Zoo Hof 30.01.2026
Zootier des Monats Februar: Das Coburger Fuchsschaf
Mit seinem rotbraunen Kopf und dem goldschimmernden Vlies zählt das Coburger Fuchsschaf zu den ältesten und ursprünglichsten Schafrassen Deutschlands. Seine Wurzeln reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Charakteristisch sind der hornlose, schmale Kopf mit kurzem rotbraunem Haar sowie die schlanken, unbewollten Beine. Diese Färbung brachte der Rasse auch ihren Namen ein – sie erinnert an den Rotfuchs. Im vergangenen Jahrhundert ging der Bestand stark zurück, als Wolle und Schaffleisch wirtschaftlich an Bedeutung verloren. Heute steht das Coburger Fuchsschaf auf der Vorwarnstufe gefährdeter Nutztierrassen. Durch gezielte Zuchtprogramme und das Engagement vieler Halter konnte die Rasse jedoch erhalten werden. Auch der Zoo Hof beteiligt sich aktiv an der Erhaltungszucht und trägt damit zum Erhalt dieser seltenen bayerischen Schafrasse bei. Aufgrund ihrer Robustheit, Genügsamkeit und Trittsicherheit eignen sich die Tiere zudem hervorragend für die Landschaftspflege auf extensiven Flächen und in Naturschutzgebieten. Eine Besonderheit zeigt sich schon bei der Geburt: Die Lämmer tragen zunächst ein kastanien- bis rotbraunes Vlies. Erst im Laufe der ersten Monate hellt es sich auf und entwickelt helle bis goldene Schattierungen – daher stammt die Bezeichnung „Goldenes Vlies“. Die Wolle ist bei Handspinnern, Webern und Filzern sehr geschätzt. Aktuell gibt es im Zoo Hof zudem Jungtiere zu beobachten. Auch im Wesen überzeugen die Tiere: Coburger Fuchsschafe gelten als ruhig, gutmütig und sehr mütterlich. Die Mutterschafe zeigen einen ausgeprägten Schutzinstinkt gegenüber ihren Lämmern. Als mittelgroße, widerstandsfähige Schafe erreichen sie Schulterhöhen von rund 68 bis 80 Zentimetern und Gewichte zwischen 60 und 100 Kilogramm. Sie ernähren sich vor allem von Gras und Heu, die Tragzeit beträgt etwa fünf Monate, die Lebenserwartung rund zehn bis zwölf Jahre. Im Zoo lassen sich die Tiere besonders gut in der Gruppe beobachten – ruhig, aufmerksam und bestens an unsere Witterung angepasst. Ein Besuch bietet die Gelegenheit, eine selten gewordene Nutztierrasse aus nächster Nähe kennenzulernen.
Tiergarten Kleve 30.01.2026
Nachwuchs bei den Zwergottern im Tiergarten Kleve
Wichtiger Beitrag zum Erhalt einer gefährdeten Tierart Im Tiergarten Kleve gibt es erfreulichen Nachwuchs: Am 17.11.2025 wurde ein Zwergotter geboren. Das Jungtier ist mittlerweile rund zweieinhalb Monate alt und hat nun erstmals die geschützte Wurfhöhle verlassen. Damit ist es ab sofort auch für die Besucherinnen und Besucher des Tiergartens zu beobachten. Zwergotter sind sogenannte Nesthocker: Sie kommen blind und taub zur Welt und sind in den ersten Lebenswochen vollständig auf die Fürsorge ihrer Eltern angewiesen. Entsprechend wurde auch der Nachwuchs im Tiergarten Kleve in einer geschützten Wurfhöhle hinter den Kulissen im Zwergotterhaus geboren. Erst jetzt, mit einem Alter von etwa zweieinhalb Monaten, beginnt das Jungtier, seine Umgebung aktiv zu erkunden, und zeigt sich erstmals außerhalb der Wurfhöhle. Nun fand auch der erste tiermedizinische Gesundheitscheck des Jungtieres statt. Dabei wurden unter anderem das Geschlecht sowie das Gewicht von 730 Gramm festgestellt: Ein kleines Weibchen entzückt derzeit die Herzen der Tiergartenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Zudem erhielt der Nachwuchs routinemäßig einen Mikrochip zur eindeutigen Identifikation, der unter die Haut eingesetzt wurde. Muttertier ist die erfahrene Zwergotterdame Rina, Vater ist Leo. Zwergotter gelten laut der Roten Liste der IUCN als „gefährdet“. Die Bestände der kleinsten Otterart der Welt gehen in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet in Süd- und Südostasien seit Jahren zurück. Zu den Hauptursachen zählen der fortschreitende Verlust geeigneter Feuchtlebensräume, die Verschmutzung von Gewässern, die illegale Bejagung sowie der internationale Tierhandel. Zudem sind Zwergotter stark von intakten Ökosystemen abhängig, da sie vor allem in strukturreichen Fluss- und Mangrovenlandschaften leben. Der Nachwuchs im Tiergarten Kleve stellt daher einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser gefährdeten Tierart dar und unterstreicht die zunehmende Bedeutung zoologischer Gärten im modernen Artenschutz. „Jede erfolgreiche Nachzucht einer bedrohten Art ist ein wichtiger Schritt für den Artenschutz“, betont Tiergartenleiter Martin Polotzek. „Gerade bei Arten wie dem Zwergotter, deren Lebensräume in der Natur immer stärker unter Druck geraten, übernehmen zoologische Gärten eine zentrale Verantwortung, diese Tierarten auch für künftige Generationen zu bewahren. Außerdem unterstützen wir zahlreiche In-situ-Artenschutzprojekte, die die Lebensräume von Zwergottern und unseren anderen bedrohten Tierarten in der Wildbahn schützen.“
Zoo Magdeburg 30.01.2026
Fair Family-Gütesiegel für den Zoo Magdeburg
Zoologischer Garten Magdeburg erhält Auszeichnung für Familienfreundlichkeit Der Zoologische Garten Magdeburg wurde am 30.01.2026 vom Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. mit dem Fair Family-Gütesiegel ausgezeichnet. Patricia Claus, die Projektkoordinatorin des Verbandes kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD), überreichte dem Geschäftsführer des Zoologischen Gartens Magdeburg, David Pruß Ph.D., persönlich das Fair-Family-Gütesiegel mit zugehöriger Urkunde.„Die Verleihung des Fair Family-Gütesiegels zeigt, dass unser Engagement für Kinder- und Familienfreundlichkeit von der Gesellschaft honoriert werden. Seit der Einführung des kostenfreien Zoo-Eintritts für Kinder bis 12 Jahren im Jahr 2017 hat der Zoo Magdeburg kontinuierlich die Zoopädagogik erweitert und neue Angebote für Familien initiiert. In Sachsen-Anhalt ist der Zoo Magdeburg inzwischen der größte außerschulische Lernort in der Region“, freut sich der Zoo-Geschäftsführer, David Pruß Ph. D. Der kostenfreie Zoobesuch für Kinder bis 12 Jahre und für Jungendliche von 13 bis 17 Jahre der ermäßigte Zooeintritt von 9 Euro ist für den Zugang auf Naturschutz-Bildung der Artenschützer von Morgen wichtig. Patricia Claus ergänzt: „Der Zoologische Garten Magdeburg setzt ein starkes Zeichen für Familienfreundlichkeit in Sachsen-Anhalt. Mit dem Fair Family-Siegel würdigen wir sein vorbildliches Engagement, das gerade für Familien mit mehreren Kindern echte Teilhabe ermöglicht. Solche Orte machen unsere Gesellschaft lebenswerter – für alle Generationen.“ Um das Fair Family-Gütesiegel zu erhalten, müssen zahlreiche Kriterien erfüllt werden, darunter eine familienfreundliche Preispolitik, Angebote und Aktivitäten für die verschiedenen Altersgruppen, Barrierefreiheit und natürlich auch kinderfreundliches Personal. Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD) ist im Jahr 2011 aus der Initiative engagierter kinderreicher Familien entstanden. Er vertritt 1,6 Millionen Mehrkindfamilien in Deutschland und setzt sich in Politik, Wirtschaft und Medien für ihre Interessen ein. Der Verband versteht sich als Netzwerk von Mehrkindfamilien, die sich untereinander unterstützen und die Öffentlichkeit für ihre Anliegen erreichen wollen. Der Verband ist konfessionell ungebunden und überparteilich. Aktivitäten des Zoo Magdeburg für Familienfreundlichkeit (Auszug) Für Kinder bis 12 Jahre ist der Besuch des Zoologischen Garten Magdeburg kostenfrei. Der Zoo Magdeburg ist der größte außerschulischer Lernort in der Region und bietet als Bildungszentrum vielfältige Möglichkeiten im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globales Lernen. Zwei Kinderspielplätze (davon ein Abenteuerspielplatz mit Riesenrutschen und integriertem Ziegen-Streichelgehege), Kindergeburtstage (Themenauswahl nach Alter), Ferienprogramme, Kunterbuntes Spielplatzfest, großer Zoopädagogikbereich für Schulklassen (Projektarbeiten, Zoo-AG, Erfahrstationen und vieles mehr. MAMA/PAPA Cards ermöglichen den “frischgebackenen” Müttern/Vätern mit ihren Babys im 1. Lebensjahr den Zoo kostengünstiger zu besuchen (Bei Vorlage der MAMA/PAPA Cards gibt es die Zoo-Jahreskarte zum Preis von 40 Euro statt 64 Euro. Mit der Jahreskarte des Zoo Magdeburg bekommt der Nutzer weitere Rabatte in der Zoo-Gastronomie und im Zooladen. Die Jahreskarte wird auch im Zoo Halle akzeptiert.
