Tiere verschenken an Weihnachten?

Alle Jahre wieder kommt die Frage, was man an Weihnachten verschenken soll. Und auf manchem (kindlichen) Wunschzettel steht ein Haustier. Aber … egal ob Hund, Katze, Hamster & Co., der Kauf eines Tieres will wohl überlegt sein und nach Meinung vieler Tierschützer (und Tierrechtler) gehören Tiere nicht unter den Weihnachtsbaum (allerdings kann es sehr unterhaltsam sein, dem vorhanden Hund oder der Katze ein Geschenk unter dem Weihnachtsbaum zu machen, aber das ist ein ganz anderes Thema).
Ich bin mir sicher, dass sich auch andere Organisationen (noch) zu Wort melden werden (oder es bereits getan haben).
Übrigens: Das Bild wurde für die Aktion „Keine lebenden Tiere unter den Weihnachtsbaum“ entworfen.
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Das Archiv – Eine Erklärung

Nachdem der Blog am 25.05.2018 umgezogen ist und der Import der früheren Beiträge nicht so geklappt hat, wie ich es mir vorgestellt habe, fasste ich den Entschluss zu einem Neubeginn. Mehr oder weniger.
Da der ursprüngliche Beutelwolf-Blog bereits seit 2011 existiert haben sich einige Beiträge angesammelt, deren Löschung schade wäre.
Deswegen werden sie auch nach und nach auf diesen Blog übertragen.
Ältere Beiträge werden mit (Archiv) gekennzeichnet und erhalten die Kategorie Archiv.
Ausgenommen davon sind Rezensionen (vor dem 25.05.2018), Tiervorstellungen/Portraits (vor dem 25.05.2018) und diverse Galerien.

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Eine Erklärung zu den Bildern

Die meisten Bilder in diesem Blog wurden von mir selbst „geschossen.“ Ich bin kein guter Fotograf und gehöre wohl in die Kategorie der Einfachdrauflosknipser. Manchmal gelingt aber auch mir ein tolles Bild. Fragen bezüglich Schärfe, Belichtung und Blende kann ich nicht beantworten, das weiß ich entweder nicht oder ich habe nicht darauf geachtet. Weiterlesen

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Der Eisbär in Brehms Tierleben

Eisbär (Brehms Tierleben)

Wenn nach der Ansicht einiger Naturforscher die ziemlich geringen Unterschiede in der Gestalt und Lebensweise der letzterwähnten Bären schon hinreichend erscheinen, um sie eigenen Gruppen einzureihen, erklärt es sich, daß man gegenwärtig den Eisbären (Ursus maritimus, U. marinus, polaris und albus, Thalassarctos maritimus und polaris) ebenfalls als Vertreter einer selbständigen Sippe, der Meerbären(Thalassarctos) betrachtet. Die ersten Seefahrer, welche von ihm sprechen, glaubten in ihm freilich bloß eine Abart unseres Meister Petz zu entdecken, dessen Fell der kalte Norden mit seiner ihm eigenthümlichen Schneefarbe begabt habe; dieser Irrthum währte jedoch nicht lange, weil man sehr bald die wesentlichen Unterschiede wahrnahm, welche zwischen dem Land- und dem Eisbären bestehen. Letzterer unterscheidet sich von den bis jetzt genannten Arten der Familie durch den gestreckten Leib mit langem Halse und kurzen, starken und kräftigen Beinen, deren Füße weit länger und breiter sind als bei den anderen Bären, und deren Zehen starke Spannhäute fast bis zur Hälfte ihrer Länge miteinander verbinden. Er übertrifft selbst den Grislibär noch etwa an Größe; denn die durchschnittliche Länge des Männchens beträgt 2,5 Meter nicht selten noch 15 bis 20 Centim. mehr, das Gewicht aber steigt von neun auf elf, ja sogar auf sechzehn Centner an. Roß wog ein Männchen, welches, nachdem es gegen dreißig Pfund Blut verloren hatte, noch immer ein Gewicht von 11311/2 Pfund zeigte; Lyon, der Begleiter von Parry, berichtet von einem 2,65 Meter langen Eisbären, welcher sechzehn volle Centner wog. Weiterlesen

