Zoopresseschau

Tierpark Nordhon 13.03.2026
Foto-Ausstellung „Wiesenvögel“ im Tierpark eröffnet
Naturfotograf Bernd Dieken zeigt Bilder im Heuerhaus des Familienzoos Am Freitag, den 13. März wurde eine neue Fotoausstellung im Heuerhaus des Familienzoos feierlich eröffnet. Gezeigt werden großformatige Fotografien des Nordhorner Hobby-Naturfotografen Bernd Dieken mit Motiven der imposanten Wiesenvögel wie Großer Brachvogel, Uferschnepfe, Kiebitz und Co.. Es handelt sich dabei um Aufnahmen die in der Grafschaft Bentheim, in Overijssel, an der Nordseeküste sowie am Dümmer entstanden sind. Bernd Dieken ist Mitglied der NABU-Fotogruppe und ihn faszinieren besonders die selten gewordenen Wiesenvögel. „Mich begeistert an den Wiesenvögeln vor allen Dingen ihre Farbpracht und die charakteristischen Rufe. Mit meinen Bildern möchte ich bei den Besuchern erreichen, dass sie diese ebenso wertschätzen lernen wie ich. Die Wiesenvögel haben es aufgrund der Veränderungen in der landwirtschaftlichen Tierhaltung und der Entwässerung von Feuchtwiesen als natürlichem Lebensraum schwer geeignete Nistplätze zu finden – sie sind hoch bedroht.“ Teil der neuen Fotoausstellung ist auch das „Brachvogelprojekt“ des Nordhorner Tierparks. Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich der Familienzoo gemeinsam mit Partnern und Behörden im Natur- und Umweltbereich für den Erhalt der Grafschafter Wiesenvogelbestände. Ein Einblick in die konkreten Schutzbemühungen ist in der Ausstellung zu sehen „Wir sind sehr froh, unseren Besuchern diese Ausstellung nicht nur präsentieren zu können, sondern sogar Teil davon zu sein“ so Tierparkleiter Dr. Nils Kramer. „Es ist ein absoluter Mehrwert für unsere Gäste! Und das Beste ist – der Besuch der Ausstellung ist im Tierparkeintritt inbegriffen.“ Neben der Ruhe, die die Zoogäste auch an vollen Tagen im Ausstellungsraum mit der besonderen Atmosphäre genießen können, spielt auch der Bildungsaspekt bei den Fotoausstellungen immer eine Rolle. Die Besucher können durch die ausdrucksstarken Bilder viel über die heimische Natur lernen. Unter den geladenen Gästen der Ausstellungseröffnung konnte der Fotograf auch Vertreter der Sparkasse begrüßen, die die diesjährige Fotoausstellung gefördert hat. Noch bis Mitte November ist die Ausstellung im Heuerhaus zu den Öffnungszeiten des Tierparks zu sehen und bietet auch den im Heuerhaus stattfindenden Standesamtlichen Trauungen ab sofort einen stimmungsvollen Rahmen.

Wilhelma Stuttgart 13.03.2026
Nachwuchs bei den Trampeltieren in der Wilhelma
Kamelfohlen erblickt das Licht der Welt Im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart ist am 13. März 2026 ein Trampeltierfohlen zur Welt gekommen. Revierleiter Stephan Paspalaris zeigt sich begeistert: „Wir freuen uns sehr über unseren Familienzuwachs bei den Trampeltieren. Da es sich um ein weibliches Fohlen handelt, stehen die Chancen gut, dass es dauerhaft bei uns in der Wilhelma bleiben kann. Die ersten Lebenstage verbringt es mit seiner Mutter zur Eingewöhnung in einem separaten Vorgehege. Im Laufe der nächsten Woche wird es dann für unsere Besucherinnen und Besucher auf der großen Anlage zu sehen sein.“ Mutter des Fohlens ist die Trampeltierstute Chiara, die vor 17 Jahren selbst in der Wilhelma geboren wurde. Stute und Fohlen teilen sich ihre Anlage im Bereich des Asiatischen Dorfs mit dem Vater des Jungtiers, dem zwölf Jahre alten Hengst Genghis, sowie der 18-jährigen Stute Faya. Zuletzt hatte Chiara im Frühjahr 2024 ein Jungtier zur Welt gebracht, welches im Sommer letzten Jahres in einem Tierpark in Nordrhein-Westfalen ein neues Zuhause gefunden hat. Zusammen mit den Yaks auf der Nachbaranlage sowie den im Asiatischen Schaubauernhof gehaltenen Vietnamesischen Hängebauchschweinen, Ayam-Cemani-Hühnern, Kaschmirziegen und Romanov-Schafen veranschaulichen die Trampeltiere die Vielfalt domestizierter Tierarten, die über Jahrtausende hinweg die Lebensweise des Menschen in unterschiedlichen Regionen Asiens geprägt haben. Trampeltiere gehören zu den sogenannten Altweltkamelen. Sie wurden bereits vor rund 4.500 Jahren in den trockenen Steppen- und Wüstenlandschaften Zentralasiens domestiziert. Sie sind hervorragend an extreme Lebensräume angepasst – mit großen Temperaturschwankungen, trockener Luft und knapper Vegetation. Ihre außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit an extreme Klimabedingungen machte sie zu unverzichtbaren Begleitern des Menschen. Als Reit- und Lasttiere ermöglichten sie Handelsreisen über große Distanzen, etwa entlang der historischen Seidenstraße. Darüber hinaus liefern sie bis heute wichtige Rohstoffe wie Milch, Fleisch, Wolle und Leder. Selbst ihr trockener Dung wird in baumarmen Regionen als Brennmaterial genutzt. Während domestizierte Trampeltiere in Zentralasien in großer Zahl gehalten werden – Schätzungen gehen von rund zwei Millionen Tieren aus –, ist ihre Wildform stark bedroht: Nur noch etwa 1.000 Tiere leben in abgelegenen Wüstengebieten der Mongolei und Chinas. Charakteristisch für Trampeltiere sind ihre zwei Höcker, die sie deutlich von ihren einhöckrigen Verwandten, den Dromedaren aus Nordafrika und dem Nahen Osten, unterscheiden. Kerstin Ludmann, die für das Asiatische Dorf und den Asiatischen Schaubauernhof zuständige Kuratorin, erklärt: „Entgegen einer verbreiteten Annahme dienen die Höcker nicht als Wasserspeicher, sondern als Fettreserve. In Zeiten knapper Nahrung können die Tiere diese Energiereserven abbauen und so lange Perioden überstehen, ohne regelmäßig Nahrung aufzunehmen. Beim neugeborenen Fohlen sind die Höcker zunächst nur als kleine Erhebungen sichtbar. Erst im Alter von etwa drei Monaten beginnen sie sich deutlich aufzurichten, wenn sich die Fettspeicher durch die nahrhafte Muttermilch gefüllt haben.“

Alpenzoo Innsbruck 13.03.2026
Erster Frühjahrsnachwuchs im Alpenzoo: Ziegenkitz vor den Augen der Besucher geboren
Am vergangenen Wochenende durfte sich der Alpenzoo über den ersten tierischen Nachwuchs des Frühjahrs freuen. Auf dem Bauernhof kam ein Ziegenkitz zur Welt – und das direkt vor den Augen zahlreicher staunender Besucherinnen und Besucher. Neugierig und noch etwas wackelig auf den Beinen verbringt das weibliche Kitz aktuell viel Zeit eng an ihre Mutter Milly gekuschelt. Tierpflegerinnen und Tierpfleger beobachten die Entwicklung des Jungtiers aufmerksam, sind jedoch sehr zufrieden mit seinem Gesundheitszustand. „Es ist immer etwas ganz Besonderes, wenn unsere Tiere Nachwuchs bekommen – vor allem, wenn Besucherinnen und Besucher diesen Moment live miterleben können“, freut sich Zoodirektor Dr. André Stadler. In den kommenden Tagen wird sich das junge Ziegenkitz Schritt für Schritt an seine Umgebung gewöhnen. Wer das Jungtier sehen möchte, hat aktuell gute Chancen: Der kleine Frühlingsbote hält sich meist dicht bei seiner Mutter im Bereich des Schaustalls auf. Der Alpenzoo lädt alle großen und kleinen Tierfreundinnen und Tierfreunde ein, dem jüngsten Mitglied der Ziegenherde einen Besuch abzustatten und einen ersten Blick auf den Frühjahrsnachwuchs zu werfen.

