Alle Jahre wieder … Ostern

Der Beutelwolf-Blog weist jedes Jahr aufs Neue darauf hin, dass man keine lebenden Tiere verschenken soll (mit Einschränkungen natürlich, denn mit der entsprechenden Vorbereitung stellt das kein Problem dar. Allerdings muss man sich der Verantwortung bewusst sein, und diese erlischt nicht nach den Feiertagen). Kinder haben von Stofftieren oder Süßkram mehr als von einem Haustier, dessen Anschaffung erst gut überlegt werden muss.
Das sollten Eltern eigentlich wissen, aber das dem nicht so ist, zeigen die Kampagnen, die rechtzeitig zu Ostern (bzw. Weihnachten) gestartet werden. Und ungeliebte Haustiere verhungern, werden ausgesetzt oder landen im Tierheim. Obwohl auch das nicht sein müsste, wenn man sich vorher ausreichend informiert hätte.
Im Internetzeitalter ist das auch gar nicht so schwer.

Übrigens: Das Bild wurde für die Aktion „Keine lebenden Tiere ins Osternest“ entworfen.

Es spricht nichts dagegen, auch dem eigenen (vorhandenen) Tier mal etwas Besonderes zu bieten, auch wenn das nicht an Ostern gebunden ist und tiergerecht sein sollte (also kein Lammbraten…).

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Ein paar Bemerkungen

Bei Abbildungen, die mit Hilfe von ChatGPT entstanden sind, besteht kein Anspruch auf Korrektheit. Es handelt sich um Rekonstruktionen, die Fehler enthalten können.

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TTT: 10 Bücher von meinem SuB, die ich noch in diesem Jahr lesen möchte

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Arthur Parkinson: Mein Leben mit Hühnern

Eine liebevolle Hommage an das einfache Leben
Schon als Kind träumte Arthur Parkinson nicht von Hunden oder Ponys, sondern von Hühnern. Aus dieser frühen Faszination wurde eine lebenslange Leidenschaft. Zwischen Hofleben, Gartenarbeit und dem Beobachten seiner Hühner entwickelte sich eine tiefe Verbindung zur Natur. Dieses liebevoll gestaltete Buch ist eine Hommage an das einfache, ländliche Leben und an die stille Freude, die entsteht, wenn man sich um andere Lebewesen kümmert. Die persönlichen Geschichten und Beobachtungen werden untermalt von Aquarellen, Fotos und Porträts seltener Hühnerrassen. Eine Autobiografie, die davon erzählt, wie das Bauernhof-Leben Halt gibt, entschleunigt und neue Perspektiven eröffnet.
Berührende Erzählung: Arthur Parkinson erzählt in diesem Memoire von seiner lebenslangen Liebe zu Hühnern – persönlich, warmherzig und voller Anekdoten vom Land.
Inspiration für slow living: Das Buch feiert ein achtsames Leben zwischen Garten, Hühnerstall und Jahreszeiten und lädt dazu ein, Ruhe und Gelassenheit neu zu entdecken.
Wissen ohne Belehrung: Das Hühner-Sachbuch stellt unterschiedliche Rassen vor und erklärt ihre Eigenheiten – zugänglich, anschaulich und ohne trockene Fachsprache.
Sanfte Praxisimpulse: Mit alltagstauglichen Ideen zur Gartengestaltung zeigt das Buch, wie sich Hühner artgerecht und harmonisch ins Hofleben integrieren lassen.
Flucht aus dem Alltag: Eine entschleunigende Erzählung über Landleben, Gelassenheit und das Glück im Einfachen.
Was wir von Hühnern über das Leben lernen
Zwischen Bauernhofidylle und Alltag erzählt Arthur Parkinson von einem Leben auf dem Land, das von Fürsorge, Achtsamkeit und Verantwortung geprägt ist. Die Haltung von Hühnern wird dabei zu weit mehr als einem Hobby: Sie schenkt Struktur, Sinn und Ruhe. Wer Tiere pflegt, lernt Geduld, Aufmerksamkeit und gewinnt eine ganz besondere Form von Zufriedenheit. Wer mit dem Gedanken spielt, Hühner zu halten, findet hier Inspiration, erste Anleitungen und praktische Impulse eingebettet in Geschichten vom Hofleben und Leben mit der Natur.
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Struan Murray: Dragonborn (Rezension)

