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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

20.05.2026, Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL
Insekten in der Stadt: Blumen allein genügen nicht
Was macht einen Stadtgarten attraktiv für Insekten wie solitäre Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen? Und wie gut bestäuben sie Pflanzen in Innenstädten? Eine Studie der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL zeigt, dass Insekten Pflanzen in der ganzen Stadt bestäuben können, sie aber mehr insektenfreundliche Grünflächen brauchen.
* WSL-Forschende haben in Gärten der Stadt Zürich untersucht, wo und wann Insekten Pflanzen bestäuben – und dafür sogar Insektenzungen vermessen.
* Sie zeigen, dass ein grosses Blütenangebot in Privatgärten in der dicht bebauten Innenstadt zwar solitären Wildbienen und Hummeln hilft, aber Käfer und Schwebfliegen dort nicht zu Blumen finden.
* Entsprechend werden die Blumen, die von Käfern und Schwebfliegen bestäubt werden, in dicht bebauten Quartieren kaum bestäubt.
* Insekten in der Stadt brauchen insektenfreundliche Lebensräume auf Quartierebene und nicht nur auf der Ebene einzelner Gärten.
Die Bienensaison ist in vollem Schwung und überall suchen Bienen nach mit Nektar gefüllten Blumen. Wo werden sie und andere hungrige Insekten, die Pflanzen bestäuben, in dicht bebauten Städten fündig? Dieser Frage haben sich WSL-Forschende in einem aufwendigen Versuch gewidmet. Rund 30 unermüdliche Freiwillige haben sich über einen Monat hinweg wiederholt in 24 verschiedenen Gärten in der Stadt Zürich vor Blumentöpfe gesetzt und gewissenhaft jedes Insekt protokolliert und gefangen – für jeweils neun Stunden am Stück.
Dieser Einsatz zeigt erstmals auf, welche Insektenarten im Tagesverlauf welche Gärten und Blüten besuchen und wie gut sie die Blüten bestäuben. «Wir haben uns Stadtgärten angeschaut, die in unterschiedlich stark verdichteten Stadteilen lagen und ein unterschiedlich breites Blütenangebot aufwiesen. Dabei haben wir grosse Unterschiede im Vorkommen verschiedener Insektenarten gefunden», fasst die Ökologin und WSL-Gastwissenschaftlerin Merin Reji Chacko zusammen. Solche Unterschiede zu analysieren, hilft den Forschenden, herauszufinden, wie eine Stadt aussieht, in der Blüten bestäubende Insekten ein passendes Zuhause finden. Das ist wichtig, weil viele dieser Insektenarten, zum Beispiel Hummeln, eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Wild- und Nutzpflanzen spielen. Städte können eine grosse Vielfalt an Wildbienen beherbergen und sind deshalb wichtig für deren Schutz.
Insektenzungen vermessen
Um herauszufinden, wie sich die Insekten an ihre Umgebung anpassen, vermassen die Forschenden sogar die Zungenlänge der einzelnen Tiere. Diese verrät, welche Blüten ein Insekt nutzen kann: Nur Bestäuber mit langen Zungen, wie Hummeln, erreichen den tief verborgenen Nektar von spezialisierten Blüten. Bestäuber mit kürzeren Mundwerkzeugen, wie Schwebfliegen, sind hingegen auf leicht zugängliche Blüten angewiesen.
Die Forschenden stellten fest, dass in blütenreichen Gärten der dicht bebauten Innenstadt besonders grosse Wildbienen wie Hummeln aktiv sind, vermutlich weil sie wegen ihrer Grösse auch über grössere asphaltierte Flächen hinweg zu einzelnen «Blüteninseln» fliegen können. Sie profitieren somit selbst in dicht bebauten Innenstädten von einem vielfältigen Blütenangebot. Doch auch kleine Wildbienen mit relativ langen Zungen profitieren vom reichen Buffet im Garten, vermutlich eben darum, weil sie klein sind und so genügend Nahrung und auch Nistplätze finden. Pflanzen, an deren Nektar nur Insekten mit langen Zungen kommen, können also fast überall in der Stadt gut bestäubt werden.
Blüten fehlen die Bestäuber
Doch nicht alle Insekten bestäuben überall Blüten: Schwebfliegen und Käfer lassen sich mit zunehmend dichter Verbauung immer seltener blicken – und zwar unabhängig davon, wie attraktiv das Blütenangebot im einzelnen Garten ist oder wie lang ihre Zungen sind. Der Grund: Diese Gruppen finden in stark bebauten Quartieren keinen geeigneten Lebensraum. Die federleichten Schwebfliegen, die als Larven Blattläuse fressen, brauchen viele Grünflächen, um sich in der Stadt wohlzufühlen. Viele Käfer, die im Totholz brüten, finden zudem in zubetonierten Gegenden keine passenden Brutstätten. Die Folge ist, dass Blüten, die von solchen Insekten bestäubt werden, in dicht verbauten Stadtteilen seltener bestäubt werden und deshalb weniger Samen und Früchte produzieren.
Einsatz von Privaten und Städten nötig
Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass es den Einsatz auf allen Entscheidungsebenen – von der privaten bis zur Ebene der Stadtplanung – braucht, um die Artenvielfalt und Ökosystemleistungen wie Bestäubung in der Stadt zu fördern. Private Gartenbesitzende können viel erreichen, sagt der Ökologe und WSL-Gastwissenschaftler David Frey, der das Experiment im Rahmen seiner Doktorarbeit an der WSL geleitet hat: «Es lohnt sich immer, auf kleiner Fläche etwas für die Biodiversität zu machen. Sogar wenn man in der Stadtmitte einen sehr isolierten Garten hat. Viele verschiedene Pflanzen anzupflanzen, hat übrigens auch positive Effekte auf die Bodenqualität und sogar den Erholungswert des Gartens.»
Aber die Bemühungen von Einzelpersonen genügen nicht. So sind Käfer und Schwebfliegen auf Lebensräume im ganzen Stadtquartier und nicht nur in einzelnen Gärten angewiesen. Die Co-Erstautorin Reji Chacko sagt dazu: «Wir haben eine erstaunlich grosse Biodiversität in den Städten. Aber es ist wichtig, dass wir sicherstellen, dass jene Grünflächen, die wir haben, geschützt werden. Dies gilt vor allem, wenn wir Städte nach innen und in die Höhe verdichten, wie es zum Beispiel der Richtplan 2040 der Stadt Zürich vorsieht.»
Originalpublikation:
Reji Chacko M., Frey D.J., Albrecht M., Ghazoul J., Moretti M. (2026) No one‐size‐fits‐all: trait‐dependent effects of local plant diversity on pollinators and pollination service in a densifying city. J. Appl. Ecol. 63(5). https://doi.org/10.1111/1365-2664.70384 Weiterlesen

