Das Archiv – Eine Erklärung

Nachdem der Blog am 25.05.2018 umgezogen ist und der Import der früheren Beiträge nicht so geklappt hat, wie ich es mir vorgestellt habe, fasste ich den Entschluss zu einem Neubeginn. Mehr oder weniger.
Da der ursprüngliche Beutelwolf-Blog bereits seit 2011 existiert haben sich einige Beiträge angesammelt, deren Löschung schade wäre.
Deswegen werden sie auch nach und nach auf diesen Blog übertragen.
Ältere Beiträge werden mit (Archiv) gekennzeichnet und erhalten die Kategorie Archiv.
Ausgenommen davon sind Rezensionen (vor dem 25.05.2018), Tiervorstellungen/Portraits (vor dem 25.05.2018) und diverse Galerien.

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Eine Erklärung zu den Bildern

Die meisten Bilder in diesem Blog wurden von mir selbst „geschossen.“ Ich bin kein guter Fotograf und gehöre wohl in die Kategorie der Einfachdrauflosknipser. Manchmal gelingt aber auch mir ein tolles Bild. Fragen bezüglich Schärfe, Belichtung und Blende kann ich nicht beantworten, das weiß ich entweder nicht oder ich habe nicht darauf geachtet. Weiterlesen

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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

03.08.2020, Eberhard Karls Universität Tübingen
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
Den Schädel eines sehr großen Kranichs haben Frankfurter und Tübinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der mehr als elf Millionen Jahre alten Fossilienfundstelle Hammerschmiede im Allgäu, Bayern, entdeckt und beschrieben. Es handelt sich um den frühesten Nachweis eines solch großen Kranichs in Europa. Insgesamt ähnele das Fossil dem Schädel des heutigen, sehr langschnäbeligen Sibirischen Kranichs, berichten Dr. Gerald Mayr vom Forschungsinstitut Senckenberg Frankfurt sowie Thomas Lechner und Professorin Madelaine Böhme vom Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen. Die Fundstelle Hammerschiede hatte Ende letzten Jahres durch die Entdeckung des zweibeinigen Menschenaffen Danuvius guggenmosi mit dem Spitznamen ‚Udo‘ Schlagzeilen gemacht. Der neu entdeckte Kranich dürfte der größte Vogel zu dessen Lebzeiten gewesen sein.
Unter den zahlreichen Überresten von Tieren aus der Fundstelle Hammerschmiede stammen viele Fossilien von Vögeln. Erst kürzlich hatte dasselbe Forschungsteam Fossilfunde von tropischen Schlangenhalsvögeln beschrieben. Heute kommt in Europa nur eine einzige Kranichart vor, der Eurasische Kranich. „Fossilfunde zeigen, dass es in der Vergangenheit viel mehr Kranicharten gegeben haben muss“, sagt der Studienleiter Gerald Mayr. „Allerdings stammen die meisten Belege aus dem Mittelmeergebiet, während Nachweise aus Mitteleuropa sehr spärlich sind.“ Weltweit gibt es heute 15 Kranicharten.
Hinweise auf einen Lebensraum am Süßwasser
Der neue Fund aus der Hammerschmiede ist ein Schädel einer ungewöhnlich großen Art, deren Gesamthöhe den größten heutigen Kranichen, dem asiatischen Saruskranich und dem afrikanischen Klunkerkranich, entspricht. „Beide Arten erreichen mit 1,75 Meter Körperhöhe die Größe eines erwachsenen Menschen und haben Flügelspannweiten von 2,6 bis 2,8 Metern“, sagt Mayr. Damit sei der Hammerschmiede-Kranich, der vor rund elf Millionen Jahren lebte und noch keinen wissenschaftlichen Namen hat, um 75 Prozent grö-ßer als sein Zeitgenosse ‚Udo‘, das Skelett des männlichen Danuvius. Der neu entdeckte Kranich stehe möglicherweise am Beginn der Evolution der Echten Kraniche. „Um eine sicherere stammesgeschichtliche Einordnung vornehmen zu können, benötigen wir weitere Funde aus dem Skelettapparat“, ergänzt Mayr.
Der Schnabel des Fossils ist deutlich länger als der heutiger europäischer Kraniche. Lang-schnäbelige Kraniche, wie der heutige Sibirische Kranich, sind vorwiegend Vegetarier. Sie ernähren sich von Wurzeln und Rhizomen von Wasserpflanzen, die sie mit den Schnäbeln ausgraben. „Der Schnabel des Hammerschmiede-Kranichs deutet darauf hin, dass er am offenen Süßwasser lebte. Solche Lebensräume waren damals vor Ort vorherrschend“, sagt der Grabungsleiter Thomas Lechner. Er hofft, auch in diesem Jahr wieder Ausgrabungen an der Fundstelle durchführen zu können. „Der Fund ist ein weiterer Beleg für die im internationalen Maßstab herausragende Bedeutung der Fundstelle Hammerschmiede für die Wissenschaft“, ergänzt Madelaine Böhme, die Leiterin des Forschungsprojekts.
Originalpublikation:
Gerald Mayr, Thomas Lechner, Madelaine Böhme: A skull of a very large crane from the late Miocene of Southern Germany, with notes on the phylogenetic interrelationships of extant Gruinae. Journal of Ornithology, https://doi.org/10.1007/s10336-020-01799-0 Weiterlesen

