Das Archiv – Eine Erklärung

Nachdem der Blog am 25.05.2018 umgezogen ist und der Import der früheren Beiträge nicht so geklappt hat, wie ich es mir vorgestellt habe, fasste ich den Entschluss zu einem Neubeginn. Mehr oder weniger.
Da der ursprüngliche Beutelwolf-Blog bereits seit 2011 existiert haben sich einige Beiträge angesammelt, deren Löschung schade wäre.
Deswegen werden sie auch nach und nach auf diesen Blog übertragen.
Ältere Beiträge werden mit (Archiv) gekennzeichnet und erhalten die Kategorie Archiv.
Ausgenommen davon sind Rezensionen (vor dem 25.05.2018), Tiervorstellungen/Portraits (vor dem 25.05.2018) und diverse Galerien.

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Eine Erklärung zu den Bildern

Die meisten Bilder in diesem Blog wurden von mir selbst „geschossen.“ Ich bin kein guter Fotograf und gehöre wohl in die Kategorie der Einfachdrauflosknipser. Manchmal gelingt aber auch mir ein tolles Bild. Fragen bezüglich Schärfe, Belichtung und Blende kann ich nicht beantworten, das weiß ich entweder nicht oder ich habe nicht darauf geantwortet. Weiterlesen

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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

16.01.2019, Humboldt-Universität zu Berlin
Vom Fossil zum Roboter und zurück
Interdisziplinäres Forscherteam mit Beteiligung der HU erforscht rund 300 Millionen Jahre altes Fossil.
Ein internationales Forschungsteam hat in Kooperation der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) mit der Ècole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) die Bewegung eines frühen Landwirbeltiers erforscht. Die innovative Erforschung von Unsicherheitsfaktoren in der Simulationsstudie sowie ein Roboter-Nachbau des Fossils setzen methodische Maßstäbe und erlauben neue Einblicke in die Biologie des uralten Fossils. Heute wurde die Studie im Fachblatt nature veröffentlicht.
Eine 3-D-Rekonstruktion des Wirbeltierfossils soll ab Ende 2019 auch in der Ausstellung der HU im Humboldt Forum zu sehen sein.
Erkenntnisse durch Rekonstruktion von Bewegung
John Nyakatura, Erstautor und Zoologe vom Exzellenzcluster „Bild Wissen Gestaltung. Ein interdisziplinäres Labor“ der HU untersuchte in enger Zusammenarbeit mit dem „Biorobotics Laboratory“ der EPFL die Fortbewegung des fast 300 Millionen Jahre alten Wirbeltierfossils Orobates pabsti. An der Studie waren darüber hinaus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Jena, Hamburg und London beteiligt. In einem entscheidenden Schritt der Studie wurde vom Schweizer Biorobotics Labor eine biomimetische Laufmaschine, OroBOT, gebaut, die viele Eigenschaften des Fossils berücksichtigt. Der Roboter demonstriert die simulierten Fortbewegungsmuster und ist in der Lage, die Fährten des Fossils Orobates zu erzeugen. Mit Hilfe des Roboters konnten verschiedene Bewegungsmuster systematisch getestet und hinsichtlich ihrer Plausibilität beurteilt werden. Sämtliche zu Grunde liegende Daten wurden zusammen mit den Ergebnissen veröffentlicht.
Orobates pabsti gilt als Schlüsselfossil für das Verständnis der Evolution der Landwirbeltiere. Er ist früher Vertreter einer erfolgreichen Linie von Amniontieren, die zu heutigen Säugetieren, Reptilien (inklusiver aller ausgestorbenen Flug- und Dinosaurier) und Vögeln geführt hat. Für die Studie konnte anhand der Bewegungsrekonstruktion erforscht werden, ob Orobates sich bereits effektiv an Land fortbewegen konnte, was bisher nur für spätere Amniontiere angenommen wurde. Dies wurde durch die neue Studie unterstützt, sodass der entscheidende Schritt der Unabhängigkeit vom Wasser nun einige Millionen Jahre früher angenommen werden muss.
Prof. Dr. John Nyakatura, Erstautor und Zoologe an der HU: „Mit Hilfe von High-Speed-Röntgenvideos und Kraftmessungen von unterschiedlichen Echsen und Salamandern konnten wir zunächst die Prinzipien der Bewegungsmechanik des Spreizganges untersuchen. Diejenigen mechanischen Eigenschaften, die von den heute lebenden Tieren geteilt wurden, konnten wir für die Rekonstruktion der Bewegung des Fossils zu Grunde legen“.
Erfolgreiche Forschungsergebnisse durch Kooperation der Universitäten
Die Untersuchung der lebenden Tiere wurde am Institut für Zoologie und Evolutionsbiologie der Universität Jena durchgeführt, die über eine der seltenen Hightech-Einrichtungen verfügt. Ein detailliertes 3-D Modell des fossilen Skeletts wurde hinsichtlich der zuvor erforschten Bewegungsprinzipien heutiger Tiere in Zusammenarbeit mit den Hamburger Wissenschaftsillustratoren Jonas Lauströer und Amir Andikfar animiert, sodass es in den fossil erhaltenen Fußspuren laufen konnte. „Diese Animation ist keine fertige Idee der Fortbewegung, sondern, ganz im Gegenteil, ein neuartiges Forschungswerkzeug, dass uns hilft verschiedene Variablen der Fortbewegung systematisch durchzuspielen und deren Plausibilität zu beurteilen“ erläutert Nyakatura. Die intensive Zusammenarbeit von Gestaltungsdisziplinen und Wissenschaften ist Programm des Berliner Exzellenzclusters sowie der Forschung von Prof. Nyakatura an der HU.
Weitere Erkenntnisse zur Einschätzung der Plausibilität der Bewegungsrekonstruktion des Fossils wurden durch eine dynamische Simulation gewonnen. Wissenschaftler der Biorobotics Gruppe in Lausanne optimierten den Bewegungsablauf hinsichtlich von Kriterien, die auch bei heutigen Tieren beobachtet werden können.
Die erforschten Daten können auf einer mit der Studie am 16. Januar ab 19 Uhr freigeschalteten Webseite interaktiv manipuliert werden, wodurch Auswirkungen auf die Bewegung für interessierte Nutzer zugänglich gemacht werden.
Weitere Informationen:
Referenz zur Studie: Nyakatura, JA et al. 2019. Reverse-engineering the locomotion of a stem amniote. Nature 565, 351–355
Link zur interaktiven Webseite der Studie
Link zur Originalpublikation Weiterlesen

