10 Orte, die man im Harz (nicht) unbedingt gesehen haben muss

Es müssen ja nicht immer Tiere sein …
Angefangen hat dieser Blog als Tierblog und anfangs waren die hier beschriebenen Reisen auch „nur“ reine Zooreisen. Inzwischen hat sich das geändert und neben Zoos werden auch andere sehenswerte (oder weniger sehenswerte) Orte besucht.
Vor allem seit uns die COVID-Pandemie in vielen Dingen einschränkt hat, entdecken wir die eigene Heimat. Ich bin seit Jahren eher im eigenen Land (und den Nachbarländern) unterwegs und ich entdecke dabei die Schönheit die Deutschland (und seine Nachbarn) zu bieten hat.
10 Orte, die man (nicht) unbedingt gesehen haben muss soll diese Gegenden vorstellen (oder in Erinnerung bringen).
Ein Anspruch auf Vollständigkeit natürlich nicht … die Auswahl ist auch sehr subjektiv zu sehen.

Der Harz, bis ins Mittelalter Hart (‚Bergwald‘) genannt, ist ein Mittelgebirge in Deutschland und das höchste Gebirge Norddeutschlands. Er liegt am Schnittpunkt von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Anteil am Harz haben im Westen die Landkreise Goslar und Göttingen, im Norden und Osten die Landkreise Harz und Mansfeld-Südharz und im Süden der Landkreis Nordhausen. Der Brocken ist mit 1141,2 m ü. NHN der höchste Berg des Harzes und Sachsen-Anhalts.
Im Harz, der von artenreicher Flora und Fauna geprägt ist, gibt es ausgedehnte Wälder, teils landwirtschaftlich genutzte Hochflächen, tief eingeschnittene Täler mit wilden Flussläufen und Wasserfällen sowie Stauteiche und Stauseen. Vielerorts gibt es Zeugnisse einer langen Siedlungsgeschichte. Zudem sind Wintersportgebiete vorhanden, und der Harz ist Wandergebiet.
Der Harz enthält den Nationalpark Harz, drei Naturparks (Harz (Niedersachsen), Harz/Sachsen-Anhalt und Südharz) und das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz. Das Mittelgebirge liegt im Südteil des Geoparks Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen.
Im Harz und in seiner unmittelbaren Umgebung befinden sich mit Goslar, Quedlinburg, der Lutherstadt Eisleben und dem Rammelsberg sowie dem Oberharzer Wasserregal zahlreiche UNESCO-Weltkulturerbestätten.
Hilfreich bei der Erkundung des Harzes ist die Harzcard, die ich schon einige Male genutzt habe:
2015
2015
2019

Rathaus Wernigerode

Wernigerode
Die bunte Stadt im Harz liegt an der Nordostflanke des Harzes, etwa 12 km ostnordöstlich des Brockens (1141,2 m ü. NHN). Hindurch führen die Bundesstraßen 6 und 244 sowie die deutsch-niederländische Ferienstraße Oranier-Route. Zudem verläuft die Eisenbahnstrecke Halberstadt–Vienenburg, die Halle und Hannover verbindet, durch die Stadt. Südwestlich liegt das Waldgebiet Landmann.
Der Stadtkern besteht zum großen Teil aus niedersächsischen Fachwerkhäusern. Das Schloss ragt über der Stadt und ist auch aus der Ferne gut zu sehen. Bis zum Jahr 1929 war das Schloss Wernigerode Wohnsitz der 1890 gefürsteten Grafen zu Stolberg-Wernigerode, heute ist es ein Museum insbesondere für Kunst- und Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts. Vom Schloss gibt es einen Weg zum Wildpark Christianental. Dort werden einheimische Tierarten gezeigt. Natürlich gibt es auch andere Wege den Wildpark zu erreichen, den Weg vom Schloss habe ich nicht ausprobiert, ich weiß also nicht wie lange das dauert.
Im Miniaturenpark „Kleiner Harz“ im Bürgerpark Wernigerode sind auf einer Fläche von 1,5 ha detailgetreue Nachbildungen bedeutender Bauwerke und Attraktionen der Harzregion im Maßstab 1:25 ausgestellt. Der Miniaturenpark ist Teil des Bürgerparks, einem 15 ha großen Landschaftspark mit mehr als 60 Themengärten, zahlreichen Spielplätzen, Erholungsflächen und einem Haustiergehege. Der Kleine Harz war der erste Miniaturenpark, den ich besucht habe (und inzwischen sind einige mehr hinzugekommen)