Wenn das Feuer in dir erwacht …
Als Alex‘ brodelnde Gefühle plötzlich ungeahnte Fähigkeiten in ihr wecken, wird ihr Leben völlig auf den Kopf gestellt: Alex ist ein Drache. Auf der legendären Insel Skralla soll sie nun mit anderen Drachenwandlern lernen, ihre Kräfte zu kontrollieren. Doch Alex muss noch viel über ihr Erbe lernen und hat große Schwierigkeiten dabei, sich zu verwandeln. Und kaum hat sie sich auf der Akademie eingefunden, da erhebt sich eine ungeahnte dunkle Macht. Drak Midna, der größte Drache von allen, plant die Auslöschung aller Menschen …
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Kay Noa: Ordo Draconis 4 – Zeitenwende (Rezension)

Wenn die Welt ihrer bedarf, erwachen die Drachen!
Ian Treveljan liebt sein beschauliches Leben als schlechtester Fischer von Baltbury und hält Drachen für eine der albernen Legenden, die sein Opa abends im Pub so gerne erzählte.
Doch sein Weltbild gerät gehörig ins Wanken, als ihm tatsächlich ein solches Wesen ins Netz geht.
Wasserdrache Morhwed ist genau so überrascht von dieser Begegnung. Zwar wäre er durchaus bereit, die Welt zu retten, aber nur, wenn man ihn anständig fragt. Doch wenn man von einem ihm unbekannten Jungdrachen unsanft aus dem Schlaf gerissen wird und auch noch beinahe in der rauen See vor der Küste Cornwalls ertrinkt, verliert auch der stärkste Drache die Freude an seinem Schicksal.
Nachdem auch Ian sich nicht nur weigert, als Drachenvertrauter anzuheuern, sondern auch überhaupt kein Interesse am Weltenretten zeigt, beschließt Mohrwed, erst einmal bei einer Shisha sein Leben neu zu ordnen.
Damit scheint die Legende der Drachen zu einem unerwarteten und eher beschaulichen Ende zu finden.
Aber die patente Meeresbiologin Madeline appelliert beharrlich an das Gewissen der beiden und schließlich gelingt es ihr mit List, Charme und ihrer Robbe Selkie, beide dazu zu überreden, mit ihr die Küste Englands entlang nach Norden zu segeln, um die anderen Drachen zu suchen.
Unterwegs wird schnell klar, wie wichtig es ist, ein echtes Team zu bilden und das aus den Fugen geratene magische Gleichgewicht zu reparieren.
So beginnt für Ian und seine Crew ein verrückter Törn, der von Land’s End bis zu den Äußeren Hebriden führt, wo es gilt, mit vier sehr meinungsstarken Drachen eine jahrtausendealte Weissagung zu erfüllen, während unbarmherzige Gegner alles daran setzen, genau das auf höchst dramatische Weise zu verhindern.
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2. Zooreise 2026: Tag 3 – Nach Hause

Vogelgrippewarnung im Tierpark Chemnitz

Auf der Heimreise waren ursprünglich nur Besuche in den Zoos von Chemnitz, Aue und Bayreuth geplant, aber kurzfristig haben wir noch den Amerika-Tierpark in Limbach-Oberfrohna eingeschoben. In allen Zoos hat sich einiges getan, selbst in Chemnitz, dessen Besuch noch nicht so lange zurück liegt.
Auf dem Weg nach Bayreuth hat es geregnet, in Bayreuth hat es aber aufgehört und so war der Besuch des Röhrensees durchaus trocken. Auf dem Weg nach Hause hat es hin und wieder geregnet, leider auch als wir zuhause ankamen, aber nicht so stark. Es war erträglich aber es wäre schöner gewesen das Gepäck bei trockenem warmen Wetter in die Wohnung zu transportieren und nicht bei regnerischen vier Grad.
In Chemnitz haben wir auch noch Spüren der Vogelgrippe gesehen, Wege waren gesperrt und der große Ententeich sowie der Flamingoteich lagen trocken. Flamingos hat man in ihrem Haus gesehen (und gehört), die Enten nicht.
Die Alpakaanlage im Amerika-Tierpark war geschlossen, zumindest für Besucher. Ob dauerhaft oder nur kurzfristig… ich weiß es nicht. Aber in allen Zoos mit Ausnahme des Röhrensees gab es Baustellen oder zumindest Hinweise auf anstehende Baustellen (wie zum Beispiel ein neues Haus für die Kurzkopfgleitbeutler im Zoo der Minis)

