Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

01.12.2025, Staatliche Naturwissenschaftliche Sammlungen Bayerns
Bärenzähne tanzen aus der Reihe – Forscherinnen finden den Ursprung des ungewöhnlichen Bärengebisses
Die Zahnentwicklung heutiger Bären folgt nicht dem für die meisten Säugetiere typischen Entwicklungsmuster. Die Ursache dafür liegt Millionen Jahre zurück in der Evolutionsgeschichte der Bären. SNSB Zoologinnen fanden zwei Phasen in der Bärenevolution, die für die Abweichungen im Gebiss der Bären verantwortlich sind. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscherinnen nun in der Fachzeitschrift Boreas.
Säugetierzähne zeigen eine erstaunliche Vielfalt, die sich über fast 225 Millionen Jahren ausbilden konnte. Ein Ansatz, die Entwicklung von Säugetierzähnen zu beschreiben, ist das sogenannte „Inhibitory Cascade Model“, kurz ICM. Dieses beschreibt das Wachstumsmuster von Backenzähnen im Unterkiefer. Nach dem Modell gilt für viele Säugetiere: Die vorderen Backenzähne im Unterkiefer beeinflussen das Wachstum aller dahinterliegenden Zähne. Bestimmte Moleküle hemmen oder aktivieren das Zahnwachstum im Gebiss der Tiere nach dem immer gleichen Muster. Welche Backenzähne klein oder groß werden, hängt von der Größe des ersten Backenzahnes ab, und das wiederum hängt von der Ernährung der Tiere ab. So ist bei fleischfressenden Säugern normalerweise der erste Backenzahn größer als der dritte. Bei Pflanzenfressern ist es genau umgekehrt: der erste Backenzahn ist klein, der dritte hingegen groß.
Bei heutigen Bären ist das anders, ihre Zahnentwicklung folgt dem ICM Muster nicht. Bei fast allen heutigen Bären – unabhängig von ihrer Ernährungsweise – ist der zweite Backenzahn der größte aller Backenzähne. Der Frage nach dem Ursprung dieses Phänomens gingen SNSB Zoologin PD Dr. Anneke van Heteren und ihre Doktorandin Stefanie Luft nach. Sie suchten nach Hinweisen in der Evolutionsgeschichte der Bären und fanden tatsächlich zwei Brüche in der Bärenhistorie, ab wann und bei welchen Bärenarten die Zahnentwicklung vom allgemeinen Muster abweicht. Die Forscherinnen verglichen für ihre Arbeit die Kiefer von fossilen und modernen Bären mit dem ICM Modell – bis weit zurück in der Bärengeschichte, der älteste untersuchte Kiefer stammt aus der Zeit des Miozäns und ist mindestens 13 Millionen Jahre alt. Den ersten fundamentalen Einschnitt in der Zahnentwicklung identifizierten die Zoologinnen vor rund 3,6 Millionen Jahren. Bei Ursus minimus – wohl der gemeinsame Vorfahr der meisten heutigen Bären – vergrößerte sich der zweite Backenzahn unverhältnismäßig. Den zweiten Bruch gab es etwas später, vor etwa 1,25 bis 0,7 Millionen Jahren beim frühen Höhlenbären Ursus deningeri. Bei ihm wuchs der dritte Backenzahn größer als dem Modell zufolge erwartet.
„Offenbar hat sich zu diesen Zeiten das Gleichgewicht der Stoffe verschoben, die das Wachstum der unterschiedlichen Backenzähne hemmen bzw. aktivieren. Diese Verschiebungen gehen wohl mit Ernährungsanpassungen der Bären im Laufe ihrer Evolution einher. Auf dem Weg vom Fleischfresser zum Alles- oder Pflanzenfresser haben sich die Bären an ein verändertes Nahrungs-spektrum angepasst, aber ohne dem ICM Muster zu folgen. Ihr Spektrum reicht noch heute vom reinen Fleischfresser zum reinen Pflanzenfresser, die meisten Bären sind heute Allesfresser“, sagt PD Dr. Anneke van Heteren, verantwortlich für die Säugetiersammlung bei den Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns.
Die beiden Brüche mit dem Modell zur Zahnentwicklung erklären die Forscherinnen mit den Umweltveränderungen während der Evolutionsgeschichte der Bären. Der erste Bruch zwischen dem frühen und dem späten Pliozän korreliert mit Klimaveränderungen, die zu Veränderungen der Lebensräume von subtropischen Feuchtwäldern zu Buschland und Steppen geführt haben. Der zweite Bruch fand in der Zeit zwischen dem späten Pliozän und dem mittleren Pleistozän statt und geht mit der Entwicklung von weitläufigen Graslandgebieten und einer Abkühlung des Klimas einher.
Originalpublikation:
van Heteren A. H. and Luft A. S. (2025), Fossil bears break free from inhibitory cascade constraints at least twice (Ursus minimus and Ursus deningeri) caused by dietary adaptations. Boreas. https://doi.org/10.1111/bor.70044 Weiterlesen

