Zoo Dresden 01.03.2026
Orang-Utan-Jungtier Daria wird ein Jahr alt
Am 2. März 2025 brachte Orang-Utan-Weibchen Daisy, ihre Tochter Daria zur Welt. Als erfahrene Mutter zeigte sich Daisy von Beginn an entspannt und fürsorglich im Umgang mit ihrem vierten Nachwuchs. Mit großer Freude blicken wir auf Darias erstes Lebensjahr zurück. Die Kindheit von Orang-Utan-Jungtieren zählt zu den längsten im Tierreich. Sie dauert bis neun Jahre und ist geprägt von einer intensiven Bindung zwischen Mutter und Jungtier. In dieser Zeit lernen die jungen Orang-Utans alles, was sie für ein selbstständiges Leben benötigen. Mit einem Jahr kann Daria bereits kurze Strecken selbstständig klettern und hangeln. Ihre täglichen Aktivitätsphasen werden zunehmend länger, in denen sie ausgiebig das Klettern übt und spielerisch ihre Umgebung entdeckt. Außerdem beobachtet sie aufmerksam, was ihre Mutter tut und frisst. Dabei sammelt sie täglich neue Erfahrungen und probiert inzwischen auch erste feste Nahrung, die Daisy ihr anbietet. Obwohl Daria noch voll gestillt wird und Muttermilch weiterhin ihre Hauptnahrungsquelle ist, ist ihr Milchzahngebiss bereits vollständig entwickelt. Orang-Utan-Jungtiere trinken ergänzend zur festen Nahrung noch bis zu einem Alter von vier bis sechs Jahren Milch. Orang-Utan-Männchen Toni beteiligt sich nicht unmittelbar an der Aufzucht des Nachwuchses. Dennoch konnten wir ihn in der Vergangenheit beim Spielen und Raufen mit seinen inzwischen erwachsenen Jungtieren beobachten. Toni zeigt sich dabei sehr geduldig und liebevoll. Da Orang-Utans grundsätzlich als Einzelgänger leben, ist es zugleich wichtig, dass er jederzeit die Möglichkeit hat, sich zurückziehen. Darias erster Geburtstag bietet uns zudem Anlass, Aufmerksamkeit auf die stark bedrohten Sumatra-Orang- Utans zu lenken, für deren Fortbestand jeder einzelne Aufzuchterfolg im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) von großer Bedeutung ist. Mit dem freiwilligen Artenschutzeuro, den unsere Zoogäste am Einlass spenden, unterstützen wir zudem ein Schutzprojekt im Bukit Tigapuluh Nationalpark. Das Projekt widmet sich dem nachhaltigen Schutz des Lebensraums von Orang-Utans, Tigern und Elefanten auf Sumatra. Der Nationalpark umfasst die größten zusammenhängenden Tieflandregenwälder der Insel und ist eines der letzten verbliebenen Refugien für die auf der Insel vorkommenden Großtiere.
Zoo Schwerin 27.02.2026
Erster Tierarztbesuch der Schweriner Löwen-Drillinge – die Geschlechter stehen fest
Am 07. Januar 2026 hat die Asiatische Löwin „Heidi“ im Zoo Schwerin drei Jungtiere zur Welt gebracht. Alle drei sind wohlauf und wurden heute das erste Mal tierärztlich untersucht. Nun stehen auch die Geschlechter fest: Es sind zwei Weibchen und ein Männchen. Auch im Zoo kein alltäglicher Termin: Heute hat das Team die drei Löwenjungtiere zum ersten Mal tiermedizinisch untersucht und erste Impfungen und Checks durchgeführt. Eine einzelne Untersuchung dauert ca. fünf bis zehn Minuten. „Die Herausforderung besteht darin, dass wir die Mutter, die nebenan gefüttert wurde, während der Untersuchungszeit genau im Blick haben müssen“, erklärt Zoodirektor Dr. Tim Schikora. Solange Heidi entspannt sei, sei auch Zeit, alle wichtigen Punkte abzuarbeiten. „Wenn sie unruhig wird, müssen wir uns beeilen und die Untersuchung abschließen, damit kein unnötiger Stress für die Löwin entsteht.“ Check-up verlief nach Plan – alle drei Löwen wohlauf Mutter Heidi hat sich erfreulicherweise nicht zu stark beunruhigen lassen, sodass das Team alle drei Jungtiere gründlich durchchecken konnte. Jedes der drei erhielt wichtige Impfungen und es konnte Blut abgenommen werden. So kann im Labor überprüft werden, ob alle Werte und die Nährstoffversorgung in Ordnung sind. Zudem wurden Artenschutz-Transponder gesetzt und ausgelesen. Dieser Chip dient der eindeutigen Identifizierung und ist Teil internationaler Standards zur Sicherung und Nachverfolgung der Tiere. Und auch die Geschlechter der drei konnten festgestellt werden: ein Kater und zwei Katzen. Alle drei Tiere sind altersgemäß gut drauf und bringen auch schon ein paar Kilogramm auf die Waage – der Kater wiegt bereits 8,2 Kilogramm, bei den Katzen zeigte die Waage jeweils rund 6,9 Kilogramm an. Dr. Tim Schikora: „Nachdem wir im Team schon seit ein paar Wochen über die Geschlechter spekuliert haben, freuen wir uns sehr, dass wir nun auch mit Gewissheit wissen, dass ein weiterer Kater und zwei Katzen künftig Teil des Rudels sein werden. Besonders froh sind wir natürlich darüber, dass alle drei gesund sind.“ Namensuche steht noch aus Jetzt, wo die Geschlechter feststehen, gilt es, Namen für die Rasselbande zu finden. Wie in der Vergangenheit durfte das Tierpflege-Team Vorschläge machen, aus denen die Zoo-Fans nun für ihren Favoriten über den NDR abstimmen dürfen. Zur Auswahl stehen: Kater Najuk Rakesh Katze 1 Saira Chara Katze 2 Isha Narami Größtes Rudel Asiatischer Löwen in Schwerin Die Geburt der drei Löwen ist ein wichtiger Erfolg bei den Bemühungen von Zoos, eine gesunde und stabile Reservepopulation der stark gefährdeten Asiatischen Löwen aufzubauen. Da in der Natur nur noch einige hundert Tiere innerhalb eines einzigen Gebietes in Indien leben, gilt die Art als besonders anfällig. Naturkatastrophen oder Seuchen könnten die Population schnell schwächen. Europaweit beteiligen sich 43 Einrichtungen mit der Haltung und Zucht am Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Das größte Rudel mit acht Tieren lebt im Schweriner Zoo. Einmalige Einblicke im Rote Liste Zentrum Noch sind die drei Jungtiere zusammen mit Mutter Heidi in den rückwärtigen Bereichen des Rote Liste Zentrums. Für Besucher bietet sich ein einmaliger Einblick auf den Live-Kameras. In Kürze soll die kleine Familie auch weitere öffentliche Bereiche nutzen können und Bekanntschaft mit den anderen Löwen machen.