Wernigerode

Brocken

Brocken
Der Brocken (volkstümlich Blocksberg genannt) ist mit 1141,2 m ü. NHN der höchste Berg im Mittelgebirge Harz, in Sachsen-Anhalt und in ganz Norddeutschland. Er befindet sich in der Gemarkung Schierke der Stadt Wernigerode im Landkreis Harz von Sachsen-Anhalt. Der Berg und seine Umgebung im Nationalpark Harz sind eines der beliebtesten Ausflugsziele Deutschlands. Der Brocken ist der dominanteste Berg in Deutschland.
Vom Brockengipfel aus kann man bei guter Sichtweite unter anderem den Großen Inselsberg in Thüringen, den Köterberg im Weserbergland sowie den Petersberg nördlich von Halle an der Saale erkennen. Bei sehr guter Sicht sind auch das Rothaargebirge (164 km Entfernung) und die Rhön (152 km) sichtbar. Bei exzellenten Bedingungen können auch der etwa 224 km entfernte Fichtelberg und der benachbarte Keilberg in Tschechien wahrgenommen werden.
Zum Gipfel fährt seit 1899, mit Unterbrechung infolge der Deutschen Teilung, die schmalspurige Brockenbahn. Die seit den 1930er Jahren vorhandenen Sendeanlagen auf dem Brocken haben aufgrund der exponierten Lage im Hochharz eine große technische Reichweite.
Natürlich kann man den Brocken auch zu Fuß ersteigen (das habe ich aber noch nie gemacht und habe ich auch nicht vor … und auch wenn die brockenbahn immer etwas überfüllt ist … es lohnt sich.
Das Brockenhaus als moderne Informationseinrichtung des Nationalparks Harz befindet sich in der umgebauten „Stasi-Moschee“, einer ehemaligen Abhöreinrichtung des Ministeriums für Staatssicherheit. Die historischen Antennenanlagen in der Kuppel können besichtigt werden. Außerdem erfährt man einiges über die Bedeutung des Brockens während des kalten kriegs. Hinter dem Gebäude befindet sich die Stempelstelle Nr. 9 der Harzer Wandernadel.
Der Brockengarten ist ein botanischer Garten auf dem Gipfel des 1141,2 m ü. NHN hohen Brockens, dem höchsten Berg des Mittelgebirges Harz, und gehört zum Stadtgebiet von Wernigerode im sachsen-anhaltischen Landkreis Harz und zum Nationalpark Harz.
Der Brockengarten bietet einen Bestand von rund 1.500 Pflanzenarten. Darunter befinden sich Arten, die nur im Gebiet des Brockens wachsen, wie die Brockenanemone genannte Kleine Alpen-Kuhschelle oder das Brockenhabichtskraut, vor allem aber alpine Pflanzen wie Weiße Silberwurz oder die Schweizer Weide. Im Alpinum des Gartens sind Pflanzen aus den Hochgebirgsregionen der Welt zu finden, u. a. Alpen, Pyrenäen, Balkan, Kaukasus, Rocky Mountains und Himalaya.

HSB
Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) ist eine Eisenbahngesellschaft im Harz. Die Strecken sind hauptsächlich dampfbetrieben und gelten als eine überregionale Touristenattraktion.
Das meterspurige Streckennetz erstreckt sich über eine Länge von 140,4 km und ist ganzjährig in Betrieb. Deshalb nennt sich die HSB „Die Größte unter den Kleinen“. Das Netz besteht aus den drei Einzelstrecken Harzquer-, Selketal- und Brockenbahn. Die Anfangsbuchstaben dieser Strecken ergeben HSB, was dem abgekürzten Namen des Unternehmens entspricht (und ich habe immer gedacht dass HSB für Harzer SchmalspurBahn steht).
Drei der sechs Endbahnhöfe (Nordhausen Nord, Quedlinburg und Wernigerode) verfügen über einen Anschluss an das regelspurige Netz der Deutschen Bahn.
Im Personenverkehr werden die Strecken heute überwiegend von Touristen, Ausflüglern und Wanderern genutzt. Der eigentliche Regionalverkehr im Sinne von Berufs- und Schülerverkehr spielt nur noch im Raum Nordhausen–Ilfeld eine bedeutende Rolle.
Aufgrund der Beliebtheit des Brocken und der HSB sind die Züge immer ziemlich voll, jedenfalls habe ich noch keinen leeren Zug gesehen. Vielleicht ist das auch teil des Abenteuer Harz, eine überfüllte Eisenbahn. Aber ich finde dass es sich durchaus um ein tolles (wenn auch aus Umweltschutztechnischen gründen etwas zweifelhaftes) Vergnügen handelt, wenn sich die Bahn den brocken hinaufschlängelt.

