Ein paar Bemerkungen

Ich bitte von Kooperationsanfragen abzusehen. Ebenso besteht kein Interesse meinerseits an Gastartikeln (hier oder auf anderen Blogs). Entsprechende Anfragen werden ignoriert, auch nach mehrfacher Nachfrage.

An 25.05.2018 ist der Blog umgezogen.
Beiträge, die vor diesem Datum geschrieben wurde (ausgenommen Galerien, Zoovorstellungen und Rezensionen) findet man in der Kategorie ARCHIV

Kontaktaufnahme kann über die Möglichkeiten im Impressum erfolgen. Weiterlesen

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Eine Erklärung zu den Bildern

Die meisten Bilder in diesem Blog wurden von mir selbst „geschossen.“ Ich bin kein guter Fotograf und gehöre wohl in die Kategorie der Einfachdrauflosknipser. Manchmal gelingt aber auch mir ein tolles Bild. Fragen bezüglich Schärfe, Belichtung und Blende kann ich nicht beantworten, das weiß ich entweder nicht oder ich habe nicht darauf geachtet. Weiterlesen

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Zoopresseschau

Zoo Augsburg, 22.07.2024
Aus dem Juli-Newsletter
Im letzten Dezember hat der Zoo drei weibliche Erdmännchen aus dem Zoo Zürich erhalten. Letzte Woche wurden die ersten Jungtiere geboren. Wie viele Jungtiere es insgesamt sind, werden die nächsten Tage zeigen.
Nachdem die diesjährigen Steinbockjungtiere knapp hintereinander schon vor ein paar Wochen geboren wurden, hat das Kitz Nr. 4 doch ein wenig länger auf sich warten lassen.
Erfahrungsgemäß sind die Sommermonate auch starke Monate im Vogelbereich. Bei den gefährdeten Schwalbensittichen sitzt ein Jungtier im Nistkasten. Von den Mönchssittichen sind bereits 8 Jungvögel aus dem großen Gemeinschaftsnest ausgeflogen.
Sehr erfreulich sind auch die Entwicklungen bei den Rosaflamingos. Auch wenn noch kein Jungvogel geschlüpft ist, wurden bereits 5 Eier gelegt. Zur Erinnerung: Letztes Jahr wurden die Eier untypischerweise erst im Oktober gelegt und wir hatten Sorge, dass die Jungtiere Probleme mit dem nasskalten Herbstwetter bekommen könnten. Alle Jungtiere haben damals jedoch überlebt und wir konnten den ersten Nachwuchs nach 21 Jahren bei dieser Art verzeichnen. Mal sehen, ob sich noch weitere Paare dem Eierlegen anschließen.
Bei den Streifengänse sind zwei Gössel, bei den himmelblauen Zwerggeckos ist ein Jungtier geschlüpft.
Weiters haben sechs gelbgebänderte Baumsteiger die Metamorphose abgeschlossen.
Hier noch ein Update zu den Nasenbären. Alle vierzehn Jungtiere haben überlebt und sind bereits wuselig auf permanenter Erkundungstour im Gehege unterwegs. Die Tiere wurden bereits geimpft und zur Identifikation mit einem Transponder versehen.
Zum allerersten Mal gab es Nachwuchs bei den Kattas. Hier wurde ein Jungtier geboren.
Nachdem die Elefantenkühe Frosja und Louise letztes Jahr nach Sofia umgezogen sind, wurde intensiv geplant und umgebaut. Die Tore wurden von Manuell auf Hydraulik umgebaut. Weiters wurden in den letzten sechs Monaten die Gitterabtrennungen und die Trainingswände im Haus, der Baumschutz und der Außenzaun im Außengehege adaptiert.
Die Anzahl der Elefantenpfleger wurde aufgestockt und die Pfleger im Umgang bzw. im Training mit den Elefantenbullen geschult.
Letzte Woche war es dann endlich so weit. Zuerst reiste Assam (12 Jahre) aus Antwerpen/Belgien, drei Tage später der 6-Jährige Ta Wan aus Pairi Daiza/Belgien per Spezialtransporter an. Um den Ortswechsel der beiden Bullen so angenehm wie möglich zu gestalten, kamen Tierpfleger aus den jeweiligen Herkunftszoos für ein paar Tage mit nach Augsburg. Nachdem sich die beiden Elefanten mit ihrer neuen Umgebung vertraut gemacht hatten, wurden sie noch – getrennt durch Stahlseile – einander vorgestellt. Der Erstkontakt sah sehr vielversprechend aus. Nächstes Jahr soll dann der dritte Bulle (Chamundi, 32 Jahre), ebenfalls aus Pairi Daiza, folgen.
Nachdem sich die beiden Elefanten mit ihrer neuen Umgebung vertraut gemacht hatten, wurden sie noch – getrennt durch Stahlseile – einander vorgestellt. Da der Erstkontakt sehr harmonisch verlief, wurden die Beiden gleich zu Wochenbeginn ohne Komplikationen zusammengeführt.
Auch in der Grevyzebra-Herde gab es Zuwachs. Die Stute Petra kam auf Empfehlung der EEP-Koordinatorin aus dem Tierpark Berlin.
Aus dem Vogelpark Turnersee in Kärnten/Österreich kam ein männlichen Rothauben-Turako. Nach Ablauf der 30-tägigen Quarantäne wird er mit seiner zukünftigen Partnerin zusammengeführt.
Eine etwas weitere Strecke musste der Balistar aus Jerez/Spanien auf sich nehmen, um nacg Augsburg zu gelangen. Um die Transportzeit zu verkürzen, reiste er mit dem Flugzeug nach München und wurde dann per Pkw in den Zoo Augsburg gebracht.
Aus dem Zoo Pilsen kamen ein Paar Streifengänse und einen Wiedehopf.
Vom Artenschutzprojekt Europäische Sumpfschildkröte in Hessen (www.sumpfschildkröte.dehttp://www.sumpfschildkröte.de/)kamen zum wiederholten Male Schlüpflinge. Diese stammen von Privatzüchtern und werden von unseren Pflegern hinter den Kulissen großgezogen, bis sie schwer genug für die Auswilderung sind.
Im Gegenzug dazu wurden dem Artenschutzprojekt in Hessen Sumpfschildkröten-Jungtiere mit einem Gewicht von über 100 g dem Projekt zur Wiederauswilderung übergeben.
Auch im Beweidungsprojekt der Königsbrunner Heide gab es Bestands-Veränderungen. Przewalski-Hengst Xarope wurde im Rahmen des Erhaltungszuchtprogrammes an den Zoo Kosice/Slowakei abgegeben und lebt dort nun mit zwei Stuten zusammen.
Die drei Nachzuchten der Rosapelikane von diesem Jahr und ein blauer Bambus-Taggecko gingen an den Zoo Pilsen.
Bei den Kapuzineraffen gab es leider ein totes Jungtier. Der Obduktionsbefund ist noch ausständig.
Im Berichtszeitraum sind auch zwei Kapuzenzeisige, eine Mähnengans und eine Rostgans verstorben.
Nachdem die Bodenoberfläche in den Schleusen zur begehbaren Katta-Anlage extremer Belastung ausgesetzt ist, haben wir uns aufgrund der intensiven Pflegebedürftigkeit entschlossen, den Mergel zu entfernen und diese Bereiche nun zu pflastern.
Mit dem Umzug der Mitarbeiter in die Sozialräume des neuen Wirtschaftsgebäudes wurden im alten Trakt Räumlichkeiten frei. Diese werden nun sukzessive für andere Nutzungszwecke umfunktioniert. Als erste Neuerung wurde die ehemalige Männerumkleide zu einer Kühlzelle für Obst und Gemüse umgebaut.
In der ganzen Aufregung rund um die Ankunft der beiden Elefantenbullen sind die ussurischen Kragenbären Mischa und Franz ein wenig ins Hintertreffen geraten. Die Beiden wurden zu unserer Freude vor zwei Wochen erfolgreich zusammengeführt. Bis auf ein paar anfängliche Drohgebärden war schnell Schluss mit taktischem Geplänkel. Bereits am gleichen Abend schlenderten sie über die Außenanlage, als würden sie sich schon ewig kennen.
Im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes, wurde das SWA-Technikgebäude an der Ecke Siebentischstraße/Dr. Ziegenspeckweg durch Mitarbeiter der SWA, dem Botanischen Garten, dem Umweltbildungszentrum und dem Zoo Augsburg mit Graffitis aufgepeppt. Angeleitet wurden die Beteiligten vom Graffitiverein „die Bunten e.V.“. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!
Am 26.07. findet die jährliche Dschungelnacht statt.
Und auch dieses Jahr findet am 8.August wieder das alljährliche Kinderfriedensfest im Zoo statt (https://www.augsburg.de/umwelt-soziales/kinder-und-jugendliche/kinderfriedensfest). Weiterlesen