Zoo Dresden 27.02.2026
Goldiger Nachwuchs bei unseren Brillenlanguren
Wir freuen uns sehr, den ersten bei uns im Zoo Dresden geborenen Nachwuchs bei den Brillenlanguren begrüßen zu dürfen. Am 16. Februar kam in unserer Languren-Familie, bestehend aus Mutter Latura, Vater Apollo und dem fast zweijährigen Jungtier Felipe, ein neues Familienmitglied zur Welt. Der kleine Neuankömmling ist ein Weibchen und erhielt den Namen Ida. Ein besonderer Hingucker ist das typisch orangefarbene Fell der Jungtiere in den ersten Lebenswochen. Diese auffällige Färbung dient den Gruppenmitgliedern als wichtiges Signal dafür, dass das Jungtier besonderen Schutz und Fürsorge benötigt – entsprechend aufmerksam kümmert sich die gesamte Familie um den Nachwuchs. Brillenlanguren bringen nach einer Tragzeit von etwa fünf Monaten in der Regel ein einzelnes Jungtier zur Welt. An der Aufzucht ist die ganze Familie beteiligt: Sogar Felipe, der große Bruder, darf seine kleine Schwester bereits behutsam tragen und umsorgen. Ida ist sehr agil, munter und neugierig und erkundet ihre Umgebung mit großem Interesse. Noch wird sie ausschließlich gesäugt und beginnt erst mit etwa einem halben Jahr auch feste Nahrung zu fressen. Diese besteht bei Brillenlanguren vorwiegend aus Blättern, denn sie haben wie alle Schlankaffen einen mehrkammerigen Magen, der die schwer verdauliche Pflanzennahrung effizient verwerten kann. Aktuell werden Brillenlanguren europaweit in fünf zoologischen Einrichtungen gehalten. Ida ist derzeit der einzige Nachwuchs in Europa und damit von großer Bedeutung für den langfristigen Erhalt dieser stark gefährdeten Art, die auf der Roten Liste der IUCN geführt wird.
Zoo Berlin 27.02.2026
Välkommen, Banyu!
Neuer Sumatra-Tiger-Kater aus Schweden im Zoo Berlin angekommen In dieser Woche lässt sich der Frühling schon erahnen, die Knospen sprießen und die ersten Jungtiere haben in Zoo und Tierpark Berlin bereits das Licht der Welt erblickt. Doch tierische Verstärkung gibt es nicht nur durch Nachwuchs: Ein stattlicher Sumatra-Tiger-Kater aus Schweden bringt seit dieser Woche frischen Wind in das Reich der Jäger. Banyu bezieht sein neues Zuhause in den modernen und naturnah gestalteten Netzanlagen, die auf den früheren Stelzvogelwiesen gegenüber der jetzigen Tigeranlage entstanden sind und in diesem Frühjahr eröffnet werden. Das insgesamt rund 1.500 Quadratmeter große Areal bietet den Tieren einen abwechslungsreichen Raum zum Erkunden mit Wasserbecken, Flusslauf, kleinem Wasserfall, beheizten Liegeflächen sowie Kratz- und Kletterbäumen. Das junge Sumatra-Tiger-Männchen wurde am 3. Juni 2023 als eines von vier Jungtieren im Parken Zoo in der schwedischen Stadt Eskilstuna geboren. Beide Eltern waren aktiv an der Aufzucht beteiligt. Nun ist Banyu auf Empfehlung des Sumatra-Tiger-Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) nach Berlin gezogen und soll hier künftig das Herz von Tiger-Weibchen Luise erobern. „In der ersten Zeit nach seiner Ankunft wird sich Banyu in Ruhe einleben und ist daher zunächst noch nicht für unsere Besucher*innen zu sehen“, erklärt Säugetier-Kurator Dr. Florian Sicks „Schritt für Schritt werden sich dann auch Banyu und Luise kennenlernen.“ Weltweit gibt es insgesamt sechs noch lebende Tiger-Unterarten: den Sibirischen Tiger, den Bengal-Tiger, den Indochina-Tiger, den Malaiischen Tiger, den Südchinesischen Tiger und den Sumatra-Tiger. Die Sumatra-Tiger sind die kleinste dieser Unterarten und gut an ihrem markanten Backenbart zu erkennen. Bedrohung des Sumatra-Tigers Sumatra-Tiger gelten als die am stärksten bedrohten Großkatzen der Erde. Im natürlichen Lebensraum, der indonesischen Insel Sumatra, leben derzeit nur noch rund 400 bis 600 Tiere. Sie sind durch Lebensraumverlust, illegale Jagd und Wilderei vom Aussterben bedroht. Internationale Zuchtprogramme wie der „Global Species Management Plan“ (GSMP) koordinieren alle regionalen Erhaltungszuchtbemühungen, darunter auch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP), um langfristig stabile Reservepopulationen zu schaffen. „International abgestimmte Erhaltungszuchtprogramme sind die letzte Hoffnung für den Sumatra-Tiger“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „In Berlin kamen in den vergangenen 70 Jahren mehr als 150 Sumatra-Tiger-Jungtiere zur Welt. Im Tierpark durften wir uns in den vergangenen Jahren mehrfach über Nachwuchs von Mutter Mayang freuen. Mit Banyu erhält die Erhaltungszucht der Sumatra-Tiger im Zoo Berlin neue Perspektiven.“
Tierpark + Fossilum Bochum 27.02.2026
Fledermäuse und Lichtverschmutzung – Vortrag über die Folgen künstlicher Beleuchtung für die Natur
NABU-Vortrag im Tierpark + Fossilium Bochum Der Mensch erhellt die Welt: Straßenlaternen, Leuchtreklamen und Scheinwerfer sorgen dafür, dass echte Dunkelheit in vielen Regionen kaum noch existiert. Was für uns Sicherheit und Komfort bedeutet, kann für Tiere und Ökosysteme gravierende Folgen haben. In einem Vortrag am 04. März ab 19:30 Uhr schildert Referent Hendrik Denkhaus von der Naturschutzgruppe Witten-Biologische Station e.V. auf eindrucksvolle Weise die Auswirkungen künstlicher Beleuchtung auf die Umwelt. Exemplarisch geht er hier insbesondere auf die Gefährdung heimischer Fledermausarten ein und erklärt eindrücklich, wie Licht das Verhalten der Tiere beeinflusst, ihre Jagd erschwert und Lebensräume verändert. Gleichzeitig zeigt er auf, welche Maßnahmen Kommunen, Unternehmen und insbesondere Privatpersonen ergreifen können, um Lichtverschmutzung zu reduzieren und so zum Schutz nachtaktiver Tiere beizutragen. Mit seinem Vortrag wendet sich Hendrik Denkhaus an alle Naturinteressierten sowie an Menschen, die sich für Artenschutz, nachhaltige Stadtplanung und Umweltbildung engagieren möchten. Veranstaltungsdetails: Datum: Mittwoch, 04. März 2026 Uhrzeit: 19:30 Uhr bis ca. 21:00 Uhr Ort: Tierpark Bochum, Klinikstr. 49, 44791 Bochum, Multifunktionsraum; Eingang zwischen der Kasse des Tierparks und dem Wirtshaus Franz Ferdinand. Teilnahmegebühr: 4 Euro, für NABU-Mitglieder 2 Euro
Alpenzoo Innsbruck 27.02.2026
Aktiv durch den Winter – Braunbär Ander sorgt jedes Jahr wieder für Überraschungen
Mit dem Schmelzen des Schnees und den spürbar länger werdenden Tagen kehren so langsam Frühlingsgefühle im Alpenzoo ein. Dabei fällt vielen Besucherinnen und Besuchern ein besonderes Verhalten auf: Braunbär Ander ist bereits seit Wochen im Außengehege aktiv – und das auch mitten im Winter. Häufig wird daher angenommen, er sei gerade aus seinem Winterschlaf erwacht. Tatsächlich stimmt das so jedoch nicht. Braunbären halten in der Natur üblicherweise eine sogenannte Winterruhe. Dabei ziehen sie sich über die kalten Monate in ihre Höhle zurück und senken ihre Körperfunktionen ab, wachen jedoch immer wieder auf und können ihre Position verändern. Beim echten Winterschlaf – wie ihn beispielsweise Igel, Bilche oder unsere Alpenmurmeltiere halten – werden Körpertemperatur, Herzschlag und Atmung hingegen wesentlich stärker reduziert als bei der Winterruhe, und die Tiere schlafen über lange Zeit nahezu durchgehend. Braunbär Ander verzichtet gewöhnlich auf die Winterruhe und ist auch in der kalten Jahreszeit regelmäßig im Freien unterwegs. Besucherinnen und Besucher konnten ihn daher selbst bei eisigen Temperaturen und Schnee aktiv beobachten. Seine Mitbewohnerin Martina bevorzugt hingegen den Innenbereich und zieht sich im Winter mehr zurück als Ander. Dieses unterschiedliche Verhalten ist bei Braunbären nicht ungewöhnlich und hängt unter anderem mit individuellen Vorlieben, ihrem Geschlecht, dem verfügbaren Nahrungsangebot und den Haltungsbedingungen zusammen. Mit den steigenden Temperaturen werden nun wieder beide Bären häufiger im Außengehege zu sehen sein. Der Alpenzoo lädt alle Interessierten herzlich ein, das Frühlingserwachen zu beobachten und dabei mehr über das faszinierende Verhalten der Braunbären zu erfahren.
