R. L. Carson: Geheimnisse des Meeres (Rezension)

Denkt man an Rachel Carson (R. L steht für Rachel Louise) fällt einem vielleicht erst ihr bekanntestes Werk DER STUMME FRÜHLING ein. Aber sie hat weitaus mehr geschrieben und getan und ich war neugierig darauf, was an dieser Frau so besonders ist. DER STUMME FRÜHLING kenne ich noch nicht, aber ich habe ein anderes ihrer Bücher zufällig (über einen öffentlichen Bücherschrank) in die Hände bekommen: GEHEIMNISSE DES MEERES.
Aber auch dieses Buch ist bemerkenswert und hat den Ruf der amerikanischen Meeresbiologin gefestigt. Das 1951 erschienene Buch ist das zweite aus ihrer sogenannten Meerestrilogie. Oft als „poetisch“ beschrieben, war es Carsons zweites veröffentlichtes Buch und dasjenige, das sie in die Öffentlichkeit und eine zweite Karriere als Schriftstellerin und Naturschützerin brachte. Einzelne Kapitel und Auszüge erschienen im Vorfeld in Science Digest und Yale Review. Das Kapitel The Birth of an Island („Geburt einer Insel“) gewann den „George Westinghouse Science Writing Preis“ der American Association for the Advancement of Science für den besten wissenschaftlichen Artikel des Jahres 1950. Neun Kapitel des geplanten Buches erschienen als Vorabdruck im Wochenmagazin The New Yorker. Als The Sea Around Us als Buch auf den Markt kam, stand es für 86 Wochen auf der Bestsellerliste der New York Times; es kam später in einer gekürzten Fassung bei Reader’s Digest heraus. Rachel Carson wurde für ihr Buch 1952 mit dem National Book Award und der John Burroughs Medaille sowie zwei Ehrendoktortiteln ausgezeichnet. Weiterlesen

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Pinguine können keinen Käsekuchen backen

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Zoopresseschau

Tierpark Nordhorn 28.12.2024
Über 2.000 Besucher lassen beim „Schoosollenbacken“ das Tierparkjahr ausklingen
Mit dem traditionellen „Schoosollenbacken“ ließen Förderverein, Tierparkmitarbeiter, Nachbarn und Freunde sowie der Groafschupper Plattproater Kring und über 2.000 Besucher das Tierparkjahr ausklingen. „Zwischen den Jahren kommt man mit Freunden und Nachbarn beim Schoosollenbacken zusammen. Diese regionale Tradition leben wir im Nordhorner Familienzoo!“ so Zoodirektor Dr. Nils Kramer. Schon seit 1995 gibt es diese Tradition im Tierpark bei der man gemeinsam am knisternden Feuer das Jahr verabschiedet. „Bei dem kalten Winterwetter haben wir alle gebackenen Schoosollen zugunsten des Fördervereins verkauft!“ freuten sich die vielen Aktiven. Die bis zu 200 Jahre alten Backeisen, von denen viele mit Familienwappen verziert sind, wurden mit dem duftenden Teig in die beiden Öfen gehalten und die frischen Gebäckstücke anschließend an die Besucher abgegeben. Viele Familien betrachteten das Geschehen rund um die Öfen und schauten voller Vorfreude gebannt in die knisternde Glut. Glühwein, Eierpunsch, Waffeln und Bratwurst vom Bunten Bentheimer Schwein rundeten das traditionelle Fest ab und sorgten für einen stimmungsvollen Jahresausklang. Ebenfalls fast von Anfang an dabei und seit Jahren fester Bestandteil waren die Musiker des Groafschupper Plattproater Krings, die mit ihren Musikstücken die Besucher begeisterten und zum Mitsingen verführten. In diesem Jahr gaben die drei Musiker, die gemeinsam über 250 Jahre alt sind, ihr Abschiedskonzert. Zoodirektor Dr. Nils Kramer bedankte sich bei den Musikern im Namen aller Zoomitarbeiter für die jahrzehntelange, musikalische Unterstützung bei vielen Traditionsveranstaltungen und wünschte ihnen mit launigen Worten noch viele gemeinsame Musikabende ohne den Druck der öffentlichen Auftritte. Insgesamt ein bewegender und würdevoller Abschluss des Tierparkjahres. Das Rezept für Schoosollen ist ein wohlgehütetes Geheimnis jeder Familie, welches von Generation zu Generation weitergegeben wird. Der Teig bekommt erst seine Festigkeit, wenn er eine Nacht geruht hat. Ein bewährtes Rezept ist: 4,5 kg Weizenmehl 2 kg Zucker 750 g Butter 4 Eier 2 Liter Wasser 3 EL Öl Nach Geschmack Vanillezucker, Anis, Zimt Weiterlesen

