David Safier: Muh (Rezension)

Kuh Lolle aus Ostfriesland hat gerade eine ziemlich schlechte Phase: Nicht nur, dass ihr heißgeliebter Stier Champion sie mit der dusseligen Kuh Susi betrügt. Nein, Lolle erfährt auch vom Plan des Bauern, den Hof zu verkaufen und alle Kühe zwischen zwei Brötchenhälften enden zu lassen. Aber es gibt Hoffnung. Ein weitgereister italienischer Kater verrät ihr, dass es ein Paradies für Kühe gibt: Indien! Und so beschließt Lolle, sich mit ihren beiden besten Freundinnen, der harten Hilde und dem lieben Radieschen, vom Acker zu machen und die gefährliche Reise in das Land zu wagen, wo Kühe den Menschen heilig sind …
Mieses Karma hat mir ja so gar nicht gefallen, aber nachdem ich MUH bereits auf meinem Stapel ungelesener Bücher liegen hatte, dachte ich, dass ich mit dem Lesen zumindest anfangen kann. Bei Nichtgefallen hätte ich das Buch beiseite gelegt. Man muss ja nicht alles lesen …
Aber es zeigt sich, dass man auch positiv überrascht werden kann. Denn ganz im Gegensatz zu MIESES KARMA hat mir MUH gefallen. Es gibt witzigere Bücher, aber nachdem meine Ansprüche eher gering waren, wurde ich doch überrascht. Ich fand das Buch tatsächlich witzig. Die Gesänge der Kühe waren unterhaltsam, die verschiedenen Charaktere gut skizziert, die Erlebnisse unterhaltsam und durchaus zum Schmunzeln anregend. Mit Old Dog wird es auch etwas gruselig (aber nicht sehr und vielleicht handelt es sich bei ihm auch um den tragischsten Charakter der Geschichte, obwohl er nur eine Randfigur ist.
Aber trotz der witzigen (teilwiese auch slapstickartigen) Situationen regt das Buch (Fleischfresser) auch zum Nachdenken an.

Als Fazit kann ich sagen: Bei weitem besser als MIESES KARMA; unterhaltsam in vielerlei Hinsicht, aber mit nachdenklicher Note, die dem Witz des Buches aber nicht schadet.

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