Literarische Weltreise – Australien

Die Weltreise des Morgenwald-Blog geht weiter … (wie man an den Terminen sehen knn schon eine Weile). Diesmal geht es um Australien. Die weiteren Regeln für die Weltreise (und das Gewinnspiel vom Mairdumont-Verlag) gibt es (immer noch) hier.

Europa ist ein ziemlich einfacher Kontinent, was Literatur anbelangt. Europäische Autoren werden recht häufig gelesen. Afrika war da schon etwas schwieriger. Von Asien habe ich das auch gedacht, aber beim Schreiben sind dann doch einige Bücher zusammen gekommen. Und nun Australien … Obwohl ich die Tierwelt dort sehr interessant finde, habe ich bisher doch eher wenig von diesem Kontinent gelesen. Auch auf meinem SuB und meiner Wunschliste findet sich kaum etwas. Deswegen ist diese Weltreise auch eher eine kleine.
Die Links führen entweder direkt zu Amazon oder zu meiner Rezension.

Julia Leigh: Der Jäger (Tasmanien)
Erich Grasdorf: Tassie, der Wolf im Tigerfell (Australien)

Howard L. Anderson: Albert, ein glorreiches Schnabeltier (Australien)
Albert ist ein Schnabeltier und auf der Suche nach dem legendären Alten Australien, wo Tiere wie er eine Heimat haben. Auf seiner Reise begegnet er u. a. : einem pyromanen Wombat, einem kleinkriminellen Waschbären, Bandicoots, Kängurus, Dingos und sogar einem echten Tasmanischen Teufel. Die einen werden zu Weggefährten, die anderen wollen ihn lieber am nächsten Baum aufknüpfen. Die Wüste ist ein rauer Ort, aber zwischen Kneipenschlägereien, Verfolgungsjagden und brennenden Dörfern lernt Albert viel über Zugehörigkeit, Loyalität und Mut. Und findet dabei Freunde fürs
Richard Flannagan: Goulds Buch der Fische (Tasmanien)
Sally Island, eine entlegene Gefängnisinsel vor der Küste Tasmaniens. Dort wartet William Gould in einer Zelle auf seine Hinrichtung. Und während der verurteilte Dieb und Fälscher wartet, schreibt er mit der Tinte eines Tintenfischs und einer Mixtur als Seeigelstacheln und eigenem Blut seine Erinnerungen auf. Der Gefängnisarzt erkennt sein Talent und beauftragt ihn, alle Fische Tasmaniens zu malen. Doch Gould verliebt sich dort in die Mätresse des Gefängniskommandanten und stürzt in Verwicklungen, die für das Ende seiner künstlerischen Tätigkeit sorgen …
Joan Linsay: Picknick am Valentinstag (Australien)

Am Valentinstag des Jahres 1900 unternehmen die Schülerinnen des Appleyard College in der Nähe von Melbourne einen Ausflug zum Hanging Rock, um dort ein Picknick zu veranstalten. Im Laufe des sonnendurchfluteten Nachmittags im Busch machen sich die drei ältesten Schülerinnen, Miranda, Irma und Marion, unter strengen Ermahnungen der Lehrerinnen auf, das geheimnisvolle Felsmassiv genauer zu erkunden. Edith, eine jüngere Schülerin, schließt sich ihnen an. Als man sich am Abend zur Rückfahrt rüstet, sind nicht nur die vier Mädchen verschwunden, sondern auch die Lehrerin Greta McCraw.
Die Suche bleibt ergebnislos, bis plötzlich Edith schreiend und völlig verstört aus dem Unterholz gelaufen kommt. Sie hat keinerlei Erinnerung an die Geschehnisse auf dem Felsen. Die drei anderen Mädchen und die Lehrerin bleiben verschwunden. Alle hektischen Suchaktionen der nächsten Tage sind umsonst. Doch eine Woche nach dem verhängnisvollen Picknick taucht Irma zwischen den Felsen auf – ohne jede Erinnerung an das Vorgefallene. Wie sie so lange ohne Wasser in der Wildnis überleben konnte, ist ein Rätsel. Von den anderen drei Vermissten findet man nach wie vor keine Spur. Was ist mit ihnen geschehen?

