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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

20.10.2026, Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) im Forschungsverbund Berlin e.V.
Strategien für invasive Art: Kontrazeption könnte Waschbär-Populationen gezielt begrenzen
Der Waschbär ist in Deutschland längst etabliert und gilt vielerorts als problematisch. Auf EU-Ebene ist er als invasive Art gelistet, weshalb wirksame Management-Maßnahmen zum Schutz der lokalen Biodiversität ergriffen werden müssen. Forschende des Leibniz-IZW und der Universität Potsdam zeigen mit einer neuen Studie auf, wie ein stärker auf einzelne Tiere und deren Lebensräume zugeschnittenes Management aussehen könnte. Eine besondere Bedeutung spielt dabei die Kontrolle der Fortpflanzung: In Gebieten mit dauerhaft hohen Waschbärdichten könnte eine Unfruchtbarmachung einzelner Individuen langfristig dazu beitragen, das Populationswachstum zu begrenzen – ohne die Tiere zu töten.
Kaum ein Wildtier sorgt in Deutschland für so gegensätzliche Reaktionen wie der Waschbär (Procyon lotor). Für die einen ist er ein putziger, hochintelligenter Kulturfolger, für andere ein gefährlicher Eindringling mit negativen Auswirkungen auf heimische Amphibien- und Vogelarten. Als ursprünglich aus Nordamerika stammendes Wildtier steht er auf der EU-Liste der invasiven Arten gemäß der EU-Verordnung Nr 1143/2014 über invasive gebietsfremde Arten. Da er in Deutschland bereits weit verbreitet ist, steht nicht eine europaweit verbindlich festgelegte Reduktionsquote oder eine generelle Ausrottungspflicht im Vordergrund wirksamer Managementmaßnahmen, sondern die Begrenzung seiner negativen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt. Dazu zählen unter anderem Bestandskontrolle, rechtlich zulässige Entnahme, gezielter Schutz gefährdeter heimischer Arten und Maßnahmen zur Verringerung anthropogener Nahrungsquellen. Die konkrete Umsetzung obliegt in Deutschland den Bundesländern.
Der Waschbär ist als Raubsäuger ein Allesfresser und äußerst anpassungsfähig. Klassische Bejagung allein reduziert stabile Populationen vielerorts nicht nachhaltig, da unter anderem die hohe Fortpflanzungsrate des Waschbären eine schnelle Wiederbesiedlung der durch Bejagung frei gewordenen Lebensräume ermöglicht. Forschende schlagen daher eine andere Möglichkeit für ein gezieltes Populationsmanagement vor: Unfruchtbarmachung (Kontrazeption) durch Arzneimittel – die allerdings nicht flächendeckend, sondern lokal und auf die jeweilige Waschbärpopulation zugeschnitten verabreicht werden sollen.
Nicht jeder Waschbär ist ein gleich großes Problem
Grundlage für mögliche Managementstrategien ist eine GPS-Tracking-Studie aus der Uckermark. 20 Waschbären wurden dort mit GPS-Halsbändern ausgestattet und über mehrere Monate beobachtet. Dabei zeigte sich, dass sich die Tiere in ihrer Raumnutzung deutlich unterschieden: Rund 80 Prozent nutzten vor allem größere Gewässer und bewegten sich in relativ stabilen Streif- und Jagdgebieten. Etwa 20 Prozent der Tiere zeigten dagegen eine besonders hohe Mobilität und suchten gezielt verschiedene Kleingewässer auf. Solche Gewässer gelten in strukturarmen Agrarlandschaften als wichtige Biodiversitätshotspots: Wo geeignete Lebensräume selten sind, konzentrieren sich hier zahlreiche Arten auf wenige verbliebene Rückzugsorte. Für den Waschbären kann dies einem reichgedeckten Buffet gleichkommen – auf kleinem Raum trifft er auf ein vielfältiges Nahrungsangebot und muss vergleichsweise wenig Aufwand für die Nahrungssuche betreiben. Als opportunistischer Allesfresser kann er dabei unterschiedlichste Beute nutzen und dank seiner hohen Mobilität sowohl am Boden, in Bäumen als auch an Ufern und im flachen Wasser jagen. Damit können gerade die für viele bedrohte Arten besonders wichtigen Kleingewässer zu Hotspots der Prädation werden. Die Beutetiere sind dort räumlich konzentriert und können dem Waschbären kaum ausweichen, während dieser die verschiedenen Nahrungsquellen flexibel nutzen kann. Die ausgeprägte Nutzung der Kleingewässer könnte darauf hindeuten, dass die besonders mobilen Waschbären einen überproportionalen negativen Einfluss auf empfindliche Amphibien-, Vogel- und Kleinsäugerpopulationen ausüben.
