Zoopresseschau

Tiergarten Heidelberg 01.10.2021
Spannender Herbst in der Zoo-Akademie Workshops und Ferienangebote für Tüftler, Forscher und Tierfreunde!
Die Sommerferien sind vorbei, die Schule hat wieder begonnen und ganz allmählich werden die Tage wieder kürzer. Zeit für Langeweile bleibt dennoch nicht: Das Team der Zoo-Akademie hat für den kommenden Herbst ein abwechslungsreiches Angebot auf die Beine gestellt, bei dem Tüftler, Forscher und Tierfreunde gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Neben dem Herbst-Ferienprogramm sorgen viele spannende Workshops für zahlreiche spannende Erlebnisse rund um die Themen Tiere, Natur und Technik. Beim Ferienprogramm in den Herbstferien kommen Schüler von 6-13 Jahren ausgewählten Zootieren ganz nah, entdecken die Natur im Zoo oder schlüpfen in die Rolle eines Tierpflegers. Das Ferienprogramm findet vormittags von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr statt, wahlweise kann das Paket Zoo hellwach von 8.00 Uhr bis 9.30 Uhr dazu gebucht werden. Nachmittags finden in den Herbstferien zusätzlich Workshops statt: Welche Tiere sich im Wasser am wohlsten fühlen und mit welchen Tricks Robben, Flamingos oder Otter an diesem Lebensraum gut zurechtkommen, steht beispielsweise beim Workshop Tiere im und am Wasser im Fokus. Tierisch gute Workshops runden das Angebot im Oktober ab: Wer gerne ein eigenes Haustier halten möchte, sichert sich am besten ein Ticket für das Haustier-Diplom. Dabei lernen die Teilnehmer, wie Kaninchen und Meerschweinchen richtig gehalten werden, was sie fressen und was sie benötigen, um sich richtig wohlzufühlen. Beim Workshop „Tierbeschäftigung“ erfahren die Teilnehmer, aus welchen Gründen sich der Zoo so viele Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere einfallen lässt. Der Workshop richtet sich an Jugendliche ab 12 Jahre. Im Techniklabor erhalten Teilnehmer beim Workshop Kletteraffen die Gelegenheit mit Holz und Naturmaterialien zu arbeiten und dabei zu lernen, wie man mit Säge, Bohrer und Hammer richtig umgeht. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt – die eigenen Kletteraffen können massig wie die Gorillas oder schlank und langschwänzig wie die Gürtelvaris werden! Wieso Plastik nicht immer zum Wegwerfen sein muss, ist beim Workshop Kann Plastik grün sein Thema. Viele Kunststoffe haben tolle Eigenschaften, die man in diesem Mix nicht in der Natur findet und umgekehrt können wir Menschen tierische Erfindungen nutzen, um die Kunststoffe stabiler zu machen. Besonders anschaulich wird das Thema beim Arbeiten am 3D-Drucker während des Workshops. Als besonderes Highlight gibt es im Oktober ein Schnupperangebot zum Thema Programmieren im Rahmen der CodeWeek, an dem die Zoobesucher spontan teilnehmen können und beispielsweise einen Hamster-Roboter aus Lego programmieren, damit er gefährliche Straßen vermeidet und sicher in seinen Bau zurückfindet! Im Lernlabor kommen kleine und große Wissenschaftler auf ihre Kosten. In einem authentischen Labor darf unter fachkundiger Anleitung zu den unterschiedlichsten Themen pipettiert und experimentiert werden. Im Workshop Schnelltest erfahren die Teilnehmer zum Beispiel, wie ein Corona-Schnelltest funktioniert und lernen so ganz nebenbei Interessantes zur Immunabwehr von Mensch und Tier. Wieso DNA-Untersuchungen bei Tieren eine Rolle für den Artenschutz spielen? Die Antworten dazu gibt’s im Workshop DNA-Check für den Artenschutz. Veranstaltungsübersicht, Tickets & Co. Eine komplette Übersicht zum Ferienprogramm und den Angeboten im Herbst ist online unter: https://www.zoo-akademie.org/de/freie-workshop-plaetze-im-herbst zu finden. Zudem sind im Herbst weiterhin die Erlebnisreichen Rundgänge für die ganze Familie, den Betriebsausflug oder Kindergeburtstage buchbar. Buchungen oder Anfragen bitte per Mail an akademie@zoo-heidelberg.de. Tickets für die Workshops kosten zwischen 13 und 23 Euro, das Ferienprogramm kostet im Basis[1]Paket 88 Euro; Zoo-hellwach zzgl. 35 Euro. Der Zoo-Eintritt ist jeweils inklusive. Für die einzelnen Angebote gilt ein Hygienekonzept, das unter anderem eine begrenzte Gruppengröße, Maskenpflicht und einen „3G“-Nachweis erfordert. Die Teilnehmer werden während des Buchungsprozesses über die geltenden Regelungen informiert. Sollten Veranstaltungen aufgrund der Pandemie nicht stattfinden können, ist eine kostenlose Stornierung möglich. Angemeldete Teilnehmer werden natürlich rechtzeitig über eventuelle Änderungen informiert. Übersicht über die Angebote im Herbst Eine aktuelle Übersicht über die Workshops im Herbst gibt es unter https://www.zoo-akademie.org/de/freie-workshop-plaetze-im-herbst

Zoo Schwerin 01.10.201
Nashornbulle Dino in love
Ein Monat ist vergangen nach Dinos Ankunft in Schweriner Zoo. In den letzten Wochen hat er viel Neues kennengelernt. Nachdem er sich am ersten Tag zunächst im Stall eingewöhnen konnte, standen in den darauffolgenden Wochen die verschiedenen Anlagenteile der Nashornsavanne auf der Erkundungsliste. Da Dino bisher nur mit anderen Nashörnern sein Revier geteilt hatte, fand auch bezüglich der anderen Savannenbewohner eine schrittweise Gewöhnung statt. Die Perlhühner und Hornraben hatten sich in den ersten Tagen gleich ein Bild vom neuen Mitbewohner gemacht. Danach folgten die Zebras und Säbelantilopen. Die beiden Damen Clara und Karen gab es zu dem Zeitpunkt nur durch sicheren Abstand bzw. Abtrennungen zu sehen und riechen. Gestern aber war der Tag der Zusammenführung. Alle drei Schwergewichte konnten sich zum ersten Mal beschnuppern und begrüßen. Das Ergebnis: überraschend positiv! Selbst die sonst so temperamentvolle Clara fand die Kontaktaufnahme offensichtlich ganz angenehm. Weiter so, Dino!

Tierpark Hagenbeck 01.10.2021
Raubtiere leben länger im Tierpark Hagenbeck
In modernen Zoologischen Gärten hat sich die Lebenserwartung von Raubtieren in den letzten 70 Jahren deutlich erhöht. Zu diesem Ergebnis kam eine kürzlich veröffentlichte Studie in der wissenschaftlichen Zeitschrift „Zoo Biology“, für die Daten von insgesamt 160.000 Raubtieren ausgewertet wurden. „Diese Studie ist eine sehr schöne Bestätigung dafür, dass vieles, was wir als Tierpark machen, richtig ist und dass es auch unseren älteren Tieren bei uns gut geht“, erklärt Hagenbecks Zootierarzt Dr. Michael Flügger. Den Beweis dafür liefert nicht nur Löwe Nawiri; der mit seinen 15 Jahren bereits deutlich über der durchschnittlichen Lebenserwartung eines männlichen Löwen von 10 Jahren liegt. Mutter Tembesi ist mit 18 Jahren sogar noch älter als ihr Sohn. Auch die beiden Südamerikanischen Riesenotter Pequeno (9 Jahre) und Naipi (11 Jahre) sind von dem durchschnittlichen Höchstalter von 15 Jahren nicht weit entfernt, zeigen aber keinerlei negative Alterserscheinungen. Im Eismeer kann Seebärendame Iffy in der wesentlich jüngeren Gruppe noch prima mithalten, obwohl sie mit ihren 23 Jahren deutlich über dem Höchstalter von durchschnittlich 20 Jahren liegt. Der Grund für diese positive Entwicklung ist laut Zootierarzt Dr. Michael Flügger, dass Experten heute viel mehr über die Biologie der Tiere wissen: „Gruppengrößen und Gehegegestaltungen konnten den Bedürfnissen der Raubtiere dadurch besser angepasst werden, außerdem ist die Fütterung heutzutage ausgewogener, weil wir notwendige Mineralstoffe und Vitamine ergänzen können. Auch die Medikamente und Narkosen sind inzwischen besser verträglich – da kommt eines zum anderen“, erklärt Hagenbecks Zootierarzt. Auch Dr. Dirk Albrecht, Geschäftsführer des Tierparks Hagenbeck freut sich über das Ergebnis der Studie: „Wenn es den Tieren gut geht, ist das für mich eine klare Bestätigung der hervorragenden Arbeit unserer Tierpfleger und Zootierärzte.“