Das ist wirklich eine kurze Liste … das erste und das letzte Buch habe ich gelesen (das letzte ist allerdings schon eine Zeit her), die anderen beiden befinden sich auf meiner Wunschliste.
Von Richard Flannagan gibt es noch andere Bücher, die in Tasmanien spielen (vielleicht spielen auch alle seine Bücher dort, aber ich habe sie nur durch Goulds Buch der Fische entdeckt, kann dazu eigentlich nicht viel mehr sagen, als dass es sie gibt.

Richard Flanagan: Begehren
Ein fesselnder Roman über ungebändigte Gefühle und verdrängte Leidenschaften.
1839: Der Gouverneur von Tasmanien und Polarforscher Sir John Franklin und seine Frau holen das Aborigine-Mädchen Mathinna zu sich ins Haus. Sie wollen »die Wilde« durch strenge Erziehung zivilisieren. Während Lady Jane ihre mütterlichen Gefühle unterdrückt, kann sich Sir Franklin Mathinnas »wilder« Anziehungskraft nicht entziehen. Als Franklin Jahre später nach England zurückbeordert wird, bleibt das Mädchen entwurzelt und zutiefst verstört zurück …

Richard Flanagan: Tod auf dem Fluss
Aljaz Cosini führt als Raftingführer Touristen den wilden Franklin River in Tasmanien hinunter. Bei der Landung vor einem Wasserfall gleitet Aljaz bei dramatischen Rettungsversuch auf einem Felsen aus und stürzt in den Fluss. Von der Wucht des Wassers an die Felsen gedrückt, droht er zu ertrinken. Während er um sein Leben kämpft, zieht seine Vergangenheit an ihm vorbei. Aljaz› Erinnerungen und Gefühle fügen sich zu einem großen erzählerischen Porträt dieses wilden Landstrichs und seiner Bewohner…
Richard Flanagan: Der schmale Pfad durchs Hinterland
»Ein tiefgründiges und bewegendes Meisterwerk über einen verzweifelten jungen Mann in Zeiten des Krieges«, urteilt der Observer. Preisgekrönt entfachte Richard Flanagans Roman weltweit einhellige Begeisterung: Sein Held ist Dorrigo Evans, ein begabter Chirurg, dem eine glänzende Zukunft bevorsteht. Als der Zweite Weltkrieg auch Australien erreicht, meldet er sich zum Militär. Doch der Krieg macht keine Unterschiede, und während Dorrigo in einem japanischen Gefangenenlager mit seinen Männern gegen Hunger, Cholera und die Grausamkeit des Lagerleiters kämpft, quält ihn die Erinnerung an die Liebe zu der Frau seines Onkels. Bis er einen Brief erhält, der seinem Leben eine endgültige Wendung gibt. Richard Flanagans schmerzvoll poetischer Roman erzählt von den unterschiedlichen Formen der Liebe und des Todes, von Wahrheit, Krieg und der tiefen Erkenntnis eines existentiellen Verlusts.

Nachdem ich diesen Beitrag geschrieben hatte (die meisten meiner Beiträge werden im Vorfeld geschrieben und dann automatisch an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Zeit veröffentlicht), fand ich beim Durchstöbern eines öffentlichen Bücherschranks ein Buch, dessen Titel mir sofort ins Auge gesprungen ist … und es passt perfekt zu Australien:

Elisabeth Honey: Die Wombats bitte nicht streicheln
Wenn 51 zehnjährige Kinder in ein Feriencamp mitten im australischen Busch fahren, dann bedeutet das „Wonne, Glück, Wombats und keine Hausaufgaben“, wie Mark in seinem Camp-Tagebuch schreibt. Herzerfrischend witzig berichtet er darin von der Farm Lendynia nebst ihren Bewohnern.
Die Kinder schlafen dort in Zelten, bauen Hütten und lernen die Kunst des Spinnens und Schmiedens – es ist „total cool“ so zu leben wie die alten Pioniere. Und manchmal irrekomisch. Getrübt werden diese abenteuerlichen Tage einzig durch den ungeliebten Lehrer Brian Cromwell, genannt „der Bomber“.

