Die Aspisviper in Brehms Tierleben

Aspisviper (Brehms Tierleben)

Die Viper (Vipera aspis, Coluber aspis, vipera, Redii und Charasii, Vipera Redii, Mathioli, Huggi, ocellata, atra und communis) erreicht fast genau dieselbe Größe wie die Kreuzotter, ist aber etwas gedrungener gebaut und breitköpfiger als diese. Das sicherste Merkmal zur Unterscheidung beider Arten bilden, nach Strauchs Untersuchungen, die Schuppenreihen, welche den Augapfel von den darunter gelegenen Oberlippenschildern trennen, und deren Anzahl bei der Viper stets zwei beträgt, wogegen die Kreuzotter nur eine derartige Reihe aufweist. Anderweitige Unterscheidungsmerkmale bestehen, außer den bereits angegebenen, darin, daß die Schuppen der Viper nie in mehr als einundzwanzig Längsreihen geordnet sind und der Rücken nicht oder doch viel seltener, als es bei der Kreuzotter der Fall, ein zusammenhängendes Zackenband, sondern nur große, getrennte Flecke zeigt, welche aber ganz in derselben Weise geordnet sind wie die, welche das Rückenband der Otter bilden. Weiterlesen

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TTT: 10 Buchtitel, in denen ein Lufttier genannt wird

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Torsten Schäfer: Die Wildnis in uns (Rezension)

Torsten Schäfer zieht aus in die ungezähmte Wildnis Europas, um seine eigene innere Wildnis wiederzufinden. Vom Auenwald vor der eigenen Haustür über das Mittelmeer bis zum Wasserschlund des Tana-fjords an der nördlichen Spitze Norwegens setzt er sich der Natur aus, beobachtet, taucht ein.
Seine Begegnungen mit Tieren und Landschaften öffnen den Blick auf ein anderes Eingebundensein des Menschen in die Natur – Verbindung statt Trennung, Zusammenleben statt Zerstörung. Dabei zeichnet er ein tiefgründiges Bild davon, was es heißt, heutzutage Mensch zu sein. Und was es in Zukunft heißen könnte.
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C. C. Ravenmiller: Ordo Draconis 3 – Aufruhr (Rezension)

Stell dir vor, du erwachst nach tausendjährigem Schlaf und bist bereit, die Welt zu retten.
Doch keiner kennt dich und du hast keinen Schimmer, wo du bist.
Feuerdrachin Y-Jaen’ffyr ist not amused, als sie feststellen muss, dass ihr Kokon sich in ein Gefängnis verwandelt hat und ihre eingeschworene Dienerschaft es gewagt hat, auszusterben.
Meritan Llewellyn dachte, sie würde nur zu einer Beerdigung nach Wales zurückkehren. Stattdessen erbt sie ein tausendjähriges Geheimnis: Eine im Gestein unter dem Stammsitz ihrer Familie gefangene, übellaunige Drachendame. Zusammen mit ihrer Nichte Eluned beginnt Meritan eine verzweifelte Ausgrabung, die eine beispiellose Verbindung erschafft.
Während Drachin und Menschen einen gemeinsamen Weg zwischen Unwissenheit und Ungeduld zu finden suchen, spinnt ein uraltes Übel weiterhin sein Netz, um die Welt dem Untergang zu weihen. Denn nur wenn alle vier Drachen sich vereinen, können sie es stoppen.
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Neu beschriebene wirbellose Tiere 2025

2025 beschriebene Säugetiere
2025 beschriebene Vögel
2025 beschriebene Reptilien
2025 beschriebene Amphibien
2025 neu beschriebene Fische

Mongolischer Todeswurm, eine Entdeckung bzw. wissenschaftliche Erstbeschreibung steht noch aus (Zoo Usti)

Sie fallen nicht auf und ihre Zahl ist scheinbar unendlich: Die wirbellosen Tiere … Insekten, Spinnen, Nesseltiere, Weichtiere… und alles was man als Würmer bezeichnet.
Eine exakte Zahl nur für 2025 gibt es derzeit nicht als global veröffentlichte Gesamtsumme speziell für wirbellose Tiere. Taxonomen beschreiben neue Arten kontinuierlich in tausenden Fachartikeln, und die globale Bilanz erscheint meist nur als durchschnittliche Jahresrate oder mit mehreren Jahren Verzögerung.
Basierend auf der globalen durchschnittlichen Beschreibungsrate wurden ca. 12 000 bis 15 000 neue wirbellose Arten beschrieben.
Exakte Zahlen fehlen, weil die Zahl der Neubeschreibungen zum einen sehr hoch ist, zum anderen Artenbeschreibungen über tausende Journale weltweit (z. B. Zootaxa, ZooKeys, European Journal of Taxonomy) verteilt erscheinen und offizielle Datenbanken wie Catalogue of Life oder ZooBank Zeit zur vollständigen Aktualisierung brauchen. Weiterlesen

