11. Zooreise 2019 – Tag 2: Über Heidelberg nach Speyer … Schlösser, Kirchen, Alkohol

Heidelberg, das war unser Ziel auf dem Weg nach Speyer. Der letzte Besuch in Heidelberg ist noch nicht so lange zurück (siehe hier), aber da es auf dem Weg nach Speyer lag, bzw. sich ein Besuch anbot, fuhren wir dort hin. Als wir los fuhren war ich der Meinung, wir würden eine Stadtführung machen, aber das Navi zeigte uns an, dass wir zu spät kommen würden. Also entschied ich mich um für eine öffentliche Führung im Schloss. Allerdings war es ein Samstag und ich sah schon wieder tausende Touristen Richtung Schloss eilen. Und uns im Zoo Heidelberg.

Aber tatsächlich waren weniger Besucher unterwegs als erwartet. Wir könnten mit der Bahn fahren und nahmen planmäßig an einer interessanten Führung durch das Heidelberger Schloss, bzw. das was davon übrig geblieben ist, teil.
Dabei bekommt man auch Teile des Schlosses zu sehen, die man sonst nicht sieht.
Aber das Schloss ist damit erst einmal abgehackt. (Mehr Infos zum Schloss gibt es hier)
Nachdem wir nicht das Panoramaticket gekauft hatten konnten wir auch noch etwas mit der Bahn fahren. Und wir nutzten die Gelegenheit und fuhren auf den Königstuhl.

Der Königstuhl im Stadtgebiet von Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg ist mit 567,8 m ü. NHN der höchste Berg sowohl des Kleinen Odenwaldes wie auch an der Bergstraße. Er und der Heiligenberg (439,9 m) sind die beiden Hausberge von Heidelberg; zwischen beiden fließt der Neckar aus dem Odenwald-Neckartal und zugleich aus dem Naturpark Neckartal-Odenwald in die westlich gelegene Oberrheinische Tiefebene ein.
Im Königstuhlmassiv stehen mächtige Schichten aus Buntsandstein an. Felsen aus diesem Gesteins rutschten in Auftauphasen zum Ende des Eiszeitalters auf Permafrostböden abwärts und bildeten an den Massivnordhängen im Übergangsbereich zum Auerhahnenkopf (486,9 m) oberhalb von Schlierbach zwei größere und erhaltene Blockhalden, die Königstuhl-Felsenmeere, das östliche auf etwa 270 bis 410 m und das westliche auf rund 340 bis 480 m Höhe.
Aus Hanglagen des Bergmassivs wurde in Steinbrüchen in kleinen Mengen Sandstein gewonnen, an der Molkenkur im heutigen Teufelsloch und am Riesenstein. Der Buntsandstein zeigt sich aber nicht nur an Steilhängen in der Landschaft, die dessen Bänke aufschließen, sondern er prägt auch die regionale Architektur. Die in umliegenden Ortschaften aus dem Neckartäler Sandstein errichteten historischen Bauten, bekanntestes ist wohl das Heidelberger Schloss, zeigen den charakteristischen Rotton des Gesteins.
Auf der Nordwestflanke des Königstuhls verkehrt die Heidelberger Bergbahn, eine Standseilbahn. Ihre Wagen fuhren seit 1890 im unteren Streckenteil (Molkenkurbahn), nur von der Talstation Kornmarkt (113,2 m; Altstadtplatz) durch die Station Heidelberger Schloss (192 m) bis zur Station Molkenkur (289,3 m; frühere Kuranlage). Von dortiger Zwischenstation (Umstieg) fahren die Wagen des 1907 eröffneten oberen Streckenteils (Königstuhlbahn) zur Bergstation Königstuhl (549,8 m). Die 1491 m lange Bahnstrecke überwindet 436,6 m Höhenunterschied.
Die Aussicht war berauschend… Irgendwann im Sommer muss der Besuch wiederholt werden, dann wenn man die Aussicht bewundern und die Falknerei besuchen kann.
Nachdem wir dann, schneller als erwartet wieder in Heidelberg waren fuhren wir weiter nach Speyer.

