Alpenzoo Innsbruck 09.01.2026
Nachweihnachtlicher Snack für die Tiere im Alpenzoo
Aufmerksamen Besucherinnen und Besuchern des Alpenzoo ist es bereits aufgefallen: In mehreren Tiergehegen liegen derzeit Christbäume verstreut. Besonders gut sichtbar sind sie bei unseren Steinböcken und Gämsen. Was auf den ersten Blick ungewöhnlich wirken mag, hat einen einfachen Hintergrund und einen klaren Nutzen für unsere Tiere. Bei den ausgelegten Christbäumen handelt es sich ausschließlich um unverarbeitete, unverkaufte Bäume, die dem Alpenzoo nach den Feiertagen von regionalen Händlern geschenkt wurden. Diese naturbelassenen Bäume sind für viele der Tiere eine willkommene Bereicherung: Sie dienen als schmackhafte Ergänzung zum täglichen Futter, liefern wertvolle Ballaststoffe und sorgen zusätzlich für Beschäftigung und Abwechslung im Gehege. Dabei ist wichtig zu betonen, dass wirklich nur Bäume direkt von den Händlern verwendet werden. Christbäume aus Privathaushalten können nicht angenommen werden, da sie häufig mit Kerzenwachs, Lametta, Sprays oder anderen Rückständen belastet sind, die ein Gesundheitsrisiko für die Tiere darstellen könnten. So erhalten die ungenutzten Christbäume einen nachhaltigen und sinnvollen Zweck – und unsere Tiere genießen eine natürliche, sichere und schmackhafte Ergänzung in ihrem Winteralltag.
Tierpark Berlin 09.01.2026
Ein Jungtier für den Artenschutz: Tiger-Nachwuchs im Tierpark Berlin
Dritter gemeinsamer Nachwuchs von Mayang und Jae Jae | Art vom Aussterben bedroht Es gibt erfreuliche Nachrichten aus dem Tierpark Berlin. Am 2. Januar 2026 hat das Sumatra-Tiger-Weibchen Mayang (15) ein Jungtier zur Welt gebracht. Es handelt sich um ein Einzeljungtier und bereits den dritten gemeinsamen Nachwuchs von Mayang und Kater Jae Jae (17). Mutter und Jungtier sind wohlauf und verbringen die ersten Wochen geschützt in der Wurfhöhle. Völlig überraschend kam das nicht. „Wir haben vor etwa 100 Tagen Paarungen gesehen und waren uns nach dem Ausbleiben des Zyklus beim Weibchen ziemlich sicher, dass Mayang trächtig ist“, erklärt Tiger-Kurator Matthias Papies. Der Nachwuchs ist ein weiterer wichtiger Erfolg für das internationale Erhaltungszuchtprogramm dieser stark bedrohten Tigerunterart. Weltweit leben nur noch schätzungsweise 400 bis 600 Sumatra-Tiger in der Wildnis. Für Mayang und Jae Jae ist es bereits der dritte gemeinsame Nachwuchs, nach den Schwestern Luise und Lotte im Jahr 2022 sowie den im Februar 2024 geborenen Zwillingen Ede und Kuno. „Es ist etwas ganz Besonderes, Mayang und Jae Jae erneut als so fürsorgliche und verlässliche Eltern zu erleben. Beide kümmern sich sehr aufmerksam um ihren Nachwuchs und schaffen damit beste Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung der Jungtiere. Der Kontakt zu beiden Elterntieren spielt eine wichtige Rolle für das Sozialverhalten und die Entwicklung junger Tiger, umso wertvoller ist es, dass dieses Elternpaar dies so vorbildlich ermöglicht“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Seit September 2025 leben die beiden Kater Ede und Kuno nicht mehr mit Mayang und Jae Jae zusammen, sondern sind auf der gegenüberliegenden Anlage zu sehen. Mit mehr als eineinhalb Jahren haben sie ein Alter erreicht, in dem junge Tiger auch in der Natur eigene Wege gehen. Wie bei den vorherigen Geburten setzt das Tierpark-Team auch diesmal auf größtmögliche Ruhe. Die Wurfhöhle bleibt in den kommenden Wochen ausschließlich den Tigern vorbehalten. Auch die Tierpfleger*innen halten bewusst Abstand, um eine störungsfreie Aufzucht zu gewährleisten. Daher kann es zeitweise dazu kommen, dass die Familie nicht für Besucher*innen im Alfred-Brehm-Haus zu sehen ist. Die Tiger-Brüder Ede und Kuno sind jedoch dauerhaft zu sehen.
Zoo Dresden 09.01.2026
Abschied von Koala Mullaya
Am gestrigen Tag (8. Januar 2025) haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, unser alterndes Koala-Männchen Mullaya einzuschläfern. Während des vergangenen Jahres hat er langsam, aber konstant an Gewicht verloren, was selbst durch intensives Zufüttern mit speziellem Ersatzfutter und Eukalyptusbrei nicht aufzuhalten war. Da es Mullaya abgesehen davon jedoch gut ging und die regelmäßigen Blut- und Allgemeinuntersuchungen keine Auffälligkeiten zeigten, wurde dies in erster Linie seinem mittlerweile fortgeschrittenen Alter von 14 Jahren zugesprochen. In den vergangenen Wochen verlor er jedoch deutlich schneller an Körpersubstanz, wurde sichtlich schwächer und fraß zuletzt fast nichts mehr. Um ihm weiteres Leiden zu ersparen, haben wir entschieden, ihn zu erlösen. In der dafür notwendigen Narkose zeigten Röntgenaufnahmen eine äußerlich kaum erkennbare Veränderung des Schädels, vermutlich einen Tumor des Kiefers. Dies bekräftigte die Entscheidung für die Euthanasie zusätzlich. Durch eine pathologische Untersuchung werden diese und weitere mögliche Erkrankungsursachen nun abgeklärt. Der 2012 geborene Mullaya kam im November 2013 aus dem Zoo Duisburg als einer der ersten beiden Koalas nach Dresden, um die damals noch neue Anlage im Prof. Brandes-Haus zu beziehen. Mit Partnerin Eerin, die 2022 ebenfalls aus Duisburg zu uns kam, gelang 2023 zu unserer großen Freude erstmals die Nachzucht. Auf das Koala-Weibchen Janali folgte 2024 mit Kiri bereits das zweite in Dresden geborene, weibliche Jungtier.
