Tierwelt Herberstein

Eingang (Tierwelt Herberstein)

Eingang (Tierwelt Herberstein)

Die Haltung von wilden Tieren hat in Herberstein eine lange Tradition und kann bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgt werden, als erstmals in Österreich Damhirsche gehalten wurden. Gegen Ende der 1960er wurde Herberstein in einen Tierpark umgewandelt, in dem den Besuchern Eindrücke von Tieren aller fünf Kontinente vermittelt werden. Zu dieser Zeit wurde erstmals auch das Schloss selbst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mit der Causa Herberstein im Zusammenhang mit der missbräuchliche Verwendung von Landesförderungen an den Tierpark Herberstein steht dieser seit 2006 unter der Verwaltung der Steirischen Landestiergarten GmbH.

Die ältesten Bauteile des Schlosses Herberstein stammen vom Ende des 13. Jahrhunderts. Die nach Herwig von Krottendorf Herwigstein genannte kleine Burg stand unter dem Lehen der Stubenberger. Otto von Hartberg konnte das Lehen gegen Bezahlung in Freies Eigen (Allod) umwandeln und gilt seither als Ahnherr der Herberstein.
Um 1400 wurde die Burg durch eine mächtige Vorburg erweitert, die die schon früher errichtete, gotische Katharinenkapelle miteinschloss. Die Vorburg erfuhr im 15. Jahrhundert mehrere Erweiterungen. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die Burg in einen Wohnbau mit Renaissance-Elementen umgestaltet und erweitert, um den zahlreichen Nachkommen Platz zu bieten. Im 17. Jahrhundert wurde der prunkvolle Rittersaal errichtet, der tiefe Burggraben wurde überbaut. Mitte des 17. Jahrhunderts entstand nach italienischem Vorbild der Florentinerhof und bis zum Ende des Jahrhunderts wurden Georgskapelle, Gärtnerhaus und Meierhof fertiggestellt.
Im 17. und 18. Jahrhundert gehörte rund ein Fünftel der Steiermark zur Grundherrschaft der Grafen Herberstein, rund 1000 Bauernhöfe waren dem Schloss zinspflichtig. Das Schloss ist auch heute noch im Besitz der Familie Herberstein und dient als Wohn- und Verwaltungssitz. Ein Teil der Anlage kann in Führungen besichtigt werden.
Neben der Tierwelt befindet sich auch das Gironcolimuseum auf dem Schlossgelände.

Die teilweise sehr hügelige Tierwelt zeigt Tiere aus allen Kontinenten, wobei Fische und Amphibien fehlen und auch Reptilien nur in geringer Zahl gezeigt werden.
Der Eingangsbereich bietet neben einer Hundewaschstraße und Gastronomie auch einen Streichelzoo mit verschiedenen Haustieren.
Die Anlagen der Tiere sind großzügig und bieten den Besuchern viele verschiedene Einsichten, den Tieren aber auch zahlreiche Rückzugsmöglichkeiten.
Die Voliere mit afrikanischen Vögeln ist begehbar, Listzäffchen können sich frei im Gelände bewegen.
In Herberstein wurde bereits in den 1970er Jahren der erste Beutesimulator der Welt für Geparde in Betrieb genommen.

Die Tierwelt bietet ein schönes Ausflugsziel bei schönem Wetter. Begehbare Tierhäuser gibt es nicht. Zooeingang und Schloss sind mit einer Bimmelbahn verbunden (die Fahrt ist jedoch nicht im Eintrittspreis enthalten)

Mehr über die Tierwelt gibt es hier und hier (Zootierliste).
Informationen zum Schloss gibt es hier.

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