Kaspar Panizza: Wiesnkatz (Rezension)

Ich habe mich lange „geweigert“ das Buch zu lesen, da ich dem Irrglauben anhing, dass es sich bei WIESNKATZ um das letzte Buch mit Kommissar Steinböck und Frau Merkel sein sollte. Und ich wollte das Ende hinauszögern… aber … es ist nicht das Ende, es geht weiter und weil ich WIESNKATZ erst jetzt gelesen habe, wird mir die Wartezeit auf MALLEKATZ nicht so lange erscheinen. Das Buch soll im Februar herauskommen. Ich habe zwar Bedenken, dass vielleicht einige liebgewonnenen Charaktere nicht vorkommen werden, aber … man weiß ja nie. Ich freue mich darauf:
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Aber jetzt zur Wiesnkatz.
Nicht unbedingt erfreulich, wenn zur Eröffnung des Oktoberfestes ein Toter kopfunter am Riesenrad hängt und das makabre Foto auf den sozialen Medien erscheint. Zwangsläufig muss Kommissar Steinböck für seine Ermittlungen die ungeliebte Wiesn besuchen. Und dann schickt ihm der Mörder auch noch einen Kinderreim, in dem er weitere Morde ankündigt. Ein perfides Spiel beginnt und mittendrin die Katze Frau Merkel, die sich gegen den aufdringlichen Geisterbahnkater Berlusconi zur Wehr setzen muss.
Man muss diese Katze einfach lieben. Aber es ist nicht nur die Katze, welche die Krimis von Kaspar Panizza so lesenswert machen, es ist das gesamte Ensemble um Kommissar Steinböck. Seine Kollegen, seine Freunde, seine Kontakte und auch seine „Gegenspieler“. Die Wortgefechte sind einfach nur köstlich und es ist ein Vergnügen dabei sein zu dürfen. Und als Münchner darf man sich auch im verbreiteten Lokalkolorit suhlen, das immer treffend in Szene gesetzt wird. So auch in WIESNKATZ, dem 9. Fall von Kommissar Steinböck . Man erkennt, es wird auf der Wiesn, dem berühmten Münchner Oktoberfest ermittelt, und es ist eine sehr spannende und abwechslungsreiche Ermittlung, die auch schlechte (und sich nicht reimende) Gedichte beinhaltet (frei nach einem Agatha Christie-Roman oder einem nicht mehr politisch korrekten Kinderreim). Im Großen und Ganzen kann ich zu WIESNKATZ nichts anderes sagen, als das, was ich bereits geschrieben habe. Anders als bei GRAFFITIKATZ wird aber auch mehr ermittelt. Das einzige, was ich vielleicht als negativ empfunden habe war die „Liebesgeschichte“ zwischen Steinböck und Candela, dem Besuch aus Mallorca… und der Grund warum das nächste Buch dort spielt. Das ging mir einfach zu schnell. Auf der anderen Seite bin ich froh, dass sich das Buch nicht zu Romantikatz entwickelt hat (Berlusconi ist keine Option für Frau Merkel).
Also, wie gesagt, es ist alles wie immer, auch wenn Huong eine kleinere Rolle hatte … aber es kann auch nicht jeder gleichermaßen zum Zug kommen. Das sehe ich nicht als negativ.
Der Krimi ist unterhaltsam, das Drumherum natürlich auch, Frau Merkel glänz wieder mit fiesen Kommentaren und nützlichen Hilfestellungen, Kommissar Steinböck wird wieder vor Augen geführt, was für ein hervorragendes Ermittlerteam er hat und der Leser wird am Ende sehr zufrieden sein.
Ich war es. Und ich freue mich auf die Fortsetzung (auch wenn die nicht in München spielt).

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