Zoopresseschau

Zoo Schwerin 06.02.2026
„Reverse the Red Day“ – Zoo Schwerin blickt auf erfolgreiche Artenschutzprojekte
Am 7. Februar findet weltweit der „Reverse the Red Day“ statt, ein jährlicher Aktionstag, der die Aufmerksamkeit auf den Kampf gegen den globalen Artenverlust lenkt und Erfolge im Artenschutz hervorhebt. Der Zoo Schwerin blickt anlässlich des internationalen Aktionstages auf erfolgreiche Projekte seiner Artenschutzarbeit: Dazu zählen die Erhaltungszucht bedrohter Arten wie auch konkrete Wiederansiedlungsprojekte – von denen einige national wie international bereits messbare Erfolge zeigen. Der Name „Reverse the Red“ (zu Deutsch: „Das Rote umkehren“) bezieht sich auf die Rote Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN. Ziel ist es, die negativen Trendlinien beim Artensterben umzukehren und Arten durch gezielte Schutzmaßnahmen in weniger bedrohte Kategorien zu bringen – also das „Rot“ der Gefährdung wieder Richtung „Grün“ zu bewegen.Rückkehr der Riesenotter nach Argentinien Ein besonderes Beispiel ist die Wiederansiedlung der Riesenotter (Pteronura brasiliensis) in Argentinien. Dank der Koordination des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) und des Internationalen Zuchtbuchs (ISB) durch den Schweriner Zoodirektor Dr. Tim Schikora und der engen Zusammenarbeit europäischer Zoos konnte nach Jahrzehnten erstmals wieder eine Riesenotterfamilie erfolgreich im Iberá-Nationalpark angesiedelt werden. Die Riesenotter galten zuvor in Argentinien als ausgestorben. Insgesamt acht Tiere aus europäischen Zoos und eines aus den USA wurden im ersten Schritt nach Argentinien gebracht, wo bereits mehrfach Nachwuchs geboren wurde. Eine Herabstufung des IUCN-Status „stark gefährdet“ ist noch nicht erfolgt. Das Projekt ist fortlaufend und weitere Auswilderungen mit dem Ziel das „Rot umzukehren“ sind in Planung. Wiederansiedlung von Partula-Schnecken Ein solcher Erfolg konnte im Pazifik bereits erzielt werden: Seit 2021 beteiligt sich der Zoo Schwerin in Kooperation mit dem Grünen Zoo Wuppertal am internationalen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der Moorea-Baumschnecke (Partula tohiveana). Nach einer gelungenen Auswilderung im Herbst 2024 wurden 2025 erneut mehrere hundert hochbedrohte Partula-Baumschnecken nach Französisch-Polynesien für eine Auswilderung verbracht. Im Zuge der wissenschaftlichen Überwachung des Projekts konnten inzwischen mehrere ausgewachsene und nicht-markierte Partula tohiveana in ihrem ursprünglichen Lebensraum entdeckt werden – ein Beleg für die Reproduktion im Freiland und ein großer Erfolg für das Wiederansiedlungsprojekt. Infolgedessen konnte die IUCN die Art auf der Roten Liste vom Status „in der Natur ausgestorben“ auf den Status „vom Aussterben bedroht“ herabstufen. Viele Jahre Vorbereitung Solche Wiederansiedlungsprojekte bedürfen jahrelanger Planung und aufwendiger Koordination. Sie sind nur durch die internationale Zusammenarbeit von Organisationen vor Ort und Einrichtungen wie Zoos, die bedrohte Arten halten und gesunde Populationen außerhalb der Herkunftsregionen sicherstellen, möglich. Die Reverse The Red-Bewegung fördert weltweit strategische Maßnahmen und Optimismus, um Artenschutzprojekte weiterzuverfolgen und das Überleben von Arten und Ökosystemen zu sichern.

Zoo Wuppertal 06.02.2026
Der Zoo-Verein unterstützt den Schutz des einheimischen Braunbrustigels
Sehr geehrte Damen und Herren, der Zoo-Verein Wuppertal e.V. setzt sich gemeinsam mit dem Grünen Zoo Wuppertal bereits seit vielen Jahren auch für den Schutz bedrohter Arten und ihrer Lebensräume ein. Dazu gehört auch die Unterstützung von Projekten für einheimische Arten wie den einheimischen Braunbrustigel, der inzwischen leider auch zu einer zunehmend bedrohten Art geworden ist und daher von der IUCN als „potenziell gefährdet“ eingestuft wird. Das Netzwerk Igel e.V., das die Igelstation in Wuppertal betreibt, wurde vom Zoo-Verein daher auch in diesem Jahr mit 3.000 Euro unterstützt. Am vergangenen Dienstag fand die Scheckübergabe an Monika Thomas und ihr Team in der Igelstation an der Bundesallee statt. In seiner Igelstation nimmt das Netzwerk Igel e.V. geschwächte, kranke und verletzte Igel auf und sorgt durch seine gute Betreuung und Pflege mit vielen Fachkentnissen und starkem Engagement dafür, dass die Igel wieder in die Natur entlassen werden können, wenn es ihnen wieder gut geht. Mit der letzten Zuwendung des Zoo-Vereins konnte unter anderem eine Untersuchungslampe angeschafft werden, die es den Mitarbeitenden in der Station erleichtert, den Gesundheitszustand der Igel zu beurteilen oder Verletzungen zu erkennen. Für den Zoo-Verein Wuppertal gehört der Einsatz für bedrohte Tierarten und deren Lebensräume zur umfassenden Unterstützung des Grünen Zoos, denn auch dieser engagiert sich intensiv und auf vielfältige Weise für den Schutz und Erhalt bedrohter Arten. Und daher hat der Zoo-Verein allein im vergangenen Jahr neben seinen Projekten im Zoo – 2025 wurden unter anderem das Projekt Visiotopia eröffnet und die Anlage Rivers of Sulawesi weiter gebaut – verschiedene Forschungs- und Artentschutzprojekte weltweit mit über 65.000 Euro unterstützt. Aktuell beteiligt er sich auch wieder als Platinsponsor mit 5.000 Euro an der Aktion „Zootier des Jahres“. Informationen und Kontaktdaten zum Netzwerk Igel e.V. gibt es im Internet auf der Webseite www.netzwerk-igel-wuppertal.de.

Zoo Frankfurt 06.02.2026
Zoos machen Hoffnung: Artenschutz wirkt — weltweit und vor Ort
Artensterben ist kein Naturgesetz. Mit dem Internationalen Reverse the Red Day am 7. Februar rufen Zoos und Naturschutzorganisationen weltweit dazu auf, den Trend des Artensterbens umzukehren. Mit dem internationalen Reverse the Red Day am 7. Februar rufen Zoos und Naturschutzorganisationen weltweit dazu auf, den Trend auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN umzukehren – von Rot (Bedrohung) zu Grün (Erholung). Das Ziel: Gefährdete Arten sollen wieder eine Zukunft haben. „Wir wissen, dass Artenschutz wirkt – wenn wir ihn konsequent betreiben und zusammenarbeiten“, sagt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Zoos leisten dazu einen unverzichtbaren Beitrag. Sie sichern genetische Vielfalt, ermöglichen Wiederansiedlungen und sensibilisieren Millionen Besucherinnen und Besucher für den Schutz der Natur.“ Auch der Frankfurter Zoo beteiligt sich und es gibt Erfolgsgeschichten, die Mut machen: Przewalski-Pferde waren in der Natur ausgestorben – heute streifen sie wieder durch die Steppen der Mongolei und Kasachstans. Durch das koordinierte Europäische Zuchtprogramm, an dem sich eine Vielzahl von Zoos beteiligen, konnte die Art erhalten werden. Gemeinsam mit Partnerorganisationen wie der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt wurden seit 2024 14 der Wildpferde in Kasachstan wieder angesiedelt. Auch in der Mongolei und China gab es bereits Auswilderungen aus europäischen Zoos. Auch die Frankfurter Zoodirektorin Dr. Christina Geiger und Zootierärztin Dr. Annette Klein waren bei Auswilderungen dabei, um ihre im Zoo erworbene Expertise im Umgang mit den Tieren an die Teams vor Ort weiterzugeben. Die Europäische Sumpfschildkröte galt in Hessen nahezu als verschwunden und stand kurz vor dem regionalen Aussterben. Der Zoo Frankfurt ist Teil eines Zuchtprogramms, das ehrenamtlich von der Arbeitsgemeinschaft Sumpfschildkröte koordiniert wird. In den vergangenen Jahren konnten von der Arbeitsgemeinschaft zahlreiche Nachzuchten ausgewildert werden. Die Art kehrt damit Schritt für Schritt in ihre ursprünglichen Lebensräume zurück – ein ermutigendes Beispiel dafür, wie ex-situ-Artenschutz, also die Zucht außerhalb des natürlichen Habitats, zur Stabilisierung freilebender Bestände beitragen kann. Inzwischen werden wieder regelmäßig Jungtiere aus Fortpflanzung in der Natur in hessischen Gewässern nachgewiesen. Das Goldgelbe Löwenäffchen stand kurz vor dem Aussterben, nachdem sein Lebensraum stark zerstört worden war. In den 1980er Jahren gab es nur noch etwa 200 Tiere in den Wäldern Brasiliens. Durch internationale Zuchtprogramme und Wiederansiedlungen konnten zahlreiche in Zoos geborene Tiere in geschützten Waldgebieten ausgewildert werden. Auch der Zoo Frankfurt beteiligte sich und stellte zwei Tiere für die Auswilderung bereit. Heute erholen sich die Bestände wieder: 2023 wurden über 4.800 Tiere in der Natur gezählt. Die Art konnte 2003 von „vom Aussterben bedroht“ auf „stark gefährdet“ zurückgestuft werden. Unter anderem auch Luchs, Bartgeier, Feldhamster und Wisent profitieren in Deutschland und Europa von der Artenschutzarbeit der Zoos, die sich in zahlreichen Projekten für die Rückkehr bedrohter heimischer Tierarten einsetzen. Vom Rot ins Grün: Teil einer globalen Bewegung Die von Zoos mitgegründete Initiative Reverse the Red vereint den Weltzoo- und Aquarienverband WAZA, die Weltnaturschutzorganisation IUCN und die Zoos mit Wissenschaft, Zivilgesellschaft, sowie weiteren Partnern. Sie basiert auf der Roten Liste der IUCN und zeigt: Datenerhebung, gezielte Schutzmaßnahmen und Bildung können zusammen den entscheidenden Unterschied machen.

