Das Archiv – Eine Erklärung

Nachdem der Blog am 25.05.2018 umgezogen ist und der Import der früheren Beiträge nicht so geklappt hat, wie ich es mir vorgestellt habe, fasste ich den Entschluss zu einem Neubeginn. Mehr oder weniger.
Da der ursprüngliche Beutelwolf-Blog bereits seit 2011 existiert haben sich einige Beiträge angesammelt, deren Löschung schade wäre.
Deswegen werden sie auch nach und nach auf diesen Blog übertragen.
Ältere Beiträge werden mit (Archiv) gekennzeichnet und erhalten die Kategorie Archiv.
Ausgenommen davon sind Rezensionen (vor dem 25.05.2018), Tiervorstellungen/Portraits (vor dem 25.05.2018) und diverse Galerien.

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Eine Erklärung zu den Bildern

Die meisten Bilder in diesem Blog wurden von mir selbst „geschossen.“ Ich bin kein guter Fotograf und gehöre wohl in die Kategorie der Einfachdrauflosknipser. Manchmal gelingt aber auch mir ein tolles Bild. Fragen bezüglich Schärfe, Belichtung und Blende kann ich nicht beantworten, das weiß ich entweder nicht oder ich habe nicht darauf geantwortet. Weiterlesen

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Ausgestorbene Sperlingsvögel seit 1500 – Mohoidae (Archiv)

(Erstveröffentlichung am 12. März 2012)

Reihe: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeres)
Familie: Mohoidae
Arten: Schmalfederhonigfresser (Chaetoptila angustipluma),Krausschwanzmoho (Moho apicalis), Ohrbüschelmoho (Moho bishopi), Prachtmoho (Moho nobilis), Schuppenkehlmoho (Moho braccatus)

Die Mohoidae sind eine erst 2008 aufgestellte Familie der Singvögel, zu der fünf erst in der Neuzeit ausgestorbene nektarfressende Vogelarten gehören, die endemisch auf Hawaii lebten. Sie wurden vorher zu den Honigfressern gestellt.
In einer phylogenetischen Untersuchung, in der man DNA-Sequenzen von Museumsexemplaren untersucht hat, wurde festgestellt, dass die Mohoidae nicht mit den Honigfressern verwandt sind, sondern mit den Seidenschwänzen, den Seidenschnäppern und dem Palmschwätzer.
Die Mohoidae trennten sich evolutionär mit ihrer Ankunft auf Hawaii vor 14 bis 17 Millionen Jahren von ihren Verwandten. Die Verwandtschaft mit den Seidenschwänzen und den zwei anderen Taxa bedeutet auch, das sie holarktischen oder neotropischen Ursprungs sind und nicht aus dem südlichen Pazifik stammen.
Die Ähnlichkeit mit den Honigfressern hat sich in Anpassung an die Ernährung konvergent entwickelt. Zu diesen Anpassungen zählen ein langer, gebogener Schnabel, eine lange Zunge mit pinselartiger Spitze, um Nektar aufzunehmen und kräftige Beine und Füße, um sich bei der Nahrungsaufnahme festzuhalten.
Mohoidae ist die einzige neuzeitlich komplett ausgestorbene Vogelfamilie. Weiterlesen

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Wichtige (deutsche) Zoo-Organisationen II (Archiv)

DEUTSCHE TIERPARKGESELLSCHAFT
Die Deutsche Tierparkgesellschaft (DTG) ist eine Vereinigung tiergärtnerischer Einrichtungen aus Deutschland und angrenzenden Gebieten.
Sie wurde 1976 gegründet und dient heute in der Hauptsache dem Informations- und Gedankenaustausch sowie der Weiterbildung seiner Mitglieder. Die Jahreshauptversammlung und ein Seminar finden alljährlich statt, weitere Seminare in loser Folge.
Seit 2007 ist die DTG assoziiertes Mitglied der World Association of Zoos and Aquariums (WAZA).
Die DTG ist der mitgliederstärkste Verband tiergärtnerischer Einrichtungen innerhalb Deutschlands. Ihr sind mehr als 70 Mitgliedsparks angeschlossen. Auch mit den anderen deutschen Zooverbänden existiert eine enge Zusammenarbeit.
Die DTG engagiert sich auch in deutschen Artenschutzprojekten und unterstützt unter anderem den Schutz des Europäischen Nerzes und die Steinkauzauswilderung in Sachsen-Anhalt.
Deutsche Tierparkgesellschaft Weiterlesen

