Heinz Georg Klös: Freundschaft mit Tieren (Rezension)

Heinz-Georg Klös (* 6. Januar 1926 in Elberfeld; † 28. Juli 2014 in Berlin) war ein deutscher Veterinärmediziner und Buchautor. Von 1956 bis 1991 war er Direktor des Berliner Zoologischen Gartens. Im April 1954 begann Klös seine tiergärtnerische Laufbahn als damals jüngster Zoodirektor Deutschlands im Tierpark Osnabrück. Einem Ruf an den Zoo Leipzig folgte er aufgrund der politischen Situation nicht, sondern trat auf Empfehlung von Bernhard Grzimek am 27. Dezember 1956 die Nachfolge von Katharina Heinroth als wissenschaftlicher Direktor des Berliner Zoologischen Gartens an. Zeitgleich wurde er Mitglied des Vorstandes der Zoologischer Garten Berlin AG und zum 1. Januar 1969 deren Vorstandsvorsitzender. Unter Klös’ Leitung wurde der im Krieg schwer zerstörte Zoo weiter aufgebaut, modernisiert und erweitert.
Einige seiner Bücher befassen sich auch mit dem Berliner Zoo, u. a. Berlin und sein Zoo oder (zusammen mit seiner Frau Ursula und Hans Frädrich) Die Arche Noah an der Spree.
In Freundschaft mit Tieren spielt der Berliner Zoo nur eine untergeordnete Rolle, denn im Laufe seines Lebens hat der sogenannte Altdirektor des Zoos viel mehr erlebt. Und einige seiner Eindrücke und Tiererlebnisse hat er in diesem Buch vereint. So berichtet er von verschiedenen Zoobesuchen in anderen Kontinenten, aber auch von Tierfangaktionen, die früher noch üblich waren) und Tierbeobachtungen in Nordamerika und Anderswo. Auch Erfahrungen im Zirkus kann er vorweisen und so bietet das Buch einen interessante Überblick über einen Teil des Lebens des ehemaligen Zoodirektors.
Einiges mag vielleicht überholt sein, anderes nach wie vor aktuell und interessant auf jeden Fall. Das Buch wurde 1997 veröffentlicht, einige der beschriebenen Erlebnisse stammen aus den 60er-Jahren oder früher. Daher bietet „Freundschaft mit Tieren“ eine spannende Zeitreise durch die Zoos der Vergangenheit und das Verständnis des Menschen zum Tier.

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