Das Archiv – Eine Erklärung

Nachdem der Blog am 25.05.2018 umgezogen ist und der Import der früheren Beiträge nicht so geklappt hat, wie ich es mir vorgestellt habe, fasste ich den Entschluss zu einem Neubeginn. Mehr oder weniger.
Da der ursprüngliche Beutelwolf-Blog bereits seit 2011 existiert haben sich einige Beiträge angesammelt, deren Löschung schade wäre.
Deswegen werden sie auch nach und nach auf diesen Blog übertragen.
Ältere Beiträge werden mit (Archiv) gekennzeichnet und erhalten die Kategorie Archiv.
Ausgenommen davon sind Rezensionen (vor dem 25.05.2018), Tiervorstellungen/Portraits (vor dem 25.05.2018) und diverse Galerien.

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Eine Erklärung zu den Bildern

Die meisten Bilder in diesem Blog wurden von mir selbst „geschossen.“ Ich bin kein guter Fotograf und gehöre wohl in die Kategorie der Einfachdrauflosknipser. Manchmal gelingt aber auch mir ein tolles Bild. Fragen bezüglich Schärfe, Belichtung und Blende kann ich nicht beantworten, das weiß ich entweder nicht oder ich habe nicht darauf geachtet. Weiterlesen

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Apenheul

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Die Schraubenziege in Brehms Tierleben

Schraubenziege (Brehms Tierleben)

Unter den übrigen Ziegen verdient zunächst die Schraubenziege, der Markhor oder Markhur, zu deutsch »Schlangenfresser«, der Afganistanen, die Rawacheh oder »Großhornziege« der Tibetaner, die Tsura oder »Wasserziege« der Bewohner Kaschmirs, der Rafs und Rusch anderer Völkerschaften des Himalaya (Capra Falconeri, Capra megaceros), der Erwähnung, weil auch sie zur Erzeugung der Rassen unserer Hausziegen beigetragen haben dürfte. Die Schraubenziege steht dem Alpensteinbocke an Größe kaum nach: ihre Gesammtlänge beträgt 1,55 Meter, wovon 18 Centim. auf den Schwanz zu rechnen sind, ihre Höhe am Widerrist 80 Centim. Der auf mittelhohen Beinen ruhende Leib ist eher schlank als gedrungen zu nennen, der Hals ziemlich lang, aber kräftig, der Kopf verhältnismäßig groß, das Ohr klein und spitzig, der Schwanz mittellang, das Haarkleid reich und durch einen sehr starken Bart nebst Brustbehang besonders ausgezeichnet. Mehr als alle bisher erwähnten Merkmale treten jedoch die gewichtigen und eigenthümlichen Hörner hervor, obgleich gerade sie in weit höherem Grade als bei anderen Wildziegen abändern. Sie können, der Krümmung nach gemessen, bis zu einem vollen Meter an Länge erreichen, haben einen halbeiförmigen Querschnitt, an dessen beiden Enden sich je eine leistenartige Wulst ansetzt, stehen mit den Wurzeln sehr eng neben einander, richten sich mehr oder weniger gerade nach oben und hinten und drehen sich bald in engerem, bald in weiterem Raume schraubenförmig von innen nach außen, anderthalb bis zwei Windungen beschreibend; ihre hintere Seite ist stärker gekielt als die vordere; die rund umlaufenden Querwülste sind deutlich, die Jahresringe ziemlich tief eingeschnitten. Weiterlesen

