Zoo Heidelberg 06.03.2026
Traumberuf Zootierpfleger
Arbeitsalltag zwischen Tigern, Bären und Robben im Zoo Heidelberg Wie sieht der Alltag eines Tierpflegers im Zoo Heidelberg eigentlich wirklich aus? Manuel Stumpf ist stellvertretender Revierleiter im Raubtierrevier und berichtet von seinem Arbeitsalltag zwischen Robbentraining, Raubtierfütterung und Scheibenputzen. Morgens, 7:30 Uhr, Arbeitsbeginn für Manuel Stumpf. Der stellvertretende Revierleiter im Raubtierrevier startet den Tag mit der Tierkontrolle. „Wir schauen uns jedes Tier ganz genau an: Frisst es normal? Bewegt es sich wie gewohnt? Gibt es Verletzungen oder Veränderungen? Anschließend besprechen wir uns mit den Kuratoren.“, erklärt er. An diesem Morgen bleibt es ruhig – keine Auffälligkeiten bei Löwen, Tigern und den anderen Tieren des Reviers. Stumpf ist Tierpfleger aus Leidenschaft. „Schon als Kind wusste ich, dass ich mit Tieren arbeiten möchte – am liebsten draußen!“ 2011 hat Stumpf die Ausbildung zum Tierpfleger in Worms abgeschlossen, seit 2013 arbeitet er im Zoo Heidelberg. Nach der morgendlichen Kontrolle steht die Reinigung der Anlagen und Gehege an – ein wichtiger Bestandteil des Tierpfleger-Alltags. Auch die Scheiben müssen gesäubert werden: „Wir sind das Revier mit den meisten Glasscheiben“, erklärt Stumpf schmunzelnd. Am Nachmittag steht die Fütterung der Löwen an, anschließend kümmern sich die Tierpfleger um die Gestaltung der Gehege. Abwechslungsreiche Beschäftigungsmöglichkeiten spielen für das Wohlbefinden der Tiere eine zentrale Rolle. So wird das Futter beispielsweise für viele Tiere in Bällen, Felsspalten und Kisten versteckt. Bodengrund und „Einrichtung“ werden regelmäßig verändert, um neue Reize zu schaffen. Auch die Syrischen Braunbären, die zu Stumpfs Lieblingen im Zoo Heidelberg zählen, profitieren davon. „Sie lieben es, Honig aus den Futtertonnen zu schlecken.“ Neben den Bären gibt es noch eine weitere Tierart, die es Manuel Stumpf in seinem Revier besonders angetan hat: die Mähnenrobben. „Durch das medizinische Training bauen wir eine ganz besondere Verbindung zu den Tieren auf. Wir arbeiten ausschließlich mit positiver Verstärkung und achten darauf, dass die Tiere gerne und mit Freude mitarbeiten. Gerade bei den Robben ist das Training sehr wichtig, so können medizinische Untersuchungen durch unsere Zoo-Tierärztin stressfrei durchgeführt werden.“, erklärt Stumpf. Besucher des Zoo Heidelberg können das kommentierte Training und die damit verbundene Fütterung der Mähnenrobben täglich (außer freitags) um 11 Uhr und um 15:45 Uhr miterleben.
Zoo Schwerin 06.03.2026
Kleine Löwen im Schweriner Zoo ab sofort für Zoo-Gäste zu sehen
Am heutigen Freitag, 06. März, hat der Schweriner Zoo seinen jüngsten Löwennachwuchs das erste Mal öffentlich vorgestellt. Nachdem nun auch die Namensfindung der drei Welpen abgeschlossen ist, können Besucher Löwenmutter „Heidi“ und den Nachwuchs ab sofort täglich im Rote Liste Zentrum beim Spielen und Erkunden beobachten. Die drei Jungtiere kamen vor acht Wochen am 7. Januar auf die Welt. Die erste tierärztliche Untersuchung am vergangenen Freitag brachte keine Auffälligkeiten hervor. Die zwei Katzen und der Kater sind gesund und aktiv. Davon konnten sich heute schon die ersten Zoo-Gäste live überzeugen, als die drei neugierig und tapsig den Wintergarten des Rote Liste Zentrums erkundeten. „Alle drei sind sehr gut drauf und zeigen großes Interesse an ihrer Umwelt. Das ist wirklich schön anzusehen und freut das gesamte Team“, erklärt Julia Gottschlich, Zoologische Leiterin und stellvertretende Direktorin des Zoos. Es seien aber laut Gottschlich auch die ersten Wesensunterschiede erkennbar. „Der Kater ist tatsächlich proaktiver und etwas ‚ruppiger‘ als seine Schwestern. Bei den Katzen ist eine etwas vorsichtiger als die andere“, so Gottschlich. Mehr als 12.000 Votings für Namensfindung Zusammen mit dem NDR hat der Zoo eine Woche lang Namen für den Nachwuchs gesucht. Das Tierpflege-Team durfte zuvor Vorschläge einbringen, zwischen denen Zoo-Freunde abstimmen konnten. Insgesamt wurden mehr als 12.000 Stimmen abgegeben. Die Namen stehen nun fest. Eine Katze wird den Namen Saira tragen, die zweite Katze den Namen Narami. Der Kater soll Najuk heißen. Alle Namen stammen aus dem indischen Raum – dem herkömmlichen Verbreitungsgebiet der stark gefährdeten Asiatischen Löwen – und können sinngemäß übersetzt werden: während Saira für „die Reisende“ steht, bedeutet Narami „die Sanfte“ und Najuk „der Sensible“. Zusammenführung des Rudels im Laufe des Frühjahrs Derzeit haben Heidi und ihr Nachwuchs den Wintergarten des Rote Liste Zentrums für sich allein. Die anderen Löwen, darunter Kater Shapur, die Löwin Indi und Löwin Rubi mit ihrem 6 Monate altem Nachwuchs Manika nutzen die weitläufige Außenanlage. Bis alle Löwen zusammenleben können, wird es noch ein paar Wochen dauern. „Wir geben Heidi und den Jungtieren nun erst einmal Zeit, sich in der neuen Situation zurechtzufinden. Wenn alles gut klappt, können die restlichen Löwen zunächst visuell und geruchlich Kontakt über den Außenbereich entlang des Wintergartens aufnehmen“, erklärt Gottschlich. Erst im Anschluss sei eine Zusammenführung aller Löwen geplant. Es bleibt also spannend, wie sich der dreifache Nachwuchs und die Dynamik im Rudel in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln wird. Für Fans der Asiatischen Löwen lohnt sich ein Besuch der Löwenfamilie in jedem Fall schon jetzt, wo die Drillinge ganz nah zu erleben sind. Ein zusätzlicher Anreiz: Noch bis zum 28. März gelten an der Zookasse die vergünstigten Wintertarife – und das bei bestem Frühlingswetter.
Tiergarten Nürnberg 06.03.2026
Tiergarten-Übernachtungen im Blauen Salon
Die Tropen bei Nacht erleben und anschließend zwischen Delfinen, Seelöwen, Seekühen und Fischen übernachten: Das ist ab März 2026 wieder im Tiergarten der Stadt Nürnberg möglich. Die Übernachtungen finden im Blauen Salon des Tiergartens statt und richten sich an Kinder zwischen acht und zwölf Jahren. Das Programm beginnt jeweils um 15.30 Uhr und endet am Folgetag um 11 Uhr. Anmeldungen werden ab Montag, 9. März 2026, ausschließlich telefonisch unter 0911 / 231 35129 entgegengenommen. Während des Programms können die Kinder am Abend das Manatihaus erkunden, den pfeifenden Fröschen lauschen und Delfine, Seelöwen, Seekühe, Pacus und andere Arten durch die große Unterwasserscheiben aus nächster Nähe beobachten. Das Team der Zoopädagogik vermittelt dabei viel Wissenswertes über die Anatomie der Tiere, ihre Lebensräume sowie die Bedrohung, denen sie in der Natur begegnen und den Schutz davor. Die Übernachtungen finden immer von Samstag auf Sonntag an folgenden Terminen statt: 28. auf 29. März 11. auf 12. April 2. auf 3. Mai 16. auf 17. Mai 23. auf 24. Mai 6. auf 7. Juni 13. auf 14. Juni Das Programm kostet 100 Euro pro Kind. Darin enthalten ist die komplette Verpflegung mit Abendessen und Frühstück. Die Einlösung von Teilhabe- Gutscheinen ist möglich. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Kinder pro Übernachtung beschränkt. Pro Buchung können maximal vier Kinder angemeldet werden. Mitzubringen sind für jedes Kind eine Isomatte, ein Schlafsack und warme Kleidung. Weitere Informationen erhalten die Eltern nach der Anmeldung.
Allwetterzoo Münster 06.03.2026
Abschiedsstimmung: Tiger-Nachwuchs verlässt Allwetterzoo – Letzte Chance, die jungen Tiger in Münster zu sehen
Am vergangenen Donnerstag (05.03.2026) hat der zweite der vier jungen Sibirischen Tiger den Allwetterzoo verlassen. Das neue Zuhause von Männchen Ambassador ist der Zoo Zlín in Tschechien. Auch für die anderen jungen Tiger Friedrich und Hubertus ist bereits ein neues Zuhause gefunden. Sie werden nur noch wenige Wochen im Allwetterzoo zu sehen sein, bevor auch sie weiterziehen. Weibchen Anya ist bereits Ende vergangenen Jahres in den Tierpark Amersfoort in den Niederlanden umgezogen. „Die Tiger werden im Mai zwei Jahre alt. In der Natur verlässt der Nachwuchs mit etwa eineinhalb bis zwei Jahren die Mutter und geht eigene Wege. Und auch bei uns im Zoo sind die Jungtiere schon länger nicht mehr gemeinsam mit Mutter Raya auf einer Anlage“, sagt Kuratorin Janine Wendels. Tigerkatze Raya und Kater Fedor bleiben im Allwetterzoo Sobald die anderen jungen Tiger Münster verlassen haben, können Katze Raya und Kater Fedor wieder beide Außenanlagen nutzen. Anders als ihre Nachwuchs, werden die Elterntiere auch weiterhin in Münster bleiben. Solche Entscheidungen werden nicht von den Zoos, sondern von einem verantwortlichen EEP-Koordinator getroffen. Er führt das Zuchtbuch einer Art und spricht entsprechende Empfehlungen aus. Sein Ziel ist es, die genetische Vielfalt möglichst hochzuhalten und einen von der Natur unabhängigen Bestand aufzubauen.
Tierpark Hellabrunn 06.03.2026
Frühlingserwachen in Hellabrunn
Der Frühling hält Einzug im Tierpark Hellabrunn – und mit ihm beginnt ein lebendiges Treiben überall im Tierpark. Bei schönem Wetter sind die Orang-Utans, Schimpansen, Gibbons und Gorillas wieder auf ihren Außenanlagen zu beobachten. Auch viele andere Tierarten nutzen die milden Frühlingstage, um Zeit draußen zu verbringen. Die ersten Frühlingsblüher zaubern Farbtupfer auf die Wiesen, während blühende Sträucher und Bäume die Wege säumen. Über 3.000 Blumenzwiebeln aus dem Herbst beginnen nun langsam aber sicher zu blühen – Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokusse erfreuen die Besucher, während Narzissen und Hyazinthen bald ihre volle Pracht entfalten. Rund um die Anlagen und auf den Wiesen grünt es deutlich sichtbar, auch in den Bäumen und Sträuchern. Tierparkdirektor Rasem Baban empfiehlt: „Vor allem die große Frühblüher-Wiese bei den Waschbären und Störchen ist, neben unseren zahlreichen Tierarten, auf jeden Fall einen Besuch wert. Die vielen Farbtupfer sind nicht nur eine wichtige Nahrungsquelle für unsere heimische Tierwelt, sondern auch nach dem winterlichen Grau eine wahre Freude für die Augen.“ Damit der vielleicht erste Besuch im neuen Jahr besonders angenehm ist, werden Wege gereinigt, Rollsplit entfernt und die Wassergräben wieder befüllt. Das Hellabrunner Werkstattteam sorgt außerdem dafür, dass Sitzgelegenheiten und Sonnenliegen wieder aufgebaut sind und zum Verweilen einladen – zum Beobachten der Tiere oder einfach zum Sonnenbaden. Unter anderem gibt es nun auch eine neue Erdmännchenbank. Und natürlich gibt es auch schon erste Jungtiere – bekanntlich das beste Anzeichen für Frühling: Neben den Schimpansen- und Faultier-Jungtieren wachsen und gedeihen auch der kleine Takin-Nachwuchs sowie einige Girgentanaziegen im Mühlendorf. Die Gastronomie ist ab sofort wieder umfangreicher geöffnet, sodass Besucherinnen und Besucher die frühlingshafte Atmosphäre in vollen Zügen genießen können. Ab Ende März gelten außerdem die Sommeröffnungszeiten bis 18 Uhr, sodass noch mehr Zeit bleibt, den Frühling im Tierpark zu erleben.
