Naomi Novik: Drachenprinz (Rezension)

Kaum haben Captain Will Laurence und sein gewaltiger Drache Temeraire ihre erste Bewährungsprobe bestanden, da erscheint eine chinesische Delegation am britischen Königshof und fordert die Rückgabe Temeraires. Als Laurence sich weigert, muss er seinen geliebten Gefährten in den fernen Osten begleiten – ohne zu ahnen, was ihn und Temeraire am Ende ihrer langen, gefahrvollen Reise erwartet …
DRACHENPRINZ ist der zweite Teil der pseudohistorischen Fantasyreihe DIE FEUERREITER IHRER MAJESTÄT. Und es geht spannend weiter. Ich will nicht sagen, dass DRACHENPRINZ besser oder schlechter als DRACHENBRUT ist, der Band stellt eine konsequente Fortführung der Ereignisse dar. Weiterlesen

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Annabel Chase: Spellbound 8 – Dreimal Schwarzer Zauber (Rezension)

Emma und ihre Freundinnen aus dem Hexen-Nachhilfeunterricht machen einen aufsehenerregenden Fund! Durch Zufall entdecken sie in einem alten Grimoire eine geheime Buchseite. Darauf könnte sich ein Hinweis befinden, mit dem sich der Fluch von Spellbound endlich brechen lässt. Emma stürzt sich in diese Aufgabe. Doch sie ahnt nicht, welche Gefahren dabei auf sie warten …
Und als wäre das nicht genug, stolpert sie während eines Besuchs bei Agnes im Spellbound-Pflegeheim über die Leiche eines alten Satyrs. Emma hofft, dass wenigstens dieses eine Mal jemand eines natürlichen Todes gestorben ist. Doch hat sie wirklich so viel Glück?

DREIMAL SCHWARZER ZAUBER – Teil 8 der amüsanten CosyFantasyKrimireihe. Weiterlesen

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Sy Montgomery: Tête-à-Tête mit einer Schildkröte (Rezension)

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Zoopresseschau

Zoo Augsburg, 22.12.2025
Aus dem Dezember-Newsletter
In den lezten Wochen gab es keine Geburten
Der erste Fennek (das Männchen) kam vor einigen Tagen aus dem Walter-Zoo Gossau (Schweiz) in den Zoo. Im Frühjahr wird ein junges Weibchen aus dem Zoo Dortmund erwartet.
Zwei Nachzuchttiere der Grünen Baumeidechsen konnten an den Zoo Miskolc in Ungarn abgegeben werden. Die restlichen Nachzuchten sind für das Sea Life in München reserviert.
Im Vogelbestand verstarben zwei Magellan-Pinguine, eine Kragentaube, ein Weißstorch und eine Rothalsgans (zu der weiter unten noch berichtet wird). Verstorben sind auch ein sehr altes Pavianweibchen und eine Zwergziege.
Ende Novemberkamen anlässlich des bundesweiten Vorlese-Tages zwei 5. Klassen der Kerschensteiner Mittelschule in den Zoo. In der Zooschule wurde den Kindern eine Geschichte über eine schwarze Tigerin vorgelesen, nachdem sie unsere echten Sumatra-Tiger Dhjala und Berani beobachtet hatten.
Am 14. Dezember wurde der Welt-Affen-Tag im Zoo Augsburg gefeiert. Besucherinnen und Besucher durften bei Tierpfleger-Sprechstunden Wissenswertes über Schimpansen und Mantelpaviane erfahren und einen Blick hinter die Kulissen des Kapuzineraffen-Hauses werfen. Zudem konnten Affen für den Weihnachtsbaum gebastelt werden und an mehreren Ständen wurde über die Schimpansenforscherin Jane Goodall, Artenschutzprojekte für die gefährdeten Plumploris und vieles mehr informiert.
Und dann ist da noch die Vogelgrippe ….
In diesem Jahr scheint es mit dem AI Virus in Deutschland besonders schlimm zu sein. Er hat ja schon im Herbst viele Kraniche versterben lassen, und so war es dann leider nur eine Frage der Zeit wann auch im Zoo ein Fall festgestellt wird. Dieses Mal war es eine Rothalsgans auf dem Kormoranweiher. In der Konsequenz wurde ein Großteil der Vögel aufgestallt und Hygieneschutzmaßnahmen realisiert. Parallel dazu wurden über 100 Vögel getestet, die glücklicherweise bis auf eine weitere Rothalsgans einen negativen Befund hatten.
Nun wird in einigen Wochen eine weitere Testrunde durchgeführt, aber bis die Hygienemaßnahmen aufgehoben werden können, wird es aber sicher bis weit ins Jahr 2026 dauern.
Derzeit gibt es keine Einschränkungen für Besucher, und auch der Christmas Garden hat normal geöffnet. Der ChristmasGarden ist noch bis zum 6. Januar im Augsburger Zoo zu sehen. Weiterlesen