Thale, vom Hexentanzplatz aus gesehen

Hexentanzplatz
Die Bodetal-Seilbahn führt von Thale aus zum Hexentanzplatz. Auch mit dem Auto kann man dort fahren. gebührenpflichtige Parkplätze gibt es genügend.
Der Hexentanzplatz ist angeblich auch ein altsächsischer Kultort, an dem v. a. in der Nacht zum 1. Mai zur Verehrung der sogenannten Hagedisen (Wald- und Berggöttinnen) Feste abgehalten wurden. Der Ort wurde erst nach dem Verbot des Kultes durch die zugewanderten christlichen Franken zum Hexentanzplatz. Der Überlieferung nach wurde der Platz, zur Kontrolle des Verbots, von fränkischen Soldaten bewacht, die von als Hexen verkleideten und auf Besen anreitenden Sachsen verjagt wurden.
Dort befindet sich das Harzer Bergtheater Thale, eines der ältesten Naturtheater Deutschlands, der Tierpark Hexentanzplatz und verschiedene touristische Attraktionen, Souvenirläden, Gastronomie/Übernachtungsmöglichkeiten und eine atemberaubende Aussicht auf das Bodetal.

Schachdorf Ströbeck
Das Schachdorf Ströbeck ist ein Ortsteil von Halberstadt im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Die ins Mittelalter zurückreichende Schach-Tradition des Ortes ist ein Alleinstellungsmerkmal, die als Immaterielles Kulturerbe in Deutschland anerkannt worden ist. Die Deutsche UNESCO-Kommission hat Ströbeck daher im Dezember 2016 in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Der Stadtteil hat einige interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten. Das fängt bereits am Ortschild an. Daneben gibt es ein Schachfeld am Dorfplatz, auf dem zu besonderen Anlässen das Ströbecker Lebendschachensemble auftritt.
Leider gab es 2019 im Schachmuseum einen Brand. Seitdem ist das Museum geschlossen.
Schachdorf Ströbeck

Baumwipfelpfad Bad Harzburg
Die Anlage ist der erste Baumwipfelpfad Niedersachsens und des Harzes. Der erste Spatenstich erfolgte am 23. September 2014. Generalunternehmer des Bauprojekts war die Biedenkapp Stahlbau GmbH, die Baukosten beliefen sich auf ca. 4,6 Millionen Euro und das Bauprojekt wurde von November 2014 bis März 2015 ausgeführt. Die Inbetriebnahme des Baumwipfelpfades erfolgte am 8. Mai 2015.
Der Baumwipfelpfad ist über eine Einstiegskrone zu erreichen, die sich über eine Länge von etwa 300 Metern in die Höhe schraubt. Barrierefreiheit ist in der gesamten Streckenführung gegeben, die maximale Steigung beträgt 5,8 %. Über eine Höhe von bis zu 26 Metern über dem Boden führen die an 18 Plattformen angedockten Brücken durch das Tal. Insgesamt 50 „Erlebnisstationen“ informieren über die Geschichte der Region, die Holzwirtschaft und die Natur.
Baumwipfelpfad Bad Harzburg

Großer Burgberg – Bad Harzburg
Der Große Burgberg ist ein etwa 483 m ü. NHN hoher Berg am Nordhang des Harzes bei der Kernstadt von Bad Harzburg. Mit der Seilbahn kann man auf den Berg fahren. Die Fahrt dauert ca. Minuten aber natürlich lässt sich der Berg auch zu Fuß entdecken.
Auf dem Plateau des Großen Burgbergs befinden sich die Ruine der 1065 bis 1068 erbauten Harzburg (auch Große Harzburg genannt), die Canossasäule (482,8 m ü. NN), die dort 1877 zu Ehren Bismarcks aufgestellt wurde. Nebenan steht die Harzsagenhalle mit dem 1928 bis 1932 erschaffenen Harzsagenschrein, der anhand eines Ensembles aus 125 filigran gestalteten Marmorskulpturen und Bildern eine Auswahl bekannter Harzer Sagen präsentiert. Außerdem steht auf dem Berg das Gasthaus Plumbohms Aussichtsreich

