Zoopresseschau

Duisburg, 28.03.2025
Zoo Duisburg freut sich über Brillenbär-Geburt
Im Zoo Duisburg wächst ein kleiner Brillenbär auf. Geboren worden ist das Jungtier bereits am 24. Dezember 2024. Am Anfang hörten die betreuenden Tierpflegerinnen und Tierpfleger nur ein leises Fiepsen aus der Wurfhöhle. Nun zeigte sich der kleine Bär den Pflegern zum ersten Mal.
Revierleiter Mike Kirschner ist begeistert. Bereits zum dritten Mal gibt es am Kaiserberg Nachwuchs bei den Brillenbären. „Jede Geburt ist etwas ganz Besonderes. Dabei fiebern wir ab dem ersten Tag dem Moment entgegen, wann sich das Jungtier zum ersten Mal aus der Wurfhöhle traut“, sagt der Tierpfleger. Vor wenigen Tagen war es dann so weit: Der kleine Bär tapste aus seinem Nest und wagte die ersten Schritte im geschützten Stallbereich.
Noch ist der kleine Bär nicht für die Zoogäste zu sehen. In den kommenden Tagen wird ein Teil der Außenanlage jungtiergerecht vorbereitet. Danach öffnet das Pfleger-Team den Schieber, so dass der kleine Brillenbär hinausgehen könnte. Wann das Jungtier den Stallbereich aber genau verlässt, lässt sich nicht vorhersehen – denn die Entscheidung trifft Bärenweibchen Huanca.
Aufzucht von Brillenbären ist eine Herausforderung
Immer an der Seite des jungen Bären ist Weibchen Huanca. Für die 18-jährige Brillenbärin ist es bereits der fünfte Nachwuchs. Entsprechend routiniert kümmert sie sich um das Jungtier. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn die Aufzucht von Brillenbären ist und bleibt eine Herausforderung. „Insbesondere in den ersten Lebensmonaten reagiert die Mutter sehr sensibel auf Störungen. Deswegen arbeiten nur wenige Bezugspersonen mit der Bärin, um optimale Bedingungen für die Aufzucht zu schaffen“, erklärt Mike Kirschner. Erst mit einem Alter von etwa fünf Monaten wird das Zoo-Team den kleinen Bären aus der Nähe sehen. Dann, wenn im Rahmen des tiermedizinischen Check-Ups auch das Geschlecht bestimmt wird. Weiterlesen

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Zoobesuche im März

Fleischfressende Pflanzen (Tiergarten Ulm)

Anfang März gab es eine kleine Zooreise nach Tripsdrill. Nicht zum ersten Mal und bestimmt nicht zum letzten Mal haben wir ein Wochenende während der Faschingsferien genutzt um im Wildparadies im Baumhaus zu übernachten und abends Glühwein zu trinken und eine Führung zu den Wölfen des Wildparks zu machen … immer wieder schön. Und nachts haben wir auch die Wölfe gehört, was auch immer ein kleines Highlight ist … und ein bisschen gruselig. Weiterlesen

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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

