Das Archiv – Eine Erklärung

Nachdem der Blog am 25.05.2018 umgezogen ist und der Import der früheren Beiträge nicht so geklappt hat, wie ich es mir vorgestellt habe, fasste ich den Entschluss zu einem Neubeginn. Mehr oder weniger.
Da der ursprüngliche Beutelwolf-Blog bereits seit 2011 existiert haben sich einige Beiträge angesammelt, deren Löschung schade wäre.
Deswegen werden sie auch nach und nach auf diesen Blog übertragen.
Ältere Beiträge werden mit (Archiv) gekennzeichnet und erhalten die Kategorie Archiv.
Ausgenommen davon sind Rezensionen (vor dem 25.05.2018), Tiervorstellungen/Portraits (vor dem 25.05.2018) und diverse Galerien.

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Eine Erklärung zu den Bildern

Die meisten Bilder in diesem Blog wurden von mir selbst „geschossen.“ Ich bin kein guter Fotograf und gehöre wohl in die Kategorie der Einfachdrauflosknipser. Manchmal gelingt aber auch mir ein tolles Bild. Fragen bezüglich Schärfe, Belichtung und Blende kann ich nicht beantworten, das weiß ich entweder nicht oder ich habe nicht darauf geachtet. Weiterlesen

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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

14.08.2019, Universität Konstanz
Schnelle Evolution: Neue Erkenntnisse zu ihren molekularen Mechanismen
Konstanzer Evolutionsbiologen analysieren die Rolle von microRNAs in der Entstehung neuer Arten
Die Entstehung neuer Arten ist noch immer nicht vollständig verstanden. Welche evolutionären Prozesse führen dazu, dass sich aus einer Tierart heraus eine neue Spezies bildet? In der Evolutionsbiologie wurde klassischerweise davon ausgegangen, dass die geographische Trennung einer Tierpopulation ein entscheidender Faktor ist (allopatrische Artbildung): Eine Tierart wird in zwei oder mehrere vollständig voneinander abgeschottete Teilpopulationen separiert, so dass es keinen genetischen Austausch zwischen den abgespalteten Gruppen mehr gibt. Die Teilpopulationen passen sich an ihren jeweiligen Lebensraum an und entwickeln sich in der Folge zu eigenständigen Arten mit voneinander abweichenden Merkmalen weiter. Der Konstanzer Evolutionsbiologe Prof. Dr. Axel Meyer konnte in den vergangenen Jahren jedoch nachweisen, dass die Entstehung einer neuen Art im gemeinsamen Lebensraum mit ihrer Ursprungspopulation und unter genetischem Austausch mit ihr (sympatrische Artbildung) nicht nur vorkommt, sondern sogar überraschend häufig auftritt. Seine Arbeitsgruppe erforscht die ökologischen und genetischen Mechanismen, die hinter der sympatrischen Artbildung stehen. In einer aktuellen Veröffentlichung im Wissenschaftsmagazin „Molecular Biology and Evolution“ weisen Axel Meyer und seine Mitarbeiter Dr. Paolo Franchini, Peiwen Xiong, Carmelo Fruciano, Ralf Schneider, Joost Woltering und Darrin Hulsey die maßgebliche Rolle der Ribonukleinsäure microRNA in der sympatrischen Artbildung nach.
Rasante Evolution von Buntbarschen
Die Forscher um Axel Meyer fanden in Midas-Buntbarschen aus den vulkanischen Kraterseen Nicaraguas das perfekte Beispiel für ihre Analysen. Diese Buntbarsche sind bekannt für ihre außergewöhnlich schnelle evolutionäre Anpassung und Artbildung. Die Fische stammen ursprünglich aus einer gemeinsamen Population aus den großen Seen Nicaraguas, passten sich aber nach ihrer Umsiedlung in die vergleichsweise jungen Kraterseen an neue ökologische Nischen an, bildeten neue Merkmale aus (z. B. eine schlankere Körperform oder ein neues Gebiss) und entwickelten sich innerhalb von weniger als 22.000 Jahren zu einer Vielzahl eigenständiger Arten weiter. Eine Besonderheit ist, dass sich diese Midas-Buntbarsche teils wiederholt in derselben Population zu unterschiedlichen Arten weiterentwickelten, indem sie sich im gemeinsamen Lebensraum auf unterschiedliche ökologische Nischen spezialisierten. Die Midas-Buntbarsche Nicaraguas zählen zu den bekanntesten Beispielen für sympatrische Artbildung.
microRNA
Die Konstanzer Biologen führten Genanalysen an fünf Arten der Midas-Buntbarsche aus den Kraterseen Apoyo und Xiloá durch. Sie untersuchten dabei speziell die Aufgabe der sogenannten microRNA – einer Ribonukleinsäure, die eine steuernde Wirkung im Prozess der Genexpression innehat und selbst nicht in ein Protein übersetzt wird. Die Forscher stellten eine erhöhte Aktivität von microRNA einen Tag nach dem Schlüpfen von Jungfischen fest – in einer Phase, in der sich die Körperformen der Fische heranbilden. Sie analysierten das Zusammenspiel zwischen microRNA und der Genexpression und identifizierten konkrete Paare aus microRNA und Genen, die aufeinander einwirken. Die microRNA unterdrückt dabei die Ausprägung der jeweiligen Gene und hat somit eine steuernde Wirkung: Je stärker eine bestimmte microRNA aktiv ist, desto nachdrücklicher wird das zugehörige Gen unterdrückt oder „abgeschaltet“. „Unsere Ergebnisse deuten stark darauf hin, dass die extrem schnell erfolgende Regulation von microRNA zur rasanten sympatrischen Artbildung der Midas-Buntbarsche beiträgt“, schildert Paolo Franchini.
Originalpublikation:
Paolo Franchini, Peiwen Xiong, Carmelo Fruciano, Ralf F Schneider, Joost M Woltering, C Darrin Hulsey, Axel Meyer, MicroRNA gene regulation in extremely young and parallel adaptive radiations of crater lake cichlid fish, Molecular Biology and Evolution, msz168
Link: https://academic.oup.com/mbe/advance-article/doi/10.1093/molbev/msz168/5545549 Weiterlesen

