Ein paar Bemerkungen

Bei Abbildungen, die mit Hilfe von ChatGPT entstanden sind, besteht kein Anspruch auf Korrektheit. Es handelt sich um Rekonstruktionen, die Fehler enthalten können.

Dieser Blog enthält Werbung. Jeder Link außerhalb dieses Blogs kann Werbung enthalten (das schließt auch Links zum Buchgelaber ein).
Links zu Amazon (das betrifft viele Bücherlinks) sind Affiliate Links. „Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.“ (davon profitiert allerdings der Artenschutz)
Mehr zum Thema Werbung findet man auf der Bildschirmseite rechts.

Ich bitte von Kooperationsanfragen abzusehen. Ebenso besteht kein Interesse meinerseits an Gastartikeln (hier oder auf anderen Blogs). Entsprechende Anfragen werden ignoriert, auch nach mehrfacher Nachfrage. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

24.08.2026, Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) im Forschungsverbund Berlin e.V.
Erfahrung, nicht Geschick beim Fliegen, bestimmt wann junge Steinadler das elterliche Revier verlassen
Junge Steinadler in den Alpen lernen in den ersten Monaten ihres Lebens, wie man zwischen den Bergen navigiert und Thermiken für das Aufsteigen in große Höhen nutzt – eine essenzielle Fähigkeit für ihr Überleben. Wie schnell sie diese Fähigkeit erlangen oder wie geschickt sie sich dabei anstellen, beeinflusst jedoch nicht den Zeitpunkt, an dem sie endgültig das elterliche Revier verlassen. Eine neue Studie an 92 mit GPS-Sendern ausgestatteten Jungadlern zeigt, dass es die Länge und Flughöhe alltäglicher Ausflüge und nicht das Geschick beim Meistern der Thermik ist, die ihre Entscheidung für ein unabhängiges Leben maßgeblich beeinflusst.
Der Fachartikel ist in der Zeitschrift „Royal Society Open Science“ erschienen.
Wenn ein junger Steinadler (Aquila chrysaetos) endgültig das Revier seiner Eltern verlässt, lässt er das einzige Sicherheitsnetz zurück, das er je gekannt hat. Biologinnen und Biologen gingen bislang davon aus, dass Adler diesen Schritt wagen, sobald sie gut genug fliegen können, um ohne Hilfe zu überleben. Eine neue Studie, in der 92 junge Steinadler in den Alpen über sechs Jahre hinweg mittels GPS-Sendern verfolgt wurden, zeigt jedoch, dass das Geschick beim Fliegen fast nichts damit zu tun hat. Bereits wenige Monate nachdem junge Adler flügge werden, können sie ebenso geschickt fliegen – schnell aufsteigen, enge Radien beim Kreisen in der Thermik fliegen, wechselnde Winde nutzen – wie erwachsene Adler. Dennoch verweilen viele danach noch fast ein ganzes Jahr lang im Revier ihrer Eltern. „Steinadler scheinen schon lange gut fliegen zu können, bevor sie das Territorium der Eltern verlassen“, sagt Dr. Hester Brønnvik, Erstautorin der Studie und Wissenschaftlerin in der Abteilung für Evolutionäre Ökologie am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung. „In der Lage zu sein, auf eigene Faust zu überleben, und diesen Schritt tatsächlich zu wagen, sind offenkundig zwei unterschiedliche Dinge.“
Die Studie wurde vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie und der Universität Konstanz in Zusammenarbeit mit der Schweizerische Vogelwarte Sempach, der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (Schweiz), der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle der Universität Wien (Österreich) und dem Centro Italiano Studi Ornitologici (Italien) durchgeführt.
Rekonstruktion der Flugfähigkeiten der Adler mit hochauflösenden GPS-Daten
