Zoo Heidelberg 17.07.2026
Spendenlauf für Schildkröten geht in die zweite Runde
Zoolauf-Anmeldung ab sofort möglich Laufen und den Bau des Schildkrötenhauses auf der Zielgeraden unterstützen: Am Sonntag, den 06. September 2026 organisiert der Zoo Heidelberg erneut einen Zoolauf mit dem Ziel eine hohe Spendensumme für die Heidelberger Schildkröten zu erreichen. Der Zoo Heidelberg freut sich auf zahlreiche Läufer, die zusätzlich zum Startgeld eine Spende für die Riesenschildkröten eintragen. Diese Spenden fließen in den Bau des neuen Schildkrötenhauses für die vier Aldabra-Riesenschildkröten, die möglichst noch in diesem Jahr nach Heidelberg zurückkehren sollen. Der diesjährige Spendenlauf startet am Sonntag, 06. September 2026 um 9 Uhr bei der Elefanten-Trainingswand. Die Strecke führt vorbei am Flamingosee und der Löwenanlage, über den Wehrsteg entlang des Neckarkanals und schließlich zurück in den Zoo. Die Teilnehmer können zwischen einer, zwei oder drei Runden mit einer Länge von jeweils rund drei Kilometern wählen. So ist der Lauf sowohl für Freizeitläufer als auch für ambitionierte Sportler geeignet. Die Startplätze sind begrenzt, eine Anmeldung ist ab sofort bis zum 30. August 2026 online unter https://tickets.zoo-akademie.org/Zoolauf2026/ möglich. Die Spenden unterstützen den Neubau des Schildkrötenhauses im Zoo. Im Februar 2022 wurde das bisherige Gebäude während eines Sturms so schwer beschädigt, dass es vollständig abgerissen werden musste. Die vier Riesenschildkröten wurden glücklicherweise nicht verletzt, musste jedoch übergangsweise in einen anderen Zoo umziehen. Inzwischen ist der Rohbau abgeschlossen und als nächstes entsteht der Holzbau. Nach der Fertigstellung des neuen Hauses erwartet die Besucher zudem ein ganzjährig zugänglicher Ausstellungsbereich rund um den Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Tierwelt. Zu den Höhepunkten werden die vier Aldabra-Riesenschildkröten zählen, die nach Abschluss der Bauarbeiten nach Heidelberg zurückkehren. „Der Schildkrötenlauf verbindet sportliches Engagement mit einem konkreten Beitrag für den Zoo Heidelberg“, sagt Zoodirektor Klaus Wünnemann. „Wir freuen uns, dass viele Menschen den Bau des neuen Schildkrötenhauses mit zusätzlichen Spenden unterstützen.“ Die Startgebühr beträgt für Erwachsene 20 Euro, für Kinder bis 12 Jahre 10 Euro und deckt die organisatorischen Kosten. Ein exklusives Laufshirt mit dem Laufmotiv kann für 12 Euro pro Person erworben werden. Mit einer zusätzlichen freiwilligen Spende unterstützen die Sportler den Bau des neuen Schildkrötenhauses. Die Spenden leisten einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung des Projekts und kommen direkt dem neuen Zuhause der Schildkröten zugute. Ein besonderes Dankeschön erwartet zudem jeden Läufer, der einen Spendenbetrag ab 50 Euro tätigt. Diese Spender dürfen sich auf eine Einladung zur feierlichen Eröffnung des Schildkrötenhauses freuen. Als Erinnerung erhalten alle Läufer eine Teilnehmerurkunde sowie ein kleines Erinnerungsgeschenk. Im Anschluss an den Lauf werden die schnellsten Zeiten ausgezeichnet. Wer am Veranstaltungstag nicht mitlaufen kann, hat trotzdem die Möglichkeit, das Vorhaben zu unterstützen: Über die Kooperation „Team Schildkröte Heidelberg“ mit dem WWF. Jede Mitgliedschaft trägt zum Bau des neuen Schildkrötenhauses und gleichzeitig zum Schutz bedrohter Meeresschildkröten an der Küste Mexikos bei.
Zoo Krefeld 17.07.2026
Zoo-Rallye vermittelt Tagespflegekindern wichtige Grundrechte – Aktionstag von Stadt und Kinderschutzbund
An diesem Julivormittag streifen überdurchschnittlich viele Kinderbusse über die Pfade des Krefelder Zoos. Sie steuern eine Station nach der nächsten an. Zwischen Pinguinbecken und Erdmännchen-Lodge eifern sie einer besonderen Mission nach: Die rund 60 Krefelder Kindertagespflegepersonen und ihre 250 Tagespflegekinder nehmen an einer Zoo-Rallye mit pädagogischem Anstrich teil. Denn die Spiel- und Mitmach-Angebote drehen sich um das Thema Kinderrechte. Die Stadt Krefeld und der Kinderschutzbund hatten alle Kindertagespflegestellen zu diesem Aktionstag eingeladen. Mit mehreren Fachberatungen waren die Veranstalter als Ansprechpartner ebenso vor Ort dabei. Dank der großzügigen Unterstützung des Zoos erhielten alle Teilnehmenden freien Eintritt. Dass die Theorie der UN-Kinderrechtskonvention an praktische Erlebnisse gekoppelt wird, hat einen nahliegenden Grund: Die universellen Grundrechte für die Jüngsten nehmen im Alltag der Kindertagespflege gemeinhin eine sehr bedeutsame Rolle ein. Die Kinder sollen von früh auf in ihrer Selbstbestimmung und ihrem Selbstbewusstsein gestärkt werden. Und so näherten sie sich im Zoo drei Stunden lang elementaren Themen wie Bildung, Freizeit oder Gesundheit mittels spielerischer Methoden an. Bei den Erdmännchen sollten die Kinder unterschiedliches Futter den jeweils passenden Tieren zuordnen. Diese Denkaufgabe verknüpften die Organisatoren beispielhaft mit Artikel 28 der Kinderrechtskonvention, dem Recht auf Bildung. Beim Entenfischen wiederum lernten die jungen Zoo-Besucher, dass auch das Spielen zu ihren Grundrechten gehört. Als sich die Kinder nach rund drei Stunden von der Zoo-Rallye verabschiedeten, ließen sie bunte Seifenblasen in den Himmel steigen. Dabei sollten sie jeder Seifenblase einen individuellen Wunsch zuordnen Ein symbolischer Abschuss mit der Botschaft: Ihre Wünsche und Meinungen zählen. „Ein solcher Aktionstag fördert die Vernetzung unter den Kindertagespflegepersonen in Krefeld und macht darüber hinaus ihre sehr wichtige Betreuungsarbeit sichtbar“, sagt Fatma Ünlü, die das Sachgebiet Kindertagespflege bei der Stadt Krefeld leitet. Die Kindertagespflege ist eine den Kindertageseinrichtungen gleichwertige Form der Betreuung. Sie eignet sich insbesondere für Kinder unter drei Jahren. Aktuell gibt es in vielen Krefelder Kindertagespflegestellen noch ausreichend Kapazitäten. Wer Interesse an einer Betreuung hat, kann den Bedarf auch kurzfristig anmelden. Weitere Informationen stehen online unter https://service.krefeld.de/kindertagespflege-vermittlung, zudem ist die Stadt Krefeld unter 0 21 51 / 86 35 45 und via E-Mail an fachberatungen.kindertagespflege@krefeld.de erreichbar.
Zoo Krefeld 17.07.2026
Känguru-Outback“ bietet ein Stück Australien im Krefelder Zoo – Drei verschiedene Tierarten ziehen auf der neuen Anlage ein
Ein Stück Australien ist ab sofort mitten im Krefelder Zoo zu bewundern. Nach 16 Monaten Bauzeit wurde das neue „Känguru-Outback“ am 16. Juli feierlich eröffnet. Es beheimatet demnächst drei Tierarten: die Grauen Riesenkängurus, die nur innerhalb des Zoos umziehen mussten, die Gelbfuß-Felskängurus, die für ihre prächtige Färbung bekannte sind, und die Emus als weitere Großvogelart. Zwischen rotem Gestein und Eukalyptuspflanzen eröffnet die Anlage den Besucherinnen und Besuchern neue Einblicke in das Leben dieser australischen Tierarten. Das zugehörige Gebäude wurde in Form eines Farmhauses aus Holz gestaltet, auf dessen Veranda man gemütlich Platz nehmen und die Tiere beobachten kann. Das „Känguru-Outback“ war ein Wunschprojekt des ehemaligen Zoodirektors Wolfgang Dreßen, der bis heute als europäischer Koordinator für das weltweite Zuchtbuch der Goodfellow-Baumkängurus fungiert. Bereits an der Uni hatte er zu Kängurus geforscht und war viel in Australien unterwegs. Seine Idee wurde nun von seiner Nachfolgerin Dr. Stefanie Markowski umgesetzt. Das Budget von gut einer Million Euro haben die Zoofreunde gestemmt, auch dank vieler Einzelspenden. Sparkasse Krefeld und Wohnstätte haben ebenfalls ihren Beitrag geleistet. „Diese Anlage markiert auch die Übergabe des Staffelstabs in unserem Zoo“, sagte Oberbürgermeister Frank Meyer bei der Eröffnung. „Diejenigen, die früher hier in Verantwortung waren, haben das Projekt auf den Weg gebracht, maßgeblich geprägt und vorbereitet. Und diejenigen, die ihnen nachgefolgt sind, haben mit großer Begeisterung das Vorhaben bis zur Vollendung weitergeführt. Das ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie im Krefelder Zoo gearbeitet wird. Alle Menschen, die hier beruflich oder ehrenamtlich tätig sind, haben eine sehr klare Haltung und Lust darauf, etwas Besonderes für Krefeld zu schaffen.“Diese Aussage war nicht nur auf die beiden Generationen von Zoo-Chefs bezogen, sondern auch auf den Förderverein. Dort wurde ebenfalls der Staffelstab weitergereicht: Friedrich Berlemann, der 16 Jahre lang Vorsitzender der Zoofreunde war, übergab sein Amt im vergangenen Jahr an Yvonne Brandt. Als Dank wurde nun ein Aussichtspunkt auf das neue Tiergehege in „Friedemann View“ benannt. „Nicht nur Kängurus machen große Sprünge – ich könnte das heute auch tun“, betonte Berlemann in seinen Dankesworten. „Dass die Zoofreunde so viel Geld für dieses Projekt sammeln konnten, zeigt die Solidarität mit unserem wunderschönen Zoo.“ „Der Weg zur Realisierung der Anlage war mitunter steinig. Umso schöner, dass es nun mit Hilfe unserer Sponsoren gelungen ist, das Projekt zu realisieren – trotz der Kostenexplosion im Bausektor“, erklärte Yvonne Brandt für die Zoofreunde. „Heute können wir sagen, dass hier etwas Besonderes entstanden ist, eine weitere wunderbare Attraktion für unsere Zoobesucher.“ Neben dem Artenschutzzentrum Affenpark sei das „Känguru-Outback“ das wichtigste aktuelle Projekt für den Zoo. Dessen Direktorin Dr. Stefanie Markowski hob die Bedeutung der Kängurus für den Zoo Krefeld hervor und dankte ihrem Vorgänger für die Idee einer Anlage, die Tierwelt, Landschaft und Pflanzen des Outbacks zusammenführt. „Bei der Gestaltung haben wir den Bedürfnissen unserer Tiere Rechnung getragen“, betonte Dr. Stefanie Markowski. „Felskängurus klettern gern und finden hier die entsprechenden Felsformationen aus rotem Sandstein. Die grünen Hügel sind ein schöner Bereich für die Riesenkängurus, die gerne grasen. Und der kleine Badebereich wartet schon auf den Einzug der Emus.“ Die fünf weiblichen Grauen Riesenkängurus sind bereits zu Beginn der Woche in ihre neue Anlage eingezogen. Sie gewöhnen sich derzeit an die neue Umgebung. Der Einzug der weiteren Tierarten erfolgt schrittweise. Zunächst wird ein weiblicher Emu erwartet, später folgt ein weiterer weiblicher Jungvogel. Für die bedrohten Gelbfuß-Felskängurus stimmt sich der Zoo mit dem Europäischen Zuchtbuch ab. Ein Termin für den Einzug steht noch nicht fest. Das Tierhaus, in dem die Bewohner auch geschützte Rückzugsbereiche haben, ist im Stil eines australischen Farmhauses errichtet worden. Eine umlaufende Veranda ermöglicht den Blick in den Innenbereich. Besucher können die Tiere auch bei schlechtem Wetter beobachten. Die 1.500 Quadratmeter große Außenanlage ist auch optisch eine Bereicherung. Die roten Steine, die sofort Assoziationen an den fünften Kontinent wecken, stammen aus einem Steinbruch in der Pfalz. Fünf verschiedene Eukalyptusarten, die bei einem Fachbetrieb in den Niederlanden gekauft wurden, bilden die Flora Australiens nach. Die Anlage ist von drei Seiten einsehbar. Dadurch entstehen immer wieder neue Blickwinkel auf die Tiere. Dr. Stefanie Markowski erklärte weiter: „Ich danke dem ganzen Zooteam, insbesondere der Senior-Kuratorin Xenia Schirrmeister, aber auch den Kängurupflegerinnen Corinna Hamma und Yvonne Wicht für die Begleitung des Baus. Nur durch den herausragenden Einsatz der Gärtner und Handwerkerteams in den letzten Tagen konnte diese schöne Anlage fertiggestellt werden.“ Sie setzten große Teile des Projekts in Eigenleistung um. Wie bei allen Neuansiedlungen leistet der Zoo auch mit dieser Anlage einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Gelbfuß-Felsenkängurus sind eine bedrohte Tierart, die in der Natur Australiens nur noch selten zu entdecken ist. In der Natur machen Lebensraumverlust und Feinde wie Füchse und Wildkatzen den Beuteltieren zu schaffen. Daher gibt es kaum noch gesunde Populationen. „So zeigt unser Zoo erneut, wie er von Krefeld aus Verantwortung für die Welt übernimmt“, so Frank Meyer in seiner Rede. „Darüber hinaus nimmt er eine Funktion als Bildungseinrichtung wahr – und zwar auf sehr emotionale Weise. Ich lerne hier nicht nur etwas mit dem Kopf, sondern erlebe die Tiere aus nächster Nähe. Das macht es leichter, sich als Menschen verantwortungsvoll zu verhalten.“