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Der Schwarzbär in Brehms Tierleben

Schwarzbär (Brehms Tierleben)

Der bekannteste Bär Amerikas ist der Baribal, Muskwa oder Schwarzbär (Ursus americanus), ein weit verbreitetes und verhältnismäßig gutmüthiges, wenigstens ungleich harmloses Thier als Grau- und Landbär, erreicht eine Länge von höchstens 2 Meter bei einer Schulterhöhe von etwa 1 Meter. Vom Landbären unterscheidet er sich hauptsächlich durch den schmäleren Kopf, die spitzere, von der Stirn nicht abgesetzte Schnauze, die sehr kurzen Sohlen und durch die Beschaffenheit und Färbung des Pelzes. Dieser besteht aus langen, straffen und glatten Haaren, welche nur an der Stirn und um die Schnauze sich verkürzen. Ihre Färbung ist ein glänzendes Schwarz, welches jedoch zu beiden Seiten der Schnauze in Fahlgelb übergeht. Ein ebenso gefärbter Flecken finden sich oft auch vor den Augen. Seltener sieht man Baribals mit weißen Lippenrändern und weißen Streifen auf Brust und Scheitel. Die Jungen, welche lichtgrau aussehen, legen mit Beginn ihres zweiten Lebensjahres das dunkle Kleid ihrer Eltern an, erhalten jedoch erst später die langhaarige Decke ihrer Eltern. Weiterlesen

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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