Das Team stattete zwischen 2019 und 2024 Steinadler-Jungvögel in den Alpen mit GPS-Sendern aus und verfolgte die Bewegungen jedes Vogels ab einem Alter von etwa 50 Tagen – also kurz vor dem Verlassen des Nestes – während seiner ersten Streifzüge außerhalb des Reviers seiner Eltern und in den meisten Fällen bis zu dem Tag, an dem er schließlich abwanderte. Die meisten Adler unternahmen ihre erste Reise außerhalb des elterlichen Reviers innerhalb von etwa drei Monaten nach der Besenderung und legten dabei bis zu 77 Kilometer zurück, teilweise in mehrtägigen Exkursionen. Studien aus anderen Regionen deuteten darauf hin, dass Steinadler in genau diesem Alter ihre volle Flugfähigkeit als Erwachsene erreichen. Eine Abwanderung folgte jedoch nicht; viele Vögel verließen ihre Eltern erst fast ein Jahr nach der Besenderung und oft erst, nachdem der Winter vorbei war. „Diese jungen Adler waren eindeutig in der Lage, außerhalb des Reviers ihrer Eltern zu überleben, lange bevor sie es tatsächlich verließen“, sagt Brønnvik. „Sie unternahmen bereits Flüge über Dutzende von Kilometern und blieben tagelang weg. Sie kamen einfach immer wieder zurück.“
Für die Analyse der Flugfähigkeiten übermittelten die Sender kurze GPS-Datenpakete mit einer Auflösung von einem Standort pro Sekunde. So konnten die Forschenden genau rekonstruieren, wie jeder Adler segelte: wie eng er in thermischen Aufwinden kreiste, wie schnell er an Höhe gewann und wie gut er mit Wind zurechtkam. Das Team wollte wissen, ob die Vögel, die das Fliegen in der Thermik am schnellsten beherrschten, auch diejenigen waren, die ihr Zuhause am frühesten verließen. „Diese Fähigkeiten erwiesen sich als notwendig, waren aber bei weitem nicht ausreichend“, sagt Dr. Elham Nourani vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie und der Universität Konstanz, eine der leitenden Autorinnen der Studie. „Die Entscheidung, das Elternhaus zu verlassen, hängt von viel mehr ab als nur davon, ob man das nötige Geschick für Flug und Jagd hat.“ Keine der detaillierten Messgrößen für die das Fluggeschick der Adler ließ vorhersagen, wann Adler ihre ersten langen Reisen weg von ihrem Heimatgebiet unternahmen oder wann sie dieses endgültig verließen.
Was beides vorhersagte, war ein anderer Faktor: wie weit sich Adler bei ihren alltäglichen Ausflügen vom Revier entfernten und wie hoch sie in den Himmel stiegen. Jungadler, die größere Entfernungen zurücklegten und größere Höhen erreichten, unternahmen mit weitaus höherer Wahrscheinlichkeit bald darauf Erkundungsflüge und waren Monate später diejenigen, die schließlich abwanderten. „Diese täglichen Bewegungen erfassen etwas, was die Gleitflugfähigkeiten allein nicht erfassen können“, sagt Nourani, die jetzt Assistenzprofessorin am Fachbereich Ökologie und Evolution der Universität Lausanne ist. „Sie spiegeln Motivation, Konkurrenz, Nahrungsangebot und Wetter gleichzeitig wider, und die Erfahrung mit diesen Faktoren ist es offenbar, die tatsächlich die Entscheidung zum Aufbruch bestimmt.“
Warum junge Steinadler das Verlassen des elterlichen Reviers hinauszögern könnten
Die vom Team untersuchte Alpenpopulation der Steinadler ist ungewöhnlich: Sie ist gesättigt, was bedeutet, dass fast jedes geeignete Revier bereits besetzt ist und es nur wenige freie Reviere gibt, die junge Adler nutzen könnten. Die Autorinnen und Autoren vermuten, dass dies erklären könnte, warum so viele junge Adler ihren Auszug hinauszögern, selbst wenn sie bereits voll flugfähig sind: Sie nutzen das Revier ihrer Eltern so lange wie möglich, anstatt sich in eine kompetitive, überfüllte Landschaft zu begeben, in der es keine Garantie dafür gibt, einen eigenen Platz zu finden.
