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Portrait: Bahama-Felsenleguan

Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Familie: Leguane (Iguanidae)
Gattung: Wirtelschwanzleguane (Cyclura)
Art: Bahama-Felsenleguan (Cyclura cychlura)

Bahama-Felsenleguan (Tiergarten Schönbrunn)

Der Bahama-Felsenleguan Cyclura cychlura ist ein massiger, ausgesprochen kräftiger Leguan mit breitem Kopf, muskulösen Gliedmaßen und langem Schwanz. Große Tiere können etwa 1,2–1,5 Meter erreichen, wobei der Schwanz einen erheblichen Anteil ausmacht.
Der Bahama-Felsenleguan ist je nach Unterart graubraun, olivgrün, bräunlich oder dunkelgrau, gelegentlich mit rötlichen oder orangefarbenen Partien.
Eine Reihe ausgeprägter Stachelschuppen verläuft vom Nacken über den Rücken.
Der Schwanz ist kräftig, mit ringförmig angeordneten Schuppen. Wie andere Arten der Gattung auch weist der Bahama-Felsenleguan einen Geschlechtsdimorphismus auf. Männchen werden gewöhnlich größer und besitzen massigere Köpfe sowie ausgeprägtere Schenkelporen, die zur Abgabe von Pheromonen dienen. Weiterlesen →

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Portrait: Schwarzbrustdrossel

Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Drosseln (Turdidae)
Unterfamilie: Turdinae
Gattung: Echte Drosseln (Turdus)
Art: Schwarzbrustdrossel

Schwarzbrustdrossel (Zoo Plzen)

Die Schwarzbrustdrossel erreicht eine Körperlänge von ca. 24 Zentimetern.
Zwischen den Geschlechtern besteht ein starker Sexualdimorphismus. Die Oberseite einschließlich der Flügeldecken und der Schwanzfedern zeigt bei den Männchen eine blaugraue Farbe. Kopf, Hals, Kehle und Brust sind schwarz, die Unterseite orangefarben. Weibchen haben eine graubraune Ober- sowie eine überwiegend orangefarbene Unterseite. Die Brust ist cremefarben und mit vielen kleinen braunen Flecken versehen. Der Schnabel ist bei beiden Geschlechtern gelb, die Iris schwarz und von einem gelben Ring umgeben, Beine und Füße haben eine rötlich graugelbe Farbe. Weiterlesen →

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Neues aus der Wissenschaft – Hauspferde