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Das Alpenschneehuhn in Brehms Tierleben

Alpenschneehuhn (Brehms Tierleben)

Das Schneehuhn, Alpen-, Felsen- oder Bergschneehuhn (Lagopus mutus, alpinus, vulgaris, montanus, rupestris, cinereus, islandicus, Reinhardi, groenlandicus, hyperboreus und hemileucurus, Tetrao alpinus, montanus, rupestris, islandicus und Islandorum, Attagen montanus) tritt, je nach der Lage und Beschaffenheit seines Wohngebietes, in mehr oder weniger abweichenden, ständigen Ab- oder Unterarten auf und wird daher von einzelnen Forschern in mehrere Arten getrennt, von anderen wiederum als gleichartig betrachtet. Schon in einem und demselben Gebiete ändert es, zumal im Sommerkleide, vielfach ab. Auf den Schweizer Alpen ist es, laut Schinz, nach der Jahreszeit so verschieden, daß man sagen kann, im Sommer sei seine Färbung in jedem Monate verändert. Zu allen Jahreszeiten sind beim Männchen der Bauch, die unteren Deckfedern des Schwanzes, die vorderen Deckfedern der Flügel, die Schwungfedern und die Läufe weiß; die Schwungfedern haben schwärzliche Schäfte, und der Schwanz ist schwarz. Im Sommer aber sehen die übrigen Theile sehr verschieden aus. Die Frühlingsmauser, welche in der Mitte des April beginnt, bringt hin und wieder schwärzliche Federn zum Vorscheine, und der Vogel ist weißlich und bunt gescheckt; zu Anfang des Mai sind Kopf, Hals, Rücken, die oberen Deckfedern der Flügel und die Brust schwarz, rostfarben und weißbunt, die Federn nämlich entweder ganz schwarz mit ganz undeutlichen rostfarbenen Querstreifen, oder schwarz, hellrostgelb und weißlich gebändert; an Kehle und den Seiten des Halses tritt das Weiße am meisten hervor. Die Federn selbst stehen bunt unter einander, nicht selten mit einigen ganz weißen gemischt; alle aber bleichen nach und nach so ab, daß zu Ende des August oder des September besonders der Rücken schön hell aschgrau und schwärzlich punktirt erscheint, die rostfarbenen Bänder an Hals und Kopf fast ganz weiß geworden sind, meist aber noch einige ganz unregelmäßige rostgelb und schwarz gebänderte unter den anderen sich finden. Weiterlesen

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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

