Anne McCaffrey: Der weiße Drache (Rezension)

Rubkat im Sagittarius-Sektor ist eine Sonne vom Typ G. Sie wird von fünf Planeten und einem eingefangenen Trabanten umkreist, der auf einer langgestreckten Ellipse das System durchzieht. Auf ihm hat sich zwar kein intelligentes, dafür aber umso gefährlicheres Leben entwickelt. Alle zweihundert Jahre nähert sich dieser rote Stern Pern, dem dritten Planeten des Systems, an, der von Menschen besiedelt ist, und lässt lebensbedrohliche Sporen regnen. Einzig die Drachenreiter von Pern mit ihren telepathisch begabten Flugechsen können die Gefahr noch in der Luft bekämpfen. Unter den Drachenreitern ist Lord Jaxom. Weil sein Albinodrache etwas zu klein geraten ist, wird er belächelt und sein Tier nicht ganz für voll genommen. Doch der junge Lord weiß, dass Ruth über ganz spezielle Fähigkeiten verfügt – und schneller, als ihm lieb ist, muss er sie unter Beweis stellen …
Da werden Erinnerungen wach. Obwohl Der weiße Drache der 6. Teil des Drachereiter von Pern-Zyklus ist, war es das erste Buch, das ich von Anne McCaffrey gelesen habe und das es geschafft hat mich sofort in seinen Bann zu ziehen. Ich kann nicht sagen wie oft ich das Buch gelesen habe und auch jetzt, Jahrzehnte nachdem ich zum letzten Mal danach gegriffen habe (das ursprüngliche Buch, das ich auf einem Flohmarkt erstanden habe, ist inzwischen verschollen …), hat es nichts von seinem Reiz verloren.
Der weiße Drache greift die Geschichte von Baron Jaxom und seinem Drachen Ruth (männlich, auch wenn man das nicht unbedingt erwarten mag, bei dem Namen) aus Die Suche der Drachen wieder auf.
Es ist nicht zwingend notwendig die vorangegangenen Bücher zu kennen, aber es macht mehr Spaß zu lesen, was aus den entsprechenden Charakteren im Laufe der Zeit wird.

Anne McCaffrey hat mit ihren Drachenreitern eine interessante Welt (Pern) geschaffen, interessante und liebenswerte (und weniger liebenswerte) Haupt- und Nebenpersonen (egal ob Menschen oder Drachen) mit unterschiedlichen, durchaus nachvollziehbaren Intensionen.
Es fällt leicht sich in dieser Welt zu verlieren.
Anders als in den beiden Vorgängern, die sich mit der Geschichte des Harfnermädchens Menolly auseinander setzten (Drachengesang/Drachensinger), stehen die Drachen wieder im Vordergrund (und die Erforschung des bisher nur wenig bekannten Südkontinents).

Der weiße Drache ist eine spannende Mischung aus SF, Fantasy und archäologischem Abenteuer.
Ich habe das Buch als Jugendlicher gemocht und ich mag es immer noch …und wie sagt man so schön: Es wird immer ein Platz an meinem Herzen haben.

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