Diese Entkopplung von Fertigkeiten und Unabhängigkeit könnte möglicherweise nicht nur bei Adlern zu beobachten sein. Ähnliche Muster wurden bei Geradschnabelkrähen (Corvus moneduloides) beschrieben, die bis zu einem Jahr benötigen, um den Umgang mit Werkzeugen zu lernen, aber erst ein weiteres Jahr danach ihr Elternhaus verlassen. „Unabhängigkeit bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein Tier sein Zuhause verlässt, sobald es in der Lage ist, auf eigene Faust zu überleben. Für einen jungen Adler kann das elterliche Revier noch Monate, nachdem er das Fliegen beherrscht, der sicherste Ort bleiben“, sagt Dr. Kamran Safi vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie und der Universität Konstanz, einer der leitenden Autoren der Studie. „Dort zu bleiben, solange die Eltern dies noch dulden, kann ihm Zeit für kleine, aber bedeutende Verbesserungen seiner Fähigkeiten und Erfahrungen verschaffen, bevor er sich in eine Landschaft begibt, in der der Platz knapp und die Risiken hoch sind. Dies könnte letztendlich die Chancen erhöhen, Konkurrenten zu überleben und lange genug am Leben zu bleiben, bis es an der Zeit ist, einen Revierinhaber herauszufordern, um dessen Revier zu übernehmen – was nicht selten bis zum Tod verteidigt wird. Der Erwerb von Fähigkeiten könnte bei vielen Tieren, vielleicht sogar bei uns Menschen, einfach der falsche Maßstab sein, um Unabhängigkeit vorherzusagen.“
Diese Studie beleuchtet die Entscheidungsfindung von Tieren. Ob beispielsweise Nahrung verfügbar ist und ob ein Individuum erfolgreich um diese konkurrieren kann, kann zusammenwirken und die Übergänge zwischen Lebensphasen beeinflussen. Am Leibniz-IZW ist Brønnvik seit einigen Monaten Teil des Forschungsteams der GAIA-Initiative und wird weiter daran forschen, wie Tiere als Reaktion auf ihre dynamischen Lebensräume Entscheidungen bei der Nahrungssuche, der innerartlichen Interaktion und bei der Aufzucht des Nachwuchses treffen. Ihr Fokus verlagert sich von Steinadlern, die zwar verfolgt wurden, deren Bestände sich jedoch wieder erholt haben, auf afrikanische Geierarten, die nach wie vor großer Gefährdung ausgesetzt sind. Sie untersucht, wie Umweltbedingungen die Verbreitung von Geiern, die von ihnen erbrachten Ökosystemleistungen und die Risiken, denen sie ausgesetzt sind, beeinflussen. Das Projekt „GAIA-MISSION“ innerhalb der GAIA-Initiative wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert. Die Vision des Projekts ist es, eine technologische Schnittstelle zwischen den Sinnesleistungen und dem Wissen von Tieren zu uns Menschen zu schaffen, um in der Forschung und im Artenschutz konkrete Fortschritte zu erzielen.
Die Studie und die Erstellung des Fachartikels wurden maßgeblich von Förderprogrammen unterstützt: Elham Nourani wurde durch das PRIME-Programm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. Hester Brønnvik wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Die Forschungsarbeit wurde teilweise von der DFG im Rahmen der deutschen Exzellenzstrategie sowie vom Schweizerischen Nationalfonds gefördert.
Originalpublikation:
Brønnvik H, Scacco M, Chimento M, Bassi E, Fiedler W, Hatz JS, Sumasgutner P, Tschumi M, Wikelski M, Zimmermann S, Safi K, Nourani E (2026): Decoupling of emigration timing and skill acquisition in a saturated population of golden eagles. R. Soc. Open Sci. (2026) 13 (8): rsos251574. DOI: 10.1098/rsos.251574 Weiterlesen