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5. Zooreise 2015: Thüringen/Harz (Archiv)

(Erstveröffentlichung am 3. Juni 2015)

Es geht wieder los… die nächsten Tage sind wir in Thüringen und dem Harz unterwegs. Diese Reise ist eine Fortsetzung der letzten Harzreise und diesmal sieht es so aus, als ob wir tatsächlich auf dem Brocken fahren können.
Von Donnerstag bis Sonntag machen wir den Harz (und Thüringen) unsicher. Den letzten Tag unserer HarzCard nutzen wir mit der 3Tage-ThüringenCard. Übernachtet wird (nicht zum ersten Mal) im Brockenblick Ferienpark in Schierke. Weiterlesen

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Aquarium Berlin

2. Stock (Aquarium Berlin)

Das Aquarium Berlin besteht seit 1913. Nach fast völliger Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, problematischem Wiederaufbau und späterer umfassender Sanierung und Erweiterung ist es heute eine der artenreichsten Einrichtungen dieser Art weltweit. Neben Meeres- und Süßwasserbewohnern werden auch Amphibien, Reptilien und Insekten gezeigt. Das Haus liegt im Ortsteil Tiergarten des Bezirks Mitte auf dem Gelände des Zoologischen Gartens. Ein zweiter, viel genutzter Eingang führt direkt vom Olof-Palme-Platz an der Budapester Straße in das Gebäude. Auf Wunsch können mit kombinierten Tickets sowohl das Aquarium als auch der Zoo besucht werden. Für Kinder und Jugendliche werden differenzierte Programme angeboten. Zusammen mit dem Zoologischen Garten steht das Aquarium Berlin unter Denkmalschutz. Beide Einrichtungen werden gemeinsam als börsennotierte und gemeinnützige Aktiengesellschaft geführt.

3. Stock (Aquarium Berlin)

Im unteren Stockwerk, dem eigentlichen Aquarium, sind Süßwasser- und Meeresbewohner untergebracht, in der darüberliegenden Etage hauptsächlich Reptilien und Amphibien, im obersten Geschoss Insekten und andere Wirbellose.
Wie auch Zoo und Tierpark bietet das Aquarium einige Besonderheiten: Brückenechsen, Gangesgaviale, Chimären, verschiedene Quallenarten, um nur einige zu nennen.

Mehr über das Aquarium erfährt man hier und hier.

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4. Zooreise 2015 – Tag 5: Nach Hause (Archiv)

(Erstveröfffentlichung am 22. Mai 2015)

Dusche im Hotel

Auf der Rückfahrt standen die Zoos in Dessau und Eisenberg auf dem Programm. In beiden Zoos waren wir bereits, der in Eisenberg hat uns gefallen, der in Dessau nicht. Aber man darf ja seine Meinung ändern und da ich dem einen oder anderen Zoo aus unterschiedlichen Gründen eine zweite Chance gebe, kann sich ein zweiter Besuch positiv auf den Zoo auswirken. Weiterlesen

