Helen Harper: Magic Sparks (Rezension)

Was bedeutet es, wenn man sich in einer Welt voller Werwölfe und Vampire seine eigenen übernatürlichen Kräfte nicht erklären kann?
Emma Ballamy ist eine junge erfolgreiche Polizistin und kurz davor Detective beim Londoner CID zu werden. Doch ihre letzte Station während ihrer Ausbildung wird ausgerechnet die Supernatural-Squad. Die Abteilung, die sich mit den übernatürlichen Bewohnern der Stadt, wie Werwölfen und Vampiren, herumschlägt, gilt allgemein als Karrieresackgasse. Und dort hört Emmas Pech nicht auf, denn während sie in ihrem ersten Fall ermittelt, wird sie selbst ermordet – und wacht zwölf Stunden später gesund und munter in der Leichenhalle wieder auf. Sie hat keine Ahnung was passiert ist, doch ihr Instinkt sagt ihr, dass sie nicht nur ihren eigenen Mord aufklären, sondern sich auch um das mysteriöse Verschwinden einiger Werwölfe kümmern muss, wenn sie Antworten finden will. Da hilft es nicht gerade, dass sich ein zwielichtig scheinender Vampir hartnäckig an ihre Fersen heftet …

Helen Harper hat mich bisher nie enttäuscht, sowohl ihre Hex-Files als auch Blood Bound haben mich fasziniert. ich mag den Schreibstil der Autorin, die zum einen sehr witzige Szenen heraufbeschwören kann, aber auch knisternde Romantik und spannende Action.
Mit MAGIC SPARKS gelingt Helen Harper wieder ein interessantes Serienauftakt, der genau das bietet, was man aus ihren anderen Reihen kennt. Natürlich ist Emma, die Protagonistin etwas besonderes, das merkt der Leser spätestens dann nachdem sie entstorben ist (wie es so schön heißt). Aber was sie ist, weiß sie nicht (und demnach auch der Leser nicht, es darf gerätselt werden) und das macht den Reiz dieses Buchs aus (und ich bin gespannt wie lange es dauert bis dieses Geheimnis gelöst wird). Harpers Charaktere (Emma und Lucas) sind sympathisch (und wer weiß wie sich die Beziehung zwischen den beiden entwickelt, bisher ist sie jedoch nur rein „beruflich“ und alles andere als romantisch … ).
Emmas Suche nach ihrem Mörder ist ziemlich interessant und offenbart dem Leser auch einiges über die Welt der Werwölfe. Er lernt dabei genauso wie die teilweise sehr ahnungslose Protagonistin, die mit ihrer Hilflosigkeit dennoch weit kommt und manchmal zeigt welche Kräfte in ihr stecken. Diese Suche wurde interessant gestaltet, allerdings gebe ich zu, dass mir die Auflösung nicht so gefallen hat (und auch nicht das Schicksal ihres Mörders). Das fand ich dann doch etwas einfallslos.
Trotzdem bin ich begeistert von Magic Sparks und freue mich auf die Fortsetzungen. Der Weg ist das Ziel, und bis es zur Auflösung kommt wird der Leser mit Spannung und Witz belohnt. Freunde von Urban Fantasy (und Helen Harper) sollten das Buch auf jeden Fall lesen.

(Rezensionsexemplar)

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