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12 Responses to Literarische Weltreise – Australien

  1. Tinette sagt:

    Hallo Martin,
    ich habe von meiner Liste selbst nur ein Buch gelesen. Die anderen stehen alle noch auf meiner Wunschliste. Ich würde gerne mehr Bücher lesen, die in Australien spielen. Aber ich habe kaum etwas gefunden. Am ehesten bin ich literarisch doch in Afrika unterwegs. 🙂
    Von deiner Liste würde mich das Buch mit dem Schnabeltier interessieren. Ich werde es mir aufschreiben und mal in die Leseprobe reinschnuppern.
    Tod auf dem Fluss habe ich ja selbst in meiner Liste genannt. Von
    Richard Flanagan habe ich noch nichts gelesen, aber er wurde mir schon oft von einer Freundin empfohlen. Mit Tod auf dem Fluss würde ich gerne anfangen. Dann sehe ich weiter. 🙂
    Liebe Grüße
    Tinette

    • Martin sagt:

      Hallo Tinette,
      ich hab immer hin drei gelesen (auch wenn PICKNICK AM VALENTINSTAG schon etwas länger her ist … und ich das Buch auch nicht zu Ende gelesen habe, aber das hat nichts damit zu tun, dass mir das Buch nicht gefallen hat, im Gegenteil, es gibt nur einen Teil, der das Verschwinden der Mädchen erklärt … aber den muss man nicht lesen … und jetzt kann ich es nicht mehr, weil ich das Buch nicht mehr habe).
      Und auf GOULDS Fische bin ich wegen dem Namen GOULD aufmerksam geworden. Ich bin von anderen Voraussetzungen ausgegangen, aber das Buch klang trotzdem interessant. Aber es steht noch auf meiner Wunschliste … und wer weiß wie lange sie da steht.
      Australien ist anscheinend auch nicht der Kontinent, den ich literarisch besonders (trotz des Namens meines Blogs)
      Danke fürs Vorbeischauen
      Martin

  2. Petrissa sagt:

    Hallo Martin,

    ja, sehr spannend, auf welchen Kontinenten man oft ist und auf welchen nur wenig.
    Das erste Buch hört sich sehr witzig an und das zweite finde ich auch sehr interessant.

    Beim letzten musste ich schmunzeln. Ja, wie unterschiedlich doch Klassenfahrten sind, je nachdem, wo man lebt.

    Zu Deinem Asien-Beitrag komme ich auf jeden Fall noch. Echt ätzend, wie wenig ich gerade Zeit habe. Dabei liegen hier auch noch Rezensions-Exemplare.

    • Martin sagt:

      Hallo Petrissa,
      ich hab noch nicht soviele Klassenfahrten gemacht (und jetzt bin ich aus dem Alter heraus und auch kein Lehrer), aber bei mir war alles ganz harmlos… jedenfalls ist niemand verschwunden.
      Liebe Grüße
      Martin
      (und lass dich nicht stressen)

  3. j125 sagt:

    Hallo Martin,

    meine Liste ist auch nicht allzu umfangreich. Mich interessiert die Region aber auch nicht so sehr, dass ich gezielt nach Büchern dazu suchen würde.

    Picknick am Valentinstag hört sich sehr spannend an. Das muss ich mir unbedingt mal näher anschauen. Den Trailer finde ich allerdings irgendwie gruselig. Miranda hat einen leicht irren Blick.