Selektion am GSDMC-Locus bei Pferden und deren Auswirkungen auf die menschliche Mobilität
„Selection at the GSDMC locus in horses and its implications for human mobility“
Xuexue Liu, Yaozhen Jia, Jianfei Pan, Yanli Zhang, Ying Gong, Xintong Wang, Yuehui Ma, Nadir Alvarez, Lin Jiang und Ludovic Orlando.
Veröffentlicht am 28. August 2025 in Science, Band 389, S. 925–930.
Die Studie zeichnet eine plausible genetische Abfolge der Pferdedomestikation nach: Zunächst wurden offenbar besser beherrschbare Tiere bevorzugt, erst anschließend setzte eine außerordentlich starke Auswahl auf einen für Körperbau und Bewegungsleistung bedeutsamen Genombereich ein.
Am Gen ZFPM1, das bei Mäusen unter anderem das Angstverhalten beeinflusst, wird vor ungefähr 5.000 Jahren positive Selektion erkennbar. Das deutet darauf hin, dass eine geringere Reaktivität beziehungsweise bessere Führbarkeit zu den frühesten Zuchtzielen gehörte.
Etwa 4.750 Jahre vor heute begann dann eine besonders starke Selektion am GSDMC-Locus. Die begünstigten Regulationsvarianten waren ungefähr 4.150 Jahre vor heute bereits sehr häufig – genau in jener Phase, in der sich die Abstammungslinie moderner Hauspferde rasch über Eurasien ausbreitete. PubMed
Die Forscher untersuchten eine zeitlich gestaffelte Serie alter und moderner Pferdegenome. An 266 genetischen Markern, die mit wichtigen Merkmalen in Verbindung stehen, suchten sie nach Veränderungen der Allelhäufigkeit und nach Selektionssignaturen. Für die vertiefte Merkmalszuordnung wurden 71 Pferde unterschiedlicher Zeitstellung und Herkunft ausgewertet; neun Genbereiche zeigten besonders starke Hinweise auf Selektion. sciencenews.org
Die Bedeutung von GSDMC wurde auf mehreren Ebenen geprüft:
Bei Pferden hängen Varianten in dieser Region mit den Körperproportionen zusammen.
Beim Menschen ist der Bereich mit Wirbelsäulen- und Rückenbeschwerden assoziiert.
Mäuse, bei denen das entsprechende Gen experimentell ausgeschaltet wurde, entwickelten geradere Wirbelsäulen, stärkere Vordergliedmaßen und veränderte Bewegungsleistungen.
Träger der begünstigten Pferdevariante hatten rechnerisch ungefähr 20 Prozent mehr Nachkommen – eine außergewöhnlich starke Selektionswirkung. sciencenews.org
Die Ergebnisse sprechen dafür, die Entstehung des Reitpferdes nicht als bloße Folge einer kulturellen Erfindung wie Zaumzeug oder Reittechnik zu betrachten. Frühe Züchter veränderten offenbar auch den Körper des Pferdes: Rückenform, Proportionen, Koordination und Muskelkraft könnten gemeinsam seine Belastbarkeit und schnelle Fortbewegung verbessert haben.
Die Arbeit liefert einen möglichen biologischen Mechanismus für jenen Wandel, der aus gehaltenen Pferden leistungsfähige Transport- und Reittiere machte. Für spätere Rassengeschichte bedeutet dies zugleich: Wesentliche Merkmale des reitfähigen Grundtyps entstanden lange vor den neuzeitlichen Pferderassen und wurden von diesen als gemeinsames genetisches Erbe übernommen. Weiterlesen →

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Peter Wohlleben: Das Seelenleben der Tiere (Rezension)

Eichhörnchen, die sich aufopferungsvoll um ihren Nachwuchs kümmern. Kühe und Wale, die Werkzeuge gezielt einsetzen. Kolkraben, die bindungsstark und treu sind. Ziegen, die Adoptivkinder annehmen. Und Elefanten, die einander beim Namen rufen. Tiere, die ihren Spieltrieb ausleben, einen Gerechtigkeitssinn besitzen, lügen und sich schämen: Lange galten solche Gefühle als dem Menschen vorbehalten.
Bestsellerautor Peter Wohlleben nimmt uns anhand gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse und anrührender Geschichten mit in ein eigenes Universum – die komplexen Verhaltensweisen der Tiere, ihr emotionales und bewusstes Leben. Und er lässt uns unseren Umgang mit ihnen anders wahrnehmen. Der sensationelle Bucherfolg, jetzt mit neuen Beispielen!
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Tina Wälde: Mord im Polarexpress (Rezension)

Manche Zeugen sprechen Norwegisch, andere bellen.
Nach zwanzig Jahren als Kommissarin in Stuttgart tauscht Linda Hellstern den Polizeialltag gegen die verschneite Weite Nordnorwegens. Hier möchte die 45-Jährige die Heimat ihrer Mutter kennenlernen und endlich den Kriminalroman schreiben, von dem sie schon lange träumt.
Dass ihr Golden Retriever Lasse gleich im Polarexpress eine Leiche aufspürt, war allerdings nicht Teil des Plans. Während die Behörden von einem natürlichen Tod ausgehen, lässt Linda der Fall keine Ruhe.
Merkwürdig ist nur, dass Lasse plötzlich ganz eigene Vorstellungen davon hat, wo es weitergeht. Immer wieder zieht er Linda in den verschneiten Wald, scheint Hinweisen zu folgen, die außer ihm niemand wahrnimmt – und zeigt ein auffallendes Interesse an einem ungewöhnlich neugierigen Elch …
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TTT: Buchtitel mit Adelstitel


