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TTT: 10 gute Autorinnen

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Mit Wölfen leben/Wölfe erzählen (Rezension)

02.04.2026, Sorbisches Institut / Serbski Institut
Buchvorstellung: Wölfe erzählen. Eine Ethnografie vielartiger Narrative der Lausitz
Lausitz, Frühjahr 2000: Das erste Wolfsrudel etabliert sich in der Bundesrepublik Deutschland. Eine vormals ausgerottete Art erkundet ein stark verändertes Land. Die Ausbreitung der großen Beutegreifer wird von Anfang an von Erzählungen begleitet und erzählend mitgestaltet. Dabei trifft überliefertes Wissen auf neue Erkenntnisse über das Zusammenleben von Wolf und Mensch. Doch wer erzählt da eigentlich über wen? Und was wird verhandelt, wenn es um die „Rückkehr der Wölfe“ geht?
Am Donnerstag, 21. Mai 2026, 18:00 Uhr stellt Marlis Heyer ihr Buch, das als Band 73 der Schriftenreihe des Sorbischen Instituts bei Frank & Timme erschienen ist, im Museum der Westlausitz in Kamenz (Sachsen) vor.
Basierend auf empirischen Studien in der Lausitz zeichnet Marlis Heyer das komplexe Bild einer Region im Umbruch. Dabei lotet sie nicht nur Fragen nach dem Zusammenleben von Menschen und Wölfen aus, sondern nimmt mithilfe unterschiedlicher Theorien auch die Möglichkeiten und Grenzen von Erzählforschung über Menschen hinaus in den Blick.
(siehe auch hier) Weiterlesen

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Sasha Filipenko: Die Elefanten (Rezension)

Eines Tages sind sie da. Wie aus dem Nichts leben sie plötzlich in der Stadt, stehen auf Straßen und Plätzen, leben mitten unter den Menschen und ziehen in die Häuser ein: die Elefanten. Doch niemand nimmt Anstoß an ihnen. Die Leute gehen weiter ihrer Wege, geben vor, es hätte sich nichts geändert. Allein der Stand-up-Comedian Pawel weigert sich zu schweigen und ruft von der Bühne dazu auf, sich der Realität zu stellen. Er riskiert damit alles, sein Leben, seine Freiheit und vor allem seine Liebe zu Anna.
Sasha Filipenko ist ein belarussischer Schriftsteller, Journalist und ehemaliger TV-Moderator. Er wurde 1984 in Minsk geboren und schreibt seine Bücher auf Russisch und lebt mit seiner Familie in der Schweiz, nachdem er 2020 Russland verlassen musste. Gesellschaftskritische und politische Romane mit viel Satire und Tiefgang. Weiterlesen

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Sally Coulthard: Frösche (Rezension)

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2025 neu beschriebene Wirbellose Tiere der Urzeit

Wirbellose der Urzeit (ChatGPT)

2025 beschriebene Dinosaurier
2025 beschriebene Reptilien der Urzeit (keine Saurier)
2025 beschriebene Amphibien der Urzeit
2025 beschriebene „Fische“ der Urzeit
Die Anzahl neu beschriebener Wirbelloser ist enorm. Nicht nur bei den rezenten Arten (siehe hier). Neben in Bernstein eingeschlossenen Insekten werden auch Vertreter bereits ausgestorbener Tiergruppen entdeckt und beschrieben. Und wenn man sich die Zahl der derzeit lebenden wirbellosen Tiere anschaut kann man sich denken, dass es zahlreiche wirbellose Tiere der Urzeit gibt, die noch entdeckt werden müssen, sofern es Spuren von ihnen gibt.
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Zoopresseschau