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Portrait: Philippinenkrokodil

ohne Rang: Sauropsida
ohne Rang: Archosauria
Ordnung: Krokodile (Crocodylia)
Familie: Echte Krokodile (Crocodylidae)
Gattung: Crocodylus
Art: Philippinen-Krokodil (Crocodylus mindorensis)

Philippinenkrokodil (Zoo Köln)

Im Vergleich zu allen anderen Krokodilen im pazifischen Raum zeichnet sich das Philippinen-Krokodil durch eine sehr breite Schnauze, die mit bis zu 68 Zähnen bewehrt ist, und große Panzerschuppen im Nacken- und Rückenbereich aus.
Mit maximal drei Metern Körperlänge bei männlichen Exemplaren gehört es zu den kleineren Krokodilarten. Die Weibchen dieser Spezies sind kleiner, bis zu 1,5 Metern und bis zu 15 kg Körpergewicht. Das Verhalten des Philippinen-Krokodils wird als scheu und harmlos gegenüber dem Menschen beschrieben, nur bei Provokationen reagiert es aggressiv. Weiterlesen

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Portrait: Waldschildkröte

Ordnung: Schildkröten (Testudinata)
Unterordnung: Halsberger-Schildkröten (Cryptodira)
Familie: Landschildkröten (Testudinidae)
Unterfamilie: Testudininae
Gattung: Chelonoidis
Art: Waldschildkröte (Chelonoidis denticulatus

Waldschildkröte (Zoo Dortmund)