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Portrait: Weißbart-Schattenkolibri

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Unterfamilie: Eremiten (Phaethornithinae)
Gattung: Schattenkolibris (Phaethornis)
Art: Weißbart-Schattenkolibri (Phaethornis hispidus)

Weißbart-Schattenkolibri (John Gould)

Der Weißbart-Schattenkolibri erreicht eine Körperlänge von etwa 13,0 bis 14,0 cm, bei einem Gewicht von ca. 4,0 bis 6,0 g. Der Oberkopf, die Wangen und die Halsseiten sind graubraun, der Rücken und die Flügeldecken bronzegrün. Der Überaugen-, der Bart- und der Kinnstreif, sowie die Bauchmitte sind weißlich bzw. mehr oder minder grauocker verwaschen. Die Flügel sind schwärzlich purpurn. Die schwärzlichen Schwanzfedern haben weiße Spitzen. Die mittleren Steuerfedern sind an den Wurzeln grünlich und haben lange weiße Spitzen. Der Oberschnabel ist schwarz, der Unterschnabel gelb mit schwarzen Spitzen. Die Füße sind braun. Die Unterschwanzdecken haben graue Säume. Das Weibchen hat kürzere Flügel und einen etwas gebogeneren Schnabel. Jungvögel unterscheiden sich durch ockerfarbene Säume an den Unterschwanzdecken.

Der Weißbart-Schattenkolibri ernährt sich wie andere Kolibris von Nektar. Ebenso ernährt er sich von kleinen Arthropoden. Als Trapliner fliegt er regelmäßig in rascher Folge ganz bestimmte verstreute Blüten an.

Die Brutzeit ist nur örtlich bekannt. Aus Kolumbien gibt es Berichte über Brutaktivitäten im Juni. Daten über Gonadenaktivitäten weisen darauf hin, dass er im Juni, August und von Dezember bis April in Kolumbien, im Dezember in Ecuador, von Juli bis Dezember in Peru und von Juli bis September in Bolivien brütet. Das kegelförmige Nest befestigen die Tiere an der Unterseite eines langen hängenden Blattes. Das Gelege besteht aus zwei weißen Eiern. Nach 20 bis 22 Tagen werden die Nestlinge flügge.

Der Gesang besteht aus einer fortgesetzten Serie heller sip Töne, die der Vogel in einer Frequenz von einem Ton pro 1,5 Sekunden von sich gibt. Oft treffen sie sich an Leks, wo einige Männchen sich auf Ästen im Unterholz zusammenfinden und singen. Der Ruf klingt hier wie ein kurzes explosives pip.

Der Weißbart-Schattenkolibri bevorzugt die feuchten Tieflandgebiete meist in überflutetem Habitat. So bewegt er sich an Flüssen, in Várzea und Übergangswäldern. Seltener ist er in Sekundärvegetation, Helikonien bzw. Bambus Dickicht, Sumpfwäldern und Plantagen anzutreffen. Außerhalb der feuchten Tieflandgebiete findet man ihn in eher feuchten Gebieten wie Galeriewälder, Campos cerrados, Llanos und laubabwerfende Wälder. Sein Vorkommen ist hauptsächlich in den Tiefebenen, doch kann er in den peruanischen Anden in Höhenlagen bis 1200 Meter vorkommen.