15.12.2025, Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT)
Wie ernähren sich Korallen? Energiezufuhr aus direkt aufgenommener Nahrung bislang unterschätzt
Korallen beziehen Energie auf zwei Wegen: Zum einen durch Photosynthese ihrer symbiotischen Algen, zum anderen, indem sie kleine Nahrungspartikel wie Plankton direkt aus dem Wasser aufnehmen. Diese Form der Ernährung wird in der Fachsprache „Heterotrophie“ genannt. In einer Studie im Fachjournal Communications Biology zeigt ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Bremer Wissenschaftlerin Marleen Stuhr (ZMT), dass der Beitrag der heterotrophen Nahrungsaufnahme zur Energiegewinnung bei Korallen bisher oft deutlich unterschätzt wurde. Der Grund dafür liegt in den gängigen Messmethoden.
Korallenriffe dienen Millionen Menschen als Lebensgrundlage – sei es durch Fischerei, Küstenschutz oder Tourismus. Doch die Klimakrise macht Korallenriffen weltweit zu schaffen. Kürzlich legten wissenschaftliche Berichte wie der Global Tipping Points Report nahe, dass diese wichtigen Ökosysteme bald einen Kipppunkt erreicht haben.
Wie Korallen sich resilienter gegen steigende Temperaturen und Versauerung in den Ozeanen entwickeln können, ist ein Thema der aktuellen Forschung. Dabei ist es wichtig zu verstehen, wie Korallen sich ernähren, welche Rolle die direkte Aufnahme von organischer Nahrung aus der Meeresumwelt (Heterotrophie) spielt und was die Algensymbionten der Koralle leisten.
Bislang wurde der heterotrophe Anteil an der Ernährung von Korallen vor allem über Kohlenstoffisotope im Gewebe der Korallen gemessen. Doch Forschende der University of Rhode Island und des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) in Bremen konnten jetzt nachweisen, dass diese Methode allein kein vollständiges Bild der Nahrungsaufnahme liefert.
Denn der aufgenommene Kohlenstoff aus der heterotrophen Nahrung wird von der Koralle häufig nicht im Gewebe gespeichert, sondern wieder ausgeschieden oder schnell veratmet. Viel besser lassen sich hingegen Stickstoffisotope und bestimmte Fettsäuren als Marker nutzen. Diese Stoffe gelangen direkt in das Gewebe der Koralle und bleiben dort auch länger nachweisbar.
In ihren Experimenten, die Ende 2019 am Interuniversity Institute for Marine Sciences (IUI) in Eilat, Israel, durchgeführt wurden, arbeitete das Team mit der riffbildenden Steinkoralle Stylophora pistillata, einer häufig untersuchten Art, die in tropischen Riffen weit verbreitet ist.
Im Rahmen einer 22-tägigen Versuchsreihe wurde die Ernährungsweise dieser Art systematisch untersucht. Die Korallen wurden dabei unterschiedlichen Fütterungsszenarien ausgesetzt: Einige Kolonien wurden nicht gefüttert, andere zweimal pro Woche, andere sechsmal pro Woche und eine weitere Gruppe wurde zuvor gebleicht und anschließend intensiv gefüttert. Als Nahrung dienten frisch gezüchtete Larven von Salinenkrebsen (Zooplankton).
„Parallel dazu haben wir physiologische Parameter wie Photosyntheseleistung, Dichte der Algensymbionten, Chlorophyllgehalt, Wachstum und Proteinreserven gemessen, um die Auswirkungen der Fütterung sichtbar zu machen“, erklärt Marleen Stuhr vom ZMT.
+++Marker decken Nährstoffpfade auf+++
Methodisch wandten die Forschenden drei Messansätze an: Sie untersuchten die stabilen Isotope von Kohlenstoff und Stickstoff, führten eine Analyse von Fettsäureprofilen durch, und maßen unmittelbar, wie viel Futter die Korallen gefressen hatten.
„Durch diese Kombination konnten wir testen, welche Marker sich am besten eignen, um den Beitrag der heterotrophen Ernährung zu erfassen“, berichtet Erstautor Connor Love von der Universität Rhode Island in den USA.
Die Versuche ergaben, dass die Steinkoralle Stylophora pistillata ihre Nährstoffe aus dem Futter nicht gleichmäßig aufnimmt, sondern sehr selektiv. Stickstoff wird in wesentlich größerem Maße in das Gewebe eingebaut als Kohlenstoff. Kohlenstoff hingegen wird von der Koralle oft veratmet oder als Mukus wieder abgegeben.
„Somit unterschätzen viele herkömmliche Methoden, die sich auf die Analyse von Kohlenstoffisotope stützen, den tatsächlichen Anteil heterotropher Ernährung erheblich“, sagt Marleen Stuhr. „Gleichzeitig konnten wir verdeutlichen, dass Stickstoffisotope und bestimmte Fettsäure-Biomarker sehr verlässliche Indikatoren für Nahrungsaufnahme sind – und zwar sowohl in der Koralle als auch in den Symbionten.“
Damit werde klar, dass bisherige Standardmethoden nicht immer aussagekräftig seien und eine Kombination mehrerer Marker ein realistischeres Bild der Nahrungsaufnahme liefere.
„Wenn nur ein Teil der aufgenommenen Nährstoffe im Gewebe messbar ist, fällt ein wesentlicher Beitrag der Ernährung unter den Tisch“, erklärt Connor Love. „Indem wir robustere Marker wie Stickstoffisotope und Fettsäureprofile einsetzen, können wir künftig wesentlich genauer nachvollziehen, wie Korallen ihr Energiemanagement zwischen autotropher Photosynthese und heterotropher Nahrungsaufnahme ausbalancieren.“
Mit den getesteten Biomarkern lässt sich in experimentellen Studien, beim Monitoring oder der Riffrestauration besser beurteilen, ob und wie viele Nährstoffe die Korallen zusätzlich zur Photosynthese aufnehmen, um beispielsweise Stress zu kompensieren, so das Forschungsteam. Zudem ergaben die Versuche, dass das Füttern der Korallen für die direkte Nahrungsaufnahme zwar einige Parameter verbessern, die Folgen der Korallenbleiche aber nicht vollständig kompensieren konnte.
+++Was die Ergebnisse für den Schutz von Korallenriffen bedeuten+++
Die Studie zeigt, dass die bisher üblichen Methoden den Beitrag der heterotrophen Ernährung von Korallen deutlich unterschätzen. Damit besteht die Gefahr, dass die Widerstandsfähigkeit von Riffen in Ökosystemmodellen oder bei Restaurationsprojekten falsch eingeschätzt wird.
Die neuen Erkenntnisse sind wichtig, um zu verstehen, wie Korallen auf Umweltstress reagieren und in nährstoffarmen Meeresregionen überleben können. Bei steigenden Meerestemperaturen oder nach Korallenbleichen kann die Fähigkeit zur zusätzlichen Nahrungsaufnahme entscheidend sein. Durch ein besseres Verständnis ihrer Ernährungsstrategien lassen sich Vorhersagen über das Überleben von Korallen in der Klimakrise verbessern.
„Riffe sind hochkomplexe und produktive Ökosysteme, deren Stabilität maßgeblich von der Ernährung der einzelnen Korallen abhängt. Wenn Korallen in der Lage sind, durch verstärkte Heterotrophie Energie- und Nährstoffverluste zu kompensieren, können sie Stresssituationen, wie den Verlust ihrer Symbionten (Korallenbleiche) durch Hitzewellen, unter Umständen besser überstehen“, erläutert Marleen Stuhr. „Genauere Bewertungen der Riff-Resilienz stützen Entscheidungen in Küstenschutz, Fischerei und Tourismus.“
Connor Love ergänzt: „Für den Schutz der Riffe bedeutet unsere Studie zweierlei: Erstens sind Korallen wahrscheinlich stärker auf heterotrophe Ernährung angewiesen als bisher angenommen, was das Überleben der Riffe mit der Dynamik des Planktons im Ozean in Verbindung bringt. Zweitens haben wir eine zuverlässige Reihe von Biomarkern gefunden, die als wertvolles Instrument zur Bewertung des Ernährungszustands, der Widerstandsfähigkeit von Korallen und beim Monitoring von Riffen dienen können.“
Originalpublikation:
Love, C.R., Stuhr, M., Fox, M.D. et al. Selective nutrient incorporation may underestimate heterotrophy of a mixotrophic reef-building coral. Communications Biology 8, 1285 (2025). DOI: 10.1038/s42003-025-08621-8, https://doi.org/10.1038/s42003-025-08621-8 Weiterlesen