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Zoo Salzburg

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Ausgestorbene Vögel seit 1500 – Papageien 2 (Archiv)

(Erstveröffentlichung am 27. Oktober 2015)

Die Aruba-Amazone (Amazona barbadensis canifrons) ist eine ausgestorbene Unterart der Gelbschulteramazone. Sie war auf der Insel Aruba bei Barbados endemisch. Über ihre Lebensweise ist nichts bekannt geworden.
Beschrieben ist nur der Holotypus, ein im Frühjahr 1882 nach New York gebrachter Käfigvogel, der später starb und dessen Kadaver anschließend entsorgt wurde. Er hat eine Länge von 36 cm. Das Gefieder ist allgemein grün. Der Unterbauch ist bläulich verwaschen. Die Handschwingen sind tiefblau. Der Flügelspiegel ist hellrot. Die Nackenfedern haben schwarze Säume. Die Kehlfedern sind gelblich durchsetzt. Stirn, Kinn und Oberkehle sind grau. Der Oberkopf ist stumpf hellgelb. Die Kopfseiten sind stumpfgelb. Die Schenkel sind grau. Der Schwanz ist grün, die Schwanzbasis ist gelb mit einer roten Zeichnung und einer hell grünlichgelben Endbinde. Der Schnabel ist weißlich hornfarben, die Schnabelspitze dunkel. Beine und Füße sind dunkelgrau.
Das Typusexemplar der Aruba-Amazone wurde 1882 lebend gefangen und 1883 von George Newbold Lawrence beschrieben. Obwohl er darum bat, den Vogel nach dessen Tod zu konservieren, wurde dies versäumt. Lawrence versicherte sich jedoch, dass sich das Gefieder des Vogels zu dessen Lebzeiten nicht verändert hatte. In der Folgezeit starb die Amazonenpapageien-Population auf Aruba aus, so dass kein weiteres Exemplar dieser Unterart mehr gesammelt werden konnte. Weiter wurde diese Rasse in der zeitgenössischen ornithologischen Literatur stark ignoriert, zumal der Ornithologe Ernst Hartert diese Form bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts als identisch mit der Gelbschulteramazone betrachtete. So findet sie weder in der Checklist of the Birds of the World (1937) von James Lee Peters noch im Werk Extinct and Vanishing Birds of the World (1967) von James Cowan Greenway Erwähnung. Karel Voous gab 1957 an, dass die Aruba-Amazone vermutlich zwischen 1944 und 1947 verschwand. Die letzten Individuen wurden entweder als Plage verfolgt und vergiftet, weil sie große Schäden in den Obstgärten anrichteten, oder sie wurden zu hohen Preisen verkauft. In der Folgezeit machte Voous darauf aufmerksam, dass zwei Individuen in den Aufzeichnungen eines B. Hartwell erwähnt wurden, so dass vermutlich ein paar Exemplare noch nach 1947 überlebt haben könnten. Gleichzeitig zweifelte Voous daran, dass das Typusexemplar von Lawrence tatsächlich von Aruba kam, da erhebliche individuelle und geografische Variationen der Gelbschulteramazone existieren. Daher ist es unsicher, ob die Aruba-Amazone tatsächlich ein valides Taxon repräsentiert. Weiterlesen

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Die Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (Archiv)

(Erstveröffentlichung am 14. Dezember 2012)

Nicht nur Wildtiere sind vom Aussterben bedroht, auch viele Haus- und Nutztiere teilen dieses Schicksal mit ihren wilden Verwandten.
Natürlich mag es fraglich sein, welchen Sinn es macht, alte und wenig ertragreiche Rassen (oder nicht mehr dem Modeideal entsprechende Hunde- und Katzenrassen) erhalten zu wollen, aber es gibt Bestrebungen zahlreicher Organisationen die landwirtschaftliche (Tier)Biodiversität zu erhalten.
Auch einige Zoos haben sich auf die Erhaltung bedrohter Haus- und Nutztierrassen spezialisiert, etwa der Tierpark Arche Warder in der Nähe von Kiel und der Haustierhof Reutemühle am Bodensee.
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Wildpark Wildbichl

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Kryptiden der Welt – Unbekanntes Australien (Archiv)

(Erstveröffentlichung am 3. Januar 2018)

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Blutegel als Haustiere (Archiv)

(Erstveröffentlichung am 8. August 2017)
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Zoopresseschau

