Anne McCaffrey: Drachensinger (Rezension)

Auf dem Planeten Pern steht die Musik in hohem Ansehen. Die gebirgige Welt ist nur dünn besiedelt, und die Sänger und Musiker, die die schwere Prüfung der Gildenhalle bestehen, sind gern gesehene Gäste in den weit verstreuten Burgen. Menolly, die Tochter des Burgherren Yanus, hat ein höchst bemerkenswertes musikalisches Talent. Doch auf Pern ist Musik ausschließlich Männersache, und ihr Vater, der um seinen Ruf fürchtet, verbietet ihr das Musizieren. Doch Menollys außergewöhnliche Begabung ist längst entdeckt worden. Eines Tages wird sie von den Drachenreitern abgeholt, die sie zur Gildenhalle bringen, wo sie ihre Ausbildung erhalten soll. Auch hier stößt sie bei manchem Lehrer auf Widerstand, doch Robinton, der Meisterharfner von Pern, nimmt sich ihrer persönlich an, weil er davon überzeugt ist, das größte Musiktalent vor sich zu haben, das der Planet je hervorgebracht hat …
Drachensinger setzt die Geschichte von Menolly aus Drachengesang direkt fort. Immer noch kämpft das junge Mädchen mit Schwierigkeiten (hauptsächlich geht es dabei um Akzeptanz innerhalb verschiedener Gruppierungen und dem gewinnen von Selbstvertrauen).
Die Drachen spielen nach wie vor eine untergeordnete Rolle, wichtiger ist das Leben innerhalb einer Gildenhalle und die neuen Erkenntnisse über die Feuerechsen (die in weiteren Bänden durchaus keine unwichtige Rolle spielen … soviel als Teaser, nach meiner Erinnerung). Natürlich werden auch wichtige Ereignisse (wie sie in den beiden ersten Bänden Die Welt und Die Suche beschreiben wurden) ebenfalls erwähnt, allerdings so, wie sie Menolly und ihr direktes Umfeld wahrnehmen. Es ist hilfreich Drachengesang zu kennen, die anderen beiden Bände nicht unbedingt, aber es erhöht das Lesevergnügen.
Ich mochte die Geschichte um Menolly schon immer und ich kann mich erinnern, dass ich schon vor Jahrzehnten Rotz und Wasser geheult habe und mit dem Mädchen mitgelitten habe. Nun ja, ein bisschen habe ich auch diesmal geweint, wenn auch nicht so viel.
Aber auch jetzt noch geht mir die Geschichte nahe und die Drachenreiter schaffen auch heute noch das, was sie damals geschafft haben: Mich die Welt um mich herum zu vergessen und ganz in die Geschichten um Pern einzutauchen.
Drachensinger wurde 1877 veröffentlicht, aber es ist nach wie vor ein sehr fesselnder Roman.

Und um dem ganzen Zyklus die Ehre zu erweisen: In meinen Augen ist er das Beste, was über Drachen geschrieben wurde…
(soweit ich es kenne und ein paar Drachenromane kenne ich schon …)

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