Zoo Heidelberg 08.01.2026
Das Rebhuhn ist Vogel des Jahres 2026
Bedrohte Feldvogelart nun im Zoo Heidelberg Das Rebhuhn ist Vogel des Jahres 2026 und rückt damit die dramatische Situation dieses ehemals häufigen Feldbewohners in den Blick. Im Zoo Heidelberg sind im November 2025 zwei junge Rebhühner eingezogen. Besucher können die Tiere in der Voliere in der Nähe des Flamingosees beobachten, wo sie gemeinsam mit den Steinkäuzen leben. Seit November 2025 beherbergt der Zoo Heidelberg Rebhühner; die Vögel stammen aus dem Tierpark Berlin und sind dort im Juni 2025 geschlüpft. Das Pärchen lebt in einer Voliere in der Nähe des Flamingosees gemeinsam mit den Steinkäuzen. Diese Vergesellschaftung funktioniert, da Steinkäuze vor allem deutlich kleinere Beutetiere wie Maikäfer oder Feldmäuse jagen. Der Zoo Heidelberg plant, langfristig mit der Art zu arbeiten und perspektivisch eine Zucht aufzubauen. Besucher können das Paar bei seinen Aktivitäten beobachten und so mehr über das Verhalten dieser bodenbewohnenden Vögel erfahren. Das Rebhuhn gehört zur Familie der Hühnervögel. Sein graubraunes Gefieder ist perfekt an das Leben am Boden angepasst, wo es scharrend und pickend Nahrung sucht und Sand- wie Staubbäder zur Gefiederpflege nutzt. Besonders der rauhe, schnarrende Ruf der Männchen in den frühen Morgen- und späten Abendstunden macht den Vogel unverwechselbar. Die Wahl zum Vogel des Jahres richtet den Fokus auf die massive Bestandsabnahme des Rebhuhns in Deutschland und Europa: Seit den 1980er Jahren gehen die Zahlen drastisch zurück, größtenteils infolge intensiver landwirtschaftlicher Nutzung, dem Rückgang blütenreicher Feldraine, Hecken und Brachen sowie dem Einsatz von Pestiziden, durch den Insekten als wichtige Nahrungsquelle für Jungvögel knapp werden. „Vielfältige Felder und Wiesen mit Hecken, Blumen, Unkräutern und Insekten sind wertvolle Lebensräume für Feldhamster, Wachtelkönig, Lerchen und viele andere Tiere – wie auch das Rebhuhn. Alle diese Arten sind hochbedroht, weil intensiv bewirtschaftete Felder keinen Platz für sie lassen. Wir müssen uns entscheiden ob unsere Landwirtschaft nur als Nahrungsmittelproduzent oder auch als Pflege einer artenreichen Kulturlandschaft betrieben werden soll,“ erläutert Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Die Kampagne „Vogel des Jahres“ gibt es seit 1971; seit 2021 bestimmt die Öffentlichkeit in einer digitalen Wahl den Titelträger. Ziel ist es, jeweils eine Art in den Fokus von Naturschutz und Öffentlichkeit zu rücken und auf konkrete Schutzbedarfe aufmerksam zu machen.
Zoo & Tierpark Berlin 08.01.2026
Tierisch wilde Schneelandschaft
Zoo und Tierpark Berlin begleiten ihre Schützlinge sicher durch kalte Jahreszeit Weihnachten ist vorbei, doch der Winter hat Berlin in diesen Tagen fest im Griff. Das gilt ebenso für den Zoo und den Tierpark Berlin. Schnee und Frost verwandeln derzeit die Anlagen beider Einrichtungen in eine eindrucksvolle Schneelandschaft und ermöglichen einzigartige Einblicke in das Verhalten der Tiere. Viele Besucher*innen fragen sich bei den winterlichen Temperaturen, wie gut die Tiere mit der Kälte zurechtkommen. Die Antwort: Die meisten Tiere im Tierpark und Zoo halten weder Winterschlaf noch Winterruhe oder Winterstarre. Stattdessen bleiben viele Arten auch im Winter aktiv, vorausgesetzt, sie sind an kühlere Temperaturen angepasst. Kältetolerante Arten wie Eisbären, Elche und Co. sind ganzjährig draußen zu beobachten. Ein besonderes Winterhighlight ist die Himalaya-Gebirgswelt im Tierpark mit Roten Pandas, Takinen und Schneeleoparden. Ein eindrucksvolles Bild bietet sich derzeit auch bei den Kiangs: Inmitten der weiten, schneebedeckten Landschaft heben sich die Tiere wirkungsvoll vom weißen Hintergrund ab. Auch die Przewalski-Pferde und die Kulane kann man oft ausgelassen im Schnee galoppieren sehen. Dichteres Winterfell oder isolierende Fettschichten sorgen bei ihnen dafür, dass sie die Minusgrade nicht nur gut verkraften, sondern sogar genießen. Auch im Zoo Berlin erkunden viele Tiere ihre verschneiten Anlagen momentan mit großer Neugier. Besonders deutlich wird das bei den Panda-Zwillingen Leni und Lotti, die den Schnee in diesem Winter erstmals bewusst erleben. Ihr ausgelassenes Toben im Schnee zeigt, wie anregend die winterliche Umgebung für sie ist. Große Pandas kommen im natürlichen Lebensraum in großer Höhe vor, wo Schnee im Winter häufig die Landschaft prägt. „Unsere Tiere sind sehr unterschiedlich an Kälte angepasst. Entscheidend ist, dass unsere Tierpflegerinnen und Tierpfleger ihr Verhalten aufmerksam beobachten und wir die Haltungsbedingungen individuell darauf abstimmen“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „So nutzen beispielsweise die Elefanten im Zoo bei niedrigen Temperaturen nur zeitweise die Außenanlage, um eine zu lange Kälteexposition zu vermeiden. Dennoch zeigen auch sie großes Interesse am Schnee, wenn sie draußen unterwegs sind.“ Die Braunbären im Zoo Berlin halten, anders als viele vermuten würden, ebenfalls keine Winterruhe. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass es das ganze Jahr über ausreichend Futter gibt, sodass die Bären nicht auf einen Energiesparmodus angewiesen sind. Auch im natürlichen Lebensraum bleiben in Regionen mit milden Wintern manche Tiere aktiv. Die Besucher*innen können sich bei einem Winterbesuch im Zoo oder Tierpark jederzeit in einem der zahlreichen Tierhäuser oder in einer der gastronomischen Einrichtungen aufwärmen. Zusätzlich bietet das Aquarium spannende Einblicke in die Unterwasserwelt, ganz unabhängig von Wind und Wetter. Die verschneite Winterlandschaft ist im Zoo und Tierpark Berlin nicht nur eine Augenweide, sondern auch eine Zeit vieler aktiver und besonders neugieriger Tiere. Ab sofort dürfen auch Schlitten mit in den Zoo und Tierpark gebracht werden. Die Gäste werden aber gebeten, auf den Wegen zu bleiben und ihn nur als Fortbewegungsmittel wie einen Bollerwagen zu nutzen.