Tierpark Nordhorn 17.07.2026
Tierpark Nordhorn beteiligt sich an internationalem Auswilderungsprojekt
Sechs Waldrappe ziehen für den Artenschutz in die italienischen Alpen Der Waldrapp (Geronticus eremita) zählt weltweit zu den am stärksten gefährdeten Vogelarten. Das europäische LIFE-Projekt zur Erhaltung dieser Art hat nun mit der Gründung der fünften Brutkolonie innerhalb des Wiederansiedlungsprojekts in den Alpen ein neues Kapitel aufgeschlagen. Und in diesem Kapitel spielt auch der Tierpark Nordhorn als Arten- und Naturschutzzentrum eine wichtige Rolle: Sechs der zwölf Gründertiere stammen aus dem Familienzoo und sind bereits im Mai in ihre neuen Waldrapp-Voliere in Caprino Veronese in den Bergen oberhalb des Gardasees in Norditalien umgezogen. Mit der Eröffnung der neuen Voliere entstand die fünfte Kolonie innerhalb des europäischen Wiederansiedlungsprojekts. Die Gründervögel wurden im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) ausgewählt. Den sechs Tieren aus dem Tierpark Nordhorn werden in Kürze weitere sechs aus dem Natura Viva Garda Animal Park folgen. Nach ihrer Eingewöhnung werden die 12 Tiere den Grundstock einer neuen Brutkolonie in Norditalien bilden. Caprino Veronese ergänzt damit die bestehende Kolonie in Fagagna und stärkt das Netzwerk von Brutstandorten, das für die Zukunft der wiederangesiedelten Population von zentraler Bedeutung ist. Besonders wertvoll ist die strategische Lage entlang des Zugkorridors. Die hier schlüpfenden Jungvögel können die Zugroute von erfahrenen, freilebenden Altvögeln erlernen, die bereits selbstständig zwischen Mitteleuropa und ihrem Winterquartier in der Toskana migrieren. Gelingt dies, werden die jungen Waldrappen später an ihren Geburtsort zurückkehren und dort selbst brüten. So kann die Kolonie auf natürliche Weise wachsen und zur Etablierung einer dauerhaft selbsterhaltenden Population beitragen. „Wir sind stolz, dass Vögel, die in unserem Tierpark geschlüpft sind, nun nachfolgenden Generationen ein Leben im angestammten Lebensraum ermöglichen können,“ so Zoodirektor Dr. Nils Kramer. „Die Nordhorner Waldrappe konnten durch unseren Kurator Dr. Dirk Wewers erfolgreich in das Europäische Erhaltungszuchtprogramm integriert werden, so dass wir nun in der Lage sind mit den Tieren an diesem besonderem Auswilderungsprojekt teilzunehmen“, so Nils Kramer weiter. „Es ist unheimlich erfüllend zu wissen, dass wir mit der Haltung und Nachzucht dieser zumindest auf den zweiten Blick wunderschönen Vogelart ganz unmittelbar zur Erhaltung der Wildpopulation beitragen können,“ so Kurator Dr. Dirk Wewers. Sollte dieses Projekt gut funktionieren, ist es eine weitere Erfolgsgeschichte für den Artenschutz, ermöglicht durch den unverzichtbaren Beitrag der vielen engagierten Zoologischen Gärten. Zum Projekt: Das LIFE-Projekt zur Wiederansiedlung des Waldrapps verfolgt das Ziel, eine langfristig überlebensfähige und sich selbst erhaltende Zugpopulation dieser einst in Europa ausgestorbenen Vogelart aufzubauen. Dafür werden neue Brutkolonien etabliert und miteinander vernetzt sowie sichere Zugrouten zwischen den Brutgebieten nördlich und südlich der Alpen und dem gemeinsamen Überwinterungsgebiet in der Toskana geschaffen und dauerhaft gesichert. Ziel ist es, den Waldrapp langfristig wieder als festen Bestandteil der europäischen Vogelwelt zu etablieren. Waldrappe im Tierpark Nordhorn: Die Waldrappe teilen sich im Tierpark Nordhorn ein großes Freigehege mit Gänsegeiern und Sibirischen Steinböcken. Die Gemeinschaftsanlage „Der Geierfelsen“ wurde bereits mit dem sogenannten „Zoo- Oscar“, dem BdZ-Biber, ausgezeichnet. Diese vom Berufsverband der Zootierpfleger e. V. (BdZ) ins Leben gerufene Auszeichnung würdigt jährlich eine Anlage, die sich durch besonders gute Tierhaltung und einen innovativen Charakter auszeichnet. Bewertet werden die Anlagen von einem Fachgremium des Verbandes aus der Sicht der Tiere, der Tierpflegerinnen und Tierpfleger sowie der Besucherinnen und Besucher.
Zoo Hof 17.07.2026
Rentiernachwuchs im Zoo Hof
Im Zoo Hof gibt es erneut besonderen Nachwuchs: Bei den Rentieren ist ein gesundes männliches Jungtier geboren worden. Der kleine Rentierbulle trägt den Namen Eskel und ist der Nachwuchs von Alaska und Loki. Eskel ist bereits täglich für die Besucherinnen und Besucher zu sehen. Neugierig erkundet er sein Gehege und sorgt mit seiner goldigen Art bei Gästen und Tierpflegern gleichermaßen für Begeisterung. Rentiernachwuchs gehört in deutschen Zoos nicht zum alltäglichen Bild. Die erfolgreiche Zucht ist deshalb auch über Hof hinaus etwas Besonderes. Wer Eskel kennenlernen möchte, kann ihn gemeinsam mit seinen Eltern im Rentiergehege des Zoo Hof beobachten.
Zoo Hoyerswerda 17.07.2026
Große Ohren auf vier Beinen – Ab sofort leben Zwergesel im Zoo Hoyerswerda
Der Zoo Hoyerswerda hat tierischen Zuwachs bekommen. Zwei Zwergeselstuten sind auf der Eselanlage eingezogen. Die etwa anderthalb Jahre alten Stuten Ruby und Elisabeth kamen aus dem Tierpark Bernburg und bewohnen seit gestern gemeinsam mit den drei Hoyerswerdaer Hauseseln Katja, Maila und Ricky ihr neues Zuhause. Die erste Begegnung verlief ganz nach Eselart. Neugierig wurden die beiden Neuankömmlinge von ihren neuen Artgenossen ausgiebig gemustert, beschnuppert und auf ihre „Herden-Tauglichkeit“ geprüft. Nachdem die erste Aufregung verflogen war, kehrte schnell Ruhe ein und das gemeinsame Frühstück wurde bereits Seite an Seite eingenommen. Zwergesel stammen ursprünglich von den Mittelmeerinseln, insbesondere von Sardinien und Sizilien, und gehören zu den kleinsten Rassen der Hausesel. Mit einer Schulterhöhe von meist unter einem Meter wirken sie zwar besonders zierlich, stehen ihren größeren Verwandten jedoch in nichts nach. Sie gelten als robust, ausdauernd und trittsicher und können, gemessen an ihrer Körpergröße, erstaunlich schwere Lasten tragen. Eseln haftet oft der Ruf an, störrisch zu sein. Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch um besonnene und intelligente Tiere. Statt sich kopflos in Gefahr zu begeben, wägen sie Situationen sorgfältig ab und entscheiden selbstständig, ob ihnen ein Weg sicher erscheint. Mit Ruby und Elisabeth bereichert der Zoo Hoyerswerda nicht nur seine Eselgruppe, sondern bietet seinen Besucherinnen und Besuchern künftig auch die Gelegenheit, die Unterschiede zwischen Haus- und Zwergeseln aus nächster Nähe kennenzulernen. Wer die beiden neugierigen Jungtiere beobachten und sogar striegeln möchte, findet sie ab sofort auf der gemeinsamen Eselanlage.
Zoo Schwerin 17.07.2026
ZooKultur am 1. August im Zoo Schwerin – Sommerabend zwischen Tierwelt und Open-Air-Kino
Ein lauer Sommerabend, besondere Tierbeobachtungen und ein Kinoerlebnis unter freiem Himmel: Am Samstag, den 1. August 2026, lädt der Zoo Schwerin ab 19:30 Uhr zur ZooKultur ein. Besucherinnen und Besucher erwartet ein stimmungsvoller Abend, an dem der Zoo seine Tore nach den regulären Öffnungszeiten öffnet und Natur und Kultur auf besondere Weise miteinander verbindet. Den Zoo in der Abendstimmung erleben Wenn sich die Tagesgäste verabschiedet haben, entfaltet der Zoo eine ganz besondere Atmosphäre. Während die Abendsonne das bewaldete Gelände in warmes Licht taucht, können die Gäste gemütlich durch die Anlagen spazieren und die Tiere in einer Tageszeit erleben, in der einige von ihnen erst richtig aktiv werden. Die besondere Stimmung lädt dazu ein, den Zoo aus einer neuen Perspektive kennenzulernen und den Sommerabend entspannt zu genießen. Naturfilm unter freiem Himmel Ab 21:45 Uhr verwandelt sich die Festwiese an der idyllischen Teichanlage in ein Open-Air-Kino. Passend zum Sonnenuntergang startet der preisgekrönte Naturfilm „Das Flüstern der Wälder“ von Regisseur Vincent Munier, der bereits mit „Der Schneeleopard“ internationale Aufmerksamkeit erlangte. Der Film gehört zum Wettbewerb um den Deutschen Naturfilmpreis der Deutschen Naturfilm-Stiftung und verspricht beeindruckende Naturaufnahmen sowie bewegende Einblicke in die Welt der Wälder. Für das besondere Kinoerlebnis sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, Decken, Kissen oder Klappstühle mitzubringen und es sich gemütlich zu machen. Die Veranstaltung findet auch bei Regen statt. Kulinarische Begleitung Für das passende Kinogefühl ist ebenfalls gesorgt: Neben Popcorn und Getränken werden weitere Speisen vor Ort angeboten, sodass einem entspannten Kinoabend mit Picknickflair unter freiem Himmel nichts im Wege steht. Tickets im Vorverkauf erhältlich Der Vorverkauf läuft bereits, der Zoo empfiehlt den Erwerb der Tickets im Voraus. Eine Abendkasse wird ebenfalls geöffnet sein, der Zoo behält es sich jedoch vor, bei hohem Besucheraufkommen, den Einlass aus Platzgründen zu begrenzen. Preise Erwachsene: 14 Euro Kinder bis einschließlich 12 Jahre: 10 Euro ZooKultur – Auf einen Blick Samstag, 1. August 2026, Zoo Schwerin Einlass: ab 19:30 Uhr Filmbeginn: 21:45 Uhr Tickets unter https://shop.zoo-schwerin.de/ Mit der ZooKultur verbindet der Zoo Schwerin Naturerlebnis und Kultur zu einem besonderen Sommerabend für die ganze Familie. Wer Tiere in außergewöhnlicher Atmosphäre erleben und den Tag mit einem Naturfilm unter freiem Himmel ausklingen lassen möchte, sollte sich diesen Termin vormerken
Zoo Magdeburg 17.07.2026
Jungtier-Gewimmel im Zoo Magdeburg
An allen Ecken des Zoos ist tierisch viel Nachwuchs zu beobachten: Baumstreifenhörnchen, Präriehunde, Flamingos, Onager, Nasenbär,Hirschziegenantilope & Co.