Zoo Magdeburg 12.03.2026
Zweifacher weißfelliger Nachwuchs im Zoo Magdeburg
Afrikanische Zwergziegen-Herde vergrößert sich Magdeburg 12. März 2026. Im Zoo Magdeburg gibt es tierischen Nachwuchs: Am 4. März 2026 kamen zwei weißfellige Zicklein der Afrikanischen Zwergziege zur Welt. Die beiden Jungtiere überraschten das Zoo-Team besonders – denn in der Herde lebt derzeit kein Ziegenbock. Die Erklärung liegt einige Wochen zurück: Ein Ziegentausch mit dem Elbauenpark Magdeburg brachte unerwartet ein tierisches Geschenk mit sich. Offenbar war das Muttertier zu diesem Zeitpunkt bereits tragend – und nun sorgen zwei gesunde, weiße Zicklein für Nachwuchs in der Herde. Die Jungtiere sind gemeinsam mit ihrer Mutter noch separat auf der Anlage direkt gegenüber dem Spielplatz zu finden. Dort können die Besucher die ersten neugierigen Erkundungstouren der kleinen Ziegen beobachten. Zwischendurch ziehen sich Mutter und Nachwuchs immer wieder in den wärmenden Stall zurück. „Im Zoo Magdeburg ist der Kontakt zu den Afrikanischen Zwergziegen (Capra aegagrus f. hircus) Teil unseres zoopädagogischen Nutztier-Programms“, erklärt Zoopädagogin Carolin Boehlke. „Dabei vermitteln wir unter anderem Themen wie Domestikation, biologische Vielfalt, die Haltung von Haustieren sowie den Einfluss verwilderter Haustiere auf Wildtiere und ihre Lebensräume.“ Der Kontaktbereich für die Besucher ist in den großen Abenteuer-Spielplatz des Zoos integriert. Insgesamt leben derzeit zehn Afrikanische Zwergziegen im Zoo Magdeburg. Veranstaltungstipps (Auszug) im Zoo Magdeburg 20.03.2026: Nacht-Safari durch den Zoo 30.03.-03.04.2026: Ferienprogramm „Von der Weide auf den Teller“

Zoo Heidelberg 12.03.2026
Namen für Tigernachwuchs stehen fest
Die zwei kleinen Sumatra-Tigerinnen heißen Sari und Raya Die beiden jungen Sumatra-Tiger im Zoo Heidelberg haben nun offiziell Namen: Sari und Raya. Mehr als 2.500 Vorschläge erreichten den Zoo Anfang Februar, anschließend konnte online für die Favoriten abgestimmt werden. Die beiden Tigerinnen entwickeln sich sehr gut und sind inzwischen immer häufiger für Besucher zu sehen. Über 3000 Menschen haben an der finalen Abstimmung zur Namenssuche der kleinen Tiger teilgenommen – nun steht das Ergebnis fest. Die beiden Sumatra-Tiger bekommen die Namen Sari und Raya. „Wir waren überwältigt, wie viele Menschen sich an der Namenssuche beteiligt haben“, sagt Bianca Weißbarth, Leiterin des Raubtierreviers. „Dass jetzt zwei so schöne Namen die meisten Stimmen bekommen haben, freut uns sehr.“ Seit der Geburt im November haben die beiden Tigerinnen gut zugenommen – mittlerweile wiegt jedes Tier über zehn Kilogramm. „Beide Jungtiere sind gesund und altersgerecht entwickelt“, erklärt Zoo-Tierärztin Dr. Barbara Bach. „Sie haben inzwischen ihre zweite Impfung erhalten und zeigen sich neugierig und aktiv.“ Mit den steigenden Temperaturen erkundet der Nachwuchs immer häufiger gemeinsam mit Mutter Karis erste Bereiche der Außenanlage. Die erfahrene Tigerin kümmert sich aufmerksam um ihre beiden Töchter und begleitet sie bei den ersten Entdeckungstouren. Die beiden Jungtiere auseinanderzuhalten ist nicht ganz einfach, denn auf den ersten Blick sehen sie sich sehr ähnlich. Wie bei allen Tigern ist jedoch das Streifenmuster im Fell einzigartig – vergleichbar mit einem menschlichen Fingerabdruck. Auch charakterlich unterscheiden sich die Geschwister voneinander: „Raya verhält sich eher ruhig und zurückhaltend, während Sari die Temperamentvolle von den beiden ist“, erklärt Weißbarth. Die Namen der Tigerinnen haben eine passende Verbindung zum Lebensraum der Sumatra-Tiger. Der Name Sari bedeutet im Indonesischen Essenz bzw. Wesen, Raya kann mit groß bzw. großartig übersetzt werden. Sumatra-Tiger gehören zu den am stärksten bedrohten Großkatzen der Welt. Die kleinste noch lebende Tigerunterart kommt ausschließlich auf der indonesischen Insel Sumatra vor. Durch Lebensraumverlust und Wilderei ist ihr Bestand stark geschrumpft. Schätzungen gehen davon aus, dass in der Natur nur noch rund 400 Tiere leben. Umso wichtiger sind stabile Populationen in zoologischen Einrichtungen für den Erhalt der Art.

Kölner Zoo 12.03.2026
Sehr seltene Primatenart: Zwei Mongozmakis neu im Kölner Zoo
Im Madagaskarhaus des Kölner Zoos leben seit kurzem zwei neue Mongozmakis. Sie heißen „Tongay“ und „Aster“ und sind männlich. Beide stammen aus dem Lumigny Safari Reserve in Frankreich – „Tongay“ wurde im Jahr 2012 geboren, „Aster“ 2005. Ziel ist es, zusammen mit dem seit 2023 in Köln lebenden, fast achtjährigen Weibchen „Emena“ für Nachwuchs bei diesen vom Aussterben bedrohten madagassischen Primaten zu sorgen. „Emenas“ bisheriger Partner, der 29-jährige „Newton“, ist anscheinend schon zu alt für Fortpflanzungsaktivitäten. Der Kölner Zoo hofft, mit den beiden neuen Männchen frischen Schwung in die Mongozmakis-Haltung zu bringen. Der Zoo hatte beide Tiere Ende Februar aus Frankreich an den Rhein geholt. Die Eingewöhnung hat bislang gut geklappt. Im weiteren Verlauf wird sich zeigen, ob „Emena“ eher mit dem jüngeren „Tongay“ oder dem erfahrenen „Aster“ harmoniert und für Nachwuchs bereit ist. Auch bei Primaten zählt dabei der Nasen- und Wohlfühlfaktor. Zoo-Kuratorin Dr. Johanna Rode-White und Tierpfleger Michael Kaiser haben die Tiere eigenhändig aus Frankreich abgeholt. Sie stecken gemeinsam mit dem gesamten Team viel Zeit und Expertise in die Eingewöhnung und Neuzusammenstellung der Mongozmakis-Gruppe. Für zusätzliche Unterstützung sorgt ein Student, der für seine Bachelorarbeit an der Universität zu Köln das Verhalten der Gruppe beobachtet. Die Anstrengungen sind notwendig, da die Art wie so viele andere Tiere Madagaskars auch leider stark vom Aussterben bedroht ist. Mongozmakis (Eulemur mongoz) sind eine Primatenart aus der Familie der Lemuren. Sie kommen in trockenen Laubwäldern im Norden Madagaskars vor und haben sich zudem auf den Komoren eingebürgert. Sie sind tag- und nachtaktiv und leben in der Regel in kleinen Familienverbänden. Ihre Nahrung besteht aus Früchten, Blüten, Nektar und Blättern. Gelegentlich werden auch Insekten gefressen. Die Kopf-Schwanz-Länge beträgt bis zu 83 cm, das Gewicht variiert zwischen 1,1 und 1,6 kg. Männchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich. Männchen haben ein grau-braunes Rückenfell, eine dunkle Schwanzspitze, einen rötlich-braunen Nacken und Bart sowie eine graue Schnauze. Weibchen weisen ein helleres Rückenfell, ein cremefarbenes Bauchfell und einen weißen Bart zur Unterscheidung auf. Die Tiere können in Menschenobhut bis zu 35 Jahre alt werden. Stark engagiert für stark bedrohte Arten – Zoos handeln! Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft Mongozmakis in der madagassischen Wildnis als „vom Aussterben bedroht“ ein. Gründe sind Lebensraumzerstörung, z.B. für Landwirtschaft oder Holzkohleproduktion, sowie Bejagung durch die bitterarme Bevölkerung des vor Ostafrika gelegenen Inselstaats. Leider ist die Tierwelt Madagaskars insgesamt stark gefährdet. Dies ist umso tragischer, da sehr viele Tiere der Insel endemisch sind, d.h. nur auf Madagaskar vorkommen. Der Kölner Zoo engagiert sich im Verbund mit anderen Zoos und Forschungseinrichtungen im Rahmen der „Madagascar Flora and Fauna Group“ seit Jahren massiv für den Erhalt dieser einzigartigen Habitate. Informationen zu diesem Engagement und den Schutzprojekten unter www.madagascarfaunaflora.org/. Schutz in Zoos und Schutz vor Ort – beides gehört zusammen Der Zoo schiebt zahlreiche Schutzmaßnahmen an – zum einen im Zoo selbst, zum anderen vor Ort in Madagaskar. In Köln zählen dazu z.B. Erhaltungszuchtprogramme bei hochseltenen madagassischen Fischen und Vögeln, die für Reservepopulationen für spätere Rückführungen aufgebaut werden sowie Fundraising- und Umweltbildungsprojekte. Zudem laufen wissenschaftliche Studien, z.B. zum Ernährungs- oder Fortpflanzungsverhalten. Damit lässt sich besser verstehen, was wir für den Schutz bedrohter Tierarten machen müssen. Vor Ort, auf Madagaskar, ist der Kölner Zoo ebenfalls aktiv. Die verantwortliche Zoo-Kuratorin, Dr. Johanna Rode-White, bereiste die Insel bereits mehrmals, um Schutzvorhaben zu unterstützen. Auf dieser Basis fördert der Kölner Zoo mehrere konkrete Projekte: Er finanziert die Forschungsstation „Manitatra“ und das Trainings- und Informationszentrum LAFA im Süden Madagaskars als Teil von Wiederaufforstungsarbeiten. Zudem finanziert der Kölner Zoo lokale Ranger, die die verbliebenen und die aufgeforsteten Gebiete schützen. Partner dabei ist die Organisation „Tropical Biodiversity Social Enterprise“.