Zoo Schwerin 08.01.2026
Zoo Schwerin zieht Bilanz für 2025 und blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2026
Der Zoo Schwerin blickt auf ein besucherstarkes Jahr 2025 zurück und startet mit Vorfreude ins neue Jahr. Von Bauprojekten über tierische Erfolge bis hin zum Engagement im Artenschutz ist einiges passiert. Nicht zuletzt zahlreiche Veranstaltungen prägten das vergangene Jahr. Gleichzeitig stehen für das Jubiläumsjahr 2026 neue Entwicklungen an, die den Zoo als Erlebnis- und Naturschutzort nachhaltig stärken sollen. Ein starkes Jahr 2025 – Besucherzahlen auf hohem Niveau und Rekord bei den Jahreskarte Mit rund 210.000 Gästen blieb der Zoo auf dem hohen Niveau des Vorjahres und erzielte somit die zweitstärkste Besucherzahl seit der Wiedervereinigung. Besonders erfreulich: Über 8.000 verkaufte Jahreskarten bedeuteten einen neuen Rekord und zeigen die starke Verbundenheit der Gäste mit „ihrem“ Zoo. Im vergangenen Jahr wurde sichtbar in die Infrastruktur des Zoos investiert. Neue Fahrradstellplätze, ein moderner Spielplatz und die neugestaltete Festwiese werten den Aufenthalt für Zoo-Gäste weiter auf. Mit der Löwenlodge entstand zudem ein besonderes Übernachtungsangebot, für das nun offiziell Buchungen vorgenommen werden können. Zudem wurden auch Tieranlagen weiterentwickelt, darunter die Alpaka-Anlage und das Refugium für die Präriehunde auf der Festwiese. Tierische Erfolge und Abschiede Zu den tierischen Highlights zählt eine erfolgreiche Giraffennachzucht: Bulle „Mojo“, geboren Ende Februar, entwickelt sich nach wie vor prächtig. Bei den Asiatischen Löwen gab es Abschiede von „Ravi“, „Tarak“ und „Kirana“ auf der einen als auch große Freude über die Geburt von „Manika“ im Juli 2025 auf der anderen Seite. Zudem bereicherten Neuzugänge bei teils stark gefährdeten Arten den Zoo, darunter Säbelantilopen, eine weibliche Streifenhyäne und die stark bedrohten Chaco-Pekaris. Engagement im Artenschutz Der Zoo Schwerin übernahm eine aktive Rolle im internationalen und regionalen Artenschutz. Dazu zählen die erneute Koordination und Beteiligung an einer Schneckenauswilderung in Französisch-Polynesien, eine koordinierende Rolle bei der Auswilderung von Riesenottern in Argentinien sowie ein wichtiger Beitrag im europäischen Zuchtprogramm für Asiatische Löwen. Erlebnisse & Veranstaltungen lockten Besucher 2025 in den Zoo Zahlreiche Veranstaltungen lockten Besucherinnen und Besucher in den Zoo: vom traditionellen Osterwochenende, das eines der besucherstärksten Wochenenden des Jahres ausmachte, über eine erfolgreiche Zookultur, den Zoolauf zugunsten eines Regenwald-Artenschutzprojekts, bis hin zu den beliebten Abendsafaris mit mehreren hundert Teilnehmenden. 70 Jahre Zoo Schwerin – das plant der Zoo für das Jubiläumsjahr 2026 Auch in den kommenden Monaten setzt der Zoo Schwerin konsequent auf Weiterentwicklung. Neben kontinuierlichen Verbesserungen an Tieranlagen, etwa am Sikastall, bei den Tapiren oder im Bereich der Vogelvolieren, steht die Konkretisierung des Rahmenplans im Fokus. Erste konkrete Planungen liegen vor. Nun gilt es, die Umsetzbarkeit im Detail auf den Prüfstand zu stellen und einzelne Projekte weiter voranzubringen. Events & Erlebnisse für Groß und Klein Im Bereich Veranstaltungen ist für alle Altersgruppen etwas dabei: Schon jetzt steht mit dem beliebten, nicht ganz jugendfreien Valentinstagsevent ein Highlight vor der Tür – Tickets für den 14. Februar sind noch erhältlich (Teilnahme ab 16 Jahren). Es folgen unter anderem Ostern als Saisonauftakt und das Freiluft-Kino „Zookultur“ am ersten Augustwochenende. Ein besonderes Datum sollten sich Zoofreunde bereits vormerken: 70 Jahre Zoo Schwerin am 24. April 2026 – mit Aktionen rund um das Jubiläum. Veranstaltungshighlight im Herbst Ein ganz neues Kapitel schlägt der Zoo im Herbst 2025 auf: Mit dem Lichterfestival „Wild Lights“ verwandelt sich der Zoo Schwerin vom 9. Oktober bis 29. November erstmals in ein leuchtendes Meer aus Lichtinstallationen und fluoreszierenden Tierfiguren – ein Erfolgsformat, das in Städten wie Köln oder Halle bereits zahlreiche Menschen begeistert hat, holt der Zoo in dieser Form zum ersten Mal in den Norden. Der Vorverkauf startet im Frühjahr. Hoffnung auf Zuchterfolge und Stärkung des regionalen Artenschutzes Natürlich beteiligt sich Schwerin auch weiterhin intensiv an internationalen Zuchtprogrammen für teils stark gefährdete Arten – Es besteht Hoffnung auf Nachwuchs bei sehr großen wie auch sehr kleinen Tierarten. Mit der Einführung einer eigenen Artenschutzkoordination und einer professionelleren Verteilung der UWE-Mittel will der Zoo regionale Natur- und Umweltschutzprojekte künftig noch gezielter und im größeren Umfang unterstützen. Möglich wird das durch Spenden der Besucherinnen und Besucher, die den Umwelteuro (kurz: UWE) entrichten. Der Zoo Schwerin bedankt sich herzlich für die Treue und den Zuspruch seiner Gäste und freut sich auf viele schöne Momente im Jahr 2026!
Tierpark Berlin 07.01.2026
Vereinte Kräfte für die Ankunft der Elefanten Qualität vor Quantität: Tierpark Berlin strukturiert Tierhaltung sowie Personalkapazitäten um
Im Tierpark Berlin entsteht seit mehreren Jahren die größte und modernste Anlage für Afrikanische Elefanten. Nicht nur ist diese, sich über rund 20.000 Quadratmeter erstreckende Baustelle an sich ein „Mammutprojekt“. Auch stellt die Rückkehr der Grauen Riesen und deren Haltung nach modernsten Standards eine gewisse Kraftanstrengung für den Tierpark-Alltag dar. Das gilt besonders in den derzeit, gesamtwirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Um sich auf die Ankunft der Elefantenherde im Frühsommer bestmöglich vorzubereiten, finden im Tierpark Berlin aktuell Umstrukturierungen statt. Die Veränderungen beziehen sich sowohl auf die Personalstruktur der Tierpflege als auch auf Teile der Tierhaltung. Das Ziel ist es, vorhandene Ressourcen in der Tierpflege noch gezielter einzusetzen. Vor diesem Hintergrund werden zwei Bereiche des 160 Hektar großen Parkgeländes – die Fasanerie und Teile des Haustierbereichs – ab dem 1. Februar für den Besucherverkehr geschlossen. Die meisten der dort lebenden Tiere werden in den kommenden Monaten in andere Einrichtungen abgegeben. Einzelne Arten werden in anderen Bereichen von Zoo und Tierpark untergebracht. Welche und wie viele Arten das genau betrifft, steht derzeit noch nicht final fest. In Gänze handelt es sich um weniger als 40 von insgesamt rund 630 Tierarten. Der beliebte Streichelzoo ist von der Schließung nicht betroffen. Der Tierpark Berlin gilt als größter Tierpark Europas. Sein gesamtes Wegenetz umfasst derzeit 25 km, welches durch die genannten Einsparungsmaßnahmen um ca. 600 m reduziert wird. Diese Entscheidung ist Teil einer verantwortungsvollen, vorausschauenden Betriebsplanung. Die Steigerung von Eintrittspreisen oder ein Stellenabbau gilt es hierbei zu verhindern. In gesamtwirtschaftlich unsicheren Zeiten trägt dieser Schritt dazu bei, weiteren Erhöhungen der ohnehin stetig steigenden Betriebskosten entgegenzuwirken. Gleichzeitig unterstreicht sie den Anspruch der Tierpark-Leitung, die bestmögliche Betreuung der tierischen Schützlinge konsequent in den Mittelpunkt zu stellen. So können angesichts der derzeitigen Finanzlage die betroffenen und sichtlich in die Jahre gekommenen Anlagen in absehbarer Zeit nicht nach den heutigen Ansprüchen an eine moderne Tierhaltung umgebaut werden. Mit der Reduzierung stehen für alle anderen Tiere und Anlagen mittelfristig mehr Ressourcen zur Verfügung. „Wir stehen vor einem unserer größten Projekte der letzten Jahrzehnte und überhaupt in der Geschichte des Tierparks: der Rückkehr der Elefanten“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Die Modernisierung des Elefantenhauses ist eine große Chance für den Tierpark, der seit jeher mit knappen Ressourcen arbeitet. Die Elefanten gehören zu den am meisten vermissten Arten und ihre Wiederkehr wird somit ein Highlight.“ Der erwartete Besucherzuwachs ist entscheidend, um künftig weitere Bereiche modernisieren und die hohen Personal-, Energie- und Instandhaltungskosten tragen zu können. „Der Betrieb eines modernen Elefantenhauses ist sehr arbeitsintensiv“, erläutert der Zoologische Leiter Christian Kern. „Zugleich können wir derzeit keine neuen Tierpfleger*innen einstellen. Durch Renteneintritte ist unsere Personalstärke gesunken, während der Pflegeaufwand gestiegen ist. Um die Elefanten optimal zu versorgen, müssen wir Kräfte umverteilen – das erfordert Einsparungen an anderer Stelle.“ Es wurde lange nach Alternativen gesucht. Neben dem Alter der Anlagen sprachen letztendlich vor allem zwei Gründe für die Fasanerie und den Haustierbereich: Beide Bereiche liegen am Rande des Tierparks und lassen sich somit leichter aus dem Wegenetz für Gäste herauslösen. Zudem handelt es sich um Bereiche, mit deutlich geringerer Besucherfrequenz als in anderen Teilen des Tierparks. „Das mindert natürlich nicht den ideellen Wert, den diese Bereiche für viele von uns hat – aber wir müssen in der aktuellen Lage sehr genau überlegen, wie wir unsere Kräfte einsetzen und verteilen“, fügt Kern hinzu.