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Zoopresseschau

Zoo Dresden 01.03.2026
Orang-Utan-Jungtier Daria wird ein Jahr alt
Am 2. März 2025 brachte Orang-Utan-Weibchen Daisy, ihre Tochter Daria zur Welt. Als erfahrene Mutter zeigte sich Daisy von Beginn an entspannt und fürsorglich im Umgang mit ihrem vierten Nachwuchs. Mit großer Freude blicken wir auf Darias erstes Lebensjahr zurück. Die Kindheit von Orang-Utan-Jungtieren zählt zu den längsten im Tierreich. Sie dauert bis neun Jahre und ist geprägt von einer intensiven Bindung zwischen Mutter und Jungtier. In dieser Zeit lernen die jungen Orang-Utans alles, was sie für ein selbstständiges Leben benötigen. Mit einem Jahr kann Daria bereits kurze Strecken selbstständig klettern und hangeln. Ihre täglichen Aktivitätsphasen werden zunehmend länger, in denen sie ausgiebig das Klettern übt und spielerisch ihre Umgebung entdeckt. Außerdem beobachtet sie aufmerksam, was ihre Mutter tut und frisst. Dabei sammelt sie täglich neue Erfahrungen und probiert inzwischen auch erste feste Nahrung, die Daisy ihr anbietet. Obwohl Daria noch voll gestillt wird und Muttermilch weiterhin ihre Hauptnahrungsquelle ist, ist ihr Milchzahngebiss bereits vollständig entwickelt. Orang-Utan-Jungtiere trinken ergänzend zur festen Nahrung noch bis zu einem Alter von vier bis sechs Jahren Milch. Orang-Utan-Männchen Toni beteiligt sich nicht unmittelbar an der Aufzucht des Nachwuchses. Dennoch konnten wir ihn in der Vergangenheit beim Spielen und Raufen mit seinen inzwischen erwachsenen Jungtieren beobachten. Toni zeigt sich dabei sehr geduldig und liebevoll. Da Orang-Utans grundsätzlich als Einzelgänger leben, ist es zugleich wichtig, dass er jederzeit die Möglichkeit hat, sich zurückziehen. Darias erster Geburtstag bietet uns zudem Anlass, Aufmerksamkeit auf die stark bedrohten Sumatra-Orang- Utans zu lenken, für deren Fortbestand jeder einzelne Aufzuchterfolg im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) von großer Bedeutung ist. Mit dem freiwilligen Artenschutzeuro, den unsere Zoogäste am Einlass spenden, unterstützen wir zudem ein Schutzprojekt im Bukit Tigapuluh Nationalpark. Das Projekt widmet sich dem nachhaltigen Schutz des Lebensraums von Orang-Utans, Tigern und Elefanten auf Sumatra. Der Nationalpark umfasst die größten zusammenhängenden Tieflandregenwälder der Insel und ist eines der letzten verbliebenen Refugien für die auf der Insel vorkommenden Großtiere. Weiterlesen

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Zoobesuche im Februar

Februar ist jetzt nicht unbedingt der Monat, den man mit Zoobesuchen füllen kann, auch wenn es schöne Tage gibt, die man durchaus auch dafür nutzen kann und es auch diverse Indoor-Zoos gibt. Aber ich lasse mich ja selten von den Wintermonaten abhalten, wenn man in einen Zoo gehen kann, dann sollte man das tun.
Und im Rahmen einer Reise im Februar haben wir auch ein paar Zoos besucht. Weiterlesen

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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

23.02.2026, Universität Duisburg-Essen
Parasiten zeigen Umweltbelastung in Meeressäugern
Parasiten haben ein schlechtes Image. Dabei könnten sie helfen, Umweltprobleme sichtbar zu machen. Eine aktuelle Studie von Forschenden der Universität Duisburg-Essen zeigt, dass sie wertvolle Hinweise auf Schadstoffbelastungen in den Meeren liefern können. Untersucht wurde, wie sich Spurenelemente wie Cadmium, Arsen, Blei, Zink und Eisen in Schweinswalen und ihren Parasiten anreichern.
„Im Mittelpunkt unserer Untersuchung standen Schweinswale aus Nord- und Ostsee. Sie sind wichtige Indikatoren für den Zustand mariner Ökosysteme“, so Prof. Dr. Bernd Sures von der Fakultät für Biologie an der Universität Duisburg-Essen (UDE).
Die dabei untersuchten Proben stammen von gestrandeten Schweinswalen, die von Mitarbeitenden des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover im Rahmen des offiziellen Gesundheitsmonitorings geborgen und obduziert wurden. Neben verschiedenen Gewebeproben der Meeressäuger analysierte das Forschungsteam auch parasitische Würmer, sogenannte Helminthen.
Dabei zeigte sich ein bemerkenswertes Muster: Mehrere Spurenelemente wurden in den Parasiten teilweise in deutlich höheren Konzentrationen nachgewiesen als im Gewebe ihrer Wirte.
„Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Parasiten Schadstoffe wie Kobalt, Cadmium und Arsen besonders effektiv anreichern können“, erklärt Michelle Musiol von der UDE. Die Studie ist Teil ihres Promotionsvorhabens. Die Anreicherungsmuster hängen dabei stark von Parasitenart und Region ab. Eine entscheidende Rolle spielen außerdem Ernährungsweise und Lebensraum der Parasiten im Körper ihres Wirts.
Obwohl Parasiten Spurenelemente anreichern können, beeinflussen sie die Gesamtbelastung der Schweinswale jedoch nur gering. Die Säuger verfügen selbst über wirksame Mechanismen, um Schadstoffe zu regulieren und auszuscheiden.
Die Studie erweitert damit etablierte Methoden des Biomonitorings, bei denen Organismen genutzt werden, um Umweltbelastungen messbar zu machen. Während parasitenbasierte Ansätze bislang vor allem bei Fischen untersucht wurden, zeigen die aktuellen Ergebnisse, dass dieses Konzept auch bei marinen Spitzenprädatoren neue Erkenntnisse liefern kann.
Die Forschenden sehen darin einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der komplexen Wechselwirkungen zwischen Umweltverschmutzung, Tiergesundheit und Ökosystemen und betonen das Potenzial von Parasiten als ergänzendes Instrument im Umweltmonitoring.
Originalpublikation:
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0269749126000540?via%3Dihub Weiterlesen