Zoo Berlin 12.03.2026
Wirbelwinde auf vier Pfoten
Erster Check-Up beim Afrikanischen Wildhund-Nachwuchs im Tierpark Berlin Mit einer großen Portion Energie und Forscherdrang gehören sie derzeit zu den aufgewecktesten Neuankömmlingen im Tierpark Berlin: Am 7. Januar 2026 kam Nachwuchs bei den Afrikanischen Wildhunde zur Welt. Nun haben die beiden Welpen ihren ersten Vet-Check erfolgreich absolviert – inklusive Impfung, Wiegen und Wurmkur. Bei der Untersuchung konnte auch ihr Geschlecht bestimmt werden. Beim Nachwuchs dieser stark gefährdeten Art handelt es sich um ein Weibchen und ein Männchen, beide gesund, fit und agil. Beim Tierarzt-Termin war kurzzeitiges Stillhalten notwendig. Dabei machten die Jungtiere lauthals deutlich, dass sie doch lieber in Aktion geblieben wären. Das Weibchen wog 4,25 kg, das Männchen 4,1 kg. Gewöhnungsbedürftige Beikost-Einführung: Beide Jungtiere nehmen inzwischen bereits Fleisch auf, das ihnen zu Beginn noch von erwachsenen Rudelmitgliedern hervorgewürgt wurde, sie werden aber weiterhin auch von der Mutter gesäugt. Nach der erfolgreich absolvierten Untersuchung wurden das Geschwister-Duo vom restlichen Rudel erleichtert wieder in Empfang genommen. Die gesamte Wildhund-Familie verzog sich umgehend in die Sonne, um das ausgelassene Spielen, Raufen und Toben fortzusetzen. Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem zeigt sich begeistert: „Es ist faszinierend zu beobachten, wie selbstständig die Jungtiere bereits sind. Der Nachwuchs bringt das Rudelleben unseren Gästen näher – ein Abstecher zu den Wildhunden ist für mich derzeit ein Muss bei jedem Tierpark-Rundgang.“ Auch Tierpark-Gäste können die Jungtiere bereits live dabei beobachten, wie sie neugierig und verspielt ihre Welt entdecken. Die Namen der beiden Geschwister werden in den kommenden Wochen vom Tierpflegeteam ausgewählt. Afrikanische Wildhunde sind entfernte Verwandte der Wölfe und damit auch unserer Haushunde. In einigen Merkmalen wie Aussehen, Verhalten und Sozialstruktur unterscheiden sich jedoch. Sie leben in eng organisierten Rudeln, in denen jedes Mitglied miteinander kooperiert. Das ganze Rudel hilft bei der Aufzucht, so passen ältere Geschwister auf die Kleinen auf, wenn die Eltern jagen. An der Spitze steht ein dominantes Paar, welches als einziges Nachwuchs bekommt und für die Gruppe alle Entscheidungen trifft, zum Beispiel wann gejagt wird. Jungtiere haben beim Fressen Vorrang. Männchen müssen das Rudel aber nicht wie bei vielen anderen Tierarten verlassen. Jedes Tier hat ein einzigartiges Fellmuster, das wie ein individueller Fingerabdruck funktioniert. Trotz ihrer beeindruckenden Fähigkeiten gehört die Tierart zu den am stärksten bedrohten Raubtieren Afrikas. Laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) gilt der Afrikanische Wildhund als stark gefährdet. Lebensraumverlust, Krankheiten und Konflikte mit Menschen haben die Bestände stark schrumpfen lassen. Heute existieren nur noch wenige tausend Tiere in isolierten Gebieten. Wissenswertes zum Afrikanischen Wildhund Wildhunde zählen zu den erfolgreichsten Großraubtieren Afrikas. Ihre Jagderfolge liegen deutlich über denen vieler anderer Raubtiere, wie Löwen, Geparden und Leoparden. Wildhunde kommunizieren nicht nur durch Bellen und Heulen, sondern auch über ein Repertoire von zwitschernden, pfeifenden und heiseren Lauten und sogar durch Niesen. Studien in Botswana deuten darauf hin, dass das sogenannte „sneeze voting“ eine Art demokratische Kommunikation sein könnte: Vor der Jagd sammeln sich die Tiere wie zu einer „Vorbesprechung“, bei dem jedes Niesen wie eine Zustimmung zur Jagd zählt. Wenn ranghohe Tiere die Gruppe anführen, reichen oft schon drei Nieser aus, während bei rangniedrigeren Tieren bis zu zehn nötig sein können, bevor das Rudel zur Jagd aufbricht. Wildhunde suchen sich Höhlen, die z.B. von Erdferkeln gegraben wurden und bekommen dort ihre Jungen. Der wissenschaftliche Name Lycaon pictus bedeutet so viel wie „bemalter Wolf“.