Tiergarten Kleve 27.02.2026
Tiergarten Kleve startet in die Sommersaison
Längere Öffnungszeiten, Jungtiere, neue Toilettenanlage und Start der beliebten Seniorennachmittage Pünktlich zum aktuellen Frühlingswetter startet der Tiergarten Kleve am 1. März in die neue Sommersaison. Ab diesem Datum ist der Tiergarten wieder täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Mit den steigenden Temperaturen erwacht auch das Tiergartenleben zu neuer Aktivität. Besonders erfreulich für die Besucherinnen und Besucher sind die zahlreichen Jungtiere, die derzeit im Tiergarten zu beobachten sind. Bei den Zwergseidenäffchen, Owamboziegen, Zackelschafen und Jakobschafen sorgt der tierische Nachwuchs für lebendige Eindrücke und besondere Frühlingsmomente. „Der Frühling ist für uns jedes Jahr eine ganz besondere Zeit. Wenn die ersten Jungtiere geboren werden und die Tage wieder länger werden, spürt man im gesamten Tiergarten eine neue Dynamik“, freut sich Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Pünktlich zum Start in die Sommersaison können wir uns über die ersten Lämmer und Zicklein des Jahres freuen. Und auch unser neuestes Bauprojekt wurde rechtzeitig fertiggestellt und sorgt für noch mehr Besucherkomfort.“ Zum Saisonstart nimmt der Tiergarten eine zweite Toilettenanlage in Betrieb. Direkt neben der neuen Welt der Trampeltiere ist eine moderne, genderneutrale Toilette entstanden. Besucherinnen und Besucher müssen damit künftig nicht mehr bis in den Eingangsbereich zurückgehen, um sanitäre Einrichtungen zu nutzen. Insbesondere an besucherstarken Tagen verbessert die neue Anlage den Komfort im Park deutlich. „Gerade an stark frequentierten Tagen haben uns Gäste angesprochen, dass die Anzahl unserer Toiletten ausbaufähig ist“, so Dr. Polotzek. „Diesem Wunsch kommen wir gerne nach. Die neue Sanitäranlage fügt sich mit ihrer Lerchenholzverkleidung harmonisch in unsere Parkanlage ein und setzt als genderneutrale Toilette zugleich ein Zeichen für Vielfalt, Offenheit und Integration.“ Passend zur Sommersaison öffnet auch der Tiergarten-Imbiss wieder täglich von 11 bis 18 Uhr. Damit können sich Gäste während ihres Aufenthalts mit Klassikern wie Currywurst und Pommes sowie weiteren Snacks und Getränken stärken. Eine beliebte Veranstaltungsreihe geht ebenfalls in die nächste Runde: Nach der erfolgreichen Premierensaison im vergangenen Jahr finden die Seniorennachmittage aufgrund der hohen Nachfrage nun sogar zweimal im Monat statt. „Ich freue mich sehr, dass wir unseren Seniorennachmittag in dieser Saison am zweiten und vierten Mittwoch im Monat anbieten können“, berichtet Dr. Polotzek. „Ab März starten wir jeweils um 14 Uhr mit einer spannenden Führung zu wechselnden Themen. Anschließend lassen wir den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen in geselliger Runde ausklingen.“ Tickets für den Seniorennachmittag „Tierische Generationen“ sind im Vorverkauf an der Tiergartenkasse sowie im Onlineshop erhältlich. Im Preis von 15 Euro sind der Eintritt, die Führung sowie Kaffee und Kuchen enthalten. Der erste Seniorennachmittag des Jahres findet am Mittwoch, 11. März 2026, um 14 Uhr statt.
Zoo Osnabrück 26.02.2026
Vogelgrippe-Virus H5N1 im Zoo Osnabrück bestätigt
Umfassende Schutzmaßnahmen umgesetzt – regulärer Zoobesuch weiterhin möglich Im Zoo Osnabrück ist der in der vergangenen Woche festgestellte Verdachtsfall auf eine hochpathogene Variante der Aviären Influenza (Vogelgrippe) nun offiziell durch das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt worden. Weitere Tiere der betroffenen Nandu-Gruppe waren ebenfalls infiziert. Der Zoo hat in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden umfassende Schutz- und Eindämmungsmaßnahmen umgesetzt. Der Zoo bleibt regulär für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Zu dem in der vergangenen Woche amtlich festgestellten Verdachtsfall auf Aviäre Influenza im Zoo Osnabrück liegen nun die abschließenden Untersuchungsergebnisse des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) vor: Demnach wurde bei dem verstorbenen Nandu der hochpathogene Subtyp H5N1, umgangssprachlich als „Vogelgrippe“ bekannt, nachgewiesen. Bei den im Rahmen der behördlichen Seuchenschutzmaßnahmen eingeschläferten Nandus wurde ebenfalls das Virus der Aviären Influenza festgestellt. Umfassendes Schutz- und Hygienekonzept Seit der amtlichen Feststellung des Verdachtsfalls am vergangenen Freitag hat der Zoo in enger Abstimmung mit dem Veterinärdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück sofortige und umfassende Eindämmungsmaßnahmen umgesetzt und bestehende Vorkehrungen weiter verschärft. Ein Großteil des Vogelbestandes wurde vorsorglich aufgestallt – also in geschützten Innenbereichen untergebracht, um eine weitere Aufnahme oder Ausbreitung des Erregers zu verhindern. Zusätzlich wurden potenziell gefährdete und versorgungsrelevante Bereiche nach seuchenhygienischen Standards in klar getrennte Kompartimente gegliedert, um Übertragungswege zwischen Tierarten und Haltungsbereichen wirksam zu begrenzen. Das Schutzkonzept umfasst für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darüber hinaus Desinfektionsschleusen, das verpflichtende Tragen von Schutzkleidung sowie streng geregelte Zugangsbeschränkungen. Auch die interne Versorgungs- und Futterlogistik wurde angepasst, um eine Kreuzkontamination zusätzlich auszuschließen. Zoo bleibt geöffnet Die Situation wird weiterhin engmaschig überwacht und gemeinsam mit den zuständigen Behörden fortlaufend bewertet. Für Besucherinnen und Besucher bleibt der Zoo Osnabrück geöffnet. Aufgrund der getroffenen Schutzmaßnahmen sind größere Teile des Vogelbestandes derzeit nicht sichtbar. Vereinzelt wurden außerdem Wegeführungen angepasst, um besonders sensible Anlagen zusätzlich zu schützen. Darüber hinaus ist der reguläre Zoobesuch ohne Einschränkungen möglich.
