TTT: 10 Bücher, die schon gefühlt ewig auf meiner Wunschliste schlummern


Haha … die Wunschliste … eine Liste, die wächst und wächst, vor allem an einem Donnerstag wie heute. Und während ich versuche meinen SuB abzubauen (mehr oder weniger erfolgreich) wächst die Wunschliste an und an.
Ich kann nicht genau sagen wie lange diverse Bücher sich dort schon befinden, deswegen gehe ich tatsächlich nach meinem Gefühl. Ich kann auch gar nicht sagen, wann ich angefangen habe meine Wunschliste schriftlich festzuhalten.
Et voilà. Ma liste d’envies:

Simon R. Green: Das Regenbogenschwert – Der Dämonenkrieg 1
Rupert ist der jüngste Spross eines bankrotten Königs. Um ihn nicht durchfüttern zu müssen schickt man ihn aus, einen Drachen zu töten, in der Hoffnung, er möge nie wieder zurückkehren. Doch dann kommt alles anders: Rupert und sein getreues Einhorn haben einige gefährliche Abenteuer im Dunkelwald zu bestehen, bevor sie sich dem schrecklichen Drachen stellen können. Als sie nach getaner Arbeit endlich ins Schloss zurückkehren, bringen sie zwar den Drachen mit, doch er ist alles andere als tot. Im Gegenteil: Er ist quicklebendig und zudem auch noch kooperativ. Prinz Harald ist alles andere als begeistert. Schnurstracks schickt er seinen kleinen Bruder wieder los, damit er sich einer neuen Gefahr stellen kann: Der finstere Wald droht, sich im ganzen Königreich auszubreiten. Mit gewohnt skurrilem Humor und elegantem Wortwitz zieht Simon R. Green den Leser in seinen Bann und macht aus eigentlich bekanntem Stoff etwas faszinierend Neues.

Helen MacDonald: Falke – Biographie eines Räubers
Falken sind die schnellsten Tiere der Erde. Sie sind von einer erregenden Schönheit und strahlen eine natürliche, gefährliche Erhabenheit aus. Helen Macdonald, Autorin des preisgekrönten Bestsellers H wie Habicht, erkundet in ihrem brillant geschriebenen Buch die ganze Welt dieser Räuber, die die Menschheit seit Tausenden von Jahren magisch angezogen haben.
In einer virtuosen Verbindung von Natur- und Kulturgeschichte schildert Helen Macdonald das Eigenleben der Falken ebenso wie unser Leben mit ihnen. Wie die Welt für einen Falken aussieht, wie der Vogel seine ehrfurchtgebietende Geschwindigkeit erreicht und seine Beute schlägt, stellt Macdonald so lebhaft und plastisch dar wie die Fantasien, welche die Menschen mit den Falken verknüpft, und den Nutzen, den sie aus ihnen gezogen haben. Falken wurden als Götter verehrt und zur Jagd abgerichtet, von Dichtern besungen und zur Spionage eingesetzt, sie dienten als erotische Symbole und für militärische Zwecke. Helen Macdonald führt einfühlsam und eindrucksvoll vor Augen, wie Falken dem Menschen seit Urzeiten als Gefährten gedient haben und trotzdem immer undurchdringlich fremde Wesen geblieben sind.

Harald Stümpke: Bau und Leben der Rhinogradentia
Unter den Säugetieren nimmt die Ordnung der Naslinge eine besondere Stellung ein, die sich daraus erklärt, daß diese überaus seltsam gebauten Tiere erst in allerjüngster Zeit auf der Südsee-Inselgruppe Hi-Iay (wieder-)entdeckt worden sind. Der Dichter CHRISTIAN MORGENSTERN scheint ein Exemplar in Händen gehabt zu haben, weil er knapp und klar schildert: Auf seinen Nasen schreitet einher das Nasobem, von seinem Kind begleitet. Es steht noch nicht im Brehm. Es steht noch nicht im Meyer. Und auch im Brockhaus nicht. Es trat aus meiner Leyer zum erstenmal ans Licht. Auf seinen Nasen schreitet (Wie schon gesagt) seitdem, von seinem Kind begleitet, einher das Nasobem.
(siehe auch hier)