Tierpark Cottbus 07.01.2026
Ringelschwanzmungos und MUNGOMANIA
Im neuen Jahr freut sich der Tierpark Cottbus über den Start der neuen Spendekampagne „MUNGOMANIA“ des Tierpark-Fördervereins für den Bau der neuen Außenanlage für Ringelschwanzmungos. Insgesamt 130.000 € sollen aufgebracht werden, um das neue Projekt der TierparkFörderer und des Tierpark Wirklichkeit werden zu lassen: Auf rund 90 m² Grundfläche entsteht ein ringelschwanzmungogerechter Lebensraum mit Sonne, frischer Luft, viel Platz zum Klettern, Laufen und Verstecken. Interessante Einblicke für Tierparkbesucher ergeben sich auch aus dem Raubtierhaus durch eine Panoramascheibe – genau an der Stelle des früheren Ausganges. Ringelschwanzmungos sind Kleinraubtiere aus der Verwandtschaft der Schleichkatzen, ihr Verbreitungsgebiet ist Madagaskar. Eher untypisch für Kleinraubtiere sind Ringelschwanzmungos fast ganztägig paarweise aktiv. Unsere Tiere sind Nachzuchten aus den Zoologischen Gärten in Saarbrücken bzw. Köln.
Tiergarten Kleve 07.01.2026
Zoo viel los am Niederrhein Tiergarten Kleve erzielt 2025 zweitbestes Ergebnis seiner Geschichte
Der Tiergarten Kleve blickt auf ein erneut sehr erfolgreiches Jahr zurück: 186.284 Besucherinnen und Besucher und 971 Hunde kamen im Jahr 2025 in die Freizeiteinrichtung. Damit erzielte der Tiergarten das zweitbeste Ergebnis seiner 66-jährigen Geschichte. Lediglich das Rekordjahr 2024 lag noch über den aktuellen Zahlen. „Dieses Ergebnis zeigt eindrucksvoll, wie stark sich der Tiergarten Kleve in den vergangenen Jahren entwickelt hat“, erklärt Tiergartenleiter Martin Polotzek. „Vor der Pandemie lagen wir bei rund 80.000 Gästen jährlich – vor diesem Hintergrund ist das aktuelle Niveau weiterhin außergewöhnlich, auch wenn wir 2025 nicht ganz an das Rekordjahr 2024 herankamen.“ Die Gründe hierfür liegen vor allem in den witterungsbedingt schwierigen Verhältnissen im Jahr 2025. Besonders während der Veranstaltung China Lights wirkte sich das Wetter spürbar auf die Besucherzahlen aus. Die daraus entstandene Differenz zum Vorjahr konnte im Jahresverlauf nicht vollständig ausgeglichen werden. Ein starkes positives Signal setzt hingegen die Entwicklung bei den vierbeinigen Gästen: 971 Hunde wurden 2025 im Tiergarten Kleve gezählt – ein Zuwachs von 45 Prozent gegenüber 2024 (670 Hunde). Dies ist umso bemerkenswerter, da seit November 2025 Hunde im Tiergarten Kleve als Vorsichtsmaßnahme im Zusammenhang mit der Geflügelpest vorübergehend nicht mehr gestattet sind. Die von Juli bis September durchgeführte PLZ-Erhebung der Tiergartengäste zeigt zudem die überregionale Bedeutung des Tiergartens. Rund 43 Prozent der Gäste kommen weiterhin aus einem Umkreis von bis zu 20 Kilometern, zugleich reist jedoch ein großer Teil aus deutlich größerer Entfernung an. Rund jeder dritte Gast stammt aus den Niederlanden, ergänzt durch Besucherinnen und Besucher aus anderen Teilen Deutschlands sowie aus dem europäischen Ausland, unter anderem aus Polen und Großbritannien. Betrachtet man ausschließlich die Gäste aus Deutschland, haben 18 Prozent einen Anfahrtsweg zwischen 20 und 50 Kilometern, rund 10 Prozent zwischen 50 und 100 Kilometern und etwa 8,5 Prozent sogar von über 100 Kilometern. „Dass viele Gäste eine weite Anreise in Kauf nehmen, unterstreicht die Strahlkraft des Tiergarten Kleve weit über die Region hinaus“, so Polotzek. Ein zusätzlicher Impuls ging 2025 von neuen Kooperations- und Kombiangeboten aus. Erstmals wurde gemeinsam mit der Jugendherberge Kleve ein Wochenendangebot mit zwei Übernachtungen sowie Tiergarten- und China-Lights-Eintritt aufgelegt, das rund 100 Mal verkauft wurde. Zudem werden inzwischen Kombitickets mit dem Klever Kino, der Grenzland-Draisine und dem Museum Kurhaus Kleve angeboten. Und auch mit einer Jahreskarte des Tiergarten Kleve hat man ermäßigten Eintritt in zahlreiche Zoos aus dem In- und Ausland. Besonders stolz zeigt sich Tiergartenleiter Martin Polotzek auf das bislang erfolgreichste Ergebnis der zoopädagogischen Arbeit im Tiergarten Kleve: „Im vergangenen Jahr nahmen 3.650 Menschen an unseren kostenpflichtigen zoopädagogischen Angeboten teil – darunter Schul- und Themenführungen, Kindergeburtstage, Lieblingstier-Rendezvous sowie Sonderführungen“, so Polotzek. „Hinzu kommen täglich drei kostenlose Schaufütterungen, regelmäßige Sonderveranstaltungen mit Bildungsfokus wie der Artenschutztag oder das Red Panda Weekend sowie weitere frei zugängliche Angebote wie die Weihnachtsferienrallye oder unsere neuen Beschilderungstafeln. Zusammengenommen können wir auf ein sehr starkes Jahr für Bildung im Tiergarten Kleve zurückblicken.“ Abschließend blickt der Tiergarten Kleve zuversichtlich nach vorn. „Wir werden den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und den Tiergarten als attraktives Ausflugsziel für die Region und darüber hinaus weiterentwickeln“, erklärt Tiergartenleiter Martin Polotzek. Und so startet der Tiergarten Kleve gleich im Januar mit einer neuen Veranstaltung – dem tierischen Glühwein-Tasting. Konsumieren ausschließlich Menschen Alkohol oder wurde dieses Verhalten auch schon bei Tieren beschrieben? Wie passen Glühwein mit Stachelschwein, Trampeltier und Co. zusammen? All diese und weitere Fragen werden am 23. und am 30. Januar 2026 jeweils ab 17.30 Uhr beim tierischen Glühwein-Tasting in Kooperation mit der Schlosskellerei Peters beantwortet. Zur Premiere am 23. Januar 2026 übernimmt Tiergartenleiter Martin Polotzek die Führung persönlich und erzählt Spannendes über die tierischen Bewohner des Parks und darüber, was Tiere und Glühwein gemeinsam haben. Die limitierten Tickets für beide Termine sind ausschließlich im Vorverkauf über den Onlineshop des Tiergarten Kleve sowie an der Tiergartenkasse erhältlich. Weitere Informationen unter www.tiergarten-kleve.de
Zoo Landau in der Pfalz 07.01.2026
Jahresbilanz 2025 – Ein starkes Jahr voller Engagement, Artenschutz und Bildung im Zoo Landau in der Pfalz, aber auch mit einigen Herausforderungen