15.07.2024, Veterinärmedizinische Universität Wien
Acht neue Zoonoseerreger in Österreich in den letzten 20 Jahren
Forschende des Complexity Science Hub (CSH) und der Vetmeduni entwickeln erstmals eine interaktive Landkarte zoonotischer Erreger in Österreich, die fast ein halbes Jahrhundert umspannt.
Die Schnittstellen zu identifizieren, an denen die Übertragung stattfindet – das ist eine der größten Schwierigkeiten bei der Bekämpfung von Zoonosen, also von Krankheiten, die zwischen Tier und Mensch übertragbar sind. „Unser Projekt begann mit der Frage: Können wir die zoonotischen Schnittstellen in Österreich charakterisieren und visualisieren?“, erklärt Amélie Desvars-Larrive vom Complexity Science Hub und der Vetmeduni Wien.
So entstand die erste umfassende Übersicht zur Übertragung von Zoonoseerregern zwischen Menschen, Tieren, Lebensmitteln, Überträgerarten wie Zecken und der Umwelt, mit aufschlussreichen Einblicken in Übertragungsketten. „Es handelt sich dabei um ein komplexes System, in dem die meisten Zoonoseerreger in der Lage sind, sowohl Menschen als auch verschiedene Tierarten aus unterschiedlichen Taxa zu infizieren“, so die Forscherin.
Die in Nature Communications veröffentlichte Studie zeigt zudem, dass die Anzahl der Zoonoseerreger in Österreich zunimmt – insbesondere in den letzten 20 Jahren, in denen acht neue Arten aufgetreten sind, darunter das West-Nil-Virus und das Usutu-Virus. „Auf ein erhöhtes Risiko der Übertragung von Zoonoseerregern deutet unsere Netzwerkanalyse an den Schnittstellen Mensch-Rind und Mensch-Lebensmittel hin“, erklärt Desvars-Larrive.
VON FLEISCH BIS ZECKEN
In ihrer Analyse stellten die Forscher:innen fest, dass bestimmte Quellen eine unverhältnismäßig große Rolle beim Austausch von Zoonoseerregern spielen ¬– wie Hühner, Rinder, Schafe und einige Fleischprodukte, die eine relativ große Zahl von Zoonoseerregern übertragen und potenziell verbreiten können.
Von 197 verschiedenen Zoonoseerregern, die im Zeitraum zwischen 1975 und 2022 dokumentiert wurden, konnten 187 in insgesamt 155 verschiedenen Wirbeltierwirten nachgewiesen werden. Elf Erreger kamen in umweltbezogenen Medien wie Sandkisten vor. Fünfzehn Erreger, vor allem Bakterien wie Listeria, Escherichia und Salmonella, wurden in Lebensmitteln gefunden – mehr als die Hälfte davon in Fleisch und Fleischerzeugnissen. Außerdem wurden 24 Krankheitserreger in Vektoren, also Überträgern, wie Zecken nachgewiesen. „Mit 16 verschiedenen übertragenen Erregern übertragen Zecken außerdem mehr Krankheiten als jeder andere Vektor“, erklärt Desvars-Larrive.
NEUE ERREGER
Zu den neu aufgetretenen Erregern in Österreich zählen das West-Nil-Virus, das 2016 erstmals in Österreich nachgewiesen wurde, und das Usutu-Virus, das seit 2001 in Österreich vorkommt und damals erstmals außerhalb von Afrika detektiert wurde. Beide Erreger kommen hauptsächlich in Vögeln vor, können aber durch Mückenstiche auf den Menschen übertragen werden und wurden beide auch bereits in Pferden nachgewiesen.
SECHS GEMEINSCHAFTEN
„Als wir uns angesehen haben, welche Wirbeltierwirte, Lebensmittel und Umweltquellen sich welche Pathogene teilen, stellten wir fest, dass das Netzwerk in Österreich in sechs Gemeinschaften organisiert ist“, so Desvars-Larrive, wobei der Mensch am meisten Erreger mit Haus- und Nutztieren wie Hunden, Katzen und Kühen teilt.
„Interessanterweise haben wir zum Beispiel auch festgestellt, dass Puten mehr Pathogene mit Lebensmitteln teilen als mit anderen Vogel- und Geflügelarten“, erklärt die Wissenschafterin weiter. Wildschweine, Hunde, Katzen und einige Nagetiere wiederum fungieren mitunter als „Brücken“ zwischen verschiedenen Gemeinschaften und können so dazu beitragen, dass sich Krankheiten leichter im Netz verbreiten.
BEWUSSTSEIN SCHAFFEN
Diese neue, netzwerkbasierte Methode bietet wertvolle Einblicke in zoonotische Übertragungsketten und kann so die Entwicklung von Strategien gegen Zoonosen erleichtern. „Zu wissen, welche Akteur:innen im Zoonosen-Netzwerk einflussreicher sind als andere, kann zum Beispiel in Überwachungsprogrammen für Zoonosen sehr hilfreich sein, da sie als Risikoindikatoren dienen könnten“, so Desvars-Larrive.