Tierpark + Fossilium Bochum 01.10.2021
MINT trifft Pädagogik Schüler:innen erproben Bionik-Konzept im Tierpark + Fossilium Bochum
Was hat die Haut eines Hais mit einem Schwimmanzug zu tun? Wieso orientiert sich die Robotik an der Bewegungsweise der Insekten? Und bei welchem Sportgerät dient die Schuppenstruktur einer Schlange als Vorbild? Diesen Fragen gingen zehn Schüler:innen der Erich Kästner-Schule Bochum im Rahmen ihres Projektkurses „MINT trifft Pädagogik“ vor wenigen Tagen im Tierpark + Fossilium Bochum auf den Grund. Gemeinsam mit Zoopädagogin Melina Lohkamp setzten sie sich mit dem Fachgebiet „Bionik“ auseinander. Bionik beschreibt die Übertragung von Phänomenen der Natur auf die Technik. Die Zooschule des Tierparks bietet diese spannende Disziplin als mehrstündigen Workshop für Schulklassen an und zeigt dabei am Beispiel verschiedener Tierarten, wie wir Menschen uns die biologischen Eigenschaften beispielsweise in der Medizin oder Industrie zunutze machen. Doch diesmal ging es nicht allein um die Wissensvermittlung biologischer Zusammenhänge. Vielmehr konnten die Oberstufenschüler:innen selbst verschiedene Lehrmethoden erproben, Materialien untersuchen und erfahren, wie ein Unterrichtskonzept am außerschulischen Lernort „Zoo“ aufgebaut ist. Der Projektkurs der Bochumer Gesamtschule wird durch das zdi-Netzwerk IST.Bochum.NRW betreut, welches den naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchs in Nordrhein-Westfalen und insbesondere in Bochum fördert. Der Exkurs mit der Zooschule dient in diesem Jahr als besondere Inspirationsquelle, ist aber nur eine der vielen Kooperationsarbeiten zwischen dem Bochumer Bildungsnetzwerk und dem Tierpark. Während des laufenden Schuljahres werden die Schüler:innen verschiedene pädagogische Ansätze und bereits bestehende Programme im schulischen und außerschulischen Bereich kennenlernen, mit dem Ziel, naturwissenschaftlich-technische Inhalte zielgruppengerecht und anschaulich zu vermitteln. Dabei lernen sie, wie man selbst ein Unterrichtskonzept zu einem selbstgewählten Thema entwickelt, um dieses schließlich mit einer echten Schulklasse durchzuführen. Als Herzstück der Natur- und Umweltbildung des Tierparks setzt die Zooschule auf eine ganzheitliche Wissensvermittlung im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Dabei steht vor allem der direkte Mensch-Tier-Kontakt im Fokus, um Lerninhalte wortwörtlich greifbar zu machen. „Unsere Ziele sind das gemeinsame, erlebnisorientierte Entdecken und Lernen. Durch genaues Hinschauen, Hinhören, Riechen und Tasten wollen wir möglichst viele Sinne ansprechen und damit die Kompetenzen unserer Besuchenden – in diesem Fall der Schülerinnen und Schüler – stärken“, erklärt Zoopädagogin Melina Lohkamp. Dieses Selbstverständnis stellt die Grundlage aller pädagogischen Angebote des Tierparks dar und wurde auch für die Teilnehmenden des Projektkurses praktisch erfahrbar. Bei einem Rundgang durch den Tierpark begegneten sie den tierischen Protagonisten, nahmen vor Ort verschiedene Handstücke, wie Felle und Federn, unter die Lupe oder führten sogar kleine Experimente durch. Ein Höhepunkt des Programms war jedoch der direkte Kontakt mit einer Kornnatter der Zooschule. „Ein exotisches Tier wie dieses aus der Nähe zu sehen und sogar zu berühren war für die Teilnehmenden eine ganz besondere Erfahrung und stellt somit ein ‚Lehrmittel‘ dar, das keineswegs alltäglich im regulären Schulklassenzimmer zum Einsatz kommt“, berichtet Leiterin Dr. Raphaela Meißner vom zdi-Netzwerk IST.Bochum.NRW und fährt fort: „Ich bin sehr gespannt, wie sich die Eindrücke des Tierparkbesuchs auf die Gestaltung der Schüler-Konzepte auswirken werden!“

Opel-Zoo 01.10.2021
Von Vögeln, Fledermäusen und Insekten Neue Flughalle auf dem Waldlehrpfad im Opel-Zoo
Das Team der Zoopädagogen hat die ehemalige Fledermaushütte auf dem Waldlehrpfad im Opel-Zoo zur so genannten „Flughalle“ neu konzipiert und stellt damit jungen und alten Zoobesuchern interessante Informationen zum Thema Fliegen zur Verfügung. Es werden die drei flugfähigen Tiergruppen – Insekten, Vögel und Fledermäuse – vorgestellt und ihre Ausgestaltung und Besonderheiten mit Schautafeln und interaktiven Stationen nähergebracht. Da können Vogelfedern unter dem Mikroskop betrachtet werden, ihr Aufbau und ihre Funktion wird erklärt. Wie unterschiedlich sind Vogeleier oder die Brutmethoden der Vögel? Welche Flugarten nutzen die Vögel? Insekten werden als „heimliche Herrscher“ beschrieben, stellen sie doch mehr als die Hälfte der etwa 1,4 Millionen bekannten Tierarten. Es wird verdeutlicht, dass bei Vögeln die Arme zu Flügeln umfunktioniert sind, bei Insekten aber die Flügel aus Hautausstülpungen bestehen. Die Bedeutung der Insekten als Bestäuber, Gesundheitspolizei und Futtertiere und damit ihr wirtschaftlicher Nutzen wird auf einer Schautafel dargestellt, aber auch ihre Bedrohung und die Gründe dafür werden aufgezeigt. Wie in der alten Fledermaushütte werden die Fledermäuse als „Kobolde der Nacht“, ihre Flugarten, Jagdgebiete und die Fledermausarten in Deutschland sowie die im Opel-Zoo vorkommenden weiterhin thematisiert. Auch die Jahresuhr der Fledermäuse und die kleine Fotowand sind noch zu nutzen. „Wir bereiten biologische und ökologische Zusammenhänge bei all unseren Informationstafeln und –stationen so auf, dass unsere Zoobesucher für Natur-, Tier – und Artenschutz sensibilisiert werden“, so Dr. Martin Becker, Leiter der Zoopädagogik im Opel-Zoo. Er ergänzt, dass dabei stets die direkte Begegnung mit dem Tier und die Begeisterung für Tiere im Vordergrund stünden und auf diese Weise das Verständnis für die Notwendigkeit der Erhaltung der Artenvielfalt und der Ökosysteme gefördert würden. Und so verwundert es auch nicht, dass weithin sichtbares Erkennungszeichen der neu gestalteten Flughalle ein großer, grüner Grashüpfer ist, der an ihrem Eingang hängt.

Tierpark Berlin 01.10.2021
Jurassic Park im Dickhäuterhaus – Neues Leben auf der Baustelle: Ein Dino sorgt im Tierpark Berlin für Verstärkung
Ein riesiges Ungetüm wütet inmitten der hohen Betonmauern. Gnadenlos zerlegt es das Skelett des alten Daches und hinterlässt dort, wo im letzten Jahr noch Elefanten und Nashörner friedlich ihr Heu kauten, eine Spur der Verwüstung. Was nach Szenen aus einem Science-Fiction-Film klingt, wird im Tierpark Berlin in diesen Tagen Realität. Mit seinem starken Gebiss und messerscharfen Zähnen beißt sich der T-Rex mühelos durch Stahl, Beton und Glas. Doch die scheinbar blinde Zerstörungswut des Metallsauriers, ist in Wirklichkeit eine große Unterstützung beim Bau. Denn das kräftige Monster folgt einem sehr konkreten Plan: Schon bald soll dort, wo jetzt nur noch hohe Wände in den Herbsthimmel ragen, das modernste Elefantenhaus Europas entstehen. Als Herzstück der zukünftigen Savannenlandschaft wird das ehemalige Dickhäuterhaus grundlegend umgebaut. Auf die soliden Betonmauern des Hauses wird in den kommenden Monaten ein 3.500 m²qm großes neues Foliendach gesetzt. Anstatt unterschiedlichen Dickhäutern, wird das neue Haus zukünftig ausschließlich Afrikanischen Elefanten Platz bieten – und davon reichlich: Ganz nach dem Motto ‚Mehr Platz für Tiere, weniger Platz für Menschen‘ soll sich die Fläche alleine im Haus für die Tiere auf knapp 3.000 qm nahezu verzehnfachen. Bisher waren etwa zwei Drittel des 1989 eröffneten Dickhäuterhauses für Besucher*innen vorgesehen. „Wie nahezu alles in den vergangen zwei Jahren haben auch die Bauabläufe des Umbaus unter den Herausforderungen der Pandemie gelitten. Rohstoffmangel, krankheits- und quarantänebedingte Ausfälle fordern auch hier ihren Preis“, erklärt der Projektleiter Johannes Gramse. „Wir werden das Haus nach aktuellem Stand deshalb erst 2023 eröffnen können.“ „Wir sind glücklich, dass wir das Gebäude durch finanzielle Unterstützung aus GRW-Mitteln, so umbauen können, dass es den speziellen Bedürfnissen Afrikanischer Elefanten voll und ganz gerecht wird“, macht Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem deutlich. „Das alte Dickhäuterhaus entsprach schon lange nicht mehr unseren Ansprüchen an eine moderne und artgerechte Tierhaltung. Angrenzend an die neue Elefanten-Anlage soll unter anderem eine großzügige Savannenlanschaft für Giraffen, Zebras und Antilopen entstehen.“ Von den rund 41 Millionen Euro, die der Bau der neuen Afrikalandschaft insgesamt kosten wird, sind 35,4 Millionen Euro allein für den Bau des modernen Elefantenhauses vorgesehen.