Veröffentlicht unter Wissenschaft/Naturschutz | Kommentar hinterlassen

Portrait: Fransenfledermaus

Ordnung: Fledertiere (Chiroptera)
Überfamilie: Glattnasenartige (Vespertilionoidea)
Familie: Glattnasen (Vespertilionidae)
Unterfamilie: Myotinae
Gattung: Mausohren (Myotis)
Art: Fransenfledermaus (Myotis nattereri)

Fransenfledermaus (ChatGPT)

Der Name der Fransenfledermaus geht auf feste, wie Fransen wirkende Härchen an der Schwanzflughaut zurück. Sie hat eine bräunlich graue Rückenfellfärbung. Ihr Fell ist langhaarig und locker. Dagegen ist ihr Unterfell hellgrau bis weiß.
Sie ist von Rumpf bis Kopf um die 40 bis 50 Millimeter lang, hat eine Flügelspannweite von 245 bis 280 Millimetern und wiegt 5 bis 10 Gramm.
Die Ohren der Fransenfledermaus sind relativ klein. Diese erreichen meist keine 20 Millimeter. Wie bei anderen Arten aus der Gattung der Mausohren (Myotis) sind die Ohren länger als breit, häutig dünn und mit einem langgestreckten Ohrdeckel – Tragus – versehen. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Tierportrait | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Portrait: Kronenkiebitz

Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
Familie: Regenpfeifer (Charadriidae)
Unterfamilie: Kiebitze (Vanellinae)
Gattung: Kiebitze (Vanellus)
Art: Kronenkiebitz (Vanellus coronatus)

Kronenkiebitz (Zoo Halle)

Der Kronenkiebitz wird 20 bis 34 cm lang und erreicht ein Gewicht von 126 bis 200 g. Die Unterart V. c. demissus ist kleiner als die Nominatform. Namensgebend für den Vogel ist der schwarze Oberkopf, der von einem weißen und einem schwarzen Band umgeben ist. Brust und Oberseite sind fahlbraun, die dunklere untere Brust wird durch ein schwarzes Band vom weißen Bauch abgegrenzt. Die Beine und der Schnabel sind rötlich, die Schnabelspitze schwarz, die Augen orange-gelb. Im Flug ist ein diagonaler, weißer Flügelstreifen und der unten weiße, am Ende mit einem schwarzen Band versehene Schwanz zu sehen. Männchen und Weibchen unterscheiden sich farblich nicht, letztere sind nur etwas kleiner. Bei den Jungvögeln ist die Kopfzeichnung weniger deutlich. Der ähnliche Amethystrennvogel (Rhinoptilus chalcopterus) steht stets aufrechter und ist auch unterhalb der Augen und des Schnabels dunkel gefärbt. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Tierportrait | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Portrait: Kragenhai

ohne Rang: Haie (Selachii)
Überordnung: Squalomorphii
Ordnung: Hexanchiformes
Familie: Kragenhaie (Chlamydoselachidae)
Gattung: Kragenhaie (Chlamydoselachus)
Art: Kragenhai (Chlamydoselachus anguineus)

Kragenhai ( Report on the deep-sea fishes collected by H.M.S. Challenger during the years 1873-1876, Plate LXIV. Günther, Albert C. L. G. (Albert Carl Ludwig Gotthilf), 1830-1914)

Der Kragenhai auch Krausenhai oder Schlangenhai, ist eine von zwei Arten aus der Familie der Kragenhaie. Er ist hinsichtlich seiner Anatomie und Morphologie der altertümlichste rezente Hai, weshalb er als ein „lebendes Fossil“ bezeichnet wird.
Der aalartig langgezogene Körper des Kragenhais erreicht eine Länge von bis zu zwei Metern, wobei die Männchen mit etwa 1,50 Metern Länge kleiner als die Weibchen sind. Die Grundfärbung ist ein Dunkelbraun bis Dunkelgrau, Zeichnungen oder auffällige Markierungen fehlen. Die Augenöffnungen sind groß, eine Nickhaut ist nicht ausgebildet. Anders als bei den übrigen rezenten Haien mit unterständigem Maul ist das stumpfe Maul des Kragenhais beinahe endständig, bildet also kein Rostrum. Das Maul ist sehr groß und reicht über mehr als die Hälfte des Schädels, wodurch der Kopf ein reptilartiges Aussehen bekommt (daher der französische Trivialname requin lézard = „Eidechsenhai“). Es kann weit geöffnet werden. Die etwa 300 Zähne sind in Reihen angeordnet, 19–28 im Oberkiefer und 21–29 im Unterkiefer. Die gleichartige Morphologie der Zähne (Homodontie) ist kennzeichnend für die Art: Die Zahnkrone wird von drei etwa gleich langen, schlanken, zurückgebogenen Spitzen gebildet, an der Zahnbasis können kleinere Spitzen entwickelt sein. Die Einzelzähne haben einen großen Seitenabstand zueinander.
Die Scheidewände der sechs Paar Kiemenspalten (bei fast allen übrigen Plattenkiemern inklusive der paläozoischen Formen sind es fünf) schauen halskrausenartig hervor und umlaufen fast den gesamten Körperquerschnitt, daher rührt der deutsche Name „Krausenhai“. Das erste Kiemenpaar ist auf der Bauchseite (ventral) miteinander verbunden und hat eine kragenartige Deckhaut („Kragenhai“). Eine richtige Gelenkung zwischen Oberkiefer und Hirnschädel (Neurocranium) fehlt. Das Palatoquadratum des Oberkiefers hängt, anders als bei den meisten anderen Haien, breit am Hirnschädel.
Die breiten Bauchflossen sind klein und setzen in einem sehr stumpfen Winkel am Rumpf an. Das Begattungsorgan der Plattenkiemer, das Pterygopodium, ist beim Kragenhai deutlich einfacher gebaut als bei seinen Verwandten und besteht lediglich aus zwei stabförmigen Elementen. Die Basis der einzigen Rückenflosse liegt oberhalb der Afterflosse und damit ungewöhnlich weit zurück. Die Schwanzflosse ist, da die Chorda dorsalis anders als bei den übrigen rezenten Haien in Richtung Körperende (kaudal) nahezu gerade verläuft, nur andeutungsweise heterocerk (ungleichlappig) gestaltet. Ihre Asymmetrie, die für die Schwanzflosse der meisten Haie kennzeichnend ist, entsteht durch die Vergrößerung des unteren Flossensaums.
Die Chorda dorsalis ist kaum gegliedert. Die bei vielen Knorpelfischen ausgebildeten Placoidschuppen (Hautzähne) sind beim Kragenhai entlang des offenen Seitenlinienorgans verlängert. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Tierportrait | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Museomics