Die Waldschildkröte kann 60–70 cm groß werden. Die Grundfarbe des Panzers ist dunkelbraun bis hellbraun, aber niemals schwarz wie bei der nahe verwandten Köhlerschildkröte (Chelonoidis carbonarius). Auffällig sind die gelben Schuppen an den Beinen, im englischsprachigen Raum wird sie daher als Yellow-Foot Tortoise bezeichnet. Gelbe Flecken finden sich auch als Zeichnung des Kopfes, diese gehen jedoch niemals ins Rötliche über, wie sehr oft bei der Köhlerschildkröte. Trotzdem ist die Abgrenzung zu dieser ähnlich gezeichneten Schildkröte manchmal schwierig.
Der Panzer ist hoch aufgewölbt, aber relativ schmal. Es gibt einen Geschlechtsdimorphismus, die erwachsenen Männchen sind bei dieser Art meist kleiner als die Weibchen.
Charakteristisch für die Waldschildkröten sind paarige, relativ große Schuppen an der Kopfoberseite direkt hinter der Nase, die bei Köhlerschildkröten nicht zu finden sind. Weiterlesen

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Portrait: Hardun

ohne Rang: Toxicofera
ohne Rang: Leguanartige (Iguania)
Familie: Agamen (Agamidae)
Unterfamilie: Agaminae
Gattung: Stellagama
Art: Hardun (Stellagama stellio)

Hardun (Zoo Magdeburg)

Die Männchen des Harduns werden bis zu 38 Zentimeter lang, die Weibchen 30 bis 35 Zentimeter. Diese Agamen sind auffallend robust gebaut und haben ebenso kräftige, mit langen Krallen bewehrte Gliedmaßen. Ihre Oberseite ist mit stark gekielten (dornigen) Schuppen besetzt, besonders in der Nähe der Trommelfelle, im Bereich der Kiefer sowie am Schwanz und an den Beinen. Die Männchen weisen außerdem eine Reihe verdickter Schuppen vor der Kloake und eine doppelte Längsreihe davon über dem Bauch auf. Der wirtelartig bestachelte Schwanz macht etwa zwei Drittel der Gesamtkörperlänge aus. Die Rückenfärbung erscheint hell- bis dunkelgrau, braun oder – bei starker Besonnung – sogar fast schwarz. Die Zeichnung ist unregelmäßig; oft sind auf dem Rücken hellgelbliche, fast rhombische Flecken vorhanden und am ganzen Rumpf helle Sprenkel. Die Unterseiten von Bauch und Gliedmaßen sind gelblich; die Kehle ist dunkel gefleckt. Die Zeichnung des Schwanzes wird durch einen Wechsel von dunklen und hellen Ringen bestimmt. In der Paarungszeit sind die Männchen recht auffällig rötlich oder orange gefärbt. Weiterlesen

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Erlebnistierpark Memleben

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7. Zooreise 2019 – Tag 4: Zum Abschluss noch ein paar Zoos in Sachsen …

Auf der Heimreise waren ursprünglich Besuche in Bad Blankenburg (Falknerei Burg Greifenstein) und Tambach (Wildpark) geplant.
Nach einer Kontrolle meinerseits haben wir auf den Besuch in der Falknerei verzichtet. Flugshow finden täglich Dienstag bis Sonntag um 14 Uhr statt… während der Thüringer Sommerferien auch um 11. Die Sommerferien endeten am 17. August, inwieweit man nun den Sonntag noch als Ferientag sehen kann, weiß ich nicht, aber ich habe mich sicherheitshalber gegen einen Besuch entschieden.
Statt dessen ging es in den Tierpark von Gera, der ursprünglich nicht Teil dieser Reise sein sollte.
Nach einem leckeren Frühstück ging es los. Weiterlesen

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Tierpark Hagenbeck

Mit freundlicher Genehmigung des Tierparks Hagenbeck
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TTT: 10 Bücher mit einem männlichen Hauptcharakter