Tiergarten Kleve 11.04.2026
Zoo viel los im April
Tiergarten Kleve lädt zu Frühlingsfest (19.4.) und Kindertrödelmarkt (26.4.) ein, jetzt noch schnell letzte Standplätze für Kindertrödelmarkt sichern Der Tiergarten Kleve startet mit zwei besonderen Veranstaltungen in die Frühjahrssaison und lädt Besucherinnen und Besucher zu einem erlebnisreichen April ein. Als eine der neuen Veranstaltungen in 2026 können sich alle Tiergartengäste erstmals auf ein Frühlingsfest mit Live-Schafschur am Sonntag, 19.4.26 freuen. Familien erwartet ein abwechslungsreicher Tag mit zahlreichen Mitmach-Aktionen wie einem Spielmobil, Bastelecke und einer Woll-Herstellungsstation. Ein besonderes Highlight ist die Live-Schafschur, bei der Gäste hautnah erleben können, wie die Tiere geschoren werden. Fachkundig begleitet wird die Vorführung durch Erläuterungen zur Wollverarbeitung – von der frischen Wolle bis zum fertigen Produkt. Ergänzend informiert die Zoopädagogik über verschiedene Schafrassen und deren Besonderheiten. „Das Frühlingsfest ist für uns ein besonderer Auftakt in die warme Jahreszeit. Wir möchten unseren Besucherinnen und Besuchern nicht nur ein schönes Erlebnis bieten, sondern auch Einblicke in die Arbeit mit unseren Tieren und in traditionelle Handwerksprozesse geben“, erklärt Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. Die Mitmachaktionen am Frühlingsfest am Sonntag, 19.4., sind kostenlos – es ist lediglich der normale Tiergarteneintritt zu entrichten. Eine Woche später, am 26.4.26, steht der Tiergarten Kleve ganz im Zeichen des nachhaltigen Stöberns: Beim beliebten Kindertrödelmarkt „Tier & Trödel“ dürfen Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ihre gebrauchten Schätze anbieten. Ob Spielzeug, Bücher oder Kleidung – hier wird nach Herzenslust gehandelt, getauscht und entdeckt. Der Markt bietet jungen Verkäuferinnen und Verkäufern die Möglichkeit, erste eigene Verkaufserfahrungen zu sammeln und gleichzeitig anderen Kindern eine Freude zu machen. Wer am Kindertrödelmarkt selbst verkaufen möchte, muss sich im Vorfeld zur Veranstaltung entweder über den Onlineshop des Tiergartens oder an der Tiergartenkasse anmelden. Die Standgebühr beträgt 9,90 €. Die Standplätze sind begrenzt, eine frühzeitige Anmeldung wird daher empfohlen. Am Kindertrödelmarkt am 26.4.26 ist der Tiergarten Kleve regulär von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Für alle, die einen Stand gebucht haben, öffnet der Tiergarten bereits um 8.30 Uhr, sodass ausreichend Zeit für den Aufbau bleibt. Am 26.4.26 gilt für alle BesucherInnen des Kindertrödelmarkts der reguläre Tiergarteneintritt. Der Kindertrödel ist seit Jahren ein fester Bestandteil des Veranstaltungsprogramms und erfreut sich großer Beliebtheit bei Familien aus der Region. „Mit Veranstaltungen wie dem Frühlingsfest und dem Kindertrödelmarkt schaffen wir Begegnungsräume für Familien und stärken gleichzeitig das Bewusstsein für Natur- und Artenschutz“, betont Dr. Martin Polotzek. „Der Tiergarten ist nicht nur ein Ort zum Entdecken, sondern auch zum gemeinsamen Erleben.“ Weiterlesen

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Trypanosoma cruzi und die Chagas-Krankheit

Trypanosomen allgemein
Trypanosomen und Nagana
Trypanosoma brucei und die Schlafkrankheit

Trypanosoma cruzi crithidia (CDC/Dr. Myron G. Schultz)

Trypanosoma cruzi wurde erstmals 1909 vom brasilianischen Arzt Carlos Chagas beschrieben und nach dem Arzt Oswaldo Cruz benannt. Der Einzeller hat eine einzelne Geißel sowie einen großen Kinetoplasten. Der Parasit kommt in mehreren Formen vor, die sich morphologisch unterscheiden:
Die trypomastigote (länglich, gewundene) Form mit Geißelbasis nahe dem Zellkern ist im Mittel 20 Mikrometer lang, hat eine lange Geißel und ein spitzes Hinterende.
Die amastigote Form ist bis 4 Mikrometer lang, die Geißel ist fast unsichtbar.
Die epimastigote Form ist der trypomastigoten ähnlich, die Geißelbasis ist aber in einer anderen Position. Weiterlesen

