8. Zooreise 2019 – Tag 2: Von Leipzig nach Berlin

Ben Long (Zoo Leipzig)

Auf dem Weg nach Leipzig waren Besuche in den Zoos von Leipzig, Dessau und Luckenwalde geplant.
Nach einem leckeren Frühstück ging es auch gleich in den Leipziger Zoo. Dabei ist uns das Verlassen des Hotels wirklich schwer gefallen, aber wir werden wieder kommen. Vielleicht 2020 für ein verlängertes Wochenende … es gibt ja in der Umgebung einiges zu sehen.
Der Leipziger Zoo war wie immer. Ich bin gerne dort, und wie ich sahen das wohl auch viele andere. Auch wenn keine Schulferien in Sachsen mehr sind und es unter der Woche war, haben den Zoo doch viele Besucher heimgesucht. Hauptsächlich Senioren und Familien mit Kleinkindern, aber … es war viel los.
Natürlich haben wir Ben Long gesehen und diverse andere Tierkinder auch, aber das ist für uns kein Grund für einen Zoobesuch. Neue Tieranlagen und Baustellen schon eher…
Erstmals haben wir dort auch Ansells Graumull gesehen. Das leer wirkende Terrarium sehen wir bei jedem unserer Besuche, aber diesmal haben wir auch den Bewohner gesehen … ich weiß allerdings nicht, wie viele Graumulle in Leipzig leben. Man sollte sich ein Beispiel an Wuppertal nehmen, die Graumullanlage dort ist ein kleines Highlight (wenn man sich für kleine Tiere interessiert), da sind die Tiere immer zu sehen … Wie die Anlagen in Basel und im Zoo Berlin sind (die anderen europäischen Mullhaltungen, laut Zootierliste) sind, weiß ich nicht. Aber es ist schade, dass man die Tiere in Leipzig so gut wie nie zu Gesicht bekommt.
Und ich habe auch im Zooshop eingekauft. Ursprünglich wollte ich noch etwas Senf kaufen, aber das Angebot hat mir nicht zugesagt, also griff ich zum Honig … und darauf bin ich schon sehr gespannt: Whiskey in Honig. Allerdings werde ich damit wohl bis zu meinem nächsten Leipzig-Besuch warten müssen, ich habe den Honig verschenkt.

Nach dem vierstündigen Zoobesuch fuhren wir nach Dessau. Natürlich in den Tierpark und diverse Bauhausaktivitäten ignorierend. Weimar hat nichts an meinem Desinteresse an Bauhaus geändert.
Während des Tierparkbesuchs habe ich allerdings des öfteren bereut nicht statt dessen nach Delitzsch in den Zoo gefahren zu sein, der Zoo gefällt mir besser… trotz der geringeren Größe.
Ein anderer ebenfalls nicht so schöner Gedanke kam beim Anblick diverser Anlagen. 2018 verursachte der Sturm Friederike starke Schäden im Zoo, manche Gehege wurden vollkommen zerstört. Die neu entstehenden Anlagen können sich aber sehen lassen, sie werten das Bild des Zoos etwas auf.
Und es wird viel gebaut im Tierpark.

Bücherstall (Tierpark Dessau)

Es gibt auch einen Bücherstall, eine Art größerer Bücherschrank und natürlih konnte ich als Buchliebhaber nicht umhin dort hinein zu gehen. Allerdings entsprach das Angebot nicht ganz meinem Geschmack. Aber wer Karl May mag …
Vielleicht sollte ich mir eine Liste der Zoos mit Bücherschränken erstellen, dann kann ich dort ebenfalls etwas zurück lassen. Ich mag diese Möglichkeit Bücher „loszuwerden“ und an neue Bücher zu kommen. Da kann ich das auch unterstützen…

Mausoleum (Tierpark Dessau)