Der Waschbär erreicht in urbanen Gebieten in Deutschland, beispielsweise in Kassel, mitunter Dichten von etwa 100 Tieren pro km² – ein Wert, der unter vergleichbaren Raubsäugern einzigartig ist. Die urbanen Lebensräume bieten ihm nicht nur ein reiches Angebot an Nahrungsquellen wie Müll, Kompost und Gartenfrüchte, sondern auch vielfältige Unterschlupfmöglichkeiten auf Dachböden, in Schuppen oder unter Carports. Waschbären gelten als äußerst erfolgreiche Kulturfolger und kommen in urbanen Gebieten in sehr viel höheren Populationsdichten vor als in ländlichen Gebieten. Die Forschenden gehen davon aus, dass sich die Tiere auch in urbanen, ressourcenreichen Räumen in ihrer Mobilität unterscheiden. „Wenn wir den Einfluss des Waschbären auf heimische Wildtiere – insbesondere auf bereits bedrohte Arten – reduzieren wollen, sollten wir nicht nur fragen, wie viele Waschbären es in einem Gebiet gibt, sondern auch, wo und wie sie jagen und was sie fressen“, sagt Dr. Carolin Scholz vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW). „Unsere Ergebnisse sprechen dafür, Managementmaßnahmen stärker auf die individuelle Population und die jeweiligen Lebensräume zuzuschneiden.“
Das bedeutet: Wo einzelne, besonders mobile Waschbären nachweislich einen hohen Druck auf die lokale Vogel- und Amphibienpopulation ausüben, könnte eine gezielte Entnahme sinnvoller sein als eine flächendeckende Bejagung. In Gebieten mit dauerhaft hohen Dichten – etwa in Städten oder an besonders ressourcenreichen Gewässern – könnten dagegen Kontrazeptionsstrategien gefragt sein.
Fortpflanzung kontrollieren statt Tiere entnehmen
Grundsätzlich stehen verschiedene Verhütungsverfahren zur Verfügung: von Kastration und Sterilisation bis hin zu hormonellen oder immunologischen Methoden. Diese können neben der Fallenjagd der weiteren Populationszunahme entgegenwirken. Einige Präparate werden bereits bei anderen Tierarten eingesetzt und getestet. Für den Waschbären ist jedoch bislang nur sehr wenig über ihre konkrete Eignung bekannt.
„Kontrazeption könnte für Waschbären langfristig eine wichtige Methode sein, die Fortpflanzung gezielt zu begrenzen.“, sagt Dr. Myriam Schröder, Tierärztin am Leibniz-IZW. „Auch bei invasiven Arten müssen Wirksamkeit, Dauer der Behandlung und mögliche Nebenwirkungen sehr sorgfältig untersucht werden. Tierschutz und wissenschaftliche Evidenz müssen dabei die Grundlage jeder Anwendung sein.“
Ein möglicher zusätzlicher Vorteil der Fortpflanzungskontrolle besteht darin, dass sie neben der Begrenzung des Nachwuchses auch den Energiebedarf reproduzierender Weibchen beeinflussen könnte. Während der Trächtigkeit und insbesondere während der Säugephase steigt der Energiebedarf weiblicher Waschbären, da sie ausreichend Nahrung aufnehmen müssen, um die Milchproduktion und die Entwicklung ihrer Jungtiere sicherzustellen. Wird die Fortpflanzung verhindert, entfällt dieser reproduktionsbedingte Mehrbedarf. Dies könnte dazu führen, dass die betroffenen Weibchen weniger Nahrung benötigen. Auf diese Weise könnte die Fortpflanzungskontrolle neben der Reduktion des Nachwuchses indirekt dazu beitragen, den Prädationsdruck auf bedrohte Tierarten zu verringern.
Kontrazeption durch Medikamente und KI-unterstützte Fallen
Eine Herausforderung besteht darin, die Tiere gezielt zu erreichen. Eine flächendeckende Verabreichung von Kontrazeptiva wäre kaum mit einem selektiven Wildtiermanagement vereinbar, da auch andere Tiere den Wirkstoff aufnehmen könnten. Die Forschenden skizzieren deshalb eine technologische Perspektive: Automatisierte Fallen könnten künftig mithilfe von Kameras und künstlicher Intelligenz einzelne Waschbären anhand ihrer individuellen Merkmale erkennen und gezielt Medikamente ausgeben.
Für eine erfolgreiche Umsetzung möglicher Kontrazeptionsmaßnahmen seien klare Zuständigkeiten und eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Naturschutz, Jagd und Politik entscheidend, betonen die Forschenden. Eine wissenschaftliche Begleitung – etwa durch Monitoring, GPS-Tracking und Kamerafallen – könne die Grundlage schaffen, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu überprüfen, sie bei Bedarf anzupassen und ihre Akzeptanz in der Bevölkerung zu stärken. Langfristig brauche es zudem geeignete Finanzierungsmodelle, die kontinuierliche Management-Maßnahmen und deren Evaluation ermöglichen. Ziel solle ein ökologisch fundiertes und tierschutzkonformes Waschbär-Management sein, das zum Schutz der Biodiversität sowohl in ländlichen wie auch urbanen Landschaften beiträgt.
Originalpublikation:
Scholz C, Schröder M, Jeltsch F, Roeleke M (2026): Intelligenter Umgang mit dem Waschbär – Individuenbasiertes Management invasiver Arten. Naturschutz und Landschaftsplanung 58 (10), 28–33. DOI: 10.1399/NuL.279322. Weiterlesen →