Das Jahr 2025 war für den Zoo Landau in der Pfalz ein insgesamt sehr ereignisreiches Jahr, das eindrucksvoll zeigte, wie eng moderner Zoobetrieb, Artenschutz, Umweltbildung und bürgerschaftliches Engagement miteinander verbunden sind. Zoo, Zooschule und Zoofreundeskreis konnten gemeinsam erneut Akzente setzen und sowohl regional als auch international wirksame Impulse geben. So sehen es Bürgermeister und Zoodezernent Lukas Hartmann und Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel anlässlich der Zoobilanz 2025. Ein besonderer Höhepunkt des Jahres war das 50-jährige Bestehen des Zoofreundeskreises. Seit fünf Jahrzehnten unterstützt der Verein den Zoo ideell, finanziell und durch ehrenamtlichen Einsatz. Das Jubiläum wurde im Mai mit einem Festakt gefeiert. Besonderer Fokus der Vereinsarbeit lag auf der Mobilisierung von Ehrenamtlichen, der Beteiligung an Förderprojekten und der Unterstützung verschiedener Baumaßnahmen im Zoo. Dank des Freundeskreises konnte der Zoo auch seine Programme im Bereich Artenschutz weiter stärken. Darüber hinaus begleitete der Arbeitskreis einige Veranstaltungen im Jahresverlauf. Ob bei Aktionstagen, beim Deutschen Zooförderertag oder durch organisierte Exkursionen: Der Freundeskreis präsentierte sich als eine der tragenden Säulen des Zoos und als Beispiel für nachhaltiges bürgerschaftliches Engagement. Dass dies so bleibt, ist Ziel des durch neue Akteure ergänzten Vorstandes. Der langjährige und sehr verdiente Vorsitzende San.-Rat. Dr. Helmut Back und Geschäftsführer Gerhard Blumer übergaben den Staffelstab im Jahr 2025 an ihre Nachfolger, Alexander Grassmann und Sabine Heil. Auch im Bereich des Natur- und Artenschutzes setzte der Zoo Landau 2025 wichtige Zeichen. Als langjähriger Förderer der bundesweiten Kampagne „Zootier des Jahres“ unterstützte der Zoo gezielt den Schutz der Gürteltiere in Mittel- und Südamerika. Parallel engagierte sich der Zoo in der Artenschutzkampagne „Vietnamazing“, die auf die dramatisch bedrohte Tierwelt Vietnams aufmerksam macht. Einen festen Platz im Jahresprogramm nahm zudem der Pinguin-Aktionstag anlässlich des Welt-Pinguintags ein, der gemeinsam mit der Artenschutzorganisation Sphenisco gestaltet wurde. Die diesjährige Aufnahme des Zoos als Nichtregierungsmitglied in die Welt-Naturschutz-Union (IUCN) belegt eindrucksvoll, dass dieses Wirken bis in höchste Ebene auch international anerkannt wird. Von besonderer Bedeutung war auch 2025 die internationale Partnerschaft mit der Rwanda Wildlife Conservation Association. Zoo, Zoofreundeskreis und Zooschule begleiten dieses Projekt bereits seit 2017 kontinuierlich. Die Erfolge beim Schutz der Östlichen Grauen Kronenkraniche sind bemerkenswert: Die Population in Ruanda konnte in wenigen Jahren deutlich gesteigert werden. Große Würdigung fand diese Arbeit durch die Auszeichnung des Projektleiters Dr. Olivier Nsengimana mit dem Whitley Award. Auch im 10. Jubiläumsjahr der ruandischen Partnerorganisation wurde deutlich, wie wichtig langfristige, vertrauensvolle Kooperationen im globalen Naturschutz sind. Eine positive Artenschutzbilanz wird auch bei der Kiebitz-Aufzucht und -Auswilderung gezogen. Ein Projekt, das von der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz (GNOR) und dem Zoo Landau umgesetzt wird. Seit 2024 wurden über 150 Kiebitzeier aus gefährdeten Nestern in den Zoo gebracht, viele davon dort erfolgreich ausgebrütet und an zwei Standorten in der Region in die Natur entlassen. Ein Drittel der 2024 ausgewilderten Kiebitze überlebte den Winter und kehrte zurück, einige nahmen 2025 sogar am Brutgeschäft teil. Ein weiteres prägendes Element des Jahres waren die zahlreichen Tiergeburten bei in der Natur gefährdeten Arten. Besonders hervorzuheben sind die Nachzuchten bei den Prinz-Alfred-Hirschen, für die der Zoo Landau das Internationale Zuchtbuch führt, sowie bei den von Ausrottung bedrohten Visayas-Mähnenschweinen. Große Aufmerksamkeit erregte zudem die erstmalige erfolgreiche Nachzucht von fünf Waldhunden. Auch bei Humboldt-Pinguinen, Soccorotauben¸ Bartlett-Dolchstichtauben oder Ekuadoramazonen und einigen Affenarten wie den Zwergseidenäffchen gab es erfreulichen und wichtigen Nachwuchs. Bundesweit Beachtung fand die sehr aufwendige Handaufzucht der einzeln und lebensschwach geborenen Sudan-Gepardin Assama, die das Zooteam von Anfang an gesundheitlich vor große fachliche und emotionale Herausforderungen stellte. Individuen dieser Unterart sind in der Natur wie auch im Zoozuchtprogramm so rar, dass die Aufzucht per Hand erfolgte. Assama beschäftigt das Zooteam allerdings mit gesundheitlichen Baustellen bis heute. Im Januar 2025 konnte zudem eine neue Sibirische Tigerin namens Dária aus dem Zoo Debrecen in Ungarn aufgenommen werden. Zum sehr großen Bedauern des Landauer Zooteams reiste Dária jedoch ohne ihre Schwester Dana an. Sie hatte sich im Zuge von Transportvorbereitungen verletzt und verstarb bei einer Nachuntersuchung in Ungarn in Narkose. Leider musste das Zooteam auch Abschied vom 16 Jahre alten Sudan-Gepardenkater Claude nehmen, der im hohen Alter aus gesundheitlichen Gründen eingeschläfert wurde. Claude war nicht nur genetisch wertvoll für das Zuchtprogramm, sondern auch Vater von Assama. Die Zooschule Landau blickt mit erneut über 13.000 betreuten Nutzenden ebenfalls auf ein intensives und erfolgreiches Jahr zurück. Mit zahlreichen Einzelveranstaltungen, Unterrichtsprogrammen und Sonderformaten erreichte sie Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene. Neben dem regulären Zooschulunterricht und bewährten Angeboten wie Kinder-Uni, Traumnacht im Zoo oder Oma-Opa-Enkeltag wurden auch neue inklusive Formate etabliert. Erlebnisführungen für Menschen mit kognitiven Einschränkungen sowie neu entwickelte Angebote für blinde und sehbehinderte Menschen erweiterten das pädagogische Spektrum deutlich. Große Resonanz fand zudem die neue Unterrichtseinheit „Umusambi – Vogelschutz in Ruanda und Landau“, die durch eine Förderung des Landes Rheinland-Pfalz kostenfrei angeboten werden konnte und internationale Bildungsarbeit mit regionalem Lernen verknüpft. Für die Präsentation des gemeinsam mit ruandischen Partnern entwickelten Kartenspiels „Vogel-Memo“, besuchte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer erneut den Zoo. Er hob in seinem Grußwort das herausragende Engagement der Zooschule besonders hervor. Noch weitere Anlässe nutzte der Ministerpräsident für Besuche im Zoo: Bei einem Aktionstag legte er praktisch Hand bei Verschönerungsarbeiten im Zoo an; und im November übergab der Ministerpräsident schließlich noch einen Förderbescheid des Landes Rheinland-Pfalz über 1,17 Millionen Euro zur Neugestaltung des Flamingo-Geheges. Zusammen mit 750.000 Euro an Mitteln des Zoofreundeskreises ist damit die Finanzierung eines der größten Bauprojekte in der 120-jährigen Geschichte des Zoos gesichert. Die neue vollständig übernetzte Anlage mit großer Lagune, Brutbereich, barrierefreien Besucherbereichen und verbesserten Schutzmaßnahmen wird ab 2026 realisiert. Wie wichtig das