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Michael Gantenberg: Urlaub mit Esel (Rezension)

Weil seine Frau das so möchte, fährt der Lehrer Björn Keppler in diesem Jahr nicht mit ihr in den Italien-Urlaub, sondern wandert mit einem Esel durch die Uckermark. Der Esel namens Friedhelm möchte oft eher nicht so wie Björn, und Björn wäre lieber woanders. Was hat seine Frau sich nur dabei gedacht? Und wie viel Tier verträgt die Liebe – beziehungsweise umgekehrt?
Es klingt wie unterhaltsame Sommerlektüre.  Ein bisschen Aussteigerromantik gepaart mit Roadmovie. Und immer dabei: Ein Esel.
Es hätte witzig sein müssen, und vielleicht ist Urlaub mit Esel auch witzig gedacht, aber … wenn es mehr Seiten gewesen wären hätte ich abgebrochen. Die Witze sind nicht lustig, jedenfalls konnte ich nicht darüber lachen, der Esel kommt (für meinen Geschmack zu kurz, da ist der Esel bei Stevenson ja noch präsenter) und die beteiligten Personen (egal ob Björn, die Hauptperson, oder alle anderen Nebencharaktere) haben (wie das ganze Buch) schnell genervt. Wer Humor erwartet, wird enttäuscht, wer Tiefe erwartet, wird enttäuscht, wer einen Reisebericht durch die Uckermark erwartet wird ebenfalls enttäuscht. Ich war noch nie in der Uckermark (soweit ich weiß und wenn, dann nur auf der Durchreise und nicht bewusst) und kann nicht beurteilen, ob der Schlag Mensch der dort lebt, so ist wie in dem Buch beschrieben. Aber wie gesagt: Ich hätte das Buch abgebrochen, wenn es dicker gewesen wäre. Es beginnt sehr schnell zu nerven. Leider … Potential für eine unterhaltsame Geschichte wäre vorhanden gewesen … Es beruht nicht einmal auf wahren Begebenheiten, es ist ein fiktives Buch. Muss man nicht lesen (oder anders ausgedrückt: Ein Buch, das man getrost ignorieren kann).

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Douglas Adams/Mark Carwardine: Die letzen ihrer Art (Rezension)

Früher ist Douglas Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“ gefahren. Jetzt unternimmt er mit dem Zoologen Mark Cawardine eine Reise rund um den Globus, zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten des Planeten Erde, zu der Drachenechse von Komodo, zum größten und fettesten Papagei der Welt auf Neuseeland und zu den hörgeschädigten Delphinen des Yangtse.
Das Konzept des Buchs geht ursprünglich auf ein Projekt des World Wildlife Fund und der britischen Wochenzeitung The Observer zurück, für das renommierte Autoren Reportagen über seltene Tierarten verfassten. Adams reiste 1985 nach Madagaskar, um über die seltene Lemurenart Fingertier (Aye-Aye) zu berichten, und schloss dort Freundschaft mit dem Zoologen Carwardine, der damals für den WWF arbeitete.
Aus der gemeinsamen Arbeit entstand die Idee für ein eigenes Projekt, das zunächst als Fernsehserie konzipiert wurde. Aus finanziellen Gründen entschieden sich Adams und Carwardine dann jedoch für die Produktion einer Hörfunkserie für den britischen Sender BBC, die in sechs Folgen im Oktober und November 1989 ausgestrahlt wurde. Eine Urfassung der Folge über das Aye-Aye war schon 1985 als zehnminütiger Kurzbeitrag gesendet worden.
Zeitgleich zur Serie erschien das gleichnamige Buch, das eigentlich als Kompendium gedacht war, inhaltlich allerdings teilweise deutlich von den Radio-Beiträgen abweicht. So fehlt im Buch vor allem der Beitrag über das Amazonas-Manati, weil Adams nach eigenen Angaben nicht rechtzeitig mit der Bearbeitung fertig wurde. Weiterlesen

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