Ignaz Netzer: Wie die Katzen auf den Blues kamen (Rezension)

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Alexander Gruber: Hasenherz (Rezension)

Tiermärchen vieler Völker
In dem Band sind Märchen aus vielen Ländern und Kulturen versammelt: aus Deutschland, der Türkei, aus dem Vorderen Orient, aus Russland, aus China, Vietnam, Japan, Indien und aus Afrika. Neben bekannten Klassikern lassen sich auch weniger bekannte Märchen entdecken, wie die titelgebende Geschichte aus der Türkei. Diese Tiermärchen sind für Kinder ebenso faszinierend wie für Erwachsene! Gesammelt und neu erzählt von Alexander Gruber.

Tiermärchen haben mich schon immer fasziniert, und als Kind habe ich sie gern gelesen … bis ich mich dann eher der Fantasy zugewandt habe mit Drachen, Einhörnern und Co. Dabei haben Märchen (und vor allem Tiermärchen) durchaus fantastische Aspekte. Weiterlesen

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2025 beschriebene „Amphibien“ der Urzeit

2025 beschriebene Dinosaurier
2025 beschriebene Reptilien der Urzeit (keine Saurier)

Platyhystrix rugosus, beschrieben 1910 (© N. Tamura)

Vieles, was man als Amphibien bezeichnet muss nicht zwangsläufig auch mit dem Begriff übereinstimmen, der heute allgemein für Frösche, Kröten, Molche, Salamander und Wühlen gebräuchlich ist. Und so gibt es vor allem in der Urzeit (was ja auch ein eher schwammiger und weit gefasster Begriff ist) zahlreiche Arten, die oberflächlich betrachtet wie Amphibien aussehen, aber nicht unbedingt mit ihnen verwandt sind.
Dazu gehören u. a. die Temnospondyli wie Platyhystix. Weiterlesen

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Seepferdchen im Titicacasee?

Ich bin kein Präastronautiker (wie es z. B. Erich Däniken war), aber ich habe großen Spaß an der Serie ANCIENT ALIENS. Allerdings weiß ich auch, dass diese Serie durchaus mit Vorsicht zu genießen ist und man die dort enthaltenen Fakten mit Vorsicht zu genießen hat. Aber … aus Sicht eines SF/Fantasy-Fans mag das durchaus einen gewissen Unterhaltungswert haben. Und manchmal finde ich sogar Themen, mit denen ich meinen Blog füttern kann. Und nein, ich werde jetzt nicht fantastisch, ich bleibe auf dem Boden der Tatsachen.
Reden wir also über Hippocampus titicacanensis, dem Seepferdchen des Titicacasees. Weiterlesen

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Trypanosoma brucei und die Schlafkrankheit

Trypanosoma brucei (ChatGPT)

Die Afrikanische Trypanosomiasis ist eine durch Unterarten von Trypanosoma brucei ausgelöste Tropenerkrankung, die auch als (Afrikanische) Schlafkrankheit bezeichnet wird. Sie kommt in den tropischen Gebieten Afrikas vor und wird von der Tsetsefliege übertragen, verursacht durch die in ihr lebenden Protozoen. Die Erkrankung verläuft in drei Stadien und wird meist chronisch: Einige Wochen nach der Infektion kommt es zu Fieber, Schüttelfrost, Ödemen, Lymphknotenschwellung sowie Hautausschlag und Juckreiz. Im zweiten Stadium nach einigen Monaten stehen Symptome des Nervensystems im Vordergrund: Verwirrtheit, Koordinations- und Schlafstörungen sowie Krampfanfälle. Im Endstadium fällt der Patient in einen schläfrigen Dämmerzustand (Schlafsucht), der der Krankheit ihren Namen gegeben hat. Der Nachweis der Erreger erfolgt mikroskopisch im Blut oder dem Liquor cerebrospinalis sowie mit immunologischen Methoden. Zur Behandlung stehen mehrere Wirkstoffe zur Verfügung. Weiterlesen

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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