sein wird, zeigte gegen Jahresende der Ausbruch von Geflügelgrippe im Landkreis Südliche Weinstraße. Auch der Zoo Landau war von einer vorübergehenden Aufstallungspflicht seines wertvollen Vogelbestandes betroffen. Besonders erfreulich ist hingegen, dass seit dem Jahr 2025 ein neues touristisches Hinweisschild an der A65 Richtung Karlsruhe auf den Zoo Landau hinweist. Es soll Autofahrende dazu ermuntern, den Zoo zu besuchen. Zoodezernent Lukas Hartmann und Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel freuen sich über die Umsetzung, die gemeinsam mit dem Stadtbauamt und der Firma reproTECH erfolgte. Das Design des Schildes zeigt eine typische Zoo-Szene. „Der Zoo Landau in der Pfalz blickt auf ein Jahr zurück, das eindrucksvoll gezeigt hat, wie vielfältig und wirkungsvoll moderner Zoobetrieb sein kann“, sagt Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel. Er verspricht: „Auch in Zukunft will der Zoo seiner Verantwortung für Tiere in Menschenobhut gerecht werden und gleichzeitig aktiv zum Schutz bedrohter Arten, zur Umweltbildung und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen.“ Zoo-Dezernent Lukas Hartmann ist überzeugt: „Unser Zoo bleibt eine attraktive Freizeit- und Bildungsstätte in der Region, beliebt bei Familien, Schulen und Tierfreundinnen und Tierfreunden. Das zeigen erneut eindrucksvoll fast 173.000 zahlende Besucherinnen und Besucher – plus unter anderem noch zahlreiche Mitglieder des Freundeskreises. Mit dem geplanten Umbau des Flamingogeheges, der Weiterentwicklung des Zooschulangebots und der fortgesetzten Beteiligung an internationalen Schutzprojekten kann unser Zoo optimistisch auf ein spannendes Jahr 2026 blicken.“
Zoo Dresden 07.01.2026
Karakal-Nachwuchs im Zoo Dresden
Rund sieben Wochen nach seiner Geburt hinter den Kulissen hat Karakal-Jungtier Karlos am gestrigen Tag erstmals die Schauanlage bezogen. Für das Elternpaar Donna und Harvey ist es der erste gemeinsame Nachwuchs und für den Zoo Dresden die Fortführung einer jahrzehntelangen Tradition in der Zucht dieser eleganten Wildkatzen. Am 17. November 2025 fand zu unserer großen Freude hinter den Kulissen der Karakalanlage eine Geburt statt. Es wurden zwei Jungtiere geboren, von denen leider eines innerhalb der ersten Lebensstunden verstarb. Das zweite Jungtier ist jedoch erfreulicherweise sehr fit und entwickelt sich seit mehr als sieben Wochen prächtig. Das kleine Männchen erhielt den Namen Karlos. Eine erfolgreiche Trächtigkeit der dreijährigen Donna erahnte unser Tierpflegerteam durch die kontinuierliche Gewichtszunahme, die beim regelmäßigen Wiegetraining auffiel. Die Geburt selbst fand ohne Kater Harvey statt, damit sich die junge Mutter vollkommen auf ihren Nachwuchs konzentrieren konnte. Karakale sind Einzelgänger und die Männchen sind nicht an der Aufzucht beteiligt. Die Jungtiere sind in den ersten Lebenstagen noch blind und somit auf den Schutz der Wurfhöhle und des Muttertiers angewiesen. Das Fell ist von Geburt an vollständig entwickelt, und die Ohren sind anfangs noch flach angelegt. Ab der zweiten Lebenswoche beginnen sie sich langsam aufzurichten bis mit etwa vier Wochen die markanten Pinselohren ausgebildet sind. Seit gestern sind Donna und Karlos von der rückwärtigen Mutter-Kind-Stube in die Schauanlage gewechselt, wo man sie mit etwas Glück beobachten kann. Kater Harvey ist derweil weiterhin von den beiden getrennt, bis sich Mutter und Jungtier gut eingelebt haben und Karlos noch ein Stückchen gewachsen ist. Wir sind sehr stolz, seit acht wieder eine erfolgreiche Karakalaufzucht in unserem Zoo erleben zu dürfen, da diese Tierart für uns eine besondere Bedeutung hat: Im Jahr 1937 gelang in unserem Zoo weltweit die erste Nachzucht dieser Art in Menschenobhut.
Zoo Leipzig 06.01.2025
Das Jahr 2026 startet mit magischem Lichterfest Neue Großvolieren für Aras und Loris im Frühjahr
Mit dem Magischen Tropenleuchten startet der Zoo Leipzig am Donnerstag in ein aufregendes neues Jahr 2026, das zahlreiche spannende Entwicklungsschritte auf dem Weg zum Zoo der Zukunft bereithält. Das Auftaktevent vom 8. Januar bis zum 8. Februar lädt die Gäste immer donnerstags bis sonntags ein, den Zoo mit faszinierenden Illuminationen, leuchtenden Farben und spannenden künstlerischen Darbietungen im Außenbereich sowie in der Tropenerlebniswelt Gondwanaland zu erleben. Jeweils donnerstags gibt es zudem erstmals ein U25-Ticket, das junge Besucherinnen und Besucher für 10 Euro zum Tropenleuchten lockt. Bereits im Frühjahr steuert der Zoo Leipzig auf das nächste Highlight zu: Dann sollen Amazonien und das Loriversum eröffnen. Die Großvolieren im Zentrum des Zoos werden gegenwärtig errichtet und die ersten Bewohner sind bereits in rückwärtigen Gehegen anderer Bereiche untergebracht, so dass die Eingewöhnung nach der Fertigstellung beginnen kann. „Mit diesen Flugvolieren beginnt ein neues Kapitel in unserer Vogelhaltung und die Zeit der kleinen, traditionellen Schaugehege endet“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold und blickt freudig auf die nächsten Entwicklungsschritte im Zoo der Zukunft. Denn im Jahresverlauf soll ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Zoo Leipzig fertig werden: Feuerland! Die neue Heimat für Pinguine und Seelöwen verspricht spektakuläre Unterwassereinblicke in einem 360-Grad-Tunnel sowie eine begehbare Pinguinanlage und wird mit intensiver Artenschutzarbeit in Chile verknüpft. Die Besuchererwartungen für das Jahr 2026 bleiben stabil im Vergleich zum Jahr 2025, in dem 1,66 Millionen Gäste den Zoo besucht haben. „Wir sind mit dem abgelaufenen Jahr zufrieden und freuen uns über den anhaltend hohen Zuspruch. Das ist in einem Jahr mit vielen Unsicherheiten für die Gesellschaft und mit steigenden Kosten im privaten Bereich sicherlich keine Selbstverständlichkeit“, sagt Zoodirektor Junhold und schließt an, dass das zurückliegende Jahr für den Zoo auch inhaltlich sehr intensiv war. „Wir haben uns über Geburten bei bedrohten Arten, Fortschritten bei den Baustellen und der erfolgreichen Auswilderungen von Feldhamstern und Habichtskäuzen freuen können, mussten aber auch Verluste durch Colli-Bakterien bei den Gorillas und aufgrund der Vogelgrippe bei den Pelikanen verzeichnen.“ Im neuen Jahr stehen die Neueröffnungen im Rahmen des Masterplanes Zoo der Zukunft und die damit verbundene Ankunft neuer Tiere sowie deren Eingewöhnung im Fokus der Aufmerksamkeit. „Wir freuen uns auf ein ereignisreiches Jahr mit vielen Höhepunkten“, blickt Prof. Junhold deshalb voraus.
