Stefan Cernohuby/Henry Bienek (Hrsg): Wundersame Haustiere und wie man sie überlebt (Rezension)

Fantastisch, merkwürdig und nicht ganz ungefährlich ist das Leben mit einem wundersamen Haustier. In 16 Geschichten erzählen uns die Geschichtenweber von den Haustieren unserer Träume und Albträume, ihren Besitzern und deren Leben miteinander. Chaos ist vorprogrammiert – da macht es keinen Unterschied, ob sie auf unserer Welt in unserer Zeit gehalten werden oder in einer anderen Galaxie, Jahrhunderte in der Zukunft. In einer kleinen Taschendimension findet der, der einen Eingang entdeckt, ein Areal mit einer riesigen Auswahl an Tieren. Der feurige Salamander in seinem sandig-steinigen Gehege gehört zu den kleineren Bewohnern dieser Tierhandlung. Mit seinen großen Augen sieht er so freundlich und niedlich aus. Doch ist er der richtige tierische Begleiter für den Farmer mit strohgedecktem Haus? Vielleicht eignet sich einer der unscheinbaren Sittiche mit seltsamen Kräften oder der verschmuste Höllenhund mit Beschützerinstinkt besser?
Wundersame Haustiere und wie man sie überlebt ist eine größtenteils unterhaltsame Anthologie, in der (meistens) sehr ungewöhnliche Tiere (entsprungen aus der Fantasie ihrer Erschaffer) eine Rolle spielen. Es scheinen unbekannte Wesen zu sein oder Kreaturen mit vermutlich bekannter Art (Hamster, Fische …)
Unterschiedliche Autoren (von denen mir neben Stefan Cernohuby nur noch Gerd Scherm bekannt sind, was aber nicht viel zu sagen hat, Kurzgeschichtenautoren gibt es viele und manche gehen in der Masse unter … auch wenn vielleicht ihre Geschichten im Gedächtnis bleiben).
Meine Highlights:
Damaris McColgan – Kuschel (klingt kuscheliger als es ist und erinnert ein bisschen an Gremlins und Tribbles)
Yann Krehl – Fischfutter (für Freunde und Gegner der Aquaristik … Fische müssen nicht immer langweilig sein und manchmal kann das Hobby auch sehr zeitaufwendig sein)
Klaus Lichtenegger – MächTiger Ärger (natürlich gibt es auch die obligatorische Katzengeschichte, doch Vorsicht … Katze ist nicht gleich Katze)
Im Großen und Ganzen haben mich die Geschichten überzeugt, schlecht fand ich keine, nur manche sind besser als andere (und natürlich werden auch unterschiedliche Geschmäcker bedient)

Auf die Rahmenhandlung hätte ich verzichten können (0bwohl das Ende ganz nett war)

Tier- und Phantastikfreunde (es ist nicht nur Fantasy in dieser Anthologie vertreten) werden ihre Freude haben.

(Rezensionsexemplar)

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