Opel-Zoo Kronberg 06.02.2026
Nächste Öffentliche Führung im Opel-Zoo
„Karneval der Tiere“ am Samstag, 14. Februar 2026, 15 Uhr Mit dem Thema der nächsten Öffentlichen Führung am Fastnachtssamstag – Karneval der Tiere – geht es offensichtlich auch im Opel-Zoo um das närrische Treiben. Werden da etwa die Tiere verkleidet und können eine Prämie für das einfallsreichste Kostüm gewinnen? Natürlich nicht! Wenn das Pony – wie auf dem Foto – im Zebra-Outfit daherkommt, so ist dies kein Fastnachtskostüm, sondern eine wirksame Maßnahme gegen lästige Insekten im Sommer. Bei der Führung „Karneval der Tiere“ geht es vielmehr um das bekannte Werk für Kammerorchester des französischen Komponisten Camille Saint Saën, der es aus Sorge um seinen „seriösen“ Ruf nur einmal 1886 bei einer Faschingsveranstaltung hat aufführen lassen und zu Lebzeiten nie veröffentlicht hatte. Erst nach seinem Tod wurde es verlegt und 1922 in Paris erstmals aufgeführt, gefolgt bis heute von unzähligen Konzerten, vor allem in der Faschingszeit. Und so gibt es also doch einen aktuellen Bezug! Was hat nun aber das Musikstück „Karneval der Tiere“ mit einer Öffentlichen Führung im Opel-Zoo zu tun? Es geht – wie gewohnt – zu verschiedenen Tierarten und die Teilnehmer an der Führung erfahren Wissenswertes aus zoologischer Sicht. Zusätzlich hören sie aber auch die passenden Musikstücke aus dem „Karneval der Tiere“ und erleben, welchen Tieren bzw. welchem Lebensraum der Komponist welches Instrument zugeordnet und damit eine Stimme verliehen hat. Die Führung startet am Fastnachtssamstag, dem 14. Februar 2026 um 15 Uhr an der Statue des Zoogründers hinter dem Haupteingang. Sie ist kostenfrei, ohne Zuschlag zum Eintrittspreis und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Selbstredend, dass die Zoobesucher auch verkleidet kommen können!

Zoo Heidelberg 05.02.2026
Neuzugang bei den Mähnenrobben
Junger Robbenbulle im Zoo Heidelberg eingezogen Freudige Nachrichten: Es ist wieder ein Jungbulle bei den Mähnenrobben im Zoo Heidelberg eingezogen! Neuzugang Lío wurde im Juli 2024 im Zoo am Meer in Bremerhaven geboren und erkundet seit dieser Woche sein neues Zuhause in Heidelberg. Mit aktuell rund 78 Kilogramm wirkt Lío noch vergleichsweise zierlich – ausgewachsene Mähnenrobbenbullen können bis zu 500 Kilogramm wiegen. In den kommenden Jahren wird er deutlich an Größe und Gewicht zulegen. Für die Zukunft hoffen die Tierpfleger auf Nachwuchs von Lío und einer der weiblichen Mähnenrobben. Anfang der Woche durfte der Jungbulle erstmals die Außenanlage der Robben im Zoo Heidelberg erkunden. Bei seinen ersten Schwimmrunden orientierte sich der junge Bulle zunächst an Mähnenrobbe Shana, dem ältesten Weibchen der Gruppe. Ruhig folgte er ihr durchs Becken und beobachtete aufmerksam, wie sich die erfahrenen Tiere auf der Anlage bewegten. In den kommenden Wochen startet für den jungen Bullen das medizinische Training mit den Tierpflegern. Dabei wird er lernen, seine Flossen, Zähne und Augen begutachten zu lassen und dafür mit einem kleinen Fisch belohnt zu werden. So werden tierärztliche Untersuchungen deutlich stressfreier. „Lío ist ein echter Rohdiamant. Er ist sehr zugewandt und neugierig, muss aber noch vieles lernen. Wir gehen davon aus, dass er in den nächsten Wochen schnell Fortschritte machen wird.“, sagt Revierleiterin Bianca Weißbarth über den Neuzugang. Besucherinnen und Besucher können den Jungbullen schon jetzt auf der Anlage beobachten. Das kommentierte Training der Mähnenrobben findet täglich außer freitags um 11.00 Uhr und um 15.45 Uhr statt. Hintergrundinfo: Mähnenrobben – auch Südamerikanische Seelöwen genannt – gehören zur Familie der Ohrenrobben. Sie sind an den Küsten Südamerikas von Peru bis Argentinien noch recht zahlreich. Zusammen mit der Artenschutzorganisation Yaqu Pacha kümmert sich der Zoo Heidelberg um den langfristigen Erhalt der Mähnenrobben in ihrem natürlichen Lebensraum. Ihren deutschen Namen haben die Mähnenrobben wegen der imposanten Mähne der Bullen erhalten, die den mächtigen Hals bedeckt.

Zoo Hoyerswerda 05.02.2026
Papa trägt doppelt
Kleine Bartträger geboren Fast zwei Monate alt ist der jüngste Nachwuchs im Zoo Hoyerswerda. Kurz vor Weihnachten erblickten zwei kleine Kaiserschnurrbarttamarine das Licht der Welt. Die gerade einmal zehn Zentimeter großen Krallenaffenjungtiere sind bereits der fünfte Wurf des Zuchtpärchens. Damit ist die Gruppe auf zehn Tiere herangewachsen. Noch steht das Geschlecht der Zwillinge nicht fest. In ihrer Anlage direkt hinter den Pinguinen sind sie aber bereits zu sehen. Zurzeit ist der Lieblingsort des Affennachwuchses der Rücken des Papas und das kann auf Dauer ganz schön anstrengend werden. Bis zu sieben Wochen verbringen die Jungtiere auf dem Rücken der Erwachsenen. Erst danach werden sie selbstständiger und erkunden ihre Umwelt. Die Mutter nimmt das Jungtier nur zum Säugen. Für die Aufzucht ist der Rest der kleinen Gruppe verantwortlich. Auch die Geschwister übernehmen schon Verantwortung. Noch etwas unsicher und nur für kurze Zeit tragen auch sie den Nachwuchs auf dem Rücken. Dann bewegen sie sich ganz vorsichtig und langsam damit den Kleinen nichts passiert und wenn ihnen die Verantwortung doch noch zu groß ist, bringen sie den Nachwuchs den Elterntieren wieder. Den prägnanten weißen Schnurrbart, der an Kaiser Wilhelm erinnert und den Affen ihren Namen gab, ist auch jetzt schon leicht sichtbar. Kaiserschnurrbarttamarine sind in den Regenwäldern des Amazonas und seinen Nebenflüssen in Bolivien, Brasilien und Peru beheimatet. Die kleinen Affen ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Baumsäften und kleinen Insekten. Tamarine leben in kleinen Gruppen verwandter oder fremder Affen zusammen. Nur das dominante Weibchen pflanzt sich mit mehreren Männchen fort. Zwillingsgeburten sind bei den kleinen Krallenaffen die Regel. Somit ist die Chance, dass ein Jungtier überlebt größer. Kaiserschnurrbarttamarine können bis zu 20 Jahre alt werden.