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Portrait: Grüner Schattenkolibri

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Unterfamilie: Eremiten (Phaethornithinae)
Gattung: Schattenkolibris (Phaethornis)
Art: Grüner Schattenkolibri  (Phaethornis guy)

Grüner Schattenkolibri (John Gould)

Der Grüne Schattenkolibri erreicht bei einem Körpergewicht von lediglich ca. 6,3 g eine Körperlänge von etwa 13,5 cm. Der lange gebogene Schnabel ist überwiegend rötlich nur der Unterschnabel hat eine kleine schwarze Spitze. Die Oberseite des Männchens ist dunkel grün mit einem blaugrünen Bürzel. Die Unterseite ist rußig grün wobei der zentrale untere Bereich gräulich ist. Die Gesichtsmaske ist dunkel. Der Hinteraugen-, Wangen- und zentrale Kehlstrich heben sich mit ihrer hellen gelbbraunen Färbung davon ab. Das zentrale paar der Steuerfedern sind länger und weiß gefleckt. Die Weibchen sind sehr ähnlich, wirken aber matter und sind mehr rußgrau gefärbt im unteren Bereich. Der Schnabel und die zentralen Steuerfedern sind im Durchschnitt etwas länger als beim Männchen.

Sie gelten als kesse und neugierige Kolibris. Als Trapliner fliegen sie regelmäßig in rascher Folge ganz bestimmte Blüten in den unteren Straten an, die auch weit auseinanderliegen können. Dabei scheuen sie sich auch nicht Menschen, insbesondere mit roter Kleidung, oder neue Nektarquellen, die zufällig ihren Weg kreuzen zu untersuchen. Sie pausieren einige Sekunden vor Blüten mit hohem Nektarertrag, wie Helikonien, Ingwergewächse, Passionsblumen und anderen Hahnenfußgewächsen, die sie schließlich mit wackelndem Schwanz anstechen. Im Gegensatz zum Westlichen Langschwanz-Schattenkolibri, der ein sehr ähnliches Verhalten an den Tag legt, fliegen sie auch blühende Epiphyten in den Baumkronen an. Die Futterstellen können bis zu einem Kilometer auseinanderliegen. Neben Nektar ernähren sie sich von Spinnen und Insekten. An ihren Balzplätzen singen sie.

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Portrait: Binden-Zwergschattenkolibri

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Unterfamilie: Eremiten (Phaethornithinae)
Gattung: Schattenkolibris (Phaethornis)
Art: Binden-Zwergschattenkolibri (Phaethornis griseogularis)

Binden-Zwergschattenkolibri (John Gould)

Der Binden-Zwergschattenkolibri erreicht eine Körperlänge von etwa 8,0 bis 10,0 cm, bei einem Gewicht der Männchen von ca. 1,8 bis 2,5 g und der Weibchen 1,9 bis 3,0 g. Die Oberseite ist bronzegoldgrün, der Hinterrücken dunkel rotbraun. Die Kehle ist grau, die Ohrdecken schwarzbraun begrenzt durch gelbbraune Oberaugen- und Bartstriche. Die Unterseite ist hell ockerrotbraun. An der Brust findet sich eine mehr oder minder deutlicher schwarzer Fleck bzw. Binde. Die Flügel sind schwärzlich purpurn. Die schwärzlich bronzegrünen mittleren Steuerfedern haben 7 mm lange grauweiße Spitzen. Die seitlichen Schwanzfedern haben ockerbraune Spitzensäume. Der Oberschnabel ist schwarz, der Unterschnabel gelb mit schwarzer Spitzenhälfte. Der Schnabel ist leicht gebogen. Die Füße sind gelb. Er ähnelt sehr dem Streifenkehl-Schattenkolibri (Phaethornis striigularis), von dem er sich vor allem durch die hervorgehobenen Handschwingen und das markante graue Band auf der Oberseite der zentralen Steuerfedern, deren schwärzlichen Basis und den weißen Flecken unterscheidet. Jungvögel ähneln den Weibchen. Weiterlesen

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Mini-a-thür 3

Und noch mehr Eindrücke von Thüringen … im Kleinformat

mini-a-thür 1
mini-a-thür 2

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Der Dschelada in Brehms Tierleben

Dschelada (Brehms Tierleben)

Der Dschelada der Abessinier (Cynocephalus oder Theropithecus Gelada, Macacus Gelada) ist der Riese seiner Familie und noch bedeutend größer als der Hamadryas, wenn auch sein Entdecker, unser Landsmann Rüppell, dies in Abrede stellt. Schimper, welcher über dreißig Jahre in Abessinien lebte, und Heuglin stimmen darin überein, daß der Dschelada zuweilen Mannesgröße erreicht. Vom Hamadryas unterscheidet er sich auf den ersten Blick. Der sehr reiche Pelz, welcher sich auf Hinterhals, Nacken und Rücken mantelartig verlängert, ist schwarzbraun, insbesondere im Gesicht, Kinn und Kehle, der Mantel und die lange Schwanzquaste gelblichbraun, das Haar auf Kehle, Vorderhals, Brust, Bauchmitte und den Vorderarmen braunschwarz, das Gesicht schwarz. Die beiden nackten Stellen auf dem Vorderhalse und der Brust sind dreieckig, und da sie mit den Spitzen gegen einander stehen, zusammen einer Sanduhr ähnlich; grau und weiß gesprenkelte Haare fassen sie ein. Im Gegensatze zum Hamadryas hat der Dschelada nur sehr kleine, vollständig von einander getrennte schwarzgraue Schwielen. Weiterlesen

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TTT: 10 Bücher von Autoren, deren Nachname mit einem F anfängt

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Benedict Mirow: Die Chroniken von Mistle End 1: Der Greif erwacht (Rezension)

Entdecke das Refugium der magischen Geschöpfe – Fantasy vom Feinsten für Kinder ab 10.
Der Greif stand aufgerichtet auf dem Dach, mit weit ausgebreiteten Schwingen und sah ihn an. Er neigte kurz sein Haupt und Cedrik hörte wieder die Stimme des Fabelwesens in seinem Kopf. „Da ist sie. Die Kraft, ich spüre sie. So alt, uralt …“
Cedrik schluckte und nahm seinen ganzen Mut zusammen. „Um was geht es hier?“
Der Greif musterte ihn mit seinen Adleraugen. „Ich muss wissen, welches Geheimnis du vor mir verbirgst. Du wirst dich meiner Prüfung unterziehen müssen.“
Ein phantastisches Kinderbuch über einen jungen Druiden und die magischen Kräfte der Natur
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Mini-a-thür 2

Noch mehr Bilder aus Minithüringen.
Mini-a-thür

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Der Steppenpavian in Brehms Tierleben

Steppenpavian (Brehms Tierleben)

Unter den mantellosen Pavianen ist mir der Babuin (Cynocephalus Babuin, Papio Babuin, Simia cynocephalus usw.) am besten bekannt geworden, wenn auch nur in seinem Gefangenleben. Mit den eben beschriebenen Sippschaftsverwandten oder mit den Mantelpavianen kann der Babuin allerdings nicht verwechselt werden, wohl aber mit anderen Hundsköpfen und zumal mit dem am Kap lebenden Tschakma (Cynocephalus porcarius) oder der Sphinx (Cynocephalus Sphinx) aus Westafrika, welche ihm sehr ähnlich sind.
Der glatte, gleichmäßige, nirgends verlängerte Pelz ist oben olivengrünlichgelb, jedes Haar abwechselnd schwärzlich und gelb geringelt, unterseits lichter, auf den Backen weißlichgelb. Gesicht und Ohren haben schwärzlich bleigraue, die oberen Augenlider weißliche, die Hände braungraue, die Augen hellbraune Färbung. Erwachsene Männchen erreichen bei 65 bis 70 Centim. Schulterhöhe eine Gesammtlänge von 1,50 Meter, wovon der verhältnismäßig dünne Schwanz allerdings ein Drittel wegnimmt. Der Tschakma ist beträchtlich größer, plumper gebaut und dunkler gefärbt, die Sphinx eher kleiner, aber entschieden kräftiger gestaltet, ihre Schnauze kürzer und durch eine absonderliche Verdickung der Backenknochen sehr ausgezeichnet, ihr Pelz, dessen Haare schwärzlichgraue und röthlichbraune Ringel zeigen, anstatt gelbbraun, röthlichbraun mit einem Stich ins Oelgrüne.
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