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Anna Nicholas: Die Lockvögel (Rezension)

Isabel Flores wundert sich. Wer bitte stiehlt in Sant Martí den Nachbarn die Haustiere? Als sie gerade die Neugier packt, ruft Tolo Cabot an, ihr Freund und ehemaliger Kollege bei der Polizei. Er bittet sie erneut um Hilfe in einem Entführungsfall, doch keine Hunde und Papageien, sondern die junge Floristin Paloma Crespí ist spurlos verschwunden. Wieder einmal ist Isabels ganzes Können gefragt – und die Unterstützung des halben Dorfes.
DIE LOCKVÖGEL ist bereits der zweite Mallorca-Krimi mit Isabel Flores. Man erfährt viel über das, was bisher passiert ist, und man hat nicht das Gefühl, dass man den ersten Teil unbedingt kennen muss, auch wenn es einen roten Faden gibt, der sich wohl noch über weitere Krimis hinwegsetzen wird. Allerdings sind die Teaser schon sehr gewaltig, so dass man unbedingt wissen will, was davor war. Ich auch, und irgendwann (vielleicht zeitnah, was wünschenswert wäre), werde ich DAS TEUFELSHORN auch lesen. Weiterlesen

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Claire Fuller: Das Gedächtnis der Tiere (Rezension)

Rasend schnell breitet sich das Virus über die ganze Welt aus und die Menschen verlieren nach und nach ihre Erinnerungen. Auf der Suche nach einem Gegenmittel nimmt eine kleine Gruppe Freiwilliger an einem lukrativen Experiment teil. Unter ihnen: die 27-jährige Meeresbiologin Neffy. Neffy braucht das Geld. Ihr Arbeitgeber hat sie verklagt, weil sie einen Oktopus aus einem Labor befreit hat, der in ihr seltsame Erinnerungen an ihre Kindheit wach rief. Als das Experiment zutage fördert, dass das Gegenmittel nur bei Neffy wirkt, kippt die Stimmung in der Gruppe. Und Neffy versucht, irgendwie zu ihrem Stiefbruder Justin zu entkommen, von dem sie annimmt, dass er 100 Kilometer entfernt an der Küste Dorsets auf sie wartet. Weiterlesen

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Dr. Maximilian von Bauenstein: Das geheime Seelenleben der Stabschrecken (Rezension)

Argosarchus horridus (George Hudson)

Die Gespenstschrecken oder Phasmiden (Phasmatodea, Syn.: Phasmida) sind eine Ordnung pflanzenfressender Insekten. Oft wird die Ordnung, bezugnehmend auf die verschiedenen Körperformen, auch als Stab- und Gespenstschrecken angesprochen. Bereits in der im Jahre 1758 erschienenen 10. Auflage von Carl von Linnés „Systema Naturæ“ wurden die ersten drei Arten zunächst unter dem Gattungsnamen Gryllus beschrieben. Bis November 2025 waren 3585 valide Arten beschrieben. Insbesondere seit Ende des 20. Jahrhunderts werden jährlich mehrere Arten entdeckt bzw. neubeschrieben.
Den Namen Gespenstschrecken, vom wissenschaftlichen Namen Phasmatodea (griechisch: Phasma = Gespenst) abgeleitet, erhielten diese Insekten aufgrund ihres Aussehens. Je nach Körperform und Größe werden bestimmte Arten auch „Stabschrecken“, „Wandelnde Blätter“ oder „Wandelnde Äste“ genannt, wobei nur die Wandelnden Blätter eine taxonomische Einheit bilden, nämlich die Phyllioidea. Vielfach werden die Gespenstschrecken in der deutschen Sprache auch „Stabheuschrecken“ oder „Gespenstheuschrecken“ genannt, obwohl als Heuschrecken üblicherweise nur Vertreter der Langfühlerschrecken (Ensifera) und der Kurzfühlerschrecken (Caelifera) verstanden werden. Weiterlesen