Tiergarten Nürnberg 05.02.2026
Vogelgrippe-Schutzmaßnahmen aufgehoben: mehr Vögel im Tiergarten zu sehen
Angesichts der rasanten Ausbreitung der Vogelgrippe hatte der Tiergarten der Stadt Nürnberg im November letzten Jahres umfangreiche Schutzmaßnahmen ergriffen und sämtliche Vogelarten in Ställen oder abgedeckten Volieren untergebracht. In enger Abstimmung mit dem Veterinäramt der Stadt Nürnberg werden diese Maßnahmen nun schrittweise aufgehoben – viele Vögel sind bereits in ihre Anlagen zurückgekehrt. Tägliche Pinguin-Fütterungen Seit Anfang dieser Woche sind unter anderem die Humboldtpinguine, Andenkondore, Emus sowie Haus- und Perlhühner wieder für Besucherinnen und Besucher zu sehen. Bei den Pinguinen finden wieder die täglichen Fütterungen um 15 Uhr statt. Das Programm „Besuch beim Lieblingstier“ ist für die Pinguine ebenfalls wieder buchbar. Sofern es die Witterung zulässt, dürfen auch die Kraniche wieder in ihre Gehege. Auch die Hyazinth-Aras können ab sofort wieder ihre Außenvoliere nutzen. Junges Bartgeierpaar in begehbarer Voliere Zum Wochenende werden die begehbaren Volieren der Waldrappe und Bartgeier wieder geöffnet. In Letztere wird ein neues Bartgeier-Pärchen einziehen. Nach dem Tod des Weibchens im September vergangenen Jahres und vor dem Hintergrund der Vogelgrippe ist das 46 Jahre alte Männchen auf die Außenstelle des Tiergartens Gut Mittelbüg gezogen und hat dort eine neue Partnerin bekommen. In der Bartgeiervoliere war somit wieder Platz für ein neues Zuchtpaar. Die beiden Vögel kommen aus der Eulen- und Greifvogelstation Haringsee in Österreich. Das Männchen kam bereits wenige Tage nach dem Schlupf in den Tiergarten und wurde vom Nürnberger Bartgeierpaar adoptiert und aufgezogen. Der Tiergarten hofft, mit dem jungen Paar an die erfolgreiche Haltung und Zucht der Bartgeier anzuknüpfen.Der Tiergarten Nürnberg hält – mit nur kurzen Unterbrechungen – seit 1965 Bartgeier. Sie sind Teil des Erhaltungszuchtprogramms des Europäischen Zooverbands EAZA (EAZA Ex-situ Programme, kurz EEP), das den Erhalt der Art und deren Wiederansiedelung in der Natur zum Ziel hat. Allein das letzte Pärchen hat fünf Jungtiere erfolgreich großgezogen vier davon wurden im Rahmen des EEPs in Spanien und Frankreich ausgewildert. In die Bartgeiervoliere kehren zudem die Schwarzstörche und Felsentauben zurück. Auch die Schneeeulen dürfen wieder zurück in ihre Voliere. Weiterhin in ihren Winterquartieren bleiben vorerst Flamingos, Pelikane und Harpyien wegen der anhaltend kalten Witterung. Die aufgrund der Vogelgrippe vorübergehend eingestellte Winterfütterung von heimischen Wildvögeln kann nun ebenfalls wieder stattfinden. Als Teil eines europäischen FFH-Gebiets (Flora-Fauna-Habitat-Gebiet) ist der Tiergarten für sie ein wichtiger Lebensraum. Schutzmaßnahmen erfolgreich Ziel aller Maßnahmen war es, den Vogelbestand des Tiergartens bestmöglich zu schützen und den Kontakt zwischen Zoo- und Wildvögeln zu minimieren. Dieses Ziel wurde erreicht: Im Tiergarten gab es keinen Fall von Vogelgrippe. Die konkreten Maßnahmen erfolgten in enger Abstimmung mit den Veterinärämtern des Landkreises Nürnberger Land und der Stadt Nürnberg.

Tierpark Hellabrunn 05.02.2026
Willkommen, Yoko! Weiblicher Roter Panda verstärkt die Hellabrunner Panda-WG
Nachdem Hellabrunn die letzten Tage hauptsächlich im Zeichen des ‚Großen Pandas‘ stand, gibt es zudem wunderbare Nachrichten bei der kleineren Variante, dem Roten Panda: Der Tierpark Hellabrunn freut sich über tierischen Zuwachs, denn seit Dezember 2025 lebt die junge Rote-Panda-Dame Yoko im Münchner Geo-Zoo. Das im Juni 2024 geborene Tier stammt aus dem Parco Faunistico in La Torbiera in Norditalien und ist bereits im Dezember wohlbehalten in Hellabrunn angekommen. Mit Yoko bekommt der männliche Rote Panda Justin endlich eine neue Gefährtin. Ein wichtiger Schritt, denn damit besteht berechtigte Hoffnung, dass es in absehbarer Zeit auch wieder Nachwuchs bei dieser faszinierenden Tierart geben könnte. Schon wenige Stunden nach der ersten Zusammenführung gab es bereits die erste Paarung. Rote Pandas gehören zu den charismatischsten Bewohnern des Himalaya-Raums. Mit ihrem dichten rotbraunen Fell, dem buschigen Ringelschwanz und der maskenhaften Gesichtszeichnung wirken sie fast wie aus einem Bilderbuch. Sie sind ausgezeichnete Kletterer, überwiegend dämmerungsaktiv und ernähren sich hauptsächlich von Bambus, ergänzt durch Früchte, Beeren und Insekten. Trotz ihres niedlichen Erscheinungsbildes ist ihre Lage ernst: Der Rote Panda gilt laut IUCN als „stark gefährdet“ (Endangered). Lebensraumverlust, Abholzung, Klimawandel und Wilderei setzen den Beständen in freier Wildbahn massiv zu. Moderne Zoos wie Hellabrunn leisten daher einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz durch Erhaltungszucht, Forschung und Bildungsarbeit. „Mit Yoko haben wir nicht nur eine wunderbare neue Botschafterin für ihre Art gewonnen, sondern intensivieren mit der perspektivischen Erhaltungszucht zugleich unser Engagement für den Schutz der Roten Pandas. Ich lade alle Besucherinnen und Besucher herzlich ein, nach Hellabrunn zu kommen und Yoko persönlich kennenzulernen. Ein Zoobesuch begeistert, berührt und schafft Bewusstsein für den Artenschutz.“ wirbt Tierparkdirektor Rasem Baban. Neben Haltung, Pflege und Zucht engagiert sich Hellabrunn bereits seit 2015 im nepalesischen Artenschutzprojekt „Red Panda Network“ finanziell, um vor Ort im Lebensraum der bedrohten ‚Kleinen Pandas‘ die Renaturierung und Aufforstung, die Bevölkerungsaufklärung und Bildungsarbeit sowie die Verhinderung von Wilderei zu unterstützen. Wer mehr über diese Hellabrunner Publikumslieblinge sowie die wichtige Artenschutzarbeit erfahren möchte, dem sei die Episode Nr. 19 unseres Hellabrunner Zoo-Podcast „Mia san Tier“ empfohlen. Ein unerlässliches Highlight bleibt natürlich der persönliche Besuch an der Anlage der Roten Pandas in Hellabrunn, um den Neuzugang zu bewundern!

Tiergarten Schönbrunn 05.02.2026
Überraschung zum „Reverse the Red Day“
Wenn die Orang-Utans im Tiergarten Schönbrunn eine Überraschung mit der Zahl „870“ erwartet, steckt dahinter eine erfreuliche Botschaft: Im Gebiet rund um den malaysischen Fluss Kinabatangan auf der Insel Borneo leben aktuell etwa 870 Orang-Utans. Das hat die neueste Bestandserhebung der Organisation „Hutan“ ergeben, die vom Tiergarten Schönbrunn unterstützt wird. „Die Orang-Utan-Population hat sich damit über die letzten 15 Jahre stabilisiert. Nach Jahrzehnten des Rückgangs ist dies ein wichtiger Erfolg für diese von der Ausrottung bedrohte Art“, so Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck. Solche Erfolge im Artenschutz rückt der „Reverse the Red Day“ am kommenden Samstag in den Fokus. Immer mehr Arten werden laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN in Kategorien mit hohen Gefährdungsgraden eingestuft. Ziel der globalen Initiative „Reverse the Red“ ist es, diesem negativen Trend durch gezielte Maßnahmen entgegen zu wirken und gleichzeitig das Bewusstsein zu stärken, dass jeder Einzelne zum Erhalt der Biodiversität beitragen kann. Anlässlich des „Reverse the Red Day“ zieht der Tiergarten Schönbrunn auch Bilanz über weitere erfolgreiche Artenschutzprojekte – darunter das Projekt zum Schutz der Nördlichen Batagur-Flussschildkröte in Bangladesch. Seit Projektbeginn im Jahr 2010 wurden zwei Schutzzentren errichtet, in denen über 850 Jungtiere geschlüpft sind. Ein weiterer Meilenstein: 134 Schildkröten konnten durch ein sogenanntes „Soft Release“ in 16 Teichen des Forest Departments angesiedelt werden. Von dort können sie in das Flusssystem der Sundarbans abwandern. Hering-Hagenbeck: „Bei Projektstart waren weltweit nur noch rund 20 Individuen bekannt. Die Batagur-Flussschildkröte zeigt eindrucksvoll, dass selbst eine fast aussichtslose Situation mit viel Einsatz noch umgekehrt werden kann.“ Auch in Österreich engagiert sich der Tiergarten Schönbrunn erfolgreich für den Artenschutz: Über 40 Habichtskäuze, die im Tiergarten geschlüpft sind, konnten in Zusammenarbeit mit der Vogelwarte Seebarn, einer Außenstelle der Veterinärmedizinischen Universität Wien, ausgewildert werden. Die Tiere wurden im Biosphärenpark Wienerwald sowie im Wildnisgebiet Dürrenstein angesiedelt und leisten damit einen entscheidenden Beitrag, um die Lücke zwischen den Habichtskauzpopulationen in den südlichen und nördlichen Nachbarländern Österreichs zu schließen. Seit 2022 koordiniert der Tiergarten ein EU LIFE-Projekt zur Wiederansiedelung von Waldrappen. Dabei werden in Zoos geschlüpfte Waldrapp-Küken auf menschliche Zieheltern geprägt und mittels Ultraleichtflugzeugen in ihr Überwinterungsgebiet geführt. So sollen die Waldrappe ihre Zugroute lernen und in Zukunft selbstständig zwischen ihrem Überwinterungsgebiet und ihrem Sommerquartier migrieren. Dank der Bemühungen umfasst die Waldrapp-Population des Projekts bereits über 300 Individuen.

