Ein paar Bemerkungen

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Portrait: Neapolitaner

Ordnung: Unpaarhufer (Perissodactyla)
Familie: Pferde (Equidae)
Gattung: Pferde (Equus)
Art: Wildpferd (Equus ferus)
Unterart: Hauspferd (Equus ferus caballus)

Neapolitaner (van Diepenbeeck, ca. 1650: Nobilissimo Coursier Nappolitain)

Der Neapolitaner (italienisch: *Cavallo Napoletano* oder einfach *Napolitano*) ist eine Pferderasse, die ihren Ursprung in der Ebene zwischen Neapel und Caserta in der italienischen Region Kampanien hat, möglicherweise aber im gesamten Königreich Neapel gezüchtet wurde.Das Neapolitanische Pferd wird in der Literatur vom 16. bis zum 19. Jahrhundert häufig erwähnt und zeichnet sich durch seine hohe Qualität aus. Corte schrieb 1562: „In Italien werden die Pferde aus dem Königreich Neapel sehr geschätzt; dort kommen viele edle Rösser zur Welt […], die sich für den Kriegseinsatz, die Arbeit in der Reitbahn sowie für jeden anderen vom Reiter gewünschten Zweck eignen.“ Der Niedergang der Rasse wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Mascheroni (1903) und Fogliata (1908) beschrieben. Einigen Quellen zufolge galt das ursprüngliche Neapolitanische Pferd um 1950 als ausgestorben, doch seine Blutlinien flossen in andere Rassen ein – allen voran in die der Lipizzaner. Ein Versuch, diese Rasse wiederzubeleben, führte zur heutigen Rasse, die als *Napolitano* bezeichnet wird. Weiterlesen →

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Portrait: Großkopfschildkröte

ohne Rang: Sauropsida
Ordnung: Schildkröten (Testudines)
Unterordnung: Halsberger-Schildkröten (Cryptodira)
Familie: Großkopfschildkröten
Gattung: Platysternon
Art: Großkopfschildkröte  (Platysternon megacephalum)

Großkopfschildkröte (Zoo Plzen)

Großkopfschildkröten erreichen eine Körperlänge von etwa 20 Zentimetern, haben einen relativ großen Kopf, den sie nicht wie andere Schildkröten vollständig in den Panzer zurückziehen können, und einen langen Schwanz, den sie ebenfalls nicht vollständig in den Panzer ziehen können. Zu ihrem Schutz haben sie an diesen Stellen große Hornschuppen. Da sie ihren Kopf nicht zurückziehen können, verhalten sich Großkopfschildkröten gegenüber Feinden auch nicht passiv, sondern greifen an und versuchen den Gegner durch Bisse zu vertreiben.

Das Verbreitungsgebiet der nachtaktiven Großkopfschildkröte befindet sich im südlichen China, Birma, Thailand und Vietnam. Dort lebt sie an und in kühlen Gebirgsbächen und ernährt sich von Schnecken, Krebsen und Fischen. Mit ihren kräftigen Kiefern knackt sie die harten Schalen der Beutetiere auf. Da sie kein guter Schwimmer ist, läuft sie am Gewässerboden entlang oder klettert auf Bäume und Büsche. Das aus zwei Eiern bestehende Gelege wird in einer Erdmulde abgelegt. Die niedrige Anzahl der Eier lässt sich dadurch erklären, dass die Großkopfschildkröte nur wenige Feinde hat. Nach der Eiablage glättet das Weibchen die Erde über dem Nest. Die Jungtiere müssen sich nach dem Schlupf selbst ausgraben.