Zoo Osnabrück 03.10.2021
NOZ Medienvertrieb unterstützt Zoo Osnabrück mit Patenschaften
Seehunde in Übergangsquartier wieder für Besucher zu sehen – Tierhäuser wieder täglich geöffnet. Mit einer dreifachen Patenschaft unterstützt der NOZ Medienvertrieb den Osnabrücker Zoo: Ein Seehund, ein Humboldt-Pinguin und ein Seelöwe dürfen sich damit über einen neuen Paten freuen. Parallel mussten die Seehunde vorübergehend umziehen, da die Bauarbeiten für die „Wasserwelten“, ihr neues Zuhause, fortschreiten. Ab sofort sind sie damit wieder für die Zoobesucher zu sehen. Der bisherige Geschäftsführer der Logistik-Gesellschaften der NOZ MEDIEN Thomas Ahrendt sowie sein Nachfolger Sascha Hoffmann kommen beide von der Nordsee und haben somit den Bezug zu den „Wasserwelten“, die zurzeit im Zoo Osnabrück komplett neu für die Wassertiere entstehen. Für insgesamt 8 Millionen Euro wird der nordische Küstenbereich mit mehreren Wasserbecken und naturnaher Gestaltung gebaut. Mit der dreifachen Patenschaft möchten Ahrendt und Hoffmann die Zusammenarbeit mit dem Zoo und dessen Geschäftsführer Andreas Busemann bekräftigen. Seit rund 20 Jahren arbeiten Busemann und Ahrendt erfolgreich bei regionalen und überregionalen Werbeaktivitäten des Zoos zusammen. Dabei ist es für Thomas Ahrendt nicht nur eine reine Geschäftsbeziehung. „Das Wohl und der Erfolg des Zoo Osnabrück als herausragende Freizeiteinrichtung dieser Region ist mir eine Herzensangelegenheit“, so der ehemalige Geschäftsführer des NOZ Medienvertriebes Osnabrück. War es damals noch durch den TA Zustellservice die Patenschaft für den Schimpansen Panja sowie später mit dem NOZ MVO für den Löwen Amani mit der Aktion „Löwen für Löwen“, so soll jetzt der Bau der „Wasserwelten“ unterstützt werden. Zoogeschäftsführer Busemann bedankt sich herzlich bei beiden Partnern: „Wir freuen uns sehr über die langfristige Unterstützung und auch die kompetente Begleitung und Beratung bei unseren Marketingaktivitäten. Inzwischen kommen über 50 Prozent unserer Besucher von außerhalb der Region Osnabrück – das haben wir gemeinsam mit unserer guten Strategie geschafft.“ Seehunde zur Untermiete bei den Guteschafen – Während sich die Tiere über die Unterstützung freuen können, mussten die Seehunde Max und Biene erstmal umziehen. Bislang konnten sie während der Bauarbeiten in ihrem alten Becken bleiben – nun starten die Handwerker aber auch dort. Vorübergehend sind sie deswegen in den Teich bei den Guteschafen in der nordischen Tierwelt „Kajanaland“ eingezogen: „Was sich erstmal ungewöhnlich anhört, ist eine gute Lösung für die Tiere – ein Umzug in einen anderen Zoo wäre sehr schwierig und stressig für sie geworden“, erläutert Andreas Wulftange, zoologische Leitung im Zoo Osnabrück. „Max und Biene haben im Bereich der Schafe in der nordischen Tierwelt ‚Kajanaland‘ einen teilweise über zwei Meter tiefen Schwimmbereich mit Frischwasserzufuhr. Richtung Land steigt der Beckenboden sanft an, sodass sie gut aus dem Wasser kommen. An Land haben wir für sie Sand aufgeschüttet und hier ist auch eine große Wiese, die von den Schafen abgetrennt ist.“ Die beiden beliebten Wassertiere sind am Dienstagmorgen umgezogen und müssen sich nun erst an die ungewohnte Umgebung gewöhnen. „Sie befinden sich im Moment hauptsächlich im Wasser, das ist ihr geschützter Rückzugsraum, kommen aber auch schon an Land – Max und Biene scheinen sich recht wohl zu fühlen. Ihre gewohnten Tierpfleger, die sie sonst auch füttern, sind weiterhin für sie da, da fällt die Umgewöhnung leichter“, so der Biologe. Für die Besucher sei die Neuerung natürlich toll: Waren die Seehunde in den letzten Monaten gar nicht zu sehen, können ihre Fans sie nun von der Bärenplattform aus direkt beobachten. Voraussichtlich bis zum Frühjahr werden Max und Biene hier bleiben, bevor es dann in ihr neues Becken in die „Wasserwelten“ geht. Die neue, 5.000 Quadratmeter große Tierwelt für Seehunde, Seelöwen, Humboldt-Pinguine und Rosa-Pelikane soll bis Juli 2021 für 8 Millionen Euro errichtet werden. Finanziert wird das Projekt durch eine Erbschaft, Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung über die N-Bank sowie über einen kommunal verbürgten Kredit. Aktuelle Corona-Regeln – Da die Corona-7-Tage-Inzidenz in der Stadt Osnabrück seit über 5 Werktagen unter 50 liegt, sind ab Freitag, 1. Oktober, wieder alle Tierhäuser im Zoo Osnabrück geöffnet (bis auf das Klammeraffenhaus) und ein 3G-Nachweis für die Häuser ist nicht mehr notwendig. Weiterhin gilt eine medizinische Masken- und Abstandspflicht in den Innenräumen, im Zoo-Eingangsbereich, an den Toiletten sowie an der Gastronomie.

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 01.10.2021
Acht junge Waldrappe aus dem Alpenzoo sind nach Süd-Spanien übersiedelt
Seit 2004 wird in der Provinz Cádiz, La Janda eine sesshafte, freifliegende Waldrapp-Kolonie etabliert. Dazu werden Waldrapp Küken handaufgezogen aber auch junge, diesjährige Waldrappe aus ausgewählten Zookolonien dazu gesetzt. Die frisch eingetroffenen Vögel verbleiben ein paar Wochen zusammen in einer großen Voliere, damit sie sich kennenlernen und eine soziale Bindung eingehen. Dann werden die Vögel freigelassen und schließen sich der schon freifliegenden, über 100 Vögel bestehenden Waldrapp Gruppe an. Seit 2008 brüten die Waldrappe der schon bestehenden Kolonie an vier verschiedenen Standorten und sind nahezu selbstständig. Der Alpenzoo Innsbruck, der das Europäische Zuchtbuch für den Waldrapp seit über 30 Jahren koordiniert, arbeitet mit dem Projekt „Proyecto Eremita“ zusammen und organisiert jedes Jahr die Abgabe von jungen, im Zoo geborenen Waldrappe an das Projekt. Dieses Jahr konnten nun auch 8 junge Waldrappe aus unserer Kolonie an das Projekt abgegeben werden. Sie sind beringt und mit einem Chip versehen, sodass wir erfahren werden, wie gut und rasch sie sich in die Gruppe eingliedern. Zoodirektor Dr. André zeigt sich begeistert: „Für die Waldrappe ist Innsbruck so ein bisschen die Welthauptstadt. Diese erneute Auswilderung von 8 „Innsbruckern“ unterstreicht einfach die Bedeutung, die der Alpenzoo im Artenschutz spielt und macht mich mächtig stolz.“ Die angehängten Fotos und der Film dürfen kostenfrei verwendet werden. Als Quelle ist der Alpenzoo zu nennen. Wir würden uns sehr über eine Berichterstattung freuen.

Zoo Köln 30.09.2021
Auge in Auge mit Faultieren, Affen und Vögeln – Dschungelerlebniswelt „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“ im Kölner Zoo eröffnet
Denkmalgerechte Sanierung über 28 Monate – Zoo dankt der Stadt Köln, der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für ihre Unterstützung – Besucher, die unter Palmen mitten durch eine tropische Dschungelwelt wandeln – und Auge in Auge Faultieren, Affen und Vögeln gegenüberstehen. Tierliebhaber, die großschnäblige Tukane bestaunen, den geschmeidigen Bewegungen der Salzkatzen folgen und, in sicherer Entfernung, Piranhas erspähen. Freunde botanischer Kostbarkeiten, die sich an Raritäten wie Kakao- und Breiapfelbaum, Kaffeestrauch und seltenen Bromelien erfreuen. Keine Frage: Die im kernsanierten historischen „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“ des Kölner Zoos entstandene begehbare mittel- und südamerikanische Dschungelwelt ist ein echtes Highlight mit hohem Erlebniswert. Das tropische Tierparadies wurde heute eröffnet. Die Zoo-Vorstände Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg begrüßten dazu u.a. Dr. Ralf Heinen, Bürgermeister der Stadt Köln, Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Vizepräsidentin der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, Lutz Heitmüller, Vorstand Deutsche Stiftung Denkmalschutz, und Dr. Ralf Unna, Zoo-Aufsichtsratsvorsitzender. Dr. Ralf Heinen: „Das ,Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus‘ setzt weit über Köln hinaus Maßstäbe in puncto Zooerlebnis. Das Haus verbindet ein spektakuläres Besuchserlebnis mit optimaler Tierhaltung. Hinzu kommt eine spannende und zeitgemäße Zooedukation, die die Menschen emotional packt und für die Bedrohung exotischer Naturparadiese sensibilisiert. Wir können den Zooverantwortlichen zu diesem Schmuckstück, das plangerecht mit viel Aufwand und Liebe zum Detail fertiggestellt wurde, nur gratulieren.“ Außen 1899 – innen 2021 – Die Kosten für die Kernsanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes betrugen rd. 12. Mio. Euro. Die Finanzierung erfolgte aus Mitteln der Stadt Köln, die dem Zoo 2017 einen einmaligen Zuschuss über 19 Mio. Euro für dieses und weitere Bau- und Instandhaltungsprojekte im Rahmen des Denkmalschutzes zugewiesen hat. Hinzukommen Fördermittel der NRW-Stiftung über 250.000 Euro, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz über 200.000 Euro und Spendengelder des Zoo-Fördervereins. Der Zoo hat zudem Eigenmittel eingebracht. Baubeginn war im April 2019. Die besondere Herausforderung bestand darin, den Charakter des baufälligen Hauses möglichst originalgetreu zu bewahren – und gleichzeitig bei Tierhaltung, Technik und Besuchserlebnis modernsten Anforderungen gerecht zu werden. Die biologische Ausrichtung des Hauses und die Gesamtgestaltung sollten zudem entlang der Masterplan-Gliederung, die für diesen Bereich des Zoos den Südamerikabereich vorsieht, erfolgen. Gänzlich neue Dimensionen ergaben sich durch den Aufbruch der Bodendecke und den Einbau eines Steges in der ersten Baumetage. Bei Innenarchitektur, Strukturierung und Bepflanzung hatte man das ehrgeizige Ziel, die Besucher möglichst nah an die Tiere heranzubringen – ohne diese in ihrem natürlichen Verhalten zu stören. Davon, dass die Aufgaben gemeistert wurden, können sich Zoobesucher ab sofort überzeugen. Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg: „Mit der denkmalgerechten Kernsanierung und zukunftsweisenden Neunutzung dieses Hauses können wir heute ein weiteres ambitioniertes Großprojekt der öffentlichen Nutzung übergeben. Möglich ist so etwas immer nur dann, wenn man verlässliche Partner hat. Wir danken daher der Stadt Köln, der NRW-Stiftung, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und den Mitgliedern des Zoo-Fördervereins ausdrücklich für ihre Unterstützung.“ Das 1899 als Vogelhaus erbaute und nach Zerstörung im 2. Weltkrieg später als Heimat für Primaten dienende ehemalige „Südamerikahaus“ ist Generationen von Rheinländern bekannt. Es ist in seinen Formen einer russisch-orthodoxen Kirche nachempfunden. Der in Gelb und Weiß gehaltene Bau besteht aus einem Mittelschiff mit Apsis, zwei Seitenschiffen und vier flankierenden Ecktürmen auf quadratischen Grundrissen. Das Gebäude zählt neben dem Antilopenhaus und der Direktorenvilla zu den ältesten Bauten aus der Gründungszeit des Zoos und ist unverzichtbarer und prägender Bestandteil des Gesamt-Ensembles Kölner Zoo. Gekoppelt an Artenschutzprojekt im Ursprungsgebiet – Als Teil seines breiten Engagements für den Schutz der Biodiversität hat der Kölner Zoo die Sanierung an die Unterstützung eines Artenschutzprojekts im Ursprungsgebiet der Tiere, die im „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“ leben, geknüpft. Konkret arbeitet der Zoo mit dem International Tropical Conservation Fund zusammen. Gemeinsam erreichte man in den vergangenen Jahren u.a., dass im mittelamerikanischen Staat Belize ein mehr als 400 Quadratkilometer großes Schutzgebiet aus unterschiedlichen, seltenen und wertvollen Waldtypen – von Trocken- bis Regenwäldern – geschaffen wurde. Gleichzeitig werden Umweltbildungs- und Ökotourismus-Maßnahmen gefördert, siehe auch www.koelnerzoo.de/artenschutz.