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Zoopresseschau

Zoo Osnabrück 16.04.2021
Zoo Osnabrück erwägt Gang vor das Bundesverfassungsgericht – Droht Zwangsschließung durch Infektionsschutzgesetz?
Sollte bei der Anpassung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen werden, dass bundesweit Zoos ab einer dreitägigen 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von über 100 schließen müssen, zieht der Zoo Osnabrück in Erwägung eine Beschwerde am Bundesverfassungsgericht einzureichen. Damit widerspricht der Zoo dem Vorgehen des Verbandes der zoologischen Gärten (VdZ). Aktuell hat der niedersächsische Zoo geöffnet, nachdem das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg die Schließung von Zoos als unverhältnismäßig eingestuft hatte. Zoo zu, Zoo auf, Zoo zu, Zoo auf – so lassen sich die letzten Wochen im Zoo Osnabrück zusammenfassen. Nun droht erneut die Schließung, wie die Vorabfassung des angepassten Infektionsschutzgesetzes vom 13. April ankündigt. Das „Vierte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ enthält bundesweit einheitliche und demnächst wohl neue Infektionsschutzmaßnahmen. Wird der aktuelle Kabinettsentwurf wie geplant verabschiedet, beinhaltet das neue Infektionsschutzgesetz eine bundesweite Schließung aller Zoos an Orten, in denen die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt. Öffnen dürften sie erst wieder, wenn die 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 liegt. Andreas Busemann, Geschäftsführer im Zoo Osnabrück, kündigt Widerstand an: „Sollte es so kommen, behalten wir uns vor zu klagen. Wir sind hier im Zoo Osnabrück an der frischen Luft, alle Tierhäuser sind geschlossen, wir haben eine Besucherobergrenze und Maskenpflicht auf dem gesamten Gelände – uns und wohl auch den meisten unseren Besuchern erschließt sich nicht, warum wir wieder schließen müssten. An vielen öffentlichen Naherholungszentren sind wohl mehr Menschen als hier unterwegs und das ohne Kontrollen.“ Oberverwaltungsgericht beurteilt Zooschließung als unverhältnismäßig Das sah am 19. März auch das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg so und kippte damals im Eilverfahren die Vorgabe der niedersächsischen Landesregierung, dass Zoos bei entsprechendem Inzidenzwert schließen müssen. Die Begründung lautete: Die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus bei Aufenthalten im Freien sei „vergleichsweise gering und könne durch mildere Maßnahmen als eine Schließung hinreichend effektiv reduziert werden“. So konnte der Zoo am 20. März mit seinem bewährten Hygienekonzept wieder öffnen, obwohl in der Stadt Osnabrück der 7-Tage-Inzidenzwert seit über drei Tagen über 100 lag. Dr. Marco Athen, Rechtsanwalt und Präsidiumsmitglied in der Zoogesellschaft Osnabrück e.V. wie auch im Aufsichtsrat der Zoo Osnabrück gGmbH, zweifelt ebenfalls an, dass eine entsprechende Änderung im Infektionsschutzgesetz rechtens ist: „Es liegt der Beschluss des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts vor, dass die Schließung von Zoos unverhältnismäßig ist. Zudem ist fraglich, inwiefern dies die im Grundgesetz verankerte Berufsfreiheit im Artikel 12 verletzt. Wir sollten deswegen falls notwendig vor das Bundesverfassungsgericht gehen.“ Heute wird über die sogenannte Corona-Notbremse des Bundes im Bundestag abgestimmt. Frühestens könnte das angepasste Infektionsschutzgesetz am 26. April in Kraft treten, wenn Bundestag und Bundesrat entsprechend abstimmen. Obwohl der Zoo notfalls gegen das neue Gesetz klagen möchte, ist Zoopräsident Dr. E.h. Fritz Brickwedde aber wichtig eines klar zu stellen: „Wir sind nicht per se gegen das Gesetz und sehen die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen, um die Verbreitung des Coronavirus zu stoppen. Uns geht es vielmehr um die Verhältnismäßigkeit, die bei einer Schließung der Outdooreinrichtung Zoo einfach nicht gegeben ist. Dabei ist ein Zoo gerade jetzt ein sehr wichtiger Ort für Familien, um in dieser schwierigen Zeit Erholung und positive Erlebnisse zu schaffen.“ Zusätzlich seien die Eintrittsgelder für den Zoo Osnabrück, der fast komplett privat geführt wird, überlebenswichtig. Seit Ausbruch der Pandemie war der Zoo insgesamt bereits sechs Monate geschlossen.Zoo Osnabrück widerspricht Verbandsmeinung – Mit seinem Vorgehen weicht der Zoo Osnabrück von der Linie des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ) ab. Dieser hatte in den vergangenen Tagen einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten und -präsidentinnen der Länder geschrieben, dass Zoos die angekündigte Schließung mitgehen, aber finanzielle Unterstützung für die Einrichtung erwarten. Hierzu hat Zoogeschäftsführer Busemann eine klare Meinung: „Für Zoos, die überwiegend von der Kommune getragen werden, mag die Situation noch erträglich sein. Aber für Tierparks und Zoos, die generell, auch ohne Corona keine oder nur geringe Unterstützung von den Kommunen erhalten, ist die Situation sehr schwierig. Zudem ist die Schließung nach heutigem Wissensstand unverhältnismäßig. Dementsprechend gehen wir hier einen anderen Weg als der Verband und setzen uns damit sowohl für die Tierparks als auch für die Menschen in der jeweiligen Region ein, damit sie ihren Zoo mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen besuchen können.“ Die Enttäuschung über das Verbandsvorgehen ist groß: „Von einem Verband erwarte ich, dass er sich für die Interessen aller Mitglieder einsetzt. Zoos und Tierparks haben schlüssige Hygienekonzepte erarbeitet und sind eine wichtige Alternative für Familien in dieser Zeit. Dies hat der Verband vor kurzem selbst noch betont. Deswegen sollte sich der Verband sowohl für die Zoos, die nicht öffnen möchten, als auch für die Zoos, die alles geben, um in dieser herausfordernden Situation mit entsprechenden Hygienekonzepten Besucher zu empfangen, einsetzen.“ Dass dies möglich ist, zeigen andere Verbände wie die Deutsche Tierpark-Gesellschaft und der Deutsche-Wildgehege-Verband, so Busemann. Weiterlesen