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Zoobesuche im Oktober

Im Rahmen eines „verlängerten“ Wochenendes nach Heidelberg wurden folgende Zoos besucht:
Zoo Augsburg (der letzte Besuch war im Mai 2026)
Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe (der letzte Besuch war im Mai 2025)
Zoo Heidelberg (der letzte Besuch war im Februar)
Wilhelma (der letzte Besuch war im Februar)
Der Tierpark Oberwald in Karlsruhe wurde zum ersten Mal besucht. Weiterlesen →

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9. Zooreise 2026 – Tag 2: This is Halloween

Der Tag der Rückreise … und kann man wirklich von einer Zooreise sprechen, wenn es nur eine Übernachtung gibt? Andererseits… ist nicht jede Fahrt in einen Zoo eine Reise?
Fragen, die man sich nicht stellen muss. Tatsache ist, dass wir innerhalb dieser zwei Tage fünf Zoos besuchten. Die Zoos in Augsburg und Karlsruhe gestern, Heidelberg und Stuttgart heute.
Und auch heute war uns das Wetter genehm. Es war sogar schon sehr früh sonnig. Und so blieb es den ganzen Tag. Was will man mehr. Weiterlesen →

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Zoopresseschau

Tierpark Gotha 30.10.2026
Ein Zuhause für Mara, Nashik und Aurora
Tierpark Gotha stellt seine drei Tiger vor und gibt Einblicke in ihre Haltung Neugierig erkunden Mara und Nashik ihre neue Anlage im Tierpark Gotha. Am Freitag, dem 30. Oktober 2026, wurden die beiden Tiger bei einem gemeinsamen Pressetermin vorgestellt. Während Mutter und Sohn zusammenleben, bewohnt die bereits im Juni eingezogene Tigerin Aurora eine eigene, separate Anlage. Damit haben insgesamt drei Tiger mit unterschiedlichen Lebensgeschichten in Gotha ein Zuhause gefunden. Oberbürgermeister Knut Kreuch, Tierparkleiter Patrick Prüß und Tierpfleger Roy Schubert aus dem Bereich der Raubtiere gaben Einblicke in die Eingewöhnung und die tägliche Betreuung der Tiere. Zugleich bot der Termin Gelegenheit, die neu gestaltete Tigeranlage vorzustellen und über die weitere Entwicklung des Tierparks zu berichten. Die beiden Tiger waren am 15. Oktober wohlbehalten in Gotha angekommen. Den Transport nach Deutschland hatte der erfahrene Spezialist für Zootiertransporte Roy Smith übernommen. „Ich freue mich sehr, dass die Tiger endlich da sind und der Transport so problemlos verlaufen ist“, erklärte Tierparkleiter Patrick Prüß. Nach ihrer Ankunfterhielten die Tiere zunächst Zeit und Ruhe, um ihre neue Umgebung und ihre Bezugspersonen kennenzulernen. Inzwischen nutzen sie die verschiedenen Bereiche ihrer Anlage ausgiebig. Die 13-jährige Mara und ihr 10-jähriger Sohn Nashik stammen aus dem ehemaligen Filmtierpark Eschede. Nach dessen Schließung wurden sie vorübergehend in der spanischen Auffangstation Primadomus der Tierschutzorganisation AAP betreut, während in Gotha ihre neue Unterkunft entstand. Mara ist die Tochter der im Mai verstorbenen Tigerin Indira, Nashik deren Enkel. Mit ihrer Aufnahme setzt der Tierpark die bereits mit Indira begonnene Übernahme von Verantwortung für diese Tiere fort. Mutter und Sohn wurden schon in Spanien erfolgreich wieder zusammengeführt. Auch in Gotha verbringen sie viel Zeit miteinander. Dabei hat häufig die deutlich kleinere, orange-schwarz gestreifte Mara das Sagen. Ihr weißer Sohn Nashik folgt ihr trotz seiner stattlichen Größe. Die neue Anlage bietet den beiden Klettermöglichkeiten, Kratzbäume, erhöhte Holzhäuser und Wasserbecken. Im Tigerhaus stehen geschützte Rückzugsbereiche und