Julia Leigh: Der Jäger

Der Jäger ist ein Buch, der zu diesem Blog wie die Faust aufs Auge passt.
Julia Leigh erzählt die Geschichte von M. (oder Martin David, oder wie auch immer der eigentlich nicht namentlich genannte Protagonist heißen mag), der im Auftag einer nicht weiter benannten Firma den Spuren eines kürzlich gesichteten Beutelwolfs nachgehen soll und das Tier (tot oder lebendig) fangen soll. Als Naturforscher, der an Beutelteufeln forscht macht er sich auf die Suche.
Es ist ein bildgewaltiges, ruhiges Buch mit philosophischen Ansätzen. Und genau darin liegt auch die Stärke. Der Beutelwolf ist keine reißende Bestie, nur ein Tier, das noch existieren mag oder nicht und die Gedanken von M. bestimmt.
Die Handlung vermag zu fesseln, die Beschreibungen zu begeistern.
2011 wurde es verfilmt.

Sowohl Film, als auch Buch kann ich Freunden des Beutelwolfs nur empfehlen. Man darf nur nicht erwarten, dass der Beutelwolf eine große Rolle spielt. Auch wenn er in den Gedanken des Jägers ständig präsent ist, so bleibt der Tasmanische Tiger doch nur ein Tier, das gejagt wird (oder auch nicht).

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