Die Museomic befasst sich mit der Untersuchung genomischer Daten, die aus Proben alter DNA (aDNA) und historischer DNA (hDNA) in Museumssammlungen gewonnen werden. Während sich die frühe Forschung auf diesem Gebiet auf kurze DNA-Sequenzen mitochondrialer Gene konzentrierte, ist inzwischen auch die Sequenzierung ganzer Genome möglich. Methoden der Sequenzierung der nächsten Generation (Next-Generation Sequencing, NGS) und der Hochdurchsatzsequenzierung (High-Throughput Sequencing, HTS) lassen sich auf die Analyse genetischer Datensätze anwenden, die aus Sammlungsmaterialien gewonnen wurden. Solche Verfahren wurden als „dritte Revolution in der Sequenzierungstechnologie“ bezeichnet. Ebenso wie die Radiokarbondatierung stellen die Methoden der Museomic eine Technologie mit transformativem Charakter dar. Die Ergebnisse führen zu einer Überarbeitung und bisweilen sogar zur Widerlegung zuvor akzeptierter Theorien zu verschiedensten Themen, etwa zur Domestizierung des Pferdes. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Walter A. Sontag: Der Elefant, der sich sein Kopfkissen bastelte (Rezension)

In den letzten Jahren hat sich in der Wissenschaft ein besseres Verständnis für das Verhalten vor allem wilder Tiere herausgebildet. Neue Fragestellungen kamen auf: Was treibt Tiere an? Wie lernen sie? Wie treffen sie Entscheidungen? Haben Tiere Erwartungen? Spüren sie Enttäuschung? Empfinden Tiere Empathie? Haben sie Zweifel? Was bedeutet Freiheit für ein Tier? So rückte das einzelne Tier ins Zentrum der evolutionsbiologischen Forschung – ein Individuum mit eigenen Bedürfnissen, Intelligenz, Emotionen und Persönlichkeit.
In einigen Situationen drängt sich die Frage auf, ob zumindest manche Tiere über einen «Sinn für Fairness» verfügen oder ihn entwickeln können. Im klassischen Laborexperiment dazu werden beispielsweise zwei Rhesusaffen oder zwei Papageien in benachbarten Käfigen Futterstücke präsentiert, die sie gegen Jetons eintauschen können. Allerdings sind die angebotenen Bissen sichtlich verschieden, sodass das eine Tier eine weniger begehrte Kost in Aussicht hat als sein Nachbar. Die paarweisen Vergleiche unter sogenannten intelligenten Tierarten – Affen, Papageien und Krähenvertretern – führten zu vollkommen widersprüchlichen Ergebnissen. Das Wiener Forschungsduo Claudia Wascher und Thomas Bugnyar nahm sich Rabenkrähen und Kolkraben vor. Die benachteiligten Individuen tauschten ihr «Wechselgeld» nicht gegen das im Vergleich zu ihren Nachbarn unterwertige Angebot. Auch Kapuziner- und Rhesusaffen schlugen die minderwertigen Belohnungen aus. Genauso lehnten dies Ratten ab. Sie alle legten damit eine Aversion gegen ungleiche Behandlung an den Tag. Demgegenüber ließen etliche andere Arten, wie Nachtaffen und die sonst so gelehrigen Geradschnabelkrähen und Keas, die Ungleichbehandlung anstandslos zu.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Rezension | Kommentar hinterlassen

