- Teich (Tierpark Bad Kösen)
- Tierpark Bad Kösen
- Gradierwerk vom Tierpark aus gesehen
Der Abreisetag … geplant waren der Bergzoo Halle (Gruselzoo bei Tag), der Tierpark in Bad Kösen und das Tiefenpölzer Stonehenge (was es nicht alles gibt).
Wettertechnisch kann man sagen, dass wir mal wieder Glück hatten. Es hat nicht geregnet und die Temperaturen waren meist zweistellig. Hin und wieder hat man auch die Sonne gesehen. Gesundheitlich hätte es besser sein können. Irgendwie war ich nicht so ganz fit und habe vieles vielleicht nicht ganz so genießen können wie ich gewollt hätte. Aber ich habe es überlebt und natürlich trotz allem auch schöne Eindrücke mit nach Hause genommen. Weiterlesen
Tiergarten Nürnberg 31.10.2025
Neue Tiergartenstraßenbahn: Botschaft für den gemeinsamen Erhalt der Vielfalt
Weit über 200 Kunstwerke von Kindern und Jugendlichen haben den Tiergarten der Stadt Nürnberg erreicht, nachdem er im Juli 2025 zu einem Malwettbewerb zur Neugestaltung einer Straßenbahn aufgerufen hatte. Sie alle zeigen gefährdete Tierarten, für deren Erhalt sich der Tiergarten einsetzt. Am 31. Oktober 2025 haben die Gewinnerkinder und – jugendlichen die Straßenbahn zusammen mit Bürgermeister Christian Vogel und dem Vorstand der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg Magdalena Weigel bei einer gemeinsamen Fahrt vom Historischen Straßenbahndepot St. Peter zum Tiergarten eingeweiht. „Es ist wirklich toll, was die Kinder und Jugendlichen hier geleistet haben“, sagt Bürgermeister Christian Vogel. „Ich durfte selbst in der Jury dabei sein – und jedes der eingesendeten Bilder ist ein Kunstwerk. Die nun ausgewählten Zeichnungen machen die neue Tiergartenstraßenbahn zu einem farbenfrohen Hingucker mit einer ebenso ermutigenden wie ernsten Botschaft.“ Denn alle 17 Tierarten, die auf der Straßenbahn zu sehen sind, sind gefährdet. Alle leben im Tiergarten Nürnberg, der sich für ihren Erhalt einsetzt. Etwa für den des Schabrackentapirs (Tapirus indicus), den die Weltnaturschutzunion IUCN als stark gefährdet einstuft. Der Tiergarten Nürnberg führt das internationale Zuchtbuch für die Art und trägt so zusammen mit seinen Partnern dazu bei, eine stabile Reservepopulation außerhalb des natürlichen Lebensraumes der Tiere zu erhalten. Ebenso bei den Harpyien (Harpia harpyia): Sie gelten als die stärksten Greifvögel der Welt, doch ihr Lebensraum im südamerikanischen Regenwald schwindet wegen menschlicher Aktivitäten rasant. Lebensraumverlust, Klimawandel, Krankheitserreger und invasive Arten setzen Reptilien und Amphibien wie etwa den Feuersalamander (Salamandra salamandra) unter Druck. Für ihn hat der Tiergarten Nürnberg gemeinsam mit seinen Partnern eine Therapie angewendet, welche die Tiere von dem für sie tödlichen Hautpilz Bsal heilt. So birgt jede der abgebildeten Arten eine Geschichte, die auch mit dem Tiergarten verknüpft ist. „Die neue Tiergartenstraßenbahn bereitet uns große Freude“, sagt Tiergartendirektor Dr. Dag Encke. „Mit dem wunderbaren, unverstellten und kreativen Blick junger Menschen macht sie uns deutlich, in welcher Verantwortung wir Erwachsenen stehen. Denn wenn wir nicht alles daran setzen, die Artenvielfalt zu erhalten, werden zukünftige Generationen keine Chance mehr haben, die hier gezeigten Tiere zu erleben.“ Für die VAG betont Vorstand Magdalena Weigel: „Wir unterstützen den Tiergarten Nürnberg gerne. Artenschutz und Artenvielfalt geht uns alle an. Unsere Straßenbahn bringt die Botschaft in die Stadt, unter die Menschen und sie bringt die Menschen umweltschonend in den Tiergarten. Das ist doch perfekt.“ Ausgewählt hat die Siegerbilder eine Jury, der neben Bürgermeister Christian Vogel Tiergartendirektor Dr. Dag Encke, Grundschullehrerin und Mitglied der Kinderkommission Nürnberg Juliane Schröter, der Schüler Jan Felder, Bettina Dobbert für den Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V., Dr. Petra Joerg für die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg und Udo Bernstein als der Grafiker, der die Straßenbahn gestaltet hat, angehörten. Die Tiergartenstraßenbahn wird drei Jahre lang im Nürnberger Stadtgebiet zu sehen sein. Alle, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der VAG und des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg in den Tiergarten kommen, erhalten einen Nachlass auf den Eintrittspreis der Einzelkarten: Für Erwachsene beträgt die Ermäßigung zwei Euro, für Jugendlichen 1,70 Euro und bei Kindern 1,20 Euro – jeweils nachzuweisen mit dem Ticket. Weiterlesen
Das heutige Highlight sollte der Gruselzoo in Halle sein, wobei die Nacht de 31. Oktobers eher unter das Motto Halloween Nächte laufen sollte, also eine etwas aufgemotzte Version des Gruselzoos … man darf gespannt sein.
