| Klasse: | Strahlenflosser (Actinopterygii) |
| Unterklasse: | Knorpelganoiden (Chondrostei) |
| Ordnung: | Störartige (Acipenseriformes) |
| Familie: | Störe (Acipenseridae) |
| Gattung: | Huso |
| Art: | Waxdick (Huso gueldenstaedtii) |
Der Waxdick (oder Russischer Stör) kann eine Länge von 210 cm erreichen, wobei eine Größe von 110 bis 140 cm eher der Norm entspricht. Er besitzt eine relativ kurze, abgerundete Schnauze mit drei Paaren ungefranster Barteln, die näher an der Schnauzenspitze als am Maul sitzen. Die Rückenflosse weist 27 bis 48 Weichstrahlen auf, die Afterflosse 16 bis 35. Die Anzahl der Schuppen entlang der Seitenlinie variiert zwischen 21 und 50. Von dem ansonsten ähnlichen Sternhausen lässt sich dieser Fisch anhand der Schnauzenform, der Barteln und der Schuppenanordnung unterscheiden. Die Oberseite ist graugrün, die Seitenschuppen sind hell und der Bauch ist weiß.
Die Art wird in drei Unterarten gegliedert, die sich nur wegen ihrer geographischen Lage unterscheiden. Im Schwarzen Meer und Asowschen Meer und den Zuflüssen der Donau bis Don kommt der Pontische Waxdick (H. g. colchicus) vor. Der Nordkaspische Waxdick (H. g. gueldenstaedti) lebt im nördlichen Teil des Kaspischen Meeres, der Südkaspische Waxdick (H. g. persicus) im südlichen Kaspischen Meer und dessen Einzugsbereich.

Einjährige Tiere im Vergleich, a: Russischer Stör, b: Hybride (größeres Genom), c: Hybride (kleineres Genom), d: Löffelstör*
Der Sturddlefish (Acipenser gueldenstaedtii × Polyodon spathula) ist eine Hybride aus dem Russischen Stör und dem Löffelstör. Diese Kreuzung wurde 2019 versehentlich durch ungarische Forscher geschaffen. Bei dem Löffelstör und Russischem Stör handelt es sich um Arten unterschiedlicher Familien, welche seit 184 Millionen Jahren, also seit dem Unterjura, evolutionär getrennt sind; dadurch ist diese Kreuzung äußerst ungewöhnlich.
Sowohl der Löffelstör als auch der Russische Stör sind vom Aussterben bedrohte Arten. Die ungarischen Forscher untersuchten daher, ob eine Erhaltungszucht in Gefangenschaft möglich ist. Teil dieser Experimente war das Auslösen von Gynogenese bei beiden Arten. Da frühere Experimente die Unmöglichkeit von Kreuzungen so weit entfernter Familien wie Löffelstöre und Störe nahelegte, wurde hierbei als Kontrollgruppe Sperma des Löffelstörs anstatt des Russischen Störs benutzt. Dass dies zu lebensfähigen Nachkommen führte, war für die Forscher eine Überraschung. Dabei wurden unerwarteterweise hunderte Hybridfische gezeugt, von denen ungefähr zwei Drittel den ersten Monat und ungefähr 100 das erste Jahr überlebten.
Anhand der Genomgröße konnten die Hybride in zwei Hauptgruppen unterschieden werden:
Größeres Genom: Die Erscheinung ähnelt dem Russischen Stör am stärksten. Der Stirnfortsatz ist sehr kurz.
Kleineres Genom
Beide ähneln in ihrer Erscheinung eher dem Russischen Stör als dem Löffelstör
*Káldy J, Mozsár A, Fazekas G, Farkas M, Fazekas DL, Fazekas GL, Goda K, Gyöngy Z, Kovács B, Semmens K, Bercsényi M, Molnár M, Patakiné Várkonyi E. Hybridization of Russian Sturgeon (Acipenser gueldenstaedtii, Brandt and Ratzeberg, 1833) and American Paddlefish (Polyodon spathula, Walbaum 1792) and Evaluation of Their Progeny. Genes (Basel). 2020 Jul 6;11(7):753. doi: 10.3390/genes11070753. PMID: 32640744; PMCID: PMC7397225.