Zoo Heidelberg 30.09.2021
Jao bringt Schwung in die Lemuren-WG – Neuer Kronensifaka im Zoo Heidelberg eingezogen
Helles Fell und große, leuchtende Augen: Noch etwas verhalten, aber neugierig schaute sich der neue, zukünftige Mitbewohner der Kronenmakis und Kattas gleich nach seiner Ankunft im Zoo Heidelberg in seinem Gehege um. Kronensifaka Jao ist Ende September in den Zoo Heidelberg eingezogen. Kronensifakas stehen auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN und gelten als vom Aussterben bedroht. Der Zoo Heidelberg ist aktuell der einzige Zoo in Deutschland, der einen Kronensifaka hält. Gemeinsam mit sechs anderen europäischen Zoos beteiligt sich der Zoo Heidelberg am Sifaka-Conservation Projekt, das sich vor Ort auf der Insel Madagaskar für den Schutz dieser seltenen Lemurenart einsetzt. Bisher lebte Kronensifaka Jao mit seinen Eltern und seinen beiden jüngeren Geschwistern im Zoo Mulhouse. Mit knapp drei Jahren ist er nun so alt, dass er seine Geburtsgruppe verlassen muss. Sein neues Zuhause ist nun in Heidelberg, wo er gemeinsam mit den Kattas und Kronenmakis leben soll. Neuzugang Jao wird nach ein paar Tagen der Eingewöhnung, in denen er die neue Umgebung in Ruhe erkunden kann, seine Mitbewohner kennenlernen. Bereits einige Wochen vor seiner Ankunft startete das Zoo-Team mit den Vorbereitungen. Da ein Hauptteil seiner Nahrung aus frischen Blättern besteht, musste das saftige Grün noch vor dem Herbst konserviert werden. Um dem Neuzugang die bevorzugte Nahrung auch im Winter frisch anbieten zu können, wurden mit Unterstützung des Freiwilligen-Teams eigens für den Sifaka kiloweise frische Blätter geerntet und eingefroren. Über diese helfenden Hände freute sich das Zoo-Team sehr und dankt den ehrenamtlichen Helfern für das tolle Engagement. Bereits frühzeitig vor dem geplanten Umzug tauschten sich die Heidelberger Tierpfleger intensiv mit den Kollegen aus Mulhouse aus, um mehr über die Vorlieben und Eigenarten von Jao zu erfahren. Wie andere Lemuren verbringen Sifaka einen Großteil des Tages mit sozialer Interaktion, Sonnenbaden und Ruhephasen. Typisch für diese Lemurenart ist die aufrechte Art der Fortbewegung. Die tagaktiven Baumbewohner bewegen sich senkrecht kletternd und springend von Ast zu Ast fort und können dabei Distanzen von bis zu zehn Metern zwischen den Bäumen zurücklegen. Am Boden sind sie meist auf zwei Beinen hüpfend unterwegs und strecken zur Balance, scheinbar tänzelnd, die Arme nach oben. Zoo Heidelberg engagiert sich für den Schutz der Lemuren auf Madagaskar Sifakas zählen zu der Gruppe der Lemuren. Die Halbaffen sind ausschließlich auf Madagaskar beheimatet, wo sie vorwiegend in den Trockenwäldern im nordwestlichen Teil der Insel leben. Wie viele der dort vorkommenden einzigartigen Tier- und Pflanzenarten stehen sie auf der Liste der bedrohten Tierarten der Weltnaturschutzunion IUCN. Die Zerstörung ihres Lebensraums lässt die Anzahl der im Freiland lebenden Individuen konstant stark sinken. In den letzten 30 Jahren wurde ein Rückgang von 50 % verzeichnet. Gemeinsam mit den anderen sechs europäischen Zoos, die sich am Erhaltungszuchtprogramm beteiligen, unterstützt der Zoo Heidelberg seit einigen Jahren ein spezielles Artenschutzprojekt für die Kronensifakas, das Sifaka-Conservation-Project, auf Madagaskar. Die Besonderheit der Initiative liegt im Populationsmanagement: Es wird eine Gesamtpopulation bestehend aus aktuell 20 Sifakas in Zoobeständen und weiteren neun Sifakas in einem Freilandgebiet als gemeinsame Zuchtgruppe betreut. Das bedeutet, es soll nicht nur ein Austausch unter den sieben beteiligten Zoos erfolgen, sondern es sollen auch Tiere aus dem Freiland in den Austauschprozess integriert werden, um die notwendige genetische Vielfalt sowohl in den Zoos als auch der im Freiland lebenden Sifakas zu erhalten

Tiergarten Nürnberg 30.09.2021
Kunst von Christian Ruckdeschel im Tiergarten
Mit „Supervising Acrobats“, „doudou en facettes“ und „Road to Zabalaga“ finden sich im Tiergarten der Stadt Nürnberg drei Kunstwerke des zeitgenössischen Nürnberger Bildhauers Christian Ruckdeschel. 2019 kaufte die Stadt Nürnberg auf Empfehlung des städtischen Baukunstbeirats die drei Steinskulpturen an. Sie stehen in direkter Nähe und in Zusammenhang mit dem Wüstenhaus im Tiergarten. Für Ruckdeschels kürzlich erschienene Künstlermonografie „Voids & Limitations“ verfasste Tiergartendirektor Dr. Dag Encke einen Begleittext. In seinem Begleittext schreibt Encke: „Die Skulpturen von Christian Ruckdeschel sind liebevolle Vorschläge für Sichtweisen auf Leben, Zeit und Veränderlichkeit. Nachdenklich, spannungsvoll, verbindend, auf wenigen Zentimetern tonnenschwere Lasten balancierend und doch bei aller Schwere luftige Leichtigkeit suggerierend. Ein beruhigendes Konzept getragen von der alles ermöglichenden Schönheit.“ Der Bildhauer Ruckdeschel fertigt Steinskulpturen, die entfernt an überdimensionale Kristalle erinnern. Die facettenreiche Doudou besteht aus blauem Kösseine-Granit vom Fichtelgebirge. Die Akrobaten sind aus weißem Jurakalkstein aus der Gegend um Treuchtlingen herausgearbeitet. Zum Sandstein-Umfeld des Wüstenhauses im Tiergarten bilden sie einen spannenden Kontrast und sind zugleich landschaftsgestalterische Elemente. Für Christian Ruckdeschel gilt: „Skulpturen konfrontieren als dreidimensionales physisches Phänomen. Die Frage, die sich hierbei stellt ist, worin unterscheidet sich eine Skulptur von jedem anderen ‚Ding‘ in der physischen Welt? Sei es ein Fels, ein Gebäude oder ein Lebewesen. Der Unterschied liegt in der Absicht, die sich mittels der Sprache aus Material, Form, Proportion und Komposition ausdrückt. Diese grundsätzlichen Gedanken kamen mir wieder zu Bewusstsein, als Dag Encke mit seiner Idee auf mich zu kam, im Umfeld des neuen Wüstenhauses Steinskulpturen von mir zu zeigen. Und mit der Überlegung, dass die Institution Tiergarten neben ihrer wissenschaftlichen und pädagogischen Aufgabe auch unser individuelles und gesellschaftliches Verhältnis zur Umwelt im Habitat ‚Erde‘ spiegelt, zeigt sich die Verwandtschaft zu kulturellen Ausdrucksformen im Kontext zur Gesellschaft. In meinen Steinskulpturen stelle ich mich den Charakteristiken dieses Materials wie Dauerhaftigkeit, Stofflichkeit und Härte, welche mit den Fragen nach Existenz, Zeit und Mysterium verbunden sind. Als Resultat entstehen Arbeiten, die in ihrer Komposition, Konstruktion und Farbigkeit diesen Fragen nachspüren. Aus anderen Blickwinkeln offenbaren sich neue Perspektiven, Einblicke und Zusammenhänge und lassen sich Assoziationen zu Bildern formen. Ich verstehe meine Skulpturen als Angebote, sich von den Augen in deren ‚künstliche‘ Welt führen zu lassen. In meinem soeben bei Koberger & Kompany erschienenen Werkkatalog „Voids & Limitations“ finden sich auf 144 Seiten Beispiele meiner skulpturalen wie auch meiner grafischen Arbeiten aus den vergangenen 20 Jahren, begleitet von vier Textbeiträgen.“