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Portrait: Alpenbock

Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Unterordnung: Polyphaga
Familie: Bockkäfer (Cerambycidae)
Unterfamilie: Cerambycinae
Gattung: Rosalia
Art: Alpenbock (Rosalia alpina) 

Alpenbock (Erlebniszoo Hannover)

Der Alpenbock gehört mit gewöhnlich fast drei Zentimetern Körperlänge zu den größeren Bockkäfern, seine Länge variiert zwischen 18 und 38 Millimetern. Die Männchen sind durchschnittlich kleiner als die Weibchen.
Beim Männchen überragen die Fühler das Hinterende der Flügeldecke bei weitem, beim Weibchen erreichen sie dieses knapp. An den mittleren der elf Fühlerglieder befinden sich schwarze Haarbüschel, beim Männchen am dritten bis sechsten, beim Weibchen am dritten bis achten Glied. Dadurch erscheinen die entsprechenden Fühlergelenke schwarz verdickt. Die Facettenaugen liegen der Einlenkungsstelle der Fühler von hinten an und umschließen diese nierenförmig etwa zur Hälfte.
Der Halsschild trägt beiderseits einen stumpfen Stachel und ist in der Mitte am breitesten, etwas breiter als der Kopf und deutlich schmäler als die Flügeldecken. Diese sind lang und überall gleich breit und enden in einen abgeflachten Halbkreis. Die Beine sind ungewöhnlich groß und kräftig und ermöglichen ein gewandtes Klettern.
Der Käfer ist durch seine Zeichnung unverwechselbar. Der größte Teil des Körpers erscheint blau, was auf eine nur bei Vergrößerung erkennbare sehr feine und dichte Behaarung zurückzuführen ist. Die Farbe der Behaarung variiert von einem tiefen Himmelblau über ein helles Grau bis zu einem hellen Blauviolett. Die Körperteile ohne Behaarung sind samtig Schwarz. Diese Farbe kommt an den Gelenken der Beine und Fühler, einem Fleck auf dem Halsschild und der Zeichnung der Flügeldecken zum Vorschein. Diese Flügeldeckenzeichnung variiert außerordentlich. Im typischen Fall liegen auf jeder Flügeldecke drei Flecke. Die Flecke im vorderen Flügeldrittel liegen am Außenrand der Flügeldecken, die im hinteren Flügeldrittel sind kleiner und sind der Flügeldeckennaht genähert, die Flecken in der Flügelmitte sind zu einem breiten stumpf gezackten Band verschmolzen. Im sehr seltenen Fall kann das Tier auch ganz blau oder ganz schwarz sein. Weiterlesen

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Portrait: Afrikanischer Goldwolf

Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Unterordnung: Hundeartige (Caniformia)
Familie: Hunde (Canidae)
Tribus: Echte Hunde (Canini)
Gattung: Wolfs- und Schakalartige (Canis)
Art: Afrikanischer Goldwolf (Canis lupaster)

Afrikanischer Goldwolf (Naturzoo Rheine)