Tierpark Chemnitz
Amerika-Tierpark
Zoo der Minis
Tierpark Röhrensee

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Zoopresseschau

Tierpark Nordhon 13.03.2026
Foto-Ausstellung „Wiesenvögel“ im Tierpark eröffnet
Naturfotograf Bernd Dieken zeigt Bilder im Heuerhaus des Familienzoos Am Freitag, den 13. März wurde eine neue Fotoausstellung im Heuerhaus des Familienzoos feierlich eröffnet. Gezeigt werden großformatige Fotografien des Nordhorner Hobby-Naturfotografen Bernd Dieken mit Motiven der imposanten Wiesenvögel wie Großer Brachvogel, Uferschnepfe, Kiebitz und Co.. Es handelt sich dabei um Aufnahmen die in der Grafschaft Bentheim, in Overijssel, an der Nordseeküste sowie am Dümmer entstanden sind. Bernd Dieken ist Mitglied der NABU-Fotogruppe und ihn faszinieren besonders die selten gewordenen Wiesenvögel. „Mich begeistert an den Wiesenvögeln vor allen Dingen ihre Farbpracht und die charakteristischen Rufe. Mit meinen Bildern möchte ich bei den Besuchern erreichen, dass sie diese ebenso wertschätzen lernen wie ich. Die Wiesenvögel haben es aufgrund der Veränderungen in der landwirtschaftlichen Tierhaltung und der Entwässerung von Feuchtwiesen als natürlichem Lebensraum schwer geeignete Nistplätze zu finden – sie sind hoch bedroht.“ Teil der neuen Fotoausstellung ist auch das „Brachvogelprojekt“ des Nordhorner Tierparks. Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich der Familienzoo gemeinsam mit Partnern und Behörden im Natur- und Umweltbereich für den Erhalt der Grafschafter Wiesenvogelbestände. Ein Einblick in die konkreten Schutzbemühungen ist in der Ausstellung zu sehen „Wir sind sehr froh, unseren Besuchern diese Ausstellung nicht nur präsentieren zu können, sondern sogar Teil davon zu sein“ so Tierparkleiter Dr. Nils Kramer. „Es ist ein absoluter Mehrwert für unsere Gäste! Und das Beste ist – der Besuch der Ausstellung ist im Tierparkeintritt inbegriffen.“ Neben der Ruhe, die die Zoogäste auch an vollen Tagen im Ausstellungsraum mit der besonderen Atmosphäre genießen können, spielt auch der Bildungsaspekt bei den Fotoausstellungen immer eine Rolle. Die Besucher können durch die ausdrucksstarken Bilder viel über die heimische Natur lernen. Unter den geladenen Gästen der Ausstellungseröffnung konnte der Fotograf auch Vertreter der Sparkasse begrüßen, die die diesjährige Fotoausstellung gefördert hat. Noch bis Mitte November ist die Ausstellung im Heuerhaus zu den Öffnungszeiten des Tierparks zu sehen und bietet auch den im Heuerhaus stattfindenden Standesamtlichen Trauungen ab sofort einen stimmungsvollen Rahmen. Weiterlesen

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2. Zooreise 2026 – Tag 2: Mal kurz nach Tschechien

Schreckenstein um 1850 (Wilhelm Kandler)

Tag zwei unserer Reise sollte uns nach Tschechien führen. Geplant waren Besuche in den Zoos von Decin und Usti, aber auch mit Chomutov habe ich geliebäugelt. Und mit Dresden, obwohl der letzte Zoobesuch nicht wirklich lange zurücklag. Aber das erste Ziel war Usti…und jedes Mal wenn wir dort hin fahren frage ich mich was man sonst noch machen kann… nur um das dann wieder zu vergessen. Weiterlesen