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Portrait: Dickschwanzbeutelratte

Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Beuteltiere (Metatheria)
Ordnung: Beutelrattenartige (Didelphimorphia)
Familie: Beutelratten (Didelphidae)
Gattung: Lutreolina
Art: Dickschwanzbeutelratte (Lutreolina crassicaudata)
Dickschwanzbeutelratte (The Zoology of the Voyage of H.M.S. Beagle)

Dickschwanzbeutelratte (The Zoology of the Voyage of H.M.S. Beagle)

Vom Körperbau ähnelt die Dickschwanzbeutelratte den Wieseln. Ihr dichtes Fell ist dunkelgelb oder braun gefärbt, die Gliedmaßen sind sehr kurz. Der Schwanz ist durch die dicke, stark behaarte Schwanzwurzel charakterisiert, im Gegensatz zu anderen Beutelratten kann er nicht als Greifschwanz verwendet werden. Die Ohren sind rund und sehr klein, die Schnauze kurz. Diese Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von 21 bis 45 Zentimetern, eine Schwanzlänge von 21 bis 31 Zentimeter und ein Gewicht von 200 bis 550 Gramm. Weiterlesen

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Portrait: Schwimmbeutler

Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Beuteltiere (Metatheria)
Ordnung: Beutelrattenartige (Didelphimorphia)
Familie: Beutelratten (Didelphidae)
Gattung: Chironectes
Art: Schwimmbeutler (Chironectes minimus)
Schwimmbeutler (Brehms Tierleben)

Schwimmbeutler (Brehms Tierleben)

Der Schwimmbeutler oder Yapok aus der Familie der Beutelratten ist das am besten ans Wasserleben angepasste Beuteltier.
Er bewohnt Flüsse und Seen in Mittel- und Südamerika, vom südlichen Mexiko bis ins nördliche Argentinien.
Schwimmbeutler sind großteils Fleischfresser, ihre Nahrung besteht aus Krebsen, Muscheln und Fischen. Gelegentlich nehmen sie auch Wasserpflanzen und Früchte zu sich. Weiterlesen

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Portrait: Kleine Bambusratte

Überfamilie: Mäuseartige (Muroidea)
Familie: Spalacidae
Unterfamilie: Wurzelratten (Rhizomyinae)
Tribus: Rhizomyini
Gattung: Cannomys
Art: Kleine Bambusratte (Cannomys badius)
Kleine Bambusratte (John Gerrard Keulemans)

Kleine Bambusratte (John Gerrard Keulemans)