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Portrait: Neapolitaner

Ordnung: Unpaarhufer (Perissodactyla)
Familie: Pferde (Equidae)
Gattung: Pferde (Equus)
Art: Wildpferd (Equus ferus)
Unterart: Hauspferd (Equus ferus caballus)

Neapolitaner (van Diepenbeeck, ca. 1650: Nobilissimo Coursier Nappolitain)

Der Neapolitaner (italienisch: *Cavallo Napoletano* oder einfach *Napolitano*) ist eine Pferderasse, die ihren Ursprung in der Ebene zwischen Neapel und Caserta in der italienischen Region Kampanien hat, möglicherweise aber im gesamten Königreich Neapel gezüchtet wurde.Das Neapolitanische Pferd wird in der Literatur vom 16. bis zum 19. Jahrhundert häufig erwähnt und zeichnet sich durch seine hohe Qualität aus. Corte schrieb 1562: „In Italien werden die Pferde aus dem Königreich Neapel sehr geschätzt; dort kommen viele edle Rösser zur Welt […], die sich für den Kriegseinsatz, die Arbeit in der Reitbahn sowie für jeden anderen vom Reiter gewünschten Zweck eignen.“ Der Niedergang der Rasse wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Mascheroni (1903) und Fogliata (1908) beschrieben. Einigen Quellen zufolge galt das ursprüngliche Neapolitanische Pferd um 1950 als ausgestorben, doch seine Blutlinien flossen in andere Rassen ein – allen voran in die der Lipizzaner. Ein Versuch, diese Rasse wiederzubeleben, führte zur heutigen Rasse, die als *Napolitano* bezeichnet wird. Weiterlesen →