Tierpark & Zoo Berlin 05.02.2026
Doppelte Freude bei den Brillenbären
Zwillingsnachwuchs für Mutter Tinka im Tierpark Berlin
Aus der Bärenhöhle ist derzeit deutliches Quietschen zu hören: Im Tierpark Berlin sind am 16. Januar 2026 zwei Brillenbären-Jungtiere zur Welt gekommen. Für Bärenmutter Tinka ist es der erste Nachwuchs und gleich ein Zwillingswurf. Vater der Jungtiere ist Brillenbär-Männchen Bernardo, genannt „Bernie“, der erst im Dezember 2024 aus England in den Tierpark Berlin gezogen ist. Beide Jungtiere entwickeln sich bislang gut und werden von ihrer Mutter hervorragend versorgt. In den ersten Wochen nach der Geburt bleibt Tinka mit ihrem Nachwuchs geschützt in der Höhle, wo die Kleinen gesäugt und gewärmt werden. „Dass Tinka in ihrem ersten Wurf gleich zwei Jungtiere großzieht, ist eine besondere Herausforderung, umso mehr freuen wir uns, wie souverän sie ihre Mutterrolle annimmt. Brillenbären leben in den Anden Südamerikas, wo ihr Lebensraum zunehmend schwindet und die Art als gefährdet gilt. Umso bedeutender ist dieser Nachwuchs auch aus Sicht des Artenschutzes“, sagt Tierpark und Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. „Für uns ist das ein sehr schönes Zeichen dafür, dass sich die Tiere bei uns wohlfühlen und die Bedingungen für eine erfolgreiche Aufzucht stimmen.“. In der Regel bleiben Brillenbärenjungtiere die ersten drei Monate in der schützenden Höhle, bevor die Mutter entscheidet, wann sie erstmals nach draußen dürfen. Bei Zwillingen kann diese Phase auch etwas länger dauern, abhängig davon, wie sich die Jungtiere entwickeln. Aktuell erhalten Mutter und Nachwuchs daher größtmögliche Ruhe. Bild- und Videoaufnahmen stammen ausschließlich von den vertrauten Tierpfleger*innen, um Störungen so gering wie möglich zu halten. „Das Geschrei mag für Außenstehende herzzerreißend klingen, ist aber ein ganz normales und sogar positives Zeichen für vitale Jungtiere“, erklärt Kurator Martin Kränzlin. „Die Kleinen melden sich regelmäßig bei ihrer Mutter und Tinka reagiert sehr aufmerksam auf jedes Geräusch. Besser könnten die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aufzucht kaum sein.“ Wichtiger Beitrag zum Artenschutz Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) gilt der Brillenbär als gefährdet. Zu den Hauptbedrohungen in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet in Südamerika zählen die Zerstörung seines Lebensraums durch Abholzung der Wälder sowie die Umwandlung dieser Flächen in landwirtschaftliche Nutzgebiet. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Brillenbären wird von Zoo-Säugetierkurator Dr. Florian Sicks und damit aus Berlin koordiniert. Ziel ist es, durch gezielte Nachzucht langfristig zum Erhalt der bedrohten Tierart beizutragen.

Zoo Landau in der Pfalz 04.02.2026
Nicht überraschend – dennoch besonders erfreulich: Dromedargeburt im Zoo Landau
Der aktuell jüngste Neuzugang des Zoo Landau ist ein kleiner Dromedarhengst! Am Morgen des 2. Februar fand das Tierpflegeteam das augenscheinlich gesunde Fohlen vor, das in den frühen Morgenstunden ohne menschliches „Zutun“ geboren wurde. Dromedargeburten kündigen sich durch eine Reihe von körperlichen Veränderungen bei der Mutter an, aber dieser Prozess kann sich über mehrere Wochen vor dem Geburtstermin hinziehen. So war die anstehende Geburt insgesamt keine Überraschung, aber an diesem Morgen dennoch höchsterfreulich. Es ist bereits das sechste Fohlen, das die Zuchtstute JAQUELINE, die selbst im Jahr 2010 im Zoo Landau geboren wurde, zur Welt gebracht hat und nun aufzieht. Die schon erfahrene Mutter ist dementsprechend gelassen und kümmert sich erneut vorbildlich um den Nachwuchs. Der kleine Hengst, der mit seiner tiefbraunen Farbe ganz nach seinem Vater, dem Landauer Zuchthengst SAID, kommt, war bereits am ersten Tag auffällig agil. Die Zoogäste bittet das Zooteam allerdings noch um etwas Geduld – es könnte noch ein paar Tage dauern, bis der Kleine sich im Vorgehege zeigt, auch je nach Wetterbedingungen.

Zoo Hannover 04.02.2026
Auftakt mit Feuersalamander und Kultusministerin: Schulwettbewerb legt Fokus auf heimische Arten
Julia Willie Hamburg und Erlebnis-Zoo stellen aktuelles Thema für Zoo-Artenschutzpreis „ZAP! 2026“ vor Feuersalamander und Feldhamster, Kegelrobbe und Moorente, Warzenbeißer und Großes Langohr – viele unserer heimischen Tierarten sind bedroht und brauchen dringend Schutz! Um genau den geht es beim vierten Schul-Artenschutzpreis „ZAP!“ des Erlebnis-Zoo Hannover. Kultusministerin Julia Willie Hamburg und Zoogeschäftsführer Andreas M. Casdorff stellten heute das neue ZAP!-Thema „Heimische Tiere. Artenschutz vor der Haustür“ vor – direkt bei den Feuersalamandern im Erlebnis-Zoo. Heimische Arten sind ein unverzichtbarer Teil der hiesigen Ökosysteme. Ihr Rückgang durch Klimawandel, Landwirtschaft, Umweltverschmutzung und Städtebau hat direkte Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die Stabilität der Umwelt. Der Erlebnis-Zoo Hannover und das Niedersächsische Kultusministerium laden Schülerinnen und Schüler aus ganz Niedersachsen erneut ein, ihre Ideen für den Artenschutz einzubringen und im Rahmen ihrer Schulprojekte Schutzmöglichkeiten zu erarbeiten. Der Erlebnis-Zoo engagiert sich seit Jahren für den Schutz bedrohter Arten weltweit und in Niedersachsen. „Mit dem ZAP! möchten wir junge Menschen motivieren, aktiv zu werden“, so Casdorff, „denn Artenschutz beginnt nicht in fernen Ländern, sondern direkt vor unserer Haustür.“ Als größter außerschulischer Lernort Niedersachsens trägt der Erlebnis-Zoo das wichtige Thema Artenschutz mit dem ZAP! in die Klassenzimmer – und eröffnet damit eine breite Handlungsoption im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Kultusministerin Julia Willie Hamburg ergänzt: „Artenschutz zu verstehen, ist der erste Schritt nachhaltigen Handelns. Dafür steht der ZAP!. Bei diesem Wettbewerb zählen kritisches Denken, Eigenverantwortung und echte Lösungen. Der Erlebnis-Zoo Hannover schafft es mit diesem Wettbewerb seit Jahren, viele Schülerinnen und Schüler für den Erhalt unserer Umwelt zu begeistern. Deshalb unterstütze ich den Zoo-Artenschutzpreis auch 2026 von Herzen. Durch die Verbindung von Unterricht und außerschulischem Lernort erfahren junge Menschen, wie ihr eigenes Handeln vor der eigenen Haustür wirkt und werden ermutigt, Verantwortung für Umwelt und Zukunft zu übernehmen.“ Die Umsetzungsideen der Schülerinnen und Schüler können so vielfältig sein, wie die heimische Tierwelt selbst: Ob neue Insektenunterkünfte auf dem Schulhof, ein eigener Podcast oder eine Plakatausstellung zu den Bedrohungen der heimischen Fauna – der Kreativität und den Ideen sind kaum Grenzen gesetzt. Die teilnehmenden Lerngruppen können Geldpreise in verschiedenen Kategorien gewinnen, insgesamt sind Preisgelder im Gesamtwert von 10.000 Euro ausgeschrieben. Erstmalig wird beim ZAP! 2026 auch ein „BNE“-Sonderpreis vergeben. Neben diesem Startbudget für weitere Artenschutzprojekte erhalten die Schülerinnen und Schüler zudem die Einladung zur großen Prämierungs-Feier am 18. Juni 2026, die von „Die Maus“-Moderator André Gatzke geleitet wird. Anmeldeschluss für die Teilnahme am ZAP! ist der 6. März 2026. Tipp: Zur Anregung hat das Umweltbildungsteam des Erlebnis-Zoo ein ausführliches Themenheft zur Aufgabenstellung erarbeitet, das auf der Seite erlebnis-zoo.de/zap zum Download angeboten wird.