Tierpark + Fossilum Bochum 06.03.2026
Umweltbildung als Teilhabe für alle – Deutscher-Wildgehege-Verband tagte in Bochum
Vom 25. bis 27. Februar war der Tierpark + Fossilium Bochum in seiner Funktion als vom Land NRW gefördertes BNE-Regionalzentrum und langjähriges Mitglied des Deutschen-Wildgehege-Verbandes e.V. (DWV) Gastgeber für die Jahreshauptversammlung und das begleitende Seminar des DWV. In diesem Jahr standen die wirtschaftlichen Wachstumspotenziale der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im inhaltlichen Fokus. Dabei wurde deutlich, welche zentrale Rolle BNE für die Vermittlung von Nachhaltigkeitskompetenzen und zukunftsfähigem Denken spielt. Nachhaltigkeitsziele und Wirtschaftlichkeit stellen keine Gegensätze dar, sondern können selbst im Sinne einer Kosten-Nutzen-Rechnung aus ökonomischen Gesetzmäßigkeiten hergeleitet werden. Der DWV ist eine nach wissenschaftlich anerkannten Grundsätzen handelnde Fachorganisation von aktuell 185 Mitgliedern, die nahezu alle namhaften privaten, kommunalen und staatlichen Wildgehege in der Bundesrepublik Deutschland mit einer Gesamtfläche von rund 25.000 ha Naturflächen und 18 Millionen Jahresbesuchenden repräsentiert. Diese modernen, fachlich geführten Institutionen sind Kompetenzzentren im Tier-, Arten- und Naturschutz sowie in besonderer Weise in der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Seit Gründung vor fast 60 Jahren setzt der Wildgehege-Verband auf ökologische Bildung, die 2013 in ein weltweit einzigartiges Bildungszertifikat auf Verbandsebene mündete und selbst auf europäischer Ebene zu hoher Anerkennung führte. Dazu gehört selbstverständlich ebenso kontinuierlich die stete Förderung des Tierwohls und die Unterstützung zahlreicher Artenschutzprojekte für heimische Wildtiere. Eckhard Wiesenthal, Vorsitzender des DWV verdeutlichte vor diesem Hintergrund: „Die Bildungsarbeit hat – gemäß dem Leitbild des Deutschen-Wildgehege-Verbandes e.V. – unter den Aufgaben eines Tiergartens höchste Priorität und versteht sich zugleich als Legitimation für die Haltung von Tieren in Gehegen.“ Grußworte zur Eröffnung durch Bürgermeisterin Martina Schnell Die Teilnehmenden der Jahreshauptversammlung und des Seminars wurden zum Auftakt von Bochums Bürgermeisterin Martina Schnell herzlich begrüß: „Ich freue mich außerordentlich, dass die Stadt Bochum als Veranstaltungsort der diesjährigen Jahreshauptversammlung ausgewählt wurde und sehe die große gesamtgesellschaftliche Bedeutung dieser Veranstaltung für die deutschlandweiten Bildungsnetzwerke der Tiergärten und für ihre Rolle als außerschulische Lernorte.“ Etwa 150 DWV-Mitglieder ergriffen die Gelegenheit, sich von der Leistungsfähigkeit und Gastfreundschaft der Stadt zu überzeugen. Ob im Tierpark + Fossilium Bochum, im RuhrCongress, auf dem Förderturm des Deutschen Bergbau-Museums oder in den unterschiedlichen Hotels und Gastronomiebetrieben – überall wurde das Angebot mit großer Begeisterung angenommen. Bildung für nachhaltige Entwicklung im Fokus Die Tagung war charakterisiert durch einen intensiven fachlichen Austausch zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in den Bereichen Umweltbildung und BNE. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, Best-Practice-Beispiele vorzustellen, Erfahrungen zu teilen und neue Impulse für ihre eigene Bildungsarbeit mitzunehmen. So entstand ein lebendiger Dialog, der die Bedeutung von Vernetzung und Zusammenarbeit für eine zukunftsfähige Bildungslandschaft eindrucksvoll unterstrich. „Wir als BNE-Regionalzentrum stehen in der Verpflichtung, die BNE-Netzwerkarbeit lokal, regional und auch bundesweit stetig als wesentliche Zukunftsaufgabe weiterzuentwickeln – eine derartige bedeutende Umweltbildungsveranstaltung zur Stärkung eines bundesweiten Netzwerkes ist eine einmalige Gelegenheit“, erläuterte Ralf Slabik, Zoodirektor des Tierpark + Fossilium Bochum. „Hochwertige Bildung“, das Nachhaltigkeitsziel SDG 4 der globalen Agenda 2030 der Vereinten Nationen, gilt als Schlüsselbestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie und soll bis 2030 für alle Menschen chancengerechte und hochwertige Bildung sicherstellen sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen fördern. „Leistungsstarke Bildungsnetzwerke, wie das der Qualifizierungsoffensive des Deutschen-Wildgehege-Verbandes, ermöglichen zukünftig die Umsetzung dieser ehrgeizigen Ziele und Verpflichtungen zu unser aller Zukunftssicherung“, berichtet Ralf Slabik weiter. Um BNE effektiv umzusetzen, braucht es jedoch personelle, materielle und finanzielle Ressourcen. Insbesondere die heterogene Zahlungsfähigkeit der Zielgruppen, steigende Kosten und begrenzte Fördermittel führen dazu, dass Bildungsangebote für bestimmte Zielgruppen strukturell nicht kostendeckend angeboten werden können. Ein Dilemma zwischen wirtschaftlicher Notwendigkeit und sozialer Verantwortung. Bildung darf kein Luxusgut sein, hohe Kosten (Personal, Instandhaltung von Lernorten, spezielle barrierefreie Materialien, Eintritte, Workshopgebühren, etc.) schließen vielfach aber genau die Gruppen aus, die oft am wenigsten Zugang zu Naturbildung haben: „Easy-to-ignore“-Gruppen. Die Antwort des Tierpark + Fossilium Bochum – als zoologische Einrichtung und Naturkundemuseum mit jährlich rund 350.000 Besuchenden und über 25.000 Bildungskontakten in ein- und mehrstündigen Umweltbildungsveranstaltungen der bedeutendste außerschulische Lernort der Stadt – lautet „Robin-Hood-Finanzierung“. Dabei handelt es sich um eine angebotsbasierte Quersubventionierung als strategisches Steuerungselement, das zwischen vier Kategorien – „profitabel“, „vollkostendeckend“, „teilsubventioniert“ und „vollsubventioniert“ unterscheidet. Dem Mythos von Robin Hood folgend, basiert die Finanzierungsstrategie auf einer Balance zwischen profitablem Handeln (Wirtschaftlichkeitsbereich) und sozialer Verantwortung (Wirkungsbereich). Subventionierung innerhalb klar definierter Budgetgrenzen, wirtschaftliche Leitplanken und Kennzahlen und die Trennung von operativem Ergebnis und Wirkungsinvestitionen gewähren eine gezielte Finanzierung der Bildungsangebote für alle.
Alpenzoo Innsbruck 06.03.2026
Neuzugang im Alpenzoo: Wildkatzenkater aus Zagreb eingezogen
Der Alpenzoo freut sich über tierischen Zuwachs: Anfang dieser Woche ist ein sechs Jahre alter Wildkatzenkater aus Zagreb in sein neues Revier im Alpenzoo eingezogen. In der naturnah gestalteten Anlage sorgt er nun für neuen Schwung, von dem auch das gleichaltrige Weibchen profitieren soll. Das Weibchen lebte die letzten Wochen allein, da sie sich mit dem vorhergehenden Kuder nicht verstand. Dieser wurde daher in den Naturtierpark Grünau abgegeben. Die Zusammenstellung neuer Paare erfolgt im Rahmen des europäischen Zuchtprogrammes (EEP). Dieses europaweite Zuchtprogramm koordiniert die Haltung und Zucht bedrohter Tierarten in Zoos und achtet besonders darauf, dass Tiere genetisch möglichst passende Partner bekommen. Auch bei Wildkatzen ist eine sorgfältige Partnerwahl wichtig, um eine gesunde und stabile Population in zoologischen Einrichtungen zu erhalten. Aktuell braucht der Wildkater noch Zeit, um sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen. Daher ist er für Besucherinnen und Besucher momentan nur mit etwas Glück zu sehen, da er sich gerne in geschützte Bereiche zurückzieht. „Die Eingewöhnungsphase ist für Wildtiere besonders wichtig. Es freut uns aber sehr, dass der Kater bereits beginnt, sein Gehege neugierig zu erkunden und sich immer wieder kurz zeigt“, erklärt Zoodirektor Dr. André Stadler.
Zoo Leipzig 05.03.2026
Noch 4 Wochen, dann wird es farbenprächtig im Zoo Leipzig
Vogelwelten Loriversum und Amazonien eröffnen Gründonnerstag. Farbenprächtiger und klangvoller Auftakt zu Ostern: Am 2. April eröffnen mit „Loriversum“
und „Amazonien“ zwei neue, begehbare Vogelwelten, in denen die faszinierende Vogelwelt Asiens und Südamerikas unmittelbar zu erleben ist. Die neuen Vogelwelten befinden sich im zentralen Bereich des Zoos anstelle der ehemaligen Sittich-, Pinguin- und Bartaffenablage. Sie fügen sich nahtlos in das Gesamtkonzept des „Zoo der Zukunft“ ein. Als verbindendes Element werden sie zukünftig einen Übergang zwischen den geplanten Asiatischen Inselwelten und der Erlebniswelt Südamerika bilden. Bereits heute sind mit den Grünflügelaras, Blaukehlaras und Jamaikaamazonen die ersten Bewohner in die südamerikanische Voliere „Amazonien“ in die rückwärtigen Bereiche eingezogen. In den kommenden Tagen folgen die Forstenloris als Leitvogelart des „Loriversums“ sowie weitere asiatische und südamerikanische Vogelarten, die schrittweise an ihr neues Revier und die Außenvolieren gewöhnt. „Wir sind schon heute sehr gespannt, wie die neugierigen Aras ihre neue Umgebung annehmen und welche eindrucksvolle Klangkulisse entstehen wird, wenn bis zu 100 Forstenloris das Loriversum mit Leben füllen. Beide Leitvogelarten sind bekannt dafür, dass sie sich auch akustisch bemerkbar machen“, so Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Der Zoo Leipzig blickt auf eine lange Tradition in der Haltung unterschiedlicher Papageienarten zurück und setzt mit den neuen Volieren ein starkes Zeichen für eine zeitgemäße und naturnahe Vogelhaltung. Besucherinnen und Besucher haben künftig die Möglichkeit, die Tiere in großzügigen, naturnah gestalteten Lebensräumen aus nächster Nähe zu beobachten – ein intensives Naturerlebnis für alle Sinne. Die Eröffnung der Vogelwelten bildet gleichzeitig auch den Auftakt in das Osterwochenende und die sich anschließenden Osterferien. Zahlreiche Aktionen rund um die neuen Volieren flankieren den Zoobesuch in diesem Zeitraum.