„Mit unserer interaktiven Karte wollen wir aufklären und Neugierde wecken“, sagt die Forscherin. „Natürlich kommen wir alle mit verschiedenen Krankheitserregern in Kontakt, wobei aber nur wenige tatsächlich zu einer Erkrankung führen und wir uns deshalb nicht zu große Sorgen machen sollten.“ Dennoch sei es gut, ein gewisses Bewusstsein zu entwickeln – zum Beispiel dafür, wie wichtig es ist, ein Messer zwischen verschiedenen Lebensmitteln zu reinigen, um eine Kreuzkontamination zu vermeiden. „Oder wenn man von einer Zecke gebissen wurde, sollte man in den nächsten Wochen wachsam sein, denn Zecken übertragen eine ganze Reihe von Krankheiten auf Mensch und Tier, die oft schwer zu diagnostizieren sind, da die Symptome erst Wochen später auftreten können“, so Desvars-Larrive.
DATENLAGE VERBESSERN
„Wir sehen in unseren Daten nur die Spitze des Eisbergs – nur jene Zoonosen, die tatsächlich diagnostiziert wurden. Leptospirose, beispielsweise, ist in Österreich noch relativ selten und kann grippeähnliche Symptome aufweisen. Wenn sie nicht eindeutig als Leptospirose diagnostiziert wurde, sehen wir das in den Daten nicht“, erklärt Desvars-Larrive.
Die koordinierte epidemiologische Überwachung konzentriert sich hauptsächlich auf meldepflichtige Krankheiten, wodurch amtlichen Zahlen häufig nicht regulierte Zoonoseerreger, die im Land zirkulieren, übersehen. „Eine solche Verzerrung kann zu einer verzerrten Bewertung des gesamten Zoonoserisikos führen“, so die Wissenschafterin.
Obwohl SARS-CoV-2 beispielsweise sowohl für Menschen als auch für Tiere meldepflichtig ist, wird es in keiner der COVID-19-bezogenen Publikationen, die sich mit menschlichen Fällen befassen, als Zoonose bezeichnet, weshalb es in diesen Daten nicht vorkommt. Auch die einzige Veröffentlichung, die SARS-CoV-2 bei österreichischen Tieren untersuchte, erwähnte das zoonotische Potenzial nicht.
Mehr und in zentralisierter Form vorliegende Daten über One Health – ein Ansatz, wonach die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt miteinander verknüpft ist – sind entscheidend für die Kontrolle und Prävention von zoonotischen Infektionskrankheiten. Es gibt zahlreiche Anstrengungen in dieser Richtung, vor allem seit der SARS-CoV-2-Pandemie, jedoch bestehen nach wie vor erhebliche Hürden, wie rechtliche Fragen im Bereich des Datenaustauschs. Insbesondere die Umweltaspekte von Zoonosen sind oft unterrepräsentiert, was es erschwert, ein vollständiges Bild zu erhalten. „Mit unserem Netzwerk haben wir jedoch einen ersten Überblick über die zoonotischen Schnittstellen von Menschen, Tieren, Lebensmitteln und der Umwelt geschaffen, was die Entwicklung von One-Health-Strategien gegen Zoonosen erleichtern kann“, so Desvars-Larrive.
Interaktive Zoonosekarte
Die Forschenden führten zunächst eine systematische Literaturrecherche zu allen dokumentierten Zoonoseerregern in Österreich zwischen 1975 und 2022 durch. „Daraus erstellten wir ein Netzwerk, das die Beziehungen zwischen Zoonoseerregern, ihren Wirten, Überträgern wie Zecken oder Moskitos, aber auch andere – oft vernachlässigte – Infektionsquellen, wie eine kontaminierte Umwelt, zum Beispiel eine Sandkiste, oder kontaminierte Lebensmittelquellen in Österreich beschreibt“, so Desvars-Larrive. Die Ergebnisse der Analyse wurden von CSH-Datenvisualisierungsexpertin Liuhuaying Yang in einer interaktiven Zoonose-Landkarte Österreichs aufbereitet, die öffentlich zugänglich ist.
Zoonosekarte online: https://vis.csh.ac.at/zoonotic-web/
Originalpublikation:
Die Studie „A One Health framework for exploring zoonotic interactions: a case study“ von A. Desvars-Larrive, A. E. Vogl, G. A. Puspitarani, L. Yang, A. Joachim und A. Käsbohrer wurde in Nature Communications veröffentlicht: https://www.nature.com/articles/s41467-024-49967-7