Tierpark + Fossilium Bochum 30.01.2026
Liebe hoch 13: Ein warmer Ort gegen die Kälte der Einsamkeit
Neue Veranstaltung im Tierpark + Fossilium Bochum setzt bewusstes Zeichen für Nähe, Begegnung und Gemeinschaft im Winter Der Winter ist Rückzug. Die Tage sind kurz, die Abende lang. Treffen werden aufgeschoben, Nähe wirkt oft kompliziert oder anstrengend. Viele Menschen fühlen sich einsam – unabhängig von Alter, Beziehungsstatus oder Lebensphase. Studien zeigen seit Jahren: Einsamkeit ist längst kein Randphänomen mehr, sondern eine der zentralen sozialen Herausforderungen unserer Zeit. Laut aktuellen Erhebungen fühlen sich insbesondere in den Wintermonaten deutlich mehr Menschen sozial isoliert; Einsamkeit kann dabei ähnlich belastend wirken wie Stress oder chronische Erkrankungen. „Mit der neuen Veranstaltung „Liebe hoch 13“ am Freitag, 13. Februar 2026, wollen wir bewusst einen Gegenentwurf zu dieser sozialen Kälte schaffen. Als gemeinnützige Einrichtung sehen wir es als unsere besondere Verantwortung, Orte zu schaffen, an denen Menschen sich begegnen, sich gesehen fühlen und Gemeinschaft neu erleben können – gerade in Zeiten, in denen Einsamkeit zunimmt“, betont Zoodirektor Ralf Slabik. „Liebe hoch 13“ steht für ein weites Verständnis von Liebe: als Freundschaft, Fürsorge, Nähe, Zugehörigkeit und gemeinsames Erleben, nicht ausschließlich als romantische Beziehung. Die Veranstaltung ist kein Dating-Event, kein Matching, kein Erwartungsdruck, sondern ein Abend, der Nähe ermöglicht, ohne sie zu erzwingen. Im Tierpark Bochum dürfen Menschen einfach zusammenkommen: allein, mit Freundinnen oder Freunden, als Paar oder als Familie. Eine Kinderbetreuung von 17:00 bis 19:00 Uhr ist im Eintrittspreis inklusive (Achtung: Plätze sind limitiert und eine Anmeldung über die Website des Tierparks ist erforderlich!). An einer Spieleausgabe können Gesellschaftsspiele ausgeliehen und anschließend im Aquarienhaus an gemütlichen Tischen in ruhiger Atmosphäre gemeinsam gespielt werden. „Liebe hoch 13“ versteht sich als Einladung zum Auftauen. Mit Musik, Gesprächen, stimmungsvoller Beleuchtung und tierischen Kurzführungen zum Liebesleben der Tiere (Ü18) sowie einer kindgerechten Sonderführung entsteht eine Atmosphäre, die Begegnung leicht macht. Begleitet wird der Abend von Live-Musik und kulinarischen Angeboten des Restaurant Franz Ferdinand – von Flamingo Spritz über Käsespätzle bis hin zu Kaffeespezialitäten. Ein kleines, aber aussagekräftiges Detail sind die Pinguin-Pins: Wer möchte, trägt einen Anstecker, der signalisiert, ob man offen für Gespräche, neue Bekanntschaften oder einfach für einen ruhigen gemeinsamen Abend ist. Freiwillig, sichtbar, ohne Druck. Pinguine stehen für Kälte – und für Nähe. Für das Prinzip, dass Gemeinschaft auch unter widrigen Bedingungen entstehen kann. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender sozialer Erschöpfung setzt „Liebe hoch 13“ ein bewusstes Zeichen. Während viele soziale Formate auf Leistung, Optimierung oder Romantisierung abzielen, geht es hier um etwas anderes: um Zugehörigkeit ohne Zielvorgabe. Ein bisschen Frühling mitten im Winter. Infobox: Early-Bird-Special Wer sein Ticket bis 05.02.2026 online bucht, erhält direkt im Shop einen Gutschein für einen zusätzlichen Tierpark-Besuch im Zeitraum 14.02.–15.03.2026. Early-Bird-Tickets sind ausschließlich online über den Ticketshop des Tierparks erhältlich. Tickets sind limitiert – jetzt buchen und doppelt freuen! Eintrittspreise Erwachsene: 15 € Kinder (3–17 Jahre): 10 € Kinder unter 3 Jahren: frei Inhaber einer Jahreskarte oder gültigen RuhrTop.Card: zzgl. 5 € pro Person Organisatorische Informationen Datum: Freitag, 13.02.2026 Ort: Tierpark + Fossilium Bochum, Klinikstr. 49, 44791 Bochum Öffnungszeiten Tierpark am 13.02.2026: 9:00–21:30 Uhr Veranstaltungszeit: 17:00–21:30 Uhr Letzter Einlass: 19:30 Uhr Tickets: ab sofort online, ab 06.02.2026 auch an der Kasse erhältlich Programmänderungen vorbehalten!
Zoo Leipzig 30.01.2026
Koala-Taufe vollzogen Inala heißt Erlingas Tochter
Mit einem besonders schmackhaften Strauß Eukalyptus woodiwardi wurde heute Morgen Erlingas (4) Tochter auf den Namen Inala getauft. Der Name Inala hat sich mit 44,7 Prozent der Stimmen knapp durchgesetzt. Auf dem zweiten Platz landete der Vorschlag Ruby mit 41,4 Prozent. „Dank des Votings ist uns die finale Namensentscheidung abgenommen worden. Es wurden so viele kreative Namen eingereicht, dass es uns schwerfiel, allein die drei Kandidaten für das Voting auszuwählen. Vielen Dank an alle, die uns dabei unterstützt haben. Inala passt hervorragend und bedeutet Frieden und steht in der Sprache der Aborigines für einen ´friedlichen Ort´“, erklärt Tierpfleger Philipp Hünemeyer. Die Tochter von Youma (5) und Erlinga hat sich seit ihrer Geburt im Frühsommer letzten Jahres bestens entwickelt. Sie zeigt sich zunehmend interessiert an ihrer Umgebung, wird lebhafter und kletterfreudiger und frisst bereits am Eukalyptus mit. Das Koalaweibchen ist als Erstgebärende eine äußerst liebevolle Mutter, die auch Vertrauen zu den Tierpflegern hat und zulässt, dass diese Inala bereits allein wiegen. Aktuell bringt sie 1100 Gramm auf die Waage. Koalas sind in Australien laut IUCN als gefährdet eingestuft. Lebensraumverlust durch Abholzung und Bebauung sowie die verheerenden Buschbrände infolge des Klimawandels setzen der Art stark zu. Die Population ist in den vergangenen Jahren dramatisch zurückgegangen. „Jedes einzelne Jungtier, das in Zoos geboren wird, ist für das europäische Erhaltungszuchtprogramm dieser Art von enormer Bedeutung. Siesind nicht nur Botschafter ihrer bedrohten Art, sondern bilden auch eine lebenswichtige Reservepopulation, die Hoffnung für den Erhalt dieser einzigartigen Tiere gibt“, bewertet Seniorkurator Ariel Jacken den zweiten Zuchterfolg seit Beginn der Koalahaltung im Jahr 2016.
Tierpark Hellabrunn 30.01.2026
Valentinstag im Tierpark: Wenn die Liebe durch den Zoo spaziert….
Am Valentinstag wird es romantisch im Tierpark Hellabrunn: Bei einer exklusiven Abendführung unter dem Motto „Liebe und Beziehungen im Tierreich“ entdecken Paare die faszinierende Vielfalt tierischer Zuneigung. Wenn sich der Zoo langsam in die Dämmerung verabschiedet, öffnet sich eine Welt voller Nähe, Rituale und überraschender ‚Liebesgeschichten‘.Ein erfahrener Zoo-Guide nimmt die Teilnehmenden mit auf eine stimmungsvolle Tour durch den abendlichen Tierpark und erzählt von beeindruckenden Paarungsstrategien, lebenslanger Treue und ungewöhnlichen Beziehungsmodellen im Tierreich. Ob monogam, leidenschaftlich oder pragmatisch: Die ‚Liebe‘ zeigt sich bei Tieren in ebenso vielen Facetten wie bei uns Menschen. Eine Führung, die berührt, zum Schmunzeln einlädt und neue Perspektiven auf das große Gefühl eröffnet. Im Anschluss an den romantischen Rundgang klingt der Abend bei einem Candle-Light-Dinner im Tierparkrestaurant aus. Ein liebevoll zusammengestelltes Dreigänge-Menü bietet den perfekten Rahmen, um das Erlebte gemeinsam nachklingen zu lassen. Diese besondere Valentinsführung ist ein außergewöhnliches Erlebnis für Paare, die den Tag der Liebe einmal anders verbringen möchten: naturnah, emotional und unvergesslich. Hier die wichtigsten Punkte in Kurzform: Valentinstags-Führung für Paare zum Thema „Liebe und Beziehungen im Tierreich“ mit anschließendem Candle-Light-Dinner, Termin: 14. Februar 2026, Beginn 18:00 Uhr (Einlass ab 17:45 Uhr), Dauer: ca. 60 Minuten Führung, anschließend Dreigänge-Menü, Kosten: 119,50 Euro pro Person (Vorverkaufskarten, Jahreskarten und Gutscheine sind nicht anrechenbar), Sprache: Deutsch, Hinweis: Ab Dämmerung sind Taschenlampen, blinkende Schuhe und andere Lichtquellen nicht erlaubt. Hunde können nicht mitgebracht werden., Anmeldefrist: bis 6. Februar 2026 auf der Webseite des Tierpark Hellabrunn hellabrunn.de/offene-fuehrungen Ein Abend, der zeigt: Liebe liegt nicht nur in der Luft, sondern auch zwischen Gehegen, Pfoten und Herzen.
Opel-Zoo Kronberg 30.01.2026
„Reverse the Red“: Internationaler Aktionstag für die Erhaltung bedrohter Arten
Angebote für Besucher im Opel-Zoo am 7.2.2026 Die Erhaltung bedrohter Arten steht am Samstag, dem 7. Februar 2026 im Fokus verschiedener Aktionen im Opel-Zoo sowie in vielen weiteren teilnehmenden Zoos weltweit. Von 10-16 Uhr können die Besucher an Indoor-Infostationen spielerisch erkunden, welche verschiedenen Möglichkeiten der Opel-Zoo nutzt, um zum Schutz gefährdeter Arten beizutragen. Auch eine Öffentliche Sonderführung mit dem Titel „Reverse the Red: Artenschutz im Opel-Zoo“ wird angeboten. Sie beginnt um 15 Uhr. „Reverse the Red“ – „das Rot umkehren“ ist der Name einer weltweiten Initiative, in der der Weltzoo- und Aquarienverband WAZA, die Weltnaturschutzorganisation IUCN und viele weitere Partner alle Kräfte bündeln, um den rasanten, vom Menschen verursachten Artenschwund auf der Erde einzudämmen. Denn die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist ein zentrales Zukunftsthema und eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft, während immer mehr Arten auf der Roten Liste der bedrohten Arten stehen. Mit dem Aktionstag am 7. Februar lenken die Akteure von „Reverse the Red“ auf ihre gemeinsamen Anstrengungen, diesen Trend umzukehren. Mit ihrer Expertise, von der Ausrottung bedrohte Tierarten zu halten, zu pflegen und zu züchten, sind Zoologische Gärten ein wesentlicher Teil dieses Artenschutz-Netzwerks. Auch der Opel-Zoo kann so bedeutend zum Schutz wildlebender Tierarten beitragen. Am Beispiel der Brillenpinguine verdeutlichen fünf große Tafeln zwischen dem Haupteingang und der Pinguinanlage am Wochenende um den Aktionstag die Situation der einzigen Pinguine Afrikas. Zugleich wird erklärt, wie der Opel-Zoo zu ihrer Erhaltung beiträgt. Erst im Oktober 2025 hatte die Internationale Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) Alarm geschlagen: bei über 60% aller Vogelarten weltweit sinken die Bestände, auch der Brillenpinguin gehört dazu. Die im Opel-Zoo lebenden Tiere sind Teil des Erhaltungszuchtprogramms (Europäisches Ex-situ Programm, EEP) für Brillenpinguine. Falls die Bedingungen für ihre wildlebenden Artgenossen in ihren Herkunftsregionen nicht schnell genug verbessert werden können, bilden die in Menschenobhut lebenden Vertreter eine Reservepopulation von zunehmendem Wert für das Überleben der Art. Sie werden der Natur erst zurückgegeben, wenn die Ursachen der Bedrohung verschwunden sind, eventuell auch erst in vielen Jahren.