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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

12.04.2021, Stiftung Universität Hildesheim
Bedrohte Lemuren: „Unser Verhalten entscheidet, welche Arten überleben werden – und welche nicht“
Ein madagassisch-deutsches Forschungsteam untersucht Lemuren in den Regenwäldern Madagaskars. Das Fingertier oder Aye-aye gilt als Unheilsbringer. Der Biologe Dr. Torsten Richter von der Universität Hildesheim und der Hildesheimer Doktorand Dominik Schüßler zeigen in einer Untersuchung am Beispiel des Aye-aye hingegen, wie Bildungsarbeit dazubeitragen kann, bedrohte Tierarten zu schützen. Das Überleben vieler Tierarten – gerade auch solcher, die als problematisch wahrgenommen werden – hängt ab vom Umgang und von der Akzeptanz der Menschen, die mit den Tieren zusammenleben. Biologen der Universität Hildesheim erforschen Lebensräume, die sich bedrohte Tierarten und Menschen teilen.
Zusammen mit einem madagassischen Forschungsteam untersuchen Dr. Torsten Richter, Biologe der Universität Hildesheim, und der Hildesheimer Doktorand Dominik Schüßler das Zusammenleben von Mensch und Tieren in geteilten Lebensräumen am Beispiel des Aye-ayes (Daubentonia madagascariensis). Das Aye-aye, auch als Fingertier bekannt, ist eine Primatenart aus der Gruppe der Lemuren.
Die aktuellen Erkenntnisse hat das internationale Forschungsteam in dem interdisziplinären Journal der Britisch Ecological Society „People and Nature“ veröffentlicht (https://besjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/pan3.10192).
„Durch Bildungsarbeit zum Überleben der geheimnisvollen Art beitragen“
Dr. Torsten Richter konzentriert sich in seiner Forschung auf Lebensräume, die sich bedrohte Tierarten und Menschen teilen. Bedeutsam sind in diesem Zusammenwirken die Kultur und Traditionen, der Umgang und die Akzeptanz.
„Uns haben die positiven Einstellungen zum Aye-aye sehr überrascht. Vorher kannte man nur die vielen schrecklichen Erzählungen über das Aye-aye als Unheilsbringer und Todesboten, die oft genug zum Tod der Aye-ayes führten und das Überleben der Art gefährden. Mit den neuen Erkenntnissen ergeben sich auch neue Chancen, durch Bildungsarbeit zum Überleben dieser immer noch sehr geheimnisvollen Art beizutragen. Mit unseren madagassichen Partnern arbeiten wir bereits an ersten Konzepten“, fasst Dr. Torsten Richter, Senior Researcher an der Universität Hildesheim, die Forschungserkenntnisse zusammen.
Bedrohte Tierarten – geteilte Lebensräume: Dr. Torsten Richter untersucht das Zusammenwirken von Menschen, ihrer Kultur und Traditionen
„Das Aye-aye ist eine der geheimnisvollsten Lemurenarten und durch sein bizzares Aussehen auch in der westlichen Welt durchaus bekannt. Das Aye-aye gilt auf Madagaskar vielerorts als Unglücksbote und wird deshalb getötet, wenn man es antrifft, um großen Schaden vom Dorf abzuhalten. Das ist eine der Haupttodesursachen des Aye-ayes und bedroht dessen Überleben. Unsere Forschungsergebnisse aus dem Nordosten Madagaskars haben aber ein differenzierteres Bild ergeben: In einigen Dörfern haben die Menschen eine neutrale, zuweilen sogar positive Einstellung zum Aye-aye“, erläutert der Biologe Dr. Torsten Richter.