Tierpark Cottbus 11.03.2026
Rückkehr nach Branitz
Am kommenden Montag, 16. März 2026 kehren Hermann und Lucie in ihre angestammte Branitzer Parklandschaft mit ihren Teichen und Fließen heim. Begleitet werden sie von Dr. Stefan Körner, Stifungsvorstand, und Dr. Jens Kämmerling, Direktor des Cottbuser Tierparks. „Hermann“ und sein Weibchen sind Trompeterschwäne mit Revier in Branitz. Beide haben die Wochen mit strengem Frost und zugefrorenen Wasserflächen gut behütet im sicheren Tierpark zugebracht. Nun werden sie brutlustig – und es wird Zeit, die beiden in ihr angestammtes Revier rund um den Tumulus-See zurückzubringen. Zu Ehren der Fürstin Lucie von Pückler soll bei dieser Gelegenheit das Trompeterschwan-Weibchen offiziell auf den Namen „Lucie“ getauft werden. – Die Stiftung feiert 2026 mit dem Themenjahr FRAUENREICH den 250. Geburtstag der sog. Grünen Fürstin.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 11.03.2026
Die tibetische Flagge weht wieder am Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec
Das einzige Tibetdorf Europas lädt ein, Landeskultur und Tierwelt hautnah selbst zu erleben Auch in diesem Jahr wurde am 10. März wieder vor dem Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec die Tibetflagge gehisst, um an den Volksaufstand vom 10. März 1959 zu erinnern. Um 15:00 Uhr hissten Bürgermeister Benedikt M. Hummel, Direktor des Görlitzer Tierparks Dr. Sven Hammer und Vorsitzender des Trägervereins Carsten Liebig die Schneelöwenfahne vor dem Eingang des Zoos, begleitet von Mitarbeitern des Tierparks und zwei Kamelen. In den nächsten Wochen wird die tibetische Flagge wieder wehen, in Erinnerung an den Volksaufstand gegen die chinesische Besatzungsmacht am 10. März 1959. Noch heute leben rund 150.000 der sechs Millionen Tibeter im Exil. Da ihre Flagge ein besonderes Symbol des Rechts auf Selbstbestimmung ist, wird ihr Besitz oder die öffentliche Zur-Schau-Stellung von der chinesischen Regierung in Tibet hart bestraft. Darum hissen am 10. März weltweit viele Städte und Gemeinden die Flagge stellvertretend für die Tibeter. Der Görlitzer Tierpark hat dazu eine besondere Beziehung – vor über 20 Jahren wurde hier der Grundstein für das einzige Tibetdorf Europas gelegt. In dieser kleinen Siedlung werden das ganze Jahr über authentische tibetische Architektur, Natur, Kultur und bäuerliche Lebensweise gezeigt. Tierparkdirektor Hammer: „Durch das Tibetdorf werden wir natürlich jeden Tag indirekt an die Menschenrechtsverletzungen in Tibet erinnert. Umso wichtiger ist es uns, mit dem Hissen der Flagge gemeinsam mit der Stadt Görlitz Farbe zu bekennen und ein Zeichen der Solidarität mit der tibetischen Bevölkerung und für Demokratie zu setzen.“

Tiergarten Nürnberg 11.03.2026
Für widerstandsfähige Zukunftswälder: Sparkasse Nürnberg und Tiergarten pflanzen Nelderräder
Von der Hainbuche über die Flaumeiche bis hin zum Burgenahorn: 23 Auszubildende der Sparkasse Nürnberg haben am gestrigen Dienstag, 10. März 2026, gemeinsam mit Fachleuten des Tiergartens der Stadt Nürnberg und des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Fürth-Uffenheim mehr als 130 Zukunftsbäume im Stadtwald bei der Kleingartenkolonie „Königshof“ gepflanzt. Dabei ordneten sie die Setzlinge im Pflanzschema des sogenannten Nelderrads an – eine innovative Form der Baumpflanzung. Die Aktion ist Teil der Kooperation „Vielfalt sichert Zukunft“ zwischen der Sparkasse Nürnberg und dem Tiergarten als städtischem Forstbetrieb. Ziel dieser Kooperation ist es, bis 2032 insgesamt 200 dieser Nelderräder zu pflanzen. Rund 70 sind seit 2022 bereits entstanden. Dahinter steht die Frage, wie die heimischen Wälder für den Klimawandel gerüstet werden können, um sie für nachfolgende Generationen zu erhalten. Zu den Maßnahmen gehört unter anderem, gezielt Baumarten zu pflanzen, die mit dem kommenden Klima gut zurechtkommen – so auch bei der aktuellen Aktion im Nürnberger Süden. 33 ringförmig angeordnete Bäume: Pflanzschema Nelderrad Die Auszubildenden der Sparkasse Nürnberg pflanzten dabei gemeinsam mit den Fachleuten des Tiergartens und des AELF 132 Bäume, verteilt auf vier Nelderräder. Das Pflanzschema des Nelderrads ist eine Methode, neue, klimaresistente Baumarten in bestehende Wälder zu integrieren. Es folgt der Form eines Rads und hat einen Durchmesser von etwa 14 Metern. Auf dieser Fläche werden auf sparsame und dennoch effektive Weise 33 Setzlinge verteilt. So eignet sich das Schema besonders für die Bepflanzung kleiner Waldflächen. Zum Einsatz kamen dabei sechs verschiedene Baumarten: Darunter heimische Arten wie Hainbuche, Winter- und Sommerlinde sowie Arten, die noch nicht heimisch, aber gut für künftige Klimaextreme gerüstet sind, so zum Beispiel der Burgenahorn, die Flaumeiche und die Zerreichen. Die neu gepflanzten Bäume ergänzen die bereits in dem Waldstück vorhandenen Eichen aus Naturverjüngung. Die Fläche des Rads deckt genau den Raum ab, den ein einzelner Baum später benötigt. Zur Sicherheit werden bei der Pflanzung zunächst acht Exemplare dieser Art ringförmig auf der Nabe des Rads gepflanzt, auch „Spieler“ genannt. Sieben davon scheiden im Laufe der Zeit aus, nur der Baum, der sich am besten entwickelt hat, bleibt übrig. Zusätzlich zu Seite 2 von 3 diesen acht Zukunftsbäumen, werden ringsum 25 Hilfsbäume – sogenannte „Trainer“ angeordnet. Sie sollen zum Beispiel Schatten spenden, um die aufkommende Bodenvegetation zurückzudrängen und um zu verhindern, dass die Zukunftsbäume zu astig werden. Darüber hinaus bieten diese Trainer Schutz vor den immer heftiger werdenden Stürmen. Welche Baumarten in einem Nelderrad gepflanzt werden, hängt vom jeweiligen Standort und der Beschaffenheit des Bodens ab. „Wir sind überzeugter Partner der Kooperation „Vielfalt sichert Zukunft“, weil wir damit einen wirklich wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Wälder in unserer Region leisten können. Es freut uns sehr, dass wieder so viele unserer Auszubildenden Teil dieser wichtigen Pflanzaktion waren, denn damit fördern wir nicht nur ihre persönliche Entwicklung, sondern stärken auch ihr Bewusstsein für die Umwelt und den Klimaschutz. Und das ist wichtig für die Zukunft von uns allen“, sagt Ina Kumpa, Referentin für Unternehmenskommunikation in der Sparkasse Nürnberg für alle nachhaltigen Themen. Herausforderung: höhere Temperaturen, Trockenheit, Spätfröste Der stellvertretende Direktor des Tiergartens und Biologische Leiter, Jörg Beckmann, erläutert: „Um unsere Wälder für den Klimawandel zu wappnen, müssen wir jetzt Bäume pflanzen, die sowohl heute Spätfröste ertragen als auch in 100 oder 200 Jahren noch trockenere und heißere Sommer aushalten. Unsere forstlichen Maßnahmen sollen letztlich mehrere Ziele erfüllen: Die Erholungsfunktion des Walds bewahren, das Ökosystem mit seinen Kreisläufen intakt halten sowie die nachhaltige Holzproduktion sicherstellen. Und das alles in der Dynamik des Klimawandels. Diese Verantwortung für Generationen können wir nur mit engagierten und verlässlichen Partnern übernehmen.“ Steigende Temperaturen und geringere Niederschläge in der Vegetationszeit kennzeichnen den Klimawandel in unserer Region. „Ein Beispielszenario: Wenn Nürnberg bis zum Jahr 2100 den erwarteten Klimawandel in einer starken Form durchlaufen hat, wird es sich hier so ähnlich anfühlen wie im Südwesten Frankreichs beziehungsweise an der Küste Kroatiens“, sagt Revierleiter Siegfried Dörfler vom AELF FürthUffenheim. „Die Betrachtung dieser sogenannten ‚Zwillingsregionen‘ gibt also einen Ausblick darauf, wie sich Klima und Vegetation hierzulande entwickeln könnten. Das Ökosystem Wald würde für diese Anpassung aber Jahrhunderte brauchen. Deshalb braucht es bereits jetzt unterstützende Maßnahmen, damit die Wälder mit den künftigen klimatischen Bedingungen zurechtkommen.“ Zukunftsbäume und Waldumbau: zentrale Rolle im Tiergarten Gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten, dem AELF FürthUffenheim, dem Umweltamt und dem Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg hat der Tiergarten eine Strategie entwickelt, die den Reichswald fit für den Klimawandel machen soll. Vor diesem Hintergrund pflanzte der Tiergarten in den letzten Jahren zahlreiche klimaresistente Baumarten. „Für den Tiergarten spielt der Waldumbau seit vielen Jahren eine wichtige Rolle. Als Forstbetrieb der Stadt Nürnberg sind wir für rund 220 Hektar Wald verantwortlich und in dieser Rolle auch am Umbau des Reichswalds beteiligt“, sagt Gerd Schlieper, Futtermeister des Tiergartens und verantwortlich für den Forst. Die Bedeutung von widerstandsfähigen Zukunftswäldern wird auch auf dem Klimawaldpfad im Tiergarten deutlich: So führt der Weg zunächst durch einen Buchenwald – ein Wald, den es bei fortschreitendem Klimawandel so in hundert Jahren vielleicht nicht mehr geben wird. Mitten auf dem Pfad wurden außerdem sogenannte Zukunftsbäume gepflanzt. Sie zeigen, welche Arten im Reichswald künftig zu finden sein könnten. Ermöglicht wurde der Klimawaldpfad durch eine Förderung der Zukunftsstiftung der Sparkasse Nürnberg in Höhe von 4,1 Millionen Euro. Gemeinsam mit der Sparkasse Nürnberg bietet der Tiergarten Nürnberg seit vergangenem Schuljahr zudem ein ganz besonderes pädagogisches Programm auf dem Pfad an: die „KlimawaldKids“. Während der 90minütigen Führung erfahren Dritt- und Viertklässler auf spielerische Art und Weise mehr über den wertvollen Lebensraum Wald, die Zusammenhänge im Ökosystem und die Auswirkungen des Klimawandels.