Tiergarten Straubing 04.02.2026
Reverse the Red Day 2026 im Tiergarten Straubing
Der Reverse the Red Day 2026 steht im Zeichen des weltweiten Engagements für den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Er macht deutlich, dass das globale Artensterben kein fernes Zukunftsszenario ist, sondern bereits heute spürbare Auswirkungen auf unsere Ökosysteme hat. Der Aktionstag ruft Menschen, Organisationen und Regierungen dazu auf, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, um diesen Trend umzukehren – weg vom Rot der Gefährdungslisten, hin zu stabilen und gesunden Populationen. Der englische Begriff „Reverse the Red“ bedeutet sinngemäß „das Rot umkehren“ und bezieht sich auf die Gefährdungskategorien der sogenannten „Roten Liste“. Diese wird von der Weltnaturschutzunion IUCN geführt und gilt als das umfassendste Instrument zur Bewertung des Aussterberisikos von Tier- und Pflanzenarten weltweit. Seit dem Jahr 1963 erfasst die IUCN systematisch zahlreiche Arten und ordnet sie anhand klar definierter Kriterien verschiedenen Gefährdungskategorien zu. Die Rote Liste dient Regierungen, Wissenschaft und Naturschutzorganisationen als wissenschaftlich fundiertes Fachgutachten und zeigt auf, welche Arten besonders bedroht sind und wo dringender Handlungsbedarf besteht. Damit ist sie ein unverzichtbares Werkzeug, um Prioritäten im Artenschutz festzulegen und Fortschritte messbar zu machen. Im Mittelpunkt des Reverse the Red Day stehen 2026 insbesondere lokale Projekte, wissenschaftliche Innovationen und gemeinschaftliches Handeln, die in ihrem Zusammenwirken einen großen Einfluss entfalten können. Bildungsinitiativen, Wiederaufforstungsprojekte, Schutzgebiete oder vielfältige andere Projekte zeigen, dass viele einzelne Maßnahmen gemeinsam zu wirksamen Verbesserungen beitragen können. Auch der Tiergarten Straubing engagiert sich seit vielen Jahren aktiv im Artenschutz, sowohl auf regionaler als auch auf internationaler Ebene. Zum Reverse the Red Day lädt der Tiergarten alle Interessierten am Samstag, dem 7. Februar 2026, ab 12:00 Uhr an einen Informationsstand im Dannerhaus ein. Dort wird über die Kampagne sowie über die Artenschutzarbeit im Tiergarten informiert. Zusätzlich wird um 14:00 Uhr eine kostenfreie Sonderführung zum Thema Artenschutzarbeit im Zoo angeboten. Während eines Rundgangs zu verschiedenen Tierarten werden anhand abwechslungsreicher Beispiele bereits erreichte Erfolge bei der Erhaltung bedrohter Arten vorgestellt und aufgezeigt, welchen Beitrag moderne Zoos zur Umsetzung der Ziele von Reverse the Red leisten können.

Zoo Frankfurt am Main 04.02.2026
Eine neue Innenanlage für Große Ameisenbären und Riesentukane
Bislang waren die Großen Ameisenbären nur zu sehen, wenn sie über ihre Außenanlage im Ukumari-Land streiften. Jetzt lassen sie sich auch in der neu gestalteten Innenanlage im Eingangsbereich des Zoos beobachten. Mit einem Riesentukan ist dort auch eine für den Zoo Frankfurt neue Vogelart eingezogen. Noch bevor man den Zoo betritt, lohnt sich ein Blick in die neu gestaltete ehemalige Brüllaffen-Anlage im Kassenbereich. Hier lebt neben Großen Ameisenbären nun auch ein farbenprächtiger Riesentukan. „Durch die Umgestaltung und Neubesetzung der Anlage wird man jetzt bereits im Eingangsbereich von gleich zwei erstaunlichen Tierarten auf den Zoobesuch eingestimmt“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Der Umbau war nicht unkompliziert und ein gutes Beispiel dafür, wie die speziellen Anforderungen der unterschiedlichen Tierarten die Gestaltung der Anlagen im Zoo bestimmen. Dass der Zoo hier sozusagen um das Wohl der Tiere herumbauen konnte, ist nicht zuletzt dank der Spenden der zahlreichen Tierpatinnen und Tierpaten möglich gewesen. Dafür möchte ich mich im Namen des Zoos herzlich bedanken“, so Hartwig. Die ehemals für Südamerikanische Brüllaffen konzipierte Anlage wurde eigens für die Bedürfnisse der Ameisenbären und der großen Spechtvögel umgestaltet: So mussten das Bodenniveau angehoben, ein Wasserbecken angelegt und neue Durchgänge in die Außenanlage eingebaut werden. Außerdem wurde die Anlage vollkommen neu bepflanzt und mit Stämmen und Ästen für die Vögel ausgestattet. Große Ameisenbären sind Einzelgänger, die nur in der Paarungszeit zusammenkommen. „Unsere INES versteht sich gut mit Männchen FALIN, dennoch wird nur einer von ihnen die neue Anlage bewohnen, gegebenenfalls im Wechsel, genauso, wie sie die große Außenanlage abwechselnd nutzen. Im rückwärtigen Bereich der Tieranlage steht den Ameisenbären der bisherige Innenbereich weiterhin zur Verfügung. Dieser ist allerdings für Besucherinnen und Besucher nicht einsehbar. Mit dem Umbau der Anlage konnten wir jetzt die Möglichkeit schaffen, die charismatischen Tiere ganzjährig zu beobachten“, erklärt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger. Große Ameisenbären (Myrmecophaga tridactyla) gehören zu der erdgeschichtlich sehr alten Ordnung der Nebengelenkstiere und sind völlig zahnlos. „Sie sind Nahrungsspezialisten. Ihre Leibspeise – Ameisen und Termiten – nehmen sie mit ihrer bis zu 60 cm langen und dünnen Zunge auf. Im Zoo werden sie mit einem auf ihre Bedürfnisse und ihren Geschmack abgestimmten Ersatzfutter versorgt. Vieles, was wir über Große Ameisenbären wissen, wurde in Zoos erforscht. So gibt es etwa Studien zur Anatomie, zum Verhalten, zur Jungtierentwicklung und zum Fortpflanzungszyklus“, so Geiger. Große Ameisenbären kommen in Mittel- und Südamerika vor, wo sie sowohl in der Savanne als auch im Regenwald leben. Laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN gilt die Art als gefährdet (VU). Vor allem der Verlust ihres Lebensraums durch Abholzung, Jagd und industrielle Landwirtschaft lässt die Bestände seit Jahren schrumpfen. Zahlreiche Tiere werden auch Opfer des Straßenverkehrs. Riesentukane (Ramphastos toco) kommen ebenfalls in Südamerika vor. Die Art ist laut Roter Liste nicht gefährdet (LC), da sie ein sehr großes Verbreitungsgebiet hat. Allerdings gehen auch hier die Bestände zurück. Mit dem Einzug des Vogels ist der Zoo Frankfurt nun einer von insgesamt acht Zoos, die Riesentukane halten. Das Männchen wurde aus einem illegalen Tiertransport konfisziert und im Zoo untergebracht. Es ist bereits geplant, dass es eine Partnerin bekommt. Einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Lebensraums der Großen Ameisenbären und vieler weiterer Arten leistet die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) seit 1990 in der Manu-Region im Südosten Perus. Dort, wo Anden und Amazonasgebiet aufeinandertreffen, liegt ein weltweit anerkannter Hotspot für biologische Vielfalt. Mit dem UNESCO-Weltnaturerbe Manu-Nationalpark sowie dem UNESCO-Biosphärenreservat Manu befinden sich dort wichtige Modellregionen für die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und den Naturschutz. Der Zoo Frankfurt unterstützt die Arbeit der ZGF in der Region regelmäßig mit Einnahmen aus dem Naturschutz-Euro.