Tierpark Hellabrunn 30.09.2021
Murnau-Werdenfelser Kuh Wilma von Hochzeitsreise zurückgekehrt
Nachdem die beiden Hellabrunner Murnau-Werdenfelser den Sommer auf dem Haupt- und Landgestüt Schwaiganger nahe Garmisch Partenkirchen verbrachten, ist zumindest Kuh Wilma – zur Freude aller – trächtig nach Hellabrunn zurückgekommen. Mit ihr zieht auch eine neue Kuh ins Mühlendorf ein. Für Kuh Kenia hingegen verlängert sich die Hochzeitsreise noch einige Zeit. Seit Mitte Juni lebten Wilma und Kenia auf dem Haupt- und Landgestüt Schwaiganger der bayerischen Staatsgüter, um sich mit den beiden Zuchtbullen Romulus und Bergwind zu paaren. Bei Wilma war dieses Zusammentreffen bereits erfolgreich, sie ist trächtig und erwartet im Frühjahr 2022 ein Jungtier. Die Möglichkeit eines Natursprungs für Kuh Kenia, bei der bisher Versuche einer künstlichen Befruchtung leider nicht erfolgreich waren, hat bisher leider nicht geklappt. „Deshalb haben wir in enger Abstimmungen mit dem Haupt- und Landgestüt Schwaiganger beschlossen, Kenias Hochzeitsreise noch um ein paar Monate zu verlängern, in der Hoffnung, dass sie möglicherweise auch noch trächtig wird“, erklärt Carsten Zehrer, zoologischer Leiter im Tierpark Hellabrunn. „Damit Wilma in der Zwischenzeit nicht alleine im Hellabrunner Mühlendorf ist, ist sie gemeinsam mit einer weitere Kuh vom Gestüt Schwaiganger nach München zurückgekehrt. Die 2019 geborene Kuh wurde vom Tierpflege-Team im Mühlendorf Tabea getauft und ist ebenfalls trächtig, sodass wir uns auf zwei Kälbchen freuen dürfen“, so Zehrer. Das Haupt- und Landgestüt Schwaiganger beheimatet etwa 250 Pferde der Rassen Deutsches Sportpferd, Süddeutsches Kaltblut sowie Edelbluthaflinger und Haflinger. Weiterhin gehören eine Mutterkuhherde der Rasse Murnau-Werdenfelser Rind mit Nachzuchten (ca. 60 Tiere) und 200 Schafe der Rassen Brillenschaf, Schwarzes Bergschaf und Alpines Steinschaf zum Bestand. Hier wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Tierzucht die Erhaltungszucht von stark in ihrer Existenz bedrohten Nutztierrassen betreiben. Noch bis Ende Oktober sind die beiden Murnau-Werdenfelser aufgrund der Quarantäne-Richtlinien von den Shetland-Ponys separiert. Daher ist auch der Feldweg am Murnauer Stall vorübergehend gesperrt. Die Rinderrasse Murnau-Werdenfelser ist eine sehr robuste, alte Landrasse aus Oberbayern, deren Bestand in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen ist. Sie sind Dreinutzungsrinder, die sowohl auf Milchleistung und Fleischqualität wie auch Zugleistung im Arbeitsgespann ausgerichtet sind. Dank der Bestrebungen des Zuchtverbandes konnte die Population seit 2007 wieder deutlich gesteigert werden. Hellabrunn beteiligt sich schon seit vielen Jahren am Zuchtprogramm für diese bedrohte Haustierrasse.

Zoo Osnabrück 30.09.2021
Mehr als ein Ausflugsziel: Neue Artenschutzprojekte im Zoo Osnabrück
Feldhamster, Nashörner & Co. – wie sich der Zoo im Artenschutz engagiert. Er ist eine der Kernkompetenzen zoologischer Gärten, doch viele wissen nicht, wie viele Aufgaben sich dahinter verbergen: der Artenschutz. Im Zoo Osnabrück werden seit neuestem Feldhamster für die Auswilderung großgezogen und weitere Artenschutzorganisationen unterstützt. „Wenn wir über Artenschutz sprechen, ist zunächst der Unterschied zwischen in situ und ex situ Artenschutz wichtig“, sagt Andreas Wulftange, zoologischer Leiter im Zoo Osnabrück. „In situ bedeutet, dass Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum geschützt werden, ex situ, dass der Schutz außerhalb dieses Raumes stattfindet, zum Beispiel in Zoos.“ Beide Bereiche sind eng miteinander verbunden. Wie eng, beschreibt der Biologe Wulftange am Beispiel von Feldhamstern, die offiziell als vom Aussterben bedroht gelten. „Wir beteiligen uns seit diesem Jahr neu an einem Projekt zur Auswilderung von Feldhamstern in Deutschland. Aktuell haben wir elf Feldhamster aus einer Zucht des Opel-Zoo in Kronberg, die im zurzeit geschlossenen Besucherbereich des Klammeraffenhauses untergebracht sind und die wir hier großziehen“, erklärt Wulftange. „Die Feldhamster sollen zum Frühjahr in einem ausgewiesenen Gebiet in Hessen ausgewildert werden. Dort leitet die Untere Naturschutzbehörde vor Ort das Projekt und weist in enger Absprache unter anderem mit Landwirten entsprechende Auswilderungsräume aus, in denen zuvor genau untersucht wurde, ob sie ein geeigneter Lebensraum für die Tiere sind.“ Im Zoo leben die elf Feldhamster in großen, geräumigen Boxen. Jeder Hamster in seiner eigenen, denn außerhalb der Paarungszeit greifen sich die strikten Einzelgänger gegenseitig an. Die Feldhamster in Osnabrück sind ein Teil des hessischen Auswilderungsprojekts. „Die Zucht wird im Opel-Zoo koordiniert, die Auswilderung von der Naturschutzbehörde. Dort können sie aber nicht alle Tiere großziehen, weshalb wir dauerhaft in das Projekt eingestiegen sind“, erklärt Wulftange. „Zusätzlich werden wir demnächst auch in Osnabrück Feldhamster für die Auswilderung direkt züchten. So entsteht ein weiteres Standbein, falls in Kronberg einmal aufgrund von Krankheiten oder aus anderen Gründen keine Feldhamster geboren werden.“ Dafür wird hinter den Kulissen aktuell umgebaut. Nach den Umbaumaßnamen wird der Besucherbereich im Klammeraffenhaus wieder für Besucher zugänglich sein. „Zusätzlich können unsere Besucher drei Feldhamster im ‚Unterirdischen Zoo‘ entdecken und mehr über sie lernen“, so Wulftange. Gleichzeitig ermöglicht die Haltung der Tiere in Zoos neue Erkenntnisse über ihr artspezifisches Verhalten zu sammeln, was für einen dauerhaften Auswilderungserfolg wichtig ist. Artenschutz außerhalb des Zoos – „Nicht immer gehen ex situ und in situ so Hand in Hand wie bei den Feldhamstern: Viele Tiere können wir zum Beispiel in Osnabrück halten, aber zurzeit nicht auswildern“, erklärt Tobias Klumpe, ebenfalls zoologischer Leiter im Zoo Osnabrück. Zwar gilt die Zucht gefährdeter Arten in Zoos als besonders wichtig, damit es eine Reservepopulation an sicheren Orten gibt, allerdings ist die Auswilderung vieler Tiere schwierig. „Hauptgrund für den Rückgang der meisten Populationen ist nach wie vor der Mensch mit Nutzungskonflikten wie Urbanisierung und Landwirtschaft oder eben Wilderei. Tiere benötigen geschützte Räume, das ist für viele Arten aber schwieriger als beim Feldhamster, da die Räume deutlich größer sein müssen“, so Klumpe. Bevor die Population wieder steigen kann, muss also zunächst der Lebensraum geschützt werden. „Insgesamt möchten wir hierbei zusammen mit anderen Zoos den ‚One Plan Approach‘ umsetzen, der ex situ und in situ Artenschutz langfristig eng miteinander verknüpft.“ Der Zoo Osnabrück unterstützt darum verschiedene Organisationen, die sich für den Schutz gefährdetet Tiere vor Ort einsetzen. Erstmals stellt der Zoo hierfür nun ein festes Budget von 10.000 Euro zur Verfügung, mit dem weitere Artenschutzorganisationen wie „Save the Rhino“, „WildCats Conservation Alliance“, „Stiftung Artenschutz“ oder ab 2022 dem „Borneo Sintang Orangutan Center“ unterstützt werden. Mittelfristig soll das Budget auch mit verschiedenen Charity-Aktionen ausgeweitet werden. „Auch, wenn für den Start 10.000 Euro jährlich nur ein kleiner Beitrag für die riesige Aufgabe Artenschutz ist, ein festes Budget zu haben ist für uns ein großer Fortschritt, den wir uns erst einmal erarbeiten mussten. Der Zoo Osnabrück finanziert sich nämlich fast vollständig selbst und jeden Euro, den wir ausgeben, müssen wir erst einmal verdienen“, so Klumpe. Bildung für Artenschutz – Darüber hinaus vermitteln Zoos Artenschutz auch durch Bildungsangebote: In der Zooschule des Zoo Osnabrück wird Kindern bereits seit 45 Jahren beigebracht, warum Natur und Artenschutz wichtig ist und was jeder und jede einzelne dafür tun kann. Gleichzeitig macht der Zoo auch auf dem Gelände Besucher auf Artenschutzprojekte aufmerksam, wie Klumpe sagt: „Am 22. September war zum Beispiel der Weltnashorntag und unsere Besucher konnten am Nashorngehege an einem Aktionsstand Merchandising Produkte von ‚Save the Rhino‘ kaufen oder direkt an die Organisation spenden. Unsere FÖJ-ler haben die Aktion als Teil ihres Freiwilligendienstes organisiert.“ Eine ähnliche Aktion hatte es bereits zum Tag des Drills für „Rettet den Drill e.V.“ gegeben. Zudem stehen im Zoo Osnabrück an einigen Stellen Spendenboxen für verschiedene Artenschutzprojekte. In den kommenden Wochen wird der Zoo auch über seine Social-Media-Kanäle verstärkt auf das Thema Artenschutz aufmerksam machen. Denn obwohl Artenschutz auch im Zoo Osnabrück ein ständiges Thema ist, dringt bislang zu selten nach außen, was dabei eigentlich geschieht.