Zoo Magdeburg 17.08.2018
Weißes Löwen-Quartett vorgestellt
Die ersten Erkundungstouren außerhalb der „Mutterbox“ hat der jüngste Vierlingsnachwuchs der weißen Löwen unternommen, der am 5. Juli 2018 geboren wurde. Der Kurator für Tierbestand und Artenschutz, Konstantin Ruske, und die Bereichsleiterin, Susann Paelecke, führten beim Löwennachwuchs heute einen Gesundheits-Check durch und kontrollierten dabei auch die Gewichte der Jungtiere. Das Geburtsgewicht wurde mit etwa 1,5 Kilogramm geschätzt. Die heutige Gewichtsmessung ergab: Kater 1: 6,6 kg Kater 2: 6,2 kg Kater 3: 6,5 kg Katze: 5,5 kg. Im Zoo Magdeburg ist der erneute Nachwuchs der weißen Löwen bereits der dritte Zuchterfolg bei diesen seltenen Löwen. Im Jahr 2016 wurden sechs weiße Löwen im Zoo Magdeburg geboren. Unsere vier Löwenjungtiere sind zeitweise bereits auf der Außenanlage des Löwenhauses für die Besucher zu sehen. Weiterlesen

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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

3.08.2018, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)
Wie Vögel lernen
Singvögel können sowohl durch Beobachten als auch mittels Experimentieren neue Fähigkeiten erlernen. Durch Experimentieren erworbene Fähigkeiten können sie allerdings besser an neue Situationen anpassen, wie Wissenschaftler der ETH und der Universität Zürich zeigen konnten. Die Forscher sehen auch Parallelen zum Lernen bei Kindern.
Kinder lernen ständig Neues. Das Gelernte zu verallgemeinern und es auch in unbekannten Situationen anzuwenden, fällt ihnen aber je nach Lernweise unterschiedlich leicht. Ganz ähnlich geht es Singvögeln. Auch sie müssen in den ersten Monaten ihres Lebens vieles lernen, beispielsweise den charakteristischen Gesang ihrer Artgenossen. Und auch Vögel bedienen sich wie der Mensch verschiedener Lernweisen. Wie sich diese auf die Fähigkeit zu verallgemeinern auswirken, haben Wissenschaftler unter der Leitung von Richard Hahnloser, Professor an der ETH Zürich und der Universität Zürich, nun bei Zebrafinken untersucht.
In Experimenten konnten die Forschenden zeigen, dass Zebrafinken durch das Beobachten eines Artgenossen lernen können. Die Vögel mussten durch Ausprobieren und Feedback lernen, Vogelgesangsvarianten nach ihrer Länge in zwei Klassen zu unterscheiden. Ohne spezielle Vorbereitung beherrschten die Vögel die Aufgabe im Mittel nach 4700 Wiederholungen. Konnten die Finken ihre Artgenossen zuvor beim Lernen dieser Aufgabe beobachten, brauchten sie nur 900 Wiederholungen. Weil in dieser Versuchsanordnung aus statistischen Gründen 800 Wiederholungen benötigt werden, um das Können der Tiere zu evaluieren, heisst das: Die beobachtenden Vögel beherrschten die Aufgabe praktisch von Anfang an.
Besser verallgemeinern
Anschliessend testeten die Forscher, wie gut die Vögel eine zweite, ähnliche Aufgabe lösen konnten. Die Zebrafinken mussten einen anderen Satz an Gesangsvarianten ebenfalls nach ihrer Länge unterscheiden. Dabei zeigte sich: Die Vögel, welche die erste Aufgabe von Anfang an mittels Ausprobieren und Feedback lernten, konnten die zweite Aufgabe praktisch von Beginn an, nach im Mittel 800 Durchgängen. Die Artgenossen, welche die erste Aufgabe vor allem durch Beobachten lernten, brauchten für die zweite Aufgabe hingegen im Mittel 3600 Durchgänge.
«Bei den Zebrafinken ist demnach das Lernen durch Ausprobieren die robustere Lernmethode», fasst Hahnloser zusammen. «Vögel, die eine Fähigkeit durch Ausprobieren gelernt haben, können diese besser verallgemeinern und an neue Situationen anpassen als solche, welche die Fähigkeit durch Beobachten lernten.»
Beide Lernmethoden haben ihre Vorteile