16.03.2026, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Blaubein, Buntbein und Höhlenzwerg: Neun neue Spinnenarten entdeckt
Laos’ Kalksteinhöhlen sind Hotspots der Artenvielfalt: Senckenberg-Arachnologe Dr. Peter Jäger hat dort gemeinsam mit seinem Kollegen Liphone Nophaseud von der National University of Laos neun bislang unbekannte Spinnenarten entdeckt. Sie gehören zu drei Gattungen und zwei Familien; die Spinnenfamilie Ochyroceratidae konnte dabei erstmals für Laos nachgewiesen werden. Unter den Neubeschreibungen befinden sich winzige „Höhlenzwerge“, die ihre Eier oder Jungtiere in den Fangzähnen tragen, Spinnen mit farbig-schillernden Beinen und eine vollständig augenlose Art. Die Studie zeigt, wie wichtig die Karsthöhlen für den Schutz seltener Tierarten sind – und dass dort noch viele Entdeckungen warten.
Die Kalksteinhöhlen in Laos zählen zu den artenreichsten und zugleich empfindlichsten Ökosystemen Südostasiens: In den isolierten Karstlandschaften haben sich zahlreiche spezialisierte und teils ausschließlich dort vorkommende Tierarten entwickelt, die perfekt an Dunkelheit und nährstoffarme Bedingungen angepasst sind. Die Höhlensysteme fungieren damit als bedeutende Rückzugsräume für bedrohte Arten und spielen eine zentrale Rolle für die Biodiversität des Landes. „Wie wenig wir noch über diese Höhlen-Vielfalt wissen, zeigen unsere regelmäßigen Forschungsreisen in die Region. Tourismus und der Abbau von Kalkstein bedrohen die artenreiche Fauna, daher ist eine zeitnahe Dokumentation umso wichtiger“, erklärt Dr. Peter Jäger vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt und fährt fort: „In einer neuen Studie haben wir insgesamt neun neue Spinnenarten aus den Provinzen Vientiane, Khammouan und Champasak beschrieben sowie die Spinnenfamilie Ochyroceratidae erstmals für Laos nachgewiesen.“
Gemeinsam mit seinem Kollegen Liphone Nophaseud von der National University of Laos hat der Frankfurter Arachnologe die überwiegend in Höhlen lebenden Spinnen eingehend untersucht. „Die von uns ‚Höhlenzwerge‘ getauften Spinnen der Gattung Speocera sind winzige, nur etwa ein Millimeter große Spinnen, die ein interessantes Brutpflegeverhalten aufweisen. Ein Weibchen haben wir in seinem Deckennetz entdeckt, das es in die kleinen Hohlräume eines Stalagmiten gebaut hatte. Dort hielt es nur ein einzelnes Ei vorsichtig mit seinen Mundwerkzeugen fest. Wir erklären uns dieses Phänomen mit der geringen Verfügbarkeit von potenziellen Beutetieren in den Höhlen. So haben weniger, aber größerer Nachkommen eine bessere Chance, zu überleben und eine neue Generation zu bilden“, erläutert Jäger und weiter: „Ein anderes Weibchen konnten wir dabei beobachten, wie es zwei bereits geschlüpfte Jungspinnen mit den Giftklauen trug. Erstaunlich dabei: Die Jungtiere waren kurz nach ihrem Schlupf bereits fast halb so groß wie ihre Mutter.“
Auch Arten der Gattung Sinoderces legen offenbar eine stark reduzierte Anzahl an Eiern und verfolgen so eine ähnliche Strategie wie die Höhlenzwerge.
Aufgrund ihrer farbig schillernden Beine schlägt das laotisch-deutsche Forschungsteam für die Gattung Sinoderces den umgangssprachlichen Namen „Blaubein“ und für die Spinnenarten der Gattung Althepus „Buntbein“ vor.
„Eine der neuen Arten – Sinoderces phoukham oder das Phoukham-Blaubein – ist besonders bemerkenswert, da sie als erste der über 220 Arten der Familie Psilodercidae keine Augen besitzt, eine typische Anpassung an das Leben in Höhlen“, ergänzt Jäger. Die Sinoderces-Arten bauen allesamt extrem fragile Netze, die schon durch leichte Luftbewegungen zerstört werden. Deshalb leben sie nur unter Steinen oder in Höhlen – also in windgeschützten Lebensräumen. Das schränke die Ausbreitung von Sinoderces erheblich ein und könnte ihre starke regionale Begrenzung erklären, so die Forschenden. Die Areale dieser sogenannten Endemiten liegen teilweise nur wenige Kilometer auseinander und beschränken sich in Einzelfällen auf lediglich eine einzelne Höhle oder ein Höhlensystem.
Warum gerade in dieser Region so viele höhlenangepasste Arten vorkommen, sei noch unklar, heißt es in der Studie. Der Frankfurter Arachnologe hierzu: „Eine mögliche Erklärung hängt mit der Klimageschichte von Laos zusammen: Vor etwa 50 Millionen Jahren führte die Hebung des Himalayas zu klimatischen Veränderungen, woraufhin sich eine ausgeprägte Trockenzeit in Laos und benachbarten Ländern entwickelte. Arten, die feucht-warme Bedingungen bevorzugten, wurden möglicherweise in Höhlen zurückgedrängt, wo sie typische Höhlenanpassungen, wie den Verlust von Augen oder Pigmenten, entwickelten.“
Da viele Arten offenbar nur in sehr kleinen Gebieten vorkommen, halten die beiden Forschenden es für sehr wahrscheinlich, dass zukünftig noch zahlreiche weitere Arten in Laos entdeckt werden. „Unsere Neubeschreibungen unterstreichen die große Bedeutung der laotischen Karsthöhlen für den Artenschutz – nicht nur für Spinnen, sondern auch für andere wirbellose Tiergruppen“, resümiert Jäger.
Originalpublikation:
Jäger, P. & Nophaseud, L. (2026) Ochyroceratidae Fage, 1912 and Psilodercidae Machado, 1951 (Arachnida: Araneae) from Laos: nine new species, first records of Speocera Berland, 1914 for Laos and three new sexually dimorphic characters in Sinoderces Li & Li in Liu et al., 2017. Zootaxa, 5769 (1), 1–64. https://doi.org/10.11646/zootaxa.5769.1.1 Weiterlesen

