Portrait: Fransenfledermaus

Ordnung: Fledertiere (Chiroptera)
Überfamilie: Glattnasenartige (Vespertilionoidea)
Familie: Glattnasen (Vespertilionidae)
Unterfamilie: Myotinae
Gattung: Mausohren (Myotis)
Art: Fransenfledermaus (Myotis nattereri)

Fransenfledermaus (ChatGPT)

Der Name der Fransenfledermaus geht auf feste, wie Fransen wirkende Härchen an der Schwanzflughaut zurück. Sie hat eine bräunlich graue Rückenfellfärbung. Ihr Fell ist langhaarig und locker. Dagegen ist ihr Unterfell hellgrau bis weiß.
Sie ist von Rumpf bis Kopf um die 40 bis 50 Millimeter lang, hat eine Flügelspannweite von 245 bis 280 Millimetern und wiegt 5 bis 10 Gramm.
Die Ohren der Fransenfledermaus sind relativ klein. Diese erreichen meist keine 20 Millimeter. Wie bei anderen Arten aus der Gattung der Mausohren (Myotis) sind die Ohren länger als breit, häutig dünn und mit einem langgestreckten Ohrdeckel – Tragus – versehen. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Tierportrait | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Portrait: Kronenkiebitz

Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
Familie: Regenpfeifer (Charadriidae)
Unterfamilie: Kiebitze (Vanellinae)
Gattung: Kiebitze (Vanellus)
Art: Kronenkiebitz (Vanellus coronatus)

Kronenkiebitz (Zoo Halle)

Der Kronenkiebitz wird 20 bis 34 cm lang und erreicht ein Gewicht von 126 bis 200 g. Die Unterart V. c. demissus ist kleiner als die Nominatform. Namensgebend für den Vogel ist der schwarze Oberkopf, der von einem weißen und einem schwarzen Band umgeben ist. Brust und Oberseite sind fahlbraun, die dunklere untere Brust wird durch ein schwarzes Band vom weißen Bauch abgegrenzt. Die Beine und der Schnabel sind rötlich, die Schnabelspitze schwarz, die Augen orange-gelb. Im Flug ist ein diagonaler, weißer Flügelstreifen und der unten weiße, am Ende mit einem schwarzen Band versehene Schwanz zu sehen. Männchen und Weibchen unterscheiden sich farblich nicht, letztere sind nur etwas kleiner. Bei den Jungvögeln ist die Kopfzeichnung weniger deutlich. Der ähnliche Amethystrennvogel (Rhinoptilus chalcopterus) steht stets aufrechter und ist auch unterhalb der Augen und des Schnabels dunkel gefärbt. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Tierportrait | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Portrait: Kragenhai

ohne Rang: Haie (Selachii)
Überordnung: Squalomorphii
Ordnung: Hexanchiformes
Familie: Kragenhaie (Chlamydoselachidae)
Gattung: Kragenhaie (Chlamydoselachus)
Art: Kragenhai (Chlamydoselachus anguineus)

Kragenhai ( Report on the deep-sea fishes collected by H.M.S. Challenger during the years 1873-1876, Plate LXIV. Günther, Albert C. L. G. (Albert Carl Ludwig Gotthilf), 1830-1914)