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Portrait: Fünfstreifenskink

Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
ohne Rang: Skinkartige (Scincoidea)
Familie: Skinke (Scincidae)
Unterfamilie: Mabuyinae
Gattung: Trachylepis
Art: Fünfstreifenskink (Trachylepis quinquetaeniata)

Fünfstreifenskink (Zoo Plzen)

Der Fünfstreifenskink ist eine kleine bis mittelgroße Echse, die eine Länge von etwa 20 Zentimetern erreicht. Die Färbung dieser Skinkart ist recht variabel und hängt vom Geschlecht, dem Alter und der Jahreszeit ab. Wie bei den meisten Skinken sind ihre Schuppen glänzend und der Körper fühlt sich glatt an und hat einen metallischen, reflektierenden Schimmer. Die Grundfärbung der Schuppen ist in der Regel olivbraun oder dunkelbraun, manchmal mit kleinen, perlmuttweißen Flecken. Drei helloliv- oder dunkelbraune Streifen verlaufen vom Kopf bis zum leuchtend blauen Schwanz. Diese Streifen können mit zunehmendem Alter verblassen und undeutlich werden.
Der Kopf zeichnet sich durch eine spitze Schnauze und deutlich sichtbare Ohröffnungen aus. Direkt hinter den Ohren befinden sich meist kleine, schwarze Flecken. Die Gliedmaßen sind dunkelbraun oder schwarz, kurz und kräftig mit relativ langen Zehen. Die Flanken sind überwiegend gelblich oder beige, die Unterseite weißlich. Weiterlesen

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Portrait: Pudel

Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Hunde (Canidae)
Gattung: Wolfs- und Schakalartige (Canis)
Art: Wolf (Canis lupus)
Unterart: Haushund (Canis lupus familiaris)