Dass es gelingen kann, bedrohte Arten wieder „aus den Roten Zahlen“ zu holen, zeigen erfolgreiche Beispiele wie die Wiederansiedelung der Bartgeier im Alpenraum oder der Waldrapp. Dieser galt in Europa bereits als ausgestorben, konnte in den letzten Jahrzehnten aber erfolgreich wieder angesiedelt werden und so zeigen die Bestände des charismatischen Zugvogels inzwischen wieder einen Aufwärts-Trend. Unter den ausgewilderten Nachzuchten waren auch 26 Waldrappe aus dem Opel-Zoo.
Die Infostationen im Opel-Zoo sind am 7. Februar im Zoo nahe der Brillenpinguin-Anlage im Schulungsraum der Zoopädagogik unter dem Restaurant „Lodge“ zu finden und laden alle Besucher zum Entdecken der vielseitigen Aktivitäten ein. Die Öffentliche Sonderführung um 15 Uhr ist für die Besucher kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Tierpark Berlin 30.01.2026
Tierpark Berlin: Oma und Opa gehen auf uns!
Im Februar 2026 kostenloser Eintritt für Personen ab 65 Jahren
Während der Januar traditionell von Nachrichten über Preiserhöhungen und steigende Kosten geprägt ist, setzen die Zoologischen Gärten Berlin zu Beginn des neuen Jahres bewusst ein anderes Zeichen. So ist keine Erhöhung der Eintrittspreise von Zoo, Aquarium und Tierpark Berlin geplant. Darüber hinaus lädt der Tierpark als Zeichen des gesellschaftlichen Zusammenhalts und als Dankeschön an die Berliner*innen alle Personen ab 65 Jahren im Februar 2026 zu einem kostenfreien Besuch ein. Unterstützt wird diese Aktion von der Berliner Morgenpost und 105‘5 Spreeradio. „Gerade in herausfordernden Zeiten ist es uns wichtig, etwas zurückzugeben“, betont Tierpark- und Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. „Mit dieser Aktion möchten wir ein Dankeschön an Berlin aussprechen. Der Tierpark ist ein Ort für alle Generationen und wird seit jeher von der großen Unterstützung vieler Berlinerinnen und Berliner getragen. In der Vergangenheit war diese Solidarität für den Tierpark überlebenswichtig und sie wird es auch in Zukunft bleiben.“ Der kostenfreie Eintritt gilt für alle Gäste ab 65 Jahren an allen Tagen im Februar 2026. Um Wartezeiten vor Ort zu vermeiden, empfiehlt der Tierpark, die kostenlosen Tickets vorab online zu buchen. Tickets sind auch an den Kassen vor Ort erhältlich, hier kann es jedoch zu Wartezeiten kommen. Bei der Einlösung des Tickets ist ein Lichtbildausweis mit Altersnachweis vorzulegen. Mit seiner weitläufigen Parklandschaft und den zahlreichen Tierarten bietet der Tierpark Berlin ideale Bedingungen für einen spannenden Winterspaziergang – sowohl allein als auch gemeinsam mit den Enkelkindern. „Ich würde mich freuen, wenn unsere Einladung viele Menschen, die bisher noch nicht bei uns waren, zu einem Tierparkbesuch mit der ganzen Familie animiert. Denn schnell wird man herausfinden, dass unser Tierpark zu jeder Jahreszeit besondere Erlebnisse bietet“, ergänzt Knieriem. Zu dieser Aktion wird sogar die beliebte Tierpark-Bahn aus dem Winterschlaf ‘geweckt‘. Jeweils samstags und sonntags bricht sie um 13 Uhr zu einer 60-minütigen Sonder-Rundfahrt mit neuem Streckenverlauf auf. Die gesamte Tour wird von einem Guide live kommentiert. Die limitierten Tickets sind im Online-Shop des Tierpark Berlin erhältlich. Auch das Terrassencafé Kakadu wird an den Wochenenden im Februar außerplanmäßig geöffnet sein. Auch seitens der Politik wird die Aktion mit Blick auf die wirtschaftliche Wirkung ausdrücklich unterstützt. „Wenn der Tierpark Berlin in einer ruhigen Zeit mehr Menschen anzieht, gewinnt am Ende die ganze Umgebung: der Park selbst, die Gastronomie und der Bezirk. Genau darum geht es bei dieser Aktion“, betont Finanzsenator Stefan Evers. Der Winter gilt als die ruhigste Jahreszeit im Tierpark Berlin. Dabei zeigen sich viele Tiere auch im Winter aktiv. Besonders kältetolerante Arten, wie Eisbären, Elche und Co., sind ganzjährig draußen zu beobachten. Den wärmeliebenden Tierpark-Bewohnern kann im Regenwaldhaus, Giraffenhaus oder Affenhaus ein Besuch abgestattet werden. Der Tierpark Berlin hat derzeit täglich von 9 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet, letzter Einlass findet um 15:30 Uhr statt. Vom 2. bis 8. Februar 2026 sind in Berlin zudem die Winterferien.
Tierpark Dessau 30.01.2026
Jahresrückblick 2025 und Ausblick auf 2026
Im Tierpark Dessau kann man auf ein gutes Jahr zurückblicken. Insgesamt statteten 118.760 Besucherinnen und Besucher im vergangenen Jahr 2025 der Einrichtung einen Besuch ab. Davon auch über 2.000 in Begleitung eines Hundes. Von der Gesamtbesucherzahlerschienen 11.830 Gäste ausschließlich zum Kulturgenuss, zu den Veranstaltungen des Anhaltischen Theaters, des Sommerkinos und den Aktionen und Darbietungen im Mausoleum. Im Vergleich zum Vorjahr 2024 reduzierte sich die Gesamtbesucherschar 2025 um 8.755 Besucher. Durch die zusätzlichen Veranstaltungen wie der Saisoneröffnung des Anhaltischen Theaters in Gemeinschaft mit dem Bauhausfest, aber auch dem neu hinzugekommenen Adventssingen kam es bei der Anzahl der Veranstaltungsgäste allerdings zu einer Steigerung auf4.673 Personen, die die Gesamtminderung der Jahresbesucherzahl auf 4.082 Besucher reduzierten. „Wir sind mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden. Die Gründe für die geringeren Besucherströme liegen vermutlich auch bei den städtischen Haushaltsproblemen, mit denen auch der Tierpark zu kämpfen hat.“ kommentiert Tierparkleiter Dipl.- Biol. Jan Bauer das Jahresergebnis. Trotzdem hat das Tierparkteam im letzten Jahr allerhand geleistet. Nur die dazugehörigen Veranstaltungs- und Marketingmaßnahmen konnten nicht, wie in den Jahren zuvor, im vollen Umfang umgesetzt werden, so dass es auch in der Außenkommunikation zu einzelnen Engpässen kam. Besonders positiv hervorzuheben ist der Pächterwechsel im gastronomischen Bereich und die beginnenden Umbaumaßnahmen in der Waldschänke. Während im Sommer 2025 der Kioskbetrieb bereits wieder aufgenommen wurde, wird die Gaststätte erst 2026 wiedereröffnet. Der Tierpark Dessau bleibt auch aus wirtschaftlicher Sicht einer der wichtigen sogenannten „weichen Standortfaktoren“ für die Stadt Dessau-Roßlau und die Regionen Anhalt, südliches Brandenburg und nördliches Sachsen. Aufgrund seiner Popularität und der Qualität der Einrichtung konnte man sich im Tierpark auch 2025 wieder über die großartige Unterstützung seitens der Bevölkerung freuen. Neben vielen reinen Geldspenden kam es auch 2025 zu etlichen Tier-, Baum- und Bankpatenschaften. Im Bestand wurden zum Jahresende 537 Tiere in 104 Arten gezählt. Interessante Neuzugänge waren zum Beispiel ein Paar der in ihrer Heimat vor dem Aussterben bedrohten „Vietnamfasane“, ein Paar „Amurdrosseln“ und ein Paar „Blaulatzaras“. Durch eine Sicherstellung durch das Veterinäramt gelangten drei „Spanische Rippenmolche“ und zwei kleine „Armmolche“ in die Obhut des Tierparks. Mit dem Einzug von sechs „Lachsroten Regenbogenfischen“ werden den Besuchern nach mehreren Jahren Pause nun auch wieder Fische im Bestand präsentiert. Ansonsten ergänzte sich der Tierbestand durch Ankauf und Tausch sowie die Vergrößerung der Zuchtgruppen. Besonders stolz und glücklich war man im Tierpark über drei Erstnachzuchten. So stellte sich erstmals Nachwuchs bei den Dromedaren, den Mandschurenkranichen und den Vietnamfasanen ein. Neben dem Dromedarnachwuchs HENRI, dem Mandschurenkranichnachwuchs HEIKE, den beiden Wasserschweinen HIP und HOP und dem Kattanachwuchs HUDSON waren die beiden Ussurischen Kragenbären HEINRICH und HENRIETTE und die beiden Rentierkälber HEDDA und HANJA wohl die populärsten Jungtiere und absoluten Besucherlieblinge. Weiterhin gab es auch zahlreichen Nachwuchs bei den Guanakos, den Präriehunden, den Wildmeerschweinchen, den Kaninchen, den Vorwerkhühnern, den Pommernenten, den Sibirischen Uhus, den Fasanen und den Nandus. Rein baulich hat sich 2025 im Tierpark Dessau so Einiges getan. Beispielsweise wurden die alten Affenkäfige für die Haltung der beiden Ara-Arten umgebaut. Die „Tierparkfreunde“ unterstützten die Einrichtung sowohl finanziell, als auch personell bei verschiedenen Veranstaltungen und Baumaßnahmen. Besonderes große fiel die Hilfe für den Tierpark seitens des Fördervereins aus beim Umbau der Rentieranlage, dem Bau von Außenvolieren an das Entenhaus und bei der Herausgabe des 1. Tierparkheftchens, einer neuen Publikationsreihe. Erwartungsvoll blickt Tierparkleiter Jan Bauer mit seinem Team auf die kommenden Monate. „Wir sind sehr gespannt auf den bevorstehenden Nachwuchs vor allem bei den Hühnergänsen, aber auch den vielen anderen Tieren, die den Frühling im Park besonders lebendig und schön zeigen, neben den grünenden Bäumen, Sträuchern und zahlreichen Blumen. Auch 2026 soll es eine Vielzahl an interessanten und beliebten Veranstaltungen im Tierpark Dessau geben. Neben den etablierten Formaten wie dem Herbstmarkt, dem Sommerkino und dem Sommertheater, ist auch wieder ein Tierparkfest geplant.