eine Fußbodenheizung zur Verfügung. Zugleich ist die Anlage so konzipiert, dass beide Tiere bei Bedarf jeweils einen eigenen Innenbereich und Außenbereich nutzen können. Zur Fütterung werden sie getrennt, damit jeder seine vorgesehene Portion in Ruhe aufnehmen kann. Nashik wurde kastriert, um eine Fortpflanzung zwischen den verwandten Tieren auszuschließen. Aurora hat ihren eigenen Platz gefunden Bereits im Juni kam die zehnjährige Tigerin Aurora aus dem Serengeti-Park Hodenhagen nach Gotha. Dort hatte sie mit mehreren Tigern zusammengelebt. Da es innerhalb der Gruppe zunehmend zu Auseinandersetzungen kam, wurde für Aurora ein geeigneter neuer Lebensplatz gesucht. Der Tierpark Gotha konnte ihr diesen in der nach Indiras Tod frei gewordenen Anlage bieten. Ihre Aufnahme ist damit auch ein Beispiel für die gegenseitige Unterstützung zoologischer Einrichtungen im Sinne des Tierwohls. Aurora hat sich inzwischen ebenfalls gut eingelebt. Sie bewohnt das für die Tigerhaltung umgebaute ehemalige Bärengehege mit dem zugehörigen Tigerhaus. Ihre Haltung erfolgt unabhängig von Mara und Nashik. Tiger leben in freier Wildbahn überwiegend als Einzelgänger. Ob Tiere in menschlicher Obhut gemeinsam gehalten werden können, hängt von ihrer individuellen Verträglichkeit ab. Die beiden Anlagen ermöglichen es dem Tierpark, diesen unterschiedlichen Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Unterstützung für die Tiger und den Tierpark Auch persönlich engagieren sich die Unterstützer für die drei Tiger: Rüdiger Topf, Geschäftsführer der rp Gotha GmbH und als Architekt an der Planung der Tigeranlagen beteiligt, hat die Patenschaft für Aurora übernommen. Maximilian Fulsche, Geschäftsführer der Bystronic Maschinenbau GmbH Gotha, ist Pate von Mara. Die ehemalige Tierparkleiterin und Fachtierärztin für Zoo-, Wild und Gehegetiere Dr. Angelika Wimmer begleitet Nashiks weiteren Weg als Patin. Sie hatte die Entwicklung der Tigeranlagen und die Vorbereitungen für die Aufnahme der Tiere maßgeblich mitgestaltet. Neben Fulsches persönlicher Patenschaft besteht auch eine Partnerschaft zwischen Bystronic und dem Tierpark. Das Unternehmen unterstützt die Einrichtung seit einer Spendenaktion zum Thüringentag 2025. Ein sichtbares Zeichen dieser Verbundenheit ist der lebensgroße Stahltiger, den Bystronic dem Tierpark schenkte und der im Juni seinen Platz auf dem Gelände erhielt. Weitere Schritte stehen bereits an: Nach Angaben von Patrick Prüß sollen auf die neue Tigeranlage zahlreiche große und kleine Projekte folgen. Als Nächstes steht die Fertigstellung des neuen Besucherparkplatzes an. Auch der Eingangsbereich wird derzeit umgestaltet. Darüber hinaus sollen die Haltungsbedingungen weiter verbessert und die Tieranlagen für Tiere und Gäste attraktiver gestaltet werden. Die Geschichten von Mara, Nashik und Aurora bieten zugleich Gelegenheit, den Blick auf ihre bedrohten wildlebenden Verwandten zu richten. Bengaltiger, auch Königstiger genannt, leben vor allem in Indien sowie in Nepal, Bhutan und Bangladesch. Wilderei und der Verlust ihrer Lebensräume gefährden ihr Überleben. Tiger gelten weltweit als stark gefährdet. Während in Gotha die langfristige Betreuung der aufgenommenen Tiere im Mittelpunkt steht, bleibt der Schutz ihrer natürlichen Lebensräume eine zentrale Aufgabe des Artenschutzes. Weiterlesen →

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Tierpark Oberwald

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