Die Kleine Bambusratte erreicht eine Körperlänge von 14,7 bis 26,5 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 6 bis 7,5 Zentimeter sowie ein Gewicht von 500 bis 800 Gramm (Lekagul & McNeely 1977 in Nowak 1999). Das dichte und dick wirkende Fell weist eine rötlichbraune bis kastanienbraune, zuweilen auch eine aschgraue Färbung auf. Der mittellange Schwanz ist nur spärlich mit feinem Haar besetzt. Es kann sich im Kopfbereich auch ein weißliches Band zeigen, dass sich seitlich am Schädel entlang zieht. Die kleinen Ohren weisen eine rundliche Form auf und liegen weit hinten, leicht seitlich am Schädel. Eher sehr klein sind auch die seitlich am Schädel liegenden Augen. Die Weibchen verfügen zum Säugen des Nachwuchses im Bereich der Brust und des Bauches über jeweils 2 Paar Zitzen. Weiterlesen

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Portrait: Gelbhosenpipra

Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Schreivögel (Tyranni)
Familie: Schnurrvögel (Pipridae)
Gattung: Pipra
Art: Gelbhosenpipra (Pipra mentalis)
Gelbhosenpipra (Joseph Wolf)

Gelbhosenpipra (Joseph Wolf)

Die Männchen der Gelbhosenpipra werden auch als Michael Jacksons in der Vogelwelt bezeichnet. Um den Weibchen zu imponieren, führt das Männchen der Gelbhosenpipra mehrere Rituale aus. Wie auch andere Pipra-Männchen springt es sehr schnell im Geäst umher und kann, um auf sich aufmerksam zu machen, sehr schrille Töne erzeugen, indem es seine Flügelspitzen 80-mal in der Sekunde zusammenschlägt. Eine besondere Fähigkeit der Gelbhosenpipra ist es, mit kleinen, schnellen Rückwärts-Schritten den Eindruck zu erwecken, dass sie sich rückwärts bewegt, ohne die Beine zu bewegen.
Eine gewisse Ähnlichkeit zu Michael Jacksons Moonwalk ist nicht von der Hand zu weisen.

Das Gefieder der Männchen ist überwiegend schwarz gefärbt. An Kopf und Nacken haben die Federn einen sehr auffallenden roten Ton (daher der englische Name „Red-capped Manakin“). Die Beine heben sich durch ein intensives Gelb ab („Gelbhosen“). Völlig anders und erheblich unauffälliger sehen die Weibchen aus. Ihr Gefieder ist auf der Oberseite des Körpers bräunlich oliv gefärbt. Die Unterseite ist grünlich bis gelblich.

Der Vogel lebt vor allem in den Regenwäldern Kolumbiens, Costa Ricas, Mexikos und Panamas.

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Portrait: Burtongimpel

Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Finken (Fringillidae)
Unterfamilie: Stieglitzartige (Carduelinae)
Gattung: Callacanthis
Art: Burtongimpel (Callacanthis burtoni)
Burtongimpel (John Gould)

Burtongimpel (John Gould)

Der Burtongimpel erreicht eine Körperlänge von siebzehn bis achtzehn Zentimetern. Ein Geschlechtsdimorphismus ist in geringem Maße gegeben. Die Weibchen sind insgesamt etwas stärker graubraun. Ihnen fehlt die orangefarbene Gesichtszeichnung.
Das Männchen des Burtongimpels ist insgesamt kastanienbraun gefärbt. Dabei ist die Körperoberseite etwas dunkler. Der Kopf, die Schwingen und der Schwanz sind schwarz. Die Stirn und die Umgebung der Augen sind rötlich orange. Die Spitzen der großen Flügeldecken sowie der Schwingen sind weiß. Die Füße sowie der Schnabel sind hell hornfarben. Die Augen sind braun.

Das Verbreitungsgebiet des Burtongimpels ist der Himalaya von Pakistan bis nach Sikkim. Ähnlich wie die Schneegimpel (Leucosticte) ist der Burtongimpel ein Vogel der Höhenlagen. Er kommt während des Sommerhalbjahr in Höhenlagen zwischen 2.000 und 3.500 Metern vor. Er ist ein Zugvogel, der während des Winterhalbjahr in tiefere Höhenlagen zieht. Er ist dann in Höhen oberhalb von 1.000 Metern anzutreffen.