Der Afrikanische Goldwolf ähnelt äußerlich stark dem Goldschakal und stellt mit ihm gemeinsam einen sehr typischen Vertreter der Wolfs- und Schakalartigen (Canis) mit nur wenigen Spezialisierungen dar. Untersuchte Tiere aus Ägypten erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 82,2 bis 89,3 cm und eine Schwanzlänge von 29 bis 34,7 cm. Das Körpergewicht beträgt 10 bis 15 kg. Dagegen sind Individuen aus Tansania bei einer Kopf-Rumpf-Länge von 74 bis 78,5 cm, einer Schwanzlänge von 27 bis 28 cm und einem Körpergewicht von 6,3 bis 7,7 kg etwas kleiner. Ein Sexualdimorphismus ist ausgebildet, Weibchen werden etwa 12 % leichter als Männchen. Damit gehört der Afrikanische Goldwolf zu den mittelgroßen Vertretern der Gattung Canis. Er zeichnet sich durch einen schlanken Körperbau mit langen Beinen und schlanken Füßen aus. Die Hinterfußlänge liegt bei 19 bis 21 cm. Die Ohren stehen aufgerichtet und sind etwa 10 bis 12 cm lang. Die Grundfarbe des Fells ist goldgelb, abhängig von den Jahreszeiten variiert sie aber von cremig-gelb bis dunkel lohfarben. Auf dem Rücken bildet eine Mischung aus schwarzen, braunen und weißen Haaren eine Art Sattel ähnlich dem Schabrackenschakal (Canis mesomelas). Der Bauch ist generell heller gefärbt mit einer cremigen Tönung. Einzelne Farbflecken an Kinn, Brust und Gesicht sind individuell verteilt. Der Schwanz ist buschig und endet in einer dunklen Spitze. Weibchen besitzen vier Paare Zitzen.
Der relativ große Schädel fällt durch sein vergleichsweise kurzes Rostrum auf. Insgesamt ähnelt er stärker dem des Wolfs (Canis lupus) und des Kojoten (Canis latrans) als denen der Schakale. Am ersten oberen Molar tritt ein lippenseitiges Cingulum, ein Wulst aus Zahnschmelz, auf. Weiterlesen

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Portrait: Bronzepute

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Unterfamilie: Truthühner (Meleagridinae)
Gattung: Truthühner (Meleagris)
Art: (Wild)Truthuhn (Meleagris gallopavo)
Unterart: Haustruthuhn, Pute (Meleagris gallopavo f. domestica)

Bronzepute (Tierpark Sababurg)

Die Bronzepute gehört zu den schweren Farbenschlägen der Deutschen Pute. Sie weist schwarzes Gefieder mit starkem Bronzeglanz auf. Ihre Vorfahren kamen von Amerika über Spanien und England 1533 nach Deutschland. Von der Amerikanischen Bronzepute unterscheidet sie sich durch ihre schlankere Statur, die längeren Beine, die ausgeprägten Unterschenkel und vor allem durch die Schwanzfedern mit Bändern und Rändern, die von dunkelsandfarben bis goldbraun reichen.
Durch den Erwerb eines Hahns mit bronzefarbenen Schattierungen aus England im Jahr 1909 begannen deutsche Züchter, dieses Merkmal in einer stabilen Rasse mit gutem Fleisch zu etablieren. Weiterlesen