24.03.2025, Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung
Wer ruft da? Fledermäuse lösen sensorische Konflikte und erkennen Täuschungsversuche
Würden Sie jemandem helfen, der um Hilfe ruft, wenn diese Person unversehrt direkt vor Ihnen steht? Wahrscheinlich nicht – und Fledermäuse haben ähnliche Vorbehalte, wie eine neue Studie in Current Biology zeigt. Forschende vom Museum für Naturkunde Berlin und der Universität Neapel Federico II zeigen, dass Fledermäuse visuelle oder geruchliche Eindrücke mit akustischen Signalen abgleichen, um die Realität einer Situation einzuschätzen.
Wenn Fledermäuse von Fressfeinden gefangen werden, stoßen sie sogenannte Notrufe (distress calls) aus, die den Angreifer erschrecken oder Artgenossen alarmieren können. Häufig nähern sich Fledermäuse rufenden Artgenossen in Not, vermutlich um die Gefahr abzuschätzen oder um den Fressfeind zu vertreiben. Die Wissenschaftler*innen nutzten dieses Szenario, um zu testen, ob Fledermäuse Gruppenmitglieder anhand stimmlicher Merkmale individuell erkennen können.
Das Forschungsteam, bestehend aus Mirjam Knörnschild, Martina Nagy und Danilo Russo, analysierte zunächst die akustischen Eigenschaften der distress calls wildlebender Fledermäuse der Art Saccopteryx bilineata in Panama. Sie fanden heraus, dass distress calls individuelle stimmliche Merkmale aufweisen, die es ermöglichen, einzelne Fledermäuse anhand ihrer Stimme statistisch zu unterscheiden.
Um zu überprüfen, ob diese stimmlichen Fingerabdrücke für die Fledermäuse von Bedeutung sind, spielten die Forschenden den Tieren distress calls von Gruppenmitgliedern vor. Diese Playbacks, die in unmittelbarer Nähe ihres Tagesquartiers abgespielt worden, simulierten die unmittelbare Not eines Gruppenmitglieds. Dabei setzten die Forschenden eine Methode ein, bei der die vermittelten Informationen über Gruppenmitglieder entweder übereinstimmten oder widersprüchlich waren. So konnten sie testen, wie Fledermäuse auf widersprüchliche sensorische Signale reagieren.
Im plausiblen Szenario hörten die Fledermäuse distress calls eines Gruppenmitglieds, das das Tagesquartier gerade verlassen hatte. Im unmöglichen Szenario ertönten distress calls eines Gruppenmitglieds, das sich nachweislich noch im Quartier befand, während ein anderes Gruppenmitglied das Quartier verlassen hatte. Erstaunlicherweise reagierten die Fledermäuse nur auf das plausible Szenario – im unmöglichen Szenario, bei dem die distress calls räumlich nicht zum Aufenthaltsort des Rufenden passte, ignorierten die Fledermäuse die Playbacks vollständig. Dies zeigt, dass Fledermäuse sensorische Eindrücke abgleichen und Widersprüche erkennen können – ein Hinweis auf fortgeschrittene kognitive Fähigkeiten.
„Unsere Ergebnisse zeigen, dass diese Fledermäuse über eine hohe kognitive Leistungsfähigkeit verfügen“, erklärt Mirjam Knörnschild. „Indem sie Informationen aus verschiedenen Sinneskanälen integrieren, können sie soziale Signale interpretieren und angemessen reagieren – eine entscheidende Fähigkeit für ihre sozialen Interaktionen.“
Die Studie liefert neue Erkenntnisse darüber, wie stimmliche Individualität komplexe soziale Strukturen bei Fledermäusen unterstützt. „Große Sackflügelfledermäuse leben in stabilen sozialen Gruppen, in denen die individuelle Erkennung vermutlich essenziell für soziale Interaktionen ist. Wir haben beobachtet, dass dominante Männchen als Erste auf distress calls reagieren – was ihre wichtige Rolle in der Kolonieverteidigung unterstreicht“, erläutert Martina Nagy. Zudem stellte das Team fest, dass größere Gruppen stärker auf distress calls reagierten, was darauf hindeutet, dass größere Gruppen eine höhere kollektive Reaktionsbereitschaft zeigen.
Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung multisensorischer Integration bei sozialen Tieren und vertiefen unser Verständnis von Tierkommunikation und Kognition. „Die Fähigkeit, sensorische Informationen zur individuellen Erkennung zu kombinieren, ist ein Kennzeichen fortgeschrittener Kognition, wie man sie bei Primaten oder Elefanten findet“, erklärt Danilo Russo. „Unsere Studie trägt zur wachsenden Forschung über Tierkommunikation bei und hebt die kognitiven Fähigkeiten von Säugetieren mit komplexem Sozialverhalten hervor.“
Die Forschungsarbeiten wurden mit wildlebenden Großen Sackflügelfledermäusen auf Barro Colorado Island, einer Forschungsstation des Smithsonian Tropical Research Institute in Panama, durchgeführt. Das Projekt wurde durch Fördermittel der Baden-Württemberg Stiftung sowie des Europäischen Forschungsrats (ERC) im Rahmen des Horizon 2020-Programms der Europäischen Union (2014–2020) / ERC GA 804352 unterstützt. Weiterlesen

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Portrait: Gelbbrust-Pfeifgans

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Pfeifgänse (Dendrocygninae)
Gattung: Dendrocygna
Art: Gelbbrust-Pfeifgans  (Dendrocygna bicolor)

Gelbbrustpfeifgans (Amerikatierpark Limbach-Oberfrohna)