Neunkircher Zoo 05.03.2026
Konstantin Ruske ist neuer Zoodirektor im Neunkircher Zoo
Zum 1. März gab es einen prägenden Personalwechsel im Neunkircher Zoo: Konstantin Ruske übernimmt die Geschäftsführung, nachdem sich der langjährige Zoodirektor, Dr. Norbert Fritsch, in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet hat. Herr Ruske ist Diplom-Biologe und blickt auf viele erfolgreiche Jahre in renommierten zoologischen Einrichtungen zurück. In den vergangenen vier Jahren leitete er den Tierpark Germendorf. Zuvor war er Leiter des Tierpark Delitzsch. Darüber hinaus war er unter anderem als Kurator für verschiedene Bereiche – beispielsweise Artenschutz, Tierbestand und unterschiedliche Tierarten – im Zoologischen Garten Magdeburg tätig. Weitere Stationen seines beruflichen Werdegangs waren die Loro Parque Fundación, der Zoologische Garten Leipzig sowie der Zoologische Garten Dresden. Seine Begeisterung für Tiere und zoologische Einrichtungen zeigte sich bereits früh. Schon in seiner Jugend absolvierte er Praktika, um erste Einblicke in die Welt der Zoos, Tierparks und der Tierpflege zu gewinnen. Es ist dem Neunkircher Zoo eine besondere Freude, Konstantin Ruske als neuen Geschäftsführer begrüßen zu dürfen. Mit dem Amtsantritt von Herrn Ruske tritt Herr Dr. Norbert Fritsch nach 25 Jahren als Zoodirektor des Neunkircher Zoos in den Ruhestand. Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum der Neunkircher Zoologischer Garten GmbH übergibt er die Geschäftsführung an seinen Nachfolger. Unter der Leitung von Herrn Dr. Fritsch wurde der Neunkircher Zoo kontinuierlich modernisiert. In dieser Zeit entstanden prägende Anlagen, die das heutige Erscheinungsbild des Zoos maßgeblich bestimmen – darunter das Elefantenhaus, die Raubtieranlage sowie zuletzt die Brillenpinguinanlage mit integrierter Pflanzenkläranlage. Der Neunkircher Zoo verabschiedet sich herzlich von Herrn Dr. Fritsch und dankt ihm ausdrücklich für sein langjähriges Engagement, seine geleistete Arbeit und seine Verbundenheit mit dem Zoo.
Kölner Zoo 05.03.2026
Jungtiere ab sofort für Gäste zu sehen
„Zohan“, „Prija“ und „Reeva“: Kölner Zoo stellt Jungtiere bei den Asiatischen Löwen vor. Der Kölner Zoo hat heute die drei Ende November 2025 geborenen Asiatischen Löwen der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie sind ab sofort regelmäßig zusammen mit der elfjährigen Mutter „Gina“ auf der Außenanlage des Kölner Löwen-Bereichs für die Zoo-Gäste zu sehen. Es handelt sich um zwei Weibchen und ein Männchen. Die Weibchen heißen „Prija“, was auf Alt-Indisch so viel wie „die Geliebte“ bedeutet, und „Reeva“, übersetzt „der Stern“. Das Männchen wurde von den Tierpflegerinnen auf den Namen „Zohan“, „Geschenk Gottes“, getauft. Vater ist der neunjährige Kater „Navin“, der ebenfalls mit auf der Anlage zu sehen ist. Beide Elterntiere kümmern sich vorbildlich und füllen ihre Rolle sehr gut aus. In den ersten Wochen nach der Geburt verblieb der Nachwuchs in der Wurfhöhle bei Mutter „Gina“. Wie auch in der Wildnis, brauchen Löwenjunge zunächst sehr viel Ruhe, da sie noch wenig entwickelt und somit verletzlich sind. Nach und nach erweiterten die drei ihren Radius bis zum Vorgehege. Vergangene Woche erhielten die Jungtiere die letzte von drei Impfungen. Die Grundimmunisierung ist damit abgeschlossen – eine weitere wichtige Voraussetzung für den Gang auf die Außenanlage, die sie immer mutiger erkunden. Das Gewicht der Jungtiere beträgt zwischen 12 und 13 Kilogramm. Sie sind proper und ausgesprochen fit. Als Nahrung nehmen die drei immer noch beinahe ausschließlich Milch zu sich. Parallel fangen sie an, sich für Fleisch zu interessieren. Erhaltungsprogramme in Zoos Der Kölner Zoo hält seit gut 25 Jahren Asiatische Löwen. Insgesamt 18 Jungtiere erblickten am Rhein schon das Licht der Welt. Löwen, inklusive der Löwen in Afrika, sind inzwischen als Art von der Weltnaturschutzunion (IUCN) auf der Roten Liste als „gefährdet“ (vulnerable) geführt. Die letzten der einst weit verbreiteten Asiatischen Löwen haben sich im und um den Gir Nationalpark, gelegen im nordwestindischen Bundestaat Gujarat, gehalten. Dort schützte man die verbliebenen 20 bis 50 Tiere effektiv. Ihre Population war die Basis für die nun inzwischen wieder mehr als 600 Löwen im Gir Wald-Ökosystem und die insgesamt 150 Asiatischen Löwen des Erhaltungsprogramms (EEP) in Europäischen Zoos. Die Kölner Nachzuchten sind für diese Erhaltungsprogramme sehr wichtig.
Tierpark Görlitz 05.03.2026
Ein Jahr voller Erlebnisse: Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec sucht erneut FÖJ-Leistende
Ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec bietet die Chance, den Park ein ganzes Jahr lang intensiv kennenzulernen. Während viele Besucher für das einzigartige Tibetdorf, den Oberlausitzer Bauernhof oder die Roten Pandas kommen und Kinder die vielfältigen Spielmöglichkeiten nutzen, bietet das FÖJ einen Blick hinter die Kulissen. Hier ist für jedes Interesse das passende Aufgabenfeld dabei. Vielfältige Aufgaben im Parkalltag: Noch bevor die ersten Gäste den Tierpark betreten, stehen vorbereitende Aufgaben an: Die Kontrolle der Infomaterialien sowie die Bereitstellung von Spielzeug, Kreide und Malsachen für die kleinen Besucher gehören zum morgendlichen Routinecheck. Im Büro werden Besucheranfragen am Telefon beantwortet, Buchungen koordiniert und die Tierpark-Fans über die Social-Media-Kanäle auf dem Laufenden gehalten. Neben der Einbindung in ein motiviertes Team bietet die Stelle Raum für Kreativität und Eigenverantwortung. Die Aufgaben reichen von der Unterstützung bei der Veranstaltungsorganisation bis hin zur Gestaltung von Aushängen für den Druck. Dabei lernen die Freiwilligen, Verantwortung zu übernehmen und an neuen Herausforderungen zu wachsen. Orientierung nach dem Schulabschluss: Ein FÖJ ist der ideale Weg nach dem Schulabschluss, um Zeit für die persönliche Orientierung zu gewinnen. „Im Tierpark habe ich mich in ein nettes, vielfältiges Umfeld eingelebt und konnte schon jetzt vieles über andere und mich selbst lernen“, berichtet die aktuelle FÖJ-lerin. Jetzt bewerben für 2026! Wer nach der Schule Zeit für die eigene Zukunftsplanung benötigt und einen abwechslungsreichen Arbeitsort sucht, wird im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec fündig. Ab September 2026 ist die Stelle für Interessierte zwischen 16 und 26 Jahren wieder frei. Weitere Informationen: www.tierpark-goerlitz.de/Karriere Direktbewerbung beim Träger: Valtenbergwichtel e.V. unter www.valtenbergwichtel.de/bewerbung-foej/
Tierpark Hagenbeck 05.03.2026
Royale Neuzugänge in Hagenbecks Eismeer
Der Tierpark begrüßt zum ersten Mal drei neue Königspinguin-Weibchen
Der Tierpark Hagenbeck freut sich über tierischen Zuwachs: Drei weibliche Königspinguine (Aptenodytes patagonicus) sind in den vergangenen Wochen in Hamburg eingezogen. Zwei der Tiere kamen am 18. Februar aus dem Zoo Zürich, ein weiteres Weibchen folgte am 25. Februar aus dem Wiener Zoo Schönbrunn. Mit den Neuankömmlingen wächst die Königspinguin-Gruppe im Tierpark auf insgesamt sechs Tiere an. Bereits zuvor lebten drei männliche Königspinguine auf der Anlage. Die Zusammenstellung der Gruppe erfolgt im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), das die koordinierte Zucht bedrohter Tierarten in europäischen Zoos organisiert. „Wir sind stolz und freuen uns sehr, dass wir nach so langer Zeit wieder einen Beitrag zur Zucht der bedrohten Königspinguinen beitragen können.“, so Geschäftsführer Walter Wolters. Derzeit befinden sich die neuen Bewohnerinnen noch in der Eingewöhnungsphase. Sie lernen ihre neue Umgebung kennen, gewöhnen sich an die Tierpfleger und üben das Fressen der angebotenen Fische. Während eines der Weibchen bereits geschlechtsreif ist, sind die beiden anderen noch sehr jung und werden erst in den kommenden Jahren zur Zucht beitragen können. Das Tierpfleger-Team beobachtet die Tiere aktuell besonders aufmerksam, um sicherzustellen, dass sie sich gut in die bestehende Gruppe integrieren. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft der Königspinguine im Tierpark Hagenbeck sind damit geschaffen. Der Königspinguin gehört zu den größten Pinguinarten der Welt und ist vor allem in den subantarktischen Regionen des Südpolarmeeres verbreitet. Mit ihrem charakteristischen orange-gelben Gefieder an Kopf und Hals zählen sie zu den eindrucksvollsten Bewohnern der Polarwelten.
Zoo Berlin 05.03.2026
Größtes Wildrind der Welt mit Berliner Geschichte
Seltene Freude: Gaur-Nachwuchs im Zoo Berlin Am 26. Januar ist im Zoo Berlin ein Gaur-Jungtier zur Welt gekommen. Sieben Jahre nach der letzten Geburt bei dieser gefährdeten Wildrinderart wächst damit wieder ein seltenes Kälbchen in der Hauptstadt heran. Die Tierpfleger*innen haben es auf den Namen Grisu getauft. „Der Kleine ist inzwischen rund einen Monat alt und hat sich so gut entwickelt, dass er in dieser Woche das erste Mal mit seiner Mutter die Außenanlage erkundet hat“, berichtet Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem und ergänzt: „Die markanten Hörner, welche sich nach der Geburt nur als kleine Ansätze andeuten, können bis zu 90 cm lang werden. Die charakteristischen weißen Strümpfe lassen sich schon jetzt erahnen.“ Noch ist Grisu cappuccinofarben. Der Wechsel zum dunkelbraunen Erwachsenenkleid beginnt in der Regel ab dem dritten Lebensmonat. Erst dann werden die hellen „Socken“ richtig sichtbar. Bei Bullen kann dieser Farbwechsel länger dauern. Der Vater Mazlik (6) stammt aus dem Zoo Mysore in Indien, die Mutter ist die gebürtige Berlinerin Gretel (7). Sie kam 2018 im Zoo Berlin zur Welt und war damit der letzte Nachwuchs dieser Art in Berlin – nun setzt sie diese Berliner Linie als Mutter fort. Der Gaur gilt als das größte Wildrind der Welt. Ausgewachsene Bullen können ein Gewicht von bis zu einer Tonne erreichen – so viel wie ein PKW. Die imposanten Tiere sind in ihrer süd- und südostasiatischen Heimat durch Lebensraumverlust und Bejagung gefährdet. Es gibt weltweit noch weniger als 20.000 Tiere im natürlichen Lebensraum – Tendenz sinkend. In Bangladesh und Sri Lanka ist diese Art bereits ausgestorben. „Es gibt nur acht Zoos in Europa, die diese Art halten. Jedes Jungtier ist deshalb von besonderer Bedeutung für die Stabilität der europäischen Population“, berichtet die zuständige Biologin Dr. Jennifer Hahn, die diese Tierart im Auftrag des Europäischen Zooverbands EAZA im Blick behält. „In den vergangenen zwölf Monaten gab es lediglich im Zoo Zlín-Lešná in Tschechien und in Berlin ein Jungtier.“ Die Tragzeit beträgt 275 Tage, nach acht Monaten sind die Jungtiere von der Mutter entwöhnt und Trinken keine Milch mehr, nach etwa zwei Jahren werden sie geschlechtsreif. Die Haltung von Gaur hat im Zoo Berlin eine lange Tradition: Bereits 1909 gelang in Berlin die europäische Erstzucht dieser beeindruckenden Wildrinderart. Mit dem aktuellen Nachwuchs knüpft der Zoo an diese über hundertjährige Geschichte an. Seit 1966 wird auch das Internationale Zuchtbuch für den Gaur im Zoo Berlin geführt.