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Portrait: Schmucktäubchen

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Taubenvögel (Columbiformes)
Familie: Tauben (Columbidae)
Gattung: Claravis
Art: Schmucktäubchen (Claravis pretiosa)

Schmucktäubchen (Weltvogelpark Walsrode)

Das Schmucktäubchen, auch Blautäubchen oder Graublaues Täubchen genannt, erreicht eine Körperlänge von 21 Zentimetern. Es ist damit deutlich kleiner als eine Lachtaube. Verglichen mit dieser Art ist das Schmucktäubchen gedrungener und weist einen kürzeren Schwanz auf.
Beim Männchen sind Stirn und Kehle fast weiß. Das übrige Gefieder ist überwiegend hell blaugrau. Die Körperunterseite ist dabei etwas heller. Sowohl auf den Flügeldecken als auch auf den Armschwingen finden sich reihenweise angeordnete schwarze Flecken. Die Handschwingen sind schwarzgrau. Die Unterschwanzdecke ist grauweiß. Das Weibchen hat eine grauweiße Stirn und Kehle, der Kopf ist ansonsten graubraun. Auffallend ist der Zimtbraune Rücken und Rumpf. Die Flecken auf Flügeldecken und Armschwingen sind bei ihr rötlich-violett. Weiterlesen →

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Let’s talk about … Dinobirds 2

2024 habe ich das Buch VOM TYRANNOSAURUS ZUM HUHN vorgestellt. Das Buch hat mich zu einem Beitrag über „Dinobirds“ inspiriert. Und eigentlich war das Thema damit noch nicht erledigt… aber es hat doch einige Zeit gedauert, bis ich mich wieder um die Dinobirds gekümmert habe. Die Tierwelt ist so vielseitig, da kommt es vor, dass das eine oder andere Thema (leider) auf der Strecke bleibt oder lange auf eine Fortsetzung warten muss. Nun ja, wie damals geschrieben: Archaeoptery, Confuciusornis und Jeholornis sind nur ein kleiner Teil der ausgestorbenen Vogelwelt … da gibt es noch viel mehr … und vielleicht hat man noch viel mehr noch gar nicht entdeckt. Weiterlesen →

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Daniel Bleckmann/Thomas Hussung: Dunkle Künste – PudelPanik (Rezension)

Ein Zwergpudel in Gefahr!
Im Keller findet der zwölfjährige Henri ein Bündel alter Notizbücher. Geheimnisvolle Aufzeichnungen von magischem Wissen und Anleitungen, wie es scheint. Doch dieser Fund verändert alles. Nicht nur dass Henri mit seinen Freunden Sahin und Charlotte das ein oder andere brandgefährliche Experiment ausprobiert, auch sein Zwergpudel verhält sich immer merkwürdiger … unheimlicher. Spannendes Geheimnis oder teuflische Gefahr? Am Ende hilft nur: Augen zu und durch die Pudel-Panik!

Wer glaubt, dass Zwergpudel grundsätzlich harmlose, etwas überzüchtete Schoßhündchen sind, wird in Daniel Bleckmanns neuem Kinderbuch eines Besseren belehrt. Denn in PUDEL-PANIK, dem Auftakt einer neuen Gruselreihe, wird aus einem niedlichen Vierbeiner ziemlich schnell eine ausgewachsene Bedrohung. Nichts, was man noch als niedlich, oder Zwergpudel, bezeichnen möchte. Aber das ist erst der Anfang eines herrlich verrückten Abenteuers voller Magie, merkwürdiger Kreaturen und reichlich Chaos. Mag sein, dass sich der Autor (und der Illustrator) eher an eine junge Leserschaft richtet, aber auch für den erwachsenen Leser ist das Buch ein großer Spaß. Ziemlich abgedreht, ziemlich unterhaltsam und … eigentlich auch ziemlich eklig (und damit meine ich nicht nur die Hundekacke). Weiterlesen →

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Michael Stocker/Sebastian Meyer/Iris Scholl: Wildtiere am Haus (Rezension)