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Steckbrief: Tierpark Kunsterspring

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5. Zooreise 2026: Tag 4 – Von Berlin nach Hamburg

Auf dem Weg nach Hamburg waren Besuche in den Tierparks von Kunsterspring/Neu-Ruppin, Perleberg und Schwerin geplant …und das erste Mal während dieser Reise haben wir diesen Plan auch eingehalten, ohne zeitliche oder spontane Veränderungen. Das Wetter war uns auch einigermaßen gewogen, nur in Schwerin regnete es, aber die stärkeren Schauer harrten wir im Trockenen aus.
In Kunsterspring und Perleberg waren wir vor Jahren das erste Mal, ob sich viel verändert hat kann ich gar nicht sagen, aber … beide Tiergärten werden wohl nicht unbedingt zu regelmäßigen Zielen, das ist wohl eher für Besucher aus der Gegend.
Gegessen haben wir im Morgenland, weil das erstens lecker ist und zweitens in der Nähe des Ibis Styles in Barmbek ist.

Tierpark Kunsterspring
Tierpark Perleberg
Zoo Schwerin

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Zoopresseschau

Alpenzoo Innsbruck 18.06.2026
Sommerliche Temperaturen: Der Alpenzoo bietet Abkühlung für Mensch und Eisbomben für die Tiere
Die kommenden Tage bringen sommerliche Temperaturen nach Tirol. Viele Menschen denken bei heißen Tagen zuerst an das Schwimmbad oder den Badesee, doch auch der Alpenzoo bietet zahlreiche Möglichkeiten, um sich abzukühlen und den Sommer entspannt zu genießen. Während die Besucherinnen und Besucher Erfrischung im Zoo finden, zeigen auch die Tiere, wie sie mit der Wärme umgehen. Braunbär Ander macht es vor: Der Bär nutzt regelmäßig seinen Teich zur Abkühlung und sorgt dabei nicht selten für neugierige Blicke bei den Zoogästen. Besonders die Eisbomben der Pfleger haben es Ander bei diesen Temperaturen angetan. Auch für Besucherinnen und Besucher gibt es im Alpenzoo verschiedene Möglichkeiten, der Sommerhitze zu entkommen. Mehrere Trinkbrunnen im Gelände laden dazu ein, den Durst zu stillen, eine Nebeldusche sorgt für eine willkommene Abkühlung zwischendurch. Aber besonders der neue Wasserspielplatz bietet an heißen Tagen eine erfrischende Möglichkeit für Familien, eine Pause einzulegen und den Aufenthalt im Zoo noch angenehmer zu gestalten. Darüber hinaus finden sich im gesamten Zoogelände zahlreiche schattige Plätze, die zum Verweilen und Ausruhen einladen. Ein besonderer Tipp ist der Artenschutz-Pavillon: Hier können Besucherinnen und Besucher eine entspannte Pause im Schatten genießen und gleichzeitig Wissenswertes rund um den Schutz bedrohter Arten erfahren. Damit die Sommerzeit im Zoo sicher genossen werden kann, steht den Gästen außerdem ein kostenloser Sonnencremespender im Gelände zur Verfügung. Der Alpenzoo freut sich darauf, große und kleine Gäste auch bei sommerlichen Temperaturen willkommen zu heißen – mit tierischen Erlebnissen, schattigen Ruheplätzen und vielen Möglichkeiten zur Erfrischung. Weiterlesen

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5. Zooreise 2026: Tag 3 – Blinded by Delight

Friedrichstadtpalast

Heute Abend stand Blinded by delight auf dem Programm, der aktuellen Grand Show des Friedrichstadtpalastes. Davor war ein Besuch im Tiergarten Berlin geplant, aber nachdem wir die Zeit gesehen haben, die wir mit dem ÖPNV benötigt hätten haben wir uns für den Zoo entschieden. Kleiner, sber nicht weniger zeitaufwändig. Aber schaffbar in der uns zur Verfügung stehenden Zeit. Den Tiergarten hätten wir gar nicht schaffen können.
Highlights waren natürlich einige Jungtiere wie Flußpferd und Kleinkantschil, aber natürlich auch die Tiere, die man sonst nirgends zu Gesicht bekommt, oder eher selten …
Gegessen haben wir abends dann in der L’Osteria im Tacheles …da muss man auch kaum Worte verlieren, gehen wir da ja öfter hin. Nicht im Tacheles, aber in die L’Osteria … gibt s ja wie Sand am Meer.