Tiergarten Schönbrunn 05.03.2026
Vom Chamäleon bis zum Panda: Inventur im Tiergarten Schönbrunn
Von den winzigen Nguru-Zwergchamäleons bis hin zu den Großen Pandas: Einmal jährlich wird im Tiergarten Schönbrunn eine Bestandsaufnahme aller tierischen Bewohner durchgeführt. Diese ist wichtig, um Bilanz ziehen zu können, wie viele Tiere, Arten und Haustierrassen im Tiergarten leben. Das Zählen mit dem Klemmbrett ist dabei rein symbolisch. In den einzelnen Revieren werden das ganze Jahr über detaillierte Listen zum Tierbestand geführt. Für die Inventur werden diese Daten in einer speziellen Tierbestandliste, dem sogenannten Institutional Collection Plan (ICP), zusammengetragen und ausgewertet. „Der ICP ist ein wichtiges Werkzeug jedes wissenschaftlich geführten Zoos. Jede Tierart erfüllt bestimmte Kriterien: Sie kann stark gefährdet sein, einen hohen edukativen Wert haben, mit Artenschutz- oder Forschungsprojekten verknüpft sein oder als Flaggschiffart einen ganzen Lebensraum repräsentieren. Der ICP hilft uns, unseren Tierbestand langfristig zu entwickeln“, erläutert Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck. Im ICP ist außerdem festgehalten, ob es für die Tierart ein Erhaltungszuchtprogramm gibt und welchen Gefährdungsstatus sie laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN und laut der Roten Liste Österreich aufweist. Die aktuelle Inventur zeigt: Im Tiergarten leben 6.239 Tiere aus 502 verschiedenen Arten und Haustierrassen. Darunter befinden sich mehrere Neuzugänge, etwa die von der Ausrottung bedrohten Onager, das Große Panda-Paar und die bedrohten Goldtakine. Neu hinzugekommen sind außerdem stark gefährdete Psychedelische Felsengeckos, die – wie manche andere Arten – für die wichtige Erhaltungszucht ausschließlich hinter den Kulissen gehalten werden. „Unser Tierbestand ändert sich immer wieder, etwa, wenn Anlagen umgebaut oder neu konzipiert werden. Dabei kommen neue Arten dazu, andere werden abgegeben“, so Rupert Kainradl, MSc, zoologischer Abteilungsleiter. Ganz besonders dürfen Besucherinnen und Besucher auf das Regenwaldhaus gespannt sein, das mit neuem Konzept und neuen Arten für den bedrohten Regenwald sensibilisieren soll. Mit dem im Vorjahr eröffneten Artenschutzhaus wurden zahlreiche beschlagnahmte Arten erstmals vor den Vorhang geholt, die bis dahin hinter den Kulissen gehalten wurden. Hier machen besondere Zuchterfolge die Bemühungen des Tiergartens in der Erhaltungszucht sichtbar: Bei den Vosseler-Zweihornchamäleons, den Nguru-Zwergchamäleons und weiteren Chamäleonarten wurde mittlerweile die sogenannte F2-Generation erreicht. Das bedeutet, dass die erste Generation an Chamäleons, die im Tiergarten geschlüpft ist, selbst erfolgreich für Nachwuchs gesorgt hat – ein wichtiger Schritt für den langfristigen Erhalt dieser Arten.
Tiergarten Kleve 05.03.2026
Seniorennachmittage starten in die neue Saison
Beliebtes Veranstaltungsformat im Tiergarten Kleve findet ab dem 11. März 2026 wieder regelmäßig statt
Mit dem aktuell frühlingshaften Wetter und dem Start in die Sommersaison beginnen im Tiergarten Kleve auch wieder die beliebten Seniorennachmittage. Ab Mittwoch, 11. März 2026, lädt der Tiergarten ältere Besucherinnen und Besucher herzlich dazu ein, die faszinierende Tierwelt in einem entspannten und geselligen Rahmen zu entdecken. Nachdem sich das Veranstaltungsformat im vergangenen Jahr großer Beliebtheit erfreute, finden die Seniorennachmittage nun regelmäßig jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat statt. Beginn ist jeweils um 14 Uhr. „Es freut mich sehr, dass unser Seniorennachmittag im vergangenen Jahr so hervorragend angenommen wurde“, berichtet Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Gerade bei dem derzeit frühlingshaften Wetter ist ein Spaziergang durch den Tiergarten besonders schön. Während man bei der einstündigen Führung Spannendes und Aktuelles aus dem Tiergarten erfährt, erfolgt im Anschluss mit Kaffee und Kuchen der gesellige Teil und somit der gemütliche Abschluss des Seniorennachmittags.“ Die rund 60-minütige Führung richtet sich gezielt an Seniorinnen und Senioren und bietet spannende Einblicke in die Tierwelt des Klever Tiergartens. Dabei stehen wechselnde Themen im Mittelpunkt, sodass auch wiederholte Besuche stets neue Perspektiven und interessante Hintergrundinformationen bieten. Im Anschluss an die Führung sind die Teilnehmenden herzlich eingeladen, bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen zusammenzukommen. In gemütlicher Atmosphäre besteht die Möglichkeit, sich auszutauschen, neue Bekanntschaften zu schließen und den Nachmittag gemeinsam ausklingen zu lassen. Um eine persönliche und angenehme Atmosphäre zu gewährleisten, ist die Teilnehmerzahl auf maximal 25 Personen begrenzt. Der Ticketpreis beträgt 15 Euro und umfasst den Eintritt in den Tiergarten, die Führung sowie Kaffee und Kuchen. Tickets sind im Vorverkauf an der Tiergartenkasse sowie bequem im Onlineshop erhältlich.
Tierpark Berlin 04.03.2026
Trauer im Tierpark Tierpark Berlin nimmt Abschied von Sumatra-Tiger Jae Jae
Sumatra-Tiger gehören zu den seltensten Großkatzen der Erde. Im natürlichen Lebensraum leben nur noch 400 bis 600 Individuen. Jeder Nachwuchs ist daher ein wertvoller Beitrag für die Zukunft der Tierart, denn jedes Jungtier sichert den Fortbestand der Art. Unter diesen Hoffnungsträgern nahm Jae Jae (17) eine besonders herausragende Rolle ein. Durch seine insgesamt elf Nachkommen hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass die vom Aussterben bedrohte Art weiterbesteht. Mit großer Trauer nimmt der Tierpark Berlin nun Abschied von diesem außergewöhnlichen Tiger. Jae Jae kam 2022 aus einem französischen Zoo in den Tierpark Berlin und entpuppte sich schnell als wahrer Charmeur. Durch sein freundliches Wesen und seine Präsenz war er nicht nur bei Gästen beliebt. In Berlin wurde Jae Jae fünfmal Vater: 2022 kamen die Schwestern Luise und Lotte zur Welt, 2024 folgten die Zwillinge Ede und Kuno. Im Januar 2026 erblickte das noch namenlose Tiger-Mädchen das Licht der Welt. „Dank eines regelmäßigen tiermedizinischen Trainings durch unser Tierpflege-Team konnten wir bei Jae Jae regelmäßig Blut abnehmen und seinen Gesundheitszustand so noch besser dokumentieren“, erklärt Kurator Matthias Papies. In den vergangenen Monaten verschlechterte sich der Allgemeinzustand des Katers zunehmend. „Bei Jae Jae zeigten die Blutwerte ein fortschreitendes Nierenversagen, welches trotz medikamentöser Therapie dauerhaft nicht mehr aufgehalten werden konnte“, erklärt Dr. Andreas Pauly, Leiter der Abteilung Tiergesundheit, Tierschutz und Forschung in Zoo und Tierpark Berlin. Schließlich musste das Team die schwere Entscheidung treffen, ihn zu erlösen, um Jae Jae weiteres Leiden zu ersparen. „Jae Jae war ein ganz besonderer Tiger – sowohl für das Tierpark-Team als auch für unsere Gäste“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „In seinen Nachkommen lebt ein Teil von ihm weiter. Sein Erbe für die Sumatra-Tiger bleibt unvergessen.“ Für Mutter Mayang und ihren jungen Nachwuchs wird weiterhin größtmögliche Ruhe gewährleistet.