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Zoopresseschau

Zoo Schwerin 15.11.2019
Roter Panda Polly zur CT-Untersuchung in der Helios Klinik
Der Rote Panda Polly war heute wegen Gewichtsverlustes und einem auffälligen Gesamtzustand zur Computertomografie in den Helios Kliniken Schwerin. „Wir sind erleichtert!“, freut sich Schwerins Zoodirektor Dr. Tim Schikora, nachdem der Chefarzt der Radiologie Dr. Karten Alfke das Ergebnis verkündete. „Panda Polly zeigt keine Auffälligkeiten, bösartige Veränderungen an den Organen oder Ähnliches können ausgeschlossen werden. Lediglich eine kleine Wucherung an der Nase ist auszumachen“, so der Radiologe und freut sich dem Roten Panda und dem Zoo geholfen zu haben. Polly wurde im Frühjahr auffällig, da sie deutlich an Haarverlusten litt. Letztlich konnte das mittelgroße Raubtier durch ihre Tierpfleger auf der großen, mit Bäumen bewachsenen Anlage, eingefangen werden. Deutlich geschwächt und mit sehr geringem Gewicht. Eingeleitete Untersuchungen beim Tierarzt führten jedoch zu keinem Ergebnis. So konnten nach Röntgen, Blut- und Kotuntersuchungen keine konkreten Ursachen aufgedeckt werden. Lediglich verdickte Lymphknoten wurden festgestellt. Darauf verblieb die Pandadame zur weiteren Kontrolle in einer kleineren, separaten Anlage. Hier konnte genau beobachten werden, ob und wie gut sie frisst und wie sie sich gesundheitlich entwickeln würde. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Zustand zu einem Besseren. Polly war aktiv, fraß gut, das Fell wuchs wieder besser. Allerdings blieb sie weiterhin sehr mager. Um schwerwiegende, organische Erkrankungen ausschließen zu können, nahm der Zoo Kontakt zu den örtlichen Helios Kliniken und der Radiologie auf, vermittelt durch den ehemaligen Oberarzt der Radiologie, den heutigen Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier. Das Einverständnis des Chefarztes kam schnell und so stand der heutige Termin zur Vorstellung und Untersuchung im CT binnen weniger Tage fest. Gegen 15 Uhr wurde Polly im Zoo in Narkose gelegt und zunächst in die Tierklinik Schwerin gefahren, wo der erfahrene Zoo-Tierarzt Dr. Gerd Ricker zur Vorbereitung auf die folgende Behandlung zwei Venenzugänge legte. Von dort ging es weiter zur Klinik, wo bereits das Klinikteam neben reichlichen Medienvertretern auf die rothaarige Patientin wartete. Nach knapp zwei Stunden war die Prozedur bereits beendet und Polly wieder auf dem Weg zurück in den Zoo, wo sie, kaum war die Transportbox geöffnet, schon wieder wach und munter den nächsten Kletterast in ihrem Übergangsgehege erklomm. „Bis morgen früh wird sie sich wieder erholt haben, etwas fressen. In den nächsten Tagen besprechen wir, wie wir mit dem Befund an der Nase umgehen wollen. Wenn eine Behandlung notwendig ist, werden wir das noch machen, spätestens danach kann Polly wieder auf ihre eigentliche Anlage, zurück zu Leo“, prognostiziert der Zoodirektor. „Wir gehen dann davon aus, dass sie an sich gesund und einfach ein eher schlanker Typ ist“. Rote Pandas gelten in ihrem Fortbestand als stark gefährdet und sind ursprünglich im östlichen Himalaya und Südwest-China verbreitet. Dort verbringen sie ihre Tage schlafend auf Astgabeln und in Baumhöhlen. Die Zahl an wildlebenden Tieren wird auf weniger als 10.000 geschätzt. Rote Pandas ernähren sich hauptsächlich von Bambus, aber auch Wurzeln, Beeren, Früchte und Nüsse werden gerne gefressen und gelegentlich auch mal ein Vogelnest ausgeräubert. In der Wildnis haben sie eine Lebenserwartung von 9-10 Jahren. In zoologischen Einrichtungen hingegen können sie dank guter Pflege und medizinischer Versorgung deutlich älter werden. Obwohl die Tiere als Einzelgänger gelten, leben Polly (5 Jahre) und Leo (4 Jahre) stets gemeinsam in ihrer Anlage, die sie sich zudem mit Eurasischen Fischottern teilen. Im Übrigen ist Leo von dem geschehen sehr unbeeindruckt. Er verbringt wie gewohnt den größten Teil des Tages auf seinem Lieblingsbaum, wenn es nicht gerade darum geht, sich seine Ration Bambus abzuholen. Das Zooteam dankt den Helios Kliniken, Dr. Alfke und seinem Team für die unkomplizierte Unterstützung bei dieser ungewöhnlichen Patientin. Weiterlesen

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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

Vietnam-Kantschil (Southern Institute of Ecology/Global Wildlife Conservation/Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research/NCNP)