Zoo Hof 29.01.2026
Neue Wirtin im Hofer Zoocafé
Petra Kosova ist die neue gute Seele des Zoos. Bei einer symbolischen Schlüsselübergabe im Zoologischen Garten Hof übergibt Zooleiter Michel Vollprich den Schlüssel an die neue Café-Leitung Petra Kosova. Die erfahrene Gastronomin bringt rund acht Jahre Erfahrung aus der Sterneküche mit und hat viele neue Ideen. „Als große Tierfreundin freue ich mich, in einer so schönen Umgebung zu arbeiten, den besonderen Ort im Zoo weiterzuentwickeln und neue Gäste willkommen zu heißen.“ Im Zoocafé des Zoologischen Gartens Hof beginnt damit ein neues Kapitel: Mit einer neuen Leitung, einem frisch renovierten Gastraum und einem überarbeiteten gastronomischen Konzept startet das Café in eine Phase voller frischer Ideen und neuer Angebote. „Wir sind sehr glücklich, einen so engagierten und herzlichen Menschen in unserem Team aufnehmen zu dürfen. Frau Kosova bringt viel Erfahrung mit und ist jetzt schon die gute Seele des Zoos“, so Zooleiter Michel Vollprich. Mit neuem Konzept „Tierisch gut essen“ und einer engagierten Leitung soll das Zoocafé künftig noch stärker als Treffpunkt für Zoobesucherinnen und Zoobesucher sowie für Gäste aus der Region wahrgenommen werden. Auch Geburtstagsfeiern und Beerdigungen sind möglich. Das neue Konzept setzt auf Abwechslung, Qualität und Frische. Gäste dürfen sich auf variierende Tagesgerichte freuen, die regelmäßig wechseln und saisonale Impulse aufgreifen, ohne auf die beliebten Klassiker zu verzichten. Zusätzlich werden neue Formate angeboten: So findet zum Beispiel freitags ein Seniorenessen von 11.30 bis 14.00 Uhr statt. Und es gibt einen neuen Sonntagsbrunch, der in Hof seinesgleichen sucht. Er wird unter vorheriger Anmeldung von 10.00 bis 14.00 Uhr angeboten. (Reservierungen sind per E-Mail unter cafe@zoo-hof.de möglich.) Auch hinter den Kulissen wurde viel modernisiert und umgebaut. Der Gastraum hat somit eine neue Aufmachung mit neuen Aquarien bekommen. Ein Besuch im neu gestalteten Zoocafé lohnt sich – neues Ambiente, neue Leitung und viele leckere Gerichte warten auf die Gäste.
Zoo Heidelberg 29.01.2026
Gestreift, gesund und munter
Erstuntersuchung beim Tiger-Nachwuchs im Zoo Heidelberg Rund zwei Monate nach der Geburt der beiden Sumatra-Tiger stand im Zoo Heidelberg ein wichtiger Termin an: die tierärztliche Erstuntersuchung des Nachwuchses. Zoo-Tierärztin Dr. Barbara Bach nahm die beiden Jungtiere genau unter die Lupe – mit erfreulichem Ergebnis. Beide Tiger sind gesund und entwickeln sich sehr gut. Auch das Geschlecht der beiden wurde festgestellt. Es sind zwei Weibchen. Im Raubtierhaus ist es mucksmäuschenstill. Gebannt wartet das Team aus Tierärztin, Tierpflegern und Azubis darauf, dass der stellvertretende Revierleiter Manuel Stumpf das erste der zwei Tigerjungtiere auf den Behandlungstisch setzt. „Heute steht die große Erstuntersuchung der zwei kleinen Sumatra-Tiger an. Bislang entwickeln die beiden sich sehr gut, aber heute werden wir sie das erste Mal von Nahem durchchecken und das Geschlecht bestimmen“, so Stumpf. Während der Untersuchung verhalten sich die zwei kleinen Tiger vorbildlich. „Etwas Fauchen gehört auch dazu und ist für uns sogar nützlich. Schließlich wollen wir auch das Gebiss der Kleinen kontrollieren“, erklärt Zoo-Tierärztin Dr. Barbara Bach. Neben den Zähnen checkt sie auch die Augen, das Herz, die Lunge, das Gewicht und natürlich das Geschlecht der rund zwei Monate alten Tiger. Auf die Verkündung von Letzterem wartet das Zoo-Team bereits gespannt. Die Tierärztin teilt der Runde mit: „Wir haben hier zwei weibliche, gesunde Sumatra-Tiger!“ Der Nachwuchs wird künftig eine wichtige Rolle im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Sumatra-Tiger spielen. Diese kleinste Tigerunterart gilt als hoch bedroht. Der Bestand der Tiger ist durch Wilderei und den Verlust ihres natürlichen Lebensraums auf der indonesischen Insel Sumatra drastisch gesunken. Jeder Nachwuchs in wissenschaftlich geführten Zoos trägt daher zum langfristigen Erhalt der Population bei. Nach der Untersuchung kehren die Jungtiere direkt zu ihrer Mutter zurück. Das Tierpflegerteam beobachtet die kleine Familie weiterhin aufmerksam, hält sich aber bewusst im Hintergrund. Besucher haben in den kommenden Wochen immer öfter die Chance die Jungtiere zu sehen, da die Geschwister zunehmend aktiver werden.
Alpenzoo Innsbruck 29.01.2026
Ina auf großer Reise – Alpenzoo beteiligt sich an internationalem Wisent Auswilderungsprojekt
Der Alpenzoo Innsbruck beteiligt sich gemeinsam mit dem Tierpark Berlin und dem WWF an der bislang größten Wisent-Umsiedlung in den Kaukasus seit Projektbeginn. Gemeinsam mit weiteren Wisenten aus anderen zoologischen Gärten wurde die Wisentkuh Ina im Rahmen des Wiederansiedlungsprojekts Return of the European Bison to the Caucasus in den Shadagh-Nationalpark in Aserbaidschan überführt. Ina wurde 2022 im Alpenzoo geboren und wuchs dort in der Wisentherde auf. „Sie ist besonders durch ihr forsches und selbstbewusstes Verhalten aufgefallen. Es freut uns ganz besonders, sie nun in ein Leben in der Wildnis zu entlassen – und damit zum Erhalt ihrer ganzen Art beizutragen. Dem Alpenzoo sind Auswilderungsprojekte ein zentrales Anliegen, da moderne Zoos nicht nur Orte der Bildung und Forschung sind, sondern auch eine aktive Rolle im Artenschutz übernehmen”, sagt Dr. Andre Stadler, Direktor des Alpenzoo, “Der Nationalpark ist wirklich beeindruckend und fast so groß wie Tirol. Im vergangenen Jahr durfte ich mir bei meinem Besuch des Projektes selbst ein Bild davon vor Ort machen“. Im Sommer 2024 übersiedelte Ina in den Tierpark Berlin, wo sie gemeinsam mit weiteren Tieren auf die Auswilderung vorbereitet wurde. In dieser Zeit wurde sie behutsam in die künftige Herde integriert, medizinisch betreut und auf den Transport sowie das Leben in der Wildnis vorbereitet. Das Wisent war in den 1920er Jahren aus der Wildniss verschwunden und überlebte nur mit Hilfe von zoologischen Einrichtungen. Ziel des internationalen Projekts ist es, Wisente, die überwiegend in solchen Einrichtungen geboren wurden, wieder dauerhaft in ihrem historischen Lebensraum im Kaukasus anzusiedeln. Die Auswahl der Tiere erfolgt über das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) nach strengen genetischen und veterinärmedizinischen Kriterien. Der anspruchsvolle Transport per Frachtflugzeug und LKW wurde von erfahrenen ExpertInnen begleitet, bis die Tiere sicher im Shadagh-Nationalpark an lokale RangerInnen und Fachkräfte übergeben wurden. Dort werden sie langfristig betreut und wissenschaftlich überwacht, unter anderem mit GPS-Halsbandsendern.
Zoo Berlin 29.01.2026
Wisente auf großer Reise
Tierpark Berlin und WWF setzen größte Wisent-Umsiedlung in den Kaukasus seit Projektbeginn um Eine logistische Herausforderung mit globaler Bedeutung für den Artenschutz: WWF Deutschland und der Tierpark Berlin haben im Rahmen ihres gemeinsamen Wiederansiedlungsprojekts erneut Wisente in den Kaukasus überführt. Mit 18 Tieren handelt es sich um die größte einzelne Umsiedlung seit Beginn des Projekts im Jahr 2019 – und um einen weiteren Meilenstein in einem der größten und ambitioniertesten Wiederansiedlungsprojekte dieser Art weltweit. Das Wiederansiedlungsprojekt Return of the European Bison to the Caucasus zählt international zu den herausragenden Beispielen erfolgreicher Wildtier-Wiederansiedlung. Ziel der Initiative ist es, Wisente, die überwiegend in zoologischen Einrichtungen geboren wurden, dauerhaft in ihrem historischen Verbreitungsgebiet im Kaukasus zu etablieren. Die Tiere wurden von Frankfurt/Hahn per Frachtflugzeug nach Baku in Aserbaidschan gebracht. Dabei wurden sie von einem interdisziplinären Expert*innenteam begleitet. „Vor einem solchen Transport erfordert jeder Schritt – von der Auswahl der Tiere über die medizinische Untersuchung bis zur Vorbereitung und Umsetzung des Transports – Expertise in Tiermedizin, Wildtiermanagement und Logistik“, erklärt Christian Kern, Zoologischer Leiter von Zoo und Tierpark Berlin. „Wir begleiten die Wisente während des gesamten Prozesses, bis sie sicher im Nationalpark ankommen.“ Die Tiere – neun Wisentkühe und drei Bullen – stammen aus zoologischen Gärten in ganz Europa¹ und sind bereits im Tierpark Berlin zu einer Herde zusammengeführt worden. In diesem Jahr sind zudem sechs Wisente aus dem Wisentprojekt im Rothaargebirge in Nordrhein-Westfalen dabei. Die Auswahl erfolgt durch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP), das inzwischen von Dr. Jennifer Hahn im Zoo Berlin koordiniert wird. Grundlage sind ein optimaler Gesundheitszustand sowie passende genetische Voraussetzungen. Das Expert*innenteam von WWF und Tierpark Berlin begleitete die Wisente von der Abholung über die Abfertigung am Flughafen, den Flug und den anschließenden LKW-Transport bis in den Shadagh Nationalpark im Norden Aserbaidschans. Dort übernehmen Ranger*innen und lokale Fachkräfte des WWF Aserbaidschan und der zuständigen Behörden die Betreuung sowie das langfristige Monitoring der Tiere. „Die Rückkehr des Wisents in die Urwälder des östlichen Großen Kaukasus ist ein wichtiger Beitrag zur Erreichung nationaler, regionaler und internationaler Naturschutzziele zum Erhalt der Biodiversität“, erklärt Aurel Heidelberg, Projektleiter und Referent für die Ökoregion Kaukasus beim WWF Deutschland. „Erst die enge Zusammenarbeit zwischen Naturschutzorganisationen, zoologischen Einrichtungen, Forschungseinrichtungen und Behörden über Ländergrenzen hinweg macht eine Wiederansiedlung dieser Größenordnung möglich.“ Seit Beginn der Zusammenarbeit im Jahr 2019 wurden bis heute 64 Wisente nach Aserbaidschan gebracht, die sich erfolgreich fortpflanzen: Allein im vergangenen Jahr wurden neun Kälber geboren. Mit der aktuellen Umsiedlung steigt die Zahl der Wisente im Shadagh Nationalpark – wo sie über ein Jahrhundert lang ausgestorben waren – auf rund 90 Tiere an. Der Park, eines der größten Schutzgebiete des Kaukasus, bietet mit seinen weitläufigen Berg-, Wald- und Offenlandstrukturen ideale Voraussetzungen für eine langfristig stabile Wisentpopulation. „Das Wisent ist in den 1920er Jahre aus der Wildnis verschwunden und hat nur in zoologischen Einrichtungen überlebt, unter anderem in Berlin. Dass wir heute wieder Wisente in den Wäldern Europas und Asiens haben, ist ein Meilenstein, für den fast 100 Jahre Artenschutzarbeit nötig waren. Die Rückkehr der Wisente in den Kaukasus ist dementsprechend ein gemeinschaftlicher Erfolg, auf den wir sehr stolz sind“, ergänzt Dr. Andreas Knieriem, Direktor von Zoo und Tierpark Berlin. „Die Rückkehr der Wisente nach einem Jahrhundert ist für unsere Region von besonderer Bedeutung. Lokale Gemeinden, Schulen und Besucher werden in unsere Arbeit eingebunden und erleben direkt, wie Ökosysteme funktionieren und welche Rolle bedrohte Arten dabei spielen“, erklärt Zeynab Khalilova, Projektleiterin beim WWF Aserbaidschan. Neben dem Austausch mit internationalen Fachgremien wie der Bison Specialist Group der IUCN und der European Bison Friends Society unterstützt auch die NGO Rewilding Europe das internationale Projekt. „Große Pflanzenfresser wie das Wisent gestalten die Landschaften, in denen sie leben, zum Nutzen vieler anderer Pflanzen- und Tierarten“, sagt Sophie Monsarrat, Rewilding Landscapes Managerin bei Rewilding Europe. „Der Schutz der Wisent-Lebensräume im Kaukasus wird weitreichende ökologische Vorteile für die gesamte Region bringen. Wir freuen uns sehr, dass der European Wildlife Comeback Fund diese komplexe Umsiedlung nun bereits zum zweiten Mal unterstützen kann.“ Hintergrund Wisent Mit dem Abschuss des letzten Wisents 1927 im Kaukasus wurde das größte landlebende Säugetier Europas Anfang des 20. Jahrhunderts in der Wildnis vollständig ausgerottet. Heute streifen die bis zu 1.000 Kilogramm schweren Wildtiere wieder durch europäische und zentralasiatische Wälder. Männliche Tiere können bis zu 1.000 Kilogramm, Weibchen bis zu 700 Kilogramm wiegen und erreichen eine Schulterhöhe von bis 2 Metern. Wisente wurden im 19. und frühen 20. Jahrhundert in der Wildnis Europas ausgerottet und überlebten ausschließlich in zoologischen Einrichtungen. Dank intensiver Schutz- und Zuchtprogramme existieren heute weltweit wieder rund 10.000 Wisente, sowohl in Zoologischen Einrichtungen, Naturreservaten als auch in der Wildnis.