Davor standen noch andere Zoobesuche an: Schönebeck, Aschersleben, Petersberg. Tatsächlich machten wir auch einen Abstecher nach Staßfurt, da wir genügend Zeit hatten. Und man merkte dass Herbst bzw. Halloween ist, denn an Dekor und Kürbissen kam man nicht vorbei. In den Zoos und privaten Gärten, und eigentlich überall. Gruselstimmung überall. Weiterlesen
Die letzte Reise nach Rothenburg musste ja ohne Zoos auskommen, diesmal standen wieder einige auf dem Programm, wobei das Highlight der Reise der Gruselzoo in Halle sein sollte … den kann man aber auch nicht als Zoobesuch gelten lassen, Tiere sieht man da eher nicht, aber darum geht es auch gar nicht. Mehr dazu morgen. Erst einmal mussten wir nach Halle.
Auf dem Weg dorthin waren Besuche im Bergwerk Gleißinger Fels, im Bischofsgrüner Stonehenge und im Erfurter egapark geplant.
Das heutige befahrbare Bergwerk blickt auf eine 200-jährige Geschichte zurück und ist das einzige befahrbare Silbereisenbergwerk der Welt.
Seine Wurzeln reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück, als hier vor allem Bleierz (Galenit) abgebaut wurde. Über Jahrhunderte war der Bergbau ein wichtiger Wirtschaftszweig der Region, ehe der Betrieb im 19. Jahrhundert eingestellt wurde.
Heute ist der Gleißinger Fels ein Schau- und Lehrbergwerk, das Besuchern einen authentischen Einblick in die harte Arbeit der Bergleute vergangener Zeiten vermittelt. Bei einer Führung steigt man über schmale Stollen und niedrige Gänge bis zu 25 Meter tief in den Berg hinab. Dort herrscht eine konstante Temperatur von rund 8 °C. Weiterlesen
28.10.2025, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
Zellbiologie der Malaria- und Toxoplasmose-Parasiten: Forschende aus Hamburg und München bündeln ihre Expertise
Wissenschaftler:innen von Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) und Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) haben herausgefunden, wie Malaria- und Toxoplasmose-Erreger ihre Zellstrukturen und Transportsysteme aufbauen und organisieren, um zu überleben. Ihre Entdeckungen könnten den Weg für neue Behandlungsmethoden gegen diese weltweit bedeutenden Infektionserkrankungen ebnen. Die Forschungsergebnisse erschienen kürzlich in den Fachzeitschriften Journal of Cell Biology und PLOS Biology.
Am BNITM hat sich das Team um Dr. Tobias Spielmann, Leiter der Arbeitsgruppe Malaria-Zellbiologie, zusammen mit der Forschungsgruppe Integrative Parasitologie um Dr. Richárd Bártfai von der Radboud-Universität Nijmegen die Eiweißkomplexe AP-1, AP-3 und AP-4 (Adapterproteine) angeschaut. Sie haben herausgefunden, dass AP-1, AP-3 und AP-4 eine entscheidende Rolle beim Überleben des Malaria-Parasiten spielen. Wie Proteine im Malaria-Parasiten verteilt werden, war bisher wenig verstanden. Die Forschenden konnten nun zeigen: Die Adapter sorgen dafür, dass Proteine in der Zelle an den richtigen Ort gelangen. Beim Malaria-Erreger ist dieser Transportprozess besonders wichtig, da er sowohl für das Eindringen in Wirtszellen als auch für das Wachstum im Inneren der Zellen benötigt wird.
Wie Parasiten uralte Zellmechanismen neu nutzen
Bemerkenswerterweise ähnelt der Aufbau dieser Transportmechanismen in Malaria-Parasiten denen anderer Lebewesen, obwohl sich die Organismen im Laufe der Evolution stark voneinander entfernt haben. Gleichzeitig weist das System auch ungewöhnliche Besonderheiten auf, die bisher unbekannt waren. „Mithilfe modernster Bildgebungs- und Proteinanalysen haben wir festgestellt, dass diese Adaptersysteme ähnlich wie Logistikzentren funktionieren und unerwartet viele Gemeinsamkeiten mit ähnlichen Prozessen in menschlichen Zellen aufweisen“, so Spielmann.