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2. Zooreise 2026 – Tag 1: München – Dresden

Die zweite Zooreise in diesem Jahr …. und anders als bei der ersten sollten nur Zoos auf dem Programm stehen. Auf dem Weg nach Dresden waren Besuche in den Zoos von Nürnberg, Hof und Limbach-Oberfrohna geplant.
Als wir aufstanden regnete es, aber es hörte auf bevor wir Nürnberg erreichten … und es blieb trocken. Weiterlesen

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Neues aus Wissenschaft und Natuschutz

10.03.2026, Max-Planck-Institut für biologische Intelligenz
Citizen-Science-Studie zeigt: Der Mäusebussard verliert seine Farbvielfalt
• Farbkartierung: Forschende nutzten fast 100.000 Beobachtungen aus der Bevölkerung, um die Gefiederfarbe des Mäusebussards in Europa zu kartieren.
• Unerwartetes Ergebnis: Das Verteilungsmuster der unterschiedlichen Gefiederfarben lässt sich nicht mit Theorien erklären, die die Farbe mit dem Lebensraum oder dem Klima in Verbindung bringen.
• Schwindende Vielfalt: In den letzten 20 Jahren nahm die Anzahl der Vögel mit mittlerer Färbung in ganz Europa stark zu, während die Zahl der dunkleren und helleren Vögel zurückging.
• Zukünftige Forschung: Weitere Studien müssen zeigen, ob die verändernde Vielfalt Auswirkungen auf die Anpassungsfähigkeit dieser Vogelart hat.
Der Mäusebussard ist einer der bekanntesten Raubvögel Europas. Wir können ihn oft beobachten, wie er auf Zaunpfählen nach Mäusen oder Würmern Ausschau hält oder während der Balzzeit spektakuläre Sturzflüge über Feldern vorführt. Im Französischen trägt er den Namen buse variable, also „variabler Bussard”, was darauf zurückzuführen ist, dass seine Gefiederfärbung sehr vielfältig ist und von hell bis dunkel reicht. Dies hat schon dazu geführt, dass einige Individuen für andere Arten gehalten wurden. Seit Jahren protokollieren Naturliebhaber in ganz Europa ihre Bussard-Sichtungen online. Mithilfe dieser Aufzeichnungen ist es Forschenden des Max-Planck-Instituts für biologische Intelligenz und ihren Kooperationspartnern nun gelungen, die erste kontinentweite Karte der Gefiederfärbung des Bussards zu erstellen und nachzuverfolgen, wie sie sich verändert.
Eine Karte der Gefiederfärbung
Im gesamten Tierreich erfüllt Farbe viele Zwecke – sie spielt eine Rolle bei der Tarnung, der Thermoregulierung oder der Balz. Selbst innerhalb einer einzigen Art kann es große farbliche Unterschiede geben. Einige ökologische Theorien sagen bestimmte Färbungsmuster voraus: Dunkleres Gefieder beispielsweise in Wäldern zur Tarnung und in kälteren Regionen zur Absorption der Sonnenwärme. Ob diese Theorien aber auch die Farbvariationen beim Mäusebussard erklären können, war bisher nicht bekannt.
Die nun veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass hellere Mäusebussarde eher in Nord- und Mitteleuropa zu finden sind, während dunklere Vögel häufiger in der Bretagne und auf der Iberischen Halbinsel vorkommen. Die Zwischenform, eine weder besonders dunkle noch besonders helle Färbung, ist am häufigsten in Südosteuropa und auf den Britischen Inseln anzutreffen. Dies entspricht einem geografischen Mosaik, das nur lose mit den untersuchten Umweltfaktoren zusammenhängt.