Eine positive Einstellung zum Aye-aye existiert vor allem dort, wo die Menschen beobachtet haben, dass das Aye-aye als Insektenfresser auf Nelkenbäumen Schädlinge frisst und somit eine Ökosystemleistung für die Menschen erbringt. Der Nelkenanbau ist eine wichtige Einnahmequelle in der Region, so Richter.
„Letztlich entscheiden unsere Einstellungen und unser Verhalten, welche Arten überleben werden und welche nicht“, sagt Dr. Torsten Richter. „Wir verstehen inzwischen, dass das Überleben vieler Tierarten, gerade auch solche, die als problematisch wahrgenommenen werden, vom Umgang und von der Akzeptanz der Menschen, die mit den Tieren zusammenleben, abhängt. Also letztlich von psychologischen und sozialen Faktoren und weniger von der Biologie der Tiere.“
Torsten Richter forscht seit vielen Jahren zur Akzeptanz von Tierarten. Am Beispiel der Rückkehr der Wölfe in der deutschen und niedersächsischen Kulturlandschaft untersucht der Biologe den von Menschen und Wildtieren geteilten Lebensraum und die soziale Tragfähigkeit. Eine Forschungsfrage ist, „wie viele Wölfe wir Menschen mit uns zusammen in unserem Lebensraum leben lassen und ob diese Zahl an Tieren und der Platz, den wir Menschen ihnen zugestehen, ausreicht, um ihr Überleben zu sichern“.
Interdisziplinäre Forschung
„Wir kombinieren in unserer Forschung die Expertise aus verschiedenen Bereichen. Der Erstautor des aktuellen Papers, Doménico Randimbiharinirina, ist ein Experte für die Ökologie des Aye-ayes und hat die Datenaufnahme im Feld geplant und die Interviews durchgeführt. Ich habe mich mit der Datenanalyse und dem Zusammenfügen der einzelnen Disziplinen befasst, die Interviews übersetzt und die Datenaufnahme mit Torsten Richter geplant“, erläutert Dominik Schüßler, Doktorand in der Abteilung Biologie der Universität Hildesheim.
Das Forschungsteam wurde ergänzt durch die Expertise von Dr. Brigitte Raharivololona, eine Expertin für Aye-ayes und Fachfrau für Primatologie in Madagaskar, sowie Dr. Jonah Ratsimbazafy, ein Experte für Primatologie und den Schutz von Lemuren, der als externer Dozent bereits an der Universität Hildesheim gelehrt hat.
Der Artikel ist abrufbar unter dem folgenden Link:
„To tell a different story: Unexpected diversity in local attitudes towards Endangered Aye‐ayes Daubentonia madagascariensis offers new opportunities for conservation“ (Autor*innen: Roger Doménico Randimbiharinirina, Torsten Richter, Brigitte M. Raharivololona, Jonah H. Ratsimbazafy, Dominik Schüßler)
DOI: 10.1002/pan3.10192
URL: https://besjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/pan3.10192 Weiterlesen