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Portrait: Großkopfschildkröte

ohne Rang: Sauropsida
Ordnung: Schildkröten (Testudines)
Unterordnung: Halsberger-Schildkröten (Cryptodira)
Familie: Großkopfschildkröten
Gattung: Platysternon
Art: Großkopfschildkröte  (Platysternon megacephalum)

Großkopfschildkröte (Zoo Plzen)

Großkopfschildkröten erreichen eine Körperlänge von etwa 20 Zentimetern, haben einen relativ großen Kopf, den sie nicht wie andere Schildkröten vollständig in den Panzer zurückziehen können, und einen langen Schwanz, den sie ebenfalls nicht vollständig in den Panzer ziehen können. Zu ihrem Schutz haben sie an diesen Stellen große Hornschuppen. Da sie ihren Kopf nicht zurückziehen können, verhalten sich Großkopfschildkröten gegenüber Feinden auch nicht passiv, sondern greifen an und versuchen den Gegner durch Bisse zu vertreiben.

Das Verbreitungsgebiet der nachtaktiven Großkopfschildkröte befindet sich im südlichen China, Birma, Thailand und Vietnam. Dort lebt sie an und in kühlen Gebirgsbächen und ernährt sich von Schnecken, Krebsen und Fischen. Mit ihren kräftigen Kiefern knackt sie die harten Schalen der Beutetiere auf. Da sie kein guter Schwimmer ist, läuft sie am Gewässerboden entlang oder klettert auf Bäume und Büsche. Das aus zwei Eiern bestehende Gelege wird in einer Erdmulde abgelegt. Die niedrige Anzahl der Eier lässt sich dadurch erklären, dass die Großkopfschildkröte nur wenige Feinde hat. Nach der Eiablage glättet das Weibchen die Erde über dem Nest. Die Jungtiere müssen sich nach dem Schlupf selbst ausgraben.

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Portrait: Schmucktäubchen

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Taubenvögel (Columbiformes)
Familie: Tauben (Columbidae)
Gattung: Claravis
Art: Schmucktäubchen (Claravis pretiosa)

Schmucktäubchen (Weltvogelpark Walsrode)

Das Schmucktäubchen, auch Blautäubchen oder Graublaues Täubchen genannt, erreicht eine Körperlänge von 21 Zentimetern. Es ist damit deutlich kleiner als eine Lachtaube. Verglichen mit dieser Art ist das Schmucktäubchen gedrungener und weist einen kürzeren Schwanz auf.
Beim Männchen sind Stirn und Kehle fast weiß. Das übrige Gefieder ist überwiegend hell blaugrau. Die Körperunterseite ist dabei etwas heller. Sowohl auf den Flügeldecken als auch auf den Armschwingen finden sich reihenweise angeordnete schwarze Flecken. Die Handschwingen sind schwarzgrau. Die Unterschwanzdecke ist grauweiß. Das Weibchen hat eine grauweiße Stirn und Kehle, der Kopf ist ansonsten graubraun. Auffallend ist der Zimtbraune Rücken und Rumpf. Die Flecken auf Flügeldecken und Armschwingen sind bei ihr rötlich-violett. Weiterlesen →

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Let’s talk about … Dinobirds 2

2024 habe ich das Buch VOM TYRANNOSAURUS ZUM HUHN vorgestellt. Das Buch hat mich zu einem Beitrag über „Dinobirds“ inspiriert. Und eigentlich war das Thema damit noch nicht erledigt… aber es hat doch einige Zeit gedauert, bis ich mich wieder um die Dinobirds gekümmert habe. Die Tierwelt ist so vielseitig, da kommt es vor, dass das eine oder andere Thema (leider) auf der Strecke bleibt oder lange auf eine Fortsetzung warten muss. Nun ja, wie damals geschrieben: Archaeoptery, Confuciusornis und Jeholornis sind nur ein kleiner Teil der ausgestorbenen Vogelwelt … da gibt es noch viel mehr … und vielleicht hat man noch viel mehr noch gar nicht entdeckt. Weiterlesen →