Zoo Zürich 04.02.2026
Keine Pandas im Zoo Zürich. PAARUNGSZEIT BEIM KLEINEN PANDA
Vor knapp neun Wochen hat bei den zwei Kleinen Pandas im Zoo Zürich die Paarungszeit begonnen. Für kurze Zeit dulden die Einzelgänger dann die Gesellschaft des anderen Geschlechts im eigenen Revier. Eine im Januar beobachtete Annährung der beiden lässt nun auf Nachwuchs bei der stark bedrohten und in der Natur weiter abnehmenden Art hoffen. Der Zoo Zürich beteiligt sich mit der Haltung und Zucht der Raubtiere am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Geschickt zieht das Kleine Panda-Weibchen mit der Tatze einen Ast mit feinen Zweigen heran, beisst behutsam, aber gezielt zu und verlässt den Baum mit dem auserwählten Zweig im Maul Richtung Bruthöhle. Dort fügt sie den Zweig in das bereits mit reichlich Stroh und weiteren kleineren Ästen gebaute Nest ein. Es ist Paarungszeit bei den Kleinen Pandas (Ailurus fulgens fulgens) im Zoo Zürich. Der verstärkte Drang zum Nestbau und die hohe Aktivität am Tag – üblicherweise schlafen Kleine Pandas viel – sind klare Anzeichen. Hoffnung auf Nachwuchs Im Frühjahr, Sommer und Herbst sind Kleine Pandas Einzelgänger, weshalb es im Zoo zwei getrennte Bereiche für die kletteraffinen Raubtiere gibt. Jeweils im Winter setzt die Paarungszeit ein. Artgenossen des anderen Geschlechts werden plötzlich interessant. Ob dies auch bei uns der Fall sein würde, war allerdings nicht klar, als Männchen und Weibchen Anfang Dezember zusammengelassen wurden. Für beide Kleinen Pandas ist es die erste Balz. Vor allem das Männchen ist noch jung, geboren im Juni 2023 und damit gerade erst geschlechtsreif geworden. Inzwischen gibt es Gewissheit. War das Interesse zu Beginn noch von Skepsis und Vorsicht geprägt, zeigte sich bald schon ein gesteigertes Interesse am jeweils anderen Geschlecht. Erkennbar unter anderem am wiederholten Reiben des Hinterteils über Baumstämme und Äste an markanten Stellen. Die so gesetzten Duftmarken senden klare Botschaften und zeigen die Paarungsbereitschaft an. Grundsätzlich verläuft das Zusammenleben auf Zeit bei Kleinen Pandas mal mehr, mal weniger harmonisch. Kleine Reibereien gehören dazu – insbesondere, wenn es ums Futter geht. Kleine Pandas teilen nicht. Anfang Januar schliesslich war es dann aber soweit: An zwei Tagen nacheinander konnte das Tierpflege-Team mehrere Paarungen beobachten. Seit letzter Woche leben beide Tiere wieder getrennt. Das Weibchen hatte zunehmend deutlich gemacht, dass es keine weiteren Annährungen mehr duldet. Dies lässt darauf schliessen, dass die Paarung erfolgreich war. Ob dem so ist, zeigt sich frühestens im Mai. Die Tragzeit beim Kleinen Panda liegt zwischen 112 und 158 Tagen. Starker Rückgang der Population Der Kleine Panda gehört zu den in der Natur stark bedrohten Tierarten. Obwohl Raubtier, ernährt er sich fast ausschliesslich von Bambus – gelegentlich ergänzt durch Beeren, Insekten, Eier oder auch kleinere Vögel. Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den Bergwäldern des Himalayas in Nepal über Bhutan bis in die Bambuswälder Chinas. In den vergangenen rund 20 Jahren ist der Bestand des Kleinen Pandas um etwa die Hälfte eingebrochen und eine weitere starke Abnahme in den kommenden 20 Jahren wird erwartet. Die Ursachen sind vielfältig. Neben dem Verlust von Lebensraum durch fortschreitende Abholzung, ist es vor allem die starke Fragmentierung des Lebensraums, die ihm zu schaffen macht. Die Tiere können kaum neue Gebiete erschliessen und die wenigen verbleibenden Gebiete sind auch für die Viehwirtschaft und die im asiatischen Raum stark wachsende Bevölkerung interessant. Unterschätztes Problem Ein weiteres, sich in den vergangenen Jahren verstärkendes Problem, ist die Verbreitung von «süssen», aber meist sehr unnatürlichen Panda-Bildern auf Social Media. Das Teilen und Verbreiten solcher Bilder heizen illegale Jagd sowie Handel mit der bedrohten Art für den Heimtiermarkt an. Das lässt nicht nur die Population weiter schrumpfen, Kleine Pandas sind auch keine Haustiere. Das Phänomen der «süssen» Tierbilder bedroht nicht nur den Kleinen Panda zusätzlich, sondern stellt auch für viele weitere Tierarten – beispielsweise Otter – ein ernstzunehmendes Problem darstellt. Wer auf Social Media aktiv ist, sollte sich daher immer bewusst sein, welche Konsequenz die Verbreitung von vermeintlich niedlichen, aber kaum natürlichen Tierbildern haben kann. Für den Erhalt der Art Als moderner Zoo und Naturschutzorganisation gehört neben der Bildung, der Forschung und dem Naturschutz auch der Artenschutz zu den vier Hauptaufgaben des Zoos. Dementsprechend nimmt der Zoo Zürich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für den Kleinen Panda teil. Die aktuelle Reservepopulation besteht aus 358 Tieren, verteilt über 176 beteiligte zoologische Institutionen in Europa. Der Zoo Zürich beherbergt das einzige Zuchtpaar der Schweiz.

Zoo Basel 04.02.2026
Kleine-Kudu-Herde wächst weiter
Am 16. Januar 2026 verzeichnete der Zoo Basel eine Geburt im Antilopenhaus: Bei den Kleinen Kudus (Tragelaphus imberbis) kam ein Weibchen zur Welt. Das Jungtier heisst Xolani. Bereits seit 1956 züchtet der Zolli diese potenziell gefährdete Art. Besucher:innen müssen sich noch etwas gedulden, bis sie das Jungtier sehen können. Um den Tieren Ruhe zu gönnen, bleibt das Antilopenhaus in den kommenden Tagen zeitweise geschlossen. In den vergangenen Tagen blieb das Antilopenhaus des Zoo Basel zeitweise geschlossen. Dafür gibt es einen erfreulichen Grund: Bei den Kleinen Kudus (Tragelaphus imberbis) kam am 16. Januar 2026 ein Jungtier zur Welt. Das Weibchen wog bei der Geburt 5,3 Kilogramm und trägt den Namen Xolani, was so viel wie «die Friedliche» bedeutet. Um Muttertier, Nachwuchs und Herde nicht zu stören, bleibt das Antilopenhaus auch weiterhin – vor allem in den Morgenstunden – geschlossen. Usiku erstmals Vater Kleine Kudus, sowohl Männchen als auch Weibchen, erreichen durchschnittlich im Alter von eineinhalb Jahren die Geschlechtsreife. Damit ist auch der im Dezember 2023 im Zoo Basel geborene Kudu-Bock Usiku (2) fortpflanzungsfähig und wurde nun erstmals Vater. Kudu-Böcke übernehmen in der Regel keine aktive Rolle bei der Aufzucht der Jungtiere. Die Mutter des Jungtiers ist Kudu-Kuh Berenika (5). Für sie ist es das vierte Jungtier. Geduld gefragt Noch liegt Xolani häufig im Stroh und schläft viel. Kleine Kudus gehören zu den sogenannten «Abliegern», was bedeutet, dass Jungtiere sich nach der Geburt an einem geschützten Ort verstecken, während die Mutter sie nur alle paar Stunden zum Säugen und zur Pflege aufsucht. Dieses Verhalten erklärt, weshalb Besucher:innen sich noch etwas gedulden müssen, bis sie Xolani zu Gesicht bekommen. Gleichzeitig sind in den kommenden Wochen weitere Jungtiere möglich. Bitte leise sein Im Antilopenhaus erinnern zwei Hinweisschilder die Besucher:innen daran, leise zu sein und die Absperrungen nicht zu überschreiten. Als Fluchttiere sind Kleine Kudus sehr schreckhaft und reagieren stark auf ungewohnte Geräusche oder Bewegungen. Der Zoo Basel bittet alle Besucher:innen, sich im Antilopenhaus rücksichtsvoll zu verhalten. Zucht seit 1956 Die Bestände der Kleinen Kudus sind durch Wilderei, Lebensraumverlust und Jagd bedroht. Der Zoo Basel züchtet die auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als potenziell gefährdet (near threatened) geführten Kleinen Kudus seit 1956, also seit über 70 Jahren. Er ist zudem für das europäische Zuchtbuch sowie das EAZA-Ex-situ-Programm (EEP) dieser Art zuständig.