Anders als der Schneegimpel errichtet der Burtongimpel sein Nest nicht am Boden, sondern in Koniferen in Höhen zwischen 3 und 21 Metern. Das Nest ist sehr fest und wird aus kleinen Zweigen, Grashalmen, Kiefernadeln und Haaren gebaut. Das Gelege besteht aus drei bis vier Eiern. Es brütet allein das Weibchen

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Portrait: Azorengimpel

Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Finken (Fringillidae)
Unterfamilie: Stieglitzartige (Carduelinae)
Gattung: Eigentliche Gimpel (Pyrrhula)
Art: Azorengimpel (Pyrrhula murina)
Azorengimpel (Joseph Wolf)

Azorengimpel (Joseph Wolf)

Der Azorengimpel wurde zeitweise als Unterart des Gimpels betrachtet. Phylogenetischen Studien zufolge unterscheidet er sich jedoch in der mitochondrialen DNA grundlegend von den britischen und nordeuropäischen Exemplaren der Gimpel. Diese Unterschiede seien größer als unter den Arten der Gattung Loxia in Großbritannien, aber für eine vollständige Klärung dieses Sachverhalts muss die DNA der iberischen Vögel miteinbezogen werden. Daher erhielt der Azorengimpel 1993 den Artstatus.

Der Azorengimpel erreicht eine Größe von 17 Zentimetern. Er ist ein plumper Vogel mit kurzen Flügeln und einem langen Schwanz. Der Scheitel, die Gesichtsmaske, der konische Schnabel, der Schwanz und die Flügel sind schwarz. Der Rücken ist braun. Der Nacken und die Oberschwanzdecken sind grau. Die Unterseite ist rosabraun. Die Geschlechter sind kaum zu unterscheiden, bei den Männchen zeigt die Unterseite jedoch eine mehr blassrosa Tönung.

Das Verbreitungsgebiet des Azorengimpels beschränkt sich auf weniger als 60 km² am Pico da Vara im Osten der Azoren-Insel São Miguel.Noch im 19. Jahrhundert war er häufig, da er jedoch in die Obstplantagen der Bauern einfiel, wurde er als Schädling verfolgt. 1927 galt er zunächst als ausgestorben, doch 1968 hat man einige Exemplare an den Hängen des Pico da Vara wiederentdeckt. Heute geht die stärkste Gefährdung durch Lebensraumverlust und Neophyten aus.

Der Azorengimpel ernährt sich von halbreifen und reifen Samen von Wildkräutern.

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Portrait: Teydefink

Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Finken (Fringillidae)
Unterfamilie: Edelfinken (Fringillinae)
Gattung: Edelfinken (Fringilla)
Art: Teydefink (Fringilla teydea)
Teydefink (Henrik Grönvold)

Teydefink (Henrik Grönvold)

Der Teydefink, auch Teidefink, ist ein zur Familie der Finken gehöriger Singvogel. Er wurde nach dem höchsten Berg der Insel Teneriffa, dem Teide, benannt.
Der Teydefink ist eine endemische Vogelart, die nur auf Teneriffa und Gran Canaria vorkommt. Auf Teneriffa ist er häufig, auf Gran Canaria seltener anzutreffen. Er ist ganzjährig auf beiden Inseln vertreten. Er gilt in seinem Bestand als gefährdet und steht auf den Kanaren seit 1980 unter Schutz.

Mit einer Länge von 16 bis 18 Zentimeter ist der Teydefink sichtbar größer als der Buchfink. Der Schnabel, der Kopf und die Brust sind kräftiger als beim Buchfink.
Die Zeichnung des Gefieders ist unscheinbar. Die Flügel weisen zwei schmale, grauweiße Binden auf, die durch die hellen Endsäume der mittleren und großen Armdecken entstehen. Der dunkle Schwanz enthält kein Weiß.
Das Männchen hat einen blaugrauen Kopf und Mantel (oberer Rücken), die Kehle, Brust und Flanken sind heller bleigrau. Die Unterschwanzdecken sind weiß. Das Weibchen hat eine braungraue Oberseite und eine grauweiße Unterseite.

Der Ruf ist ein zweisilbiges „tjrooit“, mit leicht quietschendem Klang. Der Gesang ist kürzer und weniger kraftvoll als beim Buchfink und wird zum Ende hin langsamer. Er besteht aus mehreren absteigenden und etwas rau klingenden Tönen, von denen der Letzte langgezogen wird. Z. B. „sitt-itt-sitt-rüha-rüha-rrüüAAH“.

Der Lebensraum sind Kiefernwälder. In diesen findet die Brut in 1200 bis 1800 Meter Höhe statt. Die Nahrungssuche erfolgt ebenfalls in Kiefernwäldern, teilweise an Berghängen mit dichtem Buschbestand, in harten Wintern auch in Kulturlandschaften bis hinunter in 500 Meter Höhe.