„Genaues Hinschauen lohnt in diesen Tagen besonders beim Zoobesuch: 15 Jungtiere bei den Schwarzschwanzpräriehunde sorgen für ein ordentliches Gewimmel auf der Anlage. Die Rosaflamingokolonie hat neunfachen Nachwuchs, bei den stark gefährdeten Onagern wurde zwei Jungtiere geboren und die Chinesischen Baumstreifenhörnchen ziehen gerade drei Jungtiere auf“, informiert Zoodirektor, David Pruß, Ph.D. Kleine Nase auf Entdeckertour: Familienzuwachs bei den Weißrüssel-Nasenbären Ein junger Weißrüssel-Nasenbär „flitzt“ seit Kurzem zusammen mit seinen Eltern über die weitläufige Außenanlage, die sie sich mit den Flachlandtapiren teilen. Dort lässt sich sehr gut das Verhalten von Elterntiere und Jungtier beobachten. Vor allem das Muttertier kümmert sich um das Junge. Von ihr lernt es, was fressbar ist, und wovon man sich lieber fernhalten sollte. Das Männchen zieht es dagegen vor, meist allein das Gelände nach Futter abzusuchen. Beim Ausgraben von Insekten, Würmern, Schnecken und anderen Wirbellosen setzt der Nasenbär seine großen scharfen Krallen geschickt ein. Auch „Fallobst“ gehört zur Nahrung von Nasenbären. Vogelnester und Küken sind vor den Nasenbären nicht sicher – ein leichtes Spiel für diese hervorragenden Kletterer. Es überrascht kaum, dass Nasenbären in der Lage sind, ausgezeichnet zu riechen. Ihre lange, rüsselartige Nase ist in alle Richtungen bis zu 60 Grad frei beweglich. Sie gehören, wie auch Wasch- und Wickelbären innerhalb der Raubtiere, zu den Kleinbären. Anders als der häufig im Zoo gehaltene Rote Nasenbär lebt der sehr viel seltener gehaltene Weißrüssel-Nasenbär nicht in Südamerika, sondern vor allem in Mittelamerika (von Nordwest-Kolumbien über Mexiko bis in die südlichen Bundesstaaten der USA). Er ist laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion nicht als gefährdet eingestuft, seine Bestandstendenz ist abnehmend und regional gefährdet durch Habitatsverlust und nicht nachhaltige Jagd. Der tagaktive Weißrüsselbär ist ein ausgezeichneter Botschafter für den Naturschutz in Mittelamerika. Gundis – an extremer Trockenheit angepasst „Sind die aber niedlich!“, ist Groß und Klein sich einig vor dem Terrarium in der Zoowelle. Hier sind die Zwillinge der Gundis zu bestaunen. Den hohen „Niedlichkeitsfaktor“ verdanken die Gundis – die auch „Kammfinger“ genannt werden – ihrem demonstrativen Putzverhalten. Mit ihren Hinterpfoten, die mit kammartigen Borsten versehen sind, bürsten sich diese sonnenliebenden Kleinsäuger immer wieder mit hoher Geschwindigkeit durch ihr Fell, um es von Staub und Sand zu befreien. Für die Gundis ist ein möglichst glattes Fell im Freiland überlebenswichtig, denn es rettet sie mit etwas Glück aus den Fängen ihrer Feinde, wie zum Beispiel Goldschakale. Gundis sind in den nordafrikanischen Bergen des Hohen Atlas in Tunesien, Algerien, Marokko beheimatet. Sie trinken nicht, sondern nehmen das überlebenswichtige Wasser ausschließlich über ihre Nahrung auf, die vor allem aus Gräsern und ausgewählte Kräuter, sowie deren Samen und Blüten besteht. Damit sind sie hervorragend an die extreme Trockenheit angepasst. Besucher treffen die niedlichen Fellknäuel oft unter der wärmenden Lampe des Terrariums in der Zoowelle zusammengekuschelt an. Über den Zoo Magdeburg Seit seiner Gründung im Jahr 1950 zählt der Zoo Magdeburg zu den artenreichsten Zoos Mitteldeutschlands. Auf rund 20 Hektar leben über 700 Tiere aus 177 Arten. Der Zoo engagiert sich aktiv im internationalen Artenschutz, unterstützt zehn Artenschutzprojekte weltweit vor Ort und beteiligt sich aktuell an 70 Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen.
Alpenzoo Innsbruck 17.07.2026
Alpenzoo hilft Fledermäusen in Not: Bereits 16 Tiere erfolgreich wieder ausgewildert
Seit drei Monaten übernimmt der Alpenzoo die Erstaufnahme und spezialisierte Betreuung hilfsbedürftiger Fledermäuse in Tirol. In dieser Zeit konnten bereits 16 verletzte oder verwaiste Tiere erfolgreich versorgt und nach ihrer Genesung wieder in die Natur entlassen werden. Die meisten der abgegebenen Fledermäuse wurden verletzt aufgefunden. Häufig handelt es sich um Tiere, die von Katzen angegriffen wurden, in Schächten eingeklemmt waren oder dehydriert auf der Straße gefunden wurden. Doch nicht nur verletzte erwachsene Fledermäuse finden im Alpenzoo Hilfe – immer wieder werden auch verwaiste Jungtiere abgegeben, die ohne menschliche Unterstützung keine Überlebenschance hätten. Besonders erfreulich ist die große Artenvielfalt unter den bisherigen Findlingen. Unter den betreuten Tieren befanden sich zahlreiche verschiedene Fledermausarten; auch seltene Arten wie Alpenlangohr und Mopsfledermaus waren darunter – ein eindrucksvoller Beleg für die Vielfalt der heimischen Fledermauswelt und die Bedeutung einer spezialisierten Betreuung. Die Aufzucht der Jungtiere erfordert viel Geduld und Fingerspitzengefühl. Mehrmals täglich und auch nachts werden sie von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Alpenzoo mit einer kleinen Spritze mit Milch gefüttert und intensiv betreut. Erst wenn sie kräftig genug sind sowie selbstständig fliegen und jagen können, werden sie wieder in ihrem natürlichen Lebensraum freigelassen. „Fledermäuse sind faszinierende und zugleich äußerst nützliche Tiere. Als Insektenjäger leisten sie einen wichtigen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht. Umso mehr freut es uns, dass wir diesen geschützten Tieren nun gezielt helfen und ihnen nach Verletzungen oder einem schwierigen Start ins Leben eine zweite Chance geben können“, erklärt Zoodirektor Dr. André Stadler. Ein besonderes Highlight unter den bisherigen Findlingen war ein Kleiner Abendsegler. Die Art wurde zur Fledermaus des Jahres 2026 gewählt und zählt zu den beeindruckendsten heimischen Fledermäusen. Dass auch ein Vertreter dieser besonderen Art im Alpenzoo erfolgreich versorgt und wieder ausgewildert werden konnte, freut das gesamte Team ganz besonders. Nach einem Katzenangriff Anfang Mai wurde das Tier tierärztlich versorgt und anschließend mit großem Aufwand auf das Leben in der Natur vorbereitet. Dazu gehörte auch ein intensives Flugtraining. Am vergangenen Wochenende konnte der kleine Abendsegler schließlich erfolgreich wieder freigelassen werden.
Opel-Zoo Kronberg 16.07.2026
Tierisch clever – Wie Tiere lernen
Nächste Öffentliche Führung im Opel-Zoo am Samstag, 25. Juli 2026, 15 Uhr Kinder gehen in die Schule, um zu lernen und um gezielte Informationen und Wissen aufzunehmen, aber letztendlich lernen wir immer, auch als Erwachsene, da wir permanent Reize verarbeiten. Wir nehmen diese mit den Sinnesorganen auf, verarbeiten und speichern sie und rufen sie letztlich bei Bedarf ab. Dabei lernen wir durch positive und negative Reaktionen, durch Einsicht, Erleben und dadurch, dass wir beobachten und nachahmen. Aber Lernen ist nicht nur etwas für Menschen – auch Tiere sammeln Erfahrungen, beobachten Artgenossen und entwickeln clevere Strategien für ihren Alltag. Bei der nächsten Öffentlichen Führung im Opel-Zoo geht es darum, wie Tiere lernen. Die Teilnehmenden an dieser Führung begleiten den Zoopädagogen Yannis König auf eine spannende Entdeckungstour durch den Zoo und erfahren beispielsweise, warum junge Erdmännchen schon früh erfolgreich jagen können, wie Elefanten von ihren Familien lernen und weshalb manche Vögel ihre Lieder nicht von Geburt an perfekt singen. Bei den verschiedenen Tierarten wird dann entdeckt, wie vielfältig Lernen sein kann, welche Rolle Umwelt, Sozialleben und Evolution dabei spielen. Auch wird erörtert, warum manche Fähigkeiten von Geburt an vorhanden sind, während andere erst im Laufe des Lebens erworben werden. Die Führung startet am Samstag, dem 25. Juli 2026 um 15 Uhr an der Statue des Zoogründers hinter dem Haupteingang. Sie ist kostenfrei, ohne Zuschlag zum Eintrittspreis und eine Voranmeldung ist nicht notwendig.
Tierpark Hagenbeck 16.07.2026
Hagenbeck auf Langstrumpfs Spuren
Totenkopfaffen als neue Tierart eingezogen Neun weibliche Totenkopfaffen sind erfolgreich in ihr neu gestaltetes Gehege im Dschungel-Revier gezogen. Es wurde in den vergangenen Monaten durch Hagenbecks Handwerker umfassend umgebaut und von den Auszubildenden bepflanzt. Das neue Gehege bietet den bewegungsfreudigen südamerikanischen Primaten vielfältige Kletter- und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie zahlreiche Rückzugsorte. Die Gestaltung orientiert sich an den natürlichen Bedürfnissen der Tiere und schafft optimale Voraussetzungen für ihr Wohlbefinden. Perspektivisch sollen die Totenkopfaffen mit den Grünflügelaras und Gürteltieren vergesellschaftet werden. Solche gemischten Tieranlagen fördern natürliche Verhaltensweisen, bieten abwechslungsreiche Umweltreize und ermöglichen den Besucherinnen und Besuchern einen authentischen Einblick in die Artenvielfalt südamerikanischer Lebensräume „Unsere Totenkopfaffen erkunden nun erst einmal ihr neues Revier und dürfen sich in aller Ruhe eingewöhnen. Wir beobachten gespannt, wie sie ihre Umgebung Schritt für Schritt entdecken und die vielen Kletter- und Beschäftigungsmöglichkeiten für sich nutzen.“, sagt Reviertierpfleger Mark Hollensen. Der Tierpark Hagenbeck engagiert sich seit vielen Jahren für den Schutz bedrohter Tierarten und unterstützt verschiedene internationale Artenschutzprojekte. Auch Totenkopfaffen stehen in ihrer Heimat unter zunehmendem Druck. Die Zerstörung ihres Lebensraums sowie der illegale Wildtierhandel gefährden viele Populationen in Südamerika. Moderne zoologische Einrichtungen leisten durch verantwortungsvolle Haltung, Bildungsarbeit und koordinierte Erhaltungszuchtprogramme einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Erhalt bedrohter Arten.