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Zoobesuche im Dezember

Im Rahmen einer kleinen Reise Ende des Monats wurden auch einige Zoos besucht, trotz des Wetters:
Tierpark Hirschfeld
Zoo Dresden
Zoo Hoyerswerda
Zoo Leipzig
Zoo Halle Weiterlesen

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12. Zooreise 2024 – Tag 4: Halle – München

Der Abreisetag sah Besuche im Zoo Halle (bei Tag) und dem Besucherbergwerk Alaunwerk Mühlwand.
Im Zoo Halle konnten wir dann die Kulissen der Lichterwelten bei Tag sehen und natürlich lebende Tiere in Aktion.

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Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

02.01.2025, Deutsche Wildtier Stiftung
Deutsche Wildtier Stiftung unterstützt Kampagne gegen illegale Wildtiervergiftung
Die Vergiftung von Wildtieren gehört in Europa zu den größten Herausforderungen für den Artenschutz. Durch Giftköder gelangen hochtoxische Substanzen wie das Insektizid Carbofuran in die Umwelt und stellen eine tödliche Gefahr für Vögel und Säugetiere dar. Am 2. Dezember startete die europaweite Kampagne „Stop Wildlife Poisoning“, die auf dieses gravierende Problem aufmerksam macht. Initiiert wurde die Kampagne von dem Projekt LIFE EUROKITE, das sich für den grenzüberschreitenden Schutz des Rotmilans in Europa einsetzt. Die Deutsche Wildtier Stiftung unterstützt die Kampagne und fordert strengere Maßnahmen gegen illegale Wildtiervergiftungen.
„Die gezielte Vergiftung von Wildtieren ist ein Verbrechen“, sagt Prof. Dr. Klaus Hackländer, Wildtierbiologe und Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. „Wir unterstützen die Initiative ‚Stop Wildlife Poisoning‘, die ein Bewusstsein für das Problem schafft und politisches Handeln einfordert.“ Die Kampagne deckt die Hintergründe der Vergiftungen auf: Häufig werden Giftköder ausgelegt, um vermeintliche Schädlinge wie Füchse oder Raubvögel zu töten, die Nutztiere bedrohen oder als Konkurrenz für die Jagd wahrgenommen werden. Doch auch viele andere Vogel- und Säugetierarten fressen die Köder und es entstehen sogenannte Todeskreisläufe: Ein Tier frisst den vergifteten Köder und stirbt, ein anderes frisst den Kadaver und stirbt ebenfalls. So setzt sich die Vergiftungskette fort und zieht weitreichende Konsequenzen nach sich. „Wildtiervergiftungen gefährden nicht nur seltene Arten, sondern sind auch Tierquälerei“, sagt Hackländer. „Es ist an der Zeit, dass wir entschieden dagegen vorgehen – mit besserer Strafverfolgung, politischer Verantwortung und konsequentem Schutz der Arten.“
Neben Vergiftung sind auch andere Formen der illegalen Verfolgung von Wildtieren ein großes Problem. Die Deutsche Wildtier Stiftung setzt sich unter anderem für den durch illegale Vogeljagd bedrohten Waldrapp ein, einen der seltensten Vögel der Welt. Er wurde vor Jahrhunderten in Europa ausgerottet und steht heute auf der Roten Liste der Vögel Deutschlands in der Kategorie „Ausgestorben oder verschollen“. Die Deutsche Wildtier Stiftung hilft bei der Wiederansiedlung des seltenen Ibisvogels und der Überwachung seiner Zugrouten. Ziel ist es, durch Besenderungen herauszufinden, wo Waldrappe auf dem Weg zwischen Sommer- und Winterquartier zu Tode kommen, die Todesursache zu klären und illegale Verfolgung zur Anzeige zu bringen.
Mehr Infos zum Waldrapp-Projekt: www.DeutscheWildtierStiftung.de/Naturschutz/Waldrapp-Navigationstraining-fuer-Zugvoegel
Mehr Infos zur Kampagne „Stop Wildlife Poisoning“: www.stopwildlifepoisoning.eu