«Wildtiere am Haus. So gelingt des Miteinander» widmet sich den Tierarten, welche Gebäude als Teil ihres Lebensraums nutzen, und den Maßnahmen, die zur Erhaltung und zur Förderung dieser Arten bzw. zum friedlichen Zusammenleben beitragen. Im Fokus stehen gebäudebewohnende Tierarten wie z. B. Mauersegler und Schwalben, spaltenbewohnende Fledermäuse, Falken, Steinmarder, Spinnen und Wildbienen sowie viele weitere Tierarten. Das Buch widmet sich zudem den Maßnahmen und der Gestaltung von Maßnahmen, die den Schutz des Gebäudes und die Minimierung der Konflikte zwischen wild lebenden Mitbewohnern mit den menschlichen Hausbewohnenden gewährleisten. Die Autor:innen präsentieren hier ihr persönlich gesammeltes Wissen, das sie über viele Jahre in der Begleitung von Sanierungen (u. a. Wärmedämmungen) und Neubauten von Gebäuden im Zusammenhang mit «Wildtieren an Gebäuden» gewonnen haben. Dabei geht es darum, die wesentlichen Aspekte und Maßnahmen zu zeigen, die im Umgang mit Wildtieren am Gebäude zu berücksichtigen sind. Mit Beispielen aus ihrer Praxis zeigen die Autor:innen beispielhaft auf, was vor, während und nach der Sanierung gemacht werden kann. Es wird sichtbar, dass die Lösungen oft sehr genau und individuell auf das Gebäude, seine Architektur und Bauweise abgestimmt werden müssen. So sollen das Erfahrungswissen und die Beispiele die Lesenden in ihren eigenen Bemühungen zum Thema «Wildtiere an Gebäuden» unterstützen und für Maßnahmen am eigenen Haus animieren. Weiterlesen →

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TTT: 10 Bücher, auf deren Cover mehr als eine Person zu sehen ist


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Parasiten von Parasiten

Parasiten sind die Geißel der Menschheit … oder eigentlich für alle Lebewesen. Aber … auch Parasiten sind nicht vor Parasitzen sicher. Ausgleichende Gerechtigkeit oder anders ausgedrückt: Hyperparasitismus.
Man unterscheidet obligate Hyperparasiten, die für ihre Entwicklung zwingend auf eine andere Art angewiesen sind, die selbst parasitisch lebt, und fakultative Hyperparasiten, die daneben auch primäre Wirte akzeptieren; in der Regel befallen diese den Primärwirt, und dann, wenn dieser bereits selbst parasitiert ist, stattdessen den Parasiten. Hyperparasitismus ist verbreitet bei echten Parasiten und bei Parasitoiden. Hier wird begrifflich in der Regel nicht mehr unterschieden, d. h., es ist üblicher, auch in diesem Fall von Hyperparasiten (an Stelle von „Hyperparasitoiden“) zu sprechen. Weiterlesen →

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Zoopresseschau

Tierpark Hagenbeck 16.10.2026
Kinder auf den Spuren der grauen Riesen
Hagenbeck eröffnet neuen Elefantenlehrpfad Eine Hamburger Schulklasse durfte den neuen Elefantenlehrpfad im Tierpark Hagenbeck feierlich einweihen. An insgesamt sechs Lernstationen erfuhren sie Wissenswertes über die unterschiedlichen Elefantenarten, ihre Kommunikation, Anatomie und Ernährung sowie Bedrohung und Schutz. Dabei konnten echte Elefantengeräusche an einer Kurbel selbst erzeugt und der eigene Fußabdruck mit dem eines Dickhäuters verglichen werden. Es gab großes Staunen, als die Kinder erkannten, dass sie durch eine historische Elefantentransportkiste gegangen sind. Im Anschluss konnte ein Backenzahn hautnah unter die Lupe genommen werden. „Artenschutz beginnt mit Wissen, denn man schützt nur das, was man kennt. Wir möchten Menschen für die faszinierende Welt der Elefanten begeistern, indem wir umfangreiche und anschauliche Informationen über die Tiere bereitstellen. Damit schaffen wir die Grundlage für mehr Bewusstsein und fördern das Engagement sich für den Schutz der Tiere einzusetzen. Das stärkt langfristig den Artenschutz“, erklärt Mira Kuhnhardt, Artenschutzbeauftragte des Tierpark Hagenbeck. Neben biologischen Fakten beleuchtet der Lehrpfad auch die traditionsreiche Geschichte der Elefanten bei Hagenbeck. Zugleich richtet sich der Blick nach vorn. Informationen zu zukünftigen Entwicklungen zeigen, wie sich die Haltung und der Schutz von Elefanten weiterentwickeln sollen. „Elefanten kommunizieren auf vielfältige Weise und pflegen enge soziale Beziehungen. Ich freue mich, wenn wir mit dem Lehrpfad Einblicke in die Welt der sanften Riesen vermitteln können.“, so Michael Schmidt, Reviertierpfleger im Elefantenhaus Mit dem neuen Elefantenlehrpfad erweitert Hagenbeck sein Bildungsangebot um einen Ort, der Wissen und Erlebnis miteinander verbindet. Die interaktiven Stationen fördern die Auseinandersetzung mit biologischen Zusammenhängen, vermitteln Einblicke in die Arbeit mit Elefanten und sensibilisieren für die Bedeutung des Artenschutzes. „Verständnis ist die Grundlage für wirksamen Artenschutz. Deshalb fördern wir Projekte sehr gern, die Menschen für Tiere und Natur begeistern.“, erklärt Cord Crasselt, Vorstandsmitglied der Stiftung Hagenbeck. Die Stiftung Hagenbeck hat dieses Projekt gefördert und finanziell ermöglicht. Weiterlesen →

