Haushund/Wildhund-Hybride

Wolf (Zoo Mulhouse)

Starten wir mit einem Ausflug in die Kindheit … in der Schule durften (manchmal muss man auch sagen mussten) wir Filme im Unterricht sehen, die extra für Bildungszwecke. Meiner Erinnerung nach waren diese nicht vergleichbar mit den Dokus, die man im TV zu sehen bekam, aber eine ist doch hängengeblieben (nicht vollständig, aber immerhin soweit, dass ich mich an manche Dinge noch nach Jahrzehnten erinnern kann). Darin ging es um Erik Zimen und seine Forschung. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreibe einen Kommentar

Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

10.11.2025, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Unbekanntes Deutschland: Forschende starten Inventur der Biodiversität
Die Artenvielfalt ist selbst in Deutschland zu großen Teilen unbekannt. Um diese Wissenslücken zu schließen, haben sich acht deutsche Forschungseinrichtungen in der Initiative „Unbekanntes Deutschland“ zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, bisher unentdeckte Arten systematisch zu erfassen, zu beschreiben, ihre ökologische Bedeutung besser zu verstehen und daraus Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Die Initiative vereint taxonomische Expertise, naturkundliche Sammlungen und moderne Technologien mit der Beteiligung von Citizen Scientists. Auf diese Weise soll eine umfassende Inventur der Biodiversität Deutschlands entstehen.
Alle Lebewesen – ob wir sie schon kennen oder sie noch im Verborgenen leben – spielen eine wichtige Rolle für das Funktionieren von Ökosystemen und die Leistungen, die sie für uns erbringen. Insekten bestäuben Pflanzen und helfen, Schädlinge auf natürliche Weise in Schach zu halten. Pilze sind unverzichtbar für den Nährstoffkreislauf, bilden enge Partnerschaften mit zahlreichen Gefäßpflanzen und werden zudem in Industrie und Medizin vielfältig genutzt. Die Lebewesen im Boden bauen organisches Material ab und halten so den Nährstoffkreislauf in Gang, speichern Kohlenstoff, regulieren Wasser und liefern Nährstoffe für den Aufbau von Biomasse, die als Nahrung oder Energie genutzt werden kann. „Trotz all dieser und vieler weiterer bekannter Zusammenhänge wissen wir über die grundlegendste Frage der Biodiversität – wie viele Arten es tatsächlich auf der Erde gibt – noch immer viel zu wenig und haben keine verlässlichen Zahlen“, erklärt Erstautorin der neuen Studie Dr. Ricarda Lehmitz vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz und fährt fort: „Während der ‚Catalogue of Life‘ derzeit 2,3 Millionen rezente Arten auflistet, reichen die Schätzungen der globalen Artenvielfalt von fast 9 Millionen bis hin zu mehreren Milliarden Arten – wenn man berücksichtigt, dass der Großteil des Lebens aus mikrobiellen Arten besteht. Selbst in der Bundesrepublik Deutschland, einem Land mit langer Tradition naturkundlicher Forschung, ist unsere Wissenslücke enorm.“
Vor diesem Hintergrund haben sich acht deutsche Forschungseinrichtungen –das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB), das Naturkundemuseum Stuttgart, das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen, das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), das Museum für Naturkunde in Berlin, das Naturkundemuseum Karlsruhe, die Zoologische Staatssammlung München und die Senckenberg Gesellschaft für Naturkunde – in der Initiative „Unbekanntes Deutschland“ zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, die bisher unbekannten Arten in Deutschland zu entdecken, zu beschreiben, besser zu verstehen, angepasste Schutzkonzepte zu entwickeln sowie die Öffentlichkeit für die namenlose Vielfalt zu sensibilisieren. Das Konsortium vereint Forschungsinstitute, naturkundliche Sammlungen, unabhängige Expert*innen sowie Museen mit Erfahrung in Wissenschaftskommunikation und -transfer. „Deutschland ist reich an naturkundlichem Wissen und Forschungsinfrastruktur, über 147 Millionen naturkundliche Sammlungsstücke werden in der Bundesrepublik aufbewahrt. Dieses enorme Erbe bietet eine ideale Ausgangsbasis, um zu zeigen, wie man die Vielfalt des Lebens gezielt und systematisch erfassen kann – durch die Kombination von Fachwissen, naturkundlichen Sammlungen, Citizen-Science-Projekten, modernen Technologien und Bildungsarbeit“, erläutert Prof. Dr. Bernhard Misof, LIB-Generaldirektor und Mitautor der Studie.
