Deborah Wilde: Vollmond für Anfänger (Rezension)

Dr. Raisa Montefiore hat ihr Leben der Entwicklung einer Formel gewidmet, die schwere Verbrennungen in Sekundenschnelle heilen kann – ein Versprechen an ihre verstorbene Zwillingsschwester Robyn.
Als ein Polizist bei einer Explosion in ihrem Labor schwer verletzt wird, rettet Raisa sein Leben mit ihrer experimentellen Formel. Mit ungeahnten Folgen: Inspector Gideon Stern verwandelt sich in einen Werwolf.
Die Labordaten sind zerstört, Raisas Mentor Dr. Woodman ist untergetaucht, und seine Spur führt sie und den widerwilligen Gideon in die Parallelwelt Hedon. Dort erwartet sie nicht nur die gefährliche Königin der Herzen, sondern auch die Wahrheit über Raisas eigene Vergangenheit.
Während Gideon mit seinem neuen Alltag kämpft, muss Raisa sich entscheiden: zwischen Loyalität, Rache – und einer wachsenden Zuneigung zu dem Mann, den sie unwissentlich verflucht hat.

Okay, ich hätte es wissen müssen. Hedon, das kenne ich. Es ist noch nicht so lange her, dass ich den zweiten Teil der JEZEBEL-FILES gelesen habe. Von dieser durchaus als amüsant zu bezeichnenden UrbanFantasyreihe gibt es inzwischen vier Bände und … sie sind damit abgeschlossen. Und obwohl VOLLMOND FÜR ANFÄNGER als eigenständig betrachtet werden kann, so tauchen auch Charaktere aus den JEZEBEL-FILES auf … und man sollte vielleicht vorher diese beendet haben (oder gar nicht lesen, ich bin mir nicht sicher ob ich das werde …), denn man könnte VOLLMOND FÜR ANFÄNGER auch als Fortsetzung der JEZEBEL-FILES sehen.
VOLLMOND FÜR ANFÄNGER ist ein spannender UrbanFantasy-Roman mit leichtem romantischen Knistern (aber es ist wirklich nur ein Knistern… es bleibt abzuwarten in wie weit sich Raisa und Gideon noch annähern, vor allem nach dem Ende, der ein bisschen Cliffhanger ist, aber trotzdem eine Geschichte beendet. Anhand des Klappentextes habe ich etwas anderes erwartet, vor allem nicht die starke Präsenz von Ash und Levi (aus den JEZEBEL-FILES). Als Werwolf-Roman kann man VOLLMOND FÜR ANFÄNGER nicht bezeichnen, es taucht ein Wolfswandler auf, das mag korrekt sein, aber ich hätte gedacht, dass der Werwolf-Aspekt einen größeren Teil im Roman einnimmt. Von Raisa und Gideon hätte ich gerne mehr lesen wollen, auf Ash und Levi hätte ich verzichten können. Beide tragen zwar durchaus zur Story bei, waren mir aber doch etwas zu stark präsent. Fans der FILES werden das vielleicht mögen, ich hätte mir mehr Eigenständigkeit erhofft. Zumal ich den Eindruck hatte, dass dadurch die interessanten Teile (Raisa und Gideon und das Problem mit der Wolfswerdung) etwas in den Hintergrund geraten. Werde ich weiterlesen? Vielleicht. Der Anfang war schon vielversprechend, und wer weiß wohin die Reise geht. Fans der JEZEBEL-FILES werden auf ihre Kosten kommen (vor allem aufgrund der Wiedersehensfreude der Protagonisten), Freunde von Werwolfgeschichten werden etwas enttäuscht sein und wer harte Romantasy erwartet … nun, ich bin ganz froh, dass es beim Knistern blieb). Auch hat die Story an sich ihre Schwächen. Manche Szenen sind zu lang, bei anderen hat man das Gefühl, das man etwas verpasst hat und Gideon ist ein bisschen … unausgegoren. Da passt der Charakter am Anfang nicht zu dem was aus ihm wird. Das war für mich nicht schlüssig. Wobei Raisa dagegen von Anfang an eine Protagonistin zum Gernhaben ist.
Abschließend kann ich sagen: Kann man lesen, muss man aber nicht (es gibt bessere Romane in diesem Genre … und ich erwähne auch hier gerne DIE WÄCHTER VON MAGOW … so hätte auch VOLLMOND FÜR ANFÄNGER sein können)

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(Rezensionsexemplar)

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