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Portrait: Niasbeo

Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Stare (Sturnidae)
Unterfamilie: Graculinae
Tribus: Graculini
Gattung: Beos (Gracula)
Art: Niasbeo (Gracula robusta)

Niasbeo

Der Niasbeo erreicht eine Körperlänge von 32 cm. Die Federn vor den Augen sind nach innen und oben gerichtet, auf der Mittellinie des Oberkopfes sind sie abgeflacht. Unter den Augen befindet sich ein großer nackter Flecken. Die Kopfseiten hinter den Augen sind durch große Hautlappen charakterisiert, die bis zum Hinterkopf reichen und sich an der Mittellinie treffen. Das Gefieder ist meist schwarz, an der Stirn, am Scheitel und am Körper violett glänzend. Bürzel und Bauch sind türkis gefärbt. Flügel und Schwanz sind bräunlich-schwarz. Die Handschwingenfedern zeigen sehr große weiße Flecken, die sich fast bis zu den Federbasen erstrecken. Die Armschwingenfedern sind am Federschaft weiß. Die Iris ist braun. Die nackte Gesichtshaut und der Kehllappen sind gelb. Der Schnabel ist rot. Die Schnabelbasis ist orangerot und die Spitze ist gelb. Die Beine sind gelb. Der schwere Schnabel ist stark gebogen. Die Geschlechter sehen gleich aus. Die juvenilen Vögel sind bisher unbeschrieben. Weiterlesen

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Portrait: Kragenbär

Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Unterordnung: Hundeartige (Caniformia)
Familie: Bären (Ursidae)
Unterfamilie: Ursinae
Gattung: Ursus
Art: Kragenbär (Ursus thibetanus)

Kragenbär (Zoo Augsburg)