Tierpark Dessau 11.03.2026
Abschied vom Australischen Langschwanztriel
In der Nacht zum Dienstag verstarb der letzte Australische Langschwanztriel im Tierpark Dessau. Das Tier wurde 2007 geboren und kam 2023 mit einem jungen Weibchen in den Tierpark. Zusammen sorgten beide Vögel für dreifachen Nachwuchs. Das Weibchen verstarb bereits im letzten Jahr. Ob und wann die Haltung dieser sehr interessanten australischen Vogelart wieder aufgenommen werden kann, bleibt vorerst offen. „Australische Langschwanztriele sind in Australien weit verbreitet und sehr häufig. In europäischen Zoos werden sie allerdings nicht so häufig gehalten“ kommentiert Tierparkleiter Jan Bauer. Trotzdem ist es in Dessau-Roßlau Ziel, diese interessante Vogelart wieder in den Bestand des Tierparks Dessau aufzunehmen. Passt er doch auch bestens ins Tierparkkonzept, in dem die Fauna Australiens eine wichtige Rolle spielt. Bis dahin ziehen erst einmal die Satyr-Tragopane, die in Zentralasien beheimatet sind, in die Voliere ein. Zumindest so lange, bis deren Voliere von dem fleißigen Handwerker- und Gärtnerteam des Tierparks wiederaufgebaut wurde. Bei Instandhaltungsmaßnahmen hat man festgestellt, dass die Ständerkonstruktion dieser Vogelbehausung aus Holz mehr als morsch ist und die Voliere komplett erneuert werden muss.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 11.03.2026
Flatternde Neuzugänge im Zoologisch-Botanischen Garten – Frühlingserwachen im Schmetterlingshaus der Wilhelma

Im Schmetterlingshaus der Wilhelma herrscht seit dem 9. März 2026 wieder besonders reger Flugbetrieb. Zahlreiche tropische Schmetterlinge aus der kürzlich zu Ende gegangenen Ausstellung „Tropische Schmetterlinge“ im Botanischen Garten München-Nymphenburg sind in den Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart umgezogen. Wie bereits im vergangenen Jahr übernahm ein Team der Wilhelma die farbenprächtigen Insekten nach Abschluss der Münchner Schau und brachte sie in ihr neues Domizil. Am frühen Morgen waren Wilhelma-Gärtner Thomas Gengenbacher und Tierpfleger Pirmin Jäger nach München gereist. Mit Keschern wurden dort rund 500 Falter behutsam eingefangen und anschließend sicher für die Fahrt nach Stuttgart verstaut. Das Besondere dabei: Der Transport erfolgt in Briefumschlägen. Thomas Gengenbacher erklärt: „Im Umschlag bleiben die Schmetterlinge vollkommen ruhig und stoßen ihre mit feinen Schuppen bedeckten Flügel nirgends an. So können sie die Reise unbeschadet überstehen.“ Schnell wie die Post erfolgte die Rückfahrt von München nach Stuttgart. Noch am selben Nachmittag konnten die Falter im Beisein der sehr überraschten Besucherinnen und Besucher im Schmetterlingshaus der Wilhelma aus insgesamt 260 Briefumschlägen freigelassen werden. Ebenfalls mit im Reisegepäck waren Raupen von teils außergewöhnlicher Größe. Pirmin Jäger zeigt sich begeistert: „Dieses Jahr haben wir besonders viele Raupen vom Atlasfalter bekommen – einem der größten Schmetterlinge der Welt. Wir hoffen, dass sie sich erfolgreich weiterentwickeln. Wenn sie sich dann verpuppen, dauert es rund einen Monat, bis die fertigen Atlasfalter ihren Kokon verlassen.“ Im Schmetterlingshaus entfaltet sich schon jetzt ein lebendiges Schauspiel: Große Bananenfalter mit auffälligen Augenflecken gleiten durch die warme Luft, während kleinere, oft besonders farbenintensive Arten – etwa aus der Gattung Heliconius – Blütenstände ansteuern. Die lichtdurchflutete Halle bietet den Insekten mit ihrem warmen Klima auch zahlreiche Nektarpflanzen, darunter z. B. die Steriphoma paradoxum mit ihren feingliedrigen Blüten oder der sanft duftende Hibiskus. Auch für die Raupen stehen geeignete Futterpflanzen, wie z. B. Bananenstauden und Passionsblumen bereit, sodass sich viele der Schmetterlingsarten erfolgreich weitervermehren können.

Tiergarten Schönbrunn Wien 11.03.2026
Seit 20 Jahren Botschafter für ihre Art: Nashorn-Jubiläum im Tiergarten Schönbrunn
Wilderei ist eine der größten Bedrohungen für Nashörner – und sie hat auch das Schicksal der beiden Nashörner im Tiergarten Schönbrunn geprägt. Seit genau 20 Jahren sind sie hier wichtige Botschafter für ihre gefährdeten Artgenossen in der Wildbahn. Ihre eigene Geschichte begann dramatisch: „Die beiden Tiere wurden ohne Mütter, die Wilderern zum Opfer gefallen sind, aufgefunden. Sie wurden in der Auffangstation für Tierwaisen im Chitwan-Nationalpark in Nepal großgezogen. Da sie zu sehr an Menschen gewöhnt waren, konnten sie nicht mehr resozialisiert werden und kamen nach Schönbrunn“, erzählt Kurator Rupert Kainradl, MSc. Am 11. März 2006 trafen die beiden ein. Heute bewohnen sie mit Vietnam-Sikahirschen, Nilgauantilopen und Hirschziegenantilopen den 6.000 Quadratmeter großen Nashornpark. Die Panzernashörner werden im Tiergarten Schönbrunn von einem erfahrenen Pflegerteam betreut. „Sie zählen sicher zu den beeindruckendsten Tieren im Tiergarten. Aufgrund ihrer Kraft werden sie im geschützten Kontakt gepflegt“, erklärt Revierleiter Christoph Gröger. Deshalb werden sie trainiert – sowohl für die täglichen Abläufe als auch für mögliche Untersuchungen. Tierpfleger Daniel Fuchs kümmert sich seit 16 Jahren um die Nashörner. „Beim Training lernen sie etwa, ihr Maul zur Kontrolle der Zähne zu öffnen oder ihre Füße zu zeigen, um eventuelle Verletzungen an der Sohle frühzeitig zu erkennen“, sagt Fuchs. Den Großteil des Tages verbringen sie mit Fressen, Schlafen, Suhlen und Baden. Seit 2022 steht ihnen dafür ein neu angelegter Teich zur Verfügung. Zwischendurch gibt es laut Fuchs auch „narrische Minuten“, in denen sie voller Energie durch die Anlage laufen. Die Schönbrunner Nashörner sind aber nicht nur Besucherlieblinge, sondern auch Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Dr. Martina Heiderer etwa hat im Rahmen ihrer Diplomarbeit untersucht, wie neugierig diese Tiere sind und welche Beschäftigungsmaßnahmen für Nashörner in Zoos sich daraus ableiten lassen. Heute sensibilisiert sie als Zoopädagogin die Tiergartengäste für den Schutz von Nashörnern und anderen bedrohten Arten. Panzernashörner kommen nur noch in Teilen Indiens und Nepals vor, insgesamt leben dort rund 4.000 Tiere. Dank intensiver Schutzmaßnahmen erholen sich die Bestände langsam. „Panzernashörner gelten als sogenannte Flaggschiffart – wenn wir ihren Lebensraum schützen, profitieren viele andere, weniger auffällige, aber ebenso wichtige Arten davon“, so Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck.