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Qualzuchten bei Hunden

Englische Bulldogge

Als Qualzucht bezeichnet man bei der Zucht von Tieren die Duldung oder Förderung von Merkmalen, die mit Schmerzen, Leiden, Schäden oder Verhaltensstörungen für die Tiere verbunden sind. Betroffene Tiere werden auch als Qualzüchtungen bezeichnet.
Die Qualzucht von Wirbeltieren ist nach § 11b Tierschutzgesetz verboten – außer, sie ist für wissenschaftliche Zwecke nötig; sie ist nach § 18 Abs. 1 Ziff. 22 TierSchG eine Ordnungswidrigkeit. Ein Beispiel für eine Ausnahme ist die als Modellorganismus vielfach verwendete Nacktmaus (athymische Maus).
Das am 2. Juni 1999 im Auftrag des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft veröffentlichte Gutachten zur Auslegung von § 11b TierSchG (Verbot von Qualzüchtungen) „soll insbesondere allen Züchtern von Heimtieren helfen, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und die Vorschriften des Tierschutzgesetzes, welche die Züchtung betreffen, in vollem Umfang zu beachten. Ziel ist das vitale, gesunde, schmerz- und leidensfreie Tier.“ Laut einer darin enthaltenen Definition ist die Qualzüchtung gegeben, wenn „… bei Wirbeltieren die durch Zucht geförderten oder die geduldeten Merkmalsausprägungen (Form-, Farb-, Leistungs- und Verhaltensmerkmale) zu Minderleistungen bezüglich Selbstaufbau, Selbsterhaltung und Fortpflanzung führen und sich in züchtungsbedingten morphologischen und/oder physiologischen Veränderungen oder Verhaltensstörungen äußern, die mit Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sind.“ Das Gutachten beschäftigt sich vor allem mit Hunden und Katzen, berührt aber auch Kaninchen, Fische und Vögel.
Seit dem 1. Januar 2022 dürfen Hunde mit Qualzuchtmerkmalen nicht mehr ausgestellt werden.
Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe äußert sich hier dazu.
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TTT: 10 Buchtitel, die aus vier Wörtern bestehen

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Wieland Freund: Die Kathedrale der Vögel (Rezension)

Im Sturzflug über die Grenze von Leben und Tod
Er hat das Haar eines Raben und die Augen eines Uhus: Munk. Und in seinen Träumen sieht er die Toten. Eines Tages wird Munk auf die Burg des tyrannischen Greifen von Amser verschleppt. Während seine furchtlose Schwester Enna sich auf die Suche nach ihm macht, entdeckt Munk tief im Burgberg ein grauenvolles Geheimnis…
»Du, Munk, wirst bald ein ganz besonderer Falkner sein«: Was die undurchsichtige Greifenkriegerin Magwit dem Vogeljungen aus Nyth verspricht, führt ihn auf eine gefahrvolle Reise zu sich selbst und über die Grenze, die die Lebenden von den Toten trennt. Munk findet sich in der Kathedrale des Kegelberges wieder, wo der tyrannische Greif von Amser ihn zu grausamen Beutezügen ins Schattenreich des Todes schickt. Doch wie seine Schwester Enna, die ihm auf der Spur ist, erfährt Munk, dass es noch andere Menschen gibt, die das uralte Erbe der Vögel in sich tragen. Und dass der Greifenherrscher, wenn ihn niemand aufhält, nicht nur die Lebenden bedroht, sondern auch all jene, die längst gestorben sind. Doch gegen die Herrschaft des Greifen regt sich Widerstand.
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Der Schildrabe in Brehms Tierleben

Schildrabe (Brehms Tierleben)

Südlich des achtzehnten Grades nördlicher Breite begegnet man zuerst einem durch sein Gefieder sehr ausgezeichneten, kleinen, schwachschnäbeligen Raben, welcher weit über Afrika verbreitet ist und im Westen durch eine sehr nah verwandte Art vertreten wird: dem Schildraben (Corvus scapulatus, scapularis, dauricus, curvirostris, leuconotus, phaeocephalus und madagascariensis, Corax und Pterocorax scapulatus). Er ist glänzend schwarz, auf Brust und Bauch sowie am unteren Nacken aber, breit bandförmig gezeichnet, blendend weiß. Das dunkle Gefieder schillert, das lichte glänzt wie Atlas. Das Auge ist lichtbraun, der Schnabel und die Füße sind schwarz. Die Länge beträgt fünfundvierzig bis funfzig, die Fittiglänge fünfunddreißig, die Schwanzlänge sechzehn Centimeter. Weiterlesen