11.11.2019, Forschungsverbund Berlin e.V.
Nach 28 Jahren wiederentdeckt und erstmals in der Wildnis fotografiert und gefilmt: Das Vietnam-Kantschil
In Zeiten massiver Verluste an biologischer Vielfalt sind Nachrichten vom Aussterben von Tier- und Pflanzenarten die Regel. Doch jetzt können Global Wildlife Conservation (GWC), Southern Institute of Ecology in Vietnam und das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) die Wiederentdeckung einer seit 1990 nicht mehr dokumentierten Tierart vermelden. Das Vietnam-Kantschil – eine rehähnliche, katzengroße Art, die auch als vietnamesischer Maushirsch bekannt ist – wurde von Wildtierkameras im südlichen Teil Vietnams fotografiert und gefilmt.
Dies sind die ersten Aufnahmen lebender Exemplare dieser Huftiere. Sie ist damit die erste wiederentdeckte Art der „Liste der 25 meistgesuchten verlorenen Spezies“ der GWC. Die Wiederentdeckung wurde jetzt in der Fachzeitschrift „Nature Ecology & Evolution“ publiziert und ist Ansporn zur Entwicklung von Schutzmaßnahmen dieser und weiterer einheimischer (endemischer) Arten im Biodiversitäts-Hotspot Südostasien.
Das Forscherteam hatte drei Wildtierkameras für einen Zeitraum von fünf Monaten in der Annamiten-Bergregion im Süden Vietnams installiert, in der Bewohner Sichtungen der Tiere gemeldet hatten. Diese nahmen im Jahr 2018 insgesamt 275 Fotos der Art auf. Das Team richtete dann weitere 29 Kameras in derselben Gegend ein und gelang so im Verlauf weiterer fünf Monate zu unglaublichen 1.881 Fotos des Vietnam-Kantschils. „Trotz der Hinweise aus der Bevölkerung konnten wir nicht sicher sein, was uns erwartet. Ich war also überrascht und überglücklich, als wir die Bilder der Kamerafallen auswerteten und Fotos von einem Kantschil mit silbernen Flanken sahen“, sagt An Nguyen, Associate Conservation Scientist bei der GWC und Leiter dieses Forschungsvorhabens. An Nguyen ist außerdem Feldkoordinator für und Doktorand am Leibniz-IZW. „Für eine sehr lange Zeit existierte diese Art nur noch in unserer Vorstellung. Diese Entdeckung, die bestätigt, dass diese Huftiere tatsächlich noch in der Wildnis leben, ist der erste Schritt um sicherzustellen, dass wir sie nicht wieder verlieren. Wir müssen jetzt schnell handeln, um ein baldiges Aussterben nach der Wiederentdeckung zu verhindern.“
Der Vietnam-Kantschil wurde 1910 auf der Basis von vier Individuen aus Südvietnam beschrieben. Eine russische Expedition im Jahr 1990 nach Zentralvietnam konnte ein fünftes Tier dieser Art aufspüren. Seitdem gab es keine bestätigten Sichtungen. Die Wissenschaft weiß daher nahezu nichts über die Biologie und Ökologie oder den Bedrohungsstatus dieser Art. Die GWC setzte daher das Vietnam-Kantschil auf ihre Liste der 25 meistgesuchten verlorenen Arten. Für die GWC genießt die Art eine hohe Priorität für den Säugetierschutz in Vietnam, ein Arbeitsschwerpunkt der Naturschutzorganisation.
Es gibt zehn bekannte Arten von Kantschilen, oder „Maushirschen“, auf der Welt, die mehrheitlich in Asien beheimatet sind. Trotz ihres umgangssprachlichen Namens sind Kantschile weder mit Mäusen noch mit Hirschen verwandt, sondern stellen die Gruppe der kleinsten Huftiere der Welt dar. Sie sind Einzelgänger, laufen auf der Spitze ihrer Hufe und haben zwei winzige Reißzähne. Ein Kantschil wiegt typischerweise weniger als fünf Kilogramm.