Zoo Krefeld 30.09.2021
Neue Wassermatschanlage für den Zoo mit Unterstützung der SWK – „SponZOOring-Partnerschaft“ der SWK für die Europäischen Fischotter
Kinder lieben Wasser und Matsch. Im Zoo Krefeld können sie sich nun an einer Wassermatschanlage richtig austoben. In direkter Nachbarschaft zu den Roten Pandas und den Pelikanen entstand mit Unterstützung der Stadtwerke SWK ein weiterer Spielplatz für die vielen jungen Zoobesucher. Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen zeigt sich begeistert: „Spielerisch führen wir hier Kinder an das wichtige Thema ‚Sauberes Wasser‘ heran. Insbesondere, weil die Verbindung zu unseren Fischottern hergestellt wird, die sich nur in sauberen Gewässern wohlfühlen und daher besonderen Schutz benötigen.“ Die Wassermatschanlage lädt Kinder von drei bis zwölf Jahren zum Experimentieren ein. Das Wasser kann in drei große Bottiche gepumpt, durch Bahnen umgeleitet oder mit einem Eimer geschöpft werden. Bis zu 15 Kinder können sich hier gleichzeitig mit dem Element Wasser beschäftigen. Hier erklären auch die Comic[1]Fischotter Umami und Simon auf einer großen Infotafel der SWK kindgerecht den Wasserkreislauf. An der Anlage der Fischotter lädt ebenfalls eine neue Tafel zu einem Frage-Antwort-Spiel ein, beispielsweise: „Wie putzen sich Fischotter die Zähne?“. Eine zweite Tafel erzählt spannende Fakten zu den Wassermardern. Sauberes Wasser benötigen nicht nur die anspruchsvollen Fischotter, damit sie sich wohlfühlen. Wir Menschen sind ebenso auf frisches, wohlschmeckendes Trinkwasser in bester Qualität angewiesen. „Eine sichere Wasserversorgung mit sehr guter Wasserqualität liegt uns am Herzen. Dafür arbeiten wir bei der SWK jeden Tag. Schließlich liefern wir täglich rund 36.000.000 Liter Trinkwasser rund um die Uhr an die Krefelderinnen und Krefelder“, ergänzt Kerstin Abraham, Vorständin der SWK. Gewonnen wird dieses aus dem natürlichen Grundwasser, tief im Inneren des Bodens der Niederrheinterrasse. Dort steht in ausreichender Menge und bester Qualität Grundwasser zur Verfügung. „Wasser ist ein tolles Element und wertvolles Gut. Wir freuen uns, dass hier mit dieser neuen Anlage spielerisch die Verbindung zwischen Spaß und Information hergestellt wird“, freut sich Abraham. Europäische Fischotter haben hohe Ansprüche an ihren Lebensraum und sind daher leider selten geworden. Noch vor gut hundert Jahren besiedelten sie Deutschland flächendeckend. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden sie durch Jagd, Kanalisierung, Gewässerverschmutzung und Freizeitaktivitäten beinahe ausgerottet. Ihre Wahl zum Wildtier des Jahres 2021 soll auf ihre Bedürfnisse aufmerksam machen. Denn nur wo die Natur abwechslungsreich und das Wasser sauber ist, fühlen sie sich wohl. Zudem sind Fischotter pfiffig, neugierig und verspielt. Einfach richtige Sympathieträger. Das sind zwei Gründe, warum sich die SWK zum „SponZOOring“ der Europäischen Fischotter entschieden haben.

Tiergarten Schönbrunn 30.09.2021
„Kuhler“ Nachwuchs namens Seppl am Tirolerhof
Grau wie ein Panzernashorn und auch genauso selten: Im Tiergarten Schönbrunn gibt es „kuhlen“ Nachwuchs. Am 9. September hat am Tirolerhof ein Tiroler Grauvieh das Licht der Welt erblickt. „Das Tiroler Grauvieh ist eine alte österreichische Nutztierrasse. Deshalb musste ein typischer Name her. Der Vater heißt Sinus und der Name des kleinen Stiers sollte traditionell mit demselben Buchstaben beginnen. Also haben wir ihn Seppl genannt“, so Revierleiter Gerold Vierbauch. Rund 50 Kilogramm wiegt Seppl derzeit. Ausgewachsen kann er bis zu einer Tonne auf die Waage bringen. Bis dahin muss er aber noch viel Heu fressen. Das wird derzeit nur geknabbert. „Bis zum Alter von sieben Monaten wird Seppl gesäugt. Lena ist eine tolle Mutterkuh und kümmert sich super um ihren ersten Nachwuchs.“ Am Tirolerhof bringt der Tiergarten seinen Besucherinnen und Besuchern alte Nutztierrassen näher. Seit 2018 lebt hier, nach einigen Jahren Pause, auch wieder das Tiroler Grauvieh. Die Rasse ist vom Aussterben bedroht. Sie bekannt zu machen, ist auch das Anliegen des Tiroler Grauviehzuchtverbands, der die Zucht koordiniert. Geschäftsführer Raphael Kuen: „Derzeit gibt es in Österreich nur 5.000 eingetragene Zuchtkühe. Das Grauvieh ist ein Stück Tiroler Kulturgut, das wir erhalten möchten.“ Es ist eine sogenannte Zweinutzungsrasse, die sowohl relativ viel Milch als auch gutes Fleisch liefert. Häufig lebt sie im Tiroler Oberland in kleinen Betrieben mit wenigen Tieren. Wie am Tirolerhof in Wien, wo Seppl am liebsten mit der zwei Wochen jüngeren Biene, ein Original Braunvieh, durch die Anlage flitzt.

Thüringer Zoopark Erfurt 29.09.2021
Oktober-Veranstaltungen im Thüringer Zoopark Erfurt Es geht wieder los: Unsere Veranstaltungen – allerdings pandemiebedingt in abgespeckter Form und nicht in gänzlicher Breite.
Auch dieses Jahr können unsere ZOOTAGE nicht wie gewohnt stattfinden. Aber unsere Tierpflegerinnen möchten dennoch einen Blick hinter die Kulissen der Zooarbeitswelt gewähren: deshalb finden am 2. und 3. Oktober Führungen und Fütterungen auf dem Bildschirm statt – die Erfurter ONLINE Zootage. Von 10 bis 16 Uhr werden im 2-Stunden-Takt Videos aus verschiedenen Bereichen hochgeladen. Zoo-Interessierte können über unsere Webseite: https://www.zoopark-erfurt.de/zootage_2021 zu den exklusiven Einblicken gelangen. Laufen für den guten Zweck heißt das Motto beim diesjährigen Zooparklauf. Er findet am 30. Oktober statt. Auf www.zooparklauf.de können sich laufbegeisterte Zoo-Fans bis zum 28. Oktober online anmelden. Bis zu 15 Euro kostet die Teilnahme, jeweils ein symbolischer Euro geht in unser Projekt „Rettet den Himmelblauen Zwergtaggecko“. Für Essen und Trinken wird gesorgt. Am 31. Oktober können unsere Besucher mit den Erfurter Zootieren HALLOWEEN feiern. Dieser Zoobesuch ist Nichts für Angsthasen! Denn im Thüringer Zoopark Erfurt wird die Nacht des Grauens zelebriert. Und dafür verlängert der Zoo sogar seine Öffnungszeiten. Bis 19 Uhr sind gruselige Gespenster und furchteinflößende Monster im Thüringer Zoopark hautnah zu erleben. Aber nehmt euch in Acht, denn im „Wald des Schreckens“ treiben wilde Geister und böse Hexen auf dem Waldwanderweg ihr Unwesen. Im MausoEleum könnt ihr beim Kürbisschnitzen eurer Kreativität freien Lauf lassen. Die vielen grauenhaften schwarzen Naschkatzen kommen auch auf ihre Kosten: Die Zoomitarbeiterinnen verteilen Süßes und Saures. Und für alle kostümierten Kids gibt es zusätzlich noch freien Eintritt!

Zoo Salzburg 29.09.2021
Ungebremste Abenteuerlust: Jaguarschwestern erobern ihre Außenanlage
Erst lugte die gepunktete Jaguarnase von Morena scheinbar vorsichtig nach draußen, dann erschien Mutter Lucky Limari auf der Bildfläche und schon spurtete die eindeutig mutigere der beiden Salzburger Jaguarschwestern über die Wiese, während Maira ihrer Mutter und Morena den Vortritt ließ. Kaum an der frischen Luft, hatte Lucky Limari alle Hände – oder besser alle Pfoten voll zu tun um ihren vorwitzigen Nachwuchs halbwegs unter Kontrolle zu halten. Kein Wunder, wenn die beiden Töchter es erstmal vorziehen, in verschiedene Richtungen „davonzutigern“. So heftete sich die fünfjährige Jaguardame zunächst auf die Fersen von Maira, die sich im Baumstammklettern übte. „Sehr zur Freude unserer Besucher sind Mutter und Töchter bei passendem Wetter jetzt stundenweise auf der Außenanlage der Jaguare zu sehen“, berichtet Geschäftsführerin Sabine Grebner. Sie ergänzt: „Dabei macht es wahnsinnig viel Freude, ihre Abenteuerlust hautnah zu erleben und ihnen beim Spielen und Klettern zuzusehen.“ Nachdem die erst dreieinhalb Monate alten Schwestern für die etwas rüpelhafte Spielweise des heute anderthalbjährige Milagro noch zu klein sind, werden Maira, Morena und Milagro vorerst noch nicht zusammen auf der Außenanlage sein. So ist der junge Kater meist mit seinem Vater Sir William unterwegs und zweitweise darf sich Lucky Limari dazu gesellen. Auch die Zusammentreffen von Mutter und Sohn sind übrigens immer wieder schön zu beobachten, da die beiden ein sehr enges Verhältnis zueinander haben. Nur bei dem betagten Papa Sir William täuscht der Eindruck, dass er manchmal lieber seine Ruhe vor dem halbstarken Sprössling hätte, sicherlich nicht.

28.09.2021, Zoo Ausgburg
Aus dem September-Newsletter
Mit der Einführung der 3 G Regeln ist die Besucherbeschränkung mehr oder weniger aufgehoben, die Tierhäuser sind geöffnet und Führungen, sowie Tierkontakte finden statt. Auch die Patenführung und der Zoolauf wurde planmäßig durchgeführt.
Urlaubsbedingt sind die Bestandsveränderungen der Säuger, Reptilien und Amphibien leider nicht komplett. Dies wird im nächsten Monat nachgeholt.
Eine Bartlett-Dolchstichtaube ist geschlüpft.
Aus dem Zoo Dortmund kam eine männliche Peposakaente. Als Ersatz für das leider verstorbene Weibchen kam aus Ostrava, Tschechien, ein Schuppensäger. Aus der Wilhelma Stuttgart verstärkten ein Graublaues Täubchen und eine Marmelente den Vogelbestand.
Tara, eine Rothschildgiraffe aus dem Zoo Zlin Lesna, Tschechien, macht das Damentrio im Afrika Panorama wieder komplett.
Von einem Privathalter kam ein Zwergwaran, der nach dem Ende der Quarantäne im Reptilienhaus eine neue Heimat finden wird.
Eine Nachzucht von den Rosapelikanen ging an den Safaripark Stukenbrock.
Leider verstarben die Nachzuchten bei den Kleinen Kubafinken und der Bengalus Schmetterlingsfinken.
Planmäßig konnte unter Einhaltung der 3 G Regeln der Zoolauf stattfinden. Etwa 300 Starter gingen für eine Stunde auf die 1,4 Kilometer lange Strecke durch den Zoo. Insgesamt wurden von Ihnen 1.727 Runden gelaufen, für die der Rotaryclub Augsburg Renaissancestadt jeweils 2.- € an den Zoo spendet. In diesem Jahr wurden die erlaufenen 3.454 € großzügig auf 5.500 € aufgestockt, die komplett für den Umbau der Schimpansenanlage verwendet werden. Bei einem lauen Sommerabend ließ man den Zoolauf noch in der Zoogaststätte mit der traditionellen Verlosung und Siegerehrung ausklingen.
Der Termin für 2022 ist auch bereits festgelegt. Der 13. Augsburger Zoolauf findet am 15. Juli statt. Wie immer wird die Anmeldung zwischen Weihnachten und Neujahr freigeschaltet.
Nachdem im letzten Jahr die Patenführung leider ausfallen musste, fand sie dieses Jahr wieder statt. Bei 951 eingeladenen Paten, die jeweils eine Begleitperson mitbringen durften war es aber nicht möglich Führungen anzubieten. Es wurde ein Patentag, bei dem die Paten ab 18 Uhr den Zoo ganz für sich alleine hatten und anschließend noch zu einem kleinen Imbiss in der Zoogaststätte einkehren konnten. Über 1.000 Personen nutzten das Angebot und konnten sich nach der Kontrolle der 3 G Regeln im Zoo umsehen. An verschiedenen Stellen waren von den Tierpflegern Infostände aufgebaut, sodass man sich über „sein“ Patentier informieren konnte.
Nach einigen Vorbereitungen hat auch der Zoo Augsburg die nach der 14. BayIfSMV möglichen Lockerungen übernommen und die Tierhäuser für die Besucher geöffnet. In der Konsequenz ist nun der Zutritt in den Zoo nur unter Einhaltung der 3 G Regeln möglich.