Tierpark Nordhorn 04.03.2026
Erfolgreichste Faultier-Zuchtgruppe lebt im Tierpark Nordhorn Mitarbeiter blicken auf 20 Jahre Zuchterfahrung zurück
Sie leben nicht nur im Faultiergehege am großen Spielplatz, sondern auch hinter den Kulissen und seit einigen Wochen sogar in einem Extra-Abteil bei den Totenkopfaffen! Die Rede ist von den Zweifinger-Faultieren (Choloepus didactylus), die seit über einem viertel Jahrhundert im Tierpark Nordhorn gehalten werden. Mit aktuell neun Tieren belegt der Familienzoo gerade den Spitzenplatz der größten Faultiergruppe Europas, dicht gefolgt von einem Zoo in Belgien. „Das ist aber gar nicht unser Ziel“, erklärt Kuratorin und Zootierärztin Dr. Heike Weber, die für die Faultiere verantwortlich ist und fügt an: „Wir haben nur kurzzeitig so viele Tiere, da wir lange auf die Abgabe-Empfehlungen der Zuchtbuchleiterin warten mussten“. Die Zucht und Abgabe der Zweifinger-Faultiere wird in einem sogenannten Ex-Situ Zuchtprogramm (EEP) des Europäischen Verbandes der Zoos und Aquarien (EAZA) geregelt, dessen Mitglied auch der Tierpark Nordhorn ist. Die Zuchtbuchkoordinatorin aus dem Zoo Halle stand und steht immer noch vor der Herausforderung, dass anhand von neuen genetischen Untersuchungen alle Faultiergruppen umstrukturiert werden müssen. Kein leichtes Unterfangen die vielen Tiere aus den Europäischen Zoos genetisch neu zu berechnen, Empfehlungen für den Tausch von Tieren, die Zucht oder gar einen Zuchtstopp auszusprechen. Auch im Tierpark Nordhorn hat sich aufgrund der aktuellen Berechnungen schon einiges geändert. „Unser Zuchtmann Sid musste die Faultiergruppe verlassen und teilt sich nun mit seinem letzten Sohn Otto einen Gehegeteil bei den Totenkopfaffen. Als erfolgreichstes Männchen im Zuchtprogramm mit insgesamt 25 Nachkommen ist er genetisch überrepräsentiert in der Zoopopulation und soll sich daher derzeit nicht mehr fortpflanzen“ erklärt Weber. Otto wird in Kürze in den Niederländischen Zoo in Emmen umziehen. Die Nordhorner Faultiergeschichte Zweifinger-Faultiere werden im Familienzoo seit dem Jahr 2000 gehalten, als die ersten drei Tiere (das Männchen Diego sowie die Weibchen Efra und Tinka) in den Grafschafter Zoo einzogen. Insgesamt 4 Faultiere brachte die Nordhorner Gründergruppe zur Welt, bevor Diego abgegeben wurde und die beiden Weibchen verstarben. Die heutigen Weibchen Gyspie und Wutz sind zwei dieser Nachkommen, die im Familienzoo verblieben und mit dem aus Wien stammenden Männchen Sid seit 2011 die neue Zuchtgruppe bilden. Es ist mittlerweile die erfolgreichste Zuchtgruppe des Europäischen Ex-Situ-Zuchtprogrammes, denn beinahe in jedem Jahr brachten beide Weibchen ein Jungtier zur Welt! Im Zoo witzelte man bereits, ob der Erfolg von Sid bei den Faultierdamen vielleicht an seinem Wiener Charme gelegen haben könnte. Das Faultierweibchen Gypsie wurde 2008 in Nordhorn geboren und ist damit ein Jahr älter als ihre Schwester Wutz. Die Mutter der beiden Weibchen, Efra, verstarb leider knapp vier Wochen nach der Geburt von Wutz, so dass diese in die Handaufzucht genommen werden musste. Dennoch schafften es die Tierpfleger Wutz nicht auf Menschen zu prägen, denn sie bekam vor wenigen Tagen bereits ihr 12. Jungtier! Die anderen 13 Nordhorner Jungtiere brachte Gypsie zur Welt. 7 davon zog sie erfolgreich auf, 6 verstarben sehr früh, wobei es sich einmal sogar um eine Drillingsgeburt handelte. Eine absolute Rarität bei Faultieren, die in der Regel nur 1 Jungtier bekommen. Wenig erforscht In den Bereichen Haltung, Fütterung, Aufzucht und tiermedizinische Behandlung von Faultieren gibt es noch einiges an Forschungsbedarf. Faultiere sind Einzelgänger, die in der Natur recht versteckt in den oberen Baumkronen der süd- und mittelamerikanischen Regenwälder überwiegend in der Dämmerung oder nachts auf Nahrungssuche umherklettern. Dabei bevorzugen sie Blätter von bestimmten Bäumen, die wir in Europa durch Laub unserer einheimischen Baumarten, Pelletfutter, Gemüse und Salat ersetzen müssen. Gerade Geburten kann man im Freiland nur selten beobachten. Gibt es dabei Probleme, bedeutet das für neugeborene Faultiere oft den Tod. Denn sind sie zu schwach sich selbständig am Bauch ihrer Mutter festzuklammern, so fallen sie aus großer Höhe herunter und sterben. Die Jungtiersterblichkeit bei allen Tierarten ist im ersten Lebensjahr extrem hoch – je nach Tierart zwischen 50-90%! Auch unter besten Haltungsbedingungen im Zoo überleben nie 100% aller Jungtiere, jedoch weitaus mehr als im Freiland. „Gerade bei unseren Faultieren hier in Nordhorn haben wir über all die Jahre sehr viele Erfahrungen sammeln können, die ich auch immer wieder gerne an andere Zookollegen weitergebe“, wirft die Zootierärztin ein. „Nordhorn hat sich den Ruf als kleines „Expertenteam“ erarbeitet, vor allem, was die erfolgreiche Jungtieraufzucht mit Zufütterung auf den Muttertieren angeht. Aber auch Handaufzuchten, das Tiertraining und tiermedizinische Behandlungen haben unser Wissen über Faultiere deutlich vergrößert!“ sagt Weber auch mit Blick auf das engagierte Tierpflegerteam. Vorläufiger Zuchtstopp Wer zu viel Erfolg hat und sich bereits zu stark vermehrt hat, der muss ein wenig pausieren. „Es ist natürlich sehr schade, dass durch die extrem gute Nordhorner Nachzucht nun erstmal ein Zuchtstopp ansteht“, so Zoodirektor Dr. Nils Kramer. „Ein weiteres Jungtier kann 2026 aber noch kommen, wenn wir davon ausgehen, dass Gypsie ebenfalls noch einmal Nachwuchs zur Welt bringt!“ so Kramer weiter. Beliebtes Zooschul-Programm Größter Beliebtheit erfreut sich bereits seit Jahren das Programm „Lieblingstier Hautnah“ – insbesondere bei den Faultieren. Dabei erfahren die 2-3 Teilnehmer zunächst viel wissenswertes über die ungewöhnlichen und biologisch sehr beeindruckenden Säugetiere. Anschließend dürfen die Teilnehmer gemeinsam mit einem Tierpfleger die langsamen und behäbigen Tiere füttern oder ihre Fellstruktur fühlen – ein sehr besonderes und intensives Erlebnis.
Zoo Landau in der Pfalz 04.03.2026
Tieren begegnen – Freude erleben: Eine Erlebnisführung für Menschen mit kognitiven Einschränkungen im Zoo Landau in der Pfalz
Am Donnerstag, 26. März, laden die Zooschule Landau und das Forum Demenz (Kreis SÜW und Stadt Landau) von 15 bis 17 Uhr zu einer Erlebnisführung ein. Das Angebot richtet sich an Menschen mit kognitiven Einschränkungen sowie an ihre Begleiterinnen und Begleiter. Die Veranstaltung möchte eine kleine Auszeit vom Alltag ermöglichen. Die Begegnung mit den Zootieren kann schöne Erinnerungen wecken und zugleich das Wohlbefinden stärken. Die Veranstaltung beginnt mit einer kleinen „Kaffeerunde“, bei der sich alle in entspannter Atmosphäre kennenlernen können. Anschließend wird ein kleines Tier vorgestellt, das auch vorsichtig berührt werden darf. Bei einem kurzen Rundgang durch den Zoo werden gemeinsam ausgewählte Tiere beobachtet. Das geschulte Team der Zooschule präsentiert dabei außerdem Felle, Schädel, Federn und weitere spannende Präparate. Dank einer großzügigen Spende ist die Teilnahme kostenfrei, auch der Zooeintritt ist inbegriffen. Anmeldungen nimmt die Zooverwaltung montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr telefonisch unter 06341 – 137011 entgegen. Weitere Informationen erhalten Interessierte in der Sprechstunde der Zooschule montags von 15.30 bis 16.30 Uhr ebenfalls telefonisch. Treffpunkt am Veranstaltungstag ist die Zookasse.
Zoo Krefeld 04.03.2026
Krefeld Pinguine und Zoo schließen SponZOOring-Partnerschaft – Kevin erhält eigenen Platz am Pinguin-Pool
Der Zoo Krefeld und die Krefeld Pinguine gehen für fünf Jahre eine neue SponZOOring-Partnerschaft ein. Zwei starke Krefelder Marken bündeln damit ihre Kräfte, um sich gegenseitig mit kreativen Aktionen und sichtbarer Präsenz zu unterstützen. Am Pinguin-Pool hat Kevin, das Maskottchen der Krefeld Pinguine, nun einen festen Platz: Als lebensgroße Silhouette reiht er sich neben fünf weiteren Pinguinarten ein. Auf seiner Tafel ist als „Heimat“ die Westparkstraße angegeben – ein augenzwinkernder Hinweis auf die Eishalle der Krefeld Pinguine. Im Zoo wurden zudem mehrere Infotafeln neugestaltet. Besucherinnen und Besucher erfahren dort nicht nur Wissenswertes über Pinguine, sondern auch, wo sie „noch mehr Pinguine“ erleben können – beim Kevin KidsClub oder bei einem Heimspiel der Krefeld Pinguine. Auf der Tafel „Fakten zu Pinguinen“ findet sich nun ein zusätzlicher Punkt, der Kevins sportliche Fähigkeiten humorvoll in Szene setzt. Die Kooperation umfasst auch gemeinsame Aktionen, etwa den Besuch des Kevin KidsClub im Zoo. Umgekehrt tauchen die Zoo-Pinguine in der Arena virtuell auf den LED-Flächen auf und drücken ihren Namensvettern auf dem Eis die „Flügel“. Ein Auftritt lebender Pinguine auf dem Eis – wie vor Jahrzehnten üblich – ist jedoch ausgeschlossen und entspricht nicht mehr den heutigen Standards des Tierwohls. Mit der neuen Partnerschaft stärken Zoo und Krefeld Pinguine ihre Verbundenheit zur Stadt und schaffen zugleich neue, familienfreundliche Erlebnisse für Fans und Zoobesucher.
Zoo Basel 04.03.2026
Reptilienjahr 2025 im Rückblick
Im vergangenen Jahr verzeichnete die Reptilienpopulation des Zoo Basel mehrere Veränderungen. Besucher:innen konnten erstmals die Fühlerschlange (Erpeton tentaculatum) sehen, zuchterprobte Tannenzapfenechsen (Tiliqua rugosa) wurden erworben, erfolgreiche Zuchten im Rahmen von Citizen Conservation erzielt und die Schweizer Erstnachzucht des Kleinen Antillenleguans (Iguana delicatissima) gelang. Gleichzeitig musste der Zolli Abschied nehmen – unter anderem vom letzten Stirnlappenbasilisken (Basiliscus plumifrons) – und der Tigerpython (Python bivittatus) ist vom Alter gezeichnet. Reptilien im Aquarium Die Fühlerschlange (Erpeton tentaculatum) lebt seit längerer Zeit im Vivarium, ist aber erst seit Ende letzten Jahres im Schaubecken 31 des Zoo Basel für die Besucher:innen zu sehen. Namensgebend sind zwei rund 1,5 cm lange Fortsätze am Kopf, die an Fühler erinnern und der Ortung von Beutetieren dienen. Die bis zu 90 cm lange Art bewohnt trübe Sümpfe, Seen und langsam fliessende Gewässer und Reisfelder in Thailand, Kambodscha und Südvietnam. Sie gehört zur Familie der Wassertrugnattern und besitzt hinterständige Giftzähne. Ihr Gift ist jedoch sehr schwach und für Menschen ungefährlich. Als Lauerjägerin verlässt sich die Fühlerschlange auf ihre Tarnung: Mit J-förmig gekrümmtem Vorderkörper wartet sie reglos im Wasser, lockt Fische durch feine Muskelzuckungen an und stösst blitzschnell zu. Die Art gilt als nicht gefährdet, wird jedoch europaweit nur in vier weiteren Zoos gehalten. Drei weitere Paare Die Tannenzapfenechse (Tiliqua rugosa) verdankt ihren Namen ihrem ungewöhnlichen Erscheinungsbild: Die grossen, rauhen und überlappenden Schuppen sowie der kurze, dicke Schwanz, der optisch dem Kopf ähnelt, lassen die Tiere wie kleine Tannenzapfen wirken. Die Art wird etwa 35 bis 40 cm lang. Ursprünglich aus dem südlichen Australien stammend, kennt die Art ausgeprägte Jahreszeiten und zieht sich während der kalten Monate in die Hibernation, die Winterruhe, zurück. Der dicke Schwanz dient dabei als Fettspeicher. Die Tannenzapfenechse ernährt sich überwiegend pflanzlich, nimmt aber auch Schnecken und Würmer auf, die für diese eher langsam bewegliche Art erreichbar sind. Sie lebt in trockenen Gebieten, in Galerie- und Eukalyptuswäldern, aber auch im offenen Gelände und in der Agrarlandschaft. Die Echse gilt als nicht gefährdet, wird in Europa jedoch kaum gehalten. Es gibt nur rund 20 Tiere in sechs Zoos, Nachzuchten sind noch seltener. Das liegt unter anderem an der geringen Vermehrungsrate: Die Tiere sind Kapazitätsstrategen – ihre Würfe bestehen meist nur aus einem oder zwei Jungtieren, die bei der Lebendgeburt schon fast halb so gross wie die Mutter sind. Zudem scheinen sie ein monogames Paarungsverhalten zu haben. Der Zoo Basel hält die Art seit 2017. Im vergangenen Jahr wurden drei weitere zuchterprobte Paare aus einer privaten Haltung in Deutschland erworben, in der die Spezies über Jahrzehnte erfolgreich gezüchtet wurde. Für sie wurde hinter den Kulissen eine spezielle Zuchtstation eingerichtet. Wiederholte Zuchterfolge bei Citizen-Conservation-Arten Wie bei den Tannenzapfenechsen zeigt sich auch in der Zucht von Amphibien und Reptilien, dass erfahrene Privathalter mit ihrer Expertise einen unverzichtbaren Beitrag zum nachhaltigen Zuchterfolg leisten. Um Zoos, Wissenschaftler:innen und private Halter besser zu vernetzen, wurde 2018 die Initiative «Citizen Conservation» gegründet. Mittlerweile betreut sie Erhaltungszuchtprogramme für 31 bedrohte Tierarten. Der Zoo Basel ist nicht nur im Aufsichtsrat und Fachbeirat der Reptilien dieser Stiftung aktiv, sondern beteiligt sich seit 2023 erfolgreich an Haltung und Zucht der vom Aussterben bedrohten Rio-Pescado-Harlekinkröte (Atelopus balios). Auch im letzten Jahr gelang erneut die Aufzucht von 330 Quappen, von denen 190 bereits eine neue Heimat in Schweizer Museen, schwedischen Schulzoos und deutschen Zoos gefunden haben. Insgesamt sind in Basel damit deutlich über 500 Jungkröten geschlüpft. Neu als Programm-Art aufgenommen wurde die Sakishima-Langschwanzeidechse (Takydromus dorsalis). Die Eidechse stammt von den japanischen Yaeyama-Inseln nahe der Ostküste Taiwans. Aufgrund der Zerstörung ihres Lebensraums ist sie auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als stark gefährdet (endangered) eingestuft. Im Zoo Basel wird die Art seit 2020 gehalten und erfolgreich gezüchtet – bisher wurden knapp 200 Nachzuchten registriert, davon 62 im vergangenen Jahr. Schweizer Erstzucht des Kleinen Antillenleguans Erstmals überhaupt in einem Schweizer Zoo gelang dem Zoo Basel die Nachzucht des Kleinen Antillenleguans (Iguana delicatissima). Die Art, die ursprünglich auf den Kleinen Antillen heimisch war, ist heute stark bedroht: Durch die Einschleppung des eng verwandten Grünen Leguans (Iguana iguana) wurden viele Populationen verdrängt oder hybridisiert. Seit 2018 gilt der Kleine Antillenleguan als vom Aussterben bedroht (critically endangered). Weltweit gibt es noch geschätzt 13’000 bis 20’000 reine Tiere in 15 Subpopulationen. In Europa wird die Art nur in einem Erhaltungszuchtprogramm auf Jersey gehalten, mit insgesamt 50 Tieren in 16 Zoos. Umso erfreulicher ist, dass die Jungtiere, die der Zoo Basel 2018 aus einer Beschlagnahmung erhielt, nun erstmals selbst Nachwuchs bekommen haben. Die Aufzucht erfolgte unter kontrollierten Bedingungen hinter den Kulissen. Abschiede im Vivarium Neben Schlupferfolgen und Neuankömmlingen gehören auch Todesfälle zum Alltag im Vivarium. So ist der letzte Stirnlappenbasilisk (Basiliscus plumifrons) im vergangenen Jahr gestorben. Angesichts der Bedeutung dieser Art für die Stadt Basel bemüht sich der Zolli um Nachzuchten derselben oder einer eng verwandten Art. Auch der Tigerpython (Python bivittatus) zeigt altersbedingte Veränderungen: Das Weibchen hat deutlich an Körpermasse verloren. Das ist jedoch nicht überraschend, da es seit dem 21. Juli 1991 im Vivarium lebt. Mit über 34 Jahren übertrifft es das in der Literatur angegebene Maximalalter und zählt zu den fünf ältesten Tigerpythons in europäischen Zoos.