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Portrait: Sandregenpfeifer

Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
Familie: Regenpfeifer (Charadriidae)
Unterfamilie: Eigentliche Regenpfeifer (Charadriinae)
Gattung: Charadrius
Art: Sandregenpfeifer (Charadrius hiaticula)

Sandregenpfeifer (Zoo Brno)

Der Sandregenpfeifer sieht seinem Verwandten, dem Flussregenpfeifer, sehr ähnlich. Der Sandregenpfeifer ist allerdings ein wenig größer und kräftiger. Ein ausgewachsener Sandregenpfeifer wird 18 bis 20 cm groß und wiegt 40 bis 80 g. Die Flügelspannweite ist 40 bis 55 cm. Der Sandregenpfeifer kann bis 11 Jahre alt werden. Ausnahmsweise werden Vögel dieser Art aber auch deutlich älter, wie Wiederfunde beringter Tiere belegen: Ein auf den britischen Inseln gekennzeichneter Sandregenpfeifer erreichte ein Alter von 20 Jahren und neun Monaten, ein in Deutschland gekennzeichnetes Tier 14 Jahre und acht Monate.
Sein Rücken ist graubraun und seine Unterseite ist weiß gefärbt. Der kurze Schnabel ist vorne dunkel und hinten gelb gefärbt. Seine Beine weisen eine gelbliche und die Augen eine schwarze Färbung auf. Der vordere Teil vom Kopf ist schwarz-weiß gezeichnet. Außerdem besitzt der Sandregenpfeifer ein breites schwarzes Halsband. Anders als der Flussregenpfeifer hat der Sandregenpfeifer eine weiße Flügelbinde, die man deutlich im Flug erkennen kann. Männchen und Weibchen sind ähnlich gefärbt, wobei Kopfmarkierung und Brustband der Weibchen oft viel Braun enthält. Weiterlesen

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Portrait: Todesotter

Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Überfamilie: Elapoidea
Familie: Giftnattern (Elapidae)
Unterfamilie: Seeschlangen (Hydrophiinae)
Gattung: Todesottern (Acanthophis)
Art: Todesotter (Acanthophis antarcticus)

Todesotter (Zoo Plzen)