Ein Forscherteam will nun bestimmen, wie groß und stabil die Population von Vietnam-Kantschilen in Südvietnam ist, um die genaue Verbreitung der Art und mögliche Ursachen ihrer Bedrohung besser zu verstehen. Im Rahmen der ersten umfassenden Untersuchung der Art beginnt das Team in Kürze mit Kamera-Fallenuntersuchungen in zwei weiteren Regionen. Die WissenschaftlerInnen werden alle gesammelten Informationen nutzen, um einen Erhaltungsplan für die Art zu entwickeln.
Das Vietnam-Kantschil ist eine von vielen faszinierenden Arten, die in den vielfältigen tropischen Wäldern Südostasiens leben. Von diesen wurden einige Arten erst in den letzten Jahrzehnten entdeckt. Dazu gehört auch die antilopenähnliche Saola (das asiatische „Einhorn“), die erst 1992 entdeckt wurde und die noch kein Biologe in freier Wildbahn gesehen hat. Tiere in dieser Region der Welt sind zunehmend Opfer einer verheerenden illegalen Jagdmethode – der Verwendung von einfachen, günstigen, selbstgemachten Drahtschlingen. Dieser Wilderei fallen wahllos alle Tiere zum Opfer, die sich darin verfangen, unabhängig davon ob sie zu den Zielarten der Wilderer gehörten. Erst kürzlich zeigte ein WissenschaftlerInnenteam des Leibniz-IZW, dass Drahtschlingen eine größere und direktere Bedrohung der bodenlebenden Säugetiere und Vögel ist als die Degradierung des Regenwaldes durch forstliche Nutzung. Im Truong-Son-Ökosystem, zu dem auch die Region gehört, in der das Vietnam-Kantschil wiederentdeckt wurde, hat diese Wilderei zu „leeren“ Wäldern geführt, in denen zahlreiche Tierarten am Rand des Aussterbens stehen.
Barney Long, Senior Director of Species Conservation bei der GWC, sieht die Wiederentdeckung des Vietnam-Kantschils als großen Erfolg. „Aber die Arbeit beginnt erst jetzt so richtig mit der Wiederentdeckung und den ersten Schutzmaßnahmen, die getroffen wurden – in Zukunft wollen wir nicht nur einige Individuen mit Kamerafallen ablichten, sondern auch einen oder zwei Standorte mit überlebensfähigen Populationen identifizieren, damit wir die Art tatsächlich schützen können.“
„Die Wiederentdeckung des Vietnam-Kantschils gibt auch uns große Hoffnung für den Erhalt der biologischen Vielfalt Vietnams, insbesondere bedrohter Arten“, sagt Hoang Minh Duc, Leiter der Abteilung für Zoologie des Southern Institute of Ecology, einem Institut der Vietnamesischen Akademie der Wissenschaften mit Sitz in Ho Chi Minh-Stadt. „Dies ermutigt uns, zusammen mit unseren internationalen Partnern Zeit und Mühe in die weitere Erforschung und den Erhalt des vietnamesischen Biodiversitätserbes zu investieren.“
Dieses Projekt wurde unter anderem durch die großzügige Unterstützung des Breslauer Zoos, des Auckland Zoos, des Mohamed bin Zayed Species Conservation Fund (Project 172515989) und des Gerald Singer Deer Research Grants der Sainte Croix Biodiversité ermöglicht. Im Leibniz-IZW wurde das Projekt von den Wissenschaftlern Andrew Tilker und Dr. Andreas Wilting unterstützt.
Originalpublikation:
Nguyen A, Tran VB, Huang MD, Nguyen TAM, Nguyen DT, Tran VT, Long B, Meijaard E, Holland J, Wilting A, Tilker A (2019) Camera-trap evidence that the silver-backed chevrotain Tragulus versicolor remains in the wild in Vietnam. Nature Ecology & Evolution. DOI: 10.1038/s41559-019-1027-7 Weiterlesen