Kölner Zoo 26.02.2026
Männlicher Doppelpack:
Zwei seltene Banteng-Kälbchen im Kölner Zoo geboren Unter Experten gelten Bantengs als schönste aller Rinderarten. Im Kölner Zoo kam Ende Januar 2026 das männliche Kälbchen „Manik“ zur Welt. Ihm leistet sein vor drei Monaten geborener Halbbruder „Nio“ Gesellschaft – „Rinderkinder“ im Doppelpack also auf der Kölner Banteng-Anlage. Beide Bullen sind agil und trinken regelmäßig die Milch ihrer Mütter „Ornella“ und „Wangi“. Die Banteng-Kälbchen sind gut sichtbar für die Zoo-Gäste im Außenbereich der Anlage unterwegs. Vater ist der neunjährige Bulle „Buddy“. Er kam aus dem Zoologischen Garten Berlin nach Köln. „Buddy“ ist ein imposantes Tier mit typisch schwarzer Fellfarbe. „Maliks“ elfjährige Mutter „Ornella“ stammt aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn. Die neunjährige „Wangi“, Mutter von „Nio“, kam einst aus Dresden an den Rhein. Die Gruppe der Kölner Bantengs umfasst damit nun sechs Tiere. Auf ihrer Anlage ganz im Norden des Zoos sind sie mit zwei weiteren Wild-Paarhufern vergesellschaftet: den Prinz-Alfred-Hirschen, wo es erfreulicherweise ebenfalls vor kurzem Nachwuchs gab, und den Sulawesi-Hirschebern. Zuchterfolg ist wichtig: Asiatische Wildrinder sind stark bedroht Bantengs sind bedrohte asiatische Wildrinder. Sie leben unter anderem auf den großen Inseln Indonesiens. Die Weltnaturschutzorganisation IUCN stuft den wilden Banteng als „stark gefährdet“ ein. Der Bestand wird heute auf noch 4.000 bis 8.000 Tiere geschätzt – allerdings in vielen kleinen, verstreuten Populationen. Tendenz abnehmend. Hauptursachen für den Rückgang sind Lebensraumzerstörung, die Einkreuzung von Hausrindern sowie Viehkrankheiten, die von Hausrindern übertragen werden. Der Kölner Zoo engagiert sich im Rahmen des „Action Indonesia“-Programms für Banteng-Schutzprojekte vor Ort.
Zoo Berlin 26.02.2026
Fell, Frost und Forscherblick
Eisbären im Tierpark Berlin als Botschafter für den Schutz der Arktis Was für ein Winter! Während alle Berliner*innen fröstelnd über die eisigen Fußwege schlitterten, waren die beiden Eisbären im Tierpark, Tonja (16) und Hertha (7), ganz in ihrem Element. Wer die beiden über die dicke Eisschicht tapsen oder ausgelassen durch Schnee und Frost tollen sieht, kann kaum glauben, dass ihre wildlebenden Artgenossen einen Kampf ums Überleben führen. Der Welt-Eisbär-Tag erinnert am 27. Februar daran, dass die größten Landraubtiere der Erde bis zum Ende dieses Jahrhunderts ausgestorben sein könnten, wenn der Verlust ihrer Lebensräume weiterhin so rasant fortschreitet. Auf der Roten Liste der International Union for Conservation of Nature (IUCN) wird der Eisbär bereits als gefährdet geführt. Durch das Schmelzen des arktischen Meereises verlieren die Tiere ihre Jagdgebiete, Nahrungsgrundlagen und Rückzugsräume – selbst die Partnersuche wird dadurch erschwert. „Wir möchten unsere Gäste nicht nur für diese faszinierenden Tiere begeistern, sondern auch für die Herausforderungen sensibilisieren, denen ihre Art in der Wildnis gegenübersteht“, sagt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem und räumt zu diesem Anlass auch mit einem weit verbreiteten Vorurteil auf: „Der Mythos, jeder Eisbär brauche ein Revier so groß wie Italien, greift zu kurz. Wie bei allen Raubtieren bestimmt vor allem das Nahrungsangebot die Größe des Streifgebiets: Wo Beute konzentriert vorkommt, bleiben Tiere auf kleinerem Raum. Eisbären verteidigen kein starres Territorium, sondern folgen dem Meereis und den Robbenbeständen. Es gibt Individuen, die sich – etwa bei gutem lokalem Nahrungsangebot – über längere Zeit in vergleichsweise kleinen Gebieten aufhalten. Entscheidend ist daher nicht die Quadratkilometerzahl, sondern die Qualität des Lebensraums.“ Telemetrie-Studien zeigen so, dass sich manche Tiere phasenweise auf relativ kleine Küstenabschnitte konzentrieren, insbesondere wenn Kadaver wie z. B. Wale oder andere Nahrungsquellen lokal verfügbar sind. Polar Bears International: Gemeinsam für den Schutz der Arktis Zoo und Tierpark Berlin sind 2023 von Polar Bears International zum Arctic Ambassador Center ernannt worden. Im Rahmen des Artenschutzprogramms Berlin World Wild unterstützen die Zoologischen Gärten Berlin ihre Forschung in der Arktis. „Aktuelle Forschungsergebnisse von Untersuchungen auf Spitzbergen zeigen, dass die dortigen Eisbären in den vergangenen 25 Jahren deutlich an Gewicht und Fettreserven zugelegt haben, obwohl das umliegende Meereis im gleichen Zeitraum rapide geschrumpft ist. Diese lokale Beobachtung bedeutet jedoch keine Entwarnung: Eisbären sind langfristig auf stabiles Meereis als Jagdplattform und auf ihre Hauptnahrungsquelle, die Ringelrobben, angewiesen – schrumpft das Eis weiter, könnte sich die derzeit positive Entwicklung rasch umkehren“, berichtet Dr. Florian Sicks aus dem Zoo Berlin, der das Europäische Ex-situ-Programm für Eisbären koordiniert. „Moderne Zoos leisten auf mehreren Ebenen einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität: Eisbären sind beeindruckende Botschafter für einen extremen Lebensraum, der uns sehr fern ist. Sie machen uns bewusst, dass die Vorgänge auf der Erde komplex und auch über weite Distanzen miteinander verknüpft sind. Indem wir die Forschung in der Arktis unterstützen, gewinnen wir wichtige Erkenntnisse, um langfristige Schutzmaßnahmen für die Eisbären zu entwickeln.“ Die Wissenschaftler*innen von Polar Bears International beobachten dazu auch das Verhalten von Eisbär-Weibchen rund um ihre Wurfhöhlen, dokumentieren Aufzucht, Nahrungssuche und Wanderbewegungen. Hintergrundinformationen zu den aktuellen Studienergebnissen sind hier zu finden: Svalbard’s Polar Bears Maintaining Body Condition Despite Sea Ice Loss | Polar Bears International
Tierpark Hellabrunn 26.02.2026
Hellabrunn begrüßt seinen wohl gelassensten Nachwuchs – ein Faultierbaby
Nach drei Jahren gibt es wieder Nachwuchs bei den Hellabrunner Faultieren. Das Kleine kam vor wenigen Tagen zur Welt. Das Tierpfleger-Team durfte bereits einen ersten, ganz besonderen Blick auf den Nachwuchs werfen. Mit etwas Glück können auch Besucherinnen und Besucher das Jungtier in den kommenden Wochen entdecken. Wer Geduld mitbringt und aufmerksam schaut, wird vielleicht mit einem seltenen Anblick belohnt. Derzeit existiert nur ein einziges Foto des kleinen Faultiers. In den ersten Lebenswochen klammern sich die Babys eng an den Bauch ihrer Mutter und verbringen dort, gut geschützt in luftiger Höhe, den Großteil des Tages schlafend. Zwischen 15 und 20 Stunden täglich ruhen sie. Rechnet man dies auf ihre mögliche Lebenserwartung von bis zu 40 Jahren hoch, verschlafen Faultiere 34 Jahre ihres Lebens. Damit Mutter und Jungtier diese wichtige Anfangszeit ungestört genießen können, wird bewusst auf zusätzliche Störungen verzichtet. Mit zunehmendem Alter, etwa ab drei bis fünf Monaten, beginnen die Jungtiere neugierig ihre Umgebung selbstständig zu erkunden. In der Natur bleiben sie etwa ein bis zwei Jahre an der Seite ihrer Mutter. Ob das Hellabrunner Faultier-Baby ein Weibchen oder ein Männchen ist, steht noch nicht fest. Die Geschlechtsbestimmung ist bei Faultieren anhand äußerlicher Merkmale kaum möglich und erfordert einen medizinischen Check, der jedoch keine Eile hat. Weibchen werden mit etwa drei Jahren geschlechtsreif, Männchen erst mit vier bis fünf Jahren. Zweifinger-Faultiere sind Bewohner der Regenwälder Mittel- und Südamerikas und leiden, wie viele andere Tier- und Pflanzenarten, unter deren Abholzung und dem damit verbundenen Verlust ihres Lebensraumes. Zwar ist ihre Lebensweise noch nicht vollständig erforscht, doch weiß man, dass sie nahezu ihr gesamtes Leben an Ästen hängend in Bäumen verbringen. Aufgrund des geringen Nährwerts ihrer Nahrung, z.B. Blätter und selten Früchte, bewegen sie sich nur sehr langsam und wenig. Faultiere sind jedoch gute Schwimmer, sofern sie mit Wasser in Berührung kommen. Die Aufzucht übernimmt bei Faultieren allein die Mutter. Das Männchen muss jedoch nicht vom Nachwuchs getrennt werden, sodass es sich die kleine Faultier-Familie derzeit zu dritt im Nashornhaus gemütlich macht.