Tierpark Nordhorn 06.01.2026
Zählen, Wiegen, Schätzen – Jährliche Inventur im Tierpark Nordhorn
Egal ob klein oder groß, zwei, vier, sechs, acht Beine oder mehr – einmal im Jahr müssen alle Tiere ran Zählen, messen, wiegen – Zum Jahreswechsel sind auch im Tierpark Nordhorn alle Tiere dran. Die Inventur, ein Vorgang, den man aus dem Supermarkt oder anderen Geschäften zum Jahreswechsel kennt, findet auch in einem Zoo statt. Über mehrere Tage wird von den Tierpflegern der gesamte Tierbestand gezählt, zum Teil auch gemessen und gewogen. Gleichzeitig werden die Bestandslisten dabei durch die beiden Kuratoren Dr. Heike Weber und Dr. Dirk Wewers auf Aktualität überprüft. Insgesamt 2605 Tiere in 104 Arten konnten sie am Ende in die Inventurlisten eintragen. „Bei großen Tieren wie unserem Wappentier, dem Waldbison, ist das Zählen sehr einfach!“, so Dirk Wewers. „Anders sieht das bei Tierarten aus, die in großer Stückzahl vorkommen“, schmunzelt der Kurator. Bei Schwarmtieren, wie den Wellensittichen, in einer großen begehbaren Voliere ist es mitunter schwierig die genaue Anzahl zu ermitteln. Auf Gewichte wird hier selbstverständlich ganz verzichtet. Die Tierpfleger arbeiten in der Voliere mit mehreren zusammen, um auf möglichst genaue Schätzungen zu kommen – mit etwa 600 Wellensittichen bilden die kleinen Papageien auch 2025 die mitgliederstärkste Art im Familienzoo. Auf Platz zwei befinden sich mit einigem Abstand die SungayaGespenstschrecken, von denen etwa 350 in den Terrarien leben. Den ersten Platz bei den Säugetieren belegen auch in diesem Jahr wieder die Bentheimer Landschafe mit exakt 100 Tieren. Die gesammelten Daten werden von Kurator Dirk Wewers zusammenfügt und der Direktion und den Behörden gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Tierarten im Tierpark Nordhorn nicht wesentlich verändert. Daher bleibt der Sprachgebrauch des Zoos bei 2.500 Tieren in mehr als 100 Arten. Aber es gab im Jahr 2025 ein paar Veränderungen im Artenbestand. Als neue Bewohner des Tierparks sind beispielsweise die Dreistreifen-Baumsteiger und die Sandregenpfeifer zu nennen. Die zu den Pfeilgiftfröschen zählenden, farbenfrohen Dreistreifen-Baumsteiger lebten zwar schon 2024 im Tierpark – allerdings ausschließlich hinter den Kulissen. Nun haben einige von ihnen im vergangenen Jahr ein reich strukturiertes Terrarium im Amphibienhaus gegenüber der Seehundanlage bezogen. Trotz ihrer auffälligen Färbung sind die kleinen Fröschchen nicht immer leicht in dem aufwendig gestalteten Becken auszumachen. Doch regelmäßig verraten sich die kleinen Amphibien durch ihre recht lauten, trillernden Rufe. Gänzlich neu im Tierpark sind die niedlichen Sandregenpfeifer – eine zu den Watvögeln zählende Vogelart. Auch in Deutschland ist der „maskierte Regenpfeifer“ heimisch. Durch den Verlust von sandigen und kiesreichen Küsten- und Flussufern, die in vielen Teilen durch den Menschen übernutzt werden, findet der Küstenvogel kaum noch ruhige Bereiche für seine Brut und gilt deutschlandweit als vom Aussterben bedroht. Unser Brutpaar stammt aus dem Zoo Dresden und wird in Kürze in der Watvogelanlage zu sehen sein. „Bedeutende Veränderungen gab es 2025 in unserem Raubtierbestand“, so Kurator Dirk Wewers. „Nachdem wir im Jahr 2024 unseren letzten Wolf-Senior verabschieden mussten, wurde die Wolfsanlage renoviert und erweitert. Daraufhin sind im vergangenen Frühjahr zwei junge Wölfe aus Hessischen Tierparks bei uns eingezogen,“ berichtet Wewers. „Somit ist nach kurzer Abwesenheit diese spannende Tierart wieder zurück im Tierpark Nordhorn. Ove und Odine, so die Namen der zwei Wölfe, unterstützen uns in der Bildungsarbeit dabei, das Thema „Wolf“ für unsere Besucher faktenorientiert zu beleuchten.“ So belebt das Wolfsgehege nun seit einigen Monaten wieder ist, so leer ist derzeit noch die Leopardenanlage. Unser Amurleopard Baikal ist im vergangenen Jahr vorübergehend in den tschechischen Zoo in Olomouc umgezogen, um dort für Nachwuchs zu sorgen. Mit diesem „Liebesurlaub“ unseres Katers entsprechen wir dem Wunsch des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), das die Zucht der verbliebenen 88 Amurleoparden in den europäischen Zoos koordiniert. In Anbetracht dessen, dass es im Freiland nur noch knapp über 100 dieser wunderschönen Großkatzen gibt, ist deren Erhalt in menschlicher Obhut von größter Bedeutung. Aus diesem Grund baut der Tierpark momentan an einem neuen Gehege für die Amurleoparden, welches im Frühjahr 2027 fertiggestellt werden soll. Ob es nach Ablauf des neuen Jahres bei der Anzahl der Tiere bleibt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen von der Vermehrungsrate einiger Arten, aber auch vom Tausch einzelner Tiere mit anderen wissenschaftlich geführten Zoos in Europa. Besonders bei den Arten, für die es Erhaltungszuchtprogramme im Rahmen des ex-situArtenschutzes gibt, entscheiden zum Teil Zuchtbuchführer darüber, ob bestimmte Tiere mit anderen Zoos getauscht werden, um so einen stabilen und gesunden Tierbestand für mögliche Auswilderungsprojekte aufzubauen oder zu erhalten. Neben der Attraktivität für die Besucher, den Haltungsansprüchen, die gewährleistet sein müssen und nicht zu vergessen den Kosten für Gehegebau, Haltung und Fütterung ist natürlich der Gefährdungsstatus ein wichtiger Punkt bei der Auswahl von Tierarten, für die sich der Tierpark Nordhorn entscheidet. „Daher sind wir besonders stolz, den Besuchern mittlerweile 17 Tierarten präsentieren zu können, die in einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) des Europäischen Zooverbandes EAZA geführt werden“, erläutert Zoodirektor Dr. Nils Kramer. Dazu gehören neben den Amurleoparden auch Europäische Wölfe, Europäische Wildkatzen, Seehunde, Zweifinger-Faultiere, Totenkopfaffen, Kafue-Litschi-Wasserböcke, VietnamSikahirsche, Azara-Agutis, Marabus, Rotschenkel, Gänsegeier, Waldrappe, Schneeeulen, Habichtskäuze, Blaulatzsittiche und die Europäischen Sumpfschildkröten. Ein besonderer Schwerpunkt im Tierpark Nordhorn sind die bedrohten Nutztierrassen, wie z.B. das Bunte Bentheimer Schwein. Auch hier beteiligt sich der Tierpark aktiv an der Erhaltungszucht und engagiert sich in vielen Zuchtbüchern zum Schutz dieser bedrohten Rassen.