Tierpark Hellabrunn München 04.03.2026
Wiedereröffnung der Streichelanlagen im Tierpark Hellabrunn
Ab dem kommenden Wochenende ist die Streichelanlage mit den Bulgarischen Langhaarziegen im Mühlendorf wieder für große und kleine Besucherinnen und Besucher geöffnet. Zum Wohle der Tiere gelten zur Wiedereröffnung einige Neuerungen: Künftig ist die Anlage ausschließlich an Wochenenden, Feiertagen sowie in den bayerischen Schulferien jeweils von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Während dieser Zeiten wird sie von ehrenamtlichen Artenschutzbotschafterinnen und Artenschutzbotschaftern betreut. Sie übernehmen die Aufsicht, informieren über Tier- und Artenschutzthemen und achten auf die Einhaltung der geltenden Hygieneregeln. Hintergrund dieser Maßnahmen ist der Schutz von Tier und Mensch. Zwar werden die Ziegen regelmäßig gesundheitlich untersucht, dennoch können Tiere Erreger in sich tragen, die für sie selbst unproblematisch sind, beim Menschen jedoch Erkrankungen auslösen können. Umgekehrt können auch Besucherinnen und Besucher Keime in die Anlage eintragen. Aus diesem Grund ist beim Betreten und Verlassen der Anlage eine gründliche Handdesinfektion vorgesehen. Die Artenschutzbotschafterinnen und Artenschutzbotschafter weisen aktiv darauf hin und informieren zusätzlich über nahegelegene Möglichkeiten zum Händewaschen, etwa im Hauptrestaurant oder bei den Toiletten am Biergarten. „Streichelanlagen sind eine wichtige Erfahrung für klein und groß, um die Interaktion mit Tieren zu lernen. Die Mensch Tier Beziehung ist weit mehr als emotionale Nähe. Sie bewirkt auch, dass bereits unsere jüngsten Besucher und Besucherinnen sich für Tiere begeistern“, erklärt Lena Bockreiß, zuständige Kuratorin für Huftiere in Hellabrunn. „Wenn Besuchende diese seltene Ziegenrasse mit allen Sinnen erleben, wächst auch das Bewusstsein für die Bedeutung ihres Schutzes. Damit unterstützt Hellabrunn zugleich die Arbeit der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH), bei der wir Mitglied sind“, so Bockreiß. Sowohl für die Tiere als auch für die Menschen ist die Begegnung mit den Ziegen aus nächster Nähe eine wertvolle Erfahrung. Auch die Ziegen können von positiv und tiergerecht gestalteten Begegnungen profitieren. Solche Kontakte bieten geistige Anregung und fördern natürliche Verhaltensweisen. Den Tieren bleibt dabei stets die Möglichkeit, sich in Bereiche zurückzuziehen, die nur von den Ziegen betreten werden können.
Tiergarten Nürnberg 03.03.2026
Zum heutigen Tag des Artenschutzes: Tiergarten führt Artenschutzeuro ein
Der Franciscana-Delfin in Südamerika, der Kulan in Kasachstan, das Visayas-Pustelschwein auf den Philippinen oder der heimische Feuersalamander – vier ganz unterschiedliche Arten, die aber alle eines gemeinsam haben: Sie sind durch Klimawandel, Lebensraumverlust, nicht nachhaltige Fischerei oder eingeschleppte Krankheiten bedroht. Ab sofort können Besucherinnen und Besucher des Tiergartens der Stadt Nürnberg gezielt zum Schutz dieser Arten beitragen: Zum heutigen Tag des Artenschutzes bietet der Tiergarten den Artenschutzeuro an. Neuer freiwilliger Beitrag beim Ticketkauf Der Artenschutzeuro kann beim Kauf von Online-Tickets unter https://tiergarten-nuernberg.ticketfritz.de/ ausgewählt werden. Das Tagesticket für Erwachse kostet dann 22 statt 21 Euro, ermäßigt 20 statt 19 Euro. Auch Familien- und Teilfamilienkarten sind mit Artenschutzbeitrag erhältlich (49,50 statt 47,50 Euro bzw. 27,50 statt 26,50 Euro). An den Kassen vor Ort ist der Artenschutzeuro derzeit noch nicht verfügbar. Beitrag auch unabhängig vom Ticket möglich Wer unabhängig vom Ticketkauf seinen Beitrag leisten möchte, kann ebenfalls über den Online-Shop Artenschutzbeiträge von 10, 25 oder 50 Euro leisten. „Mit dem Artenschutzeuro setzen wir ein klares Zeichen dafür, wie wichtig der Erhalt der Artenvielfalt weltweit aber auch vor unserer Haustür ist. Und dass es dafür unser aller Unterstützung braucht. Jede Besucherin und jeder Besucher kann mit einem kleinen Beitrag Großes bewirken. Dabei kommt jeder Euro, der geleistet wird, direkt bei den Projekten an“, sagt Bürgermeister Christian Vogel. Tiergartendirektor Dr. Dag Encke ergänzt: „Artenschutz ist eine der dringlichsten Aufgaben von Zoos weltweit. Seit jeher setzt sich der Tiergarten in einem internationalen Netzwerk mit vielen Partnern dafür ein – mit koordinierter Erhaltungszucht, fundierter Umweltbildung und umfassender Forschungsarbeit. Der Artenschutzeuro hilft uns, Projekte zu stärken, die unmittelbar Wirkung zeigen – von der kasachischen Steppe bis zu unseren heimischen Wäldern. Wir laden alle Gäste ein, Teil dieser gemeinsamen Verantwortung zu werden.“ Die Einnahmen aus dem Artenschutzeuro fließen in folgende vier Projekte: Wiederansiedlung von Kulanen und Przewalski-Pferden in Kasachstan Große Pflanzenfresser erfüllen eine wichtige ökologische Funktion: Sie helfen dabei, Landschaften offen zu halten und sie als Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu bewahren. So auch in der kasachischen Steppe: Unter Federführung der Naturschutzorganisation Association for the Conservation of the Biodiversity of Kazakhstan (ACBK) und in enger Zusammenarbeit mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) unterstützt der Tiergarten dort seit 2011 die Wiederansiedlung von Kulanen (Equus hemionus) und Przewalski-Pferden (Equus przewalskii). Schutz von Feuersalamandern Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) ist eine der bekanntesten heimischen Amphibienarten – und stark bedroht. Neben der zunehmenden Trockenheit, verschmutzten Gewässern und dem Straßenverkehr setzt ihm vor allem die Pilzerkrankung Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal) massiv zu. In Kooperation mit Citizen Conservation, Frogs and Friends e. V., dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz e. V. (LBV) und dem BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) arbeitet der Tiergarten daran, den schwarz-gelben Lurch vorm Aussterben zu bewahren. Rettung bedrohter Schweinearten vor der Afrikanischen Schweinepest Durch den Menschen verschleppt gelangte die Afrikanische Schweinepest (ASP) nach Europa und Asien. Besonders dramatisch ist die Situation in Südostasien: Dort droht die ASP alle zwölf endemischen Schweinearten in der Natur auszurotten, was rund zwei Drittel aller Schweinearten der Welt entspricht. Unter Hochdruck arbeitet der Tiergarten Nürnberg mit Partnern wie der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP), der IUCN SSC Wild Pig Specialist Group und Partnern vor Ort daran, Schutzmaßnahmen für vom Aussterben bedrohte Schweinearten in Asien voranzutreiben. Dies umfasst unter anderem den Aufbau von Zuchtund Auffangstationen für verschiedene Schweinearten, Feldforschung sowie die Entwicklung von Impfstoffen. Schutz von Meeressäugern in Lateinamerika Lateinamerika fasziniert mit einer großen biologischen Vielfalt, kämpft aber auch mit vielen Problemen, die das Gleichgewicht der Natur zunehmend stören. Diese Probleme waren der Anlass, 1992 die Artenschutzgesellschaft YAQU PACHA e.V. zu gründen mit dem Ziel, den bedrohten Arten in Lateinamerika zu helfen und die Menschen vor Ort für den Artenschutz zu sensibilisieren. Der Fokus liegt dabei auf Seite 3 von 3 wasserlebenden Säugetieren. Denn fast die Hälfte aller Wal- und Delfinarten weltweit ist gefährdet, unter den Arten mit einer küstennahen Verbreitung sind es weitaus mehr. Zu den Kernaufgaben der in Nürnberg beheimateten Artenschutzgesellschaft gehört zum Beispiel der Schutz des Franciscana-Delfins (Pontoporia blainvillei), der bedrohtesten Delfinart Südamerikas.