Laut Artenlisten und den Bewertungen der Roten Liste Deutschlands leben in Deutschland derzeit etwa 48.000 Tierarten, 9.500 Pflanzenarten und 16.000 Pilzarten. Doch diese Zahlen geben längst nicht die ganze Vielfalt in den 16 Bundesländern wieder, so das Forschungsteam. Während Wirbeltiere und Gefäßpflanzen relativ gut dokumentiert sind, gibt es große Wissenslücken bei Insekten und anderen wirbellosen Tieren, Pilzen, Bakterien sowie Ein- und Mehrzellern. Für diese existieren bisher weder vollständige Artenlisten noch Rote-Liste-Bewertungen. Wenn man das für gemäßigte Regionen übliche Verhältnis von Pilzen zu Pflanzen – 5:1 – anwendet, könnte Deutschland rund 48.000 Pilzarten beherbergen. Das bedeutet, dass aktuell etwa 65 Prozent dieser Pilze noch nicht dokumentiert wurden. Mithilfe von Metabarcoding-Daten aus 75 in ganz Deutschland aufgestellten Insektenfallen konnten Forschende 10.803 Insektenarten identifizieren. Gleichzeitig zeigte sich, dass weitere 21.043 Arten entweder noch keinen Referenzbarcode besitzen oder bislang unbeschrieben sind. „Regenwürmer, Käfer und Tausendfüßer sind recht gut bekannt, bei einigen Milbengruppen und Springschwänzen kennt man zwar die meisten Arten, weiß aber kaum etwas über ihre Bestandsentwicklungen und Funktionen. Bei anderen Milbengruppen oder auch bei den Fadenwürmern sind wir von vollständigen Artenlisten weit entfernt“, so Lehmitz und weiter: „Noch deutlicher wird die unbekannte Vielfalt, wenn man sogenannte ‚kryptische‘ Arten berücksichtigt, die äußerlich kaum zu unterscheiden sind.“
Auch über die Rollen dieser Arten im Ökosystem oder über ihre genetische Vielfalt sei viel zu wenig bekannt, heißt es in der Studie. In der Initiative „Unbekanntes Deutschland“ sollen daher alle Lebensformen – von Bakterien und Archaeen über Pilze, Protisten und Pflanzen bis hin zu kleinen und großen Tieren – in terrestrischen, Süßwasser- und Meeresökosystemen und auf allen Ebenen, von der molekularen Ebene bis hin zu ganzen Ökosystemen, untersucht werden. „Ein Beispiel zeigt, dass solch eine gezielte Forschungsarbeit wirkt: Die erfassten Süßwasser-Diatomeen in Deutschland stiegen in den letzten 20 Jahren durch intensive taxonomische Forschung um 46 Prozent, von 1.437 auf 2.103 Taxa“, so Lehmitz.
Mit herkömmlichen Methoden würde eine vollständige Erfassung der Biodiversität Deutschlands Jahrhunderte dauern, betont das Forschungsteam. Dank modernster Technologien wie Hochdurchsatz-Sequenzierung, künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen, Datenintegration und Ökosystemmodellierung lassen sich diese Prozesse heute jedoch deutlich beschleunigen. Auch Citizen-Science-Projekte und Biodiversitätsdatenbanken spielen eine wichtige Rolle, indem sie Expert*innen bei der umfangreichen taxonomischen, ökologischen und naturschutzrelevanten Arbeit unterstützen.
„Mit der Initiative ‚Unbekanntes Deutschland‘ kombinieren wir moderne Ansätze mit fundierter taxonomischer Expertise und der Beteiligung der Öffentlichkeit, um in absehbarer Zeit eine umfassende Inventur der Biodiversität zu ermöglichen. Ich bin überzeugt, dass beispielsweise die Entdeckung neuer Spinnen- oder Ameisenarten in Deutschland das Interesse an biologischer Vielfalt weckt und in den Medien hohe Aufmerksamkeit findet“, gibt Senckenberg-Generaldirektor Prof. Dr. Klement Tockner, Letztautor der Studie, einen Ausblick und fährt fort: „Erste Schritte sind bereits getan: In einem gemeinsamen Workshop wurden bestehende Wissenslücken identifiziert, Finanzierungsmöglichkeiten geprüft und konkrete Projekte vorbereitet. Die Entdeckung, Beschreibung, funktionale Charakterisierung und Vermittlung der bislang unbekannten Biodiversität Deutschlands ist eine enorme, aber notwendige Aufgabe, wenn wir den unumkehrbaren Verlust biologischer Vielfalt aufhalten wollen.“
Originalpublikation:
Lehmitz, R., Hohberg, K., Husemann, M. et al. Unknown Germany – An integrative biodiversity discovery program. npj biodivers 4, 41 (2025). https://doi.org/10.1038/s44185-025-00108-3 Weiterlesen