BLINDED BY DELIGHT … nach VIVID mal wieder eine Show, die uns begeistern konnte und das Beste das wir in den letzten Jahren, mit Ausnahme von VIVID gesehen haben. Eine großartige Show mit einer Girlreihe, die sich sehen hat lassen, tolle Akrobatik, tolle Tanzeinlagen … ein Spektakel, das zu begeistern wusste…
Was will man mehr…

Zoo Berlin
Friedrichstadtpalast

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Steckbrief: Tierpark Luckenwalde

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5. Zooreise 2026: Tag 2 – Von Leipzig nach Berlin

Edgar beim Baden (Zoo Leipzig)

Heute waren Besuche im Zoo Leipzig, dem Tierpark Luckenwalde und der Biosphäre Potsdam geplant. Wettertechnisch war es durchaus angenehm, aber hin und wieder kamen wir auch in einen Schauer. Dauerregen verschonte uns jedoch… Die Biosphäre Potsam besuchten wir nicht, aus Zeitgründen.
Aber erst Leipzig …. Highlights des Besuchs waren kleine Radjahenten und Faultiere, die man ja eher selten sieht und wirklich suchen muss… wie so vieles andere eigentlich auch. Wie Taggeckos und Grüne Leguane, die wir auch gesehen haben. Man kann noch mehr suchen, aber finden, das ist die andere Frage. Die Faultiere bewegten sich im Gebälk des Gondwanalandes, eine Mutter mit Kind. Jungtiere gab es auch bei den Edwardsfasanen und Kronenmakis.
Ein weiteres Highlight war die Fütterung des Elefantenbullen Edgars, der für eine Gruppe Kinder mit Äpfeln gefüttert wurde. Weiterlesen

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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

