Michael Crichton: Die vergessene Welt (Rezension)

Der junge kalifornische Paläontologe Levine ist von der Idee besessen, dass die Dinosaurier gar nicht ausgestorben sind. Und als aus Costa Rica das Auftauchen von ungewöhnlichen Echsen gemeldet wird, besteigt er sofort das nächste Flugzeug, um die Tiere vor Ort zu studieren. Noch ahnt er nicht, dass es sich bei diesen Sauriern nicht um Wesen aus der Kreidezeit handelt, sondern um Überbleibsel einer gezielten Genmanipulation, die ein geldgieriger Unternehmer in Auftrag gab, um die Tiere zur Attraktion eines Vergnügungsparks zu machen…
Die vergessene Welt spielt sechs Jahre nach DinoPark. Das Buch wird zwar oft als Vorlage zum Film bezeichnet, aber die Gemeinsamkeiten sind rudimentär. Vergleiche zwischen Buch und Film lassen sich nur schwer anstellen, werden hier aber auch nicht weiter ins Gewicht fallen.
Neben den Dinosauriern (allen voran natürlich die Velociraptoren) taucht auch Ian Malcom aus dem Vorgänger auf. Die anderen Charaktere sind neu.
Die Handlung ist mehr oder weniger vergleichbar mit DinoPark, aber doch anders: Dinosaurier auf einer Insel, Menschen, die um ihr Überleben kämpfen. Ein bisschen vorhersehbar, aber trotzdem spannend, hin und wieder mit den neuesten Erkenntnissen der Dinosaurierforschung (der damaligen Zeit, muss man schon fast sagen) gespickt. Obwohl das Buch 1995 geschrieben wurde hat es nichts von seiner Faszination verloren. Ich habe es damals gerne gelesen und auch jetzt, Jahrzehnte später hat mich die Handlung gefesselt.
Natürlich basiert viel auf Spekulation, aber wenn man sich auf Ungereimtheiten im Dinosaurierverhalten einlässt und auch neue Kenntnisse ignoriert, bekommt man ein spaßiges (manchmal auch sehr blutiges) Lesevergnügen geboten.

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