Nicht nur im Tierpark wird gebaut, auch am Mausoleum … und wir kamen sogar in den Genuss einer Privatführung. Das hat den Zoobesuch ebenfalls aufgewertet, auch wenn das Mausoleum im Inneren einen erschreckenden, wirklich baufälligen Eindruck macht.
Das Mausoleum zu Dessau ist eine ehemalige Begräbnisstätte der Herzöge von Anhalt.
Das Mausoleum wurde zwischen 1894 und 1898 von dem Architekten Franz Heinrich Schwechten (1841–1924) und dem Baumeister Teubner in der Nähe des Georgiums im Stil der Hochrenaissance als dorischer Kuppelbau im Auftrag von Herzog Friedrich (1831–1904) errichtet. Der Grundriss des Zentralbaus entspricht einem griechischen Kreuz. Die Gruft wurde der Romanik nachempfunden. Der Bau hat eine Gesamtlänge von 46 m, eine Gesamtbreite von 38 m und ist 43 m hoch. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 14 m. Hugo Junkers (1859–1935) baute 1897 eine Gasheizung für das Mausoleum. Der Innenraum wurde mit Marmorzement aus dem Harz verputzt. Der Köthener Gartenarchitekt August Hooff gestaltete von 1894 bis 1896 den umliegenden Mausoleumspark. Schwechten erhielt für den Bau den Hausorden Albrechts des Bären mit Kommandeurkreuz II. Klasse.
Das denkmalgeschützte Mausoleum ist seit dem Zweiten Weltkrieg Dessaus letzter Kuppelbau. Bis 1958 war die Krypta des Mausoleums Ruhestätte für Mitglieder der herzoglichen Familie Anhalt. Aus politischen Gründen – Dessau gehörte als Teil der sowjetisch besetzten Zone zur DDR, die Zeugnisse der Aristokratie meist schlecht unterhielt oder gar beseitigte – wurden die Särge 1958 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus dem Mausoleum entfernt und die Gebeine in ein Massengrab auf dem Ziebigker Friedhof verbracht.
Seit den 1980er Jahren gab es eine Reihe von baulichen Maßnahmen. Diese reichten jedoch nicht aus, das Mausoleum gänzlich vor dem Verfall zu retten. 1986 wurde unter Leitung des Architekten Wilhelm Schulze die völlig marode Kuppel des Mausoleums saniert. In Ermangelung von Kupfer zur Neueindeckung des Daches zu DDR-Zeiten wurde das Dach mit eloxiertem Aluminium repariert und nach der Wende von 1990 bis 1993 saniert. Außerdem wurden die Seitendächer und die Westfassade saniert. 1999 gab es Maßnahmen gegen das Eindringen von Regenwasser.
Das Mausoleum ist für Besucher nur zu bestimmten Anlässen geöffnet, z. B. am Tag des offenen Denkmals… Wir hatten Glück, dass wir zur richtigen Zeit vor Ort waren und man uns Einlass gewährte. Wir erfuhren nicht viel über die Geschichte des Mausoleums, dafür um so mehr von den Bemühungen das Gebäude zu erhalten. Und Erhaltenswert ist es. Man ist wirklich schockiert wenn man sieht wie das äußerlich imposante Gebäude im Inneren aussieht.

Schlosskirche Lutherstadt Wittenberg

Den geplanten Zoobesuch in Luckenwalde verschoben wir auf unbestimmte Zeit …. irgendwann wenn wir wieder in die Gegend kommen. Statt dessen wollten wir gleich nach Berlin, machten dann aber doch noch einen kleinen Abstecher in den Zoo von Lutherstadt Wittenberg. Gelohnt hat es sich. Jungtiere konnten wir bei den Agutis, den Krallenaffen und den mongolischen Rennmäusen sehen. Bevor wir dann aber endgültig nach Berlin fuhren, spazierten wir noch auf der Suche nach einer Eisdiele durch die Stadt und wurden auch fündig. Irgendwann ist sie bestimmt einen weiteren Besuch mit Stadtführung wert, aber erst dann, wenn der Marktplatz keine Baustelle mehr ist.

Check Point Charlie

Danach ging es weiter nach Berlin.
Gegessen wurde im Paracas II in Berlin, der von sich behauptet lateinamerikanische Küche anzubieten, wir haben uns aber eher aus der bekannteren mexikanischen Küche bedient. Aber es war lecker. Den Nachtisch holten wir uns aber beim McD beim Check Point Charlie. Und dann war der Tag fast schon vorbei …
Auf Wein und Kartenspielen verzichteten wir heute, wir verzogen uns gleich aufs Zimmer…

Zoo Leipzig
Tierpark Dessau
Tierpark Lutherstadt Wittenberg
Touristeninformation Wittenberg

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