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Daniel Bleckmann/Thomas Hussung: Dunkle Künste – PudelPanik (Rezension)

Ein Zwergpudel in Gefahr!
Im Keller findet der zwölfjährige Henri ein Bündel alter Notizbücher. Geheimnisvolle Aufzeichnungen von magischem Wissen und Anleitungen, wie es scheint. Doch dieser Fund verändert alles. Nicht nur dass Henri mit seinen Freunden Sahin und Charlotte das ein oder andere brandgefährliche Experiment ausprobiert, auch sein Zwergpudel verhält sich immer merkwürdiger … unheimlicher. Spannendes Geheimnis oder teuflische Gefahr? Am Ende hilft nur: Augen zu und durch die Pudel-Panik!

Wer glaubt, dass Zwergpudel grundsätzlich harmlose, etwas überzüchtete Schoßhündchen sind, wird in Daniel Bleckmanns neuem Kinderbuch eines Besseren belehrt. Denn in PUDEL-PANIK, dem Auftakt einer neuen Gruselreihe, wird aus einem niedlichen Vierbeiner ziemlich schnell eine ausgewachsene Bedrohung. Nichts, was man noch als niedlich, oder Zwergpudel, bezeichnen möchte. Aber das ist erst der Anfang eines herrlich verrückten Abenteuers voller Magie, merkwürdiger Kreaturen und reichlich Chaos. Mag sein, dass sich der Autor (und der Illustrator) eher an eine junge Leserschaft richtet, aber auch für den erwachsenen Leser ist das Buch ein großer Spaß. Ziemlich abgedreht, ziemlich unterhaltsam und … eigentlich auch ziemlich eklig (und damit meine ich nicht nur die Hundekacke). Weiterlesen →

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Michael Stocker/Sebastian Meyer/Iris Scholl: Wildtiere am Haus (Rezension)

«Wildtiere am Haus. So gelingt des Miteinander» widmet sich den Tierarten, welche Gebäude als Teil ihres Lebensraums nutzen, und den Maßnahmen, die zur Erhaltung und zur Förderung dieser Arten bzw. zum friedlichen Zusammenleben beitragen. Im Fokus stehen gebäudebewohnende Tierarten wie z. B. Mauersegler und Schwalben, spaltenbewohnende Fledermäuse, Falken, Steinmarder, Spinnen und Wildbienen sowie viele weitere Tierarten. Das Buch widmet sich zudem den Maßnahmen und der Gestaltung von Maßnahmen, die den Schutz des Gebäudes und die Minimierung der Konflikte zwischen wild lebenden Mitbewohnern mit den menschlichen Hausbewohnenden gewährleisten. Die Autor:innen präsentieren hier ihr persönlich gesammeltes Wissen, das sie über viele Jahre in der Begleitung von Sanierungen (u. a. Wärmedämmungen) und Neubauten von Gebäuden im Zusammenhang mit «Wildtieren an Gebäuden» gewonnen haben. Dabei geht es darum, die wesentlichen Aspekte und Maßnahmen zu zeigen, die im Umgang mit Wildtieren am Gebäude zu berücksichtigen sind. Mit Beispielen aus ihrer Praxis zeigen die Autor:innen beispielhaft auf, was vor, während und nach der Sanierung gemacht werden kann. Es wird sichtbar, dass die Lösungen oft sehr genau und individuell auf das Gebäude, seine Architektur und Bauweise abgestimmt werden müssen. So sollen das Erfahrungswissen und die Beispiele die Lesenden in ihren eigenen Bemühungen zum Thema «Wildtiere an Gebäuden» unterstützen und für Maßnahmen am eigenen Haus animieren. Weiterlesen →