Im Gegensatz zum Amerikanischen Schwarzbären, der oft in verschiedenen Brauntönen gefärbt sein kann, ist der Kragenbär oder Asiatische Schwarzbär meist schwarz gefärbt; bräunliche Exemplare sind sehr selten. Auffälliges Kennzeichen ist eine sichelförmige, weiße Fellfärbung auf der Brust, die ihm den Namen Mondbär verlieh. Den Namen Kragenbär verdankt er den stark verlängerten Haaren im Bereich des Halses. Diese Tiere haben den üblichen kräftigen Körperbau der Bären, der Kopf ist groß und rund und mit kleinen Augen versehen. Die Ohren sind groß und stehen relativ weit auseinander. Die annähernd gleich langen Gliedmaßen sind kräftig, alle Füße tragen fünf Krallen. Wie alle Bären ist der Kragenbär ein Sohlengänger. Die Kopf-Rumpf-Länge dieser Tiere beträgt 120 bis 180 Zentimeter, der Schwanz ist ein 6 bis 10 Zentimeter langer Stummel. Männchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich im Gewicht. Während männliche Tiere 110 bis 150 Kilogramm erreichen, wiegen weibliche Tiere nur 65 bis 90 Kilogramm. Weiterlesen

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Portrait: Weißbart-Ruderfrosch

ohne Rang: Amphibien (Lissamphibia)
Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Neobatrachia
Familie: Ruderfrösche (Rhacophoridae)
Gattung: Polypedates
Art: Weißbart-Ruderfrosch (Polypedates leucomystax)

Weißbart-Ruderfrosch (Tierpark Chemnitz)

Der Weißbart-Ruderfrosch ist eine kleine bis mittelgroße, schlanke Froschart mit spitzer Schnauze. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 6,3 bis 7,3 cm bei Weibchen und 4,7 bis 5,2 cm bei Männchen. Die Grundfarbe variiert von hellbraun bis dunkelbraun über rötlich braun und graubraun bis gelblich braun. Meist verläuft beidseitig ein dunkler Streifen von der Schnauze über das Auge und weiter die Körperseite entlang. Typisch ist auch ein weißer Streifen auf der Oberlippe, der von der Schnauze bis unter das Tympanum (Trommelfell) verläuft. Auf dem Rücken weist die Art zudem oft ein Muster aus dunklen Flecken oder Längsstreifen auf. Auf Bali sind dagegen Tiere ohne Muster am häufigsten. Eine dorsolaterale (seitlich am Rücken liegende) Hautfalte fehlt beim Weißbart-Ruderfrosch, jedoch ist eine Falte über dem Trommelfell vorhanden. Die Finger weisen keine nennenswerten Schwimmhäute auf, während sie an den Zehen sichtbar vorhanden sind. Männchen haben eine mittige, subgulare Schallblase. Weiterlesen

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Das Walross in Brehms Tierleben

Walross-Skelett (Brehms Tierleben)

Die letzte Familie der Ordnung (Trichechina) besteht nur aus einer einzigen Sippe (Trichechus) und Art, dem Walroß oder »Morse«, »Seahorse« der englischen, »Rosmar« der norwegischen Robbenschläger, »Morsk« der Lappen, »Awuk« der Grönländer, »Diud« der Sibirier (Trichechus Rosmarus, Tr. obesus und divergens, Rosmarus arcticus und obesus, Odobaenus Rosmarus), wohl der ungeheuerlichsten aller Robben. Vollkommen erwachsen, erreicht dieses gewaltige Thier eine Länge von 6 bis 7 Meter bei einem Gewichte von 1000 bis 1500 Kilogramm, obschon gegenwärtig so große und schwere Stücke zu den Seltenheiten gehören. Wie bei den Seehunden ist der langgestreckte Leib in der Mitte am dicksten, spitzt sich jedoch von hier an nicht so stark nach hinten zu wie bei anderen Robben. Aus diesem mächtigen Leibe ragen die Gliedmaßen wie große Lappen nach außen und unten hervor, so daß sowohl das Elnbogen- wie das Kniegelenk zu erkennen ist. Alle Füße haben fünf Zehen und diese kurze, stumpfe Krallen, welche hinter jeder Zehenspitze liegen. Der Schwanz erscheint als ein unbedeutender Hautlappen. Weiterlesen

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Johannes Schiller, Uta Berghöfer, Stephanie Jahn: Rewilding am Oderdelta (Rezension)