Todesottern erreichen meist eine Länge von 50 bis 60 Zentimetern, maximal etwa einem Meter. Der Rumpf ist seitlich abgeflacht, kräftig und vipernartig plump. Der dreieckige Kopf ist flach, sehr breit und deutlich vom Hals abgesetzt. Über den kleinen Augen mit vertikal-elliptischer Pupille stehen auffällig winkelige, aufgerichtete Überaugenschilde. Die Giftzähne sind für eine Giftnatter ungewöhnlich beweglich und lang, sie messen sechs oder mehr Millimeter. Bei Bissen können sie daher senkrecht tief ins Gewebe eindringen.
Die in 21 bis 23 schrägen Reihen angeordneten Schuppen des Rückens sind glatt oder schwach gekielt. Die Körperoberseite ist meist hell- bis dunkelgrau oder rostbraun mit mehr oder weniger deutlichen, dunklen Querbändern und an die Umgebung angepasst. Der Bauch ist heller und trägt häufig zahlreiche dunkle Flecken. Er weist 110 bis 135 Bauchschilde, einen ungeteilten Analschild und 25 bis 60 Subcaudalschilde auf. Der Schwanz ist kurz und dünn, weiß oder cremefarben und endet in einem aufgerichteten dornartigen Fortsatz. Weiterlesen

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Portrait: Marderkaninchen

Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Hasenartige (Lagomorpha)
Familie: Hasen (Leporidae)
Gattung: Oryctolagus
Art: Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus)
Unterart: Hauskaninchen (Oryctolagus cuniculus forma domestica)

Marderkaninchen (Zoo Magdeburg)

Die Deckfarbe der Marderkaninchen (Typmarder) ist je nach Farbschlag braun oder blau in heller bis mittlerer Tönung. Über den Rücken zieht sich ein etwa 8 cm (Kleinmarder), beim Großmarder 8–10 cm breiter, nicht scharf abgegrenzter dunkler Streifen. Dieser Streifen beginnt nicht im Genick, sondern etwa dort, wo die auf den Rücken gelegten Ohren des Tieres enden. Auch Läufe und Blume der Marderkaninchen sind dunkel gefärbt, dabei soll die dunkle Farbe der Läufe über das Sprunggelenk reichen. Die Kopfzeichnung umfasst die Maske, die die Schnauze dunkel färbt und nicht über die Augenhöhe reicht, die Augen sind dunkel eingefasst. Die Ohren sind ebenfalls dunkel gefärbt, der Ansatz ist gut sichtbar. Unterhalb der Augen befindet sich der Backenpunkt, aus dem immer ein Tasthaar hervorgeht. Durch die Maske, Augeneinfassung und die Ohrenfärbung bildet sich auf der Stirn der Tiere das so genannte Marderkreuz, zwei sich kreuzende helle Streifen, die sich zwischen Augeneinfassung und Ohrensätzen quer über die Stirn und von der Maske bis in das Genick ziehen. Marderkaninchen werden bronzefarbig geboren, mit dem Fellwechsel erfolgt die Umfärbung zur rassetypischen Färbung, die bei späteren Fellwechseln wieder verwaschener wird, was die Zucht von Marderkaninchen für Ausstellungszwecke schwierig macht. Weiterlesen

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2025 beschriebene Reptilien der Urzeit

Reptilien der Urzeit (ChatGPT)

Immer wieder findet die Paläontologie neue Tierarten, nicht immer sind es Dinosaurier (denn oft wird vergessen, dass neben den Dinosauriern auch andere Tiere gelebt haben und es auch vor und nach den Dinosauriern Leben gab) und nicht immer sind es spektakuläre Funde (aber jeder Fund, mag er scheinbar noch so klein und unbedeutend sein, erweitert unser Wissen über das, was einmal war, und von dem wir nie wirklich wissen werden wie es war, denn … ZEITMASCHINEN gibt es nicht, und wird es nie geben, davon gehe ich zumindest aus). Und so wir lebende Tiere ständig neu beschrieben und entdeckt wurden, so gilt gleiches auch für Dinosaurier und andere Echsen, wie Fischechsen, Flugsaurier und ähnliches. Weiterlesen

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