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Portrait: Rostroter Andenkolibri

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Tribus: Coeligini
Gattung: Rückstrahlerkolibris (Aglaeactis)
Art: Rostroter Andenkolibri(Aglaeactis cupripennis)

Rostroter Andenkolibri (John Gould)

Der Rostrote Andenkolibri hat eine Körperlänge von etwa 11,4 cm, wovon der gerade Schnabel 1,8 cm ausmacht. Der Oberkopf und der mittlere Bereich des Rückens sind schwärzlich-oliv, wobei die Färbung am hinteren Rückenbereich in ein glitzerndes Rosaviolett übergeht und der Bürzel schließlich goldengrün schimmert. Der übrige Körper ist überwiegend zimtfarben bis rötlich-braun. Die Unterschwanzdecken und Außenfahnen der äußeren Handdecken, sowie die zentralen Steuerfedern sind bronze-olivfarben. Das Gefieder der Weibchen erscheint ähnlich, doch wirkt es etwas matter und die glitzernden Flecken am Rücken sind etwas kleiner.

Der Rostrote Andenkolibri ist ein typischer Bewohner nahe der Baumgrenze. Er verhält sich sehr auffällig, ist äußerst aggressiv und innerhalb der Art sehr territorial. Gewöhnlich klammert er sich bei der Nahrungsaufnahme an die Blüten der unteren Straten. Dabei hält er die Flügel vertikal, was dann wie ein V aussieht. Außerdem jagen die Vögel im Flug regelmäßig kleinere Insekten. Gelegentlich gleiten die Kolibris untypisch kürzere Distanzen mit gespreizten Flügeln den Hang herunter. Weiterlesen

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Portrait: Rotbrust-Andenkolibri

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Tribus: Coeligini
Gattung: Rückstrahlerkolibris (Aglaeactis)
Art: Rotbrust-Andenkolibri (Aglaeactis castelnaudii)

Rotbrust-Andenkolibri (John Gould)

Der Rotbrust-Andenkolibri erreicht eine Körperlänge von etwa 12 cm, wobei der kurze Schnabel 1,8 cm lang ist. Die Oberseite ist dunkel schwarz mit einer bronzefarbenen Tönung und magentafarbenem Glanz an Bürzel und hinterem Teil des Rückens. Die Unterseite ist matt erdbraun mit schwärzlicher Färbung im oberen Bereich der Kehle und im Gesicht sowie einem schwarzen Brustband. Manchmal ist die Unterseite auch komplett schwarz mit einem Büschel weißer Federn auf der Brust. Die gelbbraunen Armschwingen wirken wie ein Flügelfleck, die Flügel sind von gelbbraunen Linien durchzogen. Der gelbbraune Schwanz hat dunkle bronzefarbene Spitzen an den zentralen Steuerfedern. Juvenile haben keinen glitzernden Bürzel und sind eher einheitlich braun auf der Unterseite. Weiterlesen

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Portrait: Chilekolibri

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Tribus: Lophornitini
Gattung: Sephanoides
Art: Chilekolibri (Sephanoides sephaniodes)

Chilekolibri (John Gould)

Der Chilekolibri erreicht eine Körperlänge von etwa 10 bis 10,5 cm, wobei die Männchen etwa 5,5 g und die Weibchen etwa 5 g wiegen. Die Männchen haben einen geraden schwarzen Schnabel. Der vordere Oberkopf und der Oberkopf schillern markant feurig rot gelb. Die Oberseite ist bronzegrün, die Unterseite blass gelbbraun mit braunschwarzen und grünen Flecken an der Seite. Die Flügel und der Schwanz sind schiefergrün. Weibchen sind ähnlich, haben aber keinen solchen schillernden Oberkopf. Jungvögel haben rostfarbene Säume am Kopf und die Unterseite wirkt eher zimtfarben.

