Die Matamata (Chelys fimbriata, Testudo fimbriata und Matamata, Chelys Matamata) erreicht eine Gesammtlänge von 1,3, nach Dumeril sogar 2,2 Meter, wovon dann 33 Centimeter auf den Kopf, 72 Centimeter auf den Hals und 11 Centimeter auf den Schwanz zu rechnen sind; die Länge des Panzers beträgt 1,23 Meter. Die Färbung der Oberseite ist ein fast gleichmäßiges Kastanienbraun, die der Unterseite ein schmutziges Grünlichgelb; die Platten zeichnen dunklere Bänder, die Unterseite des Halses sechs schwarze Längsstreifen.
Das Verbreitungsgebiet der Matamata beschränkt sich auf Guayana und Nordbrasilien; Spix fand sie hier in stehenden Gewässern des Amazonenstromes, Castelnau in diesem selbst, Schomburgk dort in des Flüssen Essequibo, Rupununi und Takutu wie in den Seen und Sümpfen der Savanne. Wo sie vorkommt, scheint sie häufig aufzutreten, ist daher auch allen europäischen Ansiedlern und Kreolen wohlbekannt, wird jedoch, ihres abschreckenden Aeußeren und abscheulichen Geruches halber von letzteren nur mit Abscheu angesehen und gemieden. »Es kann in der That kein häßlicheres Geschöpf geben«, sagt Schomburgk, »als eine solche Schildkröte, deren scheußliche Gestalt schon abschreckend ist, und welche außerdem durch greulichen, ekelhaften Geruch noch viel widriger wird. Der mit einer Menge ausgezackter Lappen besetzte rüsselförmige Kopf und Hals wie die mit gleichen, nur etwas kleineren Lappen behangenen Füße, welche sie ebenso wie jene unter den flachen Schild zurückziehen kann, erregten mir jedesmal den tiefsten Ekel, wenn ich sie antraf. Der in seiner Phantasie des Häßlichen so ausschweifende Höllenbrueghel hat keine solche Ausgeburt des Ekelhaften erfunden, als sie hier die Wirklichkeit gibt. Gewöhnlich hatte sich die Matamata am Rande des Wassers in den Sand eingewühlt, so daß das Wasser etwa fingerhoch über den Schild wegging, und schien dort bewegungslos auf Raub zu lauern; sie ließ sich auch, ohne sich zu bewegen, ergreifen; doch thaten wir dies des widerlichen Geruches halber nur selten. Unsere Karaiben fielen mit einer wahren Wuth über ihr Fleisch her.«
Frühere Beobachter behaupten, daß die Matamata von den an den Ufern wachsenden Pflanzen sich nähre und dieser Nahrung nur des Nachts nachgehe, ohne sich jemals weit vom Ufer zu entfernen. Diese Behauptung ist gewiß unrichtig; die Bedeckung der Kiefer mit einer lippenähnlichen wulstigen Haut widerspricht ihr ebenso entschieden wie Schomburgks Mittheilung. Weit glaublicher scheint mir die Angabe Pöppigs: »Sie nährt sich von kleinen Fischen und Fröschchen, liegt lauernd zwischen schwimmenden Wasserpflanzen, schwimmt schnell, vermag sogar Fische einzuholen und erhascht durch plötzliches Auftauchen kleine Wasservögel«. Möglicherweise dienen ihr die absonderlichen Anhängsel ihres Kopfes als Köder für leicht zu bethörende Fischchen, welche durch die wurmähnlichen Gebilde angelockt und dann von ihr ergriffen werden. Goutier hat, wie er versichert, ein Weibchen einige Zeit »sehr leicht« mit Gras und Brot erhalten, sagt aber freilich nicht, wie lange. Diejenigen, welche ich in Gefangenschaft sah oder selbst pflegte, nahmen keinerlei Nahrung an und starben immer binnen wenigen Wochen, langweilten auch durch ihre Lichtscheu und träge Ruhe jeden, welcher sie beobachtete. Ob andere glücklicher gewesen sind als ich, weiß ich nicht.
Die Vermehrung der Matamata soll schwach sein, das Fortpflanzungsgeschäft im allgemeinen nicht von dem verwandter Arten sich unterscheiden. Das Weibchen, welches Goutier pflegte, legte vor seinem Tode fünf Eier, von denen eins auskroch und zwar wider alle Erwartung in der Schublade, in welcher man sie aufbewahrt hatte.
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