Pudel (ChatGPT)

Der Pudel (französisch caniche; italienisch barboncino) ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse (FCI-Gruppe 9, Sektion 2, Standard-Nr. 172). Pudel sind lebhaft und haben eine wollige, gekräuselte Behaarung. Sie werden anhand ihrer Größe unterschiedlich benannt: Großpudel (auch Königspudel), Kleinpudel (auch Mittelpudel), Zwergpudel und Toy-Pudel. Die FCI hat die Verantwortung für den Rassestandard und die Entwicklung der Rasse Frankreich zugewiesen. Andere Zuchtverbände gehen in ihren Rassebeschreibungen davon aus, dass die Rasse in Deutschland entstand.[2][3] Auch in der Encyclopædia Britannica und der Columbia Encyclopedia findet sich diese Aussage zur Herkunft der Rasse.
Ursprünglich waren Pudel apportierende Jagdhunde, spezialisiert auf die Wasserjagd. Der Name kommt vom altdeutschen puddeln und bedeutet im Wasser planschen. Es wird gesagt, er habe in seiner Geschichte auch als Hütehund gedient, was aber nicht bewiesen ist. Im Laufe der weiteren Zucht verlor der Pudel seine jagdlichen Fähigkeiten weitestgehend, die Apportierfreude ist geblieben. Er wird heute als besonders intelligenter Familienhund geschätzt.
Dem Kynologen R. von Schmiedeberg (Redakteur der ersten kynologischen Zeitschrift Deutschlands Der Hund) zufolge stammt die älteste Erwähnung des Pudels von 1555 von Conrad Gessner.
Von Schmiedeberg berichtet von zwei verschiedenen Rassen mit dem Namen Pudel: „Schöner Pudel“ und Schafpudel. Der Schaf- oder Hütepudel ist aber ein eigener Schlag einer von der FCI nicht anerkannten Hundegruppe, der Altdeutschen Hütehunde.
Zu Anfang der Pudelzucht, Ende des 19. Jahrhunderts, gab es nur Groß- und Kleinpudel, in den klassischen Farben Schwarz, Weiß und Braun (wobei Braun wenig geachtet war).[6] Eine Weile war umstritten, ob Deutschland, Frankreich oder Russland Ursprungsland dieser Hunderasse sei. Im Rahmen der FCI-Anerkennung in den 1930er Jahren wurde dann Frankreich festgelegt. Eine weitere Größe kam jetzt zum Rassestandard hinzu, der Zwergpudel, dem in den 1990er Jahren noch der Toy folgte; somit gab es nun vier Größenvarianten.
In den 1960er Jahren wurde „Silber“ und in den 1970ern „Apricot“ im offiziellen Standard als Farben aufgenommen. Die Anerkennung der neuen Farbe „Red“ durch Frankreich bzw. die FCI erfolgte im April 2007. Pudel kommen in fast allen Farbvarianten vor, die es in der Hundewelt gibt. In den 1980er Jahren wurden in Deutschland auch zweifarbige Pudel zugelassen, allerdings nur in Weiß mit schwarzen Platten (Harlekin) und in Schwarz-Loh (black-tan). Mittlerweile werden Black-tan- und Harlekin-Pudel auch in Österreich und Tschechien national anerkannt.
In Deutschland werden jährlich über 2000 Welpen in die VDH-Zuchtbücher eingetragen. Weit über die Hälfte sind Zwergpudel, die beliebtesten Farben sind Schwarz und Weiß. Weiterlesen

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Portrait: Sundheimer

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Gattung: Kammhühner (Gallus)
Art: Bankivahuhn (Gallus gallus)
Unterart: Haushuhn (Gallus gallus domesticus)

Sundheimer (Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe)

