Rick Riordan: Tochter der Tiefe (Hörbuch) (Rezension)

Mit Rick Riordan 20.000 Meilen unter dem Meer.
Als die Meeres-Akademie hinter Ana in die Luft fliegt, kann sie es nicht fassen. Welcher unbekannte Feind hat es da auf sie abgesehen? Mit ihren Freunden flieht sie aufs Meer, doch auch hier sind sie nicht sicher. Ein Geheimnis nach dem anderen kommt ans Licht: Ana ist die letzte Erbin von Kapitän Nemo und deshalb die Einzige, die das legendäre U-Boot Nautilus wieder flott machen kann. Als sie das Boot finden, stellt sich heraus, dass Ana über Musik sogar mit der Nautilus kommunizieren kann, denn diese ist von künstlicher Intelligenz beseelt. Doch ihre Gegner haben sie bereits aufgespürt…

Bisher habe ich noch nicht viel von Rick Riordan gelesen, aber ich denke mir immer wieder: ich sollte mehr von ihm lesen, zumal mir der erste Band von Percy Jackson sehr gut gefallen hat (ebenso wie die Verfilmungen …). TOCHTER DER TIEFE war nun die Gelegenheit eines der neuen Bücher von Riordan zu lesen, bzw. zu hören.
Die Erwartungen waren hoch, die Enttäuschung groß, denn TOCHTER DER TIEFE ist nett, aber nicht mehr. Kein wirkliches Highlight, vorhersehbar und minder spannend. Passend dazu Sprecherin Toini Ruhnke, die ganz ok ist, aber ganz überzeugt hat sie mich nicht.
Jules Vernes Abenteuer des Kapitän Nemo fortzusetzen und in die jetzige Zeit zu versetzen sagt mir sehr zu und auch die Protagonisten sind liebevoll beschrieben. Zumindest in dieser Hinsicht gibt es einige kleine Überraschungen. Wie Jules Verne damals wirft auch Rick Riordan einen Blick in unsere Zukunft, aber natürlich gelingt ihm das weniger gut (da erst später sich beweisen lässt, inwieweit seine Aussagen zutreffen). Die Nautilus gehört auch zu den gut dargestellten Protagonisten, wenn ich mir erlauben darf das zu sagen, denn sie ist hier mehr als nur ein Schiff (aber Riordan geht nicht so weit, ein lebendiges Schiff daraus zu machen, jedenfalls bleibt er innerhalb mehr oder weniger realistischer Grenzen).
An sich wäre das Potential für eine interessante Geschichte vorhanden und soweit ich das bei Percy Jackson in Erinnerung habe (leider ist das bisher das einzige andere Buch des Autors, welches mir bekannt ist), kann Riordan auch spannende unterhaltsame Geschichten schreiben, aber das fehlte bei TOCHTER DER TIEFE etwas. Ganz nett, aber nicht überragend, das kann man sagen (und gleiches gilt für die Sprecherin).
Aber weil ich Jules Verne mag (und weil ich manchmal Autoren/Büchern/Reihen eine zweite Chance gebe und ich auch weiß, dass jeder Autor mal ein weniger gutes Buch schreibt) und die Anspielungen auf seine Romane (20 000 Meilen unter dem Meer und Die geheimnisvolle Insel) unterhaltsam sind (und zum unterhaltsamsten Teil des Buchs gehören) werde ich mir auch eventuelle Fortsetzungen anhören (oder vielleicht lesen, so ganz passend scheint mir Toini Ruhnke nicht, auch wenn ich nicht mit Sicherheit sagen kann woran das liegt, vielleicht schafft sie es einfach nicht die Charaktere lebendig genug zu erschaffen)

(Rezensionsexemplar)

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