Veröffentlicht unter Wissenschaft/Naturschutz | Schreibe einen Kommentar

Portrait: Ūrī Mā’ohi

Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Hunde (Canidae)
Gattung: Wolfs- und Schakalartige (Canis)
Art: Wolf (Canis lupus)
Unterart: Haushund (Canis lupus familiaris)

Mögliche Darstellung des Tahiti-Hundes von der ersten Reise von James Cook,

Der Tahiti-Hund (Tahitianisch: ʻŪrī Mā’ohi, wörtlich „einheimischer Hund“) ist eine ausgestorbene Hunderasse von Tahiti und den Gesellschaftsinseln.
Er war ein wesentlicher Bestandteil der traditionellen tahitischen Gesellschaft; sein Fleisch wurde in der tahitischen Küche verwendet, und andere Teile des Hundes dienten zur Herstellung von Werkzeugen und Schmuck. Hunde wurden vegetarisch ernährt und bei Festen als Delikatesse serviert. Europäische Entdecker waren die ersten Außenstehenden, die ihre Existenz beobachteten und dokumentierten. Sie wurden frühen Entdeckern, darunter Kapitän James Cook, serviert. Der Tahiti-Hund verschwand nach der Einführung fremder europäischer Hunde als eigenständige Rasse.

Tahiti-Hunde wurden als klein bis mittelgroß beschrieben und ähnelten in ihrer Größe Terriern oder Dackeln mit krummen Beinen. Ihr Fell war meist braun, weiß oder rostgelb mit kleinen Abzeichen. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Ausgestorben, Tierportrait | Verschlagwortet mit , | Schreibe einen Kommentar

Portrait (Europäischer) Wels

Kohorte: Otomorpha
Unterkohorte: Ostariophysi
Ordnung: Welsartige (Siluriformes)
Familie: Echte Welse (Siluridae)
Gattung: Silurus
Art: Europäischer Wels (Silurus glanis)

Wels (Naturkundemuseum Konstanz)