Das Sundheimer ist eine deutsche Hühnerrasse, die auch als Sundheimer Huhn bekannt ist. Das Sundheimer gilt als ältestes Zwiehuhn und ist der einzige Hühnerschlag, der in Baden erzüchtet wurde. Durch die Lage des Zuchtzentrums Sundheim, einem Ortsteil von Kehl wurden die Zuchtziele je nach staatlicher Zugehörigkeit von Straßburg als zeitweiligem Hauptabsatzmarkt stark beeinflusst. Die zutraulichen Tiere sind gute Winterleger. Zwischenzeitlich galten Sundheimer als stark gefährdet, ihr Bestand hat sich in den letzten Jahren jedoch deutlich erholt.
Der Ursprung des Sundheimer Huhns liegt im Umkreis von Straßburg und Kehl, wobei davon auszugehen ist, dass die Bauern auf der deutschen Seite des Hanauerlandes bereits seit Anfang des 18. Jahrhunderts damit begonnen hatten, schwere Fleischhühner für den Straßburger Markt oder für Gaststätten dieses bedeutenden Zentrums im südlichen Oberrheintal zu erzeugen. Zur Zucht dieser schweren Hühner wurden Landrassen verwendet, in die gegen Ende des 18. Jahrhunderts wahrscheinlich Belgische oder Nordfranzösische Kämpfer eingekreuzt wurden. Ab 1855 wurden Brahma, später Dorking und nach 1870 Wanzenauer Hähne zur Zucht verwendet, die ihrerseits aus bodenständigen Masthühnern und Houdans entstanden waren. Diese sogenannten Wanzenauer, benannt nach dem elsässischen Ort Wanzenau, wurden in erster Linie zur Verfeinerung der Fleischstruktur eingesetzt, da nach dem 1871 erfolgten Anschluss des Elsass an das Deutsche Reich vor allem mit Straßburg ein Markt für qualitativ hochwertige Fleischhühner entstanden war.
Um ein möglichst gleichbleibendes Produkt am Markt anbieten zu können, wurde 1886 in Sundheim eine bäuerliche Zuchtgenossenschaft, die „Vereinigung des Sundheimerhuhnes“ gegründet, die auf einem separaten Grundstück eine Mastanstalt nach französischem Vorbild einrichtete. Die Jungtiere wurden vielfach während des Winters im Wohnbereich der Bauern als Stubenküken in speziellen Kisten unter der in Südbaden typischen Kachelofen-Bank aufgezogen.>
Ziel war, die Rasse als DLG-geprüftes Markenzeichen, eben das „Sundheimerhuhn“, zu etablieren. Die hohe Qualität, die sich an französischen Ansprüchen orientierte, führte dazu, dass Sundheimer Mastgeflügel bald nicht nur in den Gasthäusern von Straßburg, sondern auch denen von Kehl, Offenburg, Baden-Baden und Karlsruhe hoch geschätzt wurde.
In Baden waren die bäuerlichen Zuchtgenossenschaften in Sundheim und Sand Zentren der Zucht des Sundheimerhuhnes, zudem bemühte sich der Geflügelzuchtverein Kork um die Entwicklung dieser Rasse. Aber auch in anderen Gegenden des damaligen Reiches gab es Interesse an dieser leicht mästbaren und widerstandsfähigen Hühnerrasse. 1898 hat die Landwirtschaftskammer Wiesbaden das Sundheimerhuhn in Hessen eingeführt und im benachbarten Elsass haben Züchter diese Rasse genutzt.
Nachdem nach dem Ersten Weltkrieg das Elsass wieder an Frankreich gekommen war, fiel mit Straßburg ein wesentlicher Absatzmarkt für das fleischbetonte Sundheimerhuhn weg. Unter anderem aus diesem Grund wurde die Rasse mit dem Ziel eines leicht mästbaren, mittelschweren und gut legenden Zwiehuhns weitergezüchtet.
Heute sind Sundheimer unter anderem bei Züchtern beliebt, die sich wirtschaftlich orientieren und Wert sowohl auf qualitativ hochwertiges Fleisch als auch auf Eier legen. Zudem werden derzeit vor allem Sundheimer Hennen von Menschen nachgefragt, die Hühner im eigenen Garten halten möchten. Zu dieser momentanen Entwicklung tragen Zutraulichkeit, geringes Flugvermögen und, sofern auch ein Hahn mitgehalten werden soll, dessen zurückhaltende Art zu krähen, bei. Weiterlesen

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Mücken, Plasmodium und Malaria 2

Plasmodium falciparum – Ringformen (CDC)

Das Thema Mücken, Plasmodium und Malaria gab es bereits im Blog (hier), aber zum Thema gibt es noch viel mehr zu sagen. Und damit ist das Thema Mücken und ihre Krankheiten noch lange nicht am Ende. Nicht umsonst gehören sie (einige Arten, nicht alle) zu den tödlichsten Tieren der Welt (obwohl an einem Mückenstich selbst wohl noch niemand gestorben ist, es sind die „Nebenwirkungen“, die zum Tod führen. Weiterlesen

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