- Asiatischer Elefant (Erlebniszoo Hannover)
- Kubaflamingo (Tierpark Hellabrunn)
- Mississippi-Alligator (Tierpark Berlin)
Die Ramsar-Konvention ist ein internationales Abkommen (1971), das den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Feuchtgebieten und ihren Ressourcen regelt. Sie definiert klar, was als Feuchtgebiet gilt. Demnach gibt es Feuchtgebiete in vielen Formen: temporär oder permanent, im Landesinneren oder an der Küste. Zu den natürlichen Feuchtgebieten zählen Seen und Flüsse, Grundwasserleiter, Sümpfe und Moore, Feuchtwiesen, Torfgebiete, Oasen, Ästuare, Deltas, Wattflächen, Küstenregionen einschließlich Mangroven und sogar Korallenriffe.
Aber auch künstlich angelegte Teiche (für Aquakultur, Wasserspeicherung, Wasseraufbereitung oder Dekoration), Reisfelder, Stauseen und Salinen gelten als Feuchtgebiete.
„Wetlands for Life“ heißt (nach Vietnamazing) die aktuelle Artenschutzkampagne der EAZA (der Europäischen Zoo- und Aquarienvereinigung). In jeweils für zwei Jahre angesetzten Kampagnen rückt die EAZA besonders bedrohte Tiergruppen oder Ökosysteme in den Mittelpunkt, um Spenden für Schutzprojekte zu generieren, umfassend zu informieren und zum Helfen bzw. Selbst-aktiv-werden aufzufordern. 2026 und 2027 werden die Feuchtgebiete der Erde, also Auen, Feuchtwiesen, Moore, Sümpfe, Teiche, Seen, Flüsse, Marschland und Mangroven, in den Fokus gestellt, denn es handelt sich um ganz besonders wichtige Biotope, auch für das Überleben des Menschen! Bei Feuchtgebiete handelt es sich um die am stärksten bedrohten Ökosysteme der Welt, sind jedoch auch für unsere Trinkwasserversorgung wichtig und sind für die Erhaltung der biologischen Vielfalt, die Klimaresilienz und die Lebensgrundlagen der Menschen von entscheidender Bedeutung. Flamingos dienen während der Kampagne „Wetlands for Life“ als wichtigste Botschafter, was sich auch im aktuellen Logo der Kampagne wiederspiegelt.
Die Kampagne bietet eine hervorragende Gelegenheit, die Vielfalt der Feuchtgebietsarten, von Insekten bis zu Dickhäutern, hervorzuheben und so den ökologischen Reichtum für Naturschutzbotschaften und -aktivitäten zu präsentieren. Neben Flamingos zählen zu den charakteristischen Feuchtgebietsarten, die häufig in den Mitgliedsinstitutionen der EAZA anzutreffen sind, Fische, Frösche (und andere Amphibien), Krokodile, Schildkröten, Otter, Pelikane und sogar Elefanten(!).
Mehr über die EAZA-Kampagne findet man hier.
Mehr zur Ramsar Convention gibt es hier.
Nebenbei bemerkt: Am 2. Februar ist Welttag der Feuchtgebiete.
Der Welttag der Feuchtgebiete oder Weltfeuchtgebietstag (englisch World Wetland Day) wird seit 1997 jährlich am 2. Februar im Gedenken an die Ramsar-Vereinbarung (Übereinkommen über Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel) begangen, die von der UNESCO angestoßen wurde. Der Gedenktag soll die öffentliche Wahrnehmung des Wertes und der Vorzüge von Feuchtgebieten verbessern.