Kölner Zoo 16.07.2026
Rosarot und beflügelt: Zwei Kuba-Flamingos im Kölner Zoo geschlüpft
Vorverkauf für den Single Abend im Kölner Zoo läuft Im Kölner Zoo sind Mitte Juni erstmals seit mehr als zwanzig Jahren zwei Kuba-Flamingos in der Brutkolonie der Elternvögel geschlüpft. In den Vorjahren hatte der Zoo die Küken in den ersten Lebenswochen immer zunächst in Handaufzucht in den Backstage-Bereichen aufgezogen, um das Risiko von Verlusten durch gefiederte „Eierdiebe“ und Schlechtwetterbedingungen zu vermeiden. Dieses Jahr hat sich der Zoo dazu entschlossen, die Küken bei den Eltern aus dem Ei schlüpfen zu lassen. Der Plan geht erfolgreich auf. Durch die für Flamingos aktuell idealen Temperaturen wachsen die Jungtiere sehr gut heran und werden Tag für Tag kräftiger. Ob es sich um männliche oder weibliche Jungvögel handelt, steht noch nicht fest. Die Geschlechterbestimmung erfolgt bei Flamingos erst im ausgewachsenen Zustand anhand der äußeren Erscheinung. Männchen sind in der Regel größer als Weibchen und haben auch dickere Beine. Flamingos sind nicht gern allein Flamingos fühlen sich nur in der Gemeinschaft wohl. Gut 160 der eleganten Tiere, die gern widerlegen, dass man auf einem Bein nicht stehen kann, leben insgesamt derzeit im Kölner Zoo – und dass zum Teil schon lange. Flamingos können in Menschenobhut leicht über 60 Jahre alt werden. Kuba-Flamingos kommen hauptsächlich in Mittelamerika vor. Sie ernähren sich von Plankton, das sie mit Hilfe ihres siebartigen Schnabels aus dem Wasser filtern. Im Freiland nehmen Flamingos Krebstierchen auf, deren Farbstoff ihr Gefieder rot einfärbt. Im Kölner Zoo geben die Tierpfleger ein Futter, dem Rotfarbstoffe beigemengt sind. So bleiben die Vögel auch hier intensiv gefärbt. Übrigens: Die Flamingos lassen sich gut von der Sonnenterrasse des Zoorestaurants „Flamingos“ aus beobachten – als farbenfroher Hingucker für schöne Sommerstunden.
Tiergarten Kleve 16.07.2026
Sommerferien starten mit tierischem Babyboom
Tiergarten Kleve bietet in den Ferien zahlreiche Jungtiere, neue Erlebnisse und verlängerte Öffnungszeiten Mit dem Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen startet auch im Tiergarten Kleve die schönste Zeit des Jahres. Zahlreiche Tierkinder, das neue Känguru-Outback, die erstmals stattfindenden Tierischen Sommerabende und viele weitere Angebote machen den Familienzoo am Niederrhein zu einem beliebten Ausflugsziel für die ganze Familie. „Die Sommerferien sind für viele Familien die schönste Zeit des Jahres – und genau dafür haben wir in diesem Jahr besonders viele neue Angebote geschaffen“, freut sich Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Neben unserem neuen Känguru-Outback können sich unsere Gäste derzeit über einen regelrechten Babyboom freuen. Fast bei jedem Rundgang gibt es Jungtiere zu entdecken.“ In den vergangenen Wochen konnte sich der Tiergarten über zahlreiche Nachzuchten freuen. So erkunden derzeit fünf kleine Streifenskunks gemeinsam mit ihrer Mutter Mandy erstmals die Nordamerika-WG. Auch bei den Goldfasanen gibt es nach fünf Jahren wieder Nachwuchs – fünf Küken sind in der großen Vogelvoliere geschlüpft. Ebenfalls erstmals zu sehen ist ein junges Zwergseidenäffchen, das meist gut versteckt auf dem Rücken seines Vaters Luk oder eines älteren Geschwisters durch die Anlage getragen wird. Außerdem können Besucherinnen und Besucher den diesjährigen Alpakanachwuchs beobachten, der inzwischen neugierig die Games & More-Alpakaanlage erkundet. Hinzu kommen weitere Jungtiere bei Erdmännchen, Baumstachlern und Gürteltieren, sodass sich der Tiergarten derzeit über einen der erfolgreichsten Nachwuchsjahrgänge der vergangenen Jahre freuen kann. „Gerade für Kinder gibt es kaum etwas Spannenderes, als Tierbabys zu beobachten“, erklärt Dr. Polotzek. „Viele der Jungtiere entdecken aktuell zum ersten Mal ihre Umgebung oder unternehmen ihre ersten Ausflüge. Das macht jeden Tiergartenbesuch zu einem ganz besonderen Erlebnis.“ Ein weiteres Highlight ist das neue Känguru-Outback, das in diesem Jahr eröffnet wurde. Hier können Besucherinnen und Besucher ohne trennende Zäune zwischen den Bennettkängurus hindurchspazieren und die sympathischen Beuteltiere aus nächster Nähe erleben. Ebenso laden die 2025 eröffnete Welt der Trampeltiere, die Westernstadt mit den Präriehunden sowie der große Playmore Fantasy-Abenteuerspielplatz zum Entdecken, Spielen und Verweilen ein. Auch das Ferienprogramm bietet zahlreiche Möglichkeiten für einen abwechslungsreichen Tagesausflug. Drei- bis fünfmal täglich finden wechselnde Schaufütterungen statt, bei denen die Tierpflegerinnen und Tierpfleger spannende Einblicke in das Verhalten der Tiere geben. Wer seinem Lieblingstier noch näher kommen möchte, kann außerdem ein exklusives Rendezvous mit ausgewählten Tierarten buchen. Ein besonderes Sommerhighlight sind außerdem die neuen Tierischen Sommerabende. Noch bis zum 23. August bleibt der Tiergarten donnerstags bis sonntags bis 21 Uhr geöffnet. Besucherinnen und Besucher erwartet eine einzigartige Abendatmosphäre mit Live-Musik, besonderen Schaufütterungen, Cocktails und vielen Tieren, die gerade in den Abendstunden besonders aktiv sind. „Wir möchten, dass unsere Gäste den Tiergarten immer wieder neu erleben können“, so Dr. Polotzek. „Ob morgens bei den Tierbabys, tagsüber auf dem Spielplatz oder abends bei Live-Musik zwischen Kängurus und Baumstachlern – ein Besuch lohnt sich in diesem Sommer zu jeder Tageszeit.“
Zoo Basel 15.07.2026
Weiterer Verlust in der Gorillagruppe
Nach dem Tod von Gorilla-Männchen Mobali (11) kam es in der Gorillagruppe des Zoo Basel zu einem weiteren Todesfall. Das vier Tage alte Jungtier von Gorilla-Weibchen Joas (37) verstarb am Dienstag, 14. Juli 2026, infolge einer durch Silberrücken Yeba (14) verursachten tödlichen Verletzung. Für Yeba war es das erste Jungtier. Joas trägt ihr verstorbenes Jungtier derzeit weiterhin bei sich. Der Vorfall verdeutlicht die hohe Komplexität sozialer Strukturen und Beziehungen innerhalb von Gorillagruppen. Die Gorillagruppe des Zoo Basel verzeichnete innerhalb eines Tages zwei Todesfälle. Gorilla-Männchen Mobali (11) musste am Dienstag, 14. Juli 2026, aufgrund der Folgen einer Bissverletzung durch Silberrücken Yeba (14) vom Tierärzte-Team getötet werden. Der Zolli berichtete auf seinen Social-Media-Kanälen. Ebenfalls am Dienstag verstarb das vier Tage zuvor geborene Jungtier von Gorilla-Weibchen Joas (37). Tödliche Verletzung In den ersten vier Lebenstagen zeigte Joas das für Gorillas typische mütterliche Verhalten und hielt ihr Jungtier eng an ihrem Körper. Am Dienstagnachmittag, 14. Juli 2026, nahm Silberrücken Yeba das Jungtier von Joas an sich und zeigte ein ausgeprägtes Interesse an ihm. Gleichzeitig liess er die Mutter nicht mehr in seine unmittelbare Nähe. Im weiteren Verlauf kam es zu Rangeleien zwischen Joas und Yeba. Dabei wurde das Jungtier durch einen unbeabsichtigten Biss von Yeba in den Brustkorb tödlich verletzt. Erstes Jungtier für Yeba Das getötete Jungtier wurde am 11. Juli 2026 geboren. Es handelte sich um ein Weibchen. Für Gorilla-Weibchen Joas war es der fünfte Nachwuchs. Für Silberrücken Yeba war es der erste Nachwuchs. Komplexe Sozialverbände Bei Gorillas sind soziale Beziehungen und Gruppendynamiken hochkomplex. Das Töten von Jungtieren durch Artgenossen, sogenannter Infantizid, ist bei Gorillas ein beobachtetes und wissenschaftlich beschriebenes Verhalten, das insbesondere bei in Haremstrukturen lebenden Tierarten bekannt ist. Die Ursachen dafür können vielfältig sein und stehen unter anderem im Zusammenhang mit der komplexen sozialen Struktur innerhalb von Gorillagruppen. Abschiedsrituale bei Gorillas Bei Gorillas kommt es vor, dass Mütter verstorbene Jungtiere noch über mehrere Tage oder Wochen bei sich tragen. Auch im aktuellen Fall trägt Joas ihr verstorbenes Jungtier weiterhin bei sich. Der Zoo Basel ermöglicht dieses natürliche Verhalten und greift nicht ein. Das Affenhaus bleibt geöffnet. Blick in die Zukunft Der Zolli beobachtet die Dynamik innerhalb der Gruppe weiterhin aufmerksam und steht im Austausch mit Expertinnen und Experten. Besondere Beachtung gilt dabei der weiteren Entwicklung der Gruppe, auch vor dem Hintergrund der erwarteten Geburt eines weiteren Jungtiers in den kommenden Wochen.
Tierpark Gotha 15.07.2026
Erneuter Nachwuchs bei den Zwergottern im Tierpark Gotha
Der Tierpark Gotha kann sich erneut über Nachwuchs bei seinen Asiatischen Zwergottern freuen. Am 7. Juli 2026 brachte das Zuchtpaar erneut Jungtiere zur Welt. Bereits im Februar dieses Jahres wurden zwei Jungtiere erfolgreich aufgezogen, die sich hervorragend entwickelt haben und inzwischen fester Bestandteil der Familiengruppe sind. Bislang konnten bis zu sechs Jungtiere beobachtet werden. Eine exakte Zählung ist derzeit jedoch noch nicht möglich, da sich die Jungtiere in den ersten Lebenstagen nur selten vollständig zeigen. Bestätigt sich diese Zahl, handelt es sich um einen außergewöhnlich großen Wurf für diese gefährdete Tierart. Derzeit verbringen die Jungtiere die meiste Zeit gut geschützt in einer Wurfbox in der Innenanlage. Dort werden sie von beiden Elterntieren fürsorglich versorgt. Besonders bemerkenswert ist das ausgeprägte Sozialverhalten der Zwergotter: Auch die älteren Geschwister beteiligen sich aktiv an der Aufzucht und tragen so wesentlich zur Entwicklung und späteren Sozialisation des Nachwuchses bei. Der Tierpark Gotha gehört zu den wenigen zoologischen Einrichtungen im deutschsprachigen Raum, denen die regelmäßige und erfolgreiche Nachzucht des Asiatischen Zwergotters gelingt. Die in Gotha geborenen Jungtiere werden nach ihrer Selbstständigkeit an andere zoologische Einrichtungen abgegeben. Damit leistet der Tierpark einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer genetisch vielfältigen Reservepopulation und unterstützt den langfristigen Erhalt dieser Art. Der Asiatische Zwergotter ist die kleinste Otterart der Welt und in den Feuchtgebieten Südostasiens beheimatet. Die Art gilt als weltweit gefährdet. Ursachen für den Bestandsrückgang sind vor allem der Verlust ihres Lebensraums, die Verschmutzung von Gewässern sowie der illegale Wildtierhandel. Umso wichtiger ist die erfolgreiche Nachzucht in zoologischen Einrichtungen, die einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Erhalt der Art leistet. Für Besucherinnen und Besucher heißt es nun noch etwas Geduld haben. In den ersten Lebenswochen benötigen die Jungtiere viel Ruhe und Sicherheit. Mit etwas Glück werden sie in den kommenden Wochen gemeinsam mit ihrer Familie immer häufiger auf der Außenanlage zu beobachten sein. Der Tierpark Gotha freut sich sehr über diesen erneuten Zuchterfolg und bedankt sich bei allen Besucherinnen und Besuchern für ihr Verständnis, den Tieren während der sensiblen Aufzuchtphase die notwendige Ruhe zu gönnen.