Gagan Narula, Postdoc in Hahnlosers Gruppe und Erstautor der Studie, weist auf die Parallelen zum Lernen von Kindern und Jugendlichen hin: «Der handlungsorientierte Unterricht, bei dem das Ausprobieren und Experimentieren im Zentrum steht, setzt sich auch in den Schulen immer stärker durch. Zunehmend wird sogar Mathematik in der Sekundarschule mit Hilfe von Experimenten unterrichtet.»
«Beide Lernmethoden haben jedoch ihre Vorteile», sagt Hahnloser. «Lernen durch Beobachten ist schneller.» Er weist darauf hin, dass in unserem Bildungssystem bewusst beide Lernmethoden zur Anwendung kommen: Einerseits der Frontalunterreicht und das Beobachten, andererseits Experimente, Übungen und Hausaufgaben.
Gehirn unterschiedlich involviert
Neuronale Computermodelle halfen den Wissenschaftlern, ihre Ergebnisse zu interpretieren. Aufgrund der Modellrechnungen gehen die Forschenden davon aus, dass im Gehirn der Vögel beim Beobachten viele Nervenzellsynapsen beteiligt sind, diese allerdings verhältnismässig schwach. Beim Ausprobieren hingegen sind nur wenige Synapsen beteiligt, diese jedoch besonders stark, was sich in einer höheren Fähigkeit zur Verallgemeinerung auswirkt. Hahnloser drückt es so aus: «Beim Beobachten merken sich die Vögel ganz viele Gesangsdetails, von denen viele für die Lösung des Lernproblems irrelevant sind. Beim Ausprobieren hingegen merken sich die Vögel weniger. Sie konzentrieren sich auf die prägnantesten Gesangsmerkmale wie die Länge.»
Ob sich unterschiedliche Lernmethoden im Gehirn von Kindern und Jugendlichen ebenfalls auf diese Weise auswirken, bliebe zu untersuchen. «In der Vergangenheit hat die Forschung bei Zebrafinken immer wieder wichtige Hinweise und Hypothesen für die Erforschung neurobiologischer Vorgänge geliefert, auch dazu, wie Menschen ihre Sprache lernen», sagt Hahnloser. «Unsere neusten Erkenntnisse bei Finken führen ebenfalls zu Hypothesen, die man auf geeignete Weise bei Menschen untersuchen könnte, um Lernprozesse besser zu verstehen.»
Das Experiment
Für ihre Experimente benutzen die Wissenschaftler zwei benachbarte Vogelkäfige, die mit einem Sichtschutz voneinander abgetrennt sind. In beiden Käfigen befindet sich je ein Zebrafink. Der eine hat die Aufgabe, durch Ausprobieren und Feedback zu lernen, zwei Klassen von Vogelgesängen zu unterscheiden. Der andere Vogel beobachtet ihn dabei.
Jeder der beiden Vögel kann seinen Artgenossen nur sehen, wenn er in seinem Käfig auf einer bestimmten Sitzstange sitzt. Denn an dieser Stelle befindet sich im Sichtschutz ein Fenster. Weil die Zebrafinken soziallebende Tiere sind, haben sie einen inneren Antrieb, sich auf diese Stange zu setzen.
Fliegt der nach dem Prinzip des Ausprobierens lernende Vogel auf die bestimmte Stange, wird ihm automatisch eine von zehn Varianten eines Zebrafinkengesangs vorgespielt. Die Gesänge variieren in der Länge minim. Nach dieser Länge teilten die Wissenschaftler die Gesänge in zwei Klassen ein: Klasse A umfasst die kürzeren fünf Gesangsvarianten (0,9 bis 1,0 Sekunden), Klasse B die fünf längeren (1,03 bis 1,13 Sekunden). Als Lernanreiz dient ein Luftstoss, der eine Sekunde nach Abspielen eines Gesangs der Klasse B den Vogel anbläst.
Kann der Vogel die beiden Gesangsklassen unterschieden, schafft er es, vor dem leicht unangenehmen Luftstoss zu fliehen. Somit können auch die Wissenschaftler überprüfen, ob ein Vogel die Aufgabe gelernt hat.
Originalpublikation:
Narula G, Herbst J, Hahnloser RHR: Learning to perform auditory discriminations from observation is efficient but less robust than learning from experience. Nature Communications, 13. August 2018, doi: 10.1038/s41467-018-05422-y [http://dx.doi.org/10.1038/s41467-018-05422-y] Weiterlesen

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