Nacht der Umwelt 2019 – So war’s

Einmal im Jahr findet in München die Nacht der Umwelt statt. Zahlreiche Vorträge und Führungen (die trotz Namens bereits am Nachmittag beginnen und meist vor Mitternacht beendet sind) bringen die zahlreichen Facetten der Münchner Umwelt nahe. In den letzten Jahren (2018, 2017, 2015, 201seit Jahrzehnten nicht mehr dort4).
In diesem Jahr besuchte ich drei unterschiedliche Veransatltungen:
Eine Führung durch den „Kosmos Kaffee„, einer Sonderausstellung des Deutschen Museums
Eine Backstage-Führung durch das Münchner Sea Life
Eine Führung durch das Dschugelzelt des Münchner Tierparks
Es war ein bisschen stressig…
Meine Nacht der Umwelt startete kurz nach 14 Uhr. Die Führung im Deutschen Museum begann bereits um 14.45. Früh für eine Nacht, aber es wäre nicht rentabel gewesen die Fühung durch die Sonderausstellung
Ursprünglich wollten wir nicht am Deutschen Museum parken, aber nachdem wir an der Trambahnstrecke keinen passenden Parkplatz gefunden hatten fuhren wir ziemlich in die Nähe. Vielleicht hätten wir das Ziel auch erreicht, hätte es nicht (wegen des am Wochenende stattfindenden Isarinselfest) eine Straßensperrung gegeben. So wurde es zeitlich knapp und wir ließen das Auto in der Nähe der Ubahnstation Lehel stehen. Von dort machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Museum.
Es wurde knapp, aber wir kamen rechtzeitig. Ich weiß nicht ob es an der Unwissenheit/Unfähigkeit des Kassen/Pfortenpersonals oder an meiner eigenen Verwirrtheit lag, aber es war nicht so einfach zur Führung zu gelangen. Anscheinend hatte niemand jemals von „Der Nacht der Umwelt“ gehört und soweit ich mich erinnern kann, stand auch auf der Veranstaltungseite nichts davon, dass man den normalen Museumseintritt zahlen muss (vielleicht hätte man sich dann schon früher das Museum angeschaut … ich war seit Jahrzehnten nicht mehr dort gewesen, und das wäre die Gelegenheit gewesen, wäre das Interesse da gewesen …).

Kuratorin Melanie Jahreis (die Melanie, die im letzten Jahr auch die Nachtsichtgeräteführung im Tierpark Hellabrunn geleitet hatte) führte durch ihre Ausstellung. Am Anfang war es etwas chaotisch, aber nach den ersten Minuten legte sich das und es wurde eine interessante Führung, die Dinge über den Kaffee offenbarte, die kaum oder gar nicht bekannt waren. An verschiedenen Stationen konnte man auch spielerisch den Kosmos Kaffee erkunden und natürlich gab es auch Kaffee zum Trinken (allerdings nicht im Preis der Führung enthalten).

Die Ausstellung ist in mehrere Bereiche gegliedert: Biologie, Chemie, Technik (natürlich, immerhin ist die Ausstellung Teil des technischen DEUTSCHEN MUSEUMS, auch wenn es sich um eine Wanderaustellung handelt), Ökologie, Kultur.
Ich hätte mir ein bisschen mehr zur Geschichte des Kaffeeanbaus gewünscht, aber man kann nicht alles haben. Gezeigt wurden auch die teuerste und die kleinste Kaffeemaschine (wobei ich mir nicht sicher bin, ob die kleinste Kaffemaschine überhaupt funktioniert … aber ein lustiges Kunstwerk ist sie auf jeden Fall).
Sehenswert ist die Ausstellung auf jeden Fall und tatsächlich ist es sogar besser, sie ohne Führung zu besuchen um all die vielen Dinge ausprobieren zu können (ganz ohne Hektik).
Aber es war ein kurzweiliges Vergnügen (und dass Melanie gute Führungen machen kann, durfte ich ja bereits feststellen). Am Ende rösteten wir unseren eigenen Kaffee … bzw. sahen bei der Röstung zu. Die Bohnen müssen nur noch gemahlen und der Kaffee zubereitet werden …
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Schwarmring (Sea Life München)

Danach ging es weiter zur Back Stage Führung des Sea Life. Zu dieser Führung kamen wir pünktlich… überpünktlich, so dass wir in den zweifelhaften Genuss kamen, auf den Beginn zu warten, während gleichzeitig ein Kindergeburtstag stattfand.
In den letzten Jahren waren wir immer durch das Sea Life gegangen, die Back Stage Führung war etwas anders. Man sah die Becken wie jeder andere Besucher auch, aber es gab auch Einblicke in den Backstage-Bereich, die Technik, die hinter dem Sea Life steckt.
Aber ich muss sagen, dass, obwohl die Führung interessant und kurzweilig war, der Backstage-Bereich etwas zu kurz kam. Vielleicht waren meine Erwartungen auch zu hoch. Aber Teresa, unsere Führerin, erzählte fachkompetent und sympathisch. Leider war die Führung länger als angekündigt (was eigentlich begrüßenswert ist) und wir mussten früher gehen, sonst wären wir zur Tierparkführung zu spät gekommen.
Nachdem wir einen Blick in die Quarantäne und die Futterstation des Sea Life (Claudius, die Meereschildkröte ist zu dick und soll nur noch einmal in der Woche gefüttert werden …. ein kleines unterhaltsames Highlight der Führung … Claudius selbst haben wir aber nicht gesehen)geworfen hatten war für uns Ende. Die Fütterung der Haie haben wir nicht miterlebt.
Aber zum Zoo haben wir es tatsächlich pünktlich geschafft.

Das Dschungelzelt haben wir schon mehrmals bei Nacht gesehen, aber es ist immer wieder ein Highlight. Die Antillenpfeiffrösche hört man schon außerhalb des Zelts (und es sind wohl mehr, da sie lauter sind als die Frösche im Schildkrötenhaus), gesehen haben wir sie auch (und zahlreiche Schaben). Die Flughunde waren gut zu sehen und eine Fischkatze ließ sich blicken. Die Kantschils haben wir nicht gesehen und lange waren wir im Zelt auch nicht. Wir hatten zu lange auf dem Weg dorthin gebraucht: Wir haben uns Siamangs, Elefanten (auch im Haus selbst), Löwen und Katzenbären angesehen. Auch nach den Manuls haben wir gesucht, aber nichts gefunden.
Auf dem Weg zurück zum Eingang hörten wir noch den sibirischen Uhu typische Uhugeräusche von sich geben. Zu sehen wie diese Geräusche entstehen ist auch interessant.
Es war eine kurzweilige, aber informative Führung mit Informationen über Tiere und Zoo.

Im Allgemeinen war es für mich eine informative, interessante Nacht der Umwelt mit gelungenen Führungen (was in den Vorjahren nicht immer der Fall war, heute hat alles gepasst … dafür waren die Wege zwischen den Führungen etwas stressig, es kann wohl nicht immer alles perfekt sein.

Jetzt freue ich mich auf das nächste Jahr und hoffe, wieder an der Nacht der Umwelt teilnehmen zu können.

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