| Ordnung: | Raubtiere (Carnivora) |
| Überfamilie: | Katzenartige (Feloidea) |
| Familie: | Katzen (Felidae) |
| Unterfamilie: | Kleinkatzen (Felinae) |
| Gattung: | Echte Katzen (Felis) |
| Art: | Wildkatze (Felis silvestris) |
| Unterart: | Hauskatze (Felis silvestris catus) |
Nachdem Katzen jahrhundertelang in Zusammenhang mit Ketzerei und Zauberei negativ gesehen wurden, erkannte man den Wert dieser Tiere als Helfer bei der Seuchenbekämpfung, weil sie die Überträger der Pest – Mäuse und Ratten – vernichteten. Nicht nur Haus- und Hofkatzen erfuhren mit der Zeit wieder mehr Wertschätzung, es wurden seit dem 17. Jh. besonders schöne langhaarige Exemplare aus verschiedenen Ländern des Orients in das westliche Europa eingeführt, die den Weg zunächst in Adelshäuser von Spanien, Portugal, Frankreich und Deutschland bis nach England fanden. Es wurde in der Zeit der Aufklärung zwischen Wildkatze, exotischen Langhaar-Katzen und Hauskatze unterschieden. Der Zoologe Leopold Fitzinger beschrieb 1869 die Kartäuserkatze als eine langhaarige, dunkel bläulich-aschgraue oder schiefergraue Katze, die u.v. a. auch unter den biologischen Begriffen und Quellen bzw. Sichtungen Chartreuse cat JARDINE, Chat des Chartreux BUFFON oder Felis domestica Cartheuserkatze GIEBEL geführt wurde. Die Langhaarkatzen erhielten Bezeichnungen nach ihrer Herkunft oder Besonderheit. So nannte man diese blaue, langhaarige Katzensorte in Österreich und Deutschland Kartäuser, in Frankreich Chartreux und in Spanien, Italien und Portugal und später auch Amerika Malteserkatze. Im Zuge der Gründung von Rassekatzen-Vereinen zu Beginn des 20. Jh. gingen jedoch die langhaarigen Vertreter, wie die Angorakatze und die Kartäuserkatze in der seitdem neu benannten Rasse Perserkatze auf. Allen langhaarigen Katzen gemeinsam scheint die Herkunft zu sein, die in Vorderasien liegen soll. In der frühen Literatur ist die Rede von Syrien, von der heutigen Türkei und vom Kaukasus. Weiterlesen












