28.03.2025, Deutsche Wildtier Stiftung
Jetzt schon auf Grünland die Bodenbrüter und die Junghasen retten! So geht Wildtierschutz auf Wiesen und Weiden
Wer in diesen Tagen mit offenen Ohren an Wiesen und Weiden vorbei spaziert, kann den Gesang der Feld- und Heidelerchen schon hören. Mit etwas Glück lässt sich sogar ein Kiebitz entdecken, der aus seinem Winterquartier zurück ist. Die Bodenbrüter balzen dieser Tage und bald ist Brutzeit. Zeitgleich starten auch die Landwirte ihre arbeitsintensive Frühjahrssaison. Das schwere Gerät rollt auf die landwirtschaftlichen Flächen: Walzen, Striegel und Schleppen sind für Bodenbrüter und junge Hasen im Grünland eine große Gefahr. Gelege werden zerstört und die Hasen oft tödlich verletzt.
Doch jedes zerstörte Gelege der am Boden brütenden Vogelarten ist ein herber Verlust für den Artenschutz. Fast alle Bodenbrüterarten in Deutschland sind gefährdet, da ihre Bestände insbesondere aufgrund der intensiven Landwirtschaft rückläufig sind. So haben Rebhuhn und Kiebitz in den letzten 45 Jahren über 90 Prozent ihres Bestands eingebüßt. Der Wachtelkönig ist auf der Roten Liste der Vögel Deutschlands als „stark gefährdet“ eingestuft, der Große Brachvogel gilt sogar als „vom Aussterben bedroht“. Auch der Feldhase ist eine gefährdete Art.
„Ein wesentlicher Beitrag zum Schutz von Bodenbrütern und Junghasen könnte zukünftig aus den Reihen der Jäger kommen“, sagt Dr. Andreas Kinser, Leiter Natur- und Artenschutz bei der Deutschen Wildtier Stiftung. Denn sie starten ohnehin Ende April mit der Rehkitzsuche per Drohne und Wärmebildkamera. „Wenn einige Teams schon jetzt das Grünland vor jedem landwirtschaftlichen Arbeitsgang absuchen würden, könnten sie einen wesentlichen Beitrag zum Bodenbrüterschutz leisten und außerdem Tierleid verhindern“, so Kinser.
Eine Umfrage der Deutschen Wildtier Stiftung, der Deutschen Wildtierrettung und des Deutschen Jagdverbands hat gezeigt, dass Rehkitze mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 97 Prozent in einer Wiese gefunden werden können (hier klicken: https://bit.ly/41ErQXC). Dank Drohnentechnik können neben Rehkitzen aber auch Bodenbrüter oder Junghasen sicher aufgespürt werden – je früher im Jahr gesucht wird, desto größer sind die Erfolgschancen. „Auf einem Hektar Suchfläche wurden laut unserer Umfrage im Monat März fast zehnmal so viele Gelege von Bodenbrütern gefunden wie im Monat Mai“, sagt Andreas Kinser.
Wer also Anfang April das Grünland vor jedem landwirtschaftlichen Arbeitsgang absucht, kann die gefundenen Gelege mit Fähnchen markieren und so vor den Maschinen schützen. Junghasen werden behutsam und mit Handschuhen an den Wiesenrand gesetzt und können nach der Mahd von den Retterinnen und Rettern wieder auf die Fläche gebracht werden. Und wer noch keine Drohne hat: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert für Jäger auch in diesem Jahr die Anschaffung von Drohnen zur Jungwildrettung.
Kleine Bodenbrüter-Eierkunde
Manche Bodenbrüter bevorzugen Ackerland, andere Wiesen und Weiden. Die kleinsten Eier legt das Braunkehlchen (1,8 x 1,4 Zentimeter), die größten der Große Brachvogel (4,7 x 6,8 Zentimeter).
Auf Ackerland bebrütet die Feldlerche drei bis fünf hellbraune, dunkel gefleckte Eier (2,2 x 1,7 Zentimeter). Der Kiebitz legt drei bis vier gut getarnte olivgrüne bis braune Eier (4,5 x 3,2 Zentimeter). Zehn bis zwanzig gelblich bis olivfarbene Eier (3,5 x 2,5 Zentimeter) liegen in einem Rebhuhn-Nest.
Auf feuchten Wiesen und Weiden ist die Bekassine zu finden, deren Gelege aus drei bis vier hellbraunen bis olivgrünen, dunkel gefleckten Eiern (4 x 3 Zentimeter) besteht. Der Wachtelkönig legt acht bis zwölf cremefarbene Eier mit rotbraunen Flecken (3,6 x 2,6 Zentimeter). Weiterlesen
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