Elizabeth Kostova: Der Historiker
Ein junges Mädchen findet in der Bibliothek ihres Vaters ein Konvolut mit vergilbten Briefen. Das Geheimnis um den Vater und das Schicksal der Mutter verbinden sich zu einem Drama, das weit in die Vergangenheit zurückreicht. Die Briefe fragen nach der Herkunft von Vlad dem Pfähler, dem Urbild der Dracula-Legende. Eine atemberaubende Suche in Klöstern, Bibliotheken und Archiven beginnt, bei der Grausamkeiten Draculas zutage treten, die sich bis heute fortsetzen …

Karl H. Cron: Wer tötete Dian Fossey?
In diesem Afrika-Roman vermischt der Author Fakten des ungeklärten Mordes an Dian Fossey mit einem anderen, fiktiven, Kriminalfall unter Bezug auf die leidvolle Geschichte Ruandas und des Kongos. Am Ende der Jagd nach einem Mörder erscheint auch der mysterieuse Mord an der Gorillaforscherin in einem neuen Licht. 20 Jahre nach dem Mord an Dian Fossey wird in Ruanda am Ufer des Kivu Sees eine grausam zugerichtete männliche Leiche gefunden. Chief Inspector Jean Bosco Kabeera und sein Team, darunter die Austauschkriminalistin des BKA, Ariane Manstein, stehen unter starkem Druck den Mord aufzuklären. Zunächst liegt es nahe, dass es sich um ein Verbrechen im Zusammenhang mit dem Handel seltener Erden handelt, der im Grenzbereich Goma/Gisenyi lebhaft betrieben wird. Auch ein Ritualmord scheint nicht ausgeschlossen. Der Tote hatte eine Holzmaske auf dem Gesicht. Während der Ermittlungen werden aber merkwürdige Parallelen zum Mord an der 1985 ermordeten Dian Fossey ersichtlich, mit denen aber der aktuelle Fall schwer in Verbindung zu bringen ist. Die Ermittlungen führen schließlich in den Osten des Kongo, wo die Ermittler selbst in höchste Gefahr geraten. Mit Hilfe des Standortkommandanten von Goma, Joseph Likongo, ermitteln sie weiter bis Kabeera und sein Team dem Haupttäter, der letzlich sowohl für den Mord an Dian Fossey, als auch für weitere Verbrechen im Osten des Kongo verantwortlich war, auf die Spur kommen. Bosco Kabeera muss den Generalstaatsanwalt davon überzeugen die Akte der Dian Fossey zu öffnen, da nur ihre, bis dahin als geheim eingestuften, Notizen, den letzten Beweis liefern.

Arthur Koestler: Der Krötenküsser
Dem Wiener Biologen Paul Kammerer (1880 1926) brachten seine Experimente mit blinden Grottenolmen und Geburtshelferkröten in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts beträchtlichen Ruhm ein. Sein anfänglicher Erfolg wurde allerdings bald zum wissenschaftlichen Skandal. 1971, lang nach dem Tod des „Krötenküssers“, recherchierte Arthur Koestler den Fall Kammerer neu. In der Bibliothek der Erinnerung wird der seit über 30 Jahren vergriffene Titel erstmals wieder aufgelegt.
Als größte biologische Entdeckung des Jahrhunderts wurden die Forschungsergebnisse Kammerers in den 1920er Jahren gefeiert. Dem Wiener Biologen schien es mit seinen aufsehenerregenden Tierexperimenten gelungen zu sein, eine ungeklärte Frage der Evolution zu beantworten: Wird die Veränderung der Arten durch Vererbung erworbener Eigenschaften bewirkt oder durch Zufallsmutationen und Auslese? Kammerer war von Ersterem überzeugt und demonstrierte seine Behauptung am Beispiel der Geburtshelferkröte. Mit diesem Experiment geriet Kammerer zwischen die Fronten eines mit ungewöhnlicher Härte ausgetragenen Expertenstreits. 1926 wurde Kammerer erschossen aufgefunden. Beging er Selbstmord, weil ein amerikanischer Forscher behauptet hatte, Kammerer habe seine Ergebnisse verfälscht? Detailliert und mit kriminalistischem Spürsinn beschreibt Arthur Koestler in Der Krötenküsser die Auseinandersetzungen rund um den Fall Kammerer.