Tierpark Cottbus 25.02.2026
Doppelter Nachwuchs bei den Trampeltieren
Passend zu den steigenden Temperaturen freuen wir uns über doppelten Nachwuchs bei den zweihöckrigen Kamelen oder Trampeltieren. Am 20. Februar wurde ein Stutfohlen von „Malia“ und am 22. Februar ein Hengstfohlen von „Khashuri“ geboren. Dank der Fürsorge ihrer Mütter und den erfahrenden Tierpflegern sind beide Fohlen auf einem guten Weg. Trampeltiere sind Haustiere innerasiatischer Steppengebie
Zoo Hannover 25.02.2026
Gestatten: Nashorn „Nasor“ – der Neue im Erlebnis-Zoo Partnertausch für den Artenschutz – Hoffnung auf Nachwuchs in Hannover und Rotterdam
Der Neue am Sambesi ist nicht zu übersehen: Rund 1,60 m Schulterhöhe, etwa 1.000 kg schwer, 3,20 m lang, tiefgraue Haut, zwei stattliche Hörner, spitze Lippen. Anfang Dezember des vergangenen Jahres kam das Östliche Spitzmaulnashorn „Nasor“ aus dem Zoo Rotterdam in den Erlebnis-Zoo Hannover – jetzt erobert er sein neues Reich am Sambesi. Der neue Bulle nimmt den Platz seines Vorgängers „Kito“ ein, der seinerseits jetzt in Nasors ehemaligen Zoo in Rotterdam lebt. Der Partnertausch im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) soll in beiden Zoos für Nachwuchs sorgen, denn Östliche Spitzmaulnashörner sind vom Aussterben bedroht. Da „Kito“ mit der in Hannover lebenden Nashornkuh „Maisha“ verwandt ist, war eine Verpaarung ausgeschlossen. Mit dem Partnertausch trifft „Kito“ auf Nashornkuh „Naima“, während die hiesige Nashornkuh „Maisha“ den neuen Bullen „Nasor“ als Partner bekommt. Bis die beiden sich kennenlernen, wird es allerdings noch ein wenig dauern. „Nasor ist mit seinen fünf Jahren noch nicht geschlechtsreif“, erklärt Kurator Robin Walb. „Der Jungbulle soll hier heranwachsen und langsam Interesse an seiner Partnerin bekommen.“ Neugierig ist er jedenfalls jetzt schon – schließlich kann er das andere Nashorn riechen und hören. Wenn die beiden sich im Laufe der Zeit besonders gut riechen können, hofft das Team des Erlebnis-Zoo auf Nachwuchs – die letzte Geburt eines Östlichen Spitzmaulnashorns im Erlebnis-Zoo ist fast 25 Jahre her. „Die Nachzucht dieser vom Aussterben bedrohten Art ist langfristig angelegt, man braucht Geduld,“ so Robin Walb. Selbst nach erfolgreicher Paarung lässt ein Jungtier lange auf sich warten: die Tragzeit bei Spitzmaulnashörnern beträgt 456 bis 486 Tage! Aber jetzt gilt es für den jungen „Nasor“ erst einmal, sich in Ruhe einzuleben. Nach seiner Ankunft hat er die Räume hinter den Kulissen, die neuen Geräusche und Gerüche sowie seine neuen Tierpflegenden kennengelernt. Nun geht es für ihn in den Außenbereich, der direkt am Ufer des Sambesi liegt. Hier warten verschiedene Sandbäder zum Wälzen, Felsen zum Schubbern, Futterplätze zum Snacken und Enten am Sambesi zum Verscheuchen auf den Jungbullen. „Nasor ist neugieriger junger Bulle, es macht viel Spaß, ihn zu beobachten“, erzählt Tierpfleger Carsten Heinß. Hintergrund Wie funktioniert das EEP? Für jedes Erhaltungszuchtprogramm gibt es ein digitales Zuchtbuch. Hierin sind alle Daten zu den Tieren innerhalb dieses Programmes gespeichert. Verantwortlich für die Koordination eines Erhaltungszuchtprogrammes ist eine fachlich qualifizierte Person, in der Regel mit biologischem oder veterinärmedizinischem Hintergrund sowie spezifischer Erfahrung mit der betreffenden Tierart. Die koordinierende Person stellt mithilfe der Daten Zuchtgruppen oder -paare zusammen und legt Tiertransporte fest. Ziel ist eine genetisch vielfältige Reservepopulation. Aus dieser können beispielsweise Tiere zur Wiederansiedlung bereitgestellt werden. Diese Erhaltungszucht ist ein wichtiger Bestandteil des ganzheitlichen, global ausgerichteten Plans zur Erhaltung der Artenvielfalt: dem One Plan Approach. Der One Plan Approach (kurz: „OPA“) ist der allumfassende, ganzheitliche Plan zum Schutz der Artenvielfalt der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur (IUCN). Die wichtigen Bausteine des Artenschutzes – der Artenschutz außerhalb (ex situ, z. B. durch Zucht in Zoos) und innerhalb der Lebensräume (in situ, z. B. durch Lebensraum-Schutz) – werden miteinander verknüpft. Alle Akteure im Artenschutz wie Regierungen, Naturschutzorganisationen, Zoos arbeiten zusammen. Für Zoos bedeutet der „OPA“, dass sie direkte Beiträge zum Schutz der Wildpopulationen leisten durch Erhaltungszucht und Auswilderung, Forschung, die Unterstützung von in-situ-Projekten und vieles mehr. Der Erlebnis-Zoo Hannover setzt sich zum Beispiel bereits seit Jahren intensiv für den Schutz der Spitzmaulnashörner ein, sowohl im Zoo als auch im eigentlichen Lebensraum in Kenia. Weitere Informationen unter zoo-hannover.de/save-the-rhino Können Nashörner aus den Zoos wieder ausgewildert werden? Europäische Zoos leisten einen wichtigen Beitrag für die Regeneration der wildlebenden Population: 2019 wurden fünf Tiere aus dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) in den Akagera National Park in Ruanda gebracht. Damit wurde die genetische Vielfalt der dortigen Nashornpopulation erweitert – ein entscheidender Faktor für ihre Anpassungsfähigkeit gegenüber Umweltveränderungen und somit für ihre langfristige Überlebensfähigkeit. Weitere Wiederansiedlungen zur Unterstützung der wildlebenden Populationen sind geplant.