Der Kragenhai auch Krausenhai oder Schlangenhai, ist eine von zwei Arten aus der Familie der Kragenhaie. Er ist hinsichtlich seiner Anatomie und Morphologie der altertümlichste rezente Hai, weshalb er als ein „lebendes Fossil“ bezeichnet wird.
Der aalartig langgezogene Körper des Kragenhais erreicht eine Länge von bis zu zwei Metern, wobei die Männchen mit etwa 1,50 Metern Länge kleiner als die Weibchen sind. Die Grundfärbung ist ein Dunkelbraun bis Dunkelgrau, Zeichnungen oder auffällige Markierungen fehlen. Die Augenöffnungen sind groß, eine Nickhaut ist nicht ausgebildet. Anders als bei den übrigen rezenten Haien mit unterständigem Maul ist das stumpfe Maul des Kragenhais beinahe endständig, bildet also kein Rostrum. Das Maul ist sehr groß und reicht über mehr als die Hälfte des Schädels, wodurch der Kopf ein reptilartiges Aussehen bekommt (daher der französische Trivialname requin lézard = „Eidechsenhai“). Es kann weit geöffnet werden. Die etwa 300 Zähne sind in Reihen angeordnet, 19–28 im Oberkiefer und 21–29 im Unterkiefer. Die gleichartige Morphologie der Zähne (Homodontie) ist kennzeichnend für die Art: Die Zahnkrone wird von drei etwa gleich langen, schlanken, zurückgebogenen Spitzen gebildet, an der Zahnbasis können kleinere Spitzen entwickelt sein. Die Einzelzähne haben einen großen Seitenabstand zueinander.
Die Scheidewände der sechs Paar Kiemenspalten (bei fast allen übrigen Plattenkiemern inklusive der paläozoischen Formen sind es fünf) schauen halskrausenartig hervor und umlaufen fast den gesamten Körperquerschnitt, daher rührt der deutsche Name „Krausenhai“. Das erste Kiemenpaar ist auf der Bauchseite (ventral) miteinander verbunden und hat eine kragenartige Deckhaut („Kragenhai“). Eine richtige Gelenkung zwischen Oberkiefer und Hirnschädel (Neurocranium) fehlt. Das Palatoquadratum des Oberkiefers hängt, anders als bei den meisten anderen Haien, breit am Hirnschädel.
Die breiten Bauchflossen sind klein und setzen in einem sehr stumpfen Winkel am Rumpf an. Das Begattungsorgan der Plattenkiemer, das Pterygopodium, ist beim Kragenhai deutlich einfacher gebaut als bei seinen Verwandten und besteht lediglich aus zwei stabförmigen Elementen. Die Basis der einzigen Rückenflosse liegt oberhalb der Afterflosse und damit ungewöhnlich weit zurück. Die Schwanzflosse ist, da die Chorda dorsalis anders als bei den übrigen rezenten Haien in Richtung Körperende (kaudal) nahezu gerade verläuft, nur andeutungsweise heterocerk (ungleichlappig) gestaltet. Ihre Asymmetrie, die für die Schwanzflosse der meisten Haie kennzeichnend ist, entsteht durch die Vergrößerung des unteren Flossensaums.
Die Chorda dorsalis ist kaum gegliedert. Die bei vielen Knorpelfischen ausgebildeten Placoidschuppen (Hautzähne) sind beim Kragenhai entlang des offenen Seitenlinienorgans verlängert. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Tierportrait | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Museomics

Die Museomic befasst sich mit der Untersuchung genomischer Daten, die aus Proben alter DNA (aDNA) und historischer DNA (hDNA) in Museumssammlungen gewonnen werden. Während sich die frühe Forschung auf diesem Gebiet auf kurze DNA-Sequenzen mitochondrialer Gene konzentrierte, ist inzwischen auch die Sequenzierung ganzer Genome möglich. Methoden der Sequenzierung der nächsten Generation (Next-Generation Sequencing, NGS) und der Hochdurchsatzsequenzierung (High-Throughput Sequencing, HTS) lassen sich auf die Analyse genetischer Datensätze anwenden, die aus Sammlungsmaterialien gewonnen wurden. Solche Verfahren wurden als „dritte Revolution in der Sequenzierungstechnologie“ bezeichnet. Ebenso wie die Radiokarbondatierung stellen die Methoden der Museomic eine Technologie mit transformativem Charakter dar. Die Ergebnisse führen zu einer Überarbeitung und bisweilen sogar zur Widerlegung zuvor akzeptierter Theorien zu verschiedensten Themen, etwa zur Domestizierung des Pferdes. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Walter A. Sontag: Der Elefant, der sich sein Kopfkissen bastelte (Rezension)

In den letzten Jahren hat sich in der Wissenschaft ein besseres Verständnis für das Verhalten vor allem wilder Tiere herausgebildet. Neue Fragestellungen kamen auf: Was treibt Tiere an? Wie lernen sie? Wie treffen sie Entscheidungen? Haben Tiere Erwartungen? Spüren sie Enttäuschung? Empfinden Tiere Empathie? Haben sie Zweifel? Was bedeutet Freiheit für ein Tier? So rückte das einzelne Tier ins Zentrum der evolutionsbiologischen Forschung – ein Individuum mit eigenen Bedürfnissen, Intelligenz, Emotionen und Persönlichkeit.
In einigen Situationen drängt sich die Frage auf, ob zumindest manche Tiere über einen «Sinn für Fairness» verfügen oder ihn entwickeln können. Im klassischen Laborexperiment dazu werden beispielsweise zwei Rhesusaffen oder zwei Papageien in benachbarten Käfigen Futterstücke präsentiert, die sie gegen Jetons eintauschen können. Allerdings sind die angebotenen Bissen sichtlich verschieden, sodass das eine Tier eine weniger begehrte Kost in Aussicht hat als sein Nachbar. Die paarweisen Vergleiche unter sogenannten intelligenten Tierarten – Affen, Papageien und Krähenvertretern – führten zu vollkommen widersprüchlichen Ergebnissen. Das Wiener Forschungsduo Claudia Wascher und Thomas Bugnyar nahm sich Rabenkrähen und Kolkraben vor. Die benachteiligten Individuen tauschten ihr «Wechselgeld» nicht gegen das im Vergleich zu ihren Nachbarn unterwertige Angebot. Auch Kapuziner- und Rhesusaffen schlugen die minderwertigen Belohnungen aus. Genauso lehnten dies Ratten ab. Sie alle legten damit eine Aversion gegen ungleiche Behandlung an den Tag. Demgegenüber ließen etliche andere Arten, wie Nachtaffen und die sonst so gelehrigen Geradschnabelkrähen und Keas, die Ungleichbehandlung anstandslos zu.
Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Rezension | Kommentar hinterlassen

