Mustafa Haikal: Der Gesang des Orang-Utans (Rezension)

Das dumpfe Dröhnen der Elefanten, das Brüllen der Löwen, das Kreischen der Vögel – der Dresdner Zoo ist erfüllt vom „Stimmengewirr“ seiner tierischen Bewohner. Weil die 150-jährige Geschichte auf besondere Weise mit der traditionellen Affenzucht verbunden ist, erscheint zum Zoojubiläum nun eine einzigartige Chronik mit dem Titel „Der Gesang des Orang-Utans“.
Über den Berliner Zoo habe ich schon so einiges gelesen. Es scheint Unmengen an Büchern darüber zu geben. Nicht weniger wurde über den Tierpark geschrieben. Bei anderen Zoos hat man das Nachsehen, Zumindest sieht es so aus und mir ist bisher tatsächlich nicht so viel Wissenswertes über die anderen Zoos (deren Geschichte nicht weniger interessant als die der Berliner Einrichtungen sein dürfte) gefunden.

Der Gesang des Orang-Utans erschien 2011 zum 150. Jubiläum des Dresdner Zoos und zeigt die nicht weniger interessante Geschichte des sächsischen Zoos.
Als Überblick ist das Buch gut geeignet und vor allem Dresdner dürften viel Interessantes und Bekanntes (oder weniger Bekanntes) über ihren Zoo erfahren.
Besonders Gustav Brandes (Direktor des Zoos von 1910 – 1934) wird hervorgehoben.
Ich habe allerdings bei der Lektüre festgestellt, dass die Abschnitte die mich (seit Neuestem, wie ich zugeben muss) am Meisten interessieren (der Zoo während der Weltkriege und der DDR) für meinen Geschmack zu kurz kommen.
Aber … noch habe ich mich nicht durch die zahlreichen Literaturhinweise gearbeitet, vermutlich werde ich dort fündig.

Der Gesang des Orang-Utans ist (trotz meiner etwas vernachlässigten Vorlieben) ein Buch, das für jeden Zooliebhaber (ob aus Dresden oder nicht) interessant ist.
Mustafa Haikals Texte werden anschaulich mit Bildern aus der Geschichte untermalt und man findet darunter auch einige menschliche und tierische Persönlichkeiten, die weit über den Dresdner Zoo bekannt wurden.

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