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Portrait: Königstyrann

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Familie: Tyrannen (Tyrannidae)
Gattung: Königstyrannen (Tyrannus)
Art: Königstyrann (Tyrannus tyrannus)
Königstyrann (Louis Agassiz Fuertes)

Königstyrann (Louis Agassiz Fuertes)

Der Königstyrann ist mit einer Länge von 20-23 cm einer der größten Tyrannen. Sein Kopf und die Oberseite sind schwarz. Die Kehle und das Schwanzende sind weiß, während die Brust weißgrau gefärbt ist. Wenn er seine Scheitelfedern sträubt, wird der rote, längliche Fleck sichtbar. Am Ansatz des breiten und flachen Schnabels sind dunkle dicke Haare erkennbar.

Der Königstyrann lebt in den Waldgebieten, Prärien und auch in den Gärten und Parks der großen Städte auf der gesamten Breite des Nordamerikanischen Kontinents vom südlichen Kanada bis Florida. Im Südwesten dehnt sich sein Lebensraum bis nach Texas und New Mexico aus. Im Herbst zieht er in großen Schwärmen nach Südmexiko und in den Nordwesten Südamerikas, um dort zu überwintern. In den Überwinterungsgebieten sind die Vögel sehr friedlich und wohnen in Gemeinschaften von mehreren tausend Vögeln.

Der Königstyrann trägt seinen Namen nicht grundlos. Selbst von den Indianern wird er wegen seiner Aggressivität und seines Mutes „Kleiner Häuptling“ genannt. Er attackiert sogar weitaus größere Greifvögel und schlägt Raben mit Krallen und Schnabel in die Flucht, aber paradoxerweise lässt er Schwalben auch im Brutrevier in Frieden. Man kann ihn oft auf Stacheldrahtzäunen sitzen sehen.

Die Brutzeit des Königstyrannen beginnt im Frühling direkt nach der Rückkehr aus den Überwinterungsgebieten. Die Männchen kämpfen heftig um die Herrschaft in den Revieren. Sobald ein Revierbesitzer ein passendes Weibchen gefunden hat, balzt er fliegend um seine Wunschpartnerin und stellt seine Scheitelfedern auf.

Das Nest wird von beiden Partnern, meistens auf einem Ast, gebaut. Dazu verarbeiten sie Zweige, Blätter, Gras und Rinde. Die Vertiefung wird vom Männchen mit Federn und weichem Gras ausgelegt, bevor das Weibchen 3–4 weiße oder rosafarbene Eier mit dunkelroten oder braunen Flecken legt. Die Brutdauer beträgt 16–20 Tage; die Nestlingsdauer weitere 14–21 Tage.

Die Nahrung des Königstyrannen besteht hauptsächlich aus Insekten wie Fliegen, Heuschrecken oder Grillen, aber auch Spinnen und Bienen. Gegen Bienenstiche sind sie anscheinend immun. Sie fressen auch Früchte, vor allem im Herbst. Ihre Hauptbeute, Insekten, werden vom Ansitz aus erspäht und blitzschnell erhascht.

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Portrait: Salvadori-Ente

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Anatinae
Tribus: Malacorhynchini
Gattung: Salvadorina
Art: Salvadoriente (Salvadorina waigiuensis)
Salvadoriente (John Gerrard Keulemans)

Salvadoriente (John Gerrard Keulemans)

Die Salvadoriente ist eine kleine Ente und erreicht eine Länge von 43 cm. Ihr Kopf ist dunkelbraun, der Schnabel gelb. Der Körper hat ein dunkelbraun-weißes Streifenmuster. Die Füße sind orange. Sie ist die einzige Ente mit gelbem Schnabel, dunkelbraunem Kopf und Streifenzeichnung auf dem Rumpf auf Neuguinea und damit unverwechselbar.

Die Salvadoriente lebt endemisch im Hochland der Insel Neuguinea. Viel ist nicht über diese Ente bekannt.
Sichtungen der Salvadoriente gibt es von 70 bis 4100 Metern Höhe, sie ist allerdings unterhalb von 600 Metern selten und hält sich vor allem in großen Höhen auf. Sie ist monogam und territorial, lebt und brütet während der Trockenzeit an den Ufern schnell fließender Bäche, Flüsse und an Bergseen. Das Revier wird während des gesamten Jahres verteidigt. Entlang des Baiyer River war ein untersuchtes Revier 1600 Meter lang, am Menga River war eins nur 160 Meter lang. Es werden zwei bis vier Eier gelegt. Das Männchen beteiligt sich an der Jungenaufzucht. Die Ente ist omnivor und sucht ihre Nahrung tauchend.

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