08.06.2026, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
Vom Schädling zum nützlichen Werkzeug: Wie Wachsmottenlarven helfen können, Tierversuche in der Forschung zu reduzieren
HIOH-Team validiert alternatives Infektionsmodell für bakterielle Studien
Forschende des Helmholtz-Instituts für One Health (HIOH) haben gezeigt, dass sich Larven der Großen Wachsmotte (Galleria mellonella) als alternatives Infektionsmodell eignen, um die Gefährlichkeit von Bakterien im größeren Maßstab zu untersuchen. Dadurch könnten Tierversuche an Säugetieren künftig deutlich reduziert werden. Die Ergebnisse der Studie wurden in The Lancet Microbe veröffentlicht.
Das Erbgut von Bakterien lässt sich heute sehr schnell analysieren – und damit auch ihr Potenzial, Krankheiten auszulösen. Deutlich aufwendiger ist es jedoch zu überprüfen, wie stark virulent, also krankmachend, diese Erreger im lebenden Organismus tatsächlich sind. Solche Untersuchungen fanden bislang häufig an Mäusen oder anderen Säugetiermodellen statt und sind zeit- und ressourcenintensiv. Aus ethischen Gründen sind diese Untersuchungen zudem nicht für Testreihen im großen Durchsatz geeignet.
Ein interdisziplinäres Team des Helmholtz-Instituts für One Health (HIOH) in Greifswald – einer Einrichtung des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) – hat nun gezeigt, dass die Larve der Großen Wachsmotte (Galleria mellonella) ein robustes und ethisch vertretbares Modell ist, um das humanpathogene Bakterium Klebsiella pneumoniae in größerem Umfang zu untersuchen. Klebsiella pneumoniae zählt zu den weltweit gefährlichsten Erregern schwerer Infektionen, insbesondere im klinischen Umfeld. Anhand der Testung von 80 verschiedenen Stämmen dieses Erregers wiesen die Forschenden nach, dass sich unter standardisierten Bedingungen klassische und besonders virulente Varianten in den Wachsmottenlarven klar voneinander unterscheiden lassen.
Zuverlässige Ergebnisse durch standardisierte Bedingungen
In der Vergangenheit wurde die Forschung an Wachsmottenlarven teils kritisch betrachtet, da die Studienergebnisse aufgrund fehlender Standards oft schwer vergleichbar waren. Das Greifswalder Forschungsteam hat das Modell daher systematisch nach den ethischen Leitlinien des 3R-Prinzips (Replacement, Reduction, Refinement – Ersetzen, Reduzieren, Verfeinern von Tierversuchen) geprüft und optimiert.
Prof. Katharina Schaufler, Leiterin der Abteilung „Epidemiologie und Ökologie Antimikrobieller Resistenz“, erklärt: „Als Tierärztin ist mir das Tierwohl ein besonderes Anliegen. Um die Eigenschaften von antibiotikaresistenten Erregern besser zu verstehen, benötigen wir aber verlässliche In-vivo-Modelle. Unsere Arbeit zeigt im Detail, unter welchen Bedingungen das Insektenmodell reproduzierbare Ergebnisse liefert. Dies ermöglicht es uns, das 3R-Prinzip im Laboralltag praktisch umzusetzen und die Infektionsforschung gleichzeitig effizienter zu gestalten.“
Der entscheidende Vorteil des Modells ist seine breite Anwendbarkeit. Bevor Versuche an Säugetieren überhaupt in Betracht gezogen werden, erlaubt das Modell ein breites Screening zahlreicher Bakterienvarianten oder potenzieller neuer Wirkstoffe in einem lebenden Organismus. „Die Wachsmottenlarve bietet uns ein biologisches System, das wir sehr gut im großen Maßstab einsetzen können“, ergänzt Dr. Elias Eger, Letztautor der Studie und Wissenschaftler am HIOH. „Sie ist zwar kein vollständiger Eins-zu-eins-Ersatz für Säugetiermodelle, funktioniert aber hervorragend als Werkzeug für eine fundierte Vorauswahl. So müssen im Nachgang nur noch die wirklich aussagekräftigsten Isolate in komplexeren Säugetiermodellen validiert werden.“
Die Etablierung des Modells unterstützt den ganzheitlichen Forschungsansatz des HIOH. Ziel ist es, die Ausbreitung und Evolution von antibiotikaresistenten Erregern an den Schnittstellen zwischen Umwelt, Tier und Mensch zu entschlüsseln. Um diese Dynamiken im großen Stil analysieren zu können, benötigen Forschende praxistaugliche und skalierbare In-vivo-Modelle, also Untersuchungen im lebenden System. Das standardisierte Galleria-Modell schließt hier eine wichtige Lücke. Die Studie wurde in der renommierten Fachzeitschrift The Lancet Microbe veröffentlicht und ist das Ergebnis einer internationalen, interdisziplinären Zusammenarbeit. Sie unterstreicht, wie methodische Weiterentwicklungen dazu beitragen können, medizinischen Erkenntnisgewinn und Ethik erfolgreich miteinander zu verbinden.
Originalpublikation:
Schaufler K, Schmidt N, Schwabe M, Heiden SE, Fickenscher H, Woh PY, Tien SB, Velavan TP, Song LH, Neumann B, Idelevich EA, Becker K, Krumbholz A, Kocer K, Boutin S, Nurjadi D, Eger E.: Rethinking virulence screening in Klebsiella pneumoniae: a case for a standardised Galleria mellonella infection model. Lancet Microbe. 2026. 101421 [Epub ahead of print]. DOI: 10.1016/j.lanmic.2026.101421 Weiterlesen

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