    Liebe Grüße
    Julia

    • Martin sagt:

      Hallo Julia,
      ich wähle meine Bücher auch nicht danach aus wo sie spielen…Mich muss der Klappentext interessieren (obwohl es manchmal auch andere Gründe geben kann, aber der Ort hat noch nie eine Rolle gespielt, obwohl… wenn ich einen Roman über den Ort, in dem ich aufgewachsen bin, geben würde, dann wäre das natürlich etwas anderes).
      Aber Australien hat wohl noch nie eine große Rolle gespielt.
      Was PICKNICK AM VALENTINSTAG anbelangt … der gilt als Horrorfilm, da darf man auch mal irre schauen. Von daher passt der gruselige Trailer auch.
      Liebe Grüße
      Martin

  4. Aleshanee sagt:

    Hi Martin!

    Oh, Picknick am Valentinstag! Endlich jemand der das auch kennt!
    Ich hab ja erst den Film gesehen, das ist schon Ewigkeiten her! Der hatte mich damals aber sehr beeindruckt! Ob das heute noch genauso wäre könnte ich gar nicht sagen. Ich hab dann aber nach Jahren entdeckt, dass es auch ein Buch dazu gibt, was ich dann auch gelesen habe. Sehr abgefahren das ganze, aber mir hats gefallen 😀

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • Martin sagt:

      Hallo Aleshanee,
      ich hab auch erst den Film gesehen und erst viel später das Buch gelesen. Gefallen hat mir beides.
      Früher kam der Film ja auch öfter im Fernsehen, aber mir ist er schon lange nicht mehr aufgefallen.
      Aber so richtig vergessen kann ich die Geschichte nicht.
      Liebe Grüße
      Martin

  5. Hi Martin,

    Wow, ich habe noch nie von jemandem gehört, der Picknick am Valentinstag gelesen hat. Ich habe das Buch zuhause liegen, allerdings auf englisch. Ein Freund aus Australien hat es mir geschickt. Da ich es aber noch nicht gelesen habe, habe ich es auf unserer Liste nicht mit drauf. Aber jetzt muss ich es mir doch unbedingt mal vornehmen. Wusste aber nicht, dass es das als Film gibt…

    Schöne Grüße, Sarah

    • Martin sagt:

      Hallo Sarah,
      Ich habe das Gefühl, dass PICKNICK AM VALENTINSTAG langsam in Vergessenheit gerät. Schade eigentlich, denn sowohl Film als auch Buch haben das meiner Meinung nach nicht verdient.
      Liebe Grüße
      Martin

  6. monerl sagt:

    Hallo Martin,
    so, nun hab ich es auch mal endlich hierher geschafft! 🙂

    „Der Jäger“ habe ich tatsächlich schon als Film geschaut. Dass es den auch als Buch gibt, wusste ich nicht. Witzigerweise kenne ich auch den Film „Picknick am Valentinstag“. Sehr interessante Bücher hast du da ausgegraben. „Tod auf dem Fluss“ kommt mir bekannt vor. Kann mich aber nicht richtig erinnern, ob ich es nun gelesen habe oder nicht. Wombat kenne ich als Tier aber kein Buch dazu. 😉
    GlG, monerl

    • Martin sagt:

      Hallo monerl,
      ich habe auf jeden Fall vom „Jäger“ zuerst den Film gesehen (nachdem ich das Buch erst vor Kurzem gelesen habe und den Film schon vor ein paar Jahren), aber ich kann nicht sagen woher ich wusste, dass es ein Buch dazu gibt. Ich glaube irgend jemand hat einen Kommentar in meinem alten Blog geschrieben. Aber sicher bin ich mir nicht.
      Wombatbücher kenne ich auch nicht viele, aber in König Guu taucht auch eines auf. Allerdings spielt das Buch nicht in Australien…
      LG
      Martin

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