Zoo Verein Münster 11.03.2026
Größter Verein in Münster: Zoo-Verein hat eine neue Vorsitzende
18 Jahre lang war Helge Peters Vorstandsvorsitzender des größten Vereins in Münster: Dem Zoo-Verein. Er hat ihn geprägt und vorangetrieben, doch „jetzt ist es an der Zeit das Amt an jemand anderen abzugeben“, sagt der 85-Jährige. Bereits im Januar hat er seinen Rückzug vom Vereinsvorsitz mitgeteilt. Am vergangenen Sonntag, 8. März 2026, wurde der geschäftsführende Vorstand neu besetzt. Seine Nachfolgerin und somit neue Vorsitzende des Zoo-Vereins ist Dr. Katharina Krüger. Die 69-Jährige studierte in Mainz Biologie und Germanistik und promovierte dort in Zoologie. Viele Jahre arbeitete sie in Forschung und Lehre an den Universitäten Mainz, Bochum, San Francisco und Münster, dort zuletzt zwölf Jahre als Patentreferentin im Bereich Forschungstransfer. 1996 zog sie mit ihrem Mann und den zwei Söhnen nach Münster und wurde kurz darauf Mitglied im Zoo-Verein. Weitere zwei Jahre später, im Jahr 1999, war sie bereits Mitglied im Vorstand. Krüger legte Grundstein für den beliebten JuniorCLUB des Zoo-Vereins Damals gab es keine Angebote des Zoo-Vereins für Kinder und angespornt durch ihre eigenen Kinder, fing sie an, solche zu organisieren. Seitdem ist die Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen ihr eine Herzensangelegenheit, um Begeisterung für den Zoo zu wecken und für Artenschutz zu sensibilisieren. Dadurch legt der JuniorCLUB des Zoo-Vereins den Grundstein für die nächste Generation von Zoo-Unterstützern. Nur wer Tiere kennt und eine emotionale Bindung zu ihnen aufbaut, ist auch bereit, sie zu schützen. Seit 2001 ist Katharina Krüger Mitglied im Aufsichtsrat des Zoos und von 2002 bis 2007 war sie bereits einmal Vorstandsvorsitzende. „Meine Arbeit im Zoo-Verein entspringt der Überzeugung, dass ein moderner Zoo wie der Allwetterzoo weit mehr ist als eine reine Tierausstellung – er ist ein hochgradig vernetztes Kompetenzzentrum für den Artenschutz. Und hierin sehe ich auch den zukünftigen Schwerpunkt unserer Unterstützung für den Zoo: Der zunehmenden Zookritik sollten wir als Zooförderer mit fundiertem Wissen und Transparenz begegnen“, sagt Krüger. „Wir müssen deutlich machen, dass moderne Zoos keine statischen Institutionen sind, sondern unverzichtbare Akteure im Kampf gegen das Artensterben. Unser Ziel ist es, die Komplexität dieser Aufgaben greifbar zu machen und zu vermitteln, warum die Expertise wissenschaftlich geführter Zoos für den Erhalt der biologischen Vielfalt weltweit so wichtig ist.“ Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Jürgen Brinkmann gewählt, der ebenfalls seit vielen Jahren im Vorstand mitarbeitet. In der Position des Kassenwartes wurde Hans-Jörg Krampe bestätigt, der dieses Amt seit 2024 ausübt. Zoo-Verein verabschiedet Helge Peters Helge Peters hinterlässt ein finanziell solides Fundament, eine in dieser Zeit von 8000 auf 18.000 gewachsene Mitgliederbasis und eine von gegenseitiger Wertschätzung geprägte Vereinskultur. Für sein langjähriges Engagement bedankte sich der Zoo-Verein mit Standing Ovations, der Ehrenmitgliedschaft des Vereins und einer lebenslangen Zoopatenschaft für einen Geparden, einem Tier, dem sich Helge Peters besonders verbunden fühlt. Vor vielen Jahren hat er dem Allwetterzoo die Bronzeskulptur eines Gepards geschenkt, den „Schreitenden Gepard“ von Jochen Ihle. Nach über 30 Jahren Mitarbeit ist Michael Sinder aus dem Vorstand ausgeschieden. Er ist der Archivar des Vereins, Autor der beiden vom Zoo-Verein herausgegebenen Bücher zum 125-jährigen und 150-jährigen Jubiläum des Zoos in Münster, Herausgeber des Mitteilungsorgans „Flamingo“ und Begleiter und Organisator vieler Vereinsreisen und Vorträge. Michael Sinder kann zu jedem Tier und jedem Zoo aus dem Stehgreif einen Vortrag halten. Als Dank für seine langjährige Redaktion des „Flamingo“ erhielt er die Zoopatenschaft für einen Flamingo. Er wird aber zum Glück viele der genannten Aufgaben noch weiterführen. An seine Stelle wurde Stefan Wieberneit neu in den Vorstand gewählt.

Tierpark Nordhorn 10.03.2026
Falknervorführungen im Tierpark Nordhorn Greifvogelshow mit den Falknern von „de Valkenhof“ auf der großen Vechtewiese
Am Sonntag, den 22. März, heißt es im Tierpark Nordhorn wieder „Augen auf und Köpfe hoch“: Auf der großen Vechtewiese starten die beliebten Falknervorführungen in die neue Saison. Zu Gast sind erneut die niederländischen Falkner Marga und Frans Hueben mit ihrem Team der Falknerei „de Valkenhof“ aus Aalten in der Provinz Gelderland. In drei spannenden Vorführungen um 11.00 Uhr, 13.30 Uhr und 15.30 Uhr präsentieren die Falkner das beeindruckende Können ihrer Greifvögel. Die zweisprachig moderierten Shows laden die Besucher ausdrücklich zum Mitmachen ein – denn das Konzept der Falknerei sieht vor, das Publikum aktiv einzubeziehen. Die symbolische Abgrenzung der Vorführfläche ermöglicht dabei besonders intensive Einblicke: Die Besucher können die majestätischen Tiere aus nächster Nähe erleben. Aufgrund der Nähe zu den frei fliegenden Greifvögeln dürfen Hunde während der Vorführungen nicht mit auf die Vechtewiese genommen werden. Vom Vechtesteg aus bietet sich jedoch ebenfalls ein hervorragender Blick auf das Geschehen – hier können Besucher mit Hund die Show problemlos verfolgen. Im Anschluss an die Vorführungen haben Interessierte zudem die Möglichkeit, gegen einen Unkostenbeitrag von 5 Euro ein besonderes Erinnerungsfoto zu machen: Mit einem Greifvogel auf der eigenen Faust.