Gelbbrust-Pfeifgänse zeigen keinen Geschlechtsdimorphismus; das Männchen ist lediglich etwas größer als das Weibchen und das Gefieder der Weibchen ist etwas matter. Beide Geschlechter wiegen etwa 700 Gramm. Die Körperlänge beträgt 48 bis 53 Zentimeter. Pfeifgänse zählen zu den langbeinigen Enten. Ihr gesamtes Erscheinungsbild ist eher gänse- als entenähnlich.
Der Schnabel der Gelbbrust-Pfeifgans ist lang und grau gefärbt. Der Kopf hat eine längliche Form. Kopf, Brust und Flanken sind lehmgelb gefärbt, während der Schwanz und die Flügel kastanienbraun gefiedert sind. Ein weißes „V“, das im Flug gut sichtbar ist, trennt die dunklen Schwanzfedern und den Rumpf. Die Küken zeigen am Kopf und an der Oberseite ein dunkelgraues Dunenkleid. Ihre Körperunterseite sowie ein breites Nackenband und die Gesichtszeichnung sind schmutzig weiß gefärbt. Weiterlesen

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Portrait: Zaupelschaf

Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Antilopinae
Tribus: Ziegenartige (Caprini)
Gattung: Schafe (Ovis)
Art: (Armenisches) Wildschaf (Ovis gmelini)
Unterart: Hausschaf (Ovis gmelini aries)

Waldschaf (Wildpark Hundshaupten)

Das Zaupelschaf war ein kleines, zierliches Tier mit feinem Knochenbau, vielfältiger Farbgebung und charakteristischer Mischwolle. Während die Böcke beeindruckende Hörner trugen, waren weibliche Tiere teilweise hornlos. Auffällig waren die kleinen, waagrecht abstehenden, spitzen Ohren, das unbewollte Gesicht mit einer geraden Nasenlinie und einem markanten Wollschopf auf der Stirn, der sogenannten Schaupe. Zudem hatte das Zaupelschaf einen langen, dicht bewollten Schwanz, der bis mindestens zu den Sprunggelenken reichte. Bis in die Neuzeit war es die dominierende Schafrasse im Alpenraum, und sein genetisches Erbe lebt in den heutigen traditionellen alpenländischen Schafrassen weiter. Weiterlesen

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Portrait: Zaire-Flösselhecht

Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Cladistia
Ordnung: Polypteriformes
Familie: Flösselhechte (Polypteridae)
Gattung: Eigentliche Flösselhechte (Polypterus)
Art: Zaire-Flösselhecht (Polypterus delhezi)

Zaire-Flösselhecht (Naturkundemuseum Karlsruhe)

Der Zaire-Flösselhecht wird maximal 44 Zentimeter lang. Der Oberkiefer ist etwas länger oder gleich lang wie der Unterkiefer. Auf dem Rücken hat er 10 bis 13 der für Flösselhechte typischen Flössel. Die Afterflosse hat 11 bis 14 Flossenstrahlen. Die Brustflossen reichen angelegt nicht bis zum ersten Flössel. Ober- und Unterkiefer sind gleich lang, oder der Unterkiefer ist etwas kürzer.
Wie bei allen Flösselhechten ist sein Körper mit harten Ganoidschuppen bedeckt. Die Anzahl der Schuppen entlang des Seitenlinienorgans beträgt 52 bis 58, eine Reihe rings um den Körper hat 36 bis 40 Schuppen. Vor den Flösseln befinden sich 12 bis 17 Schuppen.
Die Fische sind olivgrau, der Bauch gelblich oder weiß. Auch die Unterseite des Kopfes ist heller. An den Flanken hat der Zaire-Flösselhecht sieben bis acht unregelmäßige, aber deutlich sichtbare schwarze Querbinden die vom Rücken bis zur Seitenmitte reichen. Die Flossen sind gelb mit schwarzen oder braunen Punkten oder einer dunklen Querzeichnung. Weiterlesen

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TTT: Leuchttürme

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Annabelle Chase: Spellbound 5 – Lieber verhext als verstorben (Rezension)