Zoo Heidelberg 25.02.2026
Der größte flugfähige Vogel der Welt – Imposanter Saruskranich im Zoo Heidelberg eingezogen
Saruskraniche sind mit einer Körperhöhe von etwa 1,70 m nicht nur die größten Vertreter aller Kranicharten, sondern auch die größten flugfähigen Vögel weltweit. Die monogamen Tiere verbringen große Teile ihres Lebens in Feuchtgebieten wie Sümpfen und brüten im flachen Wasser. Der Lebensraum der Saruskraniche schwindet jedoch zunehmend, die Vögel werden als gefährdet eingestuft. Seit kurzem können Besucher einen Vertreter der bedrohten Tierart im Zoo Heidelberg bestaunen. Donnerstagnachmittag im Zoo Heidelberg. Gespannt wartet das Zoo-Team auf die Ankunft von Kurator Joshua Förg und der Auszubildenden Leila Gerhardt. Sie bringen einen ganz besonderen Neuzugang nach Heidelberg: einen jungen, männlichen Saruskranich aus dem Zoo Neuwied. Dort ist der Vogel im vergangenen Jahr geschlüpft und wird auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), das im Zoo Karlsruhe koordiniert wird, zukünftig im Zoo Heidelberg leben. „Perspektivisch wird noch ein weibliches Tier zu uns kommen. So können wir mit einer möglichen Zucht dieser gefährdeten Art zu einem stabilen Bestand in menschlicher Obhut beitragen. Dieser ist genauso wichtig wie der Schutz und die Wiederherstellung von Feuchtgebieten, die als Lebensraum der Saruskraniche eine Schlüsselfunktion haben“, erklärt Förg. Saruskraniche können etwa 1,70 m groß werden und eine Flügelspannweite von bis zu 2,80 m erreichen. In der Natur erstreckt sich das Verbreitungsgebiet der Tiere über weite Teile Südostasiens bis nach Nordaustralien – in Indien gilt der Saruskranich als heilig und ist tief in der Kultur und Mythologie des Landes verwurzelt. Auffälligstes Merkmal der erwachsenen Vögel ist die rote Färbung des Gefieders am Kopf und oberen Hals. Bei Jungvögeln ist dieser Bereich noch hellbraun gefärbt, so auch bei dem Saruskranich der seit kurzem im Zoo Heidelberg lebt. Besucher können den Vogel auf der Anlage am Geysirsee entdecken und beobachten, wie sich das Gefieder in Zukunft verfärben wird. Der Saruskranich steht stellvertretend für viele Tierarten, die auf feuchte Lebensräume angewiesen sind. Um den Fokus auf den Schutz und die Bewohner dieser bedrohten Ökosysteme zu legen, beteiligt sich der Zoo Heidelberg an der internationalen Naturschutzkampagne „Wetlands for Life“. Diese wurde von der Europäischen Vereinigung der Zoos und Aquarien (EAZA) ins Leben gerufen, um auf wichtige Lebensräume wie Moore, Sümpfe, Auen und Teiche hinzuweisen.
Zoo Zürich 25.02.2026
NACHWUCHS BEI DEN ELEFANTEN ERWARTET
Im Kaeng Krachan Elefantenpark steht im Frühjahr 2026 eine Geburt an. Die bereits sehr erfahrene Elefantenkuh Indi ist trächtig. Bereits vier Mal brachte sie erfolgreich Nachwuchs zur Welt. Mit der Haltung der Asiatischen Elefanten beteiligt sich der Zoo Zürich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für die stark bedrohte Art. Seit bald 19 Monaten ist Elefantenkuh Indi trächtig. Vater des noch ungeborenen Kalbs ist der 21-jährige Elefantenbulle Thai. Aller Voraussicht nach wird die Geburt zwischen Ende April und Anfang Juni stattfinden. Die maximale Tragezeit bei Asiatischen Elefanten beträgt 22 Monate. «Die Trächtigkeit bei unseren Asiatischen Elefanten freut uns, auch wenn wir vorsichtig optimistisch sind. Die Geburt sowie die ersten Wochen sind immer die heikelsten Momente im Leben eines Jungtieres. Elefantenkuh Indi hat jedoch schon mehrmals erfolgreich geboren, das stimmt uns zuversichtlich. Mit dem zu erwartenden baldigen Zuwachs können wir einen wichtigen Beitrag zur europäischen Reservepopulation und damit zum Erhalt der stark bedrohten Art leisten», erklärt Zoodirektor Severin Dressen. Enge Begleitung und Kontrolle Indi (40) gilt als sehr erfahrene Elefantenkuh. Die Trächtigkeit verläuft bislang sehr gut und ohne Komplikationen. Für die Herde bestehend aus Leitkuh Indi und ihrer Tochter Chandra wäre der Zuwachs wünschenswert. Gleich zwei Herdenmitglieder waren 2022 dem Herpesvirus zum Opfer gefallen, was die Gruppe stark dezimiert hatte. Das Verhalten der Elefantenkuh steht unter enger Beobachtung. Etwa Ende April wird das Tierärzteteam zudem mit der täglichen Messung der Hormonwerte beginnen. Das ermöglicht es, den Geburtszeitpunkt möglichst genau voraussagen und so sicherzustellen, dass der Geburtsverlauf von Anfang an intensiv überwacht werden kann. Als moderner Zoo hält der Zoo Zürich die Elefanten im geschützten Kontakt, bei dem die Tierpfleger*innen und Tierärzt*innen zu keinem Zeitpunkt direkten Kontakt zu den Tieren haben. Dies ist eine Haltungsform, bei der die Elefantenweibchen in ihrem natürlichen Sozialsystem, dem sogenannten Matriarchat, leben und die Geburt im entsprechenden Rahmen stattfinden wird. Elefantenschutz in Thailand Der Asiatische Elefant gilt laut der Weltnaturschutzorganisation IUCN als stark bedrohte Tierart. Weltweit gibt es noch schätzungsweise nicht mehr als 40’000 wildlebende Elefanten. Vor allem die anhaltende Zerstörung und damit der Verlust von Lebensraum üben Druck auf die noch bestehenden Populationen aus. Auch die dadurch entstehende Nähe zum Menschen wird immer wieder zum Problem. Im Rahmen seines Naturschutzprojekts zum Erhalt des Lebensraums des Asiatischen Elefanten in Thailand setzt sich der Zoo verstärkt auch für die Entschärfung des Mensch-Tier-Konflikts ein. Bereits seit 2009 unterstützt der Zoo die wichtige Arbeit von WCS Thailand im Kaeng Krachan Nationalpark bei der Ausbildung von Ranger*innen sowie dem sehr erfolgreichen Elephant-Human-Conflict-Team. Allein im vergangenen Jahr konnten so 99 Prozent der Versuche von Elefanten sich in landwirtschaftlichen Kulturen zu verköstigen durch das rechtzeitige Eingreifen des Teams vereitelt werden.