Kölner Zoo 29.01.2026
So geht es den Löwen-Jungtieren im Kölner Zoo
Geschlecht steht fest: Ein Männchen, zwei Weibchen – Live-Cam gibt Einblick in Backstage-Bereich Den Ende November vergangenen Jahres im Kölner Zoo geborenen drei Asiatischen Löwen-Jungtieren geht es weiterhin sehr gut. Mutter „Gina“, 11, versorgt die Kleinen vorbildlich und füllt die Mutterrolle optimal aus. Die Jungtiere sind proper und wohlgenährt. Sie halten sich überwiegend in der von außen nicht einsehbaren Wurfbox im Backstage-Bereich der Kölner Löwenanlage auf. Seit kurzem wird das Trio selbstständiger, erweitert den Radius und erkundet neue Bereiche der Innenanlage. Die Jungtiere lassen sich bei genauer Beobachtung bereits an ihrer unterschiedlichen Größe und den Schnurrhaar-Punkten an den Gesichtsseiten unterscheiden. Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger haben immer noch wenig Kontakt zum Nachwuchs. Dies ist Absicht, um die innerartliche Sozialisierung nicht zu stören. Am vergangenen Montag wurden die Tiere zum ersten Mal untersucht, geschlechtsbestimmt, gewogen, geimpft und vorsorglich entwurmt. Es handelt sich um einen Kater und zwei Katzen mit je sieben bis acht Kilogramm Gewicht. Die Namensgebung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt, wenn der Zoo das Trio öffentlich vorstellt. Die Auswahl wird sich am indischen Sprachraum, dem Heimatgebiet der in Köln gehaltenen Löwen, orientieren und durch die Tierpflegerinnen und Tierpfleger getroffen. Jungtiere wahrscheinlich im März zu sehen Dr. Alexander Sliwa, Kurator im Kölner Zoo: „Die Jungtiere entwickeln sich unseren Beobachtungen und Untersuchungen nach sehr gut. Sie laufen bereits gut und verlassen die Wurfbox für erste kurze Ausflüge in die weiteren Ställe und in das Vorgehege der Anlage.“ In vier Wochen erhalten die Kleinen die zweite Impfung. Vom Schema ist das dieselbe Grundimmunisierung, die auch Hauskatzen erhalten. Dr. Sliwa: „Danach werden die Jungtiere auch auf der Außenanlage für unsere Gäste zu sehen sein. Wann das im März genau sein wird, lässt sich jetzt noch nicht vorhersagen.“ Vater der drei ist der neunjährige Kater „Navin“. Er hält sich weiterhin – wie auch in der Wildnis üblich – getrennt von Mutter und Nachkommen auf, hat die Jungtiere aber schon am Gitter des Vorgeheges begrüßt. Der Kölner Zoo nutzt dafür die verschiedenen Bereiche und Separierungsmöglichkeiten der vor wenigen Jahren modernisierten Löwen-Anlage. Erhaltungsprogramme in Zoos Der Kölner Zoo hält seit gut 25 Jahren Asiatische Löwen. Insgesamt 18 Jungtiere erblickten am Rhein schon das Licht der Welt. Löwen, inklusive der Löwen in Afrika, sind inzwischen als Art von der Weltnaturschutzunion (IUCN) auf der Roten Liste als „gefährdet“ (vulnerable) geführt. Die letzten der einst weit verbreiteten Asiatischen Löwen haben sich im und um den Gir Nationalpark, gelegen im nordwestindischen Bundestaat Gujarat, gehalten. Dort schützte man die verbliebenen 20 bis 50 Tiere effektiv. Ihre Population war die Basis für die nun inzwischen wieder mehr als 600 Löwen im Gir Wald-Ökosystem und die insgesamt 150 Asiatischen Löwen des Erhaltungsprogramms (EEP) in Europäischen Zoos. Die Kölner Nachzuchten sind für diese Erhaltungsprogramme sehr wichtig. Der Kölner Zoo hat eine Live-Cam installiert, mit der die Gäste auf die Jungtiere blicken können. Den Monitor mit dem Live-Cam-Bild finden Zoo-Gäste in der „Tigerhöhle“ zwischen Löwen- und Tigeranlage.
Zoo Frankfurt 29.01.2026
Der Zoo Frankfurt zieht Bilanz – Fakten, Zahlen, Daten 2025
Der Masterplan wurde beschlossen, das neue Zoorestaurant ist durchgeplant, der Anschluss an die Fernwärme wird vorbereitet – 2025 war ein Jahr der Weichenstellung für den traditionsreichen Frankfurter Zoo. Zu den Highlights aus dem Tierbereich gehörten der Nachwuchs bei den Sumatra-Tigern, den Erdferkeln und den Gelbrückenduckern. Mit der Zooentwicklung geht es voran, auch wenn davon auf dem Gelände noch nicht viel zu sehen ist. So sind in den letzten Monaten die Planungen für das neue Zoorestaurant weit gediehen. Im Frühjahr sollen die Bauarbeiten starten. Im Dezember 2025 wurden die Verträge zwischen der Mainova und der Stadt Frankfurt zum Anschluss des Zoos an die Fernwärme unterzeichnet und damit einer wichtigen Maßnahme zur zuverlässigen und klimafreundlichen Wärmeversorgung des Zoos der Weg geebnet. Besonders spannend und zukunftsweisend sind die Entwicklungen beim Masterplan für die Neugestaltung von mehr als der Hälfte des Zooareals „Im Frühjahr 2025 stimmten sowohl der Magistrat als auch die Stadtverordnetenversammlung für die bauliche Zukunftsentwicklung des Zoos im Sinne des Masterplans Zookunft2030+. Aktuell läuft das Verfahren zur Auswahl der Partner für die Bauplanung. Im Frühjahr werden sie ihre Arbeit aufnehmen und sich der Ausgestaltung der ersten Umbauphase „Serengeti“ widmen. Damit nimmt die Entwicklung des Zoos konkrete Formen an, damit er auch in Zukunft seine Aufgaben in Bildung, Forschung und vor allem im Natur- und Artenschutz erfüllen und die Zoologische Gesellschaft Frankfurt bei ihrer Naturschutzarbeit in den Herkunftsländern unserer Zootiere unterstützen kann“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Für unsere Besucherinnen und Besucher stehen verständlicherweise die Tiere im Mittelpunkt des Interesses – wie etwa unsere jungen Sumatra-Tiger im letzten Jahr. Das gab uns die Möglichkeit, in unseren Bildungsformaten besonders deutlich auf die Situation ihrer wildlebenden Artgenossen aufmerksam zu machen. Den Lebensraum von Wildtieren zu bewahren, ist eine gewaltige Aufgabe, die nur gelöst werden kann, wenn viele mithelfen. Wir haben daher auch im vergangenen Jahr unsere Naturschutzpartner mit Geldern, unter anderem aus dem Naturschutz-Euro, gefördert und mehrere Forschungsarbeiten zu Zoo- und Wildtieren unterstützt“, so Zoodirektorin Dr. Christina Geiger.
Allwetterzoo Münster 29.01.2026
Allwetterzoo Münster startet mit dem „Green Carpet“ in das neue Jahr
Neujahrsauftakt für Nachhaltigkeit, Klima- und Artenschutz bringt Akteur*innen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen Mit dem Green Carpet Event hat der Allwetterzoo Münster zum Jahresbeginn 2026 ein deutliches Zeichen für Nachhaltigkeit, verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und wirksamen Artenschutz gesetzt. Erstmals lud der Zoo am Dienstag zu einem Neujahrsauftakt ein, der diese Zukunftsthemen bewusst in den Fokus wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Entscheidungsprozesse der Region rückt. „Dabei war und ist es uns wichtig, die Menschen zu inspirieren, nicht zu belehren“, betont Zoodirektorin Dr. Simone Schehka. Gemeinsam mit Stand-up-Komikerin und Moderatorin Lisa Feller führte sie durch den Abend, der den Gästen ein abwechslungsreiches und spannendes Vortragsprogramm bot. Biologe Dr. Stefan Ziegler vom WWF sprach über verantwortungsvolles Ressourcenmanagement und stellte das „Team Leopard Münster“ vor – ein zentrales Kooperationsprojekt von WWF und Allwetterzoo, das den Schutz der Persischen Leoparden im Kaukasus mit konkreten Maßnahmen in Münster verbindet.