Ihren Nektar holen sie von unterschiedlichen Quellen. Zu den bevorzugten Pflanzen gehören Abutilon, die zu den Silberbaumgewächsen gehörende Gattung Embothrium und Fuchsien. Auf den Juan-Fernández-Inseln nutzen sie sowohl einheimische, als auch eingeführte Pflanzen, einschließlich der zu den Korbblütlern gehörenden Gattung Dendroseris und die zu den Eisenkrautgewächsen gehörende Gattung Rhaphithamnus.

Der Ruf besteht aus einer Reihe von hellklingenden Tönen, in die harsches Trällern sowie piepsige Töne eingestreut werden. Diese klingt wie psi…psi…krrr.ski.ski.ski….psi… oder einzeln wie psi oder ski.

Ihre Brutsaison ist von Oktober bis November, gelegentlich auch schon im September. Auf den Juan-Fernández-Inseln wurden bisher nur wenige Nester entdeckt, doch scheint dort die Brutsaison von September bis Dezember zu sein. Das Nest ist sehr klein, kelchartig und hängt gelegentlich über Wasserläufen. Das Gelege besteht aus zwei Eiern.

Der Chilekolibri kommt auf den Juan-Fernández-Inseln, in Chile und in Argentinien vor.
Er lebt an Waldrändern, an Waldlichtungen und -wiesen, im Dickicht und in Gärten. Gelegentlich sieht man sie in großer Anzahl an blühenden Bäumen wie Eukalypten. So findet man sie in Höhenlagen vom Meeresspiegel bis über 2000 Meter.

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Der Mähnenspringer in Brehms Tierleben

Mähnenspringer (Brehms Tierleben)