Tierpark Berlin 03.03.2026
Vom Aussterben bedroht: Mini-Tiger mit Maxi-Power Erste Untersuchung des kleinen Sumatra-Tigers im Tierpark Berlin
Pünktlich zum Weltartenschutztag am 3. März gibt es im Tierpark Berlin einen besonders niedlichen Grund zum Feiern: Das am 2. Januar 2026 geborene Sumatra-Tiger-Jungtier hat seine erste tierärztliche Untersuchung erfolgreich gemeistert. Das kleine Tiger-Mädchen ist gesund, fit und entwickelt sich prächtig. Gleichzeitig erhielt sie ihre erste Impfung gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut. Die kurze Auszeit aus der vertrauten Wurfhöhle war für den jüngsten Nachwuchs im Regenwaldhaus eine kleine Überraschung. Mutter Mayang (15) blieb während der Untersuchung hinter den Kulissen, und das Jungtier machte wenige Meter entfernt sein Missfallen über den unfreiwilligen Ortswechsel mit energischem Fauchen und lautem Mauzen deutlich. Dank ihrer langjährigen Erfahrung konnte Tierärztin Anja Hantschmann die Untersuchung schnell, routiniert und für das Tier so schonend wie möglich durchführen. „Gerade in den ersten Lebensmonaten ist ein verlässlicher Impfschutz entscheidend. Er bildet die Grundlage für ein starkes Immunsystem und eine gesunde Entwicklung des Jungtiers“, so die Tierärztin. Bereits wenige Minuten später war die Tiger-Familie wieder vereint, und gemeinsam erkundeten Mutter und Tochter spielerisch das Innengehege. Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem betont die besondere Bedeutung dieses Nachwuchses anlässlich des Weltartenschutztages: „Gerade bei so seltenen Tieren wie dem Sumatra-Tiger, der in seinem natürlichen Lebensraum vom Aussterben bedroht ist, ist jedes Jungtier ein wichtiger Beitrag für das Überleben der gesamten Art.“ Weltweit existieren im natürlichen Lebensraum inzwischen nur noch 400 bis 600 Tiere dieser laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) vom Aussterben bedrohten Art. Das Tiger-Mädchen ist bereits der dritte gemeinsame Nachwuchs von Mayang und Kater Jae Jae (17). Nach den 2022 geborenen Schwestern Luise und Lotte sowie den Zwillingen Ede und Kuno aus 2024 setzt das erfahrene Elternpaar seine Erfolgsgeschichte im Rahmen des internationalen Zuchtprogramms fort. Ein Name für das junge Tiger-Mädchen wird in Kürze aus den zahlreichen kreativen Vorschlägen der Tierpark-Gäste von einer „Tigerjury“ aus dem Tierpark Berlin ausgewählt. In der Zwischenzeit sorgt das Tiger-Team weiterhin für größtmögliche Ruhe für Mutter und Jungtier. Mit etwas Glück können Tierpark-Gäste im Regenwaldhaus aber beobachten, wie sich die kleine Abenteurerin neugierig auf Entdeckungstour durch das Innengehege begibt. Hintergrund Sumatra-Tiger Der Sumatra-Tiger ist ausschließlich auf der indonesischen Insel Sumatra beheimatet und stellt die kleinste noch existierende Unterart des Tigers dar. Sein natürlicher Lebensraum reicht von dichten tropischen Regenwäldern bis hin zu feuchten Sumpf- und Torfgebieten. In den vergangenen Jahrzehnten ist der Bestand der Sumatra-Tiger durch Wilderei – unter anderem für den illegalen Handel mit Körperteilen zu angeblich medizinischen Zwecken – stark zurückgegangen. Ein weiteres gravierendes Problem ist die fortschreitende Zerstörung ihres Lebensraums durch Abholzung und die Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen, insbesondere für Palmölplantagen. Dadurch werden die Tiere immer weiter zurückgedrängt, was zunehmend zu Konflikten zwischen Tigern und der einheimischen Bevölkerung führt. Heute gilt der Sumatra-Tiger als vom Aussterben bedroht.
Tierpark Hagenbeck 02.03.2026
Eisiger Neuzugang bei Hagenbeck Neuer Eisbärenmann im Tierpark eingezogen
Der Tierpark Hagenbeck durfte einen besonderen Neuankömmling begrüßen: Eisbärenmann Rasputin ist wohlbehalten aus Aalborg in Hamburg eingetroffen. Der Transport aus Dänemark dauerte rund fünf Stunden. Nach seiner Ankunft zeigte sich der 626 Kilogramm schwere Bär aufmerksam und vital – er stieg munter aus der Transportbox und erkundete neugierig den Innenbereich seiner neuen Anlage. Bereits heute soll Rasputin erstmals die Außenanlage beziehen. Die Umsiedlung ist Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), dass die genetisch sinnvolle Zusammenstellung von Zuchtpaaren in zoologischen Einrichtungen koordiniert. Tierarzt Dr. Michael Flügger betont die Wichtigkeit des Neuzugangs: „Er hat für uns eine große Bedeutung, da er genetisch hervorragend zu unserer Victoria passt. Gemeinsam sollen die beiden künftig für wertvollen Nachwuchs sorgen.“ Das EEP hat bereits die Empfehlung ausgesprochen, Rasputin und Eisbärin Victoria zusammenzuführen. Ziel ist es, einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der bedrohten Art zu leisten und die genetische Vielfalt innerhalb der Zoopopulation zu stärken. Zunächst wird Rasputin sich in Ruhe eingewöhnen. Danach ist ein behutsames Kennenlernen der beiden Tiere vorgesehen. Eisbären zählen zu den Einzelgängern, nur zur Paarungszeit kommen Männchen und Weibchen zusammen. Diese liegt in der Regel zwischen März und Mai. Nach erfolgreicher Paarung folgt eine sogenannte Keimruhe: Der Embryo entwickelt sich zunächst nicht weiter, sondern nistet sich erst im Herbst in der Gebärmutter ein. Die eigentliche Tragzeit beträgt dann etwa zwei bis drei Monate. Insgesamt vergehen von der Paarung bis zur Geburt rund acht Monate. Die Jungtiere kommen meist zwischen November und Januar in einer geschützten Wurfhöhle zur Welt. Bei der Geburt sind sie nur etwa 600 bis 700 Gramm schwer und vollkommen auf die Fürsorge ihrer Mutter angewiesen. Mit Rasputins Einzug setzt der Tierpark Hagenbeck ein wichtiges Zeichen für den internationalen Artenschutz und hofft nun auf eine nachwuchsreiche Zukunft für das neue Eisbärenpaar.
Zoo Frankfurt 02.03.2026
Neuzugang bei den Giraffen des Frankfurter Zoos
Anfang Februar musste der Zoo Frankfurt eine seiner beiden Giraffen krankheitsbedingt einschläfern. Seit heute sind wieder zwei der majestätischen Tiere zu sehen, denn am 26. Februar zog die elfjährige NIOBE aus Hannover im Giraffenhaus ein. Anfang Februar musste der Frankfurter Zoo Abschied von Giraffe BINE nehmen. Das Tier litt an einer akuten und schweren Erkrankung des Magen-Darm-Traktes. Trotz intensiver Behandlung durch die Tierärztinnen konnte der Zustand der Giraffe nicht verbessert werden. Um ihr weiteres Leid zu ersparen, musste das Zooteam die Entscheidung treffen, das Tier einzuschläfern. Seit 2019 teilte sich BINE die Anlage mit der zwölf Jahre alten Netzgiraffe SHUJAA. Damit diese nicht lange allein bleibt, wurde in Absprache mit dem Zuchtbuch sehr schnell nach einer passenden Gefährtin für sie in anderen Zoos gesucht. Im Erlebnis-Zoo Hannover wurde man fündig. Dort war im Februar ebenfalls eine von zwei Giraffen gestorben. Da Giraffen soziale Tiere sind, werden sie nicht einzeln gehalten. Bereits Ende Februar zog die am 12. März 2014 geborene Nubische Giraffe NIOBE nach Frankfurt um. Damit sich der Neuankömmling gut eingewöhnen kann, ist das Giraffenhaus aktuell nur zeitweise geöffnet. Bis NIOBE zusammen mit SHUJAA auf der Anlage zu sehen ist, wird es aber voraussichtlich nicht mehr lange dauern. Dass so rasch eine gute Lösung gefunden werden konnte, freut auch Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig: „Bereits im 19. Jahrhundert wurden im Zoo Frankfurt Giraffen gehalten. Sie sind nicht nur äußerst beliebt bei den Besucherinnen und Besuchern, sondern spielen auch in der Bildungs- und Vermittlungsarbeit des Zoos eine wichtige Rolle. Die beeindruckenden Tiere mit ihrer interessanten Biologie sind Botschafter ihrer wildlebenden Artgenossen und verdeutlichen die Anpassung an extreme Lebensräume.“ Auch für Zoodirektorin Dr. Christina Geiger sind Giraffen eine Schlüsselart: „Giraffen gelten im Gesamtbestand als gefährdet – die Populationen aller vier Arten gehen in den natürlichen Lebensräumen seit Jahrzehnten zurück. Unter den aktuellen baulichen Bedingungen können wir zwar Giraffen halten, uns aber nicht an Zuchtprogrammen beteiligen. Das möchten wir ändern. Im Rahmen des Masterplans soll eine 2,4 Hektar große Landschaft für Tiere der afrikanischen Savanne mit Innen- und Außenbereichen entstehen. Dort können Giraffen gemeinsam mit Zebras und vielen weiteren Arten in Tiergemeinschaften gehalten werden. Jetzt freuen wir uns aber erstmal darüber, dass mit dem Transfer aus Hannover eine schnelle und tierwohlgerechte Lösung für die beiden Giraffen-Weibchen gefunden werden konnte.“
Opel Zoo Kronberg 02.03.2026
Giraffen-Nachwuchs im Opel-Zoo Erstes Jungtier von Netzgiraffe „Maja“
Bei den Giraffen im Opel-Zoo gibt es wieder Nachwuchs: Netzgiraffe „Maja“ brachte am Morgen des 22. Februar 2026 nach knapp 15 Monaten Tragzeit ihr erstes Kalb zur Welt. Die Tierpfleger gaben dem zierlichen Jungtier in Anlehnung an die afrikanische Herkunft der Giraffen den kenianischen Namen „Mumbi“. Vor einem Jahr sorgte „Kianga“ als erster Netzgiraffen-Nachwuchs im Opel-Zoo seit 1984 für Begeisterung bei den Besuchern. Wie sie ist auch „Mumbi“ Tochter des Bullen „Timon“, der inzwischen schon nicht mehr im Opel-Zoo ist: Er wurde bereits im April 2025 im Rahmen des Europäischen Ex situ-Zuchtprogramms (EEP) an den Serengeti-Park Hodenhagen in Niedersachsen abgegeben. Die Geburt am frühen Morgen des 22. Februar verlief problemlos. So fanden die Tierpfleger bei Dienstbeginn das neue Mitglied der kleinen Kronberger Giraffenherde und ihre Mutter wohlauf vor. Nun gewöhnen sich Muttertier „Maja“ und ihr Kalb „Mumbi“ noch aneinander, während die einjährige „Kianga“ bereits neugierig den langen Hals nach dem Neuzugang reckt. Unter den Giraffen gelten Netzgiraffen als besonders gefährdet. Ihre Population in Afrika ging zuletzt besonders stark zurück auf unter 21.000 Individuen; die Internationale Union zur Bewahrung der Natur IUCN stuft die Netzgiraffe daher als „stark gefährdet“ ein. „Aus diesem Grund wird die Reservepopulation, die in den Europäischen Zoos aufgebaut wurde, immer wichtiger“ erläutert der wissenschaftliche Kurator des Opel-Zoo Jörg Jebram und zugleich Koordinator des internationalen Ex-situ Programms für Giraffen, und er ergänzt: „Vor diesem Hintergrund freut es uns sehr, dass wir nun bereits mit einem zweiten Jungtier aus dem Opel-Zoo zur Erhaltung der Reservepopulation beitragen können.“ In den kommenden Wochen wird „Mumbi“ zunächst regelmäßig auf der Lauffläche im Giraffenhaus zu sehen sein und dort nach und nach in die Giraffengruppe eingewöhnt. Sobald das Frühlingswetter es zulässt, wird sie anschließend auch die Außenanlage kennenlernen, bevor dann auch die Zebras, Gnus und Impalas hinzukommen, die dort gemeinsam mit den Giraffen vergesellschaftet sind.