Opel Zoo Kronberg 15.07.2026
Drei Jungtiere beim Europäischen Nerz im Opel-Zoo – Nachwuchs verschiedener bedrohter Tierarten wird ausgewildert
Der Europäische Nerz gehört zu den am meisten bedrohten Tierarten Europas. Ursprünglich besiedelte er ein gewaltiges Gebiet von Nordspanien bis an den Ural und von Finnland bis an das Schwarze Meer. Heute existieren lediglich kleine, isolierte Bestände; der aktuelle Bestand wird auf nur wenige tausend Tiere geschätzt. Verantwortlich für diese Entwicklung ist zum einen die Zerstörung seines Lebensraumes durch die Trockenlegung vieler Feuchtgebiete. Konkurrenz und Verdrängung durch den deutlich größeren Amerikanischen Mink hat den Beständen weiter zugesetzt. Dieser wurde seit mehr als 70 Jahren zur Pelzgewinnung in Europa gehalten („Farmnerz“) und ist mittlerweile durch unbedachte Freilassungsaktionen in vielen Regionen in der Natur zu finden. Bereits seit 1972 gibt es ein Zuchtprogramm (Ex situ-Erhaltungszuchtprogramm EEP), mit dem das Aussterben dieser Tierart verhindert werden soll. Diesem EEP ist auch der Verein zur Erhaltung des Europäischen Nerzes, Euronerz e.V., angeschlossen, der sich aktiv und wissenschaftlich begleitet für den Europäischen Nerz einsetzt. Die Zucht des Europäischen Nerzes ist schwierig und zeitaufwändig. Nerze sind strenge Einzelgänger, die auch in der Paarungszeit vorsichtig aneinander gewöhnt werden müssen. Zudem wählen sie ihre Partner individuell aus. Von dem Verpaarungszentrum von Euronerz e.V. werden die tragenden Fähen an verschiedene, dem Projekt angeschlossene Tier-und Wildparks gegeben, wo sie die Jungen dann aufziehen. Auch im Opel-Zoo findet alljährlich diese Aufzucht statt, zunächst eher unbemerkt von den Zoobesuchern, da die Jungtiere einige Wochen in der Wurfhöhle heranwachsen. Im Frühsommer erkunden sie dann langsam das Außengehege bis sie selbständig genug sind, um in die Obhut von Euronerz e.V. gegeben zu werden. Die drei Jungtiere, die in diesem Jahr im Freigehege zur Welt gekommen sind, sind nun regelmäßig zu sehen, wobei sie sich vor allem in den Abendstunden zeigen. Seit dem Jahr 2000 verstärkten bereits 75 junge Nerze aus Kronberg die Erhaltungszucht bzw. die Populationen in Wiederansiedlungsprojekten, so z.B. in Sumpf- und Gewässerbiotopen am Steinhuder Meer oder im Saarland. Bereits in den nächsten Tagen wird der diesjährige Nachwuchs von weiteren Tierarten in Auswilderungsprojekte gegeben. Die sechs jungen Europäischen Ziesel verstärken die Freilandpopulationen in Tschechien. Dort wurden dann seit 2019 47 Jungtiere aus dem Opel-Zoo ausgewildert. In das Auswilderungsprojekt der Österreichischen Vogelwarte über die Veterinärmedizinische Universität Wien (vetmeduni) gehen zwei Jungvögel der Habichtskäuze, so dass die Anzahl des seit 2006 in den Bayerischen Wald und nach Österreich ausgewilderten Kronberger Nachwuchses auf nunmehr 20 angewachsen ist.
Tiergarten Straubing 15.07.2026
Zwei Yak‑Jungtiere im Tiergarten Straubing geboren
Im Tiergarten Straubing gibt es erfreulichen Nachwuchs: Ende Juni und Anfang Juli wurden zwei gesunde Yak‑Jungtiere geboren. Die kleinen Rinder erkunden bereits neugierig ihre Umgebung und sorgen für viel Freude bei Pflegern und Besuchern gleichermaßen. Für den Tiergarten ist der Nachwuchs ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieser robusten, aus dem Himalaya stammenden Hausrindform. Besucherinnen und Besucher können die beiden Jungtiere ab sofort im Außenbereich der Yak‑Anlage beobachten.
Tierpark Hellabrunn München 15.07.2026
Hellabrunner Geschäftsbericht 2025 zur Hauptversammlung vorgestellt
Der Tierpark Hellabrunn hat im Geschäftsjahr 2025 seine Rolle im weltweiten Arten- und Naturschutz weiter gestärkt. Neben zahlreichen Ex-situ-Maßnahmen vor Ort engagierte sich der Münchner Geozoo in 17 geförderten In-situ-Projekten weltweit und trug damit aktiv zum Schutz bedrohter Tierarten in ihren natürlichen Lebensräumen bei. Aus zoologischer Sicht war 2025 erneut ein erfolgreiches Jahr. Bedeutende Nachzuchten – unter anderem bei Drill, Königspinguin, Alpensteinbock und der Bayerischen Kurzohrmaus – unterstreichen die wichtige Rolle Hellabrunns in den internationalen Erhaltungszuchtprogrammen. Sie stehen beispielhaft für den hohen Stellenwert von Artenschutz, Nachhaltigkeit und wissenschaftlich fundiertem Bestandsmanagement und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Parallel dazu setzte Hellabrunn zahlreiche Bau- und Modernisierungsmaßnahmen zur weiteren Verbesserung des Tierwohls um. So wurde das neugestaltete Maushaus wiedereröffnet, das Badebecken im Elefantenhaus umfassend optimiert und die Tigeranlage unter anderem mit neuen Kletterstrukturen, Plattformen und holzhäckselgedeckten Bereichen naturnah aufgewertet. Auch weitere Tieranlagen wurden kontinuierlich modernisiert und an die Bedürfnisse ihrer Bewohner angepasst. Der Tierbestand umfasste im Geschäftsjahr 2025 insgesamt 491 Tierarten. Die Zusammensetzung des Bestands folgt einer langfristigen, wissenschaftlich fundierten Planung und orientiert sich an den Anforderungen internationaler Erhaltungszuchtprogramme sowie an einer qualitativ hochwertigen und tiergerechten Haltung. Mit insgesamt 1.760.299 Besucherinnen und Besuchern zählt 2025 weiterhin zu den zehn besucherstärksten Jahren in der 114-jährigen Geschichte des Tierparks. Trotz eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr bestätigt das Ergebnis die anhaltend hohe Attraktivität Hellabrunns. Vorstand und Tierparkdirektor Rasem Baban zeigt sich mit der Entwicklung des vergangenen Geschäftsjahres zufrieden: „Hellabrunn entwickelt sich konsequent weiter und verbindet Artenschutz, Forschung und Bildung auf hohem wissenschaftlichem Niveau. Künstliche Intelligenz eröffnet uns dabei neue Möglichkeiten, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller zu gewinnen, unser Tiermanagement weiter zu verbessern und unsere Bildungsangebote auszubauen. Gleichzeitig bleibt für uns klar: KI ist ein Werkzeug, das die Erfahrung und das Fachwissen unserer Mitarbeitenden sinnvoll ergänzt – sie ersetzt sie nicht. Entscheidend ist, dass wir diese Technologien verantwortungsvoll, transparent und immer im Dienst des Tierwohls sowie des globalen Artenschutzes einsetzen.“ Auch die Aufsichtsratsvorsitzende und Münchner Bürgermeisterin Verena Dietl zieht eine positive Bilanz: „Der Tierpark Hellabrunn ist weit mehr als eines der beliebtesten Ausflugsziele Münchens – er ist ein Ort, an dem Artenschutz, Forschung, Bildung und Naturerlebnis auf einzigartige Weise zusammenkommen. Es freut mich, dass Hellabrunn seine wichtige Rolle im internationalen Artenschutz kontinuierlich ausbaut und dabei auch innovative Technologien verantwortungsvoll nutzt. Mein herzlicher Dank gilt allen Mitarbeitenden sowie den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern, die diesen Erfolg mit ihrem großen Engagement möglich machen.“ Zoologisch gliederte sich der Tierbestand im Geschäftsjahr 2025 in 82 Säugetier-, 60 Vogel-, 24 Reptilien-, 14 Amphibien-, 198 Fisch- und mindestens 113 Wirbellosenarten. Besonders erfreulich waren zahlreiche Zuchterfolge, unter anderem bei Kugelgürteltier, Alpensteinbock, Drill und Bayerische Kurzohrmaus sowie bei verschiedenen Ziegen- und Rinderrassen und im Aquarium. Zu den Neuzugängen zählten unter anderem zwei Asiatische Elefantenkühe, ein Przewalski-Urwildpferd-Hengst, zwei Schweinshirsche sowie mehrere neue Vogel- und Fischindividuen. Gleichzeitig musste sich der Tierpark von einigen Tieren verabschieden, darunter dem Asiatischen Elefanten Otto, der Giraffenkuh Bahati und einer Manulkatze. Der Tierpark Hellabrunn blickt damit auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Mit seinem Engagement für den internationalen Artenschutz, kontinuierlichen Investitionen in Tierwohl und Infrastruktur sowie dem verantwortungsvollen Einsatz neuer Technologien setzt der Münchner Tierpark seinen Weg als moderner wissenschaftlich geführter Zoo konsequent fort. Weitere Informationen zum Geschäftsjahr 2025 sowie den vollständigen Geschäftsbericht finden Sie unter www.hellabrunn.de/geschäftsbericht
Zoo Neunkirchen 14.07.2026
In Neunkirchen steppt der Bär – Kragenbären erobern die Herzen und den Zoo
Man muss sie einfach gern haben – die Kragenbären-Halbstarken „Heinrich“ und „Henriette“, die seit Anfang der Woche regelmäßig auf ihrer großen Außenanlage zu sehen sind. Auf über 1000 qm Bärenspielplatz mit viel Gebüsch zum Zerkauen, Stachelbeeren zum Abpflücken, Kletterfelsen, Planschbecken und Fernsicht ins Bliestal toben sich die anderthalbjährigen Geschwister, die der Tierpark Dessau dem Neunkircher Zoo zum 100-jährigen Geburtstag übergab, so richtig aus und graben auch nach Herzenslust nach Erdbienenlarven und anderen Kerbtieren, ganz die ewig hungrigen Allesfresser, die eben alles mitnehmen, was appetitlich ist, egal von welchem Ort. Besonders ins Auge fallen die großen „Plüschohren“, die so recht an den Kuschelteddy aus dem Kinderzimmer erinnern. So freundlich sie auch den Tierpflegern von Anfang an entgegentraten, gerade wenn ein Löffel Honig wartet, so grummelig und stur können sie aber auch schon ganz bärentypisch sein, wenn der Leckerbissen einmal nicht schnell genug von Pflegerhand zu Bärenschnauze wandert. Mit etwa vier Jahren sind die Ussuri-Kragenbären dann ausgewachsene Raubtiere, die in ihren Ursprungsgebieten in Russlands Fernem Osten durch Bejagung (zum Teil für den chinesischen Markt), Lebensraumzerstörung, z. B. durch Waldbrände, oder als Verkehrsopfer an Erschließungsstraßen mittlerweile bestandsbedroht sind. Daher möchten verschiedene europäische Zoos eine Reservepopulation dieser Großbärenform aufbauen, und auch diese Tiere sollen, später mit unverwandten Partnern komplettiert, einmal zum (Unter-)Arterhalt beitragen. Bis dahin können die Besucher des Neunkircher Zoos nach fast fünf bärenfreien Jahren die sachsen-anhaltinischen Neuzugänge beim Groß- und Bärenstarkwerden zusehen, zunächst noch täglich in den Vormittagsstunden und recht bald dann auch schon während der gesamten Öffnungszeiten, wenn die behutsame, schrittweise Eingewöhnung der sensiblen Sohlengänger vollständig abgeschlossen sein wird
Naturschutz-Tierpark Görlitz 14.07.2026
Neueröffnung Storchenausstellung mit Malwettbewerb
Feierliche Neueröffnung der kulturhistorischen Storchenausstellung im Naturschutz Tierpark Görlitz-Zgorzelec mit Mitmach-Aktion. Der Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec lädt am Mittwoch, den 22.07.2026, zur feierlichen Neueröffnung seiner Storchenausstellung ein. Unter dem Titel „Storks and People“ widmet sie sich der besonderen Bedeutung des Storches in Kulturgeschichte und Alltag. In Fabeln, Märchen und Sagen gilt der Storch seit Jahrhunderten als weiser Vogel, in Bauernregeln als Frühlingsbote und Glücksbringer und bis heute als beliebter Sympathieträger. Grundlage der Ausstellung ist eine der größten privaten Storchensammlungen Deutschlands von Manfred Hardel aus Wiesbaden. „Anlässlich unserer Neueröffnung rufen wir alle Kinder zum großen Storchen-Malwettbewerb auf!“, verkündet Tierparkdirektor Dr. Sven Hammer. Alle Kinder, die am 22.07.2026 bis 12:00 Uhr ein selbstgemaltes Storchenbild an der Tierparkkasse abgeben, erhalten an diesem Tag freien Eintritt in den Tierpark. Die feierliche Eröffnung der Storchenausstellung beginnt um 14:00 Uhr. Dabei wird das Panda-Maskottchen des Tierparks vor Ort sein und unter allen anwesenden kleinen Künstlerinnen und Künstlern attraktive Preise verlosen. Wer mehr über die Störche im Tierpark, die Arbeit der Wildtierauffangstation und den Beitrag des Tierparks zum Schutz der Weißstörche erfahren möchte, ist herzlich zur Storchenpräsentation um 15.00 Uhr eingeladen. Besonders spannend: Auch dieses Jahr haben unsere Tierparkstörche erfolgreich Jungstörche aufgezogen. Ihre Jungtiere werden ab Mitte Juli im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide-und Teichlandschaft ausgewildert. Beim beliebten „Storchenteichspiel“ können große und kleine Besucher außerdem selbst ausprobieren, wie schwierig es ist, mit einem langen Storchenschnabel Nahrung zu fangen. Der Tierpark freut sich auf viele kleine Künstler und einen erlebnisreichen Familientag rund um den Weißstorch.