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Portrait: Krickente

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Anatinae
Tribus: Schwimmenten (Anatini)
Gattung: Eigentliche Enten (Anas)
Art: Krickente (Anas crecca)

Krickente (Wildpark Poing)

Krickenten wiegen zwischen 250 und 400 g, wobei die Männchen etwas schwerer als die Weibchen sind.
Wie bei vielen Entenvögeln üblich, zeigt sich auch bei der Krickente ein ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus. Der Erpel hat einen leuchtend kastanienbraunen Kopf. Beiderseits zieht sich vom Auge ein breiter, glänzend grüner und bogenförmiger Streifen. Dieser reicht bis in den Nacken und ist von einem cremeweißen Rand eingefasst. Bei der Nordamerikanischen Krickente fehlt diese gelbweiße Konturlinie. Die Schnabelseiten sind bei beiden Geschlechtern orange bis grünlich gefärbt.
Im Gegensatz zur ähnlich kleinen Knäkente (Anas querquedula) ist die Brust bei beiden Geschlechtern hell gefärbt. Die Vorderbrust beim Männchen ist dabei gelblich mit einer dunkelbraunen Sprenkelung. Vom kastanienbraunen Vorderhals ist sie scharf abgesetzt. Beiderseits am schwarz gefiederten Hinterteil des Erpels leuchtet je ein buttergelbes Dreieck. Die auffälligen gelben Flecken sind ein wichtiges Arterkennungsmerkmal bei der Feldbeobachtung. Die hellgraue Rückenfärbung ist durch ein weißes Längsband unterbrochen. Ein schwarzes Längsband läuft parallel dazu. Die Körperseiten sind fein grauweiß gestreift. Bei beiden Geschlechtern ist der Flügelspiegel leuchtend grün gefärbt und vorn breit weiß gerandet. Im Schlichtkleid, das der Erpel nach der Mauser trägt, ähnelt er dem Weibchen. Der Wechsel vom Prachtkleid zum Schlichtkleid liegt für die männlichen Tiere zwischen Juni und August. Zwischen September und November wechseln sie wieder ins Prachtkleid.
Die Weibchen tragen im Gegensatz zum Männchen ganzjährig ein unauffällig bräunliches Gefieder, eine äußerliche Unterscheidung der Unterarten gilt bei weiblichen Vögeln als fast unmöglich. Bei den Weibchen sind der Rücken und der Schulterbereich dabei fast braunschwarz, während die Flanken graubraun sind. Das Gefieder auf der Körperoberseite ist grob schuppenartig gemustert. Am Kopf verlaufen ein heller Längsstreifen über dem Auge und ein dunkler, deutlich abgesetzter Längsstreifen durch das Auge. Die Wangen sind hell und die Kehle ist weißlich bis gelbbraun. Im Ruhekleid hat das Gefieder des Weibchens einen größeren Grauanteil. Das Jugendkleid entspricht dem Ruhekleid der weiblichen Altvögel. Bei schwimmenden weiblichen Krickenten ist der grüne Flügelspiegel im hinteren Körperbereich gewöhnlich sichtbar. Das kann als Unterscheidungsmerkmal zu den ähnlich gefärbten Weibchen der Knäkenten genutzt werden. Weiterlesen

