Siiri Saunders: Filins Reise – Der böse Blick (Rezension)


Filin hat getötet – schon wieder! Der Feenelf flieht aus dem Königshaus, das niemals seine Heimat wurde. Auf seiner Reise in die Einsamkeit trifft er auf einen Marienkäfer und ein Menschenmädchen – die beide nicht in seiner Welt sein dürften! Anstatt sie und den auffälligen Käfer sofort zu verlassen, verirrt er sich in einem Labyrinth aus Lügen, Mitgefühl, Betrug und gefährlicher Liebe! Seine Welt zwingt ihn bald zur Wahl: Liebt er eine Ausgestoßene, deren Anwesenheit das Ende der Elementewelt bedeutet? Oder akzeptiert der Thronfolger den Untergang der Elementewelt? Der Auftakt zu einem Fantasy-Dreiteiler für Jugendliche und junge Erwachsene. Eine Reise in eine Welt, in der der Mond rosa scheint und die Welten eng miteinander verknüpft sind. Zu eng.
Ein Elf, ein Mensch und ein (übergroßer) Marienkäfer, das klingt nach spaßiger Fantasy. Das ist es aber nicht, tatsächlich ist Filins Reise – Der böse Blick ein sehr ernsthaftes Buch.
Und ein sehr Ungewöhnliches (abgesehen von Mick, dem Marienkäfer, gibt es noch einige andere merkwürdigere Kreaturen mit besonderen Fähigkeiten).
Haupt- und wichtige Nebencharaktere sind gut charakterisiert, ebenso wie die Welt und ihre Zusammenhänge. Siiri verbringt viel Zeit mit der Erklärung ihrer Welt, ohne zu langweilen. Aber es ist gut, die Welt kennen zu lernen, denn dadurch wird der Verfall greifbarer.
Der Böse Blick ist ein spannender Auftakt zu einer neuen Reihe, deren überraschendes Ende Lust auf mehr macht.
Kleinere Rechtschreibfehler stören den Lesefluss nicht sehr stark, allerdings hat mich die „Liebesgeschichte“ am Anfang etwas irritiert und auch etwas genervt, da es nur ein hin und her ohne wirkliche Fortschritte gab. Das war nicht spannend, wenig interessant und nicht ganz nachvollziehbar. Da wäre weniger mehr gewesen. Immerhin gerät dieser Teil der Geschichte irgendwann in den Hintergrund.
Ich bin auf die Fortsetzung gespannt, denn das Buch endet mit einem Cliffhanger, aber das kann man schon fast erwarten.
Freunde von Elfenfantasy (und damit sind wohl Elfen in allen möglichen Schattierungen gemeint) und Narnia werden auf ihre Kosten kommen.

(Rezensionsexemplar)

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