Opel Zoo Kronberg 14.07.2026
Afrika im Taunus – Elefantenherde im Opel-Zoo Tierbeobachtungen und Sommerferienprogramm
Im Opel-Zoo gibt es nun viele Jungtiere zu sehen – allen voran natürlich Publikumsliebling „Kaja“, das am 27. Mai 2025 geborene Elefantenkalb. Es ist mit seiner Herde regelmäßig auf der großen Elefanten-Außenanlage zu beobachten und man kann sich gar nicht daran satt sehen, wie sich die nun 14 Monate alte „Kaja“ und ihre Artgenossen in der Schlammsuhle wälzen und mit dem Rüssel den Sand über sich verteilen, dass es nur so staubt. Sie schützen ihre unbehaarte Haut mit dieser „Panade“ vor zu starker Sonnenbestrahlung und auch vor Ungeziefer, das sie quälen könnte. Auch die Beobachtung der beiden Jüngsten, dem fünfjährigen „Neco“ und eben „Kaja“, wie sie ihre Kräfte miteinander messen, ist immer wieder faszinierend. Da kommt es häufig vor, dass die beiden hintereinander durch das Gehege toben, mit lautem Trompeten rangeln oder auch mal im Eifer des Gefechtes zu Boden gehen. Dabei sind sie stets unter den wachsamen Augen der erwachsenen Kühe, zu denen sich auch von Zeit zu Zeit der Bulle Tamo (und Vater von „Kaja“) hinzugesellt. Eine besondere Freude ist es „Tamo“ dabei zu beobachten, wie er sich in seinem Badebecken ganz offensichtlich vergnüglich abkühlt, dabei immer wieder untertaucht und die Rüsselspitze als erstes wieder an der Wasseroberfläche zum Vorschein kommt. Die Besucher sind bei diesen Beobachtungen am Elefantensteg selbst im Schatten alter, hoher Bäume und so lässt sich ein Zoobesuch auch bei hohen sommerlichen Temperaturen gut bewältigen. Neben den Tierbeobachtungen lockt auch das umfangreiche Programm in den hessischen Sommerferien, an dem die Zoobesucher kostenfrei, ohne Zuschlag zum Eintrittspreis und ohne Voranmeldung teilnehmen können: Jeden Dienstag finden um 11 h Ferienführungen zu verschiedenen Themen statt, die an der Bronzestatue des Zoogründers mit dem kleinen Elefanten hinter dem Haupteingang starten. Mittwochs und donnerstags von 10 bis 13 Uhr bieten die Zoopädagogen dann in der Zooschule verschiedene Aktionen unter dem Motto „Mitmachen, erforschen, erleben“ an. Besonders beliebt sind die Tierpfleger-Gespräche, bei denen die Tierpfleger jeden Tag eine andere Tierart vorstellen, Anekdoten über ihre Schützlinge erzählen und dabei gerne Besucherfragen beantworten: Montags startet jeweils um 14 Uhr das kommentierte Elefantentraining, das die Besucher von Holzsteg am Bullengehege aus mitverfolgen können. Dienstags, 14 Uhr gibt es – ausgehend vom Treffpunkt bei den Berberaffen – Interessantes über Erdmännchen, Hyänen oder Gibbons zu erfahren. Am Mittwoch um 14 Uhr werden dann Gepard, Nasenbär oder Roter Panda vorgestellt. Treffpunkt ist dabei der Unterstand der Geparde. Am Donnerstag startet das Tierpfleger-Gespräch um 14 Uhr vom Waldkiosk aus und Luchs, Nandu oder Schnee-Eule stehen im Blickpunkt. Die Dromedare sind am Freitag dran: Auch hier ist um 14 Uhr Beginn und zwar an der Kamelwiese. Und wer etwas über die Brillenpinguine erfahren möchte, kann sich täglich um 16 Uhr an der Brillenpinguin-Anlage einfinden. Schließlich findet am Samstag, dem 25. Juli 2026 um 15 Uhr noch eine Öffentliche Führung mit dem Thema “Tierisch clever – wie lernen Tiere?“ statt. Last but not least bieten die Zoopädagogen in den Hessischen Sommerferien drei Mal täglich Führungen in die Madagaskar-Voliere zu den Kattas und Roten Varis mit ihren beiden Jungtieren an und zwar um 12, um 14 und um 16 Uhr. Diese Führungen müssen allerdings zuvor online unter opel-zoo.de für einen Obolus von 3 € pro Person gebucht werden, der Artenschutzprojekten zugutekommt, die vom Opel-Zoo unterstützt werden.
Zoo Frankfurt am Main 14.07.2026
Abschied von den Turen im Zoo Frankfurt
Der Zoo Frankfurt musste in den letzten Tagen aus Seuchenschutzgründen die Haltung seiner Westkaukasischen Steinböcke, auch Ture genannt, beenden. Die Gruppe hatte sich mit dem Paratuberkulose-Erreger infiziert. Infektionen mit diesem Bakterium sind nicht behandelbar und führen stets zum Tod der erkrankten Tiere. Der Zoo fällte die ebenso bittere wie alternativlose Entscheidung zum Schutz aller anderen Wiederkäuer in seinem Bestand. Die Haltung von Turen aufzugeben, war nicht geplant. Eine Infektion mit der heimtückischen Paratuberkulose hat dem Zoo Frankfurt jedoch eine andere Entscheidung aufgezwungen. Der Erreger, Mycobacterium avium ssp. paratuberculosis, ist weltweit verbreitet und infiziert vorwiegend Hauswiederkäuer wie Rinder aber auch Giraffen, Antilopen und Gazellen. Er verursacht eine chronische Darmentzündung mit Abmagerung und Durchfällen, die zum Tod der Tiere führt. Eine wirksame Schutzimpfung gibt es ebenso wenig wie medikamentöse Behandlungen, die zur Heilung der betroffenen Tiere führen. Um solche Infektionen zu verhindern, durchlaufen Tiere, die – etwa im Rahmen von Zuchtprogrammen – unter den Zoos getauscht werden, strenge Transportuntersuchungen. Außerdem befindet sich im Frankfurter Zoo eine der modernsten Quarantänestationen Deutschlands. Mykobakterien-Infektionen nachzuweisen ist jedoch außergewöhnlich schwierig. Auch Seuchenprävention auf höchstem Niveau bietet in ihrem Fall leider keine hundertprozentige Sicherheit. So wurde trotz aller Vorsicht bei einer der regelmäßigen Untersuchungen der Erreger in der Frankfurter Tur-Gruppe entdeckt. Der Zoo musste seiner Verantwortung für seine Tiere daher in zweierlei Hinsicht gerecht werden. Zum einen gilt es mit allen Mitteln zu verhindern, dass der Erreger auf andere Wiederkäuer im Zoo übergreift. Davon wären dann weitere hochbedrohte Arten wie Addax, Mhorrgazellen, Okapis und einige mehr betroffen. Zum anderen ging es im vorliegenden Fall darum, jedem einzelnen der Ture unausweichliches Leid zu ersparen. Klar ist, dass die kontaminierte Anlage auf absehbare Zeit nicht mit Wiederkäuern besetzt werden kann. Sie wird zunächst hygienisch saniert und kann erst wieder genutzt werden, wenn der Erreger nicht mehr nachweisbar ist. Die eingeschläferten Ture wurden zur weiterführenden Untersuchung an Labore übergeben.