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Portrait: Soayschaf

Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Antilopinae
Tribus: Ziegenartige (Caprini)
Gattung: Schafe (Ovis)
Art: (Armenisches) Wildschaf (Ovis gmelini)
Unterart: Hausschaf (Ovis gmelini aries)

Soayschaf (Tierpark Hirschfeld)

Das Soayschaf ist ein primitiver Typ von Hausschaf. Es repräsentiert den Zuchtzustand von Nutzschafen des Neolithikums. Es wurde entweder von frühen Siedlern oder später von Wikingern auf die Insel Soay im St.-Kilda-Archipel vor der schottischen Westküste verbracht und verwilderte dort.
Der Name Soay ist nordischen Ursprungs und bedeutet „Schafsinsel“ (Altnordisch Seyðoy; modernes Isländisch Sauðey). Wegen der Unzugänglichkeit der Insel und des geringen Nutzwertes dieser Tiere blieben sie von menschlichem Einfluss über lange Zeit verschont und konnten ihren ursprünglichen Typus bewahren. Es werden gelegentlich Untersuchungen über Nutzungseignungen bei der Fleischproduktion oder für die Erzüchtung von Schafrassen, die nicht geschoren zu werden brauchen, angestellt. Weiterlesen

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Portrait: Goliathfrosch

ohne Rang: Amphibien (Lissamphibia)
Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Neobatrachia
Familie: Conrauidae
Gattung: Conraua
Art: Goliathfrosch ((Conraua goliath)

Goliathfrosch (Senckenberg Naturmuseum)

Mit einer maximalen Kopf-Rumpf-Länge von etwa 32 (40) Zentimetern ist der Goliathfrosch der größte rezente Froschlurch der Welt. Das schwerste dokumentierte Exemplar wog 3,3 Kilogramm.
Goliathfrösche haben eine relativ spitze Schnauze und sind mit ihren kräftigen Hinterbeinen und langen Schwimmfüßen (mit erweiterten Zehenspitzen) gut ans Leben im Wasser angepasst. Männliche Frösche sind größer als die Weibchen.[4] Die Oberschenkel erreichen bei ausgewachsenen Tieren die Dicke eines menschlichen Handgelenks. Die Schwimmhäute zwischen den Zehen reichen bis zu den Zehenspitzen. Die Pupillen der Augen sind waagerecht gestellt; die äußeren Trommelfelle sind mit einem halben Zentimeter Durchmesser vergleichsweise sehr klein. Über diesen verläuft je eine Hautfalte längs des Hinterkopfes. Während die Haut oberseits etwas runzlig und granuliert ist und eine unscheinbare, grün-bräunliche Färbung aufweist, sind der Bauch und die Innenseiten der Gliedmaßen glatter und oft gelb-orange gefärbt. Weiterlesen

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12. Zooreise 2024 – Tag 3: Tiere und Schokolade

Auf dem Weg nach Halle stand nur ein Zoo auf dem Programm, der Zoo in Leipzig, den ich eigentlich gerne besuche, aber in diesem Jahr tatsächlich noch nicht.
Es tut sich einiges im Zoo und auch wenn Feuerland noch weit entfernt von der Fertigstellung ist, so haben sich neue Baustellen aufgetan und alte Volieren wurden dem Erdboden platt gemacht.
Es war ziemlich kalt, aber wir konnten uns in Aquarium, Gondwanaland, Pongoland und dem Alten Vogelhaus aufwärmen. Gondwanaland war eine kleine Überraschung, so viele freilebende Tiere haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Neben diversen Enten, Rallen und Tauben waren das auch die Jakarinitangaren, die mit ihrem Balzritual (innerhalb einer Minute mehrere Sprünge in die Luft mit begleitendem Gesang) auf sich aufmerksam machten. Weiterlesen

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