Am Morgen hatte ich feststellen dürfen, dass es im Dezember keine öffentlichen Domführungen gab, weshalb wir den Dom auf eigene Faust erkundigten.
Der Speyerer Dom (offizielle Bezeichnung: Domkirche St. Maria und St. Stephan) ist die Kathedralkirche der katholischen Diözese Speyer und Pfarrkirche der Dompfarrei. Nach der teilweisen Zerstörung der Abtei Cluny während der Herrschaft Napoleons ist er die größte erhaltene romanische Kirche der Welt.Er wurde 1925 von Papst Pius XI. in den Stand einer Basilica minor erhoben. Seit 1981 steht er auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes, außerdem ist er ein geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention.
Die 1041 geweihte Krypta befindet sich unter dem Querhaus und dem Chor des Domes und ist mit einer überbauten Fläche von 850 m² sowie einer Höhe von 7 m die größte romanische Säulenhalle Europas. Die einzelnen Joche werden durch Gurtbögen voneinander getrennt. Dies schuf, vom Raumquadrat der Vierung ausgehend, die Voraussetzung für die Entwicklung der „gebundenen Form“ bei den romanischen Grundrissen. Diese Art der Wölbung wurde um 1040 bei der Einwölbung der Seitenschiffe übernommen. Die 42 Kreuzgratgewölbe ruhen auf Säulen mit einfachen Würfelkapitellen. Die abwechselnd gemauerten gelben und roten Sandsteinquader der Haardt und des Odenwaldes sind typisch für die Zeit der Salier und der Staufer. Vor dem Hauptaltar der Krypta steht ein Taufbecken, das um 1100 gefertigt wurde. Der Zugang erfolgte ursprünglich über im Mittelschiff befindliche Treppen, die sich rechts und links der Grablege befanden und in eine Vorkrypta mündeten. Als sich die Grablege als zu klein erwies, wurden die Zugänge der Krypta in die Seitenschiffe verlegt und die Vorkrypta verfüllt.
Der Domnapf westlich des Domes, im Kreuzungspunkt mehrerer Straßen, bildete ursprünglich die Grenze zwischen dem Gebiet der ehemaligen freien Reichsstadt und der sogenannten Dom-Immunität. Ein Delinquent, der zum Domnapf flüchten konnte, durfte nicht mehr richterlich belangt werden. Der Domnapf trennte die Freie Reichsstadt Speyer vom Hoheitsgebiet des Bischofs. Deshalb flüchteten in der Reichsstadt Verurteilte in die Bischofsstadt, denn dort galt bischöfliches Recht.
Wenn ein neuer Bischof in die Stadt einzog, endete hier das von der Stadt beanspruchte Geleitrecht. Bei dieser Gelegenheit musste der Bischof den Napf mit Wein füllen, und jeder Bürger hatte das Recht, daraus zu trinken. Der Domnapf fasst 1580 Liter.

Ölberg

Der Ölberg geht zurück auf eine Stiftung des Domkapitulars Wipert von Finsterlohe († 1503) und stand im Zentrum des Innenhofs eines von 1505 bis 1512 durch Nikolaus Elser sowie Hans Seyfer errichteten Kreuzganges. Beim großen Brand des Jahres 1689 wurde der Ölberg wie auch der Dom selbst stark beschädigt. Der Kreuzgang wurde nicht mehr restauriert, sondern fiel 1820 dem Bestreben zum Opfer, um den Dom herum eine freie Anlage zu schaffen. Lediglich der Ölberg blieb als Ruine erhalten. Später wurde ein Dach aufgesetzt, um den völligen Zerfall zu verhindern. Außerdem wurden die Skulpturen ergänzt. Das Innere des Ölberges birgt eine kleine Kapelle, die dem Erzengel Michael geweiht ist.

Nachdem wir Dom und Krypta besucht hatten schlenderten wir noch durch den Weihnachtsmarkt und tranken etwas, dass sich Schneemannpunsch nannte, Eierlikör, Glühwein mit Sahnehaube. Sehr lecker…
Nach dem Weihnachtsmarkt irrten wir noch etwas durch die Stadt auf der Suche nach einem Restaurant, bevor wir ins Sea Life gingen.
Wir landeten in einem mehr als klassischen Italiener, dem Donna Mia am Fischmarkt. Ich hatte leckere Vorspeisen, gefüllte Teigtaschen mit Dip, und Rigatoni mit einem Pizzateighäubchen. Das nannte sich Nudeltopf und hatte ich noch nie bei einem mir bekannten Italiener entdeckt. Jedenfalls war es lecker und mit dieser Grundlage konnten wir uns dem Sea Life stellen.
Wir kamen etwas zu früh an, aber es war nicht kalt und es regnete nicht. Wir waren auch nicht die Ersten …
Während der Führung erfuhren wir zum einen einiges über die Bewohner des Sealifes, als auch über die Winzerei Bender. Viel Neues zum Vergleich zum letzten Jahr erfuhren wir nicht.
Unser Führer durch das Sea Life war ein anderer als im letzten Jahr. Unverkleidet, jünger, männlich. Drei Stunden dauerte die Führung, danach tranken wir noch einen Absacker in der überfüllten Lobby unseres Hotels.
Während unseres Besuchs gab es auch in der Nähe des Sea Lifes einen Wasserrohrbruch, der sich zwar auf die Toilettennutzung des Sea Lifes auswirkte, nicht aber auf unser Hotel.
Und ich erfuhr, dass das Sea Life Speyer auch einen Außenbereich hat. Dieser spielte während der Weinprobe natürlich keine Rolle und nachts ist dieser auch kaum zu sehen (außer man weiß es).
Laut Zootierliste gibt es in Speyer auch (seit ein paar Jahren bereits) Krokodile. Im letzten Jahr habe ich sie nicht gesehen, in diesem auch nicht (obwohl wir den normalen Rundweg gingen. Vielleicht muss ich das Sea Life doch irgendwann tagsüber besuchen, um genauer nach Krokodilen zu suchen und auch den Außenbereich anzuschauen… auch wenn dieser nicht besonders groß zu sein scheint (aber das kann man auch nicht erwarten).
Eindrücke zur Weinprobe 2018 gibt es hier.

Heidelberg
Schloss Heidelberg
Speyer
Dom zu Speyer
Sea Life Speyer

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