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Zoopresseschau

Verband der Zoologischen Gärten (VdZ), 28.11.2025
Von Feuersalamandern und anderen wilden Tieren: Zoos schützen bedrohte Arten gemeinsam
Fachtagung im Thüringer Zoopark Erfurt zu Forschung und Artenschutz
Von Feuersalamandern und anderen wilden Tieren: Zoos schützen bedrohte Arten gemeinsam / Fachtagung im Thüringer Zoopark Erfurt zu Forschung und Artenschutz
Nicht nur der Feuersalamander steht bei uns auf der Kippe – er ist nur eines von vielen Beispielen dafür, wie wichtig die wissenschaftliche Arbeit moderner Zoos heute ist. Die heimische Amphibienart leidet massiv unter dem aus Asien eingeschleppten Bsal-Pilz. Viele Zoos im Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) halten daher jetzt Feuersalamander und forschen gleichzeitig daran, wie erkrankte Tiere wieder stabilisiert und gesund gepflegt werden können. Die Erkenntnisse aus Haltung, Tiermedizin, Genetik und Forschung fließen unmittelbar in den Schutz dieser Art ein.
Der Feuersalamander ist dabei nur ein Beispiel für die vielfältigen Artenschutzprojekte, die VdZ-Zoos in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Spanien, die Stiftung Artenschutz und auch Citizen Conservation gemeinsam voranbringen. Auch der Himmelblaue Zwergtaggecko, eine der seltensten Reptilien Afrikas, steht stellvertretend für das breite Engagement der Zoogemeinschaft. Ebenso zählen der Eurasische Luchs, der Waldrapp oder das Przewalskipferd zu jenen Arten, für die Zoos seit Jahrzehnten unverzichtbare Partner im Artenschutz sind.
Arbeitstreffen im Thüringer Zoopark Erfurt
Vor diesem Hintergrund kommen aktuell im Thüringer Zoopark Erfurt rund 80 Vertreterinnen und Vertreter aus deutschsprachigen Zoos zu einer zweitägigen gemeinsamen Fachtagung zusammen. Im Fokus stand, wie Haltung, Forschung und internationale Zusammenarbeit den Schutz bedrohter Arten langfristig stärken können.
Volker Homes, Geschäftsführer des VdZ, ist sich sicher: „Ob heimische Arten wie der Feuersalamander und der Luchs oder internationale Projekte wie der Schutz seltener Geckos: Die Tagung in Erfurt zeigte eindrucksvoll, wie eng verzahnt Forschung, Haltung und Artenschutz in Zoos heute sind. Die Zoogemeinschaft arbeitet national wie international wissenschaftlich fundiert zusammen – und schafft damit konkrete Perspektiven für den Erhalt bedrohter Tiere und ihrer Lebensräume.“
In Vorträgen und Diskussionen wurden aktuelle Entwicklungen im Schutz von Tierarten vorgestellt, ebenso wie neue Erkenntnisse aus der Forschung. So berichtete beispielsweise Heike Maisch, Kuratorin im Zoopark Erfurt, über Fortschritte im Schutz des Himmelblauen Zwergtaggecko in Tansania – ein Projekt, das zeigt, wie eng Zoos mit internationalen Partnern zusammenarbeiten, um Arten weltweit zu erhalten.
„Mit unserem ersten eigenen Artenschutzprojekt übernehmen wir ganz bewusst Verantwortung für eine bedrohte Art, direkt dort, wo sie lebt. Durch Brandschutzmaßnahmen, das Entfernen invasiver Pflanzen und die Ausbildung und Finanzierung von Anti-Wilderer- und Anti-Waldbrand-Patrouillen schaffen wir Perspektiven für den Himmelblauen Zwergtaggecko.“
Da liegt es nur nahe, dass die Arbeit der modernen Zoos auch Thema beim Weltnaturschutzkongress der IUCN in Abu Dhabi war: Die Bedeutung von Zoos wächst, weil die Bedrohung der Arten in der Natur leider immer weiter zunimmt. Weiterlesen

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Zoobesuche im November

Löffelhund (Bergzoo Halle)

Viele Zoos habe ich im November nicht besucht. Es ist auch nicht unbedingt die Zeit für Zoobesuche, auch wenn man Zoos an sich ganzjährig besuchen kann und auch die kalte Jahreszeit reizvoll sein kann. Und Aquarien oder Terrarien sind wetterunabhängig.
Aber … abgesehen von den Zoos, die ich während meiner Oktober-Reise besucht habe und die ich auch im Oktober-Update erwähnt habe (weil sie zwar Teil der Reise waren, aber am 1. November besucht wurden)
Im November wurden demnach nur die Zoos in Halle und Bad Kösen besucht.

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