Luc Semal: Bestiarium – Zeugnisse ausgestorbener Tierarten
Mammut, Dodo, Höhlenbär und Beutelwolf waren einst weit verbreitet und regen heute nur noch als Fabeltiere unsere Fantasie an. Über Jahrtausende haben Menschen Tiere bis zur Ausrottung gejagt, ihre Habitate zerstört und empfindliche Ökosysteme erheblich beeinträchtigt. Warum ist ein so großes Raubtier wie der Java-Tiger ausgestorben? Was geschah mit dem Lachkauz? Und wie konnten Nilbarsche im Victoriasee ein ökologisches Desaster auslösen? Das «Bestiarium» gibt Antworten auf diese und viele weitere Fragen. Im Zentrum dieses reich bebilderten Werkes steht das Schicksal von 69 Tierarten, die in den letzten 50 000 Jahren wegen uns Menschen verschwunden sind. Die Fotografien zeigen, was von ihnen noch übrig geblieben ist, und ihre Geschichten erzählen von den großen Wellen des Artensterbens in der Vergangenheit und machen Hoffnung, dass es vielleicht noch nicht zu spät ist, um dem nächsten großen Artensterben Einhalt zu gebieten.

Jaques Futrelle:Der überflüssige Finger und andere große Fälle der Denkmaschine.
Ein in den Hafen einfahrendes Rennboot mit einer Leiche als Steuermann, gekleidet wie ein französischer Admiral:
Welches Verbrechen verbirgt sich dahinter?
Warum wird ein Schauspieler mit Hilfe von vergifteten Zigarren gekidnappt und gezwungen, eine Sterbe-Szene zu spielen?
Warum zwingt eine junge Lady einen Chirurgen zur Amputation eines vollkommen gesunden Fingers ihrer zarten Hand?
Professor Augustus S.F.X. van Dusen, genannt »die Denkmaschine«, ist in diesen dreizehn spannenden Detektivgeschichten in Top-Form und fast allen Rätseln gewachsen. Der brillante, aber reizbare Wissenschaftler, mit seiner Vorliebe zu unerbittlicher Logik, tritt mysteriösen Situationen mit Köpfchen entgegen und benutzt seine scharfe Logik, um auf elegante Weise diese Kriminalfälle aufzuklären.
Aber nicht immer hat er das letzte Wort.

Diane Ackerman: Die Frau des Zoodirektors
Eine wahre Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg
Während der Zweite Weltkrieg tobt, wird der Warschauer Zoo Schauplatz einer dramatischen Rettungsaktion, die über 300 Juden vor dem sicheren Tod bewahrt. Als Jan und Antonina Żabiński, der Zoodirektor und seine Frau, mitansehen, wie die Nazis in Polen einmarschieren, ist ihr Entsetzen groß. Die jüdische Bevölkerung wird im Warschauer Ghetto zusammengepfercht. Zeitgleich beginnen die Nazis den Zoo für ihre Zwecke zu nutzen, um ausgestorbene Tierarten rückzuzüchten. Als die Nazis den brachliegenden Zoo verlassen, nutzen die Żabińskis die Situation und schmuggeln Juden aus dem Warschauer Ghetto auf das Zoogelände, wo sie die Todgeweihten in den leeren Tierkäfigen verstecken. Sie retten ihnen damit das Leben.

Howard L. Anderson: Albert – Ein glorreiches Schnabeltier
Albert ist ein Schnabeltier und auf der Suche nach dem legendären Alten Australien, wo Tiere wie er eine Heimat haben. Auf seiner Reise begegnet er u. a. : einem pyromanen Wombat, einem kleinkriminellen Waschbären, Bandicoots, Kängurus, Dingos und sogar einem echten Tasmanischen Teufel. Die einen werden zu Weggefährten, die anderen wollen ihn lieber am nächsten Baum aufknüpfen. Die Wüste ist ein rauer Ort, aber zwischen Kneipenschlägereien, Verfolgungsjagden und brennenden Dörfern lernt Albert viel über Zugehörigkeit, Loyalität und Mut. Und findet dabei Freunde fürs Leben.