Zoo Rheine 05.01.2026
Trauer im NaturZoo – Abschied von Sumatratigerin Naga
Nach langer, sorgfältiger Abwägung musste die 16-jährigen Sumatratigerin „Naga“ am 05.01.1015 eingeschläfert werden. Eine Entscheidung, die dem gesamten Zoo-Team nicht leichtgefallen ist, die jedoch aus Verantwortung und im Sinne des Tierwohls getroffen wurde. Regelmäßige Besucherinnen und Besucher konnten in den letzten Wochen beobachten, dass die ehemals beeindruckende Tigerin zunehmend abbaut. Bereits im Mai wurde bei ihr eine altersbedingte, für Katzen typische chronische Nierenerkrankung diagnostiziert. Zwischenzeitlich hatte sich ihr Zustand noch einmal stabilisiert, zuletzt verschlechterte sich ihre körperliche Konstitution jedoch deutlich. „Wir haben uns im Team intensiv beraten und uns schließlich für den Weg entschieden, der erwartbares Leiden verhindert“, erklärt Dr. Felix Husemann, Direktor und Tierarzt des NaturZoos. „Aus Tierschutz-Sicht hat man den richtigen Zeitpunkt verpasst, wenn ein Tier nicht mehr aufstehen kann. Diesen Punkt wollten wir für Naga nicht erreichen.“ Neben ihrer besonderen Präsenz war „Naga“ vor allem eines: Ein außergewöhnlich wichtiges Tier für den internationalen Artenschutz. Als Teil des europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP – EAZA ex situ programme) hat sie im NaturZoo erfolgreich vier Jungtiere großgezogen. Diese Nachkommen haben ihrerseits bereits wieder drei Jungtiere hervorgebracht – ein wertvoller Beitrag zum Fortbestand der hochbedrohten Sumatratiger. Gerade diese enge Verbindung zwischen Tier, Besucher und Artenschutz macht Nagas Bedeutung so groß. Durch die Faszination, die Sumatratiger im NaturZoo auslösen, unterstützt der Zoo seit vielen Jahren die Wild Cats Conservation Alliance, welche direkt im natürlichen Lebensraum der Tiere aktiv ist. Zum Gedenken an „Naga“ und ihren Beitrag zum Artenschutz wird es in limitierter Stückzahl originale Pfotenabdrücke der Tigerin im Zooshop geben. Der gesamte Erlös fließt vollständig in das Artenschutzprojekt der Wild Cats Conservation Alliance. So schmerzhaft der Abschied auch ist – er steht zugleich für den Kreislauf des Lebens und die Verantwortung moderner Zoos. Der Zürcher Universitätsprofessor Marcus Clauss bringt es in einem Zitat treffend auf den Punkt: „Der Tod ist kein Problem, das es zu heilen gilt, sondern ein Geschenk an die nächste Generation. Das Altern ist der Weg der Evolution sicherzustellen, dass das Geschenk übergeben wird.“ Prof. Marcus Clauss (2025) „Naga“ wird in der nächsten Generation weiterleben – in ihren Nachkommen und in ihrem Beitrag zur Erhaltung einer der seltensten Großkatzen der Erde. Mit ihrem Vermächtnis schafft sie Raum für neue Individuen und ermöglicht es dem NaturZoo, die Erhaltungszucht fortzuführen. Ein stiller, aber nachhaltiger Beitrag für die Zukunft der Sumatratiger.
Zoo Berlin 05.01.2026
Nadeliger Jahresauftakt im Zoo Berlin – Tiere starten mit Tannenbaum-Spaß ins neue Jahr
Zum Auftakt des Jahres 2026 setzt der Zoo Berlin seine beliebte Neujahrstradition fort und sorgt mit einer grünen Überraschung für tierische Abwechslung. Rentiere, Steinböcke und Elefanten durften sich über frisch duftende Weihnachtsbäume freuen, die für neugieriges Erkunden und lebhafte Beschäftigung sorgten. Die Tannenbäume bieten den Tieren eine besondere Form der Anreicherung: Ungewohnte Gerüche, neue Strukturen und die pieksige Oberfläche regen die Sinne an und laden zum Spielen, Knabbern und Erforschen ein. Da Tannenzweige nicht zum täglichen Speiseplan gehören, stellen sie eine willkommene Abwechslung im Alltag dar und werden von den Tieren auf ganz unterschiedliche Weise genutzt. „Die Weihnachtsbäume sind eine wertvolle Beschäftigung und fördern sowohl die körperliche als auch die geistige Aktivität unserer Tiere“, erklärt Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. „Gleichzeitig erleben wir immer wieder, wie viel Neugier und sichtbare Freude diese natürliche Bereicherung auslöst.“ Alle verwendeten Bäume stammen aus kontrollierten, sicheren Quellen und sind unbehandelt. Private Spenden können nicht angenommen werden. „Gemeinsam mit unseren Partnern stellen wir sicher, dass die Weihnachtsbäume höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards entsprechen. Das Wohl der Tiere steht für uns an erster Stelle“, betont Knieriem. In diesem Jahr erhielt der Zoo Berlin insgesamt 200 nicht verkaufte Weihnachtsbäume. Und ein kleiner Tipp: Noch bis zum 10. Januar 2026 erstrahlt der Tierpark Berlin in einem besonderen Glanz: Weihnachten im Tierpark lädt mit funkelnden Lichtinstallationen, stimmungsvoller Musik und einer Eislaufbahn zu einem magischen Abendspaziergang ein.
Zoo Köln 05.01.2026
Kölner Zoo trauert – Asiatischer Elefant tot geboren, Mutter wohlauf
Trauer im Kölner Zoo: Am Morgen des 5. Januar wurde bei den Asiatischen Elefanten ein Jungtier geboren. Es kam aber leider tot zur Welt. Es wird heute noch in die Pathologie gebracht, um eine mögliche Ursache für den Tod festzustellen. Mutter ist die 31-jährige „Shu Thu Zar“. Vater ist „Bindu“, 56, einer der beiden Kölner Zuchtbullen. Bei dem Jungtier handelte es sich um die 16. Geburt eines Asiatischen Elefanten in Köln seit 2006. „Wir sind alle sehr traurig über diese Totgeburt. Wichtig ist, dass das Jungtier nicht im Körper verblieben ist, da dies die Mutter sehr gefährdet hätte. „Shu Thu Zar“ geht es soweit gut. Uns alle im Zoo macht es betroffen, dass zu 14 erfolgreichen Geburten eine Totgeburt hinzukommt – aber das kann vorkommen, in der Wildnis, wie im Zoo.“ sagt Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel. Dr. Sandra Marcordes, Tierärztin und Kuratorin für die Elefanten ergänzt: „Auch diese Geburt erfolgte wieder im natürlichen Familienverband. Die anderen Kühe haben „Shu Thu Zar“ zwar wieder unterstützt, aber man merkte sofort, dass etwas anders war als sonst. Anscheinend haben Elefanten einen sechsten Sinn.“ Erst am 7. März 2025 war das letzte Elefanten-Jungtier, der kleine „Taro“, im Zoo der Domstadt zur Welt gekommen. Er entwickelt sich wunderbar und wiegt mittlerweile rund 450 kg. Insgesamt leben 11 Asiatische Elefanten auf der 2 Hektar großen Anlage.