Wacken Open Air und Nachhaltigkeit – wie passt das zusammen? Insa Trede vom Wacken Open Air Committee gewährte interessante Einblicke in die Nachhaltigkeits- und Entwicklungsstrategien des bekannten Heavy-Metal-Festivals und überraschte damit besonders die Zuhörer*innen, die bisher wenig Berührungspunkte mit dem Festival hatten. „Plötzlich standen auch hier Natur- und Artenschutz im Mittelpunkt. Diese vielfältigen Perspektiven auf ein Thema waren äußerst interessant“, kommentiert Helge Peters, Vorsitzender des Zoo-Vereins. Den Hauptvortrag hielt Meteorologe und Wissenschaftsjournalist Sven Plöger. Ganz nach seinem Motto „Zur Physik brauchen wir keine Meinungen, wir müssen sie verstehen“ erläuterte er eindrucksvoll, wie sich die Klimakrise bereits heute auf Wetter, Ökosysteme und unsere Lebensräume auswirkt. Mit klaren Worten und fundiertem Wissen bot Plöger Orientierung in diesem komplexen Themenfeld. Im Anschluss nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum Vernetzen – darunter auch Oberbürgermeister Tilmann Fuchs. „Das Green Carpet Event ist für Münster von zentraler Bedeutung, um den Allwetterzoo, aber auch die Partnerinnen und Partner der Stadtgesellschaft fest zu verankern und einen nachhaltigen Austausch herzustellen. Gleichzeitig ist es eine hervorragende Plattform, um diese wichtigen Themen zu platzieren.“ „Spürbare Aufbruchsstimmung“ Auch Dr. Ludger Hellenthal, Vorsitzender des Aufsichtsrates, zeigte sich begeistert: „Es ist uns gelungen, eine große Stakeholder-Community für die Mission des Zoos zu vereinen – für Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Umwelt sowie für Arten- und Klimaschutz. Dabei ist eine spürbare Aufbruchsstimmung entstanden, die zeigt, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen.“
Tiergarten Schönbrunn 29.01.2026
Auf nach Spanien: Schönbrunner Waldrappe werden ausgewildert
Für zwei Waldrappe aus dem Tiergarten Schönbrunn ging es vergangene Woche hoch hinaus: Sie wurden per Flugzeug nach Spanien gebracht, wo sie im Rahmen des Projecte Ibis Ermità ausgewildert werden. Die neue Heimat der Tiere liegt im „Parc Natural dels Aiguamolls de l’Empordà“ in Katalonien. „Die beiden Schönbrunner Waldrappe werden Teil der ersten wildlebenden, sesshaften Waldrapp-Kolonie in der Region sein. Ein bedeutender Meilenstein für diese stark gefährdete Vogelart. Wir sind sehr stolz, hier einen wichtigen Beitrag leisten zu können“, so Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck. Derzeit sind die Vögel noch in einer Auswilderungsvoliere, wo sie sich in Ruhe an die Umgebung und ihre Artgenossen gewöhnen können. Insgesamt werden im Rahmen des Projekts vor dem Sommer die ersten 30 Waldrappe aus Zoos ausgewildert. Das Projekt in Katalonien steckt noch in den Kinderschuhen. Weiter südwestlich, in Andalusien, war die Ansiedlung einer sesshaften Waldrapp-Kolonie bereits erfolgreich. Im 17. Jahrhundert wurde der Waldrapp in Europa durch den Menschen ausgerottet. Er ist ein Zugvogel, der in Mitteleuropa nicht eigenständig überwintern kann und seine Flugroute in das Überwinterungsgebiet daher innerhalb des ersten Lebensjahres erlernen muss. Mit dem letzten in der Wildbahn lebenden Waldrapp in Europa ging diese Zugtradition jedoch verloren. Im Rahmen eines vom Tiergarten koordinierten EU LIFE-Projekts werden daher Waldrappe, die in Zoos geschlüpft sind, mittels menschengeführter Migration in ein Wintergebiet in Spanien geführt und erlernen so wieder die Flugroute. In Spanien finden die Waldrappe aber das ganze Jahr über ausreichend Futter, weshalb auch sesshafte Kolonien möglich sind. „Zoos spielen beim Erhalt von Tierarten eine zentrale Rolle, weil sie stabile Reservepopulationen aufbauen können. Das ist die Voraussetzung, dass Auswilderungsprojekte wie dieses in Spanien überhaupt möglich sind“, erklärt Dr. Eveline Dungl, zuständige zoologische Abteilungsleiterin.
Zoo Duisburg 29.01.2026
Inventur im Zoo Duisburg: Das große Zählen der Tiere
Die tierische Inventur dauerte gleich mehrere Wochen. Nun steht das Ergebnis fest: Im Zoo Duisburg leben über 5.100 Tiere aus 308 Arten – und somit mehr als im Jahr davor. Von A wie Ameise bis Z wie Zebra: Zum Ende eines jeden Jahres beginnt die tierische Inventur im Zoo Duisburg. Mehrere Wochen lang zählen, dokumentieren und notieren die Tierpflegerinnen und Tierpfleger den gesamten Tierbestand. Nun steht das Ergebnis zum Stichtag 31. Dezember 2025 fest: Mehr als 5.100 Tiere aus 308 Arten lassen sich am Kaiserberg beobachten. Damit gehört der Zoo Duisburg zu den artenreichsten Zoologischen Gärten in ganz Nordrhein-Westfalen. Gut getarnt und winzig klein: Herausforderungen der Inventur „Die Inventur ist eine alljährliche Herausforderung für alle Mitarbeitenden der Zoologie und gehört zu den Routinen am Jahresende“, weiß Oliver Mojecki, Zoologischer Leiter in Duisburg. Nur anders als im Supermarkt, wo Konservendosen in geordneten Reihen stehen, ist eine Inventur im Tierreich deutlich herausfordernder. Zwar lassen sich Koalas, Seelöwen, Gorillas und Co. sehr einfach zählen und auf den Inventurbögen vermerken, doch bei flinken, gut getarnten oder sehr kleinen Tieren ist das große Zählen deutlich schwieriger. „Insbesondere im Aquarium braucht es gleich mehrere Durchgänge, um den Tierbestand genau zu erfassen – eine Geduldsprobe“, weiß Biologe Mojecki. Denn in den Spalten, Höhlen und Ritzen verstecken sich Krebse, winzige Fische und auch Seegurken sehr gerne. Und auch die Faultiere, Meister der Tarnung in der Tropenhalle Rio Negro, lassen sich meist nur mit geschultem Blick entdecken. Die teils über Wochen gesammelten Daten vergleicht Oliver Mojecki mit seinem Team in mühevoller Arbeit mit den Aufzeichnungen, die das ganze Jahr über gemacht worden sind. Denn täglich wird am Kaiserberg festgehalten, welche Tiere geboren, verstorben und angekommen sind oder den Zoo verlassen haben. Der Zoologische Leiter erklärt den Hintergrund: „Die Inventur dient dem genauen Abgleich aller Daten, denn der Tierbestand unterliegt stetigen Veränderungen“. Tierbestand wächst: Zoo Duisburg zählt zu den artenreichsten Zoos in NRW Im Laufe des vergangenen Jahres ist der Tierbestand angewachsen: Mehr als 200 zusätzliche Pfleglinge zogen am Kaiserberg ein (31.12.2024 I über 4.900 Tiere aus 314 Arten). Den größten Zuwachs verzeichnete das Zoo-Team im Aquarium. Denn hier modernisierten die Mitarbeitenden in den letzten Monaten das über 21.000 Liter fassende Korallenriff. Eine Anlage, welche dem australischen Great-Barrier-Reef nachempfunden ist. „Einige der neuen Tierarten sind in diesen Lebensraum eingezogen und leben sich schrittweise ein. Weitere Arten werden in den nächsten Wochen folgen“, so Oliver Mojecki. Mit den quirligen Tüpfelbeutelmardern zog im Koalahaus eine neue Beuteltier-Art ein. Die gepunkteten Räuber sind meist dämmerungsaktiv und lassen sich vorzugsweise in den Nachmittagsstunden beobachten. Mehrere besondere Vogelarten zogen im Herbst 2025 nach Duisburg. Die tropischen Singvögel stammen aus einer Sicherstellung des Zoll am Flughafen München – sie wurden illegal nach Deutschland eingeführt und haben am Kaiserberg eine sichere Bleibe gefunden. Neuzugänge der bedrohten Art zogen auch in die Tropenhalle Rio Negro: Gelblappen-Hokkos sind bereits in Teilen ihres ursprünglichen Lebensraumes, den südamerikanischen Regenwäldern, ausgestorben. Andere Tiere verließen den Zoo Duisburg hingegen. Zu ihnen zählten Spinifex-Hüpfmäuse, zahlreiche junge Geckos, die Rotbrust-Krontauben, Stachelschwanzskinke und Schildkröten sowie gleich 16 junge Wildkatzen. Die heimischen Räuber stellte das Duisburger Zoo-Team einem Ansiedlungsprojekt bereit. In den schottischen Highlands sollen die Tiere ausgewildert werden und zum Erhalt der hochbedrohten Tierart beitragen. Damit engagiert sich der Zoo Duisburg bereits zum zweiten Mal in einem Auswilderungsprojekte für Wildkatzen. Schon in den 90er Jahren wilderten Experten am Kaiserberg geborene Jungtiere in geeigneten deutschen Wäldern aus. Das Überleben der Art geschieht somit mit dem Engagement von Zoologischen Gärten.
Tiergarten Straubing 29.01.2026
Tiergarten Straubing startet Winterliche Vortragsreihe 2026 – Vier Abende, vier Perspektiven auf Natur, Artenschutz und Wissenschaft
Auch im Jahr 2026 lädt der Tiergarten Straubing wieder zu seiner beliebten Winterlichen Vortragsreihe ein, die an vier Freitagabenden verschiedene aktuelle Themen rund um Tiere, Natur, Biodiversität und globalen Artenschutz der Öffentlichkeit näherbringt. Die Vorträge finden im Dannerhaus des Tiergartens statt, beginnen jeweils um 19:00 Uhr und sind bei freiem Eintritt zugänglich. Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine abwechslungsreiche Mischung aus Wissenschaft, Praxis und eindrucksvollen Einblicken in die Arbeit internationaler Artenschutzprojekte. Freitag, 06. Februar 2026, 19:00 Uhr Die Rückkehr des Waldrapps Den Auftakt bildet ein Vortrag über eines der faszinierendsten Wiederansiedlungsprojekte Europas: die Rückkehr des Waldrapps. Barbara Steininger berichtet über die Fortschritte des EU-geförderten Projekts, die Herausforderungen des Klimawandels und die Zukunft dieser charismatischen Vogelart. Freitag, 20. Februar 2026, 19:00 Uhr Mensch und Natur im Verbund – Wildnis in Städten Am zweiten Abend zeigt Ralph Sturm, wie viel Wildnis in unseren Städten steckt. Trotz Flächenfraß und Lebensraumverlust gelingt es vielen Tierarten, sich erfolgreich an urbane Lebensräume anzupassen. Der Vortrag macht deutlich, warum Naturerfahrung gerade in einer digitalisierten Welt wichtiger ist denn je. Freitag, 06. März 2026, 19:00 Uhr Artenschutz für hochbedrohte Unbekannte – Die Arbeit der ZGAP Im dritten Vortrag stellt Arne Schulze von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) eine Auswahl der weltweiten Projekte der Organisation vor. Diese setzt sich seit 1982 für Tierarten ein, die kaum im Fokus der Öffentlichkeit stehen, aber akut bedroht sind. Der Vortrag thematisiert erfolgreiche Schutzmaßnahmen, internationale Kooperationen und die Partnerschaft zwischen ZGAP und dem Tiergarten Straubing. Freitag, 20. März 2026, 19:00 Uhr Menschengemachtes Insektensterben – wen juckt’s? Zum Abschluss der Reihe spricht die Evolutionsökologin Eva Schultner von der Universität Regensburg über das globale Insektensterben. Sie erläutert die Bedeutung von Insekten für Ökosysteme, die Ursachen ihres dramatischen Rückgangs und welche Handlungsmöglichkeiten es gibt. Für Rückfragen und ggf. weitere Informationen stehen wir selbstverständlich gerne zu Verfügung!