Die angehende Hexe Emma beschließt, eine Therapie zu machen und hofft, dass ihre Vampir-Therapeutin sie nicht aus Versehen aussaugt. Zuzutrauen wäre es ihr. Zum Glück sorgt ihre Freundschaft mit dem Architekten Markos, dem begehrtesten Minotaurus von Spellbound, für Abwechslung! Als jedoch in dessen neuestem Projekt der Bauinspektor tot aufgefunden wird, findet sich Emma schnell in ihrer nächsten Mordermittlung wieder. Leider ist sie so abgelenkt wie noch nie, denn sie muss ständig an den Engel Daniel und dessen Verlobung denken. Doch wenn Emma nicht bald ihren Kopf frei bekommt, könnte sie das nächste Opfer des Killers werden …
LIEBER VERHEXT ALS VERSTORBEN, Teil 5 der CosyFantasyreihe SPELLBOUND. Diesmal muss sich Emma mit einem toten Satyr, der Verlobung ihres Schwarms Daniel, einer komischen Therapeutin, einem Date mit einem Minotaurus und einem Werlöwen, der im Besitz von illegalem Nachtschatten auseinandersetzen. Und natürlich diversen anderen Kreaturen … inklusive Geistern, Harpyien und anderem…
Da hat nicht nur Emma einiges zu tun, der Leser wird auch gut unterhalten. SPELLBOUND muss man einfach lieben, leichte Unterhaltung für zwischendurch, dabei alles andere als langweilig und durchaus kreativ. Und was den Humor anbelangt … da kommt man auch nicht zu kurz. Der hartgesottene UrbanFantasyfan wird mit der Serie nicht viel anfangen können, dafür ist sie vielleicht doch etwas zu seicht, aber wer sich in die Tiefen der Feel Good Stories ohne ernsten Hintergrund hinablassen möchte, der ist wirklich willkommen. Und ich gebe es gerne zu … ich mag die Geschichten und ich freue mich auf die Fortsetzungen, zumal die Geschichte mit Daniel und Emma noch nicht zu Ende ist und ich auf die Auflösung gespannt bin. Abgesehen davon gibt es aber noch viele andere Geheimnisse zu entdecken und zu lüften. Wenn die einzelnen Bände nicht so kurz wären …

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Josh L. Davis: Queer (Rezension)

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Zoopresseschau

Zoo Augsburg, 24.03.2025
Aus dem März-Newsletter
Wegen der Beschränkungen durch Vogelgrippe gibt es bei den Änderungen im Tierbestand nicht viel zu berichten. Es wurden keine Tiere abgegeben und Neuzugänge aus anderen Zoos gibt es ebenfalls nicht.
Ein Höckerschwan und ein Fukien-Waldrebhuhn sind verstorben.
Die letzte Testung mit fast 100 Proben war ohne positiven Befund was AIV betrifft. Somit muss „nur“ noch die 90 Tagesfrist eingehalten werden, und die Sperrung ist vorbei. Damit ist auch die Tropenhalle wieder für die Besucher geöffnet und alle Beschränkungen was Tiertransporte angeht beendet.
Es kam dann noch eine vierte Geburt bei den Hirschziegenantilopen hinzu, und beiden Jungtieren geht es bisher ganz hervorragend.
Geboren wurde außerdem ein Springtamarin – beachtlich, war die letzte Geburt doch erst vor etwas mehr als sieben Monaten.
Ebenfalls geboren wurde mindestens ein Baumstreifenhörnchen, genaueres über die Anzahl kann man erst sagen, wenn sie so selbständig sind, dass sie ihre Höhle verlassen.
Wegen der Beschränkungen durch die Vogelgrippe keine Neuzugänge im Berichtszeitraum.
Die Kragenbären haben ihre Winterruhe beendet.
Das Übergangsquartier für die Wasserbüffel ist nahezu fertig, der Umzug der vier Büffel wird in den nächsten Wochen erfolgen.
Nachdem die Abrissarbeiten zunächst erledigt sind, kann man erst richtig sehen wir groß das Areal für die zukünftige Himalaya-Anlage eigentlich ist. Ebenfalls erkennt man nun die Steilheit der Hügel, passend zum Lebensraum der später hier gehaltenen Tiere.
Sprayer Herr Oschatz war wieder im Zoo unterwegs. Nach der Tropenhalle und dem Paviangehege hat er dieses Mal den Kiosk am Spielplatz und den Eingangsbereich der Schimpansen gestaltet. Weiterlesen

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