Zoo Berlin 10.03.2026
Mini-Berliner mit großen Augen U3 bei den Tieren der Nacht – Vet-Check beim jüngsten Nachwuchs im Nachttierhaus des Zoo Berlin
Bei den Tieren der Nacht gibt es gleich zweifachen Grund zur Freude: Am 16. Januar 2026 erblickte ein kleiner Wickelbär das Licht der Welt. Die geschickten Kletterer sind in den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas zuhause. Ihr Greifschwanz dient als fünfter Arm und mit ihrer langen Zunge naschen sie besonders gern Nektar und Früchte. Auch im Zoo erkundet der kleine Nachwuchs bereits vorsichtig seine Umgebung. Mit etwas Glück ist der kleine Akrobat für die Gäste im Nachttierhaus zu sehen. Noch zierlicher ist der Nachwuchs bei den Schlankloris, der bereits am 29. Dezember 2025 geboren wurde. Einige Wochen nach der Geburt wurden nun beide Jungtiere beim ersten offiziellen Vet-Check untersucht. Dabei wurde nicht nur die Gesundheit überprüft, sondern auch das Geschlecht bestimmt. Das weibliche Schlanklori-Jungtier brachte 94 Gramm auf die Waage – etwa so viel wie ein durchschnittlicher Berliner Pfannkuchen und ein gesundes Gewicht für einen neun Wochen alten Mini-Primaten. Schlankloris erreichen ausgewachsen zwischen 180 und 300 Gramm und sind nach etwa vier Monate ausgewachsen. Die nachtaktiven Primaten stammen aus Südindien und Sri Lanka und werden von der Weltnaturschutzunion (IUCN) auf der Roten Liste als „potenziell gefährdet“ gelistet. Ihre größte Bedrohung sind Lebensraumverlust und illegaler Wildtierhandel. Die Wickelbär-Familie freut sich über männlichen Nachwuchs. Zootierärztin Dr. Franziska Sutter zeigt sich von den Wonneproppen begeistert: „Es ist immer ein besonderes Erlebnis, zu beobachten, wie die Kleinsten meiner Patienten gesund heranwachsen und ihre ersten Entwicklungsschritte meistern. Beide Jungtiere haben die tierärztliche Kontrolle erfolgreich absolviert.“ Der Nachwuchs hat noch keine Namen; das Tierpflege-Team wird sich in den kommenden Wochen etwas Passendes überlegen. „Nachwuchs ist immer etwas Besonderes und zeigt, wie lebendig unser Zoo ist“, freut sich Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem über den tierischen Zuwachs: „Im Nachttierhaus herrscht weiterhin Babyboom: „Erst am 27. Februar wurde bei den Großen Bambusratten ein Jungtier geboren – damit steht schon bald die nächste U-Untersuchung an“, verrät Knieriem weiter. Hintergrund Tiere der Nacht Durch Evolution haben sich Arten an unterschiedliche ökologische Nischen angepasst. Manche Tiere sind tagsüber und andere nachts aktiv, wodurch sie weniger um Nahrung konkurrieren. Nachtaktive Tiere haben dabei Sinne und Verhaltensweisen, die an die Dunkelheit angepasst sind. Das Nachttierhaus im Zoo Berlin lässt Gäste in eine Welt eintauchen, in der nachtaktive Tiere ihren natürlichen Rhythmus ausleben können. Durch geschickt veränderte Lichtverhältnisse ist es möglich, Tiere zu beobachten, die sich sonst tagsüber meist verstecken. Neben Erdferkeln, Nachtaffen und Senegal-Galagos gibt es hier viele weitere nachtaktive Säugetiere zu bestaunen. Das in den 1970er-Jahren errichtete Nachttierhaus wurde im Rahmen der Umgestaltung des Raubtierhauses modernisiert und im Februar 2022 als Teil des „Reich der Jäger“ wiedereröffnet.

Jaderpark Jaderberg 10.03.2026
30 Jahre Jaderpark – wir starten in unsere Jubiläumssaison
Der Jaderpark in Jaderberg startet am 21. März in seine 30. Saison und blickt auf drei Jahrzehnte positiver Entwicklung und gemeinsamer Erlebnisse mit Höhen und Tiefen zurück. Für den ehemaligen klassischen Zoo Jaderberg wurde ein völlig neues Konzept entwickelt aus dem über die Jahre der heutige Jaderpark entstanden ist: Ein familienfreundlicher Erlebnispark an der Nordseeküste. In den vergangenen 30 Jahren wurde modernisiert, umgebaut und neu gedacht. Fahrattraktionen, Spielbereiche und Aufenthaltsflächen sind gewachsen, ebenso wie die Ansprüche an eine zeitgemäße und verantwortungsvolle Tierhaltung. So wurde auch in den vergangenen Wintermonaten intensiv gearbeitet. Neben infrastrukturellen Verbesserungen und Wartungsmaßnahmen wurden einzelne, teils sehr alte Anlagen zurückgebaut, die nicht mehr den heutigen baulichen und tiergärtnerischen Anforderungen entsprechen. So entsteht Schritt für Schritt Raum für neue Aufenthalts-, Spiel- und Erlebnisbereiche. Gleichzeitig hat man sich im Jaderpark bewusst dafür entschieden, sich auf die Tiere zu konzentrieren, die hier leben, anstatt den Bestand stetig zu erweitern. Freiwerdende Anlagen werden nicht automatisch neu besetzt. Stattdessen liegt der Fokus auf einer verantwortungsvollen Betreuung mit Fachwissen, Zeit und passenden Lebensräumen. Für besondere Freude sorgt aktuell tierischer Nachwuchs bei den Capybaras, wo am 01. Februar 2 Jungtiere zur Welt gekommen sind. Die kleinen Wasserschweine erkunden bereits neugierig ihre Umgebung und sind sicher für viele Gäste ein echtes Highlight im Jubiläumsjahr. Zum 30-jährigen Jubiläum dürfen sich Besucherinnen und Besucher auf eine abwechslungsreiche Saison freuen. Neben bewährten Fahrattraktionen und Themenwelten stehen auch 2026 wieder besondere Veranstaltungen im Programm. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr findet am 11. Juli zum zweiten Mal der Cosplay Day im Jaderpark statt, ein farbenfrohes Event, bei dem fantasievolle Kostüme und kreative Begegnungen den Park in eine besondere Erlebniswelt verwandeln. Auch das beliebte Halloween-Event kehrt im Oktober zurück und bietet schaurig-schöne Erlebnisse für die ganze Familie. Gerade im Jubiläumsjahr setzt der Jaderpark auch ein klares Zeichen für Familien: In der Saison 2026 wird es keine Preiserhöhungen geben – weder bei Tageskarten noch bei den Saisonkarten. Auch das kostenfreie Parken bleibt weiterhin bestehen. Natürlich gilt auch nach 30 Jahren: Der Jaderpark bleibt in Bewegung. Für diesen Sommer ist bereits eine neue Attraktion in Planung, ein weiteres Highlight, das unser Jubiläumsjahr abrunden wird. Konkrete Details folgen in Kürze. „30 Jahre Jaderpark bedeuten für uns vor allem 30 Jahre gemeinsamer Erinnerungen“, so die Parkleitung. „Viele Familien besuchen uns seit Generationen. Dieses Vertrauen berührt uns und ist zugleich unser Antrieb, den Park mit Verantwortung und Weitblick weiterzuentwickeln.“ „Zum Start der Jubiläumssaison heißt das für uns, nicht nur stolz auf das Erreichte zu sein, sondern mit klaren Entscheidungen, wie z.B. stabilen Preisen, den Anspruch zu erfüllen, auch in Zukunft ein Ort zu sein, wo Familien gemeinsam Abenteuer erleben und Erinnerungen schaffen können.“

