1. Zooreise: Tag 3 – Türme, Talsperren, Ruinen … und Zoos

Geplant waren Besuche im Tierpark Chemnitz und dem Natur- und Tierpark Waschleithe. Außerdem wollten wir uns die Talsperre Eibenstock, den Bismarckturm in Schneeberg und die Ruine Flossenbürg ansehen.
Das heutige Frühstück mussten wir sehr früh einnehmen, die Frühstückszeiten waren nur von 6.30 – 8.00 Uhr, danach war das Restaurant anderweitig belegt (vermutlich von den zahlreichen Polizisten, die sich wegen des 1. Februars bei uns im Hotel eingenistet hatten), auch wenn man die Möglichkeit hätte an der Bar zu frühstücken. Frühes Aufstehen stellt für uns allerdings kein Problem dar und anders als in Leipzig, als wir ebenfalls früh aufstehen mussten (sogar noch früher) mussten wir unsere Reisepläne nicht ändern.
Nach einem kurzen Aufenthalt im Zimmer fuhren wir weiter Richtung Chemnitz.
Nebenbei bemerkt: Solange wir keine Koffer hatten haben wir die 14 Stockwerke im Treppenhaus zurück gelegt. Hört sich schlimmer an als es im Endeffekt war, aber ich würde dort nicht wohnen wollen …

Erdmännchen (Tiergarten Chemnitz)

Der Zoo in Chemnitz erwies sich als kleine Enttäuschung. Natürlich waren wir schon öfter im Chemnitzer Tierpark und irgend ein Highlight gibt es immer zu sehen. Okay, wir sahen kleine Emus und ein kleines Känguru, aber das tröstete nicht darüber hinweg, dass alle Tierhäuser geschlossen waren, selbst das Tropenhaus. Vom Vivarium und den Affenhäusern kannte ich das ja schon, aber das Tropenhaus hätte man durchaus geöffnet lassen können. Andere Zoos in Sachsen haben ihre Tierhäuser offen.
Ohne Voranmeldung kommt man in den Tierpark auch nicht hinein, das kann man zwar auch direkt vor der Kasse mit Hilfe eines QR-Codes, aber manche Besucher sind dadurch wohl überfordert.
Nach Chemnitz fuhren wir in den Natur- und Wildpark Waschleithe, den wir zuletzt und zum ersten Mal 2014 besucht hatten. Auf dem Weg dorthin kamen wir auch durch Schneegebiete und auch auf dem Wildparkgelände gab es Schnee. Nicht wirklich viel, aber immerhin. Der Wildpark ist durch ein Drehkreuz betretbar, man muss sich mit der CoronaWarnapp anmelden und seinen G3-Nachweis parat halten … kontrolliert wurden wir aber nicht.

Bismarckturm Schneeberg

Das nächste Ziel war der Bismarckturm in Schneeberg. Auf dem Weg dorthin wurde auch der Schnee wieder weniger. Leider war der Turm verschlossen und die benachbarte Gaststätte ebenfalls zu. Manchmal sind die Informationen im Netz nicht immer aktuell. Der Turm ist nur am Wochenende und Feiertagen zu besichtigen, und das auch erst ab Mai (da bin ich mir aber nicht mehr so sicher, könnte auch März sein, aber irgendwie klingt Mai für mich wahrscheinlicher. Ich hätte mir die Öffnungszeiten aufschreiben sollen).
Nach Schneeberg ging es weiter zur Talsperre Eibenstock und wieder gab es etwas Schnee. Die Talsperre hatten wir bereits im Jahr 2018 besucht, allerdings sahen wir dort die Talsperre nur vom Aussichtspunkt beim Bikertreff. Diesmal machten wir uns auch auf dem Weg zur Talsperre, aber den Weg den ir wählten (weil uns die Beschilderung dort hin führte) war alles andere als barrierefrei, teilweise glatt und etwas steil. Es gibt bestimmt einen besseren Weg dorthin. Geschafft haben wir es trotzdem. Mit dem Auto kommt man aber nicht in die Nähe.

Das letzte Ziel auf dem Weg nach Hause war Flossenbürg, das vielleicht am Ehesten durch das dort befindliche Konzentrationslager bekannt ist. Vielleicht, ich hatte bis zur Planung dieser Reise noch nie von Flossenbürg gehört.
Ich wollte nach Flossenbürg wegen der Burg.
Die Burg Flossenbürg ist eine ehemalige hochmittelalterliche Adelsburg, die sich hoch über einem nackten Granitfelsen erhebt.
Die Burg wurde um 1100 durch Graf Berengar von Sulzbach gegründet und bestand anfänglich nur aus einem Wohnturm mit einer hohen Ringmauer, dem sogenannten „Hohen Mantel“. Im 13. Jahrhundert kam der vorgelagerte Bergfried dazu, die Toranlagen stammen aus dem 16. Jahrhundert.
Im Lauf der Jahrhunderte wechselte die Burg mehrmals die Besitzer. Die bekanntesten Eigentümer waren Kaiser Friedrich Barbarossa, die Herzöge von Bayern, die böhmischen Könige und die Leuchtenberger.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde 1634 die Burganlage durch die Soldaten des Bernhard von Sachsen-Weimar bei deren Abzug in Brand gesetzt. Fortan verlor die Burg zunehmend an Bedeutung und diente dem Umland als willkommene Quelle für Baumaterial. So verfiel die Burganlage im Lauf der Jahre.
Heute sind nur noch Ruinen der Burg erhalten. In den 1980er Jahren wurde damit begonnen, die Überreste systematisch zu konservieren. Bei den Restaurierungs- und Ausgrabungsarbeiten wurden Funde von wissenschaftlichem Interesse gemacht, z. B. ein Kellergewölbe und die Überreste eines Backofens.
Zum Schutz der umliegenden Buchenwälder mit Edellaubbäumen auf den Fels- und Blockböden wurde 1992 das 21,2 Hektar große Naturwaldreservat Schlosshänge ausgewiesen. Unterhalb der Burg wurden bis in die 1960er Jahre Steinbrüche betrieben, um den dort anstehenden Granit zu brechen.
Der Turm ist marode und Besuchern nicht zugänglich.

Tierpark Chemnitz
Natur- und Wildpark Waschleithe

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