Die Welse sind stämmige Fische mit langgestrecktem Körper, großem, breitem Kopf und glatter, schleimiger und vollständig schuppenloser Haut. Der Rumpf ist im vorderen Bereich kräftig gebaut und im Querschnitt rund, hinter dem After seitlich abgeflacht und schlanker. Die Zahl der Rippen liegt bei 72 bis 74. Eine vollständig entwickelte Seitenlinie verläuft entlang der Flanken und weist 70 bis 75 Kanälchen auf. Der Kopf macht mehr als 20 Prozent der Gesamtlänge aus und ist breit und abgeflacht mit kleinen Augen, die seitlich hinter einem Paar langer, knorpelverstärkter und hoch beweglicher Barteln am Oberkiefer sitzen. Zwei Paare kürzerer, unbeweglicher Barteln sitzen am Kinn. Die vorderen Nasenöffnungen treten deutlich hervor und liegen auf Höhe der Oberkieferbarteln zwischen diesen. Die hinteren Nasenöffnungen liegen dicht dahinter und sind gut entwickelt, was auf einen guten Geruchssinn hinweist. Das Maul ist groß, breit und endständig mit – vor allem bei älteren Tieren – vorragendem Unterkiefer und fleischigen Lippen. Die Zähne sind kleine, flache und nach hinten gerichtete Bürstenzähne. Sie sitzen im Unterkiefer in vier oder fünf Reihen, die in der Mitte durch die Kiefernaht geteilt sind. Zähne sitzen auch am Gaumen- und Pflugscharbein sowie an den Kiemenbögen, wo sie besonders klein sind. Die Kiemenöffnung ist groß und tief geschlitzt, ihr häutiger Rand bedeckt die Basis der Brustflossen. Die ventral sich überlappenden Branchiostegalmembranen haben 15 bis 16 Branchiostegalstrahlen, die Kiemenreuse zwölf Dornen. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Tierportrait | Verschlagwortet mit | Schreibe einen Kommentar

Portrait: Deutsches Lachshuhn

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Gattung: Kammhühner (Gallus)
Art: Bankivahuhn (Gallus gallus)
Unterart: Haushuhn (Gallus gallus domesticus)

Deutsches Lachshuhn (Zoo Hoyerswerda)

An der Entstehung dieser Rasse waren mehrere Mastrassen beteiligt, darunter Brahma und Dorking. Auch das Houdan wurde hier eingekreuzt. Deutsche Lachshühner weisen eine Reihe von Besonderheiten auf. Das Lachshuhn hat eine bemerkenswerte Geschlechtsdimorphie: Hähne und Hennen sehen farblich extrem unterschiedlich aus.S ie haben eine Bartbefiederung mit Halskrause am Kopf. Dies ist auf die Einkreuzung von Houdanhühnern zurückzuführen. Während andere Rassen vier Zehen haben, ist das Deutsche Lachshuhn fünfzehig. Hennen haben ein lachsfarbenes Gefieder. Die Körperbefiederung ist sehr dicht, wenn auch nicht so stark ausgebildet wie beim Brahma oder beim Cochin.
Der Name stammt von der lachsfarbenen Gefiederfarbe der Hennen.
Deutsche Lachshühner zeichnen sich durch eine gute Lege- und Mastleistung aus. Sie gelten daher als Zweinutzungsrasse. Von ihrem Wesen her gelten sie als zutraulich. Da sie nur wenig zum Fliegen neigen, eignen sie sich für eine Freilandhaltung. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Tierportrait | Verschlagwortet mit , | Schreibe einen Kommentar

Let‘s talk about … Macrauchenia (et al)

Riesenfaultier und Macrauchenia, Ausmalbild (ChatGPT)

Am vergangenen Freitag habe ich ein paar Ausmalbilder präsentiert … darunter auch ein seltsames Tier, das sich Macrauchenia nennt. Dabei handelt es sich nicht um eine ausgestorbene Tierart, die vermutlich kaum bekannt sein dürfte, trotz ihres merkwürdigen Aussehens. Nachdem man auch auf dem Beutelwolf-Blog nichts über Macrauchenia findet, nehme ich das zum Anlass, um diese Tierart und ihre Verwandten vorzustellen.
Macrauchenia ist eine Gattung aus der Gruppe der Südamerikanischen Huftiere, die während weiter Teile des Känozoikums in Südamerika lebten und erst im Pleistozän bis Mittleren Holozän ausstarben. Heute lebende Huftiere auf dem südamerikanischen Kontinent sind „moderne“ Arten, die in keinerlei Verwandtschaftsverhältnis zu Macrauchenia und Verwandten stehen. Bereits Charles Darwin sammelte auf seiner Reise mit der HMS Beagle Fossilien von Macrauchenia. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Ausgestorben | Schreibe einen Kommentar