Zoo Köln 28.01.2026
Marc Damen wird neuer Direktor des Kölner Zoos – Mehrstufiges Auswahlverfahren – breites, internationales Bewerberfeld – Dienstantritt am 1. Januar 2027 als Nachfolger von Prof. Theo B. Pagel
Marc Damen, 54, wird 2027 neuer Direktor und Vorstandsvorsitzender des Kölner Zoos. Der Niederländer, der in seiner Laufbahn u.a. dem Zoo in Rotterdam vorstand, wurde heute vom Aussichtsrat der AG Zoologischer Garten Köln einstimmig berufen. Er startet im Zoo am 1. Januar 2027 und übernimmt nach 4-wöchiger Einarbeitungszeit ab 1. Februar 2027 alle Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden. Dipl.-Ing. Damen folgt auf Prof. Theo B. Pagel, der zu Beginn des kommenden Jahres nach Erfüllung seines Vertrags und Vollendung des 66. Lebensjahres vereinbarungsgemäß in den Ruhestand geht. Marc Damen wird die Führung des Zoos zusammen mit Christopher Landsberg, 60, verantworten, der Kaufmännischer Vorstand bleibt. Dr. Ralf Unna, Vorsitzender des Zoo-Aufsichtsrats und Leiter der Findungskommission: „Ich freue mich, dass das Auswahlverfahren so geordnet und geeint abgeschlossen werden konnte und danke dafür meinen Kolleginnen und Kollegen in der Findungskommission. Dank gilt an dieser Stelle auch Annekathrin Walter, Geschäftsführerin RochusMummert Personalberatung, die das Verfahren mit viel Engagement begleitet hat. Wir hatten ein sehr breites und qualifiziertes Bewerberfeld mit vielen auch internationalen Interessentinnen und Interessenten. Das zeigt, welch große Reputation und Strahlkraft der Kölner Zoo weit über die Grenzen der Region hinaus besitzt.“ Das aufgrund der Bedeutung der Position für die Stadt bewusst mehrstufig gegliederte Auswahlverfahren dauerte knapp ein Jahr. Die Wahl fiel am Ende einstimmig auf Marc Damen, der ein ausgewiesener Zoo-Experte ist. Er wurde in Breda, Niederlande, geboren. Damen ist studierter Zootechniker mit einem Abschluss als Diplom-Ingenieur an der Universität Wageningen, Niederlande. Im Anschluss arbeitete er als Kurator mit Spezialgebiet Säugetiere im „Burgers’ Zoo“, Arnheim, sowie als Direktor von Zodiac Zoos, einem Verbund sechs mittelgroßer niederländischer Zoos. Von 2009 bis 2016 war er Vorstandsvorsitzender des Zoos von Rotterdam und leitete in dieser Zeit dessen umfassende Neustrukturierung. Danach baute er eine Consultancy auf und beriet Regierungsbörden zur Haltung von Wildtieren und allgemeinen Managementfragen. Ing. Damen tritt seinen Dienst am 1. Januar 2027 an und erhält einen 5-Jahres-Vertrag. Der zukünftige Zoodirektor sagt: „Mein erster Besuch im Kölner Zoo war 1988. Seinerzeit hat mir der damalige Direktor Prof. Dr. Nogge das neue Gepardengehege gezeigt. Seitdem bin ich dem Kölner Zoo eng verbunden und besuchte ihn fast jedes Jahr. Mit großer Bewunderung und viel Respekt habe ich gesehen, wie Prof. Pagel und sein Team den Zoo weiterentwickelt und transformiert haben – sowohl intern im Bereich moderner Tierhaltung als auch international im Naturschutz. In diesen Bereichen nimmt der Kölner Zoo weltweit eine Vorreiterrolle ein. Ich freue mich darauf, diese Rolle gemeinsam mit allen Fachleuten aus allen Arbeitsbereichen des Zoos zu erhalten und weiter auszubauen.“ Prof. Theo B. Pagel: „Ich beglückwünsche Marc, den ich schon aus seiner Zeit in Arnheim kenne und der ein hervorragender Tiergärtner ist. Er wird mit dem Kölner Zoo einen der führenden, wissenschaftlich geleiteten Zoologischen Gärten Europas übernehmen. Ich wünsche ihm bereits jetzt viel Freude und Erfolg in dieser wunderbaren Funktion.“
Zoo Hoyerswerda 28.01.2026
Forschen, Entdecken und Staunen: Spannende Ferienangebote im Zoo und Schloss
Der Zoo lädt Familien zu zwei besonderen Entdeckertagen ein. An zwei Terminen stehen Forschen, Beobachten und das Erleben der Tier- und Kulturwelt im Mittelpunkt. Entdeckertag in Zoo und Schloss am Samstag, den 7. Februar von 10 – 14 Uhr Am 7. Februar erwartet die Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm. Start ist in der Zooschule. Dort entdecken die Kinder gemeinsam mit der Zooschulpädagogin Silke Kühn den Zooschulraum mit allen Sinnen. Beim Mikroskopieren sowie beim Untersuchen von Fellen, Häuten, Zähnen und weiteren Präparaten lernen sie die Tierwelt aus nächster Nähe kennen. Außerdem werden die Tiere des Zooschulraums genauer erforscht und spannende Fragen rund um ihre Lebensweise beantwortet. Im Anschluss geht es ins Schloss, wo gemeinsam mit dem Museumspädagogen Zdeněk Dytrt historische Objekte entdeckt werden. Die Kinder können spannende Exponate selbst erforschen, ausprobieren und Geschichte aktiv erleben. Für neugierige kleine Forscherinnen und Forscher ist garantiert etwas Spannendes dabei. Der Ferienforscher-Tag ist ein Angebot für Familien und dauert etwa vier Stunden. Das Programm kostet 39 € pro Familie. Aufgrund begrenzter Plätze ist eine Voranmeldung per Telefon unter 03571/20937708 oder E-Mail zooschule@zookultur.de erforderlich. Winterspaziergang durch den Zoo am Sonntag, den 8. Februar ab 10 Uhr Am 8. Februar lädt der Zoo Hoyerswerda zu einem geführten Winterspaziergang ein. Dabei dreht sich alles um die Frage: Wer friert und wer nicht? Gemeinsam mit Zooschulpädagogin Silke Kühn wird erkundet, wie Tiere den Winter überstehen und was Tierpflegerinnen und Tierpfleger in der kalten Jahreszeit besonders beachten müssen. Warum friert eine Ente nicht auf dem Teich fest? Haben Tiere wie Erdmännchen im Winter ein besonders dickes Fell? Solche und viele weitere Fragen stehen im Mittelpunkt dieses Rundgangs. Der Winterspaziergang ist ein Angebot für alle Interessierten und dauert etwa zwei Stunden. Es gelten die ganz normalen Eintrittspreise. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zoo Landau in der Pfalz 28.01.2026
Der Zoo Landau in der Pfalz nimmt Abschied von Sudan-Gepardin Assama
Die Sudan-Gepardin Assama aus dem Zoo Landau in der Pfalz ist im Alter von sechs Monaten verstorben. Aufgrund schwerwiegender und nicht therapierbarer Gelenkveränderungen musste das Jungtier eingeschläfert werden. Assama war Anfang Juli 2025 als einziges Jungtier der Gepardenkatze Rose geboren worden. Der Welpe wurde geschwächt und ohne erkennbaren Pflegetrieb der Mutter aufgefunden. Da die Überlebenschancen für ein einzelnes Gepardenjungtier zudem sehr gering sind, aber Assama einen potentiell wichtigen Beitrag für den Erhalt der in der Natur stark gefährdeten Tierart beitragen könnte, wurde in Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm der Versuch einer Flaschenaufzucht unternommen. Nachdem die ersten drei Wochen die adäquate Futteraufnahme und Verdauung zu den hauptsächlichen Baustellen gehörten, stellten sich danach schon früh spontan und unerwartet ernsthafte Störungen bzw. Einschränkungen der Fortbewegungsfähigkeit der kleinen Gepardin ein. Leider ist eine ganze Reihe von Erkrankungsursachen bei Geparden beschrieben, die eine solche Problematik verursachen können. Darunter auch solche, die nicht selten zum Tod führen. Ein schlimmer Verdacht, der sich jedoch nach umfänglicher Konsultation international anerkannter Geparden-Expertinnen und -Experten und intensiver tiermedizinischer Betreuung zunächst nicht bestätigte. Die genaue Ursache des ersten gesundheitlichen Einbruchs blieb unklar. Mit sehr intensiver Pflege in den folgenden Monaten schien sich der Zustand der Gepardin zum Besseren zu wenden. Trotz gelegentlicher Lahmheiten zeigte sie sich verspielt und aufgeweckt und entwickelte sich sonst gut. Leider verschlechterte sich dann im Dezember 2025 die Lahmheit des rechten Vorderbeins soweit, dass weiterführende Diagnostik durchgeführt werden musste. Im Zuge dieser Untersuchung wurden starke Veränderungen der Hüftund Ellenbogengelenke festgestellt. Es wurden mehrere Fachtierärzte zu Rate gezogen und Behandlungsoptionen und Heilungschancen abgewogen. Unter anderem wurde die bei Haustieren operative Behandlung und notwendige intensive Ruhigstellung und Nachsorge einzelner betroffener Gelenke als nicht erfolgsversprechend verworfen. Eine weitere deutliche Verschlechterung von Assamas Gelenkproblemen mit erheblichen Schmerzen war kurz- bis mittelfristig absehbar. Die Lahmheiten machten Assama zunehmend zu schaffen, umso mehr sie wuchs und an Gewicht zulegte. Um der jungen Katze Schmerzen und Leid zu ersparen, wurde sie am 27. Januar 2026 im Beisein ihrer vertrauten Tierpfleger eingeschläfert. In einer eingehenden pathologischen Untersuchung bestätigten sich die massiven Befunde der vorherigen Diagnostik. Umfängliches Probenmaterial wurde u.a. einer zoologischen Stammzelldatenbank für Forschungszwecke zugeführt. Hiermit besteht die Möglichkeit, dass Assama noch nach ihrem Tod einen Beitrag zum Erhalt der gefährdeten Unterart des Sudan-Geparden leisten wird. Der Zoo Landau wird seine Unterstützung auch des Schutzes der Art im natürlichen Lebensraum in Zusammenarbeit mit dem Cheetah Conservation Fund (CCF) fortsetzen. Ziel ist es zudem, an bereits zweifache erfolgreiche natürliche Nachzuchterfolge für die Art im Zoo Landau anzuknüpfen. Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel: „Der Verlust dieses besonderen Tieres trifft das gesamte Team des Zoo Landau sehr schwer. Die Aufzucht von Assama, mit vielen Höhen und Tiefen, erfolgte mit sehr großer Fürsorge, Zuneigung und großen Hoffnungen.“