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Portrait: Goldfisch

ohne Rang: Otophysa
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Unterordnung: Karpfenfischähnliche (Cyprinoidei)
Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Gattung: Carassius
Art: Goldfisch (Carassius auratus)

Goldfisch_ (Marcus Elieser Bloch)

Goldfische verfügen über ein knöchernes Skelett und erreichen je nach Zuchtform eine Gesamtlänge bis zu 35 Zentimeter. Neben naturfarbenen braunen Farbvarianten sind durch Zucht vor allem orange und weiße Farbmorphen bekannt geworden. Für die Haltung in Aquarien gezüchtete Varietäten bleiben etwa ein Drittel kleiner.
Als Auftriebsorgan dient ihnen die zweikammerige Schwimmblase, die im hinteren Teil durch einen Luftblasengang, den Ductus pneumaticus, mit dem Vorderdarm verbunden ist. Wie alle Karpfenfische haben Goldfische keinen Magen. Goldfischkiefer sind zahnlos. Im Rachen sitzen jedoch kräftige Schlundzähne. Die mit dem weit vorstülpbaren Maul aufgenommene Nahrung wird zwischen diesen Schlundzähnen und einer ihnen gegenüber liegenden, sehr massiven knöchernen Kauplatte, dem sogenannten Karpfenstein, zerkleinert. Die eigentliche Verdauung findet ausschließlich im Darm der Fische statt. Wie bei allen Vertretern der Gattung Carassius sind die besonders intensiv durchbluteten Kiemen aufgrund ihrer Struktur und Permeabilität an sauerstoffarmes Wasser angepasst. Der Goldfischkörper ist – mit Ausnahme der Varietätengruppe „Oranda“, die über einen unbeschuppten Kopfaufwuchs verfügt – vollständig beschuppt und mit einer vollständig ausgeprägten Seitenlinie ausgestattet. Goldfischaugen haben die Fähigkeit zu tetrachromatischem Farbensehen. Das heißt, sie besitzen vier unterschiedliche Zapfentypen. Neben drei Zapfentypen, die etwa denen im menschlichen Auge entsprechen, verfügen sie über einen zusätzlichen UV-Zapfen. Außerdem hören Goldfische im etwa gleichen Frequenzbereich wie Menschen. Schallwellen werden von der Schwimmblase aufgefangen und über den Weberschen Apparat zum Innenohr geleitet.
Ähnlich wie der Giebel besitzt auch der Goldfisch die Fähigkeit zu gynogenetischer Fortpflanzung. Dabei muss der Laich nicht durch den Samen eines artgleichen Männchens befruchtet werden, es genügt ein äußerlicher Kontakt des Eis mit einem Spermium einer anderen Karpfenfischart, um die Eientwicklung anzustoßen, ohne dass Spermium und Ei verschmelzen müssen. Diese unvollkommenen Fortpflanzung ist ein grundlegendes Instrument bei der Vermehrung sogenannter Hochzuchten (schleierflossige Rassestandards). Weiterlesen