Tiergarten Kleve 24.02.2026
Tierische Genussreisen im Tiergarten Kleve gehen in die nächste Runde
Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr können sich die Tiergartengäste auf neue Premieren und altbewährtes bei den tierischen Genussreisen freuen Aufgrund der großen Nachfrage nach den Weinabenden im vergangenen Jahr geht der Tiergarten Kleve in diesem Jahr auf weitere tierische Genussreisen, bei denen für jeden Geschmack etwas dabei ist. Die Gäste erleben einen exklusiven, geführten Abendspaziergang durch den Tiergarten, begleitet von erlesenen Getränken und kleinen Snacks – ein Abend voller Genuss und Natur. Während des stimmungsvollen Rundgangs haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, verschiedene hochwertige Tropfen zu verkosten. Weinexperte Kilian Peters von der Schlossbergkellerei Peters aus Kleve gibt dabei spannende Einblicke in Geschmack, Duft und Herkunft der unterschiedlichen Getränke. Begleitet wird das Tasting von einer Auswahl passender Snacks, die das kulinarische Erlebnis abrunden. „Unsere Gäste dürfen sich auf exklusive Genussreisen außerhalb der regulären Öffnungszeiten durch den Tiergarten Kleve freuen“, berichtet Tiergartenleiter Martin Polotzek. „Wie bereits bei den Abenden im Sommer 2025 und im Januar 2026 werden die ausgewählten Getränke an passenden Stationen bei verschiedenen Tierarten präsentiert. Die fachliche Einführung in die edlen Tropfen übernimmt erneut Weinexperte Kilian Peters.“ Wenn man nach den Gemeinsamkeiten der Tiere des Tiergartens und Wein schaut, bleibt Weinexperte Kilian Peters direkt bei den Baumstachlern stehen: „Bei den Baumstachlern darf natürlich ein Sauvignon blanc nicht fehlen, da dieser ein wunderbares Stachelbeeraroma im Abgang entfaltet und somit hervorragend zu den stacheligen Bewohnern des Tiergartens passt.“ Welche Gemeinsamkeiten noch zwischen den Getränken und dem Tiergarten bestehen, dürfen die Gäste bei den exklusiven Genussreisen selbst erfahren. Zusammen mit Kilian Peters werden die Weinverkostungen in diesem Jahr von fachkundigen Mitarbeitenden des Besucherservices des Tiergartens geleitet. Bei den Premieren der Cocktail-Safari sowie des Gin-Tastings übernimmt Tiergartenleiter Martin Polotzek die Führung persönlich. Die Ticketpreise für diese exklusiven Events liegen zwischen 79 und 99 Euro pro Person und umfassen den abendlichen Tiergarteneintritt, die geführte Tour, das Verkostungen sowie die begleitenden Snacks. Um eine angenehme und persönliche Atmosphäre zu gewährleisten, ist die Teilnehmerzahl auf maximal 25 Personen pro Termin begrenzt. Der Vorverkauf für die limitierten Tickets ist ab sofort exklusiv für Fördermitglieder des Vereins Tiergarten Kleve e.V. gestartet. Ab dem 09.03.2026 startet dann der reguläre Vorverkauf der verbleibenden Tickets. Für alle, die auf jeden Fall bei diesen einzigartigen Events dabei sein möchten, empfiehlt es sich daher, jetzt Fördermitglied im Tiergartenverein zu werden, dabei etwas Gutes zu tun, den Tiergarten Kleve weiterzuentwickeln und sich zeitgleich über diverse Vorteile wie beispielsweise den exklusiven Presale für die Tierischen Genussreisen zu freuen. Tickets für die Veranstaltung sind ab dem 9. März 2026 an der Tageskasse sowie im Onlineshop erhältlich. Über die Presale-Möglichkeiten für Fördermitgliederinnen und Fördermitglieder wird gesondert informiert. Für weitere Auskünfte steht der Besucherservice des Tiergartens gerne zur Verfügung.
Tierpark Nordhorn 24.02.2026
Kleiner Korbflechtertag am Vechtehof im Tierpark Handwerkskunst zum Erleben
Eine liebgewonnene Wintertradition im Tierpark geht in die nächste Runde: Der Korbflechterkurs am historischen Vechtehof begeistert seit vielen Jahren Menschen, die das alte Handwerk erlernen und bewahren möchten. In den Monaten Januar und Februar treffen sich die Teilnehmer an sechs Nachmittagen in der guten Stube des Vechtehofes, um unter fachkundiger Anleitung in die Kunst des Korbflechtens einzutauchen. Geleitet wird der Kurs von Tischlermeister Johann Wigger aus Füchtenfeld, der sein Handwerk einst beim Mühlenverein in Georgsdorf von Grund auf erlernte. Mit viel Erfahrung und sichtbarer Leidenschaft gibt er sein Wissen weiter. Tatkräftig unterstützt wird er von den engagierten Ehrenamtlichen Mechthild Schwank und Manfred Meyer. Die beiden sind auch über den Kurs hinaus aktiv: In ihrer kleinen Flechtwerkstatt am Nijnhuuser Schöppken im Tierpark lassen sie Besucher regelmäßig an der traditionellen Handwerkskunst teilhaben und zeigen dort regelmäßig, wie aus Weidenruten formschöne und funktionale Körbe entstehen. Am Samstag, 7. März, präsentieren die Teilnehmer des aktuellen Korbflechterkurses von 11 bis 17 Uhr am Vechtehof ihre neu erworbenen Fertigkeiten. Besucher dürfen sich auf anschauliche Vorführungen freuen und erleben hautnah, wie Körbe entstehen. Der Kursleiter und seine Mitstreiter bringen verschiedene Korbmodelle und Werkstücke aus Korbweide mit und informieren über Materialien, Techniken und die Besonderheiten dieses traditionsreichen Handwerks. Wer selbst Interesse hat, das Korbflechten zu erlernen, kann sich an diesem Tag bereits unverbindlich für den Winterkurs im kommenden Jahr vormerken lassen. Erfahrungsgemäß sind die Plätze begehrt, sodass sich eine frühzeitige Anmeldung empfiehlt. Bei trockenem Wetter findet der Korbflechtertag auf dem Vorplatz des Vechtehofes statt. Sollte das Wetter nicht mitspielen, wird die Veranstaltung kurzerhand in die gute Stube oder auf die Diele des historischen Hofes verlegt. Der Tierpark freut sich auf zahlreiche Besucher und einen lebendigen Tag im Zeichen traditioneller Handwerkskunst. Ab dem 1. März ist der Familienzoo wieder bis 19 Uhr geöffnet.