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TTT: 10 Bücher, auf deren Cover mehr als eine Person zu sehen ist


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Parasiten von Parasiten

Parasiten sind die Geißel der Menschheit … oder eigentlich für alle Lebewesen. Aber … auch Parasiten sind nicht vor Parasitzen sicher. Ausgleichende Gerechtigkeit oder anders ausgedrückt: Hyperparasitismus.
Man unterscheidet obligate Hyperparasiten, die für ihre Entwicklung zwingend auf eine andere Art angewiesen sind, die selbst parasitisch lebt, und fakultative Hyperparasiten, die daneben auch primäre Wirte akzeptieren; in der Regel befallen diese den Primärwirt, und dann, wenn dieser bereits selbst parasitiert ist, stattdessen den Parasiten. Hyperparasitismus ist verbreitet bei echten Parasiten und bei Parasitoiden. Hier wird begrifflich in der Regel nicht mehr unterschieden, d. h., es ist üblicher, auch in diesem Fall von Hyperparasiten (an Stelle von „Hyperparasitoiden“) zu sprechen. Weiterlesen →

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Zoopresseschau

Tierpark Hagenbeck 16.10.2026
Kinder auf den Spuren der grauen Riesen
Hagenbeck eröffnet neuen Elefantenlehrpfad Eine Hamburger Schulklasse durfte den neuen Elefantenlehrpfad im Tierpark Hagenbeck feierlich einweihen. An insgesamt sechs Lernstationen erfuhren sie Wissenswertes über die unterschiedlichen Elefantenarten, ihre Kommunikation, Anatomie und Ernährung sowie Bedrohung und Schutz. Dabei konnten echte Elefantengeräusche an einer Kurbel selbst erzeugt und der eigene Fußabdruck mit dem eines Dickhäuters verglichen werden. Es gab großes Staunen, als die Kinder erkannten, dass sie durch eine historische Elefantentransportkiste gegangen sind. Im Anschluss konnte ein Backenzahn hautnah unter die Lupe genommen werden. „Artenschutz beginnt mit Wissen, denn man schützt nur das, was man kennt. Wir möchten Menschen für die faszinierende Welt der Elefanten begeistern, indem wir umfangreiche und anschauliche Informationen über die Tiere bereitstellen. Damit schaffen wir die Grundlage für mehr Bewusstsein und fördern das Engagement sich für den Schutz der Tiere einzusetzen. Das stärkt langfristig den Artenschutz“, erklärt Mira Kuhnhardt, Artenschutzbeauftragte des Tierpark Hagenbeck. Neben biologischen Fakten beleuchtet der Lehrpfad auch die traditionsreiche Geschichte der Elefanten bei Hagenbeck. Zugleich richtet sich der Blick nach vorn. Informationen zu zukünftigen Entwicklungen zeigen, wie sich die Haltung und der Schutz von Elefanten weiterentwickeln sollen. „Elefanten kommunizieren auf vielfältige Weise und pflegen enge soziale Beziehungen. Ich freue mich, wenn wir mit dem Lehrpfad Einblicke in die Welt der sanften Riesen vermitteln können.“, so Michael Schmidt, Reviertierpfleger im Elefantenhaus Mit dem neuen Elefantenlehrpfad erweitert Hagenbeck sein Bildungsangebot um einen Ort, der Wissen und Erlebnis miteinander verbindet. Die interaktiven Stationen fördern die Auseinandersetzung mit biologischen Zusammenhängen, vermitteln Einblicke in die Arbeit mit Elefanten und sensibilisieren für die Bedeutung des Artenschutzes. „Verständnis ist die Grundlage für wirksamen Artenschutz. Deshalb fördern wir Projekte sehr gern, die Menschen für Tiere und Natur begeistern.“, erklärt Cord Crasselt, Vorstandsmitglied der Stiftung Hagenbeck. Die Stiftung Hagenbeck hat dieses Projekt gefördert und finanziell ermöglicht. Weiterlesen →

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