Martina Richter: Mopsball (Rezension)


Es könnte alles so schön sein im beschaulichen Knieslingen. Kommissar Waterson bereitet mit seiner Braut seine Hochzeit vor und auch Holmes‘ Frauchen Marlene möchte Ja sagen. Mitten in den Vorbereitungen und im größten Trubel findet Mops Holmes auf dem Fußballplatz neben der Festhalle eine Leiche. Der Schiedsrichter aus dem ungeliebten Nachbardorf Gutthau baumelt erhängt am Fußballtor. Es scheint Selbstmord zu sein, doch Holmes nimmt dennoch die Ermittlungen auf. Und seine Spürnase täuscht den Mopsdetektiv nicht. Er kommt einem Skandal im Dorfkicker-Milieu auf die Schliche…
Mopsball ist bereits der siebte Fall des Ermittlerteams Waterson und Holmes und der dritte den ich gelesen habe (nach Mopssturm und Mopshöhle).
Und im großen und Ganzen kann ich nur wiederholen, was ich bereits bei den anderen mir bekannten Teilen der Serie geschrieben habe:
Ein Krimi zum Schmunzeln (und Lachen), schnell zu lesen und sehr unterhaltsam. Wer Tierkrimis (und Möpse) mag ist hier gut bedient.
Der direkte Vorgänger (Mopshöhle) hat etwas lange gebraucht, bis er in Fahrt geraten ist, und ich hatte schon die Befürchtung, dass die Luft aus den Geschichten heraus gewichen ist. Aber ich habe mich getäuscht. Mopshöhle ist nicht schlecht, immerhin gute Mopskrimiunterhaltung, aber im Vergleich zu Mopssturm und Mopsball der schwächere Band. Aber hier soll es um Mopsball gehen.
Und in Mopsball geht es schnell zur Sache. Fußball ist das Thema und die Gemüter heizen sich schnell auf. Einer der ermittelnden Beamten könnte betroffen sein und Waterson hat noch andere „Probleme“ zu bewältigen. Lange tippen Menschen und Möpse (und Katzen) im Dunklen, aber irgendwann kommt (natürlich) Licht ins Dunkel.
Man glaubt gar nicht, was so alles in diesem kleinen Kaff passiert und was in der kleinen Fußballmannschaft alles im Argen liegt. Vielleicht mag es übertrieben sein, einer unbedeutenden Mannschaft gleich mehrere Skandale anzudichten (die angeblichen Selbstmorde sind nur die Spitze des Eisbergs), aber auch derjenige, der wenig am Sport interessiert ist, wird gut unterhalten.
Über manche Dinge muss man hinwegsehen, aber da es sich um einen Mopskrimi handelt, fällt das nicht schwer.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht…
Denn Knieslingen und seine Möpse haben sicher noch einiges zu bieten…

(Rezensionsexemplar)

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