Zoo Magdeburg 10.03.2026
„Von der Weide auf den Teller“ Osterferienprogramm im Zoo
Kommt unser Fleisch denn wirklich von der Weide? Im Zoo Magdeburg geht es vom 30. März bis 3. April 2026 auf eine spannende Reise in die Welt von Nutz- und Heimtieren. Welche tierischen Produkte nutzen wir in unserem alltäglichen Leben? Auch Aspekte der Tierhaltung spielen eine wichtige Rolle. Spielerisch erkunden die teilnehmenden Kinder des zweieinhalbstündigen Ferienprogramms, wie unterschiedliche Nutz- und Heimtiere gehalten werden. Warum sollte man Meerschweinchen nicht mit Kaninchen halten? Oder wieviel Platz braucht ein Huhn? Um diese Fragen zu beantworten, schlüpfen die Kinder in die Rolle der Tiere und können ihr eigenes Gehege entwerfen. In Abhängigkeit von religiösen, gesellschaftlichen Werten und Normen in der Welt, gibt es unterschiedliche Auffassungen von Nutz- und Heimtieren. Während in Indien Kühe als heilig angesehen werden, ist die Rinder-Nutztierhaltung in anderen Teilen der Welt weit verbreitet. Kaninchen, wie die Rheinischen Schecken im Zoo, werden bei uns zunehmend als Heimtiere angesehen, in anderen Regionen dagegen kommen sie häufig auf den Teller. Nach der Stippvisite durch die Nutz- und Heimtierwelt werden die Kinder zu kleinen Naturschützern. Sie erfahren, welche Auswirkungen Massentierhaltung auf die Biodiversität und den Klimawandel haben. Mit Hilfe des VDZ-Nutztierkoffers – ein eigens für die Zoopädagogik entwickeltes Anschauungsmaterial des Verbandes Deutscher Zoos e.V. – ergründen die Kinder, wo genau in der Nutztierhaltung und Fleischproduktion Kohlendioxid entsteht. Der Zoo-Guide gibt Anregungen, wie jeder mit einfachen Mitteln dazu beitragen kann, die Natur zu schützen, seinen Konsum nachhaltiger zu gestalten und den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Termine und online-Buchung Termine: 30.03.-03.04.2026, jeweils 10:00-12:30 Uhr (Haupteingang) Buchung: zoo-magdeburg.ticketfritz.de Das Ferienprogramm ist für Kinder von 8-12 Jahre geeignet und pro Termin auf 10 teilnehmende Kinder begrenzt. Veranstaltungstipps (Auszug) im Zoo Magdeburg • 3.4.-6.4.2026: Osterprogramm im Zoo, 10-17 Uhr • 24.04.2026: Abendsafari im Zoo, 18-19:30 Uhr

Zoo Zürich 09.03.2026
ARTENMANAGEMENT: 10 DSCHELADAS GETÖTET
Der Zoo Zürich hat in der vergangenen Woche 10 Dscheladas unterschiedlichen Alters aus verschiedenen Haremsgruppen im Lebensraum Semien Gebirge entnommen und getötet. Die Entnahme erfolgte aus Gründen des Artenmanagements, um so langfristig zur Stabilität der Population beizutragen. Für nachhaltige und gesunde Populationen in Zoos ist Artenmanagement, d.h. die tierschutzkonforme Tötung von gesunden Tieren, für die kein geeigneter Abgabeplatz gefunden wird, unerlässlich. Im Zoo Zürich ist Artenmanagement seit vielen Jahren gelebte Praxis. Wir kommunizieren dazu transparent und monatlich aktuell auf unserer Website. Mit Blick auf die kürzlich publizierte Studie zur Überalterung von Tierpopulationen in Zoos, sowie um über das wichtige Thema aufzuklären und ihm mehr Präsenz in der Gesellschaft zu geben, informieren wir hierzu proaktiv. Für Tierwohl und Artenschutz Dscheladas (Theropithecus gelada) gehören zu den Pavianartigen und leben in Haremsverbänden unterschiedlicher Grössen zusammen. Jeder Harem besteht aus mehreren, meist miteinander verwandten Weibchen, ihrem Nachwuchs und einem dominanten Männchen. Im Semien Gebirge des Zoo Zürich leben aktuell vier Harems in einem grossen sogenannten Clan zusammen. Das entspricht der natürlichen Sozialstruktur. Auch im Hochland Äthiopiens, dem einzigen Verbreitungsgebiets der Dscheladas, leben die Tiere in kleineren Harems, die sich zu grossen Clans oder sogar riesigen Herden von mehreren Hundert Tieren zusammenschliessen. Der Clan im Zoo Zürich bestand vor der Entnahme von 10 Tieren aus 48 Individuen. Der Schritt war nötig geworden, weil es aufgrund der Clangrösse zunehmend zu Auseinandersetzungen und Unruhen unter den Tieren gekommen war. «Eine solche Gruppendynamik wirkt sich immer negativ auf das Wohl aller Tiere aus und darf kein Dauerzustand sein. Gleichzeitig liegt es in unserer Verantwortung, zur langfristigen genetischen Stabilität der Population der Dscheladas in der europäischen Zoogemeinschaft beizutragen. Das geht nur, wenn die Zucht zugelassen wird», erklärt Zoodirektor Severin Dressen. Tötung als letzte Option Die Sicherstellung von kontinuierlicher Zucht ist insbesondere bei Dscheladas aus zwei Gründen bedeutsam. Einerseits sind Dscheladas sehr soziale Tiere, die in äusserst komplexen Strukturen und Hierarchien leben, bei denen die Aufzucht von Nachwuchs eine wichtige Rolle spielt. Ohne Fortpflanzung würde den Tieren ein elementares Grundbedürfnis genommen. Zum anderen stellt Zucht den Erhalt der gesamten Population im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) sicher. Viele Tierpopulationen in Zoos drohen, zu überaltern und sind dadurch gefährdet, instabil zu werden. Dies gilt es, durch ausreichenden Nachwuchs zu verhindern. Eine Abgabe der Tiere wurde in Zusammenarbeit mit dem Koordinator des EEPs der Dscheladas ausgiebig geprüft. So waren im Herbst bereits sechs Tiere an einen anderen europäischen Zoo abgegeben worden. Weitere passende Abgabeplätze konnten jedoch nicht gefunden werden. Als letzter Schritt blieb nur die Entnahme. Die Tiere wurden nach reiflicher Abwägung sowie genauer Analyse der Haremsstrukturen sehr gezielt ausgewählt. Getötet wurden ausschliesslich Tiere, die nicht oder nicht mehr zum Erhalt der Gesamtpopulation der Dscheladas im Rahmen des EEP beitragen. Die Tötung erfolgte tierschutzkonform. Die Tiere wurden zuerst betäubt und anschliessend euthanasiert. Gefährdung eine Frage der Zeit Auf der Roten Liste der gefährdeten Arten der Weltnaturschutzunion IUCN wird die Art aktuell noch als nicht gefährdet geführt. Der Populationstrend ist jedoch stark abnehmend. Das bestätigt auch der Blick ins Ursprungsgebiet der Tiere. Die dortigen Populationen stehen zunehmend unter Druck. Vor allem das Bevölkerungswachstum und der damit einhergehende Zuwachs an Landwirtschaft führt zu anhaltenden Lebensraumkonflikten. So stellt der Simien-Mountains-National-Park eines der letzten Rückzugsgebiete der Art dar. Aktuelle Schätzungen gehen von einem Gesamtbestand von noch rund 30‘000 Tieren aus. Über 60 Prozent der Population lebt im Nationalpark. Ein bedeutendes Forschungsprojekt zum Erhalt der Art in der Natur stellt das Bridges Project dar, dem die EEP-Reservepopulation in europäischen Zoos als wichtige Referenzeinheit dient. «Eine Euthanasie von Tieren erfolgt nie grundlos, sondern aus sehr bedachten und notwendigen Überlegungen zum Erhalt von Populationen. Selbstverständlich ist aber nachvollziehbar, wenn die Tötung von 10 Dscheladas im ersten Moment aus einer emotionalen Sicht wenig verständlich ist. Als Naturschutzorganisation sehen wir es aber auch als unsere Aufgabe und Verantwortung, das Thema proaktiv anzugehen, transparent in der Öffentlichkeit zu vermitteln und über die Gesamtzusammenhänge aufzuklären», ist Dressen überzeugt. Verwendung in der Forschung Alle getöteten Tiere wurden der Forschung zur Verfügung gestellt: Einige Tiere ganz, von manchen verschiedene Körperteile wie Hoden, Zähne, der Magen-Darm-Trakt oder auch der Gehörgang – je nach Ausrichtung der beteiligten nationalen und internationalen Forschungsprojekte.

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