere Teil der Schwanzfedern wird von langen weißen Spitzen abgelöst. Der Rest des Schwanzes ist dunkel und von vielen weißen Sprenkeln durchzogen. Weiterlesen

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Veranstaltungshinweise

Corona ist immer noch aktiv und es wird wohl auch noch einige Zeit dauern bis die Normalität (oder etwas Ähnliches) wieder Einzug gehalten hat.
Viele Zoos lockern nach und nach ihre Einschränkungen und tatsächlich gibt es bereits Ferienprogramme, Führungen und Vergleichbares unter bestimmten Voraussetzungen.
Auch diverse Fortbildungen werden wieder angeboten, allerdings sollte man diese immer noch unter Vorbehalt betrachten. Es kann immer wieder zu Ausfällen/verschiebungen kommen. Weiterlesen

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Zoobesuche im Juli

Trotz der derzeitigen Krise wurden im Juli ein paar Zoos besucht, darunter auch der Tierpark Hellabrunn.
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Wildpark Gersfeld

 

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4. Zooreise 2017 – Tag 4: Der Tag des Wildparks (Archiv)

(Erstveröffentlichung am 18. August 2017)
Der Tag der Heimreise war angebrochen. Auf dem Weg zurück nach München waren Besuche in Gersfeld, Bad Brückenau und Sommerhausen geplant. Alle drei Ziele habe ich bisher noch nicht besucht, der Tierpark (oder Wildpark) in Sommerhausen war aber schon mehrmals in der engeren Wahl.
Nach einem leckeren Frühstück (dem üblichen IBIS-Standard entsprechend, ergänzt mit Minidonuts), das wir alleine im Frühstücksraum einnahmen (zumindest bis fast dem Ende unseres Frühstücks, das Gegenteil von den Frühstücken in Eisenach) fuhren wir nach Gersfeld.
Von Gersfeld aus ging es nach Bad Brückenau (bzw. dem Staatsbad Bad Brückenau) zum Tiergehege, das eine kleine Enttäuschung war. Der Weg vom Parkplatz zum Tiergehege war länger als der Rundweg durch das Tiergehege. Neben Rhönschafen und Thüringer Waldziegen gab es einige Volieren, die hauptsächlich mit Tauben besetzt waren.
Aufgrund der Kürze des Besuchs (10 Minuten?) besuchten wir den benachbarten Wildpark Klaushof in Bad Kissingen. Erst danach fuhren wir nach Sommerhausen.
Der Wildpark Klaushof war gut besucht, aber in Sommerhausen war die Hölle los. Vermutlich lag das auch am riesigen Spielplatz am Eingang des Tierparks. Kinder kommen dort voll auf ihre Kosten, aber auch für Erwachsene wird einiges geboten. Immerhin konzentrierten sich die meisten Besucher auf den Eingangsbereich.
Nachdem wir im Tierpark noch einen Kaffee tranken machten wir uns auf den Heimweg.

Wildpark Gersfeld
Tiergehege Bad Brückenau
Wildpark Klaushof, Bad Kissingen
Tierpark Sommerhausen

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