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Portrait: Echter Steinfisch

Barschverwandte (Percomorphaceae)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Drachenkopfverwandte (Scorpaenoidei)
Familie: Steinfische (Synanceiidae)
Gattung: Synanceia
Art: Echter Steinfisch (Synanceia verrucosa)

Echter Steinfisch (Nautiland Sonneberg)

Der Echte Steinfisch erreicht eine Länge von 30 bis 40 cm sowie ein Gewicht von 2.000 bis 2.400 g. Die Grundfärbung variiert zwischen braun und graubraun. Die schuppenlose Haut ist mit warzigen Fortsätzen überzogen und unregelmäßig befleckt. Die Gestalt ist von gedrungener, plumper Form. Der mächtige Kopf macht einen Großteil des Körpers aus. Seine breiten Brustflossen sind mit fünf Gliederstrahlen versehen. Die Rückenflosse zieht sich über den gesamten Rücken und weist dreizehn Rückenstacheln auf, die mit je zwei Giftdrüsen versehen sind. Die Augen liegen oberhalb des Kopfes. Das Maul ist riesig und steht vertikal zum Körper. In Form und Gestalt ist der einzelgängerisch lebende Echte Steinfisch hervorragend getarnt. Weiterlesen

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Portrait: (Europäischer) Maulwurf

Ordnung: Insektenfresser (Eulipotyphla)
Familie: Maulwürfe (Talpidae)
Unterfamilie: Altweltmaulwürfe (Talpinae)
Tribus: Eigentliche Maulwürfe (Talpini)
Gattung: Eurasische Maulwürfe (Talpa)
Art: (Europäischer) Maulwurf (Talpa europaea)

Europäischer Maulwurf (Die Säugthiere in Abbildungen nach der Natur, mit Beschreibungen)

Europäische Maulwürfe zeigen wie alle Vertreter der Eigentlichen Maulwürfe einen gut an die unterirdisch grabende Lebensweise angepassten Körperbau.
Das weiche Fell wird wie bei den meisten Maulwürfen nur aus Wollhaaren gebildet. Es ist üblicherweise grau gefärbt, seine Färbung kann bei einzelnen Tieren jedoch von weißgrau über bräunlich bis schwarz variieren. Europäische Maulwürfe erreichen eine Kopfrumpflänge von 10 bis 17 Zentimeter, der Schwanz wird 2 bis 4,5 Zentimeter lang und ist nur spärlich behaart – diese Haare sind als Tasthaare entwickelt. Das Gewicht erwachsener Tiere liegt meist zwischen 60 und 120 Gramm.
Der Rumpf dieser Tiere ist walzenförmig, der zugespitzte Kopf sitzt auf einem kurzen, kaum sichtbaren Hals. Die Vordergliedmaßen sind zu Grabwerkzeugen umgebildet. Die mit der Handfläche nach außen gedrehten Hände sind schaufelförmig und enden in fünf kräftig bekrallten Fingern; zusätzlich sind sie durch ein Sesambein verstärkt. Die Arme liegen weit vor dem Brustkorb neben dem Kopf, sie sind kurz und völlig in die Körperkontur eingebaut. Das Ellbogengelenk ist hoch in den Schulterbereich verlagert, es dient nicht zum kräftigen Grabezug, sondern nur zur Positionierung der Hand. Wie bei den meisten Maulwürfen findet sich beim Europäischen Maulwurf eine unter Säugetieren einzigartige gelenkige Verbindung zwischen Schlüsselbein und Oberarm. Die Grabetätigkeit erfolgt durch die Drehung des Oberarms, die durch die gut entwickelte Armmuskulatur durchgeführt wird. Die Hinterbeine tragen ebenfalls fünf Zehen, sind aber weniger spezialisiert als die Vordergliedmaßen. Vorder- und Hinterbeine sind fleischfarben und nahezu unbehaart. Maulwürfe haben an ihrer Vorderhand einen zusätzlichen sichelförmigen Knochen (Sesambein), der ihnen beim Graben hilft.
Der Schädel ist wie bei den meisten Insektenfressern langgestreckt und flach. Die Augen sind klein und im Fell verborgen, sie dienen vermutlich lediglich der Unterscheidung zwischen hell und dunkel, Ohrmuscheln fehlen. Als Tastsinnesorgan dienen lange Tasthaare im Gesicht. Die Schnauze ist lang und beweglich, sie ist reich mit Tastsinneszellen (sogenannten Eimerschen Organen nach Theodor Eimer) ausgestattet, die sie befähigen, nicht nur Tastreize, sondern vermutlich auch elektrische Reize wahrzunehmen, die bei der Muskelbewegung ihrer potentiellen Beutetiere entstehen.
Europäische Maulwürfe haben wie einige andere Maulwürfe 44 Zähne und somit das vollständige Gebiss der Plazentatiere bewahrt; pro Kieferhälfte drei Schneidezähne, ein Eckzahn, vier Prämolaren und drei Molaren. Ihre Zähne sind mit spitzen Höckern und scharfen Schmelzleisten versehen und gut an ihre fleischliche Ernährungsweise angepasst. Die Höcker der hinteren Backenzähne sind wie bei allen Maulwürfen w-förmig (dilambdodont) angeordnet.
Der Verdauungstrakt ist – wie bei allen Insektenfressern – einfach gebaut. Der Darm ist nur eine Röhre und verglichen mit der Körperlänge sehr kurz, der Blinddarm fehlt. Als Anpassung an die sauerstoffarme Luft in den Gangsystemen ist der Hämoglobinanteil im Blut deutlich höher als bei anderen Säugetieren vergleichbarer Größe. Im Bau des Fortpflanzungstraktes zeigen Maulwürfe Übereinstimmungen mit anderen Insektenfressern: Bei den Männchen liegen die Hoden außerhalb der Bauchhöhle in hodensackähnlichen Hautfalten, den Cremasterfalten. Die Weibchen haben eine zweihörnige Gebärmutter (Uterus bicornis).
Das Verbreitungsgebiet des Europäischen Maulwurfs reicht von Großbritannien (nicht aber Irland) über weite Teile Mittel- und Osteuropas bis nach Sibirien in die Region der Flüsse Ob und Irtysch. Er bevorzugt gemäßigte Regionen und fehlt in den kühleren Gebieten Eurasiens ebenso wie in der Kaukasusregion und im Mittelmeerraum (dort kommen allerdings einige nahe verwandte Vertreter der Gattung der Eurasischen Maulwürfe (Talpa) vor). Sein Lebensraum sind nicht zu trockene Böden in Wiesen, Wäldern und auch im Kulturland. In den Alpen lebt er bis in 2400 Meter Höhe. Weiterlesen