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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

01.04.2026, Max-Planck-Institut für chemische Ökologie
Millionen Jahre alte Insekten-Symbiosen sind fragiler als gedacht
Ein eingeführtes Bakterium verdrängt den Symbiose-Partner von Getreideplattkäfern – und führt innerhalb weniger Generationen zum vollständigen Zusammenbruch einer bislang stabilen Symbiose.
Viele Insekten leben seit Millionen von Jahren in enger Symbiose mit Bakterien, die ihnen lebenswichtige Nährstoffe liefern – eine Verbindung, die so eng ist, dass beide Partner ohne den anderen nicht überleben können. Wie und warum Symbionten trotzdem gelegentlich im Laufe der Evolution ausgetauscht werden, war jedoch bislang unklar. In einer neuen Studie haben Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena und der Universität Utah nun gezeigt, dass ein neues Bakterium (Sodalis praecaptivus) innerhalb weniger Generationen die Millionen von Jahren alte Symbiose des Getreideplattkäfers Oryzaephilus surinamensis mit seinem Symbionten Shikimatogenerans silvanidophilus zerstören kann. Käferweibchen, denen Sodalis injiziert worden war, konnten das Bakterium über die Eier an ihre Nachkommen weitergeben. Bei mit Sodalis infizierten Käfern wurde jedoch eine verminderte Wirtsfitness festgestellt. Während die Käfer eine starke Immunreaktion auf Sodalis entwickelten, konnte der ursprüngliche Symbiont aufgrund seiner hochgradigen Spezialisierung auf die Nährstoffversorgung nicht auf den Eindringling reagieren und ging schließlich zugrunde. Die Studie zeigt, dass selbst Millionen von Jahren alte Symbiosen fragil sind. Ein neuer Bakterienpartner kann sich schnell durchsetzen. Dies ist ein entscheidender Schritt, um die Dynamik von Symbiosen in der Evolution zu verstehen.
Ein Modell für die Dynamik von Symbiosen: Sodalis als Treiber des Symbiontenaustauschs
Die wechselseitige Abhängigkeit zwischen Insekten und ihren bakteriellen Symbionten ist das Ergebnis einer Millionen Jahre währenden Koevolution. Viele Insekten leben in enger wechselseitiger Beziehung mit symbiotischen Bakterien, die ihnen essentielle Nährstoffe liefern. Diese Partnerschaft hat sich über Jahrmillionen entwickelt und bewährt. Doch eine scheinbar stabile Symbiose ist nicht unveränderlich: Bei manchen Insektenarten beobachtet man gelegentlich den Verlust ursprünglicher Symbionten oder deren Ersatz durch neue Bakterien, obwohl die ursprünglichen Partner über lange Zeiträume hinweg eine enge Symbiose gebildet hatten. Wie und warum dieser Austausch abläuft, ist weitgehend unerforscht, was vor allem auf den Mangel an experimentell manipulierbaren Systemen zurückzuführen ist.
„Das Fehlen einfach handhabbarer Symbiosen war die treibende Kraft unserer Studie“, erklärt Erstautorin Ronja Krüsemer, aus der Abteilung Insektensymbiosen am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie. „Unser Ziel war es, ein kontrollierbares Modellsystem zu etablieren, das es ermöglicht, den Prozess des Symbiontenaustauschs direkt zu beobachten und zu untersuchen.“
Sodalis praecaptivus als Eindringling: Verdrängung des ursprünglichen Symbionten im Getreideplattkäfer