Tiergarten Nürnberg 28.09.2021
Tiergarten plant Zucht bei den Gelbrückenduckern
Gelbrückenducker (Cephalophus sylvicultor) werden bislang nur in vier europäischen Zoos gehalten, darunter im Tiergarten der Stadt Nürnberg. Im September 2021 erhielt der Tiergarten einen Gelbrückenducker. Das Weibchen kam 2017 im Zoo von Little Rock Zoo im amerikanischen Bundesstaat Arkansas zur Welt. Es trifft in Nürnberg auf ein Männchen, das 2011 in Los Angeles zur Welt kam und seit 2018 im Nürnberg lebt. Bislang wurde in Nürnberg noch nicht gezüchtet. Gab es bisher nur in den USA eine erfolgreiche Zucht bei den Gelbrückenduckern, soll nun ebenfalls in Europa eine selbsterhaltende Zucht aufgebaut werden. Derzeit werden Gelbrückenducker in Europa nur in den vier deutschen Zoos in Frankfurt, Nürnberg, Schwerin und Wuppertal gehalten. Gelbrückducker, auch Riesenducker genannt, sind die größte Duckerart. Generell ist über Ducker nur sehr wenig bekannt, wenngleich es viele Arten gibt. Ducker sind eine in Afrika beheimatete Unterfamilie der Hornträger. Sie werden den Antilopen zugerechnet und sind im immergrünen Regenwald zu Hause. Ihr geringer Bekanntheitsgrad hängt auch damit zusammen, dass sie in der Wildbahn kaum zu beobachten sind. Ducker halten sich meist im Dickicht auf und sind sehr scheu. Bei der kleinsten Störung fliehen sie durch das Unterholz. Die Bezeichnung Ducker geht auf den niederländischen Begriff „duiker“ zurück und bedeutet Taucher. Ähnlich wie beim Reh ist beim Ducker der hintere Teil des Rumpfs höher als die Schulter und die Wirbelsäule fällt nach vorne ab. So kann der Ducker auch im dichten Unterholz oder Gebüsch hindurchschlüpfen oder „tauchen“. Wie das Reh wird der Ducker dem sogenannten „Schlüpfertypus“ zugerechnet.

Tiergarten München Hellabrunn 28.09.2021
Neue Südamerika-WG in Hellabrunns ‚Welt der kleinen Affen‘
Seit dem 6. September dürfen in Hellabrunn nach rund eineinhalbjähriger pandemie-bedingter Schließung die Tierhäuser endlich wieder öffnen. Besonderes Augenmerk fällt für die Tierpark-Besucher dabei auf die „Welt der kleinen Affen“, welche bereits in 2020 mit umfangreichen Umbauten der Tieranlagen und einer vielseitigen, größtenteils interaktiven Edukation fertiggestellt wurde. Seit kurzem haben die hier lebenden Braunkopf-Klammeraffen mit den Azara-Agutis neue Mitbewohner bekommen und bilden somit eine kleine „Südamerika-WG“. Vor dem Hintergrund der dauerhaften Schließung der Hellabrunner Fledermausgrotte, über die der Tierpark bereits im März berichtete, musste für die Azara-Agutis eine neue Unterkunft in Hellabrunn gefunden werden. In diesem Zusammenhang stellte die Vergesellschaftung dieser tagaktiven Nagetiere aus dem tropischen Regenwald mit den kletterfreudigen Primaten eine ideale Lösung dar, die in dieser Kombination ein Novum unter den großen Tierparks ist. “Mit dieser Zusammenführung nutzen wir die neugestaltete und großzügige Tieranlage innerhalb der ‚Welt der kleinen Affen‘ noch intensiver und bieten unseren Besuchern damit lebensnahe und natürliche Beobachtungsmomente aus südamerikanischen Waldgebieten, wo die Tiere ähnliche Lebensräume bewohnen.“, freut sich Carsten Zehrer, zoologischer Leiter in Hellabrunn, über die harmonische Gemeinschaftshaltung der beiden Arten. „Zudem birgt diese Vergesellschaftung auch für die beiden Tierarten untereinander mehr Abwechslung und Impulse auf dieser Anlage: neue Geräusche und Gerüche einerseits, gegenseitige Beobachtung und Interaktion andererseits bereichern das gemeinsame Leben der Tiere“, so Zehrer weiter. Jonas Homburg, zoologischer Volontär in Hellabrunn ergänzt: „Während die drei Klammeraffen eher die höheren Etagen und Kletterbäume der Anlage in Beschlag nehmen, lassen es sich die fünf Azara-Agutis – unter ihnen eine diesjährige Hellabrunner Nachzucht – vorrangig im ebenerdigen Bereich gut gehen. Beide Arten können je nach Wetterlage zwischen dem Innen- und Außenbereich des Tierhauses pendeln. Sie verfügen im Innenbereich sowie auf der außenliegenden Insel jeweils über Rückzugsmöglichkeiten.“ Neben den Braunkopf-Klammeraffen und Azara-Agutis finden sich in weiteren Anlagen des Tierhauses noch die Kattas, die Roten Varis, die Siamangs und Lisztäffchen. Im Zuge des Umbaus profitieren alle Arten von neuer, moderner Gebäudetechnik und optimiertem Platzangebot im Innen- und Außenbereich des neugestalteten Tierhauses. Sehens- und hörenswert ist zudem das neue Edukationsangebot, was über den Lebensraum der Tiere, seine Gefährdungen und das von Hellabrunn unterstütze Artenschutzprojekt Jocotoco im ecuadorianischen Regenwald informiert, welches auf den Schutz der Braunkopf-Klammeraffen abzielt.

Zoo Berlin 28.09.2021
Trauer um Nashorn Karl – Junger Panzernashorn-Bulle im Zoo Berlin ist verstorben
Vor etwa drei Wochen fiel den Tierpfleger*innen erstmals auf, dass Nashorn-Bulle Karl (3) nur sehr langsam lief, schlecht fraß und abgeschlagen wirkte – immer mal wieder mussten sie ihn auch zum Aufstehen animieren. In der Nacht zum gestrigen Montag ist der junge Nashornbulle nun überraschend verstorben. Eine Sektion in der Tierpathologie der Freien Universität Berlin liefert mögliche Ursachen für seinen frühen Tod. „Wir haben Karls Gesundheitszustand in den letzten Wochen intensiv beobachtet. Eine Schmerztherapie führte zuletzt zu einer leichten Verbesserung seines Zustands“, erklärt Zoo-Tierarzt Dr. Andreas Ochs. Tierpathologe Prof. Dr. Achim Gruber der Freien Universität Berlin konnte eine erste Einschätzung zur Todesursache geben. „Der Befund ist absolut ungewöhnlich“, erklärt Prof. Gruber. Im Bauchraum nahe der Lendenwirbelsäule wurde eine eitrige Entzündung mit Gewebseinschmelzungen (Abszess) gefunden, worin auch eine große Beckenarterie mit einbezogen war, die daraufhin thrombosierte. Die bakterielle Infektion führte möglicherweise zu einer Sepsis oder Thrombenabschwemmungen, welche letztendlich für Karl tödlich endete. „Von den klinischen Symptomen hätte man nicht auf den Abszess schließen können. Womöglich hat sich Karl schon in früher Kindheit eine Verletzung zugezogen, die unbemerkt über einen längeren Zeitraum schwelte und nun letztendlich zu seinem Tod geführt hat“, ergänzt Prof. Gruber. Der rund 1300 kg schwere Nashornbulle wurde im Tierpark Berlin geboren und zog mit seiner Mutter Betty (26) vor zwei Jahren in den Zoo Berlin. Vater Belur (31) zog 2019 in den Tiergarten Nürnberg. In den frühen Jahren des 19. Jahrhunderts waren Panzernashörner mit unter 200 Tieren weltweit beinahe ausgestorben. Mit großem Engagement von Artenschützer*innen aus Indien und Nepal konnte sich die Bestände der urigen Schwergewichte zwar erholen, doch noch immer sind die bis zu 2 t schweren Panzernashörner im natürlichen Lebensraum bedroht. Panzernashörner werden von der Weltnaturschutzunion IUCN trotz leicht steigender Zahlen weiterhin als gefährdete Art eingestuft.