Prof. Markus Meißner, Leiter des Lehrstuhls für Experimentelle Parasitologie an der LMU, und sein Team identifizierten einen neuen Transportweg im Parasiten Toxoplasma gondii. Sie untersuchten ein bisher kaum verstandenes Parasiten-Gen. Es kodiert das Eiweiß Tepsin, das eng mit dem Adapterprotein AP-4 zusammenarbeitet und dafür sorgt, dass kleine Bläschen, sogenannte Vesikel, innerhalb des Parasiten an ihren Bestimmungsort gelangen. Interessant ist, dass dabei auch das Strukturprotein Clathrin eine Rolle spielt. Bei Tieren funktioniert dieser Mechanismus anders: Dort arbeitet der Adapterkomplex AP-4 ohne Clathrin. Pflanzen hingegen nutzen Clathrin aktiv, um Vesikel zu bilden. Genau diesen Mechanismus verwendet auch Toxoplasma gondii. Wie die Studie aus dem Spielmann-Labor zeigt, findet sich dieser Mechanismus auch im Malaria-Parasiten. Diese Entdeckung zeigt, dass Toxoplasma gondii und Malaria-Parasiten im Laufe der Evolution ein hochspezialisiertes, aber dennoch konserviertes Transportsystem entwickelt haben: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass diese Parasiten einen sehr alten Transportmechanismus beibehalten haben, der an ihre einzigartige Biologie angepasst ist“, erklärt Meißner.
Darüber hinaus entdeckte die Gruppe um Dr. Simon Gras an der LMU München, dass Toxoplasma während seines Wachstums und seiner Teilung ständig Teile seiner Außenmembran recycelt. „Wir waren erstaunt, wie dynamisch dieser Prozess ist“, sagt Gras. „Es ist ein brillantes Beispiel dafür, wie die Evolution alte zelluläre Tricks wiederverwendet, um neue Herausforderungen zu lösen.“
Neue Therapien denken
Die Ergebnisse der Forschungsgruppen aus Hamburg und München eröffnen neue Perspektiven auf die grundlegende Zellbiologie der sogenannten apicomplexen Parasiten, zu denen die Malaria- und Toxoplasmose-Parasiten gehören. Die Arbeiten heben sowohl gemeinsame als auch einzigartige biologische Merkmale verschiedener Arten hervor und könnten langfristig dazu beitragen, neue Angriffspunkte für Therapien gegen Malaria und Toxoplasmose zu finden.
Zwei Krankheiten mit weltweiter Bedeutung
Malaria und Toxoplasmose zählen zu den weltweit bedeutendsten Infektionskrankheiten. Zwar gibt es Medikamente gegen Malaria und Toxoplasmose, doch sie wirken nicht in allen Krankheitsstadien, können Nebenwirkungen haben und verlieren teils durch Resistenzen an Wirksamkeit. Neue Wirkstoffe werden benötigt, um die Erreger dauerhaft und gezielt bekämpfen zu können. Ein besseres Verständnis der zellbiologischen Prozesse ist entscheidend, um neue Ansatzpunkte für Therapien und Impfstoffe zu entwickeln.
Malaria und Toxoplasmose werden durch apicomplexe Parasiten verursacht. Dies sind einzellige Erreger, die sich nur innerhalb von Wirtszellen vermehren können. Malaria entsteht, wenn Parasiten der Gattung Plasmodium durch den Stich infizierter Anopheles-Mücken in den menschlichen Blutkreislauf gelangen. Sie lösen hohes Fieber, Schüttelfrost und bei schweren Verläufen lebensbedrohliche Organschäden aus. Jährlich erkranken laut WHO über 240 Millionen Menschen an Malaria. Mehr als 600.000 sterben an den Folgen, vor allem Kinder in Afrika südlich der Sahara. Toxoplasmose, ausgelöst durch den Parasiten Toxoplasma gondii, betrifft weltweit rund ein Drittel der Bevölkerung. Die Infektion verläuft meist unbemerkt, kann aber bei Schwangeren und immungeschwächten Personen schwere Komplikationen verursachen.
Originalpublikation:
Cubillán-Marín J et al., Vesicle adapters in malaria parasites show conservation and flexibility of protein sorting machinery, Journal of Cell Biology 2025, doi: 10.1083/jcb.202504062
Grech J et al., Tepsin and AP4 mediate transport from the trans-Golgi to the plant-like vacuole in toxoplasma, Journal of Cell Biology 2025, doi: 10.1083/jcb.202312109
Von Knoerzer-Suckow J et al., Plasma membrane recycling drives reservoir formation during Toxoplasma gondii intracellular replication, PLOS Biology 2025, doi: 10.1371/journal.pbio.3003415 Weiterlesen