Zoo Magdeburg 04.02.2026
Eine Jahreskarte für zwei Zoos Zoo Magdeburg verlängert gemeinsam mit dem Zoo Halle die Jahreskarten Aktion
Seit 2018 führen die Zoos in Halle und Magdeburg eine gemeinsame Jahreskartenaktion durch. „Die Jahreskartenaktion geht in die Verlängerung. Bis zum 31.12.2026 können Jahreskarteninhaber beider Zoos, diese ohne Zuzahlung (gilt nicht zu Sonderveranstaltungen beider Zoos) besuchen. Durch die gegenseitige Anerkennung der Jahreskarte schaffen wir einen Mehrwert für die Besucher. Beide Zoos stärken die Bedeutung der Zoologischen Gärten als wichtige Orte des Artenschutzes, der Bildung, Forschung und sinnstiftenden Freizeitgestaltung und erhöhen den Kaufanreiz für Jahreskarten“, erklärt Zoodirektor David Pruß, Ph.D. Der Zoodirektor, David Pruß Ph.D., sowie der Direktor des Zoo Halle, Dr. Dennis Müller, bekräftigen damit zum einem die enge Zusammenarbeit zwischen beiden Zoos sowie den gemeinsamen Wunsch, für Tierliebhaber die Möglichkeit zu schaffen kostengünstig beide Zoos kennenzulernen. Die Aktion wurde Ende 2017 ins Leben gerufen und erfreut sich mittlerweile großer Beliebtheit bei den Bürgern Magdeburgs und Halle. Jahreskarteninhaber, die den Zoo Magdeburg besuchen, erhalten bei Vorlage der Zoo-Jahreskarte 10 % Rabatt in der Gastronomie AFRICAMBO Lodge. Monatlich hält die AFRICAMBO Lodge ein Special für die Jahreskarten-Nutzer bereit wie zum Beispiel Frühstück 2 für 1, Brunch 2 für 1, Sundowner Aperol 2 für 1 und viele weitere Vergünstigungen. In der AFRICAMBO Lodge erhalten Jahreskarteninhaber außerdem an ihrem Geburtstag in der Zeit von 9 bis 11 Uhr ein Frühstücksbrett geschenkt oder von 11 bis 16 Uhr ein kostenfreies Tellergericht. Für Jahreskarteninhaber, die den Zoo Magdeburg besuchen, gilt die ermäßigte Parkplatzgebühr von 3 Euro. Preise Jahreskarten Zoo Magdeburg Erwachsene: 64 Euro Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Rentner, Sozialpassinhaber: 42 Euro Ranger-Card (Jugendliche 13-17 Jahre): 25 Euro Hund: 18 Euro Über den Zoo Magdeburg Seit seiner Gründung im Jahr 1950 zählt der Zoo Magdeburg zu den artenreichsten Zoos Mitteldeutschlands. Auf rund 20 Hektar leben über 700 Tiere aus 177 Arten. Der Zoo engagiert sich aktiv im internationalen Artenschutz, unterstützt zehn weltweite Artenschutzprojekte und unterstützt zehn Artenschutzprojekte.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 03.02.2026
Stark wie Wolke – Gefühle entdecken mit Musik Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec lädt Kinder zu einer Mitmachreise durch die Tierwelt und die eigenen Gefühle ein

Ein ganz besonderes Erlebnis erwartet Kinder am 19.02.2026 von 15:30 bis 16:30 Uhr im Görlitzer Tierpark: Mit dem Kinderbuch „Schnabeltiere auf einfühlsamer Abenteuerreise“ begeben sich die kleinen Besucher auf eine emotionale und kreative Reise rund um Gefühle, Selbstvertrauen und innere Stärke – begleitet von Musik und Bewegung. Die Geschichte erzählt von Wolke, dem neugierigen Schnabeltier, und seiner Familie auf einer abenteuerlichen Reise von Australien nach Rumänien. Die Kinder erfahren dabei spannende Fakten über australische Tiere wie Kängurus, Wally Walhai oder Haie. Im Workshop werden die Gefühle der Figuren spielerisch erforscht: Traurigkeit, Wut, Angst und Freude werden mit Musik und Bewegung erlebt. Wissen aus Australien und Rumänien wird vermittelt. Symbolische Übungen wie der unsichtbare Schutzmantel oder Gedankenarbeit fördern innere Stärke und Selbstvertrauen. Die Kinder lernen, ihre eigenen Gefühle wahrzunehmen, zu benennen und spielerisch auszudrücken – ein kreativer Prozess, der Selbstbewusstsein, Empathie und Resilienz stärkt. „Unser Ziel ist es, dass Kinder nicht nur die Tierwelt Australiens kennenlernen, sondern auch lernen, ihre eigenen Gefühle zu verstehen und stark zu sein“, erklärt Anna-Maria, Autorin des Buches und Initiatorin des Workshops. Die Veranstaltung im Tierpark Görlitz verbindet tierpädagogisches Wissen, kreative Methoden und emotionale Bildung zu einem unvergesslichen Erlebnis für Kinder. Das Angebot richtet sich an Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren in Begleitung ihrer Eltern. Da die Teilnehmerzahl auf 20 Kinder begrenzt ist, ist eine verbindliche Anmeldung bis zum 16.02.2026 unter service@tierpark-goerlitz.de erforderlich. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei; es fällt lediglich der reguläre Tierparkeintritt an. Über eine freiwillige Spende zur Unterstützung der Bildungs- und Naturschutzarbeit freut sich der Tierpark sehr.

Tiergarten Kleve 03.02.2026
„Zoo viel Liebe“ – Valentinstagsführung im Tiergarten Kleve
Besondere Führung und ein 2-für-1-Eintrittspreisspecial wartet am Valentinstag auf die Gäste des Tiergarten Kleve Zum Valentinstag am Samstag, 14. Februar 2026, lädt der Tiergarten Kleve zu einer besonderen Themenführung ein. Unter dem Titel „Zoo viel Liebe“ dreht sich bei dieser exklusiven Valentinstagsführung alles um das Liebes-, Paarungs- und Sozialverhalten der Tierwelt. Im Rahmen eines geführten Rundgangs erhalten die Teilnehmenden spannende und teils überraschende Einblicke in die vielfältigen Beziehungen der Tiere. Ob monogam, wechselhaft oder polygam – die Tierwelt hält zahlreiche Geschichten rund um Nähe, Bindung und Nachwuchs bereit. Den Abschluss der Führung bildet ein geselliger Ausklang bei einem Glas Sekt in stimmungsvoller Atmosphäre. „Mit ‚Zoo viel Liebe‘ möchten wir zeigen, wie facettenreich das Thema Liebe in der Tierwelt ist. Gleichzeitig bietet der Valentinstag einen schönen Anlass, den Tiergarten einmal aus einer ganz besonderen Perspektive zu erleben“, sagt Tiergartenleiter Martin Polotzek. Anlässlich des Valentinstags gilt am 14. Februar 2026 zudem eine exklusive 2-für-1-Aktion: Zwei Erwachsenentickets für den Besuch im Tiergarten Kleve sind an diesem Tag zum Preis von einem Ticket erhältlich. Das Angebot ist sowohl im Onlineshop des Tiergartens als auch an der Tiergartenkasse auch bereits im Vorverkauf buchbar und macht den Tiergarten Kleve zu einer idealen Location für ein Date am Tag der Liebe. Die Kombination aus Valentinstagsführung und Sonderaktion bietet einen besonderen Rahmen für einen Zoobesuch am 14. Februar.