Zoo Magdeburg 23.02.2026
Spitzmaulnashorn Malia zieht bald nach Tschechien um – Die zweieinhalbjährige Nashornkuh Malia soll auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Spitzmaulnashörner in Dvur Králóve / Tschechien für Nachwuchs sorgen
Im rückwärtigen Bereich des Nashornhauses laufen die Umzugsvorbereitungen für die Spitzmaulnashornkuh Malia. Seit kurzem steht ein Spezialcontainer vor der Nashornbox. „Unsere jüngste Nashornkuh Malia gewöhnt sich gerade an das kurzzeitige Transportbehältnis. Den erweiterten „Wohnbereich“ nimmt Malia gut an, sie gewöhnt sich sehr schnell an diesen Spezialcontainer“, berichtet Danny Wolff, stellvertretender Revierleiter im Zoo Magdeburg. Anfang März geht es los: Malia verlässt den Zoo Magdeburg und zieht auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Spitzmaulnashörner in den Zoo Dvur Králóve/Tschechien um. „Spitzmaulnashörner sind stressempfindliche Tiere, die auf kleinste Veränderungen in ihrer Umgebung reagieren. Die Vorbereitung und Durchführung dieses Transportes erfordern nicht nur Fachkompetenz, sondern auch das nötige Fingerspitzengefühl. Nashörner sind sehr vorsichtige Tiere, die nicht sehr gut sehen, dafür umso besser hören und Vibrationen wahrnehmen können. Deshalb ist es wichtig, Malia behutsam an den Spezialcontainer für den Umzug zu gewöhnen,“ erklärt Zoodirektor David Pruß, Ph.D. Zoobesucher sollten in den nächsten Tagen noch die Chance nutzen, beim Spitzmaulnashorn vorbeizuschauen. In zwei Wochen wird Malia schon in Dvur Králóve sein. Weltweit gilt die auf Zucht und Auswilderung spezialisierte Nashornhaltung von Spitz- und Breitmaulnashörnern des Safariparks Dvur Králóve als eine der fortschrittlichsten. Die weitläufigen, naturnahen Gehege mit Schlammsuhlen und diversen Rückzugsmöglichkeiten sorgen für das Wohlbefinden der oft einzelgängerisch lebenden Spitzmaulnashörner. Malia wird sich dort sicherlich sehr wohl fühlen. In der Natur sind Spitzmaulnashörner stark gefährdet – Schutz ist unabdingbar für die Zukunft der Rhinos Spitzmaulnashörner sind in ihren Beständen gefährdet. In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Spitzmaulnashörner engagiert sich der Zoologische Garten Magdeburg für den Arterhalt. Der Zoo Magdeburg unterstützt aber nicht nur mit Jungtieren den Ausbau einer Reservepopulation, sondern hat sich mehrfach an wissenschaftlichen Projekten der Reproduktionsmedizin beteiligt. Gemeinsam mit dem Institut für Wildtierforschung in Berlin (ITW) wurden künstliche Absamungen des Magdeburger Nashornbullens MADIBA durchgeführt und mit diesen genetisch sehr wertvollen Nashorn-Spermien Nashornkühe im Rahmen des EEP’s besamt. Der Zoo Magdeburg hat sich in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin) an wissenschaftlichen Studien zum Schutze wild lebender Spitzmaulnashörner in Namibia beteiligt. Im Rahmen des Artenschutzes weltweit vor Ort unterstützt der Zoo Magdeburg aktuell das Artenschutzprojekt Save the Rhino jährlich mit einem mittleren mehrstelligen Betrag.
Opel Zoo Kronberg 23.02.2026
Der Opel-Zoo wird 70: Jubiläumsaktionen ab 1. März Freier Eintritt für 1956 geborene Besucher
Der Opel-Zoo wird im Jahr 2026 70 Jahre alt. Ab dem 1. März können sich die Zoobesucher auf einige Angebote im Jubiläumsjahr freuen. Ende Januar haben es die Zooverantwortlichen schon angekündigt, nun geht es los: Alle Besucher, die im Jahr 1956 geboren wurden und im Jahr 2026 ebenso wie der Opel-Zoo ihren 70. Geburtstag feiern, haben vom 1. März bis 31. Oktober 2026 freien Eintritt! Als Nachweis reicht ein gültiger Ausweis. Für Erinnerungsfotos wird es an der Statue des Zoogründers am Haupteingang im Zoo ab März einen „Jubiläums-Fotospot“ geben: Hier wird ein großer Rahmen gebaut, den hoffentlich viele Besucher für einen Schnappschuss nutzen. Ende März soll dann die neu gestaltete Anlage der Erdmännchen am früheren Standort der Stachelschweine gegenüber der Berberaffen- und der Elefanten-Außenanlage fertig gestellt sein. Der Förderverein „Freunde und Förderer des Opel-Zoo“ will dafür 70.000 € Spenden sammeln. Im Elefantenhaus wird es gleich mehrfachen Zuwachs geben: Hier werden im März ein neues Aquarium und ein Terrarium errichtet, wo dann Elefantenrüsselfische und Elefantenspitzmäuse einziehen. Auch ein Fest darf natürlich nicht fehlen, und so ist am Samstag, 12. September ein Fest für Paten, Mitglieder des Fördervereins und alle anderen Zoofreunde geplant. „Das größte ‚Geschenk‘ im Jubiläumsjahr wird uns aber hoffentlich bald viel Arbeit machen“, sagt Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels, und er ergänzt: „denn wir hoffen, dass wir bald auch die Umsetzung des großen Bauvorhabens für die Panzernashörner und weitere asiatische Tierarten starten dürfen.“ Die Umgestaltung von 18.000 m³ bestehenden Zoogeländes wird ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Kronberger Freigeheges werden.
Zoo Zürich 23.02.2026
2,7 MIO. FÜR DEN NATURSCHUTZ
Mit rund 2,7 Millionen Franken haben die Zuwendungen des Zoo Zürich an seine acht Naturschutzpartner im Jahr 2025 einen neuen Rekord erreicht. Das ist äusserst erfreulich und zeigt das starke und dauerhafte Engagement des Zoos für den Natur- und Artenschutz. Ebenfalls erfreulich ist die letztjährige Gästezahl: Diese beläuft sich auf 1,3 Millionen Menschen. Damit reiht sich 2025 ein auf Platz drei der meistbesuchten Jahre. Der Zoo Zürich freut sich sehr über eine neue Rekordsumme für den Naturschutz. Konkret mit 2‘726’400 Franken konnte er im vergangenen Jahr in Form von direkten Beiträgen sowie Sach- und Dienstleistungen seine acht Naturschutzprojekte weltweit unterstützen. Dieser neue Höchststand ist einerseits unseren Gästen zu verdanken, die sich fast immer für den freiwilligen Naturschutzfranken beim Kauf eines Zootickets entscheiden und so einen bedeutenden Beitrag an den Naturschutz leisten. Zudem durfte sich der Zoo im vergangenen Jahr über mehrere grosszügige Zuwendungen von Privatpersonen als auch von Stiftungen für die Naturschutzarbeit des Zoos freuen. Alle Spendengelder fliessen vollumfänglich, ohne Abzüge, ein in die wertvolle und wichtige Natur- und Artenschutzarbeit des Zoo Zürich in Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen vor Ort. Die Naturschutzpartnerschaften des Zoo Zürich sind dauerhaft, integriert und auf eine langjährige Zusammenarbeit ausgelegt. So stellt der Zoo sicher, dass sein Naturschutzengagement und sein Beitrag an den Erhalt der Artenvielfalt nachhaltig sind. Mehr Gäste als 2024 Auch die Entwicklung der Gästezahlen ist erfreulich. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Zoo ein leichtes Plus von rund 5 Prozent verzeichnen. Insgesamt besuchten im vergangenen Jahr 1,33 Millionen Menschen den Zoo Zürich. Darunter auch etwa 67‘000 Schüler*innen, die den Zoo als ausserschulischen Lernort im Rahmen des Unterrichts besucht haben. Bildung gehört neben Naturschutz, Artenschutz und Forschung zu den vier Hauptaufgaben eines modernen Zoos. Mit einem vielfältigen Bildungsangebot sowie dem Schulservice bietet der Zoo verschiedene Optionen für einen lehrreichen Zoobesuch und informiert seine Gäste über die aktuellen Herausforderungen mit Blick auf die Artenvielfalt. Herzlichen Dank, liebe Freiwillige Ein grosses Dankeschön für unglaubliche 32‘969 freiwillig geleistete Stunden geht auch dieses Mal an das Freiwilligen-Team des Zoos (FTZ). Mit viel Herzblut und Leidenschaft bringen auch die 322 FTZ-Mitglieder die Aufgaben eines modernen Zoos, sein Wirken im Natur- und Artenschutz und sein Selbstverständnis als Naturschutzorganisation den Zoogästen bei jedem Einsatz näher. Auch vermitteln sie viel Wissen über Tiere und die Natur an grosse und kleine Zoogäste. Vielen Dank liebes FTZ-Team für eure wertvolle Arbeit!