Charlotte McConaghy: Zugvögel (Hörbuch)(Rezension)

Franny hat ihr ganzes Leben am Meer verbracht, die wilden Strömungen und gefiederten Gefährten den Menschen vorgezogen. Als die Vögel zu verschwinden beginnen, beschließt die Ornithologin den letzten Küstenseeschwalben zu folgen. Auf einem der letzten Fischerboote macht sie sich auf den Weg in die Antarktis. Schutzlos ist die junge Frau den Naturgewalten des Atlantiks ausgeliefert, allein die Vögel sind ihr Kompass. Doch wohin die Tiere sie auch führen, ihrer Vergangenheit kann Franny nicht entfliehen. Schon bald wird die Reise zu einem lebensbedrohlichen Abenteuer.
Eine Ode an die bedrohten Geschöpfe dieser Erde. Eine Geschichte über die Wege, die wir gehen für die Menschen, die wir lieben. Und sei es bis zum äußersten Rand der Welt.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Rezension | Kommentar hinterlassen

TTT: 10 Bücher, deren Titel aus zwei Wörtern besteht


Weiterlesen

Veröffentlicht unter Top Ten Thursday | 7 Kommentare

Der Maikong in Brehms Tierleben

Maikong (Brehms Tierleben)

Der Maikong oder Karasissi, Savannenhund der Ansiedler (Canis cancrivorus, C. brasiliensis, Thous und Lycalopex cancrivorus), ist, nach dem, was ich an einem lebenden Stücke gesehen habe, ein schakalähnlicher, schlank gebauter, hochläufiger Wildhund, mit kurzem, breitem, stumpfschnauzigem Kopfe, mittelgroßen, am Grunde weit von einander abstehenden, oben gerundeten Ohren, schiefgestellten, rothbraunen, eirundsternigen Augen und fast bis zum Boden herabhängendem Schwanze, von ungefähr 90 Centim. Gesammt- oder 65 Centim. Leibes- und 28 Centim. Schwanzlänge und etwa 55 Centim. Schulterhöhe. Der Balg besteht aus mittellangen, rauhen Grannen, welche das spärliche Wollhaar vollständig bedecken. Seine Gesammtfärbung ist ein ziemlich gleichmäßiges Fahlgrau, welches auf dem Rücken, zumal in der Schultergegend, wegen der hier schwarz endenden Haare dunkelt und nach unten durch Fahlgrau in Gelblichweiß und Reinweiß übergeht. Die Augengegend ist lichter, gelblichweiß; die Ohren sind außen am Grunde röthlichfahl, an der Spitze braunschwarz, innen mit gelbweißen Haaren besetzt und licht gerandet. Sehr dunkle Färbung haben auch die Lippen und die Schnauzenspitze, ein Kinnfleck und die Läufe bis zum Hand- oder Fersengelenke herab, licht, d.h. gelblichweiß, sehen außer den schon genannten Theilen ein vollständiges Kreuz in der Schlüsselbeingegend aus, welches von der Kehle an bis zur Oberbrust herabreicht und seitlich in ziemlich breiten Streifen bis gegen die Achseln hin sich fortsetzt. Die einzelnen Haare sind gelblich oder weißlich an der Wurzel, sodann grau und endlich dunkel zugespitzt. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Steckbrief: Tierpark Klingenthal

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Zoosteckbrief | Kommentar hinterlassen