In Zusammenarbeit mit Colin Dale von der Universität Utah, der bereits eine künstliche Symbiose zwischen Getreiderüsselkäfern und dem Bakterium Sodalis praecaptivus hergestellt hatte, entschied sich das Team um Martin Kaltenpoth am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie für einen gezielten Ansatz: Die Forschenden injizierten Sodalis praecaptivus in weibliche Getreideplattkäfer (Oryzaephilus surinamensis), um den Einfluss des Bakteriums auf die natürliche Symbiose zu testen.
Das neue Bakterium zeigte sich als hoch anpassungsfähig: Es siedelte sich in fast allen Geweben und Organen der Käfer an und wurde erstaunlicherweise erfolgreich über die Eier von der Mutter an die Nachkommen übertragen. Die Forschenden konnten sogar mehrere Generationen aufziehen, was zu einer überraschenden und entscheidenden Erkenntnis führte: In der dritten Nachkommengeneration war der ursprüngliche Symbiont Shikimatogenerans silvanidophilus vollständig verschwunden.
Die Infektion mit Sodalis hatte jedoch nicht nur Auswirkungen auf den ursprünglichen Symbionten. Die Käfer wiesen eine hellere Färbung ihrer Außenhaut auf, ihre Lebenserwartung war verringert und ihre Fortpflanzungsrate war reduziert. Gleichzeitig war das Immunsystem der Käfer aktiviert, was anhand der erhöhten Expression von Immungenen nachweisbar war. Sodalis drang in die Bakteriome ein, die spezialisierten Organe, die den ursprünglichen Symbionten beherbergen, und veränderte die dort vorherrschenden Bedingungen zu dessen Nachteil.
Dabei spielt die Genomerosion eine entscheidende Rolle: Shikimatogenerans, das seit Millionen von Jahren mit seinem Wirt koexistiert und ausschließlich in Käfern zu finden ist, hat durch den fehlenden Selektionsdruck viele Gene verloren. Dadurch ist der Symbiont anfälliger für Veränderungen im Wirtsumfeld. Nach der Injektion von Sodalis war Shikimatogenerans nicht in der Lage, sich an die neuen Bedingungen anzupassen, wies unregelmäßige Zellformen auf und wurde schließlich verdrängt.
„Wir hatten nicht erwartet, dass der Verlust des ursprünglichen Symbionten so schnell erfolgt“, sagt Ronja Krüsemer. „Diese Beobachtung war eine große Überraschung – und ist zugleich der Schlüssel zur Erforschung eines beginnenden Symbiontenaustauschs.“
Ein wegweisendes Modellsystem für die Zukunft der Symbioseforschung
Das System aus Oryzaephilus surinamensis und Sodalis praecaptivus erweist sich nun als vielversprechendes Modell, um die Mechanismen hinter dem Austausch von Symbionten, der Etablierung von Symbiosen und der Evolution von Mutualismen systematisch zu untersuchen. Zukünftige Studien sollen den Einfluss genetischer Mutationen auf die Fitness von Wirt und Symbiont testen und groß angelegte Fitnessexperimente mit infizierten Käfern und deren Nachkommen umfassen.
„Mit unserem System können wir die Dynamiken hinter einem Symbiontenaustausch direkt beobachten“, fasst Studienleiter Martin Kaltenpoth zusammen. „Unsere Studie zeigt, dass neue Bakterien die ursprünglichen Symbionten verdrängen können – und dass dieser Prozess schneller ablaufen kann, als bisher angenommen. Dabei kann der Verlust des ursprünglichen Symbionten im Rahmen eines beginnenden Symbiontenaustauschs erfolgen.“
Originalpublikation:
Krüsemer, R., Carvalho, A.S.P., Keller, J. et al. Experimental Sodalis infection eliminates ancient insect symbiont. Nat Commun 17, 3153 (2026). https://doi.org/10.1038/s41467-026-71143-2 Weiterlesen