Zoo Osnabrück 28.09.2021
Osnabrücker „Zoo-Lights“ reisen durch die Republik – Ab November starten die „Zoo-Lights“ im Zoo Osnabrück
Auf den Straßen fährt seit kurzem ein LKW-Auflieger, der mit großen Bildern auf die „Zoo-Lights“ und die Spendenkampagne „Rüssel voraus!“ im Zoo Osnabrück aufmerksam macht. Vergangenen Mittwoch stand der LKW vor dem Zoo am Schölerberg. „Der Auflieger fällt definitiv auf, wenn wir mit ihm über die Autobahn fahren. Unser Fahrer berichtet, dass noch nie so viele Fotos von seinem Fahrzeug gemacht wurden“, freut sich Andreas Marrek, Geschäftsführer bei Marrek Transport GmbH. Auf der auffälligen LKW-Plane sind auf der einen Seite die bunten „Zoo-Lights“ des Zoo Osnabrück zu sehen und auf der anderen der große Schriftzug „Rüssel voraus!“, neben dem im Dezember 2020 geborenen Babyelefanten Yaro. „Es ist toll, dass der LKW auf gleich zwei unserer Projekte aufmerksam macht“, sagt Michal Wendt, Schatzmeister der Zoogesellschaft Osnabrück e.V. „Mit der Spendenkampagne ‚Rüssel voraus‘ wollen wir die finanzielle Grundlage für einen neuen Elefantenpark legen. Unsere ‚Zoo-Lights‘ sind zum Jahresende immer sehr beliebt bei unseren Besuchern und wir verleihen sie inzwischen auch an andere Zoos.“ Transportiert werden die Osnabrücker „Zoo-Lights“ dabei seit diesem Jahr mit dem auffälligen LKW von der Marrek Transport GmbH. „Die größte Herausforderung bestand zunächst tatsächlich darin, die sperrigen Lichtfiguren möglichst platzsparend in den Auflieger zu verladen“, sagt Andreas Marrek. „Wir können sie ja nicht einfach auseinander bauen und es soll auch nichts kaputtgehen. Mit etwas Geschick und Erfahrung haben wir aber ein gutes System entwickelt.“ Aktuell hat der Zoo einige der Osnabrücker „Zoo-Lights“ Figuren an den Zoo Rostock und den Zoo Heidelberg verliehen. HK Medien, die die „Zoo-Lights“ in Osnabrück aufbauen, weisen auch die Verantwortlichen in Heidelberg und Rostock in die Technik ein und erklären wie die Lichtfiguren vor Ort sicher installiert werden. Neue Figuren in Osnabrück ab 4. November „Natürlich werden unsere ‚Zoo-Lights‘ auch dieses Jahr wieder im Zoo Osnabrück zu sehen sein“, verrät Margarita Weißbäcker, Veranstaltungskauffrau im Zoo Osnabrück. „Anfang November starten wir mit dem beliebten Lichterrundgang. Da das auch die Zeit des Laternegehens ist, dürfen Kinder zusätzlich ihre eigenen Laternen mitbringen und durch den Zoo einen gemeinsamen Laternenumzug machen. Genauere Informationen dazu werden wir bald veröffentlichen.“ Dieses Jahr dürfen sich Besucher zudem auch auf neue Lichtfiguren freuen, denn der Zoo hat über die Firma DigiLED noch einmal neue Tiernachbildungen nachbeordert. „Wir werden zum Beispiel erstmals Nashörner unter den ‚Zoo-Lights‘ haben“, verrät Weißbäcker. Wenn es im November wieder früh dunkel wird und die „Zoo-Lights“ den Zoo in ein nahezu magisches Licht tauchen, können sich Besucher auf den Weg machen die neuen Figuren zu entdecken. „Die Vorfreude unter unseren Fans ist jedenfalls schon groß. Seit Anfang September haben wir schon einige Anfragen bekommen, ob es dieses Jahr auch wieder die ‚Zoo-Lights‘ geben wird“, so Weißbäcker. Vielleicht hat der ein oder die andere auch schon den neuen „Zoo-Lights“ LKW mit der auffälligen Plane entdeckt. Die Vorfreude auf den schönen Lichterrundgang dürfte das sicherlich gesteigert haben.

Zoo Wuppertal 28.09.2021
Ab Montag, 04.10.2021, gilt die 2G-Regel im Grünen Zoo Wuppertal Maskenpflicht entfällt dann auch in den Tierhäusern
Ab Montag, 04.10.2021, gilt für einen Besuch im Grünen Zoo Wuppertal die sogenannte 2G-Regel. Das bedeutet, dass Gäste ab 18 Jahren, die den Grünen Zoo Wuppertal besuchen möchten, genesen oder geimpft sein müssen. Entsprechende Nachweise sind – verbunden mit einem Personalausweis oder gleichwertigen Dokument – am Zooeingang vorzulegen. Nicht gegen das SARS-Cov2-Vi-rus immunisierte Personen erhalten dann auch mit einem Negativ-Test keinen Einlass mehr. Ausnahmen gelten für Personen, die sich nicht impfen lassen können (z.B. aufgrund medizinischer Indikationen), bei diesen ist die Vorlage eines maximal 48 Stunden alten Negativ-Schnelltests oder PCR-Tests einer offiziellen Teststelle erforderlich. Bei Schülerinnen und Schülern, die aufgrund ihrer Teilnahme an den verbindlichen Schultestungen als getestete Personen gelten, ist die Vorlage eines Schülerausweises ausreichend. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren (ggf. Altersnachweis erforderlich) benötigen keinen Nachweis. In den Herbstferien müssen Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 17 Jahren wegen der fehlenden Schultestungen ebenfalls einen Negativ-Schnelltest oder PCR-Tests einer offiziellen Teststelle am Zooeingang vorlegen. Die Anwendung der 2G-Regel ermöglicht eine weitere Normalisierung im Grünen Zoo Wuppertal. Fast alle Tierhäuser können von den Gästen wieder betreten werden, die Maskenpflicht in den Tierhäusern, den sanitären Anlagen und im Zoo-Shop entfällt. Auch die Einbahnstraßenregelungen entfallen. Ledig-lich die beiden Katzenhäuser bleiben weiterhin für den Publikumsverkehr geschlossen, um die Gefahr einer Übertragung des Corona-Virus auf die Tiere zu verringern. Das Aquarium bleibt wegen Umbau noch geschlossen. Schaufütterungen bei Seelöwen und Pinguinen können mit der Einführung der 2G-Regel wieder stattfinden. Mit Einführung der 2G-Regel ist ein Besuch des Grünen Zoos auch wieder ohne vorherige Buchung eines Tickets über das Online-Portal Wuppertal-live.de möglich. Gäste, die sich im Vorfeld ein Ticket online buchen möchten, können dies jedoch auch weiterhin über das Online-Portal Wuppertal-live.de oder in einer der Vorverkaufsstellen von Wuppertal-live.de tun. Der Grüne Zoo empfiehlt auch weiterhin eine Vorabbuchung eines Tickets über Wuppertal-live.de. Alle Informationen und Regeln sind auch weiterhin über die Webseite des Grünen Zoos unter www.zoo-wuppertal.de abrufbar. Der Grüne Zoo möchte mit dieser Regelung dazu beitragen, die Impf-quote weiter zu erhöhen und so die Pandemie zu überwinden und gleichzeitig schon jetzt vielen Men-schen wieder ein möglichst unbeschwertes Zooerlebnis ermöglichen.

Tierpark Nordhorn 27.09.2021
Gelungener Familientag im Tierpark Nordhorn
Verein „Grafschafter Blaulichter e.V.“ zog viel Publikum an Am vergangenen Samstag kamen 40 verschiedenste Oldtimer-Blaulichtfahrzeuge in den Nordhorner Tierpark und machten den normalen Zoobesuch dadurch zu einem besonderen Erlebnis. „Die Zoomitarbeiter- und besucher freuen sich gleichermaßen, dass endlich mal wieder was los ist im Familienzoo,“ freut sich Ina Deiting, die den Tag gemeinsam mit dem Verein Grafschafter Blaulichter e.V. organisiert hat. Mehr als 2.000 zufriedene Gäste fanden an dem Tag den Weg in den Familienzoo und wurden gleich am Eingang von einem Leiterwagen der Salzbergener Feuerwehr begrüßt. Bis zum sogenannten Dorfplatz an der „Dorfmetzgerei“ waren die verschiedensten Blaulichtfahrzeuge aus Niedersachsen, NRW und sogar aus den Niederlanden zu bewundern. In einige der Fahrzeuge konnten die kleinen und großen Zoobesucher hineinklettern und verschiedenste Dinge ausprobieren. Auf der Vechtewiese am Gasthaus „De MalleJan“ informierte der im vergangenen Jahr gegründete Verein über seine Arbeit, wie zum Beispiel über den Hilfseinsatz im Hochwassergebiet Ahrweiler vor wenigen Wochen. Abgerundet wurde der tolle Familientag im Zoo durch die Aktivitäten in der Historischen Schmiede. Hier wechselte an diesem Tag so manch ein geschmiedetes Hufeisen als Andenken den Besitzer. Die nächste Aktion im Zookalender ist der Fahrzeug-Oldtimertag am 17. Oktober, gemeinsam mit dem Treckerclub Nordhorn e.V.

Tiergarten Kleve 27.09.2021
Halloween im Tiergarten Der LEO Club Kleverland lädt am Sonntag, den 31.10.2021 zu Halloween zum tierischen Gruselkabinett in den Klever Tiergarten ein
Schaurig schön, bunt und gruselig. Für wen dies interessant, klingt ist die Gruselstunde im Tiergarten Kleve genau das Richtige! Der Leo Club Kleverland, eine Gruppe sozial engagierter Jugendlicher, lädt erneut am 31.10.2021 von 17:15 bis 20:30 Uhr zu der Veranstaltung Halloween im Tiergarten Kleve ein. Ob bei einer nächtlichen Runde mit einem der Tierpfleger durch den Park, bei dem sowohl die schlafenden als aber auch die nachtaktiven Tiere besucht werden können, oder aber bei einer der vielen Aktivitäten im vorderen Bereiches des Parks, hier kommen Jung und Alt auf Ihre Kosten. Der Leo Club Kleverland verwandelt den vorderen Bereich des Tiergartens in verschiedene schaurige Stationen. So wird es neben einer Bastelecke auch ein Lagerfeuer und einen leckeren Snack geben. Bei kühleren Temperaturen kann sich bei der Kinderdisco warm getanzt werden. Als Highlight des Abends wird auch ein Kostümwettbewerb stattfinden, bei dem ein toller Preis für das schaurig schönste und einfallsreichste Kostüm gewonnen werden kann. Auch das ein oder andere Gespenst ist im Park anzutreffen, somit ist gruseln garantiert. Die limitierten Karten sind nur im Vorverkauf für einen Preis von 15 Euro zu den regulären Öffnungszeiten an der Tiergartenkasse erhältlich. Darin enthalten sind der Eintritt in den Tiergarten, alle Aktivitäten und ein Halloween Snack. Der Kartenvorverkauf startet ab dem 01.10.2021. Die Bezahlung muss in bar erfolgen. Es können keine Karten reserviert oder zurückgelegt werden. Da der Park nachts sehr dunkel ist, wird darum gebeten Taschenlampen mitzubringen.

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