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Portrait: Dornschwanz-Stachelskink

Überordnung: Schuppenechsen (Lepidosauria)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
ohne Rang: Skinkartige (Scincoidea)
Familie: Skinke (Scincidae)
Unterfamilie: Egerniinae
Gattung: Egernia
Gattung: Dornschwanz-Stachelskink (Egernia stokesii)

Dornschwanz-Stachelskink (Wilhelma)

Der Dornschwanz-Stachelskink variiert in der Färbung von olivgrün bis rötlichbraun, wobei die Bauchschuppen heller sind und von weiß bis gelb reichen. Die Art weist häufig vereinzelte hellere Rückenschuppen auf. Die Rückenschuppen sind vom Nacken bis zum Schwanz gekielt, und stachelige Schwanzschuppen sind ein charakteristisches Merkmal der Art. Der Schwanz ist abgeflacht und nicht zylindrisch und mit etwa 35 % der Kopf-Rumpf-Länge kürzer als Kopf und Körper. Der Dornschwanz-Stachelskink kann ihren Schwanz nicht abwerfen. Die Kopf-Rumpf-Länge eines ausgewachsenen Tieres liegt zwischen 155 und 190 mm. Die Art erreicht die Geschlechtsreife spät, in der Regel zwischen fünf und sechs Jahren, und hat eine Lebenserwartung von 10 bis 25 Jahren. Weiterlesen

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Portrait: Südlicher Neuguinea-Filander (Rezension)

Überordnung: Australidelphia
Ordnung: Diprotodontia
Familie: Kängurus (Macropodidae)
Unterfamilie: Macropodinae
Gattung: Filander (Thylogale)
Art: Südlicher Neuguinea-Filander (Thylogale brunii)

Neuguineafilander (Zoo Jihlava)

Der Südliche Neuguinea-Filander wurde früher zusammen mit Thylogale browni, Thylogale calabyi und Thylogale lanatus als Neuguinea-Filander zusammengefasst.

Diese Tiere sind relativ kleine Vertreter der Kängurus mit einem stämmigen Körperbau. Wie bei den meisten Kängurus sind die Hinterbeine deutlich länger als die Vorderbeine, der Schwanz ist relativ kurz und spärlich behaart. Das Fell ist in einem dunklen Graubraun gefärbt, die Unterseite ist deutlich heller. Am Gesicht und an den Hüften sind weiße Streifen vorhanden.

Der Südliche Neuguinea-Filander lebt im Süden der Insel Neuguinea sowie auf den vorgelagerten Kai-Inseln und Aru-Inseln, die Bestände auf diesen Inseln sind aber möglicherweise auf menschliche Ansiedlungen zurückzuführen. Früher kam die Art auch im südöstlichen Neuguinea, in der Region um Port Moresby vor, die Bestände dort sind aber erloschen. Lebensraum dieser Tiere sind vorwiegend Regenwälder und Regenwald-Savannen-Mischgebiete.

Über die Lebensweise dieser Tiere ist wenig bekannt. Sie sind nachtaktiv und schlafen tagsüber im dichten Unterholz verborgen. In der Nacht begeben sie sich auf Nahrungssuche, wobei sie sich häufig auf grasbewachsenen Flächen nahe dem Waldrand aufhalten. Sie sind Pflanzenfresser, die Gräser und Blätter zu sich nehmen.

Südlicher Neuguinea-Filander (Zoo Plzen)

Gebietsweise wird der Südliche Neuguinea-Filander stark wegen seines Fleisches mit Hunden gejagt. Diese Bejagung führte zum Verschwinden der Tiere aus dem südöstlichen Neuguinea, auch andernorts gehen die Bestände zurück. Die IUCN schätzt, dass in den nächsten 15 bis 20 Jahren die Gesamtpopulation um 30 % zurückgehen wird und listet die Art als „gefährdet“ (vulnerable).

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