Charlotte McConaghy: Zugvögel (Hörbuch)(Rezension)

Franny hat ihr ganzes Leben am Meer verbracht, die wilden Strömungen und gefiederten Gefährten den Menschen vorgezogen. Als die Vögel zu verschwinden beginnen, beschließt die Ornithologin den letzten Küstenseeschwalben zu folgen. Auf einem der letzten Fischerboote macht sie sich auf den Weg in die Antarktis. Schutzlos ist die junge Frau den Naturgewalten des Atlantiks ausgeliefert, allein die Vögel sind ihr Kompass. Doch wohin die Tiere sie auch führen, ihrer Vergangenheit kann Franny nicht entfliehen. Schon bald wird die Reise zu einem lebensbedrohlichen Abenteuer.
Eine Ode an die bedrohten Geschöpfe dieser Erde. Eine Geschichte über die Wege, die wir gehen für die Menschen, die wir lieben. Und sei es bis zum äußersten Rand der Welt.
Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Rezension | Kommentar hinterlassen

TTT: 10 Bücher, deren Titel aus zwei Wörtern besteht


Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Top Ten Thursday | 7 Kommentare

Der Maikong in Brehms Tierleben

Maikong (Brehms Tierleben)

Der Maikong oder Karasissi, Savannenhund der Ansiedler (Canis cancrivorus, C. brasiliensis, Thous und Lycalopex cancrivorus), ist, nach dem, was ich an einem lebenden Stücke gesehen habe, ein schakalähnlicher, schlank gebauter, hochläufiger Wildhund, mit kurzem, breitem, stumpfschnauzigem Kopfe, mittelgroßen, am Grunde weit von einander abstehenden, oben gerundeten Ohren, schiefgestellten, rothbraunen, eirundsternigen Augen und fast bis zum Boden herabhängendem Schwanze, von ungefähr 90 Centim. Gesammt- oder 65 Centim. Leibes- und 28 Centim. Schwanzlänge und etwa 55 Centim. Schulterhöhe. Der Balg besteht aus mittellangen, rauhen Grannen, welche das spärliche Wollhaar vollständig bedecken. Seine Gesammtfärbung ist ein ziemlich gleichmäßiges Fahlgrau, welches auf dem Rücken, zumal in der Schultergegend, wegen der hier schwarz endenden Haare dunkelt und nach unten durch Fahlgrau in Gelblichweiß und Reinweiß übergeht. Die Augengegend ist lichter, gelblichweiß; die Ohren sind außen am Grunde röthlichfahl, an der Spitze braunschwarz, innen mit gelbweißen Haaren besetzt und licht gerandet. Sehr dunkle Färbung haben auch die Lippen und die Schnauzenspitze, ein Kinnfleck und die Läufe bis zum Hand- oder Fersengelenke herab, licht, d.h. gelblichweiß, sehen außer den schon genannten Theilen ein vollständiges Kreuz in der Schlüsselbeingegend aus, welches von der Kehle an bis zur Oberbrust herabreicht und seitlich in ziemlich breiten Streifen bis gegen die Achseln hin sich fortsetzt. Die einzelnen Haare sind gelblich oder weißlich an der Wurzel, sodann grau und endlich dunkel zugespitzt. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Steckbrief: Tierpark Klingenthal

Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Zoosteckbrief | Kommentar hinterlassen

7. Zooreise 2026 – Tag 2: Von Sachsen nach Bayern

Tag 2 und bereits die Heimreise und wieder durch das Erzgebirge und das Vogtland. Geplant waren Besuche im Zoo der Minis in Aue, des Schneckensteins, eines Topasfelsen und den Kuranlagen in Bad Elster.
Das Wetter war uns nicht wirklich hold, in Aue mussten wir im Regen durch den Zoo. Okay es war unsere Entscheidung und so dramatisch war es nicht. Und wären wir nicht gegangen hätten wir die Igeltanreks nicht gesehen, die heute sehr aktiv waren und einen Rüsselspringer, der eine Grille jagte. Etwas halbherzig und erfolglos zwar, aber ein interessantes Schauspiel. Und als wir unseren Zoobesuch beendet hatten, hörte der Regen auf.
Aus dem Bücherhäuschen habe ich auch etwas abstauben können:
Mark T. Sullivan: Toxic
Preston/Child: Formula
Wäre ich Lucinda Riley Fan wäre ich erfolgreicher gewesen, aber da ich noch nie etwas von der Autorin gelesen habe habe ich es auch erst einmal dabei belassen. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Zoo-Reise | Kommentar hinterlassen