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Ausgestorbene Hauspferderassen 4

Ausgestorbene Hauspferderassen
Ausgestorbene Hauspferderassen 2
Ausgestorbene Hauspferderassen 3

Yorkshire Coach Horse (The horse, its treatment in health and disease with a complete guide to breeding, training and management, 1906)

Das Yorkshire Coach Horse ist eine ausgestorbene Pferderasse, der durch die Kreuzung des kräftigeren und kompakteren Cleveland Bay mit Vollblütern entstand. Ziel war es, ein schnelleres Kutschpferd zu züchten, da sich die Qualität der Straßen in England verbessert hatte.
Das Pferd ähnelte dem Cleveland Bay stark, war jedoch größer, besaß einen feineren Kopf sowie einen feineren Knochenbau und trat in den Farben Braun oder Dunkelbraun auf. Im Jahr 1905 schrieb J. Wortley Axe: „In den meisten ihrer wesentlichen Eigenschaften sind sich der Cleveland Bay und das Yorkshire Coach Horse jedoch sehr ähnlich; beide Varianten repräsentieren den besten Typ schwerer Kutschpferde, über den wir verfügen.“ Manche bezeichneten das Pferd als „New Cleveland Bay“ (neuen Cleveland Bay). Außenstehende konnten die beiden Schläge oft nicht voneinander unterscheiden, und viele Pferde, die in europäischen Zuchtbüchern für Kutschpferde als Cleveland Bay eingetragen waren, waren in Wirklichkeit Yorkshire Coach Horses.
Es gab Diskussionen darüber, ob das Yorkshire Coach Horse eine eigenständige Rasse oder lediglich ein Typ war. Dies lag daran, dass seine Existenzzeit relativ kurz war, Züchter vorwiegend Kreuzungen der ersten und zweiten Generation zwischen Vollblütern und Cleveland Bays verwendeten und viele keinen Unterschied zwischen dem Yorkshire Coach Horse und dem Cleveland Bay erkennen konnten. In Nordamerika wurden Yorkshire Coach Horses im Zuchtbuch des Cleveland Bay geführt und meist auch als Cleveland Bays bezeichnet. Im Jahr 1886 wurde in England ein eigenes Zuchtbuch für das Yorkshire Coach Horse eingerichtet, in dem Pferde mit einem Anteil von drei Vierteln Cleveland Bay und einem Viertel Vollblut verzeichnet waren. Das Zuchtbuch wurde 1936 aufgrund des Aussterbens der Rasse geschlossen.
Laut Chris Berry von der „Yorkshire Post“ war „das späte 18. Jahrhundert das goldene Zeitalter des Kutschenfahrens. Yorkshire Coach Horses wurden in die ganze Welt exportiert, um als Gespannpferde – etwa als Paare oder Vierspänner – zu dienen. Während der Hochsaison in London konnte man jeden Nachmittag Hunderte von Gespannen mit Yorkshire Coach Horses im Hyde Park sehen.“ Weiterlesen →

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