Marie Brennan: Im Refugium der Schwingen (Rezension)

Die Memoiren der Lady Trent 1
Die Memoiren der Lady Trent 2
Die Memoiren der Lady Trent 3
Die Memoiren der Lady Trent 4
Lady Trents Entdeckungen in Akhien sind der Stoff romantischer Legenden und haben sie von akademischer Bedeutungslosigkeit zu weltweitem Ruhm katapultiert. Die Details ihres Privatlebens während jener Zeit sind kaum weniger bekannt und haben Klatschblättern in mehreren Ländern Munition geliefert. Aber, wie es in der Karriere dieser schillernden Frau so oft der Fall ist, die Geschichte, die die Öffentlichkeit kennt, ist bei Weitem nicht vollständig.
In diesem letzten Band wird endlich die Wahrheit hinter Lady Trents berühmtberüchtigtstem Abenteuer enthüllt: Sie trotzte dem höchsten Gebirge der Welt, das weit hinter dem Territorium von Scirlands Feinden liegt – und machte dort im Heiligtum der Schwingen eine überraschende Entdeckung.

Bevor ich mit dem Lesen des Buchs angefangen habe, war ich der Meinung, dass ich nicht viel dazu schreiben müsste. Ich bin ein großer Fan der Reihe (und das erwähne ich immer wieder und auch jetzt, nachdem der letzte Band gelesen wurde, werde ich hin und wieder auf die Bücher hinweisen) und so habe ich mich zwar auf der einen Seite sehr auf das Erscheinen des 5. Bandes gefreut, auf der anderen Seite würde ich damit auch das Ende der Reihe erleben.
Trotzdem bin ich begeistert an die Lektüre herangegangen und am Anfang wurde ich auch nicht enttäuscht. Das war Lady Trent so wie ich sie mochte, so wie ich sie kennen gelernt habe.
Und dann begann der Absturz.
Nicht, dass das Buch schlecht wäre, es ist eine interessante Abenteuergeschichte in einer uns scheinbar vertrauten Welt (obwohl … Lesern der Vorgängern wird diese Welt genauso vertraut sein wie unsere) mit einer Frau, die nach wie vor Schwierigkeiten magisch anzieht (bedingt durch ihre Neugier, ihre Persönlichkeit und der Tatsache, dass sie kein Mann ist).
Allerdings (und irgendwie hat mich das auch etwas erstaunt, schließlich sind die Memoiren ein fiktives Werk mit DRACHEN) gab es eine Begegnung im Buch, die mich erst gestört hat und danach eher gelangweilt hat. Ich kann nicht sagen, um was es geht, da ich dadurch sehr stark die Handlung verraten würde, denn schließlich handelt es sich hierbei um das Geheimnis des fünften Bandes (soviel sei allerdings verraten: Es handelt sich um das Refugium der Schwingen).
Leider nimmt dieser den Großteil des Buches ein und auch wenn es interessante Ansätze gibt, so ist das auch der Teil, der mir am wenigsten gefallen hat und diesen Band den schlechtesten dieser Reihe macht (auch wenn schlecht in diesem Fall noch gut genug ist, um sich gut unterhalten zu fühlen, jedenfalls am Anfang und am Ende).
gegen Ende wird es wieder typisch Isabella, aber das, was mir an den vorangegangen Teilen der Reihe gefallen hat (die politischen Intrigen und Verwicklungen) kommt etwas zu kurz. Allerdings (und soviel kann man verraten) gibt es in diesem Band auch extrem viel Drachen, die diesmal auch eine wirklich bedeutende Rolle spielen (mehr will ich dazu nicht sagen).

Vielleicht ist es ganz gut, dass die Memoiren der Lady Trent nun abgeschlossen sind. Man soll aufhören wenn es am Besten ist (obwohl der 5. Band nicht wirklich als krönender Abschluss bezeichnet werden kann)
Freunde von Drachen und Lady Trent werden auf ihre Kosten kommen.

(Rezensionsexemplar)

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