Zoo Magdeburg 14.07.2026
Zweiter Magdeburger Zoo-Lauf Laufen für den Artenschutz weltweit vor Ort
„Wir starten auf Grund des großen Erfolges erneut einen Magdeburger Zoo-Lauf. Am 18.09.2026 ist es so weit: Große und kleine Lauffreunde bekommen die Gelegenheit, den Spaß am Laufen in einer exotischen Laufumgebung zu erleben und gleichzeitig etwas Gutes für den Artenschutz zu tun. Die Teilnehmerzahlen für die drei Läufe sind limitiert – Schnell sein lohnt sich“, betont Zoodirektor David Pruß. Die Läufer können ihre Strecke in drei Schwierigkeitsgraden auswählen und buchen unter zoo-magdeburg.ticketfritz.de Der Zoolauf für den Artenschutz ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Magdeburger Laufkultur 08 e.V. Es gibt keine Zeitmessung; jeder Teilnehmer erhält eine Medaille. Wer mit einem Kostüm läuft, hat sogar die Chance, eines der drei Zooerlebnisse zu gewinnen: ein Tierpflege-live-Gutschein, einen Gutschein für eine Abendsafari oder eine Zoo-Jahreskarte. Sportlich aktiv für den Kronenkranich Mit jeder Anmeldung leisten die Teilnehmer einen Beitrag zum Schutz des Kronenkranichs, dem Zootier des Jahres 2026. Ein Teil der Startgebühren fließen direkt in internationale Artenschutzprojekte für diese beeindruckende Vogelart. Der Kronenkranich zählt zu den elegantesten Vögeln Afrikas. Seine goldene Federkrone, sein weittragender Ruf und sein charakteristischer Balztanz machen ihn unverwechselbar. In vielen afrikanischen Ländern gilt er als Symbol für Glück, Frieden und Wohlstand. Dennoch sind die Bestände des Kronenkranichs in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. In Ostafrika verringerte sich die Population innerhalb von 40 Jahren um rund 80 Prozent. Hauptursachen sind die Zerstörung von Feuchtgebieten, die Intensivierung der Landwirtschaft, Kollisionen mit Stromleitungen, Wilderei sowie der illegale Wildtierhandel. Die Erlöse des Zoo-Laufs unterstützen Schutzprojekte in Afrika, die sich für den Erhalt der Lebensräume und den langfristigen Schutz der Kronenkraniche einsetzen. Verschiedene Zoo-Läufe in drei Schwierigkeitsgraden Die Läufer können folgende Strecken wählen: – Tiger-Lauf (7,5 km, 3 Runden durch den Zoo): Start 18:00 Uhr, Anmeldegebühr 12,50 Euro (davon 5 Euro Artenschutz) – limitiert auf 200 Plätze – Antilopen-Lauf (5,0 km, 2 Runden durch den Zoo): Start 18:00 Uhr, Anmeldegebühr 10,00 Euro (davon 5 Euro Artenschutz) – limitiert auf 200 Plätze – Erdmännchen-Lauf (400 m): Start 17:30 Uhr, nur für Kinder bis 6 Jahre, Anmeldegebühr 2 Euro (davon 1 Euro Artenschutz) – limitiert auf 150 Plätze Hinweise zum 2. Zoolauf Die Teilnahme am Lauf ist ausschließlich online buchbar. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr vor dem Zooeingang. Dort ist auch die Startnummernausgabe von 16:00-17:30 Uhr. Der 2. Magdeburger Zoo-Lauf findet in Kooperation mit dem Magdeburger Laufkultur 08 e.V. und mit Unterstützung vieler Helfer und Ehrenamtlicher statt. Zoo Magdeburg – Artenschutz weltweit vor Ort Im Artenschutz weltweit vor Ort engagiert sich der Zoo Magdeburg an 70 internationalen Zuchtprogrammen, darunter für viele vom Aussterben bedrohte oder stark gefährdete Arten wie Spitzmaulnashorn, Galapagos-Riesenschildkröte, Afrikanischer Elefant, Blaulatzara, Brillenpinguin, Sibirischer Tiger. Der Zoo ist an weltweite Artenschutzprojekte beteiligt und ist beispielsweise Partner des Red Panda Network. Im natürlichen Lebensraum unterstützt der Zoo die Artenschutzprojekte Save the Rhino, Sanccob saves seabirds, Armonia Conservation Organisation. Der Zoo ist Mitglied der EAZA, VdZ, VZP, ZGAP
Tiergarten Schönbrunn Wien 14.07.2026
Wenn Kröten gelb werden: Forscherin des Tiergarten Schönbrunn international ausgezeichnet „Best Paper Young Scholar in Herpetology for 2025“
Im Tiergarten Schönbrunn sorgt eine preisgekrönte Forschungsarbeit für Freude: Susanne Stückler, PhD, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Tiergarten, wurde für ihre Studie zu Schwarznarbenkröten in Indien beim Joint Meeting of Ichthyologists and Herpetologists, einer internationalen Fachtagung für Fisch-, Amphibien- und Reptilienforschung, vergangene Woche in New Orleans ausgezeichnet. Ihre als Erstautorin publizierte Arbeit erhielt die Auszeichnung als beste wissenschaftliche Publikation einer Nachwuchswissenschaftlerin bzw. eines Nachwuchswissenschaftlers im Bereich Herpetologie 2025. Im Zentrum stand ein außergewöhnliches Naturschauspiel: Während der nur ein bis zwei Tage langen Laichzeit verfärben sich männliche Schwarznarbenkröten von unscheinbarem Braun zu leuchtendem Gelb. Die Ergebnisse von Stücklers Forschung sprechen dafür, dass diese auffällige Färbung Fehlpaarungen im hektischen Paarungsgeschehen verhindert. „Zu dieser Erkenntnis kamen wir mithilfe von braunen und gelben 3D-Krötenmodellen, die während des explosiven Paarungsgeschehens hunderter Tiere im Wasser platziert wurden. Es zeigte sich, dass die Männchen die braunen Modelle deutlich häufiger umklammerten als die gelben“, erklärt Stückler. Schon als Kind faszinierte Susanne Stückler die Welt der Amphibien und ihre unterschiedlichen Lebensweisen. Heute hat sie diese Leidenschaft im Tiergarten Schönbrunn zum Beruf gemacht. Wissenschaftliche Forschung zählt hier zu den zentralen Säulen. Die vom Tiergarten gewonnenen Ergebnisse sind wertvolle Puzzlesteine im weltweiten Bestreben der Zoogemeinschaft, die Biodiversität zu erhalten. „Forschung in und mit Zoos bildet oft die Grundlage für erfolgreiche Artenschutzaktivitäten und hilft auch, die Tierhaltung stetig weiterzuentwickeln“, betont Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck. Allein im Jahr 2025 kooperierte der Tiergarten mit 46 Universitäten, wissenschaftlichen Einrichtungen sowie Zoos und Aquarien weltweit. An dieser Studie beteiligt waren die Universität Wien, die Brown University, USA, sowie der lokale Landwirt Gopalkrishna Hedge und der Herpetologe KV Gururaja, PhD. Die Erforschung der Schwarznarbenkröten ist damit jedoch längst nicht abgeschlossen. „Wir untersuchen diese Amphibienart weiterhin, sowohl in ihrem natürlichen Lebensraum als auch im Tiergarten. Dabei führen wir Verhaltensstudien durch und gehen der Frage nach, welche hormonellen Mechanismen dem faszinierenden Farbwechsel zugrunde liegen. Es gibt also noch viel zu erforschen,“ so Dr. Doris Preininger, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Tiergarten und Betreuerin der Studie.
Tierpark Hellabrunn München 13.07.2026
Zum 115. Tierpark-Geburtstag: Erstes Entenrennen in Hellabrunn
Am Samstag, den 1. August 2026, feiert der Münchener Tierpark Hellabrunn seinen 115. Geburtstag mit einem besonderen Aktionstag für die ganze Familie. Im Mittelpunkt steht dabei eine Premiere mit Quietschfaktor: Erstmals findet auf dem Auer Mühlbach ein Entenrennen mit Quietscheentchen statt, unterstützt von der Stadtsparkasse München. Ab Mittwoch, den 15.07.2026 können Besucherinnen und Besucher in den beiden Zooshops des Tierparks ihre persönliche Rennente erwerben und sich damit einen Startplatz für das Jubiläumsrennen sichern. Die Rennenten werden inklusive Zeitchip und Teilnehmer-Zertifikat für 5,00 Euro pro Stück verkauft. Der Vorverkauf läuft bis einschließlich 1. August 2026 beziehungsweise nur solange der Vorrat reicht. Insgesamt gehen 230 Rennenten an den Start: 115 blaue Enten für das „Team Tierpark“ und 115 rote Enten für das „Team Sparkasse“. Pro verkaufter Ente spendet der Tierpark Hellabrunn 10,00 Euro an die Artenschutz-organisation Cikananga. Die Organisation engagiert sich maßgeblich für die Erhaltungszucht verschiedener in Indonesien endemischer Singvögel und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz hochbedrohter Arten. Die Teilnahme am Hellabrunner Entenrennen ist ausschließlich mit einer vorab gekauften Rennente sowie dem zugehörigen Teilnehmer-Zertifikat möglich. Das Rennen findet exklusiv am Jubiläumstag, Samstag, den 1. August 2026, im Zeitraum von 13:00 bis 16:00 Uhr statt. Es gibt attraktive Preise zu gewinnen! Neben dem Entenrennen gibt es außerdem ein abwechslungsreiches Jubiläums-programm für kleine und große Tierparkfans. Der Verein Lesefüchse e.V. ist vor Ort und bietet Lesungen mit spannenden Tier- und Mitmachgeschichten für Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren an. Die Lesungen finden von 10:30 bis 12:00 Uhr sowie von 14:00 bis 15:30 Uhr am Vorplatz des Giraffenhauses gegenüber der Erdmännchen-Anlage statt. In der Hellabrunner Polarwelt können kleine Gäste beim Eisbär-Dosenwerfen ihr Können beweisen – zu gewinnen gibt es da natürlich auch etwas. Das Dosenwerfen findet von 10:00 bis 12:00 Uhr sowie von 14:00 bis 16:00 Uhr am Pinguinhaus statt. Musikalisch wird der Jubiläumstag am Nachmittag begleitet: Von 14:00 bis 17:00 Uhr sorgt ein Duo um Lucia Appel mit Gesang, Klavier und Kontrabass im Biergarten des Mühlendorfs für sommerliche Jazz-, Blues- und Swing-Klänge. Der Münchener Tierpark Hellabrunn lädt alle Besucherinnen und Besucher herzlich ein, den 115. Geburtstag gemeinsam zu feiern, Rennenten ins Wasser zu schicken und damit den Artenschutz zu unterstützen. Alle Informationen zum Jubiläums-Aktionstag und zu den Teilnahmebedingungen des Entenrennens finden Sie unter: www.hellabrunn.de/115
Tiergarten Kleve 13.07.2026
Stimmungsvolle Premiere der Tierischen Sommerabende Neue Veranstaltungsreihe begeistert Gäste im Tiergarten Kleve – abwechslungsreiches Programm geht in die nächste Runde
Mit einer gelungenen Premiere sind am vergangenen Donnerstag die ersten Tierischen Sommerabende im Tiergarten Kleve gestartet. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die verlängerten Öffnungszeiten bis 21 Uhr und genossen die besondere Abendatmosphäre im Familienzoo am Niederrhein. Nach dem erfolgreichen Auftakt geht die neue Veranstaltungsreihe nun von Donnerstag, 9. Juli, bis Sonntag, 12. Juli 2026 in die nächste Runde. „Wir sind mit der Premiere der Tierischen Sommerabende sehr zufrieden“, freut sich Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Es war schön zu sehen, wie die Gäste die entspannte Atmosphäre genossen, bei sommerlichen Temperaturen und stimmungsvoller Livemusik durch den Tiergarten spazierten und die Tiere einmal zu einer ganz anderen Tageszeit erleben konnten.“ Bis zum 23. August bleibt der Tiergarten immer donnerstags bis sonntags bis 21 Uhr geöffnet. Neben einer stimmungsvollen Abendatmosphäre erwarten die Gäste Live-Musik, besondere Schaufütterungen, Cocktails, kulinarische Angebote wie ein Live-BBQ und viele Gelegenheiten, den Tiergarten in einem ganz neuen Licht zu erleben. Für die Sommerabende gilt der reguläre Tiergarteneintritt, auch Jahreskarten behalten ihre Gültigkeit. Gerade in den Abendstunden zeigen sich viele Tierarten besonders aktiv. So lassen sich unter anderem die Bennettkängurus im neuen Känguru-Outback, die Südlichen Kugelgürteltiere, Streifenskunks und Nordamerikanischen Baumstachler jetzt besonders gut beobachten. Ergänzt wird das Angebot durch wechselnde Schaufütterungen, bei denen Tierpfleger spannende Einblicke in das Verhalten und die Biologie der Tiere geben. „Die längeren Öffnungszeiten ermöglichen unseren Gästen Tierbeobachtungen, die tagsüber oft nicht möglich sind“, erklärt Dr. Polotzek. „Viele unserer Tiere werden erst in den kühleren Abendstunden richtig aktiv. Genau diese besondere Stimmung möchten wir mit den Tierischen Sommerabenden erlebbar machen.“ Auch in der kommenden Woche wartet wieder ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm auf die Besucherinnen und Besucher. Am Donnerstag (9. Juli) sorgt Maya Kehren mit ihrer Soul and Blues Session für musikalische Unterhaltung. Dazu finden Schaufütterungen bei den Baumstachlern (18 Uhr) und den Schneeeulen (19:30 Uhr) statt. Am Freitag (10. Juli) folgt die Samba e Bossa Nova Night mit Maya Kehren sowie Schaufütterungen bei den Erdmännchen (17 Uhr) und den Streifenskunks (18 Uhr). Am Samstag (11. Juli) begeistert Sängerin Nadine van Nimwegen mit akustischen Pop-Covern, während die Tierpfleger Stachelschweine (18 Uhr) und Gürteltiere (19:30 Uhr) vorstellen. Den Abschluss bildet am Sonntag (12. Juli) Maya Kehrens Night of Ballads mit Schaufütterungen bei den Baumstachlern (18 Uhr) und den Schneeeulen (19:30 Uhr). „Jeder Abend bietet ein etwas anderes Programm. Dadurch lohnt sich auch ein mehrfacher Besuch während der Sommerferien“, so Dr. Polotzek. „Ob Live-Musik, Tierbeobachtungen oder einfach ein Cocktail in entspannter Atmosphäre – wir möchten einen Ort schaffen, an dem Natur, Erholung und Artenschutz auf besondere Weise miteinander verbunden werden.“ Neben den Sommerabenden lohnt sich derzeit ein Besuch im Tiergarten auch wegen der zahlreichen Jungtiere. Unter anderem können Besucherinnen und Besucher derzeit Nachwuchs bei Erdmännchen, Zwergseidenäffchen, Baumstachlern, Gürteltieren, Alpakas und Goldfasanen entdecken. Die Tierischen Sommerabende finden noch bis 23. August 2026 immer donnerstags bis sonntags statt. An diesen Tagen ist der Tiergarten von 9 bis 21 Uhr geöffnet, von montags bis mittwochs gelten die regulären Öffnungszeiten von 9 bis 18 Uhr.