Opel Zoo Kronberg 28.01.2026
Pressekonferenz zum Geschäftsjahr 2025 im Opel-Zoo: Große Jungtier-Highlights und erneuter Besucher-Rekord
Das Jahr 2025 ging im Opel-Zoo mit einem bisher unerreichten Besucherrekord zu Ende, wie die Zooverantwortlichen bei der Jahrespressekonferenz im Opel-Zoo berichten. Auch bei den Tieren prägten wahrhaft ‚große Jungtier-Highlights‘ das abgeschlossene Geschäftsjahr. Ein besonderer Meilenstein für das Freigehege war die Geburt des Elefantenkalbs ‚Kaja‘ am 27. Mai 2025, dem ersten Elefanten-Jungtier im Opel-Zoo nach 57 Jahren. „Dass wir nun wieder ein Elefanten-Jungtier im Opel-Zoo heranwachsen sehen können, ist das Ergebnis langjähriger Vorarbeiten und einer intensiven Begleitung der Tiere seit Beginn der Trächtigkeit von Elefantenkuh ‚Kariba‘“, so Gregor von Opel, Vorstandsvorsitzender der den OpelZoo tragenden ‚von Opel Hessische Zoostiftung‘ zu Beginn der Pressekonferenz, und er ergänzt: „Charismatische Großtiere finden zumeist mehr öffentliche Aufmerksamkeit als viele weitere, teils stark bedrohter Arten, mit deren Zucht wir uns im Artenschutz engagieren und deren Wohlergehen der tägliche Einsatz unserer Mitarbeitenden gilt.“ Insgesamt kamen im Jahr 2025 648.090 Besucher in den Opel-Zoo. Dieses Rekordergebnis liegt 9,5% über dem Vorjahr 2024 mit bereits hervorragenden 592.079 Besuchern. Im Vergleich zum Jahr 2023, das mit 557.045 Besuchern für den Opel-Zoo durchschnittlich gut besucht war, liegt die Steigerung sogar bei 16,3%. Die Besuche mit Tageskarten lagen dabei im Jahr 2025 9,7% über dem Vorjahresergebnis. Für die Besuche mit Jahreskarten wurde ein Zuwachs von 9,9 % verzeichnet, das Plus der verkauften Jahreskarten fiel mit 2,8% etwas niedriger aus. Im Vorjahr verzeichneten die Besuchszahlen von Kindern unter 3 Jahren noch den größten Anstieg, dieser verlangsamte sich 2025 etwas auf 7,4 %. Bereits das Frühjahr sei überdurchschnittlich gut besucht gewesen; seit deren Geburt im März hatte auch Netzgiraffen-Nachwuchs „Kimia“ für Begeisterung und bundesweite Presse gesorgt, wie Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels erläutert. Doch auch das häufig passende Wetter – für das Freigehege ein entscheidender Faktor – trug zu dem guten Jahresergebnis bei. Im Tierbestand blieb die Zahl der im Opel-Zoo gepflegten Arten gleich: Wie im Vorjahr waren es 221 Arten, wobei jedoch einige Arten wechselten. Neu hinzu kamen beispielsweise im Regenwald-Terrarium im Aquariengebäude hinter der Zooschule der blaue Färberfrosch oder der ebenso blau leuchtende Purpur-Glanzstar in der Vogelvoliere im Giraffenhaus. Dort ergänzt er die bunte Farbenpracht der Rußköpfchen, Webervögel und Weißohr-Turakos. Zuwachs gab es auch im Nagetier-Haus, wo nun auch einige Rötelmäuse im ehemaligen Haselmaus-Terrarium gezeigt werden. Nicht mehr im Opel-Zoo zu sehen sind hingegen die Haubenkapuziner-Affen. Auch der letzte PrinzAlfred Hirsch wurde in Vorbereitung auf das geplante Bauvorhaben „Panzernashörner“ in eine andere Haltung abgegeben. Die Zahl der am Jahresende gezählten Einzeltiere im Opel-Zoo sank um rund 200 Tiere auf 1741. Naturgemäß ist dies nur eine Momentaufnahme in einem dynamischen Bestand. Dabei lag der Rückgang gegenüber 2024 überwiegend bei verschiedenen Wirbellosen und Fischen in den Aquarien und deren Reservebecken, wo einige Veränderungen vorgenommen wurden. Insgesamt 64 Individuen aus fünf Arten wurden aber auch wieder zur Auswilderung an Wiederansiedelungsprojekte abgegeben. Erneut waren 2025 darunter 41 Feldhamster-Nachzuchten, die in ihrem ehemaligen Verbreitungsgebiet im Vordertaunus freigesetzt wurden und dort den Aufbau neuer Populationen verstärken. Bei den Besuchern erfreute sich neben den Jungtieren bei Giraffen und Elefanten erfreute sich auch der erneute Nachwuchs bei den Weißrüssel-Nasenbären und Roten Pandas wieder großer Beliebtheit. Bei den Mesopotamischen Damhirschen kamen neun weitere Jungtiere hinzu, was besonders für die Erhaltung der hochbedrohten Art positiv zu bewerten ist. Im Zoogelände wurde im Vorfeld des geplanten Bauvorhabens „Panzernashörner“ für asiatische Tiere eine bisher versiegelte Fläche in ein naturnahes Gehege für die chinesischen Muntjaks umgestaltet, die seitdem auf der anderen Seite des zentralen Wegs durch den Zoo in direkter Nachbarschaft zu den Hirschebern zu sehen sind. Für das Jahr 2026 sind vom 1. März bis 31. Oktober 2026 einige besondere Aktivitäten geplant, denn der Opel-Zoo, 1956 gegründet, wird 70 Jahre alt: So erhalten alle Besucher, die im Jahr 1956 geboren wurden, im Aktionszeitraum freien Eintritt! Noch buddeln dort die Zoohandwerker, doch schon bald sollen die Erdmännchen in ihr neu gestaltetes Gehege am bisherigen Standort der Stachelschweine einziehen und dort ihre Gänge graben. Die Anlage soll zum Auftakt des Jubiläumsjahrs fertig gestellt sein. Darüber hinaus sind 2026 noch weitere Investitionen geplant, für die insgesamt rund 430.000 Euro vorgesehen sind. Unter anderem können sich die Besucher auf ein neues Aquarienbecken und ein Terrarium im Besucherbereich des Elefantenhauses freuen, wo dann Elefanten-Rüsselfische und Elefantenspitzmäuse gezeigt werden. Zusätzlich wird an der Statue des Zoogründers direkt hinter dem Haupteingang ein großer Rahmen die Besucher dazu einladen, Jubiläumsfotos zu machen und schließlich ist am 12. September ein Jubiläumsfest geplant. Auch der Förderverein hat sich viel vorgenommen und will 70.000 € Spenden für die neue Erdmännchen-Anlage sammeln. Für das große Bauvorhaben zur Errichtung neuer Anlagen für Panzernashörner und weitere bedrohte Tierarten Asiens konnte Ende 2025 der Bauantrag eingereicht werden und so hoffen die Zooverantwortlichen nun darauf, das Projekt noch im Jubiläumsjahr 2026 starten zu können – für den nächsten Meilenstein im Freigehege!
Tiergarten Kleve 27.01.2026
Tierisch gut informiert Sechs neue Tierschilder für den Tiergarten Kleve
Sechs neue Tierschilder geben ab sofort spannende Einblicke in das Leben von Polarfuchs, Mechelner Huhn, Ungarischem Zackelschaf, Zweifingerfaultier, Schneeeule und Schwarzrückenaguti. Die Schilder wurden in einer Kooperation zwischen der Hochschule-Rhein-Waal (HSRW) und dem Tiergarten Kleve erstellt. Seit 2015 sind bereits 76 informative Schilder hervorgegangen. In diesem Semester haben die drei Studentinnen Dorothee Oppitz, Lucy Ista und Aimee-Katharina Nitz in einer studiengangsübergreifenden Projektarbeit der Fakultät Life Sciences Informationen für insgesamt sechs Schilder zusammengetragen. Nach intensiver Recherche bestand die größte Herausforderung darin, aus der Vielzahl an Informationen die Wissenswertesten in kurzen Texten zielgruppengerecht zusammenzufassen. Deshalb wurden die Texte mehrfach korrigiert und angepasst. Zusätzlich wurden in wöchentlichen Treffen die Inhalte der Schilder diskutiert, bis die Schilder druckreif waren. Hilfe hatten sie dabei vom Tiergartenleiter Martin Polotzek und den wissenschaftlichen Mitarbeitern Ramona Kirsch und Axel Huth. Für ein internationales Publikum enthalten die Schilder nicht nur die deutsche und wissenschaftliche Bezeichnung der jeweiligen Art, sondern auch Übersetzungen ins Englische und Niederländische. Die wichtigsten Eckdaten der Tiere sind übersichtlich in einem Steckbrief zusammengefasst. Der Lebensraum, die Hauptnahrung und die Lebensweise werden auch für Kinder verständlich in jeweils einem Piktogramm dargestellt. Jedes Schild zeigt drei aussagekräftige Fotos der jeweiligen Tierart, um Verwechselungen auszuschließen und auf Eigenheiten hinzuweisen. Zusätzlich befinden sich weitere Fotos des Tieres in dem online Tierlexikon des Tiergartens. Dieses ist leicht über den QR-Code auf den Schildern erreichbar. Unter dem Hauptfoto befindet sich zudem der IUCN-Gefährdungsstatus, der das weltweite Aussterberisiko der Tierart einordnet. Auf einheitlich gestalteten Verbreitungskarten ist auf den ersten Blick zu sehen, wo die Tiere leben oder ursprünglich gezüchtet wurden. So zeigt beispielsweise die Karte vom Mechelner Huhn den Standort der Stadt Mechelen (Belgien), da das Nutztier dort seinen Ursprung hat. Mit dieser Gestaltung erfüllen die Schilder alle Vorgaben des Europäischen Zooverbandes (EAZA) an Informationsschilder. Die Besucher*innen können sich in deutscher und englischer Sprache über drei interessante Besonderheiten der jeweiligen Tierart informieren. So erfahren sie durch die Schilder etwas über Faultiersex, Magische Eulen und was Schafe mit Korkenziehern zu tun haben. Wer mehr über Schneeeule und Co. erfahren möchte, kann ab sofort die neuen Schilder bei einem Besuch im Tiergarten Kleve entdecken.