An die Spitze der zu schildernden Wildschafe dürfen wir eine Art stellen, welche wegen des Mangels der Thränengruben und des noch wenig entwickelten Gehörns an die Ziegen erinnert: das Mähnenschaf (Ovis tragelaphus, Ammotragus tragelaphus), Vertreter einer gleichnamigen Untersippe (Ammotragus), ein wegen seiner lang herabfallenden Mähne sehr ausgezeichnetes Thier. Der Bau ist gedrungener als bei den meisten übrigen Schafen, der Leib sehr kräftig, der Hals kurz, der Kopf gestreckt, aber zierlich, an der Stirn breit, nach der Muffel zu gleichmäßig verschmächtigt, der Nasenrücken gerade, das Auge groß und wegen der erzfarbenen Iris, aus welcher der quergestellte Stern deutlich hervortritt, ungewöhnlich lebhaft, das Ohr klein, schmal und von beiden Seiten her gleichmäßig zugespitzt, die Muffel sehr klein und schmal, auf die Umrandung der Nasenlöcher beschränkt. Das auf der Stirn aufgesetzte Gehörn biegt sich anfangs ein wenig nach vorn, sodann gleichmäßig nach hinten und außen, mit den Spitzen etwas nach unten und innen, hat dreieckigen Querschnitt, bildet auf der Vorderseite eine breite, sanft gewölbte, in der Mitte kantig vorgezogene Fläche, wogegen die innere und untere Seite eben und scharfkantig erscheinen, und ist von der Wurzel bis zur Spitze auf allen Seiten mit dicht aneinanderstehenden, wenig erhabenen, welligen Wülsten bedeckt, welche nur an der abgeplatteten Spitze fehlen. Der mittellange, breite, zu beiden Seiten behaarte, am Ende gequastete Schwanz reicht mit seinem Haarbüschel bis über die Hackengelenke herab; die Läufe sind kurz und kräftig, die Hufe hoch, die Afterhufe klein und im Haar versteckt. Das Vlies besteht aus starken, harten, rauhen, nicht besonders dicht stehenden Grannen und feinen, gekräuselten, den Leib vollständig bekleidenden Wollhaaren. Jene verlängern sich auf dem Oberhalse, im Nacken und auf dem Widerriste zu einem aufrechtstehenden kurzen, mähnigen Haarkamme und entwickeln sich vorder- und unterseits zu einer reichen und vollen, fast bis auf den Boden herabfallenden Mähne, welche an der Kehle beginnt, einen längs des Halses verlaufenden, am Unterhalse sich theilenden und beiderseits in der Schlüsselbeingegend weiterziehenden Streifen einnimmt, aber auch noch auf die Vorderläufe sich fortsetzt, indem diese unterhalb des Elnbogengelenkes durch einen vorn, außen und hinten angesetzten mähnigen Busch geziert sind, ebenso wie oberseits die ebenfalls verlängerten Haare der Halsseiten, welche hier wie dicke Polster aufliegen, sie verstärken. Endlich bemerkt man noch zu beiden Seiten des Unterleibes kammartig aufgekräuselte Haare, wogegen das Vlies im übrigen sehr gleichmäßig entwickelt ist. Das einzelne Haar hat an der Wurzel hellgraue, hierauf dunkel braunschwarze, gegen die Spitze hin rehbraune Färbung und endet entweder mit einer fahlgelben oder mit einer schwarzen Spitze; nur ein längs des Nackens verlaufender, jedoch nicht die ganze Breite des Kammes einnehmender Mittelstreifen und der obere Theil der Kehlmähne werden durch mehr oder weniger braunschwarze Haare hergestellt. Es bildet somit ein sehr gleichmäßiges Fahlrothbraun die vorherrschende Färbung des Thieres, wogegen der erwähnte Streifen schwarz erscheint; der Mittelbauch ist dunkelbraun, ein verlängerter Haarkranz über den Hufen, welcher diese theilweise bedeckt, dunkel kastanienbraun; der Augenbrauenbogen, das Maul, ein Fleck hinter dem Ohre in der Kieferfuge, die Hinterschenkel, die Vorderläufe hinten, die untere Hälfte der Hinterläufe und die Innenseite des Schwanzes haben isabellgelbe, Achselgegend und Innenseite der Oberarme und Schenkel weißlich isabellgelbe, die langen Mähnenhaare, mit Ausnahme einiger schwarz gespitzten, einen Fleck bildenden, isabellfahlbraune Färbung. Das Weibchen unterscheidet sich hauptsächlich durch die schwächere Mähne vom Männchen; denn sein Gehörn ist ebenfalls groß und kräftig. Vollkommen erwachsene Böcke erreichen, einschließlich des etwa 25 Centim. langen Schwanzes, eine Gesammtlänge von 1,8 bis 1,9 Meter, bei einer Schulterhöhe von 95 Centim. bis 1 Meter, erwachsene Schafe eine Gesammtlänge von 1,55 Meter bei 90 Centim. Schulterhöhe; das Gehörn kann, der Krümmung nach gemessen, bei jenen 65 bis 70 Centim., bei diesen 35 bis 40 Centim. lang werden. Weiterlesen

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TTT: 10 Bücher die ihr richtig gut findet, aber noch nie beim TTT vorgestellt habt

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Karin Müller: Das Geheimnis des Pferdeamuletts – Eponas Erbe (Rezension)

Der Hof von Godjes Schwester wurde zerstört und Cora selbst liegt im Koma. Bei dem Versuch, die Amulette aus der Reichweite des Dunklen zu bringen, wurde ihre Seele im Land hinter den Nebeln – dem Reich der Pferdegöttin Epona – gefangen. Godje ist die einzige, die sie retten und den Fluch ein für alle Mal brechen kann. Doch um ihre Familie und die Pferde zu schützen, braucht sie ein weiteres Amulett. Wird es Godje gelingen, ihre Schwester und die Göttin zu retten und zu verhindern, dass dem Dunklen der Schlüssel zur Unterwelt und zu den Seelen aller Pferde in die Hände fällt? Weiterlesen

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