Cameron Bloom/Bradley Trevor Greive: Penguin Bloom (Rezension)


Die Blooms waren eine glückliche Familie – fotografierender Vater, sportbegeisterte Mutter und drei Jungs. Doch dann bleibt Mutter Sam nach einem Sturz querschnittsgelähmt und verliert all ihren Lebensmut. Bis einer ihrer Söhne ein aus dem Nest gefallenes Elster-Junges mit nach Hause bringt. Und während sie den kleinen Vogel liebevoll pflegt, findet Sam zurück ins Leben und zu ihrer Familie. Wunderbar erzählt und mit einmaligen Fotos, zeigt uns die wahre Geschichte von Penguin Bloom, dass egal wie ausweglos eine Situation scheint, Liebe und Freundschaft aus ganz unerwarteten Richtungen kommen können und dass es immer Grund zur Hoffnung gibt.
Penguin Bloom ist mehr ein Bildband, als eine Geschichte. Und es ist mehr die Geschichte einer Freundschaft als die eines Vogels.
Die Bilder sind schön in Szene gesetzt, niedlich, erheiternd, künstlerisch… Das ist die Stärke des Buchs. Die Schwäche des Buchs ist der Text.
Im Prolog wurde die Geschichte der Familie Bloom bis zum Erscheinen von Penguin erzählt und ja, diese Geschichte ist ergreifend und traurig und ich habe auch die eine oder andere Träne vergossen. Dann beginnt der Bildteil mit schönen Bildern und mehr oder weniger nichtssagenden Texten, die nicht unbedingt viel zur Geschichte der Blooms und Penguin beitragen, bzw. eher obrflächlich daherkommen.
Emotional wird es wieder am Schluss, wenn sich Sam Bloom sowohl an gelähmte Personen als auch deren Angehörigen wendet. Tatsächlich ist es eher Sams Geschichte als die von Penguin.
Das ist im Titel nicht ersichtlich, man erwartet etwas anderes und wenn ich ehrlich bin … textlich lässt das Buch nach der Einleitung extrem nach. Da wäre etwas mehr besser gewesen. Und zumindest ein anderer Untertitel wäre hilfreich gewesen.
Sieht man das Buch als Bildband und ignoriert den Text ist es ein tolles Buch, das man sich gerne anschauen kann und will, die Elster wurde wirklich gut in Szene gesetzt.
In Verbindung mit dem Text verliert das Buch aber an Wirkung.
Nebenbei bemerkt (und das wird auch am Anfang des Buchs erwähnt): Penguin ist weder ein Pinguin (wie man bereits am Cover erkennen kann), noch eine Elster. Allerdings wird der Flötenvogel (der Art, der Penguin angehört) im englischen als Australische Elster (Australian Magpie) bezeichnet.

(Rezensionsexemplar)

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