Zoo Zürich 13.07.2026
Koala: Bedrohter Langschläfer, Wassersparer, Wärmeprofi
Der Juni hat bereits zahlreiche Hitzerekorde geknackt und die zweite Hälfte des Sommers steht uns erst noch bevor. Die meisten Tiere im Zoo Zürich können mit hohen Temperaturen gut umgehen, sie sind erstaunlich anpassungsfähig. Eine effektive Massnahme, die viele Tiere nutzen: Ruhen und Energie sparen. Perfektioniert hat diese Strategie der Koala. Er ist ein wahrer Meister im Chillen. Richtig gut ist er aber auch im Wassersparen. Träge döst das Koalamännchen in der Astgabel des grossen Eukalyptusbaums. Arme, Beine, Kopf – alles wird von der Schwerkraft Richtung Boden gezogen. Stundenlang können die Tiere so verharren. Nur ab und zu blickt er auf, rutscht ein wenig von links nach rechts, positioniert sich neu in der Astgabel und verfällt dann wieder in den Energiesparmodus. Und auch im Bereich nebenan, indem Mutter und Tochter zusammenleben, sieht es nicht viel anders aus. Beide sitzen schlafend im Baum. Wälder als natürliche Klimaanlage Das ständige Ruhen ist eine Anpassung an ihre spezielle Ernährung sowie an ihren trockenen und heissen Lebensraum Australien. Das natürliche Verbreitungsgebiet des Koalas erstreckt sich über die Eukalyptuswälder an der Süd- und Ostküste Australiens. Dort herrschen vor allem in den Sommermonaten häufig Temperaturen um die 30 Grad Celsius. Koalas (Phascolarctos cinereus) ziehen sich dann an schattige Plätze zurück. Die Eukalyptuswälder nutzen sie dabei als natürliche Klimaanlagen. Nicht überall im Wald herrschen die gleichen Temperaturen. Es gibt Mikrohabitate, die mehrere Grad kühler sind als die Umgebung. Koalas suchen diese Orte gezielt auf. Dort verharren sie und beschränken ihre aktiven Phasen auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden. Jede Bewegung erzeugt Körperwärme und kostet Energie. Energie, die dem Koala durch seine Nahrung – schwer verdaulicher Eukalyptus – nur in begrenztem Masse zur Verfügung steht. Viel Bewegung verbraucht viel Energie – mehr als Koalas täglich aufnehmen können. Also ruhen sie. Und schlafen. Und ruhen. Und das bis zu 20 Stunden täglich. Sparsamer Umgang mit Wasser Der Stoffwechsel des Koalas ist im Vergleich zu anderen Säugetierarten zudem sehr niedrig. Dadurch produzieren die Tiere weniger körpereigene Wärme und benötigen weniger Energie und Wasser. Koalas werden daher so gut wie nie beim Trinken beobachtet. Schon den indigenen Völkern Australiens war aufgefallen, dass Koalas nur selten trinken. Der Name «Koala» stammt vermutlich aus einer Sprache der Aborigines und wird häufig mit «trinkt nicht» übersetzt. Tatsächlich trinken Koalas extrem selten. Sie decken ihren Wasserbedarf üblicherweise vollständig durch ihre Nahrung. Eukalyptusblätter haben einen hohen Wasseranteil von 60-80 Prozent. Während des Verdauungsprozesses entzieht ihr Körper der Nahrung dieses Wasser. Auch ist ein Koala sehr sparsam im Umgang mit Wasser. Der Urin der Tiere ist stark konzentriert und wird nur einmal täglich abgesetzt. Und auch der Kot ist sehr trocken. 100-150 Kot-Kügelchen produziert ein Koala pro Tag. Zusätzliches Wasser nehmen Koalas durch den morgendlichen Tau auf, der sich auf den Eukalyptusblättern sammelt. Nur in sehr heissen und langen Dürreperioden kann es vorkommen, dass ein Koala eine Wasserstelle am Boden aufsucht. Auch das im Mai 2025 im Zoo Zürich geborene Jungtier kommt mittlerweile ohne zusätzliche Flüssigkeit aus. Mit etwa sechs Monaten beginnt die Umstellung auf feste Nahrung und mit etwa 12 Monaten ist der Koala-Nachwuchs von der Muttermilch entwöhnt. Hitze als Problem Dank ausgeklügelter Strategien sind Koalas effiziente Wassersparer und können gut mit hohen Temperaturen umgehen. Immer wieder auftretende Hitzewellen von über 35 Grad und Dürreperioden bringen jedoch auch sie an ihre Grenzen. Ihre Wärmestrategien versagen dann. Koalas gelten daher als besonders anfällig für den Klimawandel. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass es noch etwa 400‘000 bis 570‘000 Tiere in der Wildnis gibt. In den vergangenen Jahren gab es unter anderem aufgrund von starken Bränden regional Einbrüche der Population von teilweise 50 Prozent. Der Koala ist daher bedroht. Mit der Haltung und Zucht der Koalas trägt der Zoo Zürich zur Sicherung einer Reservepopulation ausserhalb des natürlichen Lebensraums bei und informiert im Rahmen von Präsentationen und Führungen über die ikonischen Vertreter der australischen Tierwelt. Auch unterstützen wir die Naturschutzorganisation Koala Conservation Australia vor Ort. Diese betreibt ein Koala-Hospital, setzt sich für den Erhalt des Lebensraums ein, unterhält verschiedene Forschungskooperationen und hat ein Zuchtprogramm zur Wiederansiedlung etabliert.
Wildpark Lüneburger Heide 13.07.2026
Eigener Nachwuchs verstärkt das Team der Zootierpflege im Wildpark Lüneburger Heide – Wildpark als Ausbildungsbetrieb attraktiv – gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter wichtig fürs Unternehmen
Der Wildpark Lüneburger Heide freut sich über gleich doppelten Nachwuchs aus den eigenen Reihen: Aliya Chayenne Mittmann (21) und Tiffany „Tiffy“ Schermer (30) haben ihre Ausbildung zur Zootierpflegerin erfolgreich abgeschlossen und wurden im Anschluss in das Team der Zootierpflege übernommen. Anlässlich des Ausbildungsabschlusses gratulierte Wildpark-Geschäftsführer Alexander Tietz den beiden Absolventinnen jetzt persönlich und überreichte ihnen als Anerkennung für ihre Leistungen liebevoll zusammengestellte Präsentkörbe. „Wir sind sehr stolz darauf, dass beide ihre Ausbildung mit guten Leistungen abgeschlossen haben. Aliya und Tiffy haben in den vergangenen Jahren gezeigt, wie engagiert, zuverlässig und verantwortungsbewusst sie arbeiten. Sie sind längst fester Bestandteil unseres Teams geworden. Deshalb war für uns schnell klar, dass wir beide übernehmen möchten“, sagt Alexander Tietz. Auch für den Geschäftsführer ist die Übernahme der beiden Nachwuchskräfte ein wichtiges Signal: „Beide hatten den Wunsch, nach ihrer Ausbildung im Wildpark zu bleiben. Das freut uns ganz besonders, denn es zeigt, dass wir als Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber ein Umfeld schaffen, in dem sich unsere Mitarbeitenden wohlfühlen und langfristig gerne arbeiten.“ Nach ihrer erfolgreichen Ausbildung wechseln beide Tierpflegerinnen nun fest in die Reviere, die sie bereits während ihrer Ausbildungszeit intensiv kennengelernt haben. Aliya Mittmann wird künftig im Vogelrevier tätig sein, zu dem auch der beliebte Hühnerhof gehört. Tiffany Schermer verstärkt das Raubtierrevier. Vom Traum der Tiermedizin zur Berufung in der Tierpflege Für Aliya war der Weg in die Tierpflege ursprünglich als Zwischenstation gedacht. Nach dem Abitur wollte sie Tiermedizin studieren, erreichte zunächst jedoch nicht den erforderlichen Numerus Clausus. Die Ausbildung zur Zootierpflegerin sollte ihr zusätzliche Qualifikationen verschaffen und den Weg ins Studium ebnen. Doch während ihrer Ausbildungszeit änderten sich ihre Pläne. „Ich bin derzeit glücklich mit allem, so wie es ist. Ich fühle mich im Wildpark und im Team wohl und brauche keine Veränderung“, sagt die 21-Jährige. Privat lebt Aliya auf einem Hof unweit des Wildparks, auf dem sie gemeinsam mit ihren Mitbewohnern zahlreiche Tiere versorgt – darunter Pferde, Katzen, Hunde, Hühner, Enten und Meerschweinchen. Kein Wunder also, dass ihre besondere Leidenschaft den Vögeln gilt. „Meine Lieblingstiere sind Hühner und Tauben. Besonders schön ist jedes Jahr die Aufzucht der Küken. Im Wildpark haben wir viele verschiedene Hühnerrassen und im Brutkasten wartet fast jeden Tag eine neue Überraschung.“ Dass die Arbeit als Tierpflegerin häufig romantisiert wird, sieht sie mit einem Schmunzeln. „Viele denken, Tierpflege bedeutet hauptsächlich Kuscheln und Streicheln. Tatsächlich besteht unser Alltag aber aus viel harter Arbeit. Tiere müssen versorgt werden, Gehege gereinigt, gepflegt und gebaut werden. Tiere kennen weder Weihnachten noch Silvester oder Wochenenden. Feierabend ist erst dann, wenn alle Tiere versorgt sind. Dafür braucht man Leidenschaft, Eigeninitiative und ein großes Verantwortungsbewusstsein. Am Ende des Tages muss man mit gutem Gewissen ins Bett gehen können und wissen, dass man alles getan hat, damit es den Tieren gut geht.“ Den Traum vom Arbeiten mit Tieren verwirklicht Auch Tiffy hat ihren beruflichen Weg bewusst neu ausgerichtet. Nach dem Abitur absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Industrieanlagen-Mechatronikerin und arbeitete anschließend fünf Jahre in diesem Beruf. „Der Job hat zwar auch Spaß gemacht, aber ich habe gemerkt, dass ich doch lieber meinen Traum leben und etwas mit Tieren machen wollte.“ Die Liebe zu Tieren begleitet die 30-Jährige schon seit ihrer Kindheit. Gemeinsam mit ihren Eltern verbrachte sie viele Urlaube auf einem Bauernhof im Allgäu. „Wenn ich die Wahl hatte, wandern zu gehen oder beim Ausmisten des Kuhstalls zu helfen, war die Entscheidung einfach. Ich habe lieber den ganzen Tag auf dem Hof gearbeitet. Das hat einfach Spaß gemacht.“ Heute lebt sie mit ihrem Freund und neun mongolischen Wüstenrennmäusen in Hamburg. Im Wildpark arbeitet sie künftig im Raubtierrevier. Auch ihre Lieblingstiere sind Hühner. Im Arbeitsalltag haben es ihr jedoch vor allem zwei andere Tierarten angetan. „Unsere Frettchen mag ich besonders, weil sie so frech sind und man sie auch einmal auf den Arm nehmen und mit ihnen kuscheln kann. Und unsere Schwarzbären faszinieren mich ebenfalls. Trotz ihrer imposanten Größe sind sie sehr freundlich und verspielt. Das mag ich sehr.“ Von ihrer ersten Ausbildung profitiert sie auch heute noch. „Viele handwerkliche Arbeiten gehören ebenfalls zur Tierpflege. Da kann ich vieles aus meinem früheren Beruf gut einsetzen.“ Besonders schätzt Tiffany das Arbeitsklima im Wildpark. „Wir haben ein wunderbares Team. Der Umgang miteinander ist familiär, wertschätzend und jeder unterstützt den anderen. Das macht die Arbeit jeden Tag besonders.“ Weitere Ausbildungspläne hat sie derzeit nicht. „Zwei Ausbildungen reichen erst einmal“, sagt sie lachend. „Ich fühle mich hier sehr wohl. Ich genieße es, das ganze Jahr draußen in der Natur zu arbeiten. Die Ruhe hier ist ein schöner Ausgleich zur Hektik der Großstadt. Vielleicht ziehe ich in naher Zukunft sogar aufs Land – gerne etwas näher an den Wildpark.“ Für Geschäftsführer Alexander Tietz sind solche Aussagen die schönste Bestätigung für die eigene Ausbildungsarbeit. „Gut ausgebildete und motivierte Tierpflegerinnen und Tierpfleger sind für einen modernen zoologischen Betrieb unverzichtbar. Deshalb investieren wir viel Zeit und Herzblut in die Ausbildung unseres Nachwuchses. Umso schöner ist es, wenn junge Menschen sich bewusst dafür entscheiden, ihren weiteren beruflichen Weg gemeinsam mit uns zu gehen.“

