Olaf Müller: Eifelgrau – Jagd der Wölfe (Rezension)

In die raue Landschaft der Nordeifel kehren die Wölfe zurück – und mit ihnen die Gefahr. Ein toter Wilderer gibt den Aachener Kommissaren Fett und Conti Rätsel auf: Wurde er von einem Wolf gerissen oder zuerst ermordet? Währenddessen wächst die Zahl der aggressiven Wolfsangriffe rasant und versetzt die Region in Angst und Schrecken. Touristen bleiben aus und die Bauern verzweifeln. Woher kommen die Wölfe plötzlich? Aus den Vogesen? Dort brannte kürzlich ein Labor für Tierversuche. Als sich der französische Inlandsgeheimdienst meldet, erkennen die Kommissare die enorme Gefahr für die Eifel.

Um Schattenwölfe geht es nicht … oder doch? Also egal was Colossal Biosciences versucht … ob das wirklich Vertreter von Canis dirus sind, sei dahingestellt. Aber darum geht es hier zur Abwechslung nicht. Es geht auch nicht um Fantasy (oder doch?)
Mit Sicherheit kann man sagen, dass EIFELGRAU – Jagd der Wölfe der 10 Teil einer Eifelkrimiserie ist. Und es geht um Wölfe (normale Wölfe?). Wolfskrimis sind ja sehr beliebt, vor allem seit sie gehäuft in Deutschland auftauchen und dort nicht immer für Freude sorgen. Zumindest in den Krimis kommen sie meist gut weg, denn … die Täter sind meist die Menschen, von Wölfen gerissene Menschen …. Fehlanzeige. und das ist auch gut so, helfen doch Bücher dieser Art auch die Angst vor den Wölfen zu nehmen (und wenn es sich um gute Krimis handelt, dann bekommt man alle Seiten der Wolfsanwesenheit zu spüren).
Nun, wie gesagt, EIFELGRAU ist Band 10 einer Serie, und der erste, den ich gelesen habe. Es wird wohl auch der letzte sein (dazu später mehr), aber ich habe nicht den Eindruck, dass man die ersten neun Bände kennen muss. Besonders häufig tauchen die Kommissare nicht auf, sie wirken eher als Beiwerk. Das mag von Vorteil oder von Nachteil sein, aber so wirklich wichtig waren sie nicht. Zumindest erweckte das den Anschein. Da waren andere Personen wichtiger, wie „Metzgereifachverkäuferin Connie Hornbusch und Kundin Iris Hüpgen aus Morsbach, ein Satz und sie waren wieder unwichtig (okay, waren sie vorher schon) und für die Story waren sie auch unwichtig. Wie so viele andere auch. Befremdlich auch, wenn man an den Gedanken der Tiere teilnehmen darf/muss. In einem Tierkrimi erwarte ich das, in einem Krimis, mit menschlichen Protagonisten und realistischer Handlung (Superwölfe aus dem Labor mal beiseite gestellt) ist das befremdlich und hilft der Handlung auch nicht weiter. Die Handlung hatte Potential, vor allem, weil noch so viel mehr mit spielt (Geheimdienst, Russland …) aber man kocht auf Sparflamme und so zündet der Funke nicht. All die interessanten Handlungsstränge, die man erwarten könnte, dümpeln nur so vor sich hin, Spannend wird es leider nie und der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und hat mich nicht erreicht. Da kam mir vieles einfach zu flapsig rüber, vieles wurde in kurzen Nebensätzen abgehandelt und viele Nebensächlichkeiten erwähnt, die weder zur Atmosphäre des Romans, noch zur Handlung beigetragen haben.
Olaf Müller muss seine Fans haben, aber ich werde das wohl nicht. Denn das einzig positive was ich zum Buch sagen kann ist, dass die Eifel hervorragend in Szene gesetzt wird und man Lust hat dort Urlaub zu machen … als Krimi konnte mich EIFELGRAU nicht überzeugen, dazu war er zu oberflächlich.
Da gibt es bessere Eifelkrimis und bessere Wolfskrimis.

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(Rezensionsexemplar)

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