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Portrait: Alpenkrähe

Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Rabenvögel (Corvidae)
Unterfamilie: Pyrrhocoracinae
Gattung: Bergkrähen (Pyrrhocorax)
Art: Alpenkrähe (Pyrrhocorax pyrrhocorax)

Alpenkrähe (Zoo Halle)

Mit 38–41 cm Körperlänge gehört die Alpenkrähe zu den mittelgroßen Vertretern der Rabenvögel. Sie ist schlank gebaut und zeichnet sich vor allem durch ihre langen Beine und den schmalen, länglichen und gebogenen Schnabel aus. Wie für Bergkrähen typisch fehlt ihr die Täfelung der Beine, die bei anderen Rabenvögeln üblich ist. Die Nasalborsten sind äußerst kurz und bedecken nur knapp die Nasenlöcher. Weibchen sind im Mittel geringfügig kleiner als Männchen aus der gleichen Population. Am größten sind in der Regel Alpenkrähen im Himalaja, am kleinsten Vögel von den britischen Inseln. Gewicht und Größe nehmen generell mit der geographischen Breite und mit der Höhenlage zu. Weibchen erreichen je nach Region ein Gewicht von 230–390 g und eine Flügellänge von 266–323 mm. Der weibliche Schwanz misst 125–150 mm, ihr Schnabel wird (gemessen von Spitze bis Ansatz) 47–58 mm lang. Der Laufknochen weiblicher Vögel misst zwischen 48 und 56 mm. Männliche Alpenkrähen wiegen ausgewachsen zwischen 230 und 450 g und erreichen Flügellängen von 253–357 mm. Ihr Schwanz wird 120–166 mm lang. Der Schnabel adulter Männchen misst 51–70 mm, ihr Lauf hat eine Länge von 49–63 mm.
In der Färbung bestehen zwischen Weibchen und Männchen keine Unterschiede. Beide Geschlechter besitzen ein tiefschwarzes, glänzendes Alterskleid, einen roten Schnabel und rote Beine. Der metallische Schimmer des eng anliegenden Gefieders ist je nach Population unterschiedlich stark ausgeprägt und kann bläulich oder grünlich sein. Mit der Zeit verlieren die Federn ihren Glanz und ihre Sättigung und bleichen ins Mattbraune aus, bevor sie bei der nächsten Mauser durch neue ersetzt werden. Schnabel und Beine sind bei ausgewachsenen Vögeln karminrot. Ihre Iris ist dunkelbraun, die Krallen schwarz. Jungtiere unterscheiden sich von Altvögeln durch ihr kürzeres und lockereres Gefieder. Ihnen fehlt der metallische Schimmer adulter Individuen und ihr Gefieder erscheint heller und schmutziger. Juvenile Alpenkrähen haben bis zum ersten Herbst einen eher orangen Schnabel, der deutlich kürzer ist als der ausgewachsener Individuen. Leichte Unterschiede zeigen sich auch bei den Krallen der Jungtiere, die eher dunkelbraun sind und eine helle Spitze aufweisen.
Die rötliche Färbung von Schnabel und Beinen inspirierte verschiedene Legenden in der europäischen Folklore. So wurden die Vögel im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Großbritannien als die Wiedergänger Artus’ betrachtet, die vom Blut seiner letzten Schlacht noch immer rot gefärbt seien. Der britische Volksglaube verdächtigte sie wegen ihrer roten Schnäbel und Beine zudem als Brandstifter, was durch die Beobachtungen von brütenden Alpenkrähen bekräftigt wurde, die Zweige oder Stroh – vermeintliches Brennmaterial – in Gebäude trugen. Ihr charakteristisches Erscheinungsbild ließ die Alpenkrähe regional auch zum Wappenraben werden, etwa für Cornwall oder Thomas von Canterbury. Weiterlesen

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Portrait: Mähnenhirsch

ohne Rang: Stirnwaffenträger (Pecora)
Familie: Hirsche (Cervidae)
Unterfamilie: Cervinae
Tribus: Echte Hirsche (Cervini)
Gattung: Edelhirsche (Cervus)
Art: Mähnenhirsch (Cervus timorensis)

Mähnenhirsch (Zoo Prag)

Der Mähnen- oder Timorhirsch ist eng mit dem Sambar verwandt, aber deutlich kleiner. Er erreicht eine Kopfrumpflänge von 140 bis 185 Zentimeter, eine Schulterhöhe von 83 bis 110 Zentimeter und ein Gewicht von 50 bis 115 Kilogramm, wobei die Männchen deutlich schwerer werden als die Weibchen. Sein Fell ist graubraun gefärbt und erweckt einen zotteligen Eindruck. Das Geweih, das wie bei fast allen Hirscharten nur die Männchen tragen, ist relativ dick und weist pro Stange drei Enden auf. Weiterlesen

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