Was bedeutet Rewilding in genutzten Kulturlandschaften wie dem Oderdelta? Wie bringt man Menschen zum Thema Rewilding zusammen? Was macht eine Landschaft wertvoll? Was wären Sie bereit zu tun, um diese Landschaften zu schützen und zu bewahren? Wie wird über Landschaften gesprochen und verhandelt? Welche Chancen sind mit Rewilding verbunden? Wie und wo macht man den Anfang, um Rewilding-Maßnahmen anzupacken?
Entstanden aus einem inter- und transdisziplinären Forschungsprojekt, verbindet das Buch ökologische, soziale und kulturelle Perspektiven auf Natur und Landschaft. Es dokumentiert Prozesse, Methoden, Konflikte und Visionen – lebendig, praxisnah und anschaulich. Das Oderdelta wird dabei zum Experimentierraum für neue Formen des Naturschutzes, die auf Teilhabe, Vielfalt und Prozessoffenheit setzen. Ein Buch für alle, die sich für Umwelt, Landschaft und Zukunft interessieren – und für neue Wege, wie wir mit der Natur leben wollen.
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Olaf Müller: Eifelgrau – Jagd der Wölfe (Rezension)

In die raue Landschaft der Nordeifel kehren die Wölfe zurück – und mit ihnen die Gefahr. Ein toter Wilderer gibt den Aachener Kommissaren Fett und Conti Rätsel auf: Wurde er von einem Wolf gerissen oder zuerst ermordet? Währenddessen wächst die Zahl der aggressiven Wolfsangriffe rasant und versetzt die Region in Angst und Schrecken. Touristen bleiben aus und die Bauern verzweifeln. Woher kommen die Wölfe plötzlich? Aus den Vogesen? Dort brannte kürzlich ein Labor für Tierversuche. Als sich der französische Inlandsgeheimdienst meldet, erkennen die Kommissare die enorme Gefahr für die Eifel. Weiterlesen

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4. Zooreise 2026 – Tag 3: Keine Märchen mehr

Der letzte Tag der Reise sollte keine Märchen enthalten. Ein paar Zoos und dann … wieder in der Heimat.
Geplant waren Besuche im Zoo Frankfurt, im Zoo Landau und im Zoo Ulm. Aber die Vergangenheit hätte es zeigen können, natürlich kann ein Besuch im Zoo Frankfurt länger als geplant sein und das bedeutet dann auch, dass ein Zoo auf der Strecke bleibt. Diesmal war es der Tiergarten in Ulm.
In Frankfurt gab es um den Bogori-Wald ein lautes, langanhaltendes Froschkonzert. Das war fast durch den ganzen Zoo zu hören.
Im Landauer Zoo waren zahlreiche Zuchtkaninchen samt Nachwuchs in den unterschiedlichsten Größen, Farben und mit den verschiedensten Merkmalen auf der großen Zoowiese zu sehen. Der „Kaninchenzuchtverein P149 Neustadt e.V.“, bei dem der Zoo Landau seit der Übernahme der Deutschen Großsilberkaninchen im neuen Streichelzoo, Mitglied ist, führte diese Ausstellung durch. Es war heiß, aber für Schatten war gesorgt. Und alles was das Kaninchenherz begehrt.
Und sonst?
Beide Zoobesuche waren angenehm, trotz der Hitze, aber ich glaube, dass es heißer nicht hätte sein dürfen. Und es war schön, wieder zuhause zu sein… und ich hoffe, dass im Juni-Urlaub das Wetter etwas gemäßigter ist.

Zoo Frankfurt
Zoo Landau

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Falkenhof Großer Feldberg

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4. Zooreise 2026 – Tag 2: Tischlein Deck Dich!

Am zweiten Tag sollte das Highlight erneut ein Musical in Hanau sein, diesmal auch eines, das sich so nannte, weil mit Liveband. TISCHLEIN DECK DICH
Davor waren Besuche im Opelzoo, im Hessenpark und auf dem großen Feldberg geplant. Aber schon sehr früh wurde klar ….es würde anstrengend werden … nicht wegen des Verkehrs, wegen der Hitze … das war unangenehmer als gestern.
Der Opelzoo war gut besucht, aber einen Andrang an den Kassen gab es nicht, auch nicht als wir gegangen sind. Das hatten wir schon schlimmer erlebt. Weiterlesen

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