Hermanns- und Baumannshöhle
Hermanns- und Baumannshöhle sind zwei benachbarte Höhlen in Rübeland im Landkreis Harz. Die Baumannshöhle ist die älteste Schauhöhle Deutschlands. In der Hermannshöhle gibt es auch Grottenolme, aber man benötigt viel Glück sie zu sehen. Außerdem ist die Hermannshöhle nicht immer zugänglich.
Hermannshöhle
Baumannshöhle

Im Harz gibt es noch viele weitere Möglichkeiten die Welt unter Tage zu besichtigen: Bergwerke, Höhlen … und alle von sehr unterschiedlicher Art.

HöhlenErlebnisZentrum Iberger Tropfsteinhöhle
Das HöhlenErlebnisZentrum Iberger Tropfsteinhöhle liegt bei Bad Grund im südniedersächsischen Landkreis Göttingen.
Der begehbare Teil der Höhle ist 123 Meter lang. Mit dem 78 Meter langen Hauptmann-Spatzier-Stollen, der Grube Gelber Stieg und der Oskar-Klingebiel-Grotte kommt die Höhle auf eine Gesamtlänge von 300 Metern. Die Iberger Tropfsteinhöhle und die weiteren im Iberg bekannten Höhlen sind Korrosionshöhlen, und zwar meistens der seltene Typ der Verwitterungshöhle. Bisher sind etwa 100 Höhlen im Iberg bekannt, von denen die Iberger Tropfsteinhöhle eine der größten ist.
In den Jahren 2006 bis 2008 wurde die Schauhöhle zum HöhlenErlebnisZentrum Iberger Tropfsteinhöhle mit den drei Hauptinhalten Faszination Höhle, Ein Riff auf Reisen und Die „älteste“ Familie der Welt erweitert.
In der benbachbarten Lichtensteinhöhle wurden 1980 die Knochen von Menschen aus der späten Bronzezeit gefunden und von 1993 bis 2011 geborgen. Unter den idealen Bedingungen in der Höhle waren die Knochen so gut erhalten, dass Anthropologen der Universität Göttingen das Verfahren zur Analyse alter DNA weiterentwickeln und erstmals familiäre Strukturen einer urgeschichtlichen Menschengruppe erfassen konnten. Die Höhle war ein Familiengrab, da ein Teil der Toten nah miteinander verwandt war. Durch vergleichende DNA-Tests an 278 heute in der Umgebung der Lichtensteinhöhle lebenden Probanden im Jahr 2007 wurden zwei hochwahrscheinliche Nachfahren eines Mannes aus der Lichtensteinhöhle ermittelt sowie etwa 40 Männer, unter denen sich wahrscheinliche Nachfahren zweier weiterer Männer aus der Lichtensteinhöhle befinden.
HöhlenErlebnisZentrum

Bergwerk Rammelsberg
Das Erzbergwerk Rammelsberg war ein Bergwerk zur Gewinnung von Buntmetallen am gleichnamigen Berg Rammelsberg (Harz). Es liegt südlich der Kernstadt von Goslar im niedersächsischen Landkreis Goslar.
Das Bergwerk wurde 1988 nach über 1000 Jahren nahezu ununterbrochenen Bergbaus stillgelegt; seit 1992 gehört das Besucherbergwerk Rammelsberg zum UNESCO-Weltkulturerbe, das seit einer Erweiterung im Jahr 2010 die Bezeichnung Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft trägt.
Besondere Sehenswürdigkeiten des historischen Bergbaus sind unter anderem:
der Röderstollen (mit mehreren Kehr- und Kunsträdern, die der Entwässerung der Grube und der Erzförderung dienten),
das Feuergezäher Gewölbe (vermutlich ältester ausgemauerter Grubenraum Mitteleuropas),
der Rathstiefste Stollen (Entwässerungsstollen aus dem Mittelalter; mit farbigen Vitriolkrusten ausgekleidet),
das Anfahrhäuschen (18. Jahrhundert),
der Maltermeisterturm (ältestes erhaltenes Industriebauwerk Deutschlands),
alte Halden (älteste aus dem 11. und 12. Jahrhundert).
Im Bergwerk hat man die Gelegenheit an regelmäßigen Führungen zu unterschiedlichen Themen
Weltkulturerbe Rammelsberg

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