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Portrait: Hakengimpel

Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Finken (Fringillidae)
Unterfamilie: Stieglitzartige (Carduelinae)
Tribus: Pyrrhulini
Gattung: Pinicola
Art: Hakengimpel (Pinicola enucleator)

Hakengimpel (A. Thorburn)

Der 23 cm lange Hakengimpel gehört zu den größten Finkenarten. Es handelt es sich um etwa drosselgroße, robust gebaute Finken mit kräftigen Schnäbeln. Die Geschlechter unterscheiden sich, ähnlich wie bei den Kreuzschnäbeln, in der Gefiederfärbung, wobei die Männchen mehr oder weniger intensiv rote Partien, die Weibchen eher gelblichgrünes Gefieder zeigen. Bei den intermediären Kleidern (ältere Weibchen und junge Männchen) spielen diese Partien ins Orange oder Bräunliche. Das Gefieder des Männchens ist am Kopf, Brust und Bürzel rosafarben bis rot und am Rücken und den Flanken grau gefärbt. Das Weibchen ist am Bürzel und an der Brust gelb, am Rücken und der Unterseite grau befiedert. Beide Geschlechter haben schwarze Flügel mit weißen Federnrändern, einen dunklen gegabelten Schwanz und einen markanten Schnabel. Weiterlesen

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Zoo Eberswalde

Eingang (Zoo Eberswalde)

Der Zoologische Garten Eberswalde (früher Tierpark Eberswalde) ist ein Zoo am Südrand der Stadt Eberswalde in Brandenburg. Er liegt im Landschaftsschutzgebiet Hohenfinower Wald eingebettet in eine hügelige Mischwaldlandschaft. Die Anfänge der Anlage reichen bis auf den am selben Ort 1928 gegründeten Wildpark zurück. Dieser wurde von einer Ausflugsgaststätte betrieben und im Zweiten Weltkrieg zerstört.
Im Juli 2000 schloss der Zoologische Garten Eberswalde den großen „Zootest“ der Illustrierten „Stern“ mit dem Prädikat „Erstklassig“ (Note 1,83) als höchstbewerteter Zoo unter allen untersuchten Teilnehmern ab und weist sich seitdem in seiner Selbstdarstellung als „Bester kleiner Zoo Deutschlands“ aus.
Ob dieses Prädikat bei einer Größe von 15 ha (bezogen auf den Zoo) und einem Alter von 15 Jahren (bezogen auf den Test) noch gerechtfertigt ist (egal, was man von diesen Tests halten mag) sei dahingestellt. Weiterlesen

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