Deutsche Tierparkgesellschaft 02.03.2026
Zoos als Motor für Artenschutz – DTG zum World Wildlife Day – World Wildlife Day am 3. März: DTG-Zoos schützen Arten und Lebensräume – weltweit und vor der Haustür
Der von den Vereinten Nationen (UN) ausgerufene World Wildlife Day am 3. März erinnert an die Unterzeichnung des CITES-Abkommens und macht weltweit auf die Bedeutung wildlebender Tiere und Pflanzen aufmerksam. Die Deutsche Tierparkgesellschaft (DTG) nutzt den Tag, um auf die Verantwortung und Erfolge zoologischer Einrichtungen im Arten- und Lebensraumschutz hinzuweisen. Bei manchen Tierarten, wie zum Beispiel dem Vietnam Sika Hirsch, dem Mesopotamischem Damhirsch, der Mendesantilope oder dem Spix-Ara leben aktuell in menschlicher Obhut etwa genauso viele oder sogar mehr Tiere als in der Natur. Zoos werden so zur letzten Zuflucht. Einige Tierarten existieren heute noch – weil Zoos sie erhalten haben. Darunter die Arabische Oryx, die Säbelantilope und die Soccorotaube. In der Natur waren sie längst verschwunden. Das zeigt, Zoos in der Lage sind, wenn Schutz, Zucht und Forschung konsequent zusammenwirken. Weitere Tierarten sind dank der Bemühungen der Zoos wieder in der Wildnis zu finden oder ihr Bedrohungsstatus hat sich verbessert. „Artenschutz findet nicht nur irgendwo in fernen Regenwäldern statt, sondern jeden Tag auch in unseren Tierparks, Zoos und Aquarien“, sagt Marie‑Christine Kuypers, Geschäftsführerin der Deutschen Tierparkgesellschaft. „Unsere Mitgliedseinrichtungen verbinden Schutzprojekte vor Ort mit moderner Tierhaltung, Forschung und Umweltbildung – und machen so den Welttag des Artenschutzes für Millionen Menschen in unseren Einrichtungen ganz konkret erlebbar.“ Dass diese Arbeit gesellschaftlich verankert ist, zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage: 93 Prozent der Deutschen finden es wichtig, dass Zoos bedrohte Tierarten erhalten. Artenschutz ist Daseinsvorsorge – Grundlage von Lebensqualität, wirtschaftlicher Resilienz und der langfristigen Handlungsfähigkeit von Gesellschaften. Zoos tragen dazu bei, indem sie Wissen, Nähe und Verständnis in die Breite der Gesellschaft bringen. Auch am World Wildlife Day 2026 öffnen die 103 Mitgliedszoos der DTG in Deutschland, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz ihre Türen – für Familien, Schulklassen und alle, die verstehen wollen, was auf dem Spiel steht. Schwerpunkt 2026: Wildpflanzen als Lebensgrundlage Das UN-Motto des World Wildlife Day 2026 lautet „Medicinal and Aromatic Plants: Conserving Health, Heritage and Livelihoods“ und rückt Heil- und Duftpflanzen in den Fokus, die für Ökosysteme, Gesundheit und lokale Gemeinschaften unverzichtbar sind. Viele dieser Wildpflanzen sind durch Lebensraumverlust, Übernutzung und Klimawandel bedroht. DTG-Einrichtungen greifen dieses Thema auf, indem sie auf die enge Verknüpfung von Tierund Pflanzenschutz hinweisen: Ohne intakte Lebensräume – Wälder, Feuchtgebiete, Grasländer – fehlen nicht nur Tieren die Lebensgrundlagen, sondern auch den Menschen wichtige Ressourcen wie Heilpflanzen und sauberes Wasser. In Führungen, Aktionstagen und Bildungsprogrammen wird gezeigt, wie Besucherinnen und Besucher durch Konsumverhalten, Gartengestaltung und politisches Engagement zum Schutz dieser Lebensräume beitragen können. Wenn wir Lebensräume schützen, bewahren wir nicht nur (bedrohte) Tierarten, sondern auch die Pflanzen, auf denen unsere Gesundheit und die Lebensgrundlagen vieler Gemeinschaften beruhen.“ betont Kuypers Artenschutz als Aufgabe der ganzen Gesellschaft Die UN erinnern zum World Wildlife Day daran, dass der Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen ein zentraler Bestandteil der globalen Nachhaltigkeitsziele ist. Die DTG ruft Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dazu auf, Artenschutz als Querschnittsaufgabe zu begreifen – von der naturnahen Kommune über nachhaltige Lieferketten bis hin zur persönlichen Kaufentscheidung. „Tierparks und Zoos allein können das Artensterben nicht stoppen“, so Kuypers. „Aber sie sind starke Partner in einem Netzwerk aus Naturschutzorganisationen, Wissenschaft, Behörden und engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Der World Wildlife Day erinnert uns daran, wie viel wir gemeinsam erreichen können – wenn wir handeln, bevor es zu spät ist.“
Tiergarten Kleve 02.03.2026
Tiergarten Kleve lockert Maßnahmen zur Geflügelpest – Erste Erleichterungen für Besucherinnen und Besucher – Hunde wieder montags und mittwochs erlaubt
Nachdem das Geflügelpestgeschehen im Kreis Kleve rückläufig ist, können die im Zuge der Geflügelpest ergriffenen Schutzmaßnahmen im Tiergarten Kleve nach intensiver Abstimmung mit dem Kreisveterinäramt nun schrittweise gelockert werden. Damit kehrt ein weiteres Stück Normalität in den Parkalltag zurück. Ab sofort ist es für Besucherinnen und Besucher nicht mehr erforderlich, ihre Schuhe im Eingangsbereich zu desinfizieren. Diese Maßnahme war als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme zum Schutz der wertvollen Tierbestände des Familienzoos am Niederrhein eingeführt worden. Auch Hunde sind ab sofort wieder im Tiergarten Kleve erlaubt. Es gelten wieder die regulären Hundetage: Hunde dürfen den Park immer montags und mittwochs begleiten – auch an Feiertagen, die auf einen Montag oder Mittwoch fallen. „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Gästen diese Erleichterungen ermöglichen können“, erklärt Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Ein Tiergartenbesuch ist ein schöner Familienausflug. Da zu vielen Familien mittlerweile auch Hunde gehören, ist es nun auch wieder möglich, den Tiergarten an den Hundetagen montags und mittwochs mit der ganzen Familie zu besuchen.“ Für Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer gibt es zudem ein neues Angebot: Ab sofort sind 10er-Tickets für Hunde erhältlich. Für 31 Euro erhalten Gäste zehn Hundeeintrittskarten und können so flexibel die Hundetage nutzen. Auch das beliebte Feierabendticket für 2 Euro pro Hund bietet sich besonders an: Eine Stunde vor Tiergartenschluss lässt sich der Park in ruhiger Atmosphäre noch einmal ganz entspannt erkunden – ideal für eine gemütliche Runde mit dem Vierbeiner. An den Hundetagen stellt der Tiergarten Kleve kostenlose Kotbeutel an der Kasse zur Verfügung. Zusätzlich werden im Park wieder extra Wassernäpfe für Hunde aufgestellt. Bitte beachten Sie: Pro erwachsener Person ist ein Hund erlaubt, maximal jedoch drei Hunde pro Gruppe. „Mein besonderer Dank gilt dem Veterinäramt des Kreises Kleve für die hervorragende und stets sehr konstruktive Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten sowie unserem engagierten Team, das durch die zahlreichen Auflagen zum Schutz vor der Geflügelpest eine erhebliche Mehrarbeit geleistet hat“, so Dr. Polotzek. „Auch unseren Besucherinnen und Besuchern danke ich herzlich für das Verständnis und die Unterstützung. Gemeinsam sorgen wir weiterhin dafür, unsere Tiere bestmöglich zu schützen und zugleich unbeschwerte Naturerlebnisse für die ganze Familie zu ermöglichen.“ Der Tiergarten Kleve ist in der Sommersaison, die am 1. März 2026 gestartet ist, täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die Gäste können sich über zahlreiche Jungtiere, beispielsweise bei den Jakobschafen, Zackelschafen und Owamboziegen, sowie über die neue Welt der Trampeltiere freuen. Auch der Playmore Fantasy-Abenteuerspielplatz, der als einer der schönsten Spielplätze am Niederrhein gilt, lässt Kinderaugen leuchten. Weitere Informationen unter www.tiergarten-kleve.de
Zoo Innsbruck 02.03.2026
2. höchste Besucherzahl seit der Gründung – Erfolgsjahr 2025 für den Alpenzoo Innsbruck
Der Alpenzoo Innsbruck blickt auf eine außerordentlich erfolgreiche Saison und nähert sich mit großen Schritten auf ein neues Rekordniveau bei den Besucherzahlen zu. „Mit insgesamt 337.152 Besuchern verzeichnete der Alpenzoo 2025 die zweithöchsten Besucherzahlen seiner Geschichte, übertroffen nur vom Rekordjahr 1992. Dieses Ergebnis unterstreicht die große Beliebtheit des Alpenzoo als Ausflugsziel und seine wichtige Rolle als Bildungs- und Naturschutzeinrichtung für Einheimische und Touristen gleichermaßen“, freut sich Alpenzoopräsident Günther Platter. Mit seinem europaweit einzigartigen Konzept, ausschließlich Tiere des Alpenraums in naturnah gestalteten Anlagen zu präsentieren, begeistert der Alpenzoo seit Jahren Gäste aus dem In- und Ausland. Besonders Familien, Schulklassen und Naturinteressierte schätzen die Kombination aus Bildung, Artenschutz und einem eindrucksvollen Panorama hoch über der Stadt Innsbrucks. „Das enorme Interesse freut uns sehr und bestätigt unseren Weg, den Zoo als modernes Natur- und Artenschutzzentrum weiterzuentwickeln“, erklärt Zoodirektor Dr. André Stadler. Investitionen in neue Anlagen, laufende Modernisierungen sowie ein erweitertes Bildungs- und Veranstaltungsangebot haben maßgeblich zur positiven Entwicklung beigetragen, so wurde 2025 z.B. eine neue Wildschweinanlage eröffnet, der Alpenzoo ist Mitglied bei der Weltnaturschutzunion IUCN geworden oder aber es gab auch wieder Auswilderungen, z.B. bei den Habichtskäuzen oder Kolkraben. Neben konstant hohen Besucherzahlen erfreuen sich auch Führungen, Workshops und Sonderveranstaltungen großer Beliebtheit. „Mehr als 50 Prozent der Gäste kommen aus der Region – ein klares Zeichen für die hohe Bedeutung des Alpenzoo Innsbruck für die Stadt Innsbruck“, betont Bürgermeister Johannes Anzengruber, Vizepräsident des Alpenzoos. „Mit neuen, attraktiven Angeboten wollen wir in den kommenden Monaten weitere Impulse setzen und zusätzliche Besucher:innen ansprechen.“ Der Alpenzoo in seiner Rolle als wichtiger Botschafter für die alpine Tierwelt sieht sich bestätigt auf seinem Weg und blickt optimistisch in die Zukunft. Für 2026 ist u.a. die Eröffnung eines Restaurants in der Weiherburg, die Errichtung einer neuen Verweilzone mit Wasserspielplatz für Kinder und einem Artenschutzpavillon sowie wieder hoffentlich viele Nachzuchten und Auswilderungen bei unseren Tieren geplant.