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10 Antworten zu TTT: 10 Bücher, die schon gefühlt ewig auf meiner Wunschliste schlummern

  1. Hallo und guten Morgen Martin,

    interessante Liste! Ich kenne „Die Frau des Zoodirektors“, hat mir gut gefallen. Die anderen Bücher aus Deiner Auswahl kenne ich nicht und es ist auch keines dabei, das auf meine Wunschliste möchte 😉 aber die existiert eh nur in meinem Kopf und ist daher äußerst lückenhaft.

    Viele Grüße
    Kerstin

  2. Petra Berger sagt:

    Guten Morgen,
    vor Deiner Auswahl hatte ich richtig Angst aber zum Glück spricht mich nur ein Buch an und ist gleich auf die Liste gewandert. Der Historiker klingt sehr interessant. Ich habe eine Suchliste bei Tauschticket, da trage ich meine TTT Funde immer irekt ein, sonst vergesse ich die schnell wieder. Es gibt Bücher, die suche ich seit Jahren, manche sind garnicht mehr erhältlich aber irgendwie findet sich immer etwas. LG Petra

    • Martin sagt:

      Hihi
      TTT des Todes. Ich sehe das inzwischen entspannter. Ich finde deinen Blog interessant weil man da doch eher unbekannte Bücher findet und manchmal landet auch eines davon auf meiner Wunschliste.
      Ich nutze Medimops für meine Wunschliste und die Bücher, die ich dort nicht finde kommen auf ein eigenes File. Das ist aber übersichtlich.
      LG
      M

  3. Monika Grasl sagt:

    Hallo Martin,
    bisher bin ich bei deiner Liste immer über ein Buch gestolpert, was mich anspricht. Heute auch: Bestarium, das klinnt toll. Das schreib ich mir gleich mal auf 🙂

    Mein TTT heute: https://hoellenfuerstin.wixsite.com/blog/post/top-ten-thursday-34

    LG, Moni

  4. Aleshanee sagt:

    Schönen guten Morgen!

    Du hast ja mal wieder ganz außergewöhnliche Bücher auf deiner Liste 😀
    Ich finds ja immer wieder toll, wie viel du über Tiere liest. Ich bin ja eher der Natur-Doku-Schauer ^^

    Interessant für mich heute ist „Wer tötete Dian Fossey“. Ich schau es mir mal näher an – man muss ja dieses Mal wirklich vorsichtig sein, damit die Wunschliste jetzt nicht noch aus allen Nähten platzt *lach*

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • Martin sagt:

      Hallo Aleshanee,
      das hier ist ein Tierblog, und Tiere interessieren mich, also kein Wunder wenn in meinem Lesestoff auch viele Tiere vorkommen.
      Mir ist eigentlich egal wie lange meine Wunschliste ist, sie nimmt ja keinen Platz ein und ist nicht so nervig wie ein SuB (wobei es wohl die Einzahl von SuB gar nicht gibt)
      LG
      M

  5. KiraNear sagt:

    Hallo^^

    Bei dir sind auch viele interessante Bücher auf der Liste drauf 🙂
    Leider kann ich sie mir nicht aufschreiben, dazu ist meine Liste zu lang und ich will erstmal das lesen, was da bereits draufsteht. Wobei das Buch mit dem dem Einhorn drauf schon cool klingt …

    Lg,
    Kira

  6. Nicole sagt:

    Hallo Martin,

    „Bestiarium – Zeugnisse ausgestorbener Tierarten“ und „Wer tötete Dian Fossey?“ klingen beide gut.

    Wann ich mit meiner Wunschliste angefangen habe, könnte ich gar nicht sagen. Ich schiebe alles auf meinen Merklisten in diversen Online-Shops. Gepaart mit meiner WL auf LovelyBooks ergibt sich dann die Gesamtliste. 😀 Die ist recht lebendig und die Wünsche werden immer wieder ausgemustert.

    Liebe Grüße,
    Nicole
    Zeit für neue Genres

  7. Andrea sagt:

    Huhu Martin 🙂

    Eine WuLi hab ich eigentlich nicht so richtig, ich merke mir eher nur die Fortsetzungen vor. Da ich aber viel aus der Bibliothek ausleihe, hab ich da natürlich eine lange Liste mit Büchern, die ich irgendwann gerne mal lesen will^^

    Von deinen Büchern kenne ich bisher absolut gar keins, nicht mal die Autoren sind mir ein Begriff. Die Bücher wären aber auch alle nichts für mich.

    Viele Grüße
    Andrea

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