TTT: 10 Bücher, die ein Fantasywesen auf dem Cover haben

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Top Ten Thursday | 11 Kommentare

Christine Rechl: Die wunderbaren Schafe der Amelie und der Tote im Englischen Garten (Rezension)

Die Künstlerin Amelie betreibt in München einen Laden für Wollwaren. Mit ihrer kleinen Schafherde und dem Rauhaardackel Josef verbringt sie den Advent auf dem Künstlerweihnachtsmarkt im Englischen Garten. Die weihnachtliche Atmosphäre wird jäh unterbrochen, als am Nikolausmorgen ein Toter vor Amelies Schäferwagen liegt. Nur die Schafe haben gesehen, wer Sepp, den Wurstbrater vom Viktualienmarkt, dort abgelegt hat. Schnell fällt der Verdacht auf die Veganer, aber Amelie verfolgt eine andere Spur und greift dabei zu unkonventionellen Mitteln.
Manchmal würde man sich wünschen, dass der Winter wieder das ist was es den Kindheitserinnerungen nach war … schneereich. Aber manchmal hilft es auch sich einfach bei Kerzenlicht in die Decke zu mümmeln und einen Weihnachtskrimi zu lesen … wobei … so der Weihnachtskrimifan bin ich nicht und was Weihnachten anbelangt … die schönen Dinge dieser Zeit haben mit Weihnachten nichts zu tun. Aber ich schweife ab, wobei… kann man abschweifen wenn man noch nicht einmal beim Thema war? Weiterlesen

Veröffentlicht unter Rezension | Schreibe einen Kommentar

James Rebanks: Insel am Rand der Welt (Rezension)

Die Eiderente im Blog
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Rezension | Schreibe einen Kommentar

Theresa Breslin: Drachen. Märchen und Mythen aus aller Welt (Rezension)

n diesem Märchenbuch finden sich die schönsten und spannendsten Drachenlegenden aus aller Welt. Hast du schon vom ägyptischen Drachen Apep gehört, der die Sonne verschlang? Oder von Jörmungandr, dem sagenumwobenen Sohn Lokis, über den die alten Wikinger berichteten? Die meisterhaft in Pastellkreide und Aquarell gestalteten Illustrationen hauchen jeder Geschichte ihren ganz eigenen Zauber ein. Am Ende jedes Kapitels erfährt man außerdem, wie diese Mythen bis heute lebendig gehalten werden.
DRACHEN bringt schon jungen Lesern und Leserinnen (oder Zuhörern und Zuhörerinnen) die Welt der Drachen näher. Dabei handelt es sich um alte Geschichten aus verschiedenen Kulturen, jenseits vom dem was der Jugendliche/Erwachsene heutzutage durch Game of Thrones et al zu wissen glaubt. Diese von Theresa Breslin nacherzählten Geschichten sind weitaus älter. Der Leser macht eine Reise über China bis nach Japan, über Skandinavien, Ägypten, Mexiko und Indien. Und so vielseitig die Länder mit ihren Geschichten sind, so sind es auch die Drachen, mal weise, mal böse, mal eher an eine Schlange erinnernd … 160 Seiten erscheinen nicht viel, geben aber doch sehr unterschiedliche Drachengeschichten wieder.
Kann man lesen, kann man sich aber auch vorlesen lassen … unterhaltsam, spannend und unblutig, also wirklich dazu geeignet auch schon bei kleinen Kindern Drachenfieber zu erzeugen.
Die handgezeichneten Illustrationen aus Pastellkreide, Tusche und Aquarellfarbe von Kate Leiper sorgen für ein einmaliges visuellen Erlebnis.

Drachen. Märchen und Mythen aus aller Welt bei amazon (AffiliateLink)

(Rezensionsexemplar)

Veröffentlicht unter Rezension | Schreibe einen Kommentar