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Portrait: Karausche

ohne Rang: Otophysa
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Unterordnung: Karpfenfischähnliche (Cyprinoidei)
Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Gattung: Carassius
Art: Karausche (Carassius carassius)

Karausche (Bloch, Marcus Elieser)

Die Karausche ist dem Karpfen ähnlich, aber hochrückiger; diese Ähnlichkeit drückt sich auch in den oben angeführten Beinamen wie Schneiderkarpfen, Bauernkarpfen, Steinkarpfen oder Moorkarpfen aus. Sie hat keine Barteln und besitzt im Vergleich zum Giebel oder naturfabenen Goldfischen ein feineres Schuppenkleid. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu diesen beiden Arten ist die Anzahl der Schuppen in der Seitenlinie. Die Karausche hat dort normalerweise zwischen 32 und 34, aber maximal 31–36 Schuppen. Ihre Oberseite ist bräunlich mit grünlichem Glanz, die Flanken sind heller, die Unterseite hell, gelblich bis schmutzigweiß. Häufig besitzt sie eine leicht rötliche Flossenfärbung. Die Rückenflosse ist konvex und die Schwanzflosse ist nur geringfügig eingekerbt. Karauschen sind langsamwüchsig, können bis zu 64 Zentimeter lang werden und ein Gewicht von 3 Kilogramm erreichen. Je nach Umwelt- und Ernährungsbedingungen treten zwei Wuchsformen auf. In großen Seen bildet sich häufig eine hochrückige Form (Tellerkarausche), während in Kleingewässern eine als Steinkarausche bezeichnete Kümmerform auftreten kann.
Flossenformel: Dorsale 3–4/14–21, Anale 3/5–8, Pectorale 1/12–13, Ventrale 2–3/7–8 Weiterlesen

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Portrait: Giebel

ohne Rang: Otophysa
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Unterordnung: Karpfenfischähnliche (Cyprinoidei)
Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Gattung: Carassius
Art: Giebel (Carassius gibelio)

Giebel (Marcus Elieser Bloch)