Tierpark Nordhorn 03.02.2026
“Old, but gold!” 84-jähriger Niederländer feiert 20 jähriges Dienstjubiläum in der Zooschule im Tierpark Nordhorn – Engagement kennt kein Rentenalter
Henrieus Cornelis Grijpma, “Henny” genannt, ist gelernter Biologe und war über 40 Jahre als Lehrer an einer weiterführenden Schule in den Niederlanden tätig. Doch statt sich nach der Pensionierung vollständig zur Ruhe zu setzen, suchte er bewusst nach einem neuen Betätigungsfeld – und fand dieses im Tierpark Nordhorn. Seit nunmehr zwei Jahrzehnten ist er fester Bestandteil der Zooschule und gestaltet dort Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Der Vater von drei Kindern und Opa von mittlerweile 10 erwachsenen Enkelkindern wohnt mit seiner Frau Julia in Rossum. Viele Jahre hat er selber verschiedene Tierarten gehalten und gezüchtet. Dieses Hobby, dem er mit viel Leidenschaft nachgegangen ist, hat er vor einigen Jahren aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben. Was geblieben ist, ist die Arbeit im Tierpark, für die er sich einige Hilfsmittel hat einfallen lassen um weiterhin aktiv sein zu können. Während er bis vor einigen Jahren mit Schulklassen zu den verschiedensten Formaten der Umwelt- und Bildungsarbeit durch den gesamten Nordhorner Tierpark gegangen ist, steht nun das spezielle Programm „Lieblingstier hautnah“ in seinem Fokus. Dabei vermittelt er Wissen im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) – praxisnah, lebendig und generationsübergreifend. Seine langjährige Erfahrung aus dem Unterrichtsalltag bringt er dabei ebenso ein wie seine Fähigkeit, Menschen für Tiere, Natur und Zusammenhänge zu begeistern. Ein weiterer Pluspunkt: Als Niederländer, der in Deutschland arbeitet, ist er zweisprachig unterwegs und konnte bzw. kann damit einen besonders breiten Teil der Zooschulangebote abdecken. Gerade in einer Region mit vielen internationalen Gästen und grenznahen Bezügen ist dies ein wertvoller Beitrag. Gleichzeitig profitiert die Bildungsarbeit von seiner großen Lebenserfahrung und seinem reichen Wissensschatz, den er in die Programme einfließen lässt. Dass der Jubilar im Tierpark Nordhorn ein so passendes Wirkungsfeld gefunden hat, liegt auch an der außergewöhnlich starken Bildungsarbeit des Zoos: Der Tierpark Nordhorn ist seit vielen Jahren ein anerkannter außerschulischer Lernort, wo Bildung nicht im Klassenzimmer endet, sondern mitten im Erleben beginnt – direkt am Tier, am Lebensraum und an den Themen, die unsere Zukunft betreffen. Die Zooschule des Tierparks Nordhorn erreichte 2025 über 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihren Angeboten. In fast 1.100 Führungen wurden Kinder, Jugendliche und Erwachsene an ökologische Zusammenhänge, Arten- und Naturschutz, Ressourcenfragen und nachhaltiges Handeln herangeführt – immer orientiert an den Leitlinien der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Damit zählt die Zooschule zu den aktivsten und erfolgreichsten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland. Für diese konsequente und wirkungsvolle Bildungsarbeit wurde der Tierpark Nordhorn zuletzt in besonderer Weise gewürdigt: Als bisher einzige Zooschule Deutschlands erhielt der Tierpark eine Auszeichnung von der UNESCO und dem Bundesbildungsministerium – den Nationalen Preis für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Eine Anerkennung, die die hohe Qualität der Programme unterstreicht und zugleich zeigt, welchen Stellenwert die Bildungsarbeit im Tierpark Nordhorn einnimmt. Das Beispiel von Henny Grijpma zeigt zudem, wie sehr ein Betrieb von Mitarbeitenden profitieren kann, die auch nach der Rente aktiv bleiben: Der Tierpark Nordhorn gewinnt durch das langjährige Engagement nicht nur zusätzliche Unterstützung im Alltag, sondern vor allem einen enormen Erfahrungsschatz und ein großes Maß an fachlichem Wissen, das sich über Jahrzehnte aufgebaut hat. Gerade in der Bildungsarbeit ist dieser „Wissensschatz“ von unschätzbarem Wert: Er sorgt für Qualität, Verlässlichkeit und eine besondere Tiefe in der Vermittlung. Gleichzeitig profitieren auch die Kolleginnen und Kollegen im Team – denn der Austausch zwischen Generationen stärkt die Zusammenarbeit und schafft eine Lernkultur, von der alle Seiten etwas mitnehmen. Die Mischung aus Erfahrung und frischen Impulsen ist damit ein Erfolgsfaktor, der den Tierpark Nordhorn in vielen Bereichen voranbringt. Der Jubilar selbst betont, wie sehr ihn diese Tätigkeit erfüllt: “Die Arbeit im Tierpark hält mich fit und gesund, gibt mir Struktur und das gute Gefühl, weiterhin gebraucht zu werden. Für mich ist das Engagement im Tierpark nicht „Arbeit nach der Arbeit“, sondern eine Aufgabe, die Freude macht – und Sinn.” Auch der Tierpark Nordhorn weiß dieses außergewöhnliche Engagement sehr zu schätzen. Ein 20-jähriges Dienstjubiläum nach dem Eintritt in den Ruhestand ist alles andere als selbstverständlich. Umso größer ist die Anerkennung im gesamten Team – und beim Zoodirektor. „Alter ist kein Kriterium für berufliches Engagement. Entscheidend ist der Wille, sich einzubringen“, sagt Zoodirektor Dr. Nils Kramer. „Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass Arbeit ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens ist – erfüllend, verbindend und motivierend. Wir freuen uns sehr über dieses langjährige Engagement und sind dankbar, dass Henny Grijpma unsere Zooschule seit 20 Jahren so bereichert.“ Die Geschichte ist damit nicht nur ein persönliches Jubiläum, sondern auch ein starkes Signal: Erfahrung ist ein Wert – und Engagement kennt kein Verfallsdatum.

Tiergarten Nürnberg 02.02.2026
Nachwuchs bei stark gefährdeten Chaco-Pekaris im Tiergarten Nürnberg
Klein, borstig und voller Energie: Im Tiergarten der Stadt Nürnberg gibt es erneut Nachwuchs bei den stark gefährdeten Chaco-Pekaris (Catagonus wagneri), einer Nabelschweinart aus Südamerika. Die beiden Ferkel wurden am Montag, 19. Januar 2026, geboren und erkundeten bereits kurz nach der Geburt gemeinsam mit der Gruppe das Gehege. Das Geschlecht der Jungtiere steht noch nicht fest. „Die Ferkel sind fit und neugierig. Es gelingt uns inzwischen auch gut, sie regelmäßig in den beheizten Stall zu führen – bei den aktuellen Temperaturen ist das besonders wichtig“, erklärt Tierpfleger Steffen Luther. „Chaco-Pekaris sind sehr soziale Tiere. Neben Mutter Bibi kümmert sich auch das zweite Weibchen fürsorglich um den Nachwuchs. Obwohl es selbst derzeit keinen Nachwuchs hat, gibt es Milch und säugt die Kleinen mit – eine echte Besonderheit im Tierreich.“ 2025 wurden im Tiergarten erstmals Pekaris aufgezogen – im Mai und im Juni. Damit leben im Tiergarten aktuell neun Tiere dieser seltenen Art, drei erwachsene und sechs Jungtiere. Pekaris als wichtige Ökosystem-Ingenieure In der Natur kommen Chaco-Pekaris ausschließlich in einem kleinen Grenzgebiet Argentiniens, Boliviens und Paraguays vor. Sie bewohnen Trockenwälder und Dornstrauchsavannen und übernehmen dort eine wichtige Rolle für das Ökosystem: Über ihren Kot verbreiten sie Pflanzensamen und durch ihre Wanderungen schaffen sie Wege, die auch andere Tierarten nutzen. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft Chaco-Pekaris als stark gefährdet ein – die Bestände nehmen zudem weiter ab. Hauptursache ist der massive Verlust ihres Lebensraums. Die Trockenwälder des Chaco weisen weltweit die höchste Entwaldungsrate auf. Einer aktuellen Studie zufolge könnten Chaco-Pekaris außerhalb von Schutzgebieten bis 2051 vollständig verschwunden sein, wenn die Zerstörung ihres Lebensraums nicht gestoppt wird. „Umso wichtiger ist die Haltung und Zucht in menschlicher Obhut, um eine stabile Reservepopulation aufzubauen. Jedes Jungtier ist dafür ein wichtiger Baustein“, sagt Jörg Beckmann, stellvertretender Direktor und Biologischer Leiter des Tiergartens. Jungtiere wichtig für Arterhalt und Sozialstruktur Seite 2 von 2 Jungtiere sind aber nicht nur aus genetischen und gesundheitlichen Gründen wichtig. Auch für das Sozialleben der Tiere spielen Partnerwahl, Paarung, Geburten und Aufzuchten eine entscheidende Rolle. „Wir möchten unseren Tieren all diese natürlichen Verhaltensweisen ermöglichen und sehen es als unsere Verantwortung, eine sozial stabile, gesunde und fortpflanzungsfähige Gruppe zu erhalten“, so Beckmann. Keine Echten Schweine Obwohl sie äußerlich Schweinen ähneln, gehören Chaco-Pekaris nicht zur Familie der Echten Schweine (Suidae), sondern zu den Nabelschweinen (Tayassuidae). Ihre oberen Eckzähne ragen – anders als bei Schweinen – nicht nach oben, sondern wie Fangzähne nach unten und dienen als Verteidigungswaffe. Zudem besitzen sie eine Rückendrüse, aus der sie ein moschusartiges Sekret abgeben. Der Tiergarten Nürnberg hält Chaco-Pekaris seit Juni 2023 und beteiligt sich mit ihnen am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm „EAZA ex-Situ Programme“ (EEP). Ziel dieser wissenschaftlich fundierten und koordinierten Zucht ist es, eine stabile und gesunde Population der Art außerhalb ihres natürlichen Lebensraums aufzubauen und zu erhalten. Sollten die IUCN-Kriterien es künftig erlauben, könnten Tiere aus diesem Bestand sogar wieder ausgewildert werden. Zusätzlich unterstützt der Tiergarten Forschungsprojekte zu der Art. Derzeit leben insgesamt rund 70 Chaco-Pekaris in elf EAZA-Zoos.

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