„Interessanterweise konnten die von uns getesteten ökologischen Theorien die Farbvariationen bei Mäusebussarden nur in sehr geringem Maße erklären. So waren beispielsweise hellere Vögel eher in kälteren Regionen vorherrschend und nicht in wärmeren“, sagt Kaspar Delhey, Erstautor der Studie und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für biologische Intelligenz. „Die Farbe des Mäusebussards wird vererbt, sodass diese Muster stattdessen eher widerspiegeln könnten, wie der Mäusebussard nach der letzten Eiszeit Europa besiedelt hat. Es könnten auch noch nicht identifizierte ökologischen Faktoren eine Rolle spielen – oder auch beides. Der Mäusebussard ist einer der am weitesten verbreiteten und farblich variabelsten Vögel Europas. Er ist daher ein aussagekräftiges Modell, um zu verstehen, wie eine solche Vielfalt in wildlebenden Populationen erhalten bleibt oder verloren geht. Die Beobachtungen aus der Bevölkerung liefern eine unglaubliche Quelle an Informationen, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen.“
Abnehmende Vielfalt
Die Studie vereint Beobachtungen von Bürger*innen aus verschiedenen Quellen, darunter ein von den Forschenden Elena Kappers und Bart Kempenaers speziell entwickeltes Portal. Dort konnten Beobachtende die Farbe von Bussarden auf einer Sieben-Punkte-Skala von hell bis dunkel bewerten. Zudem analysierte das Team die Farbe von Tausenden weiterer Bussard-Fotos, die von der Öffentlichkeit auf Online-Plattformen wie iNaturalist, Observation.org und Ornitho.it bereitgestellt wurden – und stellte so einen Datensatz mit fast 100.000 Beobachtungen zusammen, der mehr als zwei Jahrzehnte zurückreicht. Das Team verglich die Sichtungen mit Satellitendaten zu Klima, Vegetation und Boden und erstellte statistische und räumliche Modelle, um die Ergebnisse zu interpretieren.
Mit diesem Ansatz konnten die Wissenschaftler*innen verfolgen, wie sich die Färbung im Laufe der Zeit verändert hat. Frühere örtlich begrenzte Studien hatten gezeigt, dass Bussarde mit mittlerer Färbung tendenziell fitter sind, bessere Überlebenschancen haben und mehr Nachkommen zeugen als Vögel mit sehr heller oder dunkler Färbung. Die Analyse der europaweiten Daten spiegelt diese Ergebnisse wider. 2022 machten Bussarde mit mittlerer Färbung einen deutlich größeren Anteil der europäischen Population aus als im Jahr 2000, während der Anteil dunkler und heller Vögel um 22 bzw. 14 Prozent zurückging – ein Zeichen dafür, dass die Vielfalt, die dem französischen Namen des Vogels zu Grunde liegt, immer mehr verschwindet.
„Wir haben zwar einige Zusammenhänge zwischen Umweltveränderungen wie dem Rückgang der Bewaldung festgestellt, aber diese erklären nur einen Teil der Ergebnisse“, sagt Bart Kempenaers, Leiter der Abteilung Ornithologie am Max-Planck-Institut für biologische Intelligenz. „Wenn der Verlust an Farbvielfalt einen Verlust an genetischer Variation widerspiegelt, könnte dies die Anpassungsfähigkeit der Mäusebussarde an künftige Umweltveränderungen beeinträchtigen. Die Entschlüsselung der historischen, genetischen und ökologischen Faktoren, die hinter dem Verlust der Farbvielfalt stehen, sowie der Frage, wie sich die Färbung auf die Fitness auswirkt, muss nun Priorität haben. Dabei bieten Genomik und Museumspräparate die Möglichkeit, sowohl die lange Geschichte der Art als auch die genetischen Folgen des aktuellen Verlusts an Vielfalt zu erforschen. Was mich an der Studie jedoch am meisten begeistert, ist zu sehen, was Citizen Science ermöglicht: eine großartige Zusammenarbeit, die uns Fragen erforschen lässt, die sonst unerreichbar wären.“
Originalpublikation:
Environmental correlates of spatio-temporal patterns of colour variation in a bird of prey: The common buzzard (Buteo buteo)
Kaspar Delhey, Elena F. Kappers, Mihai Valcu, Christiaan Both, Bart Kempenaers
IBIS – International journal of avian science, online 7. March 2026
https://doi.org/10.1111/ibi.70041 Weiterlesen

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Tierpark Röhrensee

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