Der Giebel ist ein typischer, meist hochrückiger und bartelloser Karpfenfisch mit einer silbrig schimmernden, graugrünlichen Grundfärbung, mit aufhellendem Verlauf von der Rücken- zur Bauchseite. Der Körper ist komplett beschuppt, wobei die Schuppenränder über einen hell abgesetzten Rand verfügen. Das Seitenlinienorgan ist vollständig und deutlich ausgeprägt. Alle unpaarigen Flossen sind dunkelgrau, Brust- und Bauchflossen graugrünlich mit milchiger Membran. Die homocerke Schwanzflosse ist gegabelt. Öffnet man die Leibeshöhle frischtoter Giebel, stellt man fest, dass das Bauchfell fast schwarz pigmentiert ist. In seltenen Fällen ist die Bauchfellfarbe des Giebels silbrig glänzend, aber niemals wie bei der Karausche durchsichtig.
Giebel erreichen in der Regel Gesamtlängen um 40 Zentimeter; Einzelfälle größerer Exemplare sind zwar beschrieben, aber unbelegt. Giebel besitzen, wie alle Karpfenfische, keinen Magen. Ihre Kiefer sind zahnlos, im Rachenraum sitzen jedoch kräftige Schlundzähne. Die mit dem weit vorstülpbaren Maul aufgenommene Nahrung wird zwischen diesen Schlundzähnen und einer ihnen gegenüber liegenden, sehr massiven knöchernen Kauplatte, dem sogenannten Karpfenstein, zerkleinert. Die eigentliche Verdauung findet im Darm statt. Giebel gehören zu den Ostariophysi, die als gemeinsames Merkmal über den Weberschen Apparat verfügen, der sie zur Aufnahme akustischer Reize befähigt. Mit Hilfe dieses knöchernen Gebildes werden mit der Schwimmblase aufgefangene Schallwellen zum Innenohr geleitet.
Der Giebel ist der ebenfalls bartellosen Karausche (Carassius carassius (Linné) 1758) ähnlich. Äußerlich können die Arten an der Form der Rückenflosse unterschieden werden, die beim Giebel gerade oder leicht nach innen gewölbt (konkav), bei älteren Exemplaren der Karausche aber nach außen gewölbt (konvex) ist.
Flossenformel: Dorsale 18–23, Pectorale 15–16, Ventrale 7–9, Anale 7–9, Caudale 18–20.
Schuppenformel: Anzahl Schuppen auf Seitenlinie, mSL: 27–33.
Kiemenreusendornen: 37–55. Weiterlesen

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Der Greifstachler in Brehms Tierleben

Greifstachler (Brehms Tierleben)

Der Greifstachler oder Cuandu (Cercolabes prehensilis, Hystrix und Synetheres prehensilis), Vertreter der obenerwähnten Untersippe, hat im allgemeinen die Gestalt des Baumstachlers, ist jedoch merklich größer und erscheint kräftiger gebaut als dieser. Seine Länge beträgt 1,1 Meter, wovon 45 Centim. auf den Schwanz kommen. Die Stacheln beginnen gleich am Gesicht, setzen sich über den ganzen Oberleib fort, bekleiden die Beine bis zum Wur zelgelenk hinab, die obere Schwanzhälfte und auch den ganzen Unterleib, liegen jedoch keineswegs glatt am Körper an. Einzelne Haare, welche zwischen ihnen hervortreten, werden größtentheils von ihnen überdeckt und erst sichtbar, wenn man die Stacheln auseinander nimmt. Letztere stecken ebenfalls sehr lose in der Haut, sind alle von gleicher Gestalt, hart und stark, glatt und glänzend, an der Wurzel schwach, im übrigen gleichmäßig dick, nadelförmig und gegen die sehr feine Spitze hin plötzlich stark verdünnt, erreichen auf dem Hinterrücken eine Länge von ungefähr 12 Centim., verkürzen sich gegen den Unterleib allmählich und gehen auf dem Bauche nach und nach in wahre Borsten über, welche auf der Unterseite des Schwanzes wieder stachelartig, d.h. steif und stechend werden. Ihre Farbe ist ein lichtes Gelblichweiß, unterhalb der Spitze aber tritt eine dunkelbraune Binde lebhaft hervor. Das Haar auf Nase und Schnauze ist röthlich, das des übrigen Leibes rothbraun, dazwischen sind einzelne weißliche Borsten eingestreut. Die sehr starken und langen Schnurren, welche sich in Längsreihen ordnen, sehen schwarz aus. Weiterlesen

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TTT: Welche Neuerscheinungen aus dem zweiten Halbjahr würde ich gerne lesen

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Hans Helmreich: Zoos in Bayern (Rezension)

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Angie Delazi: Silver City – Die Rebellion (Rezension)

Für die Magierin Ryn ist das Leben im vom Drachen beherrschten Ellad nicht einfach: Sie muss ihre Magie geheim halten – sonst droht ihr der Tod. Auf der Straße gilt sie zwar als die Königin der Diebe, trotzdem grenzt es an Wahnsinn, als sie einwilligt, den Drachenkönig und neuen Herrscher Ellads auszurauben, um frei sein zu können. Dabei entdeckt sie jedoch eine bittere Wahrheit, die sie in ein düsteres Netz aus Intrigen reißt. Eine Wahrheit, die auch ihre eigene Familie betrifft. Ryn kämpft erbittert, doch ihrer Gegner verfügen über Mächte, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen. Ihre einzige Chance ist es, sich mit